Vorberichte: Stuttgarter Kickers – SSV 05 Reutlingen

Wenn der zweite Torwart nur die Nummer drei ist
 
Beim Fußball-Regionalligisten Reutlingen hat der Trainer bei den Schlussleuten die Qual der Wahl: zwischen Marco Langner und Erol Sabanov
 
Der SSV Reutlingen hat ein Torwartproblem – in Erol Sabanov und Marco Langner sind zwei Spieler auf Augenhöhe. „Das ist verschenktes Kapital“, sagt der Stammtorwart Marco Langner vor dem Derby am Samstag bei seinem Exklub Stuttgarter Kickers.

Von Joachim Klumpp

Neulich, es war in der Partie gegen den 1. FC Saarbrücken, da muss sich Marco Langner fast wie ein Jugendspieler vorgekommen sein. Schließlich stand beim Gegner ein gewisser Peter Eich zwischen den Pfosten, eine wahre Fußball-Eiche mit 43 Jahren. So gesehen ist Reutlingens Torwart Langner noch ein Bonsaipflänzchen, obwohl er mit 37 auch nicht mehr zu den Jüngsten zählt. Vor vier Jahren hatte er seine Karriere sogar schon beendet gehabt, saß als so genannter Stand-by-Spieler allenfalls noch auf der Bank, machte den Torwarttrainer, arbeitete im Scouting, war quasi Mädchen für alles beim SSV – bloß nicht mehr Torwart.

Das änderte sich, als Reutlingen aus der zweiten Liga abstieg, keine Lizenz für die Regionalliga bekam, in der Oberliga plötzlich mit leeren Händen dastand, und ohne Schlussmann. Da fragte ihn der damalige Trainer Uwe Erkenbrecher, ob er Lust hätte einzuspringen. Langner hatte Lust. Und Hans Kullen, Präsident der Stuttgarter Kickers und kurzzeitig auch beim SSV in dieser Funktion tätig, sagt im Rückblick: „Reutlingen hätte nie einen anderen gebraucht. Marco Langner ist ein erstklassiger Torwart, wenn man ihm das Vertrauen ausspricht.“

Doch gerade damit haperte es. Zumindest zeitweise. Der aktuelle VfB-Trainer Armin Veh jedenfalls betrachtete seinerzeit weder Langner noch den Rivalen Hermanutz (jetzt Pfullendorf) als feste Größe und holte kurzerhand Goran Curko, den extrovertierten Glatzkopf aus Bielefeld. Und selbst vor dieser Saison sah sich der Schlussmann plötzlich vor vollendete Tatsachen gestellt, als Erol Sabanov aus Regensburg verpflichtet wurde. Ein gestandener Regionalligamann, der schon in Aalen und Saarbrücken Stammtorwart gewesen ist. Langner: „Der kommt ja nicht hierher, um die Nummer zwei zu sein.“

Im ersten Spiel in Kaiserslautern erhielt Sabanov dann auch tatsächlich den Vorzug, im zweiten gegen den VfB Stuttgart II Marco Langner. Und als der bravourös hielt, war die kurzzeitig angedachte Torwartrochade à la Nationalmannschaft kein Thema mehr. Der Trainer Peter Starzmann sagt zu der verzwickten Lage: „Andere Vereine wären froh, sie hätten zwei so ausgezeichnete Torhüter.“ Doch er gibt auch zu: „Wir wollten vor der Saison eigentlich einen talentierten jungen Ersatzmann.“ Zum Beispiel Manuel Salz, doch der bekam keine Freigabe von den Stuttgarter Kickers. Und als dann Sabanov auf dem Markt war, griff Reutlingen eben zu. Auch wenn Langner sagt: „Für mich ist das verschenktes Kapital.“ Da ist ein Fünkchen Wahrheit dran. Denn die Nummer zwei sitzt nicht einmal auf der Bank, weil dort regelmäßig der junge Markus Krauss Platz nimmt, damit die Quote an U-23-Spielern erfüllt wird. Er ist der lachende Dritte. „Von der Situation kann er nur profitieren“, sagt Langner.

Wie lange er sich das selbst noch antun will? Ganz einfach. „Solange ich mich fit fühle.“ So wie es aussieht wird er seinen Vertrag bis 2008 erfüllen, als Aktiver. Danach gibt es Überlegungen innerhalb des Vereins, Langner ins Marketing einzubinden. Schließlich hat er Sportmanagement studiert. „Konkret ist das noch nicht, bisher gibt es eine gewisse Kontaktpflege mit Sponsoren“, sagt Langner, „aber die Aufgabe würde mich schon reizen.“ Außerdem würde er in Reutlingen gerne eine Torwartschule aufbauen. „Mit dem Ziel, den einen oder anderen davon in die erste Bundesliga zu bringen.“

Zu solchen Meriten hat es für Marco Langner selbst nie gereicht. Der gebürtige Schwarzwälder ist bodenständig geblieben. Donaueschingen, Pfullendorf, Stuttgarter Kickers, Waldhof – seit 1997 Reutlingen. Kapitän und die Nummer 1 ist er, was will man mehr? „Die Erwartungshaltung ist schon sehr hoch“, sagt Langner, „die Zuschauer pfeifen recht schnell, wenn es mal nicht so läuft.“ Dabei läuft es nicht schlecht, mit 15 Punkten aus neun Spielen für den Neuling. Aber Peter Starzmann betont gerne: „Wir brauchen im Laufe der Saison alle Spieler.“ Also auch Erol Sabanov? Ein Wechsel beim Torwart ist immer heikel. Dennoch sagt der Trainer: „Auch er wird mal wieder seine Chance bekommen. Ich denke aber eher auswärts.“

Es muss ja nicht gerade am Samstag bei den Stuttgarter Kickers sein, Langners Exklub. Zwei Jahre hat er dort gespielt, und zum Derby erwartet er zwei- bis dreitausend Reutlinger Fans. Ein Heimspiel also, und so etwas wie eine Stammplatzgarantie.

Stuttgarter Zeitung

Mit Kombikarte zum Derby der Kickers
 
Zum Derby in der Regionalliga Süd zwischen den Stuttgarter Kickers und dem SSV Reutlingen am Samstag, 30. September, um 14.30 Uhr im Gazistadion empfiehlt der Verkehrsverbund Stuttgart den Stadionbesuchern für die Hin- und Rückfahrt die Busse und Bahnen mit der Kombikarte zu benutzen. Sie gilt nicht nur als Eintrittskarte zum Spiel, sondern auch als kostenloser Fahrausweis in allen Verkehrsmitteln. Vom Hauptbahnhof kommen Fußballfans mit der Stadtbahnlinie U 7 zur Waldau. rd

Stuttgarter Nachrichten

Anstoß: 30.09.2006 14:30
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Brych, Dr. (München)
Assistenten: Zacher (Nußdorf), Beitinger (Regensburg)

Stuttgarter Kickers: Nach der ersten Saisonniederlage plant Trainer Dutt keine taktischen Änderungen. Seine Spieler warnt er vor der Reutlinger Kopfballstärke.

SSV Reutlingen 05: Janic, Otto und Rill kehren ins Team zurück. Demirkiran ist für den verletzten Beskid als zweiter Angreifer hinter Haas denkbar.

Aufstellung
Stuttgarter Kickers
Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Kanitz – M. Hartmann – Parmak, Kanyuk, Stierle – Mesic, Gambo

Trainer: Dutt

SSV Reutlingen 05
Langner – Scheuring, Aybar, Kirsch, Janic – Rill, Waidmann, Otto, Unger – Demirkiran – C. Haas

Trainer: Starzmann

Kicker

Am kommenden Samstag trifft die Regionalliga-Mannschaft des SSV Reutlingen im Derbyschlager auf die erste Mannschaft der Stuttgarter Kickers. Anpfiff dieser heiß ersehnten Partie ist um 14:30 im GAZI-Stadion auf der Waldau.

[Edith Baur] – Schön wäre es, wenn die SSVler  in dieser Partie nahtlos an die vergangene Saison anknüpfen könnten. Sicherlich ist allen SSV-Fans der 07. Mai 2006 noch gut in Erinnerung: Bei herrlichem Fussballwetter und der überragenden Kulisse von 1.500 mitgereisten Reutlingern besiegten die „Starzmänner“ die zweite Mannschaft der Kickers, an gleicher Stelle, mit 0:3. Damals war die Ausgangslage natürlich eine andere als vor dem diesjährigen Regionalligatopspiel. Der SSV als damaliger Tabellenführer der Oberliga trat gegen den Tabellen 13. an.

Im Derby am kommenden Samstag tritt der SSV als Tabellen 6. gegen die auf Rang 2 stehenden Kickers an. Deren Hochphase wurde am vergangenen Freitag mit der 4:1 Niederlage gegen die SF Siegen vorerst gestoppt. Dadurch hat sich auch gezeigt, wie eng es in der Regionalliga zugeht. Hier kann wirklich jedes Team das Andere schlagen.

Doch während die von Robin Dutt trainierten Stuttgarter am heutigen Mittwoch noch das Achtelfinalspiel im WFV-Pokal gegen den VfR Aalen bestreiten mussten (Sieg gelang ihnen letztlich erst nach dem Elfmeterschießen), kann der SSV sich ganz in Ruhe auf die Begegnung am Samstag vorbereiten. Dies haben die Kreuzeichekicker übrigens ebenfalls den Kickers zu „verdanken“, besiegte deren zweite Mannschaft doch vor Saisonbeginn die Nullfünfer in der ersten Runde des WFV-Pokals. Hier ist also durchaus noch eine kleine Rechnung offen.

Mit einer konzentrierten, mannschaflich geschlossenen Leistung hat der SSV durchaus die Chance die Kickers ein wenig zu ärgern, Punkte nach Reutlingen zu entführen und damit seine „kleine“ Durststrecke zu überwinden.

Und unter dem Motto „Wir alle sind der SSV“ können auch wir mit zahlreicher Anwesenheit im GAZI-Stadion dafür sorgen, dass der SSV sich dort „heimisch“ fühlt.

SSV-News

Waldaubruddler Stuttgarter Kickers – VfR Aalen

„Also, dass des klar ist: gewonnen habt Ihr nur, weil wir beim Elfmeterschießen die Daumen gedrückt haben….; Anna, als der Torwart gehalten hat und Ich als der Aalener vorbeigeschossen hat….“

Der Waldaubruddler zum Spiel wie immer lesenwert unter: http://www.mannesauter.de/waldaubruddler/wfv0607svkaalen.htm

Presse zum WFV-Pokal: Stuttgarter Kickers – VfR Aalen 5:4 n. E.

Pokalsieg im Elfmeterschießen
Kickers machen es spannend
 
STUTTGART (ump). Die Aalener Schlachtenbummler haben sich gestern Abend als ganz schön pfiffig erwiesen. „Gestern noch der Spitzenreiter, heute schon Pokalausscheider“, hatten sie vor dem WFV-Pokal-Achtelfinale bei den Stuttgarter Kickers auf ein Transparent geschrieben. Nun, Tabellenführer sind die Kickers inzwischen in der Regionalliga zwar nicht mehr, dafür aber im Pokal eine Runde weiter. Auch wenn dazu ein Elfmeterschießen benötigt wurde, das die Kickers mit 5:4 für sich entschieden, nachdem in 120 Minuten kein Tor gefallen war.

„Die Verlängerung hätten wir uns ersparen können“, sagte der Kickers-Trainer Robin Dutt angesichts hochkarätiger Chancen seiner Spieler. Die aber scheiterten immer wieder an Aalens Torwart Robert Wulnikowski, der in der 90. Minute noch alleine gegen den eingewechselten Mesic klärte und in der Verlängerung einen Freistoß von Benda aus dem Winkel holte. Wobei ihm der junge Kickers-Ersatzmann Manuel Salz (21) zwischen den Pfosten in nichts nachstand. „Es hat richtig Spaß gemacht, was die Jungs gezeigt haben“, sagte Robin Dutt angesichts der Tatsache, dass in der Startformation ein halbes Dutzend Stammspieler gefehlt hatten, schließlich steht am Samstag bereits das Derby gegen Reutlingen auf dem Programm. Und schon nächsten Dienstag (16 Uhr) folgt dann das Viertelfinale des WFV-Pokals beim Oberligisten TSV Crailsheim. „Diese Terminplanung kann ich nicht verstehen“, sagt Dutt.

Kickers: Salz – Benda, Wildersinn, Yildiz, Stierle – Parmak (74. Gambo), Hartmann, Kanyuk (74. Akcay), Sökler – Bischoff (81. Tucci), Schlabach (74. Mesic).

Elfmeterschießen: 0:1 Hillebrand, 1:1 Stierle, 1:2 Maier, Mesic scheitert am Torwart, 1:3 Okic, 2:3 Benda, 2:4 Haller, 3:4 Akcay, Sailer scheitert am Torwart, 4:4 Yildiz, Schiele vorbei, 5:4 Hartmann.

Stuttgarter Zeitung

Kickers nach Elfmeterkrimi weiter
 
5:4 gegen den VfR Aalen – Die Blauen stehen im WFV-Pokal-Viertelfinale
 
Stuttgart – Der Titelverteidiger bleibt weiter im Rennen. Die Stuttgarter Kickers haben das Regionalliga-Duell im WFV-Pokal gegen den VfR Aalen mit 5:4 im Elfmeterschießen gewonnen. Bereits am Dienstag (15 Uhr) geht es für die Blauen im Viertelfinale zum Oberligisten TSV Crailsheim.

VON GUNTER BARNER

Eines muss man den Kickers-Spielern lassen: Gute Nerven haben sie. Das letztjährige Halbfinale bei Normannia Gmünd gewannen die Blauen nach Elfmeterschießen, genauso das Endspiel gegen den SSV Ulm 1846. Und nun siegten sie im Achtelfinale gegen den VfR Aalen auf die gleiche Weise. Mittelfeldspieler Manuel Hartmann verwandelte den entscheidenden Elfmeter für die Kickers. Die Spieler jubelten, die Fans feierten, und Robin Dutt machte ein zufriedenes Gesicht: „Das war eine ganz ordentliche Leistung“, sagte der Kickers-Trainer, „wir haben uns ohne sechs Stammkräfte gut verkauft und letztlich verdient gewonnen.“

Der Elfmeterkrimi entschädigte für vieles. Ansonsten waren sich die 700 Zuschauer weit gehend einig: Solche Spiele sind nur sehr bedingt geeignet, den Reiz des Fußballs zu erklären. Was die Teams in den 120 torlosen Minuten im Gazistadion servierten, war größtenteils fade Kost. Keine Präzision, viele Ballverluste, wenig Mut zu Einzelaktionen prägten das Geschehen.

Die neu formierten Blauen erarbeiteten sich von Beginn an ein leichtes Übergewicht. Sie gingen engagierter und bissiger in die Zweikämpfe, was fehlte, war die letzte Konsequenz. Auch im Torabschluss: Vor der Pause scheiterte Timo Schlabach zweimal in aussichtsreicher Position an Torwart Robert Wulnikowski. Der VfR spielte lange Zeit so, wie es der Fehlstart in der Regionalliga (nur ein Sieg in neun Spielen) vermuten ließ: ängstlich und verunsichert. Zu seiner ersten Chance kam das Team von Trainer Frank Wormuth erst in der 72. Minute: Nach einem 16-m-Schuss von Marijo Maric lenkte Kickers-Keeper Manuel Salz, der für Stammtorwart David Yelldell zwischen den Pfosten stand, den Ball reaktionsschnell um den Pfosten.

Die beste Chance, das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden, hatten aber die Kickers. Mirnes Mesic stürmte allein aufs Aalener Tor zu – scheiterte aber an Wulnikowski. Der VfR-Torwart zeigte sich ebenso wie sein Kollege im Kickers-Gehäuse in Glanzform. Die beiden Keeper sorgten auch in der Verlängerung dafür, dass es trotz guter Chancen ins Elfmeterschießen ging.

Die Zusatzschicht passte beiden Trainer nicht. Schließlich warten am Samstag (14.30 Uhr) schwere Aufgaben in der Liga: Die Kickers empfangen den SSV Reutlingen, Aalen steht zu Hause gegen den VfB Stuttgart II auf dem Prüfstand.

Stuttgarter Nachrichten

FUSSBALL / WFV-Pokal – Mit der 4:5-Niederlage im Elfmeterschießen bei den Stuttgarter Kickers platzen beim VfR Aalen die DFB-Pokalträume
VfR-Pokalaus nach Elfmeterkrimi in Stuttgart
Fußball-Regionalligist VfR Aalen muss nach dem verlorenen Elfmeterkrimi gestern Abend im WFV-Pokal den Traum von der DFB-Pokalteilnahme erneut verschieben. Die Stuttgarter gewannen nach torlosem Spiel das Elfmeterduell mit 5:4.VON WERNER RÖHRICHDie Aalener konnten sich bei ihrem Keeper Robert Wulnikowski bedanken, dass sie die 120 Minuten auf dem Spielfeld torlos überstanden. Insbesondere in der Verlängerung hatten beide Teams glasklare Möglichkeiten, sich den Elfmeterkrimi zu ersparen.
„Wir hatten drei Matchbälle und haben sie nicht genutzt“, trauerte VfR-Coach Frank Wormuth den vergebenen Chancen nach. „Momentan geht es in die falsche Richtung“, war seine ernüchternde Feststellung. Aber: „Irgendwann hört auch das mal auf.“
Stuttgarts Trainer Robin Dutt hatte wahr gemacht, was er angekündigt hatte. Mit Keeper David Yelldell, Jens Härter, Mustafa Akcay und den beiden torgefährlichen Bashiru Gambo und Mirnes Mesic nahmen fünf Leistungsträger auf der Bank Platz. Dem verletzten Goalgetter Christian Okpala blieb die Zuschauerrolle. Bei Aalen kam wie erwartet Rene Okle auf der rechten Außenseite für den verletzten Angelo Donato. Ansonsten gab VfR-Coach Frank Wormuth dem Team das Vertrauen, das zuletzt auch in Kaiserslautern auflief.
Nach einer kurzen Phase des Abtastens versuchte der VfR Aalen zunehmend, die Partie an sich zu reißen. Vor allem Marco Christ, versuchte die Akzente im Spiel nach vorne zu setzen. Er fand auf der linken Seite immer wieder Dennis Hillebrand. Doch die beiden Schüsse, die dieser bereits in der ersten Viertelstunde auf das Kickers-Gehäuse abfeuerte, verfehlten ihr Ziel noch.
Die Kickers verstanden es ihrerseits, bei Ballbesitz blitzschnell umzuschalten und ihre Konter in Richtung Robert Wulnikowski zu fahren. Bastian Bischoff im Sturmzentrum beschäftigte – unterstützt von Timo Schlabach – die VfR-Hintermannschaft mindestens genau so, wie es Okpala nicht besser hätte machen können.
So sahen die Zuschauer im Gazistadion auf der Waldau über weite Strecken einen offenen Schlagabtausch, bei dem sich keine der beiden Team echte Vorteile erspielen konnte. Torraumszenen blieben zunächst noch Mangelware. Timo Schlabach forderte VfR-Keeper Robert Wulnikowski erstmals nach einer halben Stunde mit einem 20-Meter-Schuss. Die Antwort von Marco Christ auf der Gegenseite folgte auf dem Fuß. Sein Fernschuss landete knapp neben dem Tor. Wenig später war es erneut Schlabach, der den Atem der mitgereisten Aalener Fans gleich zweimal hintereinander stocken ließ. Doch die VfR-Elf ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und suchte ihrerseits den Weg nach vorne. Bernd Maier schaltete sich immer mehr in das Offensivspiel ein. Auf den Rängen kam Stimmung auf. Gegen Ende der ersten Halbzeit waren es dann die Degerlocher, die die besseren Chancen hatten. Kurz vor dem Pausenpfiff musste Robert Wulnikowski sein ganzes Können aufbieten, um nach einem Schuss von Schlabach den Rückstand zu verhindern. Die skeptische Miene von VfR-Aufsichtsratsvorsitzendem Johannes Moser zur Halbzeit auf der Tribüne verriet, dass er mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden war.
Über die Querlatte
Wormuth brachte nach dem Wechsel Fall für Okle und Haller für Alder ins Spiel. Doch noch war es die Mannschaft von Robin Dutt, die die Akzente setzte. Oliver Stierle jagte eine Granate über die Querlatte von „Wulles“ Kasten. Die bis dahin größte Chance des Spiels hatte Bastian Bischoff fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff. Freistehend vor Wulnikowski traf er das Leder nicht richtig. Und während die Stuttgarter Fans auf der Gegengeraden schon in Jubelgesänge („Wir steigen auf“) ausbrachen, bemühte sich Aalen zwar um einen geordneten Spielaufbau. Fehlanzeige allerdings in Sachen Torgefährlichkeit. Die Platzherren kontrollierten jetzt die Partie und waren dem Führungstreffer näher als ihre Gäste, die sich bei ihrem Torhüter dafür bedanken durften, nicht frühzeitig in Rückstand zu geraten. Darüber konnte auch ein versuchter Gewaltschuss von Marco Haller in die Hände von „Blauen“-Keeper Manuel Salz nicht hinwegtäuschen. Auch der Abpraller, den Hillebrand wenig später nach Christs Schuss vor die Füße bekam, brachte nur eine Ecke ein. In der 72. Minute wäre Maric fast die Aalener Führung gelungen. Doch Salz zeigte sich auf dem Posten und lenkte zur Ecke.
Gleich darauf läutete Dutt mit der Einwechslung von Gambo, Mesic und Akcay die Sturmoffensive der Kickers ein. Auch Wormuth versuchte, mit Okic und Sailer offensiven Schwung zu bringen. Die Partie erhielt in der Tat plötzlich Leben. In der Schlussminute rettete Wulnikowski mit einer Glanzparade nach einem Schuss von Mesic sein Team in die Verlängerung.
Dort entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten. Maier, Sailer und Haller hatten Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden. Auf der anderen Seite hatte Wulnikoswki mehrere Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Gegen den Pfostenschuss von Sökler in der 117. Minute aber wäre Wulnikowski machtlos gewesen.
Er ließ auch im Elfmeterschießen die Herzen der VfR-Fans höher schlagen, als er gleich den zweiten Elfer (von Mesic) parierte. Sailer hätte die Möglichkeit gehabt, den Sieg sicher zu stellen. Doch er scheiterte am Keeper. So nahm das Schicksal seinen Lauf. Schiele verschoss, Manuel Hartmann verwandelte zum 18. Kickers-Sieg in Folge in den vergangenen drei WFV-Pokalspieljahren.
Stuttgarter Kickers – VfR Aalen 5:4 n. Elfm.Stuttgarter Kickers:
Salz – Benda, Wildersinn, Yildiz, Stierle – Schlabach (74. Akcay), Hartmann, Kanyuk (74. Mesic), Parmak (74. Gambo) – Sökler, Bischoff (81. Tucci).
VfR Aalen:
Wulnikowski – Schiele, Metzelder, Hillebrand, Da Silva – Maier, Alder (46. Haller), Christ (74. Okic), Okle (46. Fall) – Maric (74. Sailer), Steegmann (100. Stickel).
Tore:
Elfmeterschießen: Hillebrand 0:1, Stierle 1:1, Maier 1:2, Mesic (Wulnikowski hält), Okic 1:3, Benda 2:3, Haller 2:4, Akcay 3:4, Sailer (Salz hält), Yildiz 4:4, Schiele verschießt, Hartmann 5:4.
Schiedsrichter:
Guiseppe Pallila.
Zuschauer:
880.
Schwäbische Zeitung

Bilder gibt es wie immer unter Tausendsascha.de

Stuttgarter Kickers – VfR Aalen 5:4 n.E. (0:0) Die Kickers stehen im Viertelfinale um den wfv-Pokal Saison 2006/2007. Nach torlosen 120 Minuten vor 880 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau hatten die Blauen mit 5:4-Treffern im Elfmeterschießen das glücklichere Ende für sich. Somit bleiben die Kickers nach 18 Siegen in Folge im wfv-Pokal weiterhin ungeschlagen.

Die Kickers stehen im Viertelfinale um den wfv-Pokal Saison 2006/2007. Nach torlosen 120 Minuten vor 880 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau hatten die Blauen mit 5:4-Treffern im Elfmeterschießen das glücklichere Ende für sich. Somit bleiben die Kickers nach 18 Siegen in Folge im wfv-Pokal weiterhin ungeschlagen.Zur Aufstellung:

Trainer Robin Dutt ließ gleich fünf Stammkräfte auf der Bank: David Yelldell, Mirnes Mesic, Mustafa Akcay, Jens Härter und Bashiru Gambo wurden zunächst geschont, Christian Okpala war auch heute noch nicht wieder zurück im Kader. So bekamen heute die Spieler ihre Chance, die in der bisherigen Saison noch nicht so oft zum Einsatz kamen: Im Tor stand heute Ersatzkeeper Manuel Salz, die Abwehrreihe mit Sascha Benda, Marco Wildersinn, Recep Yildiz und Oliver Stierle. Vor der Abwehr spielte Manuel Hartmann, auf den Flügeln Mustafa Parmak und Sven Sökler, hinter den Spitzen lief Laszlo Kanyuk auf. Vorne stürmten Bastian Bischoff und Timo Schlabach.
Die Aalener traten mit einer Dreierabwehrkette, einem Fünfermittelfeld und zwei Spitzen gegen die Kickers an.
Zum Spielverlauf:

Die neuformierte Kickers-Elf brauchte gute 20 Minuten. um ins Spiel zu kommen. Nach dem Warnschuss von Aalens Hillebrandt knapp über das Kickers-Tor (8.) hatten bis zur Halbzeitpause nur noch die Kickers ihre Möglichkeiten in Führung zu gehen: Timo Schlabach hatte binnen zehn Minuten vier Chancen, doch scheiterte er am guten Aalener Schlussmann Wulnikowski (22., 25. und 28.) oder wurde in letzter Sekunde abgeblockt (27.). Kurz vor der Halbzeit aber die beste Chance: ein toller Angriff über die rechte Seite, wo Laszlo Kanyuk per Hacke Sven Sökler bediente, der schön in den Rücken der Abwehr auf Manuel Hartmann zurücklegte, doch erneut war Aalens Keeper Wulnikowski auf dem Posten und konnte per Fußabwehr klären (44.).

Auch im zweiten Durchgang blieben die Kickers das aktivere Team mit den besseren Chancen: Bastian Bischoff trifft sieben Meter vor dem Tor den Ball nicht richtig (50.), den Halbvolleyschuss von Manuel Hartmann entschärfte der Gästekeeper wieder bravourös (55.). In der 70. Minute dann die bis dato beste Chance für die Gäste, doch Manuel Salz lenkte den verdeckten Schuss von Maric um den Pfosten (70.). Mit dem Schlußpfiff hätte der eingewechselte Mirnes Mesic den Siegtreffer aber erzielen müssen: Sven Sökler schickte den Kickers-Stürmer alleine Richtung Gästetor, doch versagten ihm leider die Nerven vor dem prächtig aufgelegten Aalener Torwart, der auch diese Chance vereitelte (90.).

In der Verlängerung hatte Okic für Aalen die Chance mit seinen starken Fernschuss, doch Manuel Salz im Kickers-Tor wehrte gekonnt ab (93.). Gegen Ende der Verlängerung wurde es nun ein offener Schlagabtausch: Zunächst traf Sven Sökler mit seinem Volleyschuss nur den Pfosten (106.), auf der anderen Seite parierte Manuel Salz den Drehschuss von Sailer (108.). Selbst an den abgefälschten 20-Meter-Freistoß von Sascha Benda brachte Wulnikowski noch die Hand dran und konnte so sein Team vor dem Rückstand bewahren (110.). In der 113. Minute setzte sich Fall auf dem rechten Flügel durch und passte von der Grundlinie zurück au Haller, doch Manuel Salz reagierte wieder großartig.

So musste erneut ein Elfmeterschießen um den Einzug ins Viertelfinale entscheiden. Aalen legte mit dem Treffer von Hillebrandt vor, Oliver Stierle glich zum 1:1 aus. Nachdem Maier das 1:2 erzielte, parierte Wulnikowski den Schuss von Mirnes Mesic. Danach trafen alle Schützen: Okic und Haller für die Gäste, Sascha Benda und Mustafa Akcay für die Kickers. Zum eigentlich entscheidenden Elfmeter beim Stand vom 3:4 trat Aalens Sailer an, doch Kickers-Keeper Manuel Salz roch die richtige Ecke und parierte den Elfmeter stark. Wie in den Elfmeterschießen der letzten Pokalspiele lag nun die Last auf Recep Yildiz, der aber sicher zum 4:4-Ausgleich verwandelte. Damit ging das Elfmeterschießen mit dem sechsten Schützen weiter, für Aalen ging Schienle zum Elfmeterpunkt, doch setzte er seinen Versuch links am Pfosten vorbei. Nachdem Manuel Hartmann seinen Elfmeter zum 5:4 verwandeln konnte, standen die Kickers als Sieger fest.
Im Viertelfinale treten die Kickers nun bereits am Dienstag, 3 Oktober 2006 um 16.00 Uhr beim Oberligisten TSV Crailsheim an.

Die Trainerstimmen:

Frank Wormuth: „Wir sahen ein gutes Pokalspiel mit vielen glasklaren Chancen auf beiden Seiten. Leider haben wir drei Matchbälle nicht verwandeln können, deshalb geht mein Glückwunsch an die Kickers.“
Robin Dutt: „Der Erfolg war wichtig, weil wir fünf Stammkräfte zunächst geschont hatten, mit Christian Okpala der sechste Stammspieler auch noch fehlte. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht meiner zusammengewürfelten Mannschaft – die so noch nie gespielt hatte – zuzusehen. Wir waren neunzig Minuten das bessere Team, Mirnes Mesic muss in der Schlußminute den Treffer machen. Am Ende sind wir glücklich, dass wir im Elfmeterschießen gewonnen haben.“

Die Spielstatistik:

Kickers: Salz – Benda, Wildersinn, Yildiz, Stierle – Hartmann, Parmak (74. Akcay), Sökler, Kanyuk ( (74. Gambo) – Bischoff (81. Tucci), Schlabach ( 74. Mesic) – Trainer: Dutt
Aalen: Wulnikowski – da Silva, Metzelder, Schienle – Hillebrand, Alder (46. Haller), Maier, Okle (46. Fall), Christ (74. Okic) – Maric (74. Sailer), Steegmann (100. Stickel) – Trainer: Wormuth

Schiedsrichter:
Guiseppe Pallila
Verwarnungen:
Gelb: Sokler, Akcay – Stickel, Okic, Sailer

Zuschauer:
880 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Torfolge im Elfmeterschießen:
0:1 Hillebrand
1:1 Steirle
1:2 Maier
  
Elfmeterschießen:
1:2 Wulnikowski pariert Elfmeter von Mesic
1:3 Okic
2:3 Benda
2:4 Haller
3:4 Akcay
3:4 Salz hält Elfmeter von Sailer
4:4 Yildiz
4:4 Schienle schießt links vorbei
5:4 Hartmann

Offizielle Homepage

Im Achtelfinale gegen die Stuttgarter Kickers kam gestern Abend nach einem spannenden Spiel das Aus für den VfR Aalen im WFV-Pokal. Dass es gerade die Kickers waren, gegen die man gestern den Knoten zum Platzen bringen wollte, ist schmerzhaft. In der ersten Halbzeit war die Begegnung eher schwerfällig. Keiner der beiden Kontrahenten konnte wirklich klare Akzente setzen. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde das Spiel nicht zwingend gestaltet. Erst ab der 60 Minute spürte man bei den Aalenern den Drang zum Tor. Immer wieder parierte Kickers-Torhüter Salz mit Bravour. So musste man torlos in die Verlängerung. Dort gewann das Spiel erneut an Druck und auch Wulnikowski wurde seinem Image als erstklassiger Torhüter gerecht.
Doch auch die 2×15 Minuten in der Verlängerung blieben ohne Torerfolg.
So mussten die Teams ein Elfmeterschießen bestreiten, das spannender nicht hätte sein können. Der VfR kam anfangs mit 1:3 in Führung. Doch danach holten die Kickers mit sicher platzierten Bällen auf. Nachdem Sailers Schuss gehalten wurde, und Schieles Ball am Tor vorbei flog, konnten die Gastgeber den Sack dicht machen. Mit 5:4 zerschossen die Degerlocher unseren Traum vom DFB Pokal in Aalen.
Enttäuschung pur bei den mitgereisten Fans.
So schmerzhaft dieses Spiel auch sein mag, letztendlich muss man sich nun auf den kommenden Gegner in der Regionalliga konzentrieren. Mit dem Tabellenführer, VfB Stuttgart II, wartet nämlich am Samstag einer der schwersten Gegner auf uns.

Homepage VfR Aalen

Umfrage: Neue Plakat-Aktion für das DFB-Pokalspieg gegen Hertha BSC Berlin

Auf der offiziellen Homepage der Kickers findet derzeit eine Umfrage statt. Gesucht wird aus drei Vorschlägen das Werbeplakat für den DFB-Pokalschlager Stuttgarter Kickers – Hertha BSC Berlin. Das Plakat mit den meisten Stimmen wird an mehr als 2200 Plakatwänden in der Region zwischen Aalen und dem Schwarzwald sowie Heilbronn und Ulm plakatiert.

Zur Abstimmung und den drei Vorschlägen geht es hier.

Vorberichte WFV-Pokal: Stuttgarter Kickers – VfR Aalen

Kickers treffen im Pokal auf Aalen
Hält die Serie?
 
STUTTGART (StZ). Wenn die Stuttgarter Kickers heute (18.30 Uhr, Gazistadion) im Achtelfinale des WFV-Pokals den Ligarivalen VfR Aalen empfangen, muss die Mannschaft eine Serie verteidigen, denn seit mehr als zwei Jahren ist sie in diesem Wettbewerb ungeschlagen – und das soll so bleiben. Weil am Samstag jedoch schon das Regionalligaspiel gegen Reutlingen ansteht, überlegt der Trainer Robin Dutt, ob er ein paar Stammkräfte schonen soll. Das wäre dann die Chance für Leute wie Parmak oder Schlabach, die auf ihren Einsatz hoffen dürfen. „Es wird Änderungen geben“, sagt Dutt, der auch darauf hofft, dass sich sein Team nach der 1:4-Niederlage am Freitag in Siegen besonders ins Zeug legen wird. Wiedergutmachung ist also angesagt, wobei der nach wie vor verletzte Torjäger Okpala allerdings nicht mithelfen kann. Er absolviert derzeit nur Lauftraining.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Tucci darf von Beginn an stürmen
 
Stuttgart (jüf) – Die eine oder andere Stammkraft schonen und dennoch weiterkommen – das ist das Ziel der Stuttgarter Kickers am heutigen Mittwoch (18.30 Uhr/Gazistadion) im WFV-Pokal-Achtelfinalspiel gegen den Regionalligarivalen VfR Aalen. Trainer Robin Dutt plant, Jens Härter, Bashiru Gambo und Mustafa Akcay eine Verschnaufpause zu gönnen. Recep Yildiz rückt wieder in die Innenverteidigung. Für ihn erhält Marco Tucci im Sturm eine Chance. Christian Okpala will am Samstag gegen den SSV Reutlingen wieder am Ball sein.

Bei Aalen fehlt Angelo Donato. Er stürzte nach dem Spiel am Sonntag in Kaiserslautern in der Kabine auf ein Waschbecken, das zerbrach. Die Wunde am Handgelenk musste mit 26 Stichen genäht werden.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers-Doubletime am Samstag

Zum Heimspiel gegen den TV Flein am kommenden Samstag (19:30 Uhr, Spielhalle Geschwister Scholl Gymnasium Sillenbuch) haben wir uns was ganz Besonderes einfallen lassen: Alle Zuschauer des Fussball Regionalliga-Spiels der Stuttgarter Kickers gegen den SSV Reutlingen (Samstag, 30.10.2006, 14:30 Uhr, GAZi-Stadion auf der Waldau) erhalten gegen Vorlage ihrer Fussball-Eintrittskarte freien Eintritt sowie 1 Heinerle (Bier) gratis. Somit steht der kommende Samstag ganz im Zeichen der Kickers: 14.30 Uhr Fussball auf der Waldau und danach zum HV Stuttgarter Kickers nach Sillenbuch. Über zahlreiches Erscheinen würden wir uns freuen!

Homepage Kickers-Handball

Vorberichte WFV-Pokal: Stuttgarter Kickers – VfR Aalen

VfR will im Pokal zum Sprung ansetzen

AALEN – In der Liga kommt der VfR Aalen nicht vom Fleck. Im WFV-Pokal will er jetzt die Trendwende einläuten. Hierbei tritt der Fußball-Regionalligist morgen Abend im Achtelfinale bei den Stuttgarter Kickers, dem Tabellenzweiten der Regionalliga, an.

Von unserem Redakteur Thomas Ringhofer

Mit dem Saisonauftakt der Punkterunde zu Hause gegen die Stuttgarter Kickers begann die Misere des VfR Aalen. Im ersten und seither besten Heimspiel unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Frank Wormuth mit 2:5 Toren. Den Stuttgartern gelang an diesem Nachmittag irgendwann einmal alles, während Aalen beste Chancen, zurück ins Spiel zu kommen vergab. Während der VfR seither den Abstiegsrängen näher ist, als dem großen Wunsch: dem Aufstieg in Liga zwei, haben sich die Kickers unter Coach Robin Dutt an der Spitze festgesetzt.

Von unserem Redakteur Thomas Ringhofer

Kickers verlieren erstes Spiel

Souverän haben die Stuttgarter Kickers bis zum Wochenende die Liga angeführt. Doch nach der ersten Niederlage, dem 1:4 bei den Sportfreunden in Siegen, mussten die Blauen die Tabellenführung an den großen Stadtrivalen, die Amateure des VfB Stuttgart abgeben. Die übrigens sind der nächste Gegner des VfR Aalen am Samstag in der Regionalliga!

Während das Stuttgarter Spitzenduo jeweils sechs Siege auf seinem Konto hat, führen die Aalener die inoffizielle Wertung der Unentschieden an. Sechs Remis, so oft hat kein anderes Team die Punkte geteilt. „Ganz klar“, sagt dazu Manager Uwe Spies“, diese dauernden Unentschieden bringen uns nicht weiter.“

Regelrecht frustriert war Frank Wormuth am, Sonntag nach dem 1:1 bei den Amateuren des 1. FC Kaiserslautern, nachdem es Woche für Woche ähnlich läuft: „Trotz bester Chancen stehen wir am Ende wieder nur mit einem Punkt da. Es war aber viel mehr drin. Wer sieht, wie die Mannschaft auf dem Platz arbeitet, der muss trotzdem zuversichtlich sein, auch wenn sich das nicht in der Tabelle ablesen lässt!“

Einen Schub erhofft sich der Cheftrainer jetzt vom WFV-Achtelfinale in Stuttgart, das um 18.30 Uhr morgen angepfiffen wird. „Wir wollen versuchen, uns für die deutliche Heimniederlage zum Saisonstart gegen die Kickers zu revanchieren und das Ding drehen. Vielleicht dreht sich dann auch die ganze Saison.“

Schwäbische Zeitung

Aktionen im wfv-Pokalspiel gegen VfR Aalen

Für die Stuttgarter Kickers geht der Tanz auf drei Hochzeiten weiter: am Mittwochabend um 18.30 Uhr kommt es im GAZi-Stadion auf der Waldau zum Achtelfinalspiel im wfv-Pokal gegen den VfR Aalen. Dafür hat sich der Verein einige Aktionen einfallen lassen und im Innenraum des Stadions beim Fanzelt startet exklusiv bei diesem Spiel der Vorverkauf bei den Stuttgarter Kickers für den DFB-Pokalschlager gegen Hertha BSC Berlin. Dauerkartenbesitzer können die Tickets also genauso erwerben wie die Fußball-Fans beider Vereine. Ob die Partie allerdings am 24. oder 25. Oktober stattfindet, steht noch nicht fest. Die Entscheidung darüber will der DFB in Absprache mit den TV-Anstalten bis Anfang Oktober bekanntgeben.
Für das wfv-Pokalspiel gegen den VfR Aalen stellt German Wings übrigens drei wertvolle Reisegutscheine zur Verfügung, die in einer speziellen Aktion unter den Zuschauern verlost werden sollen. 

Offizielle Homepage

Auf eine Revanche gegen die Stuttgarter Kickers im Achtelfinale des WFV Pokals hoffen die Aalener noch in dieser Woche. Morgen Abend (Anpfiff 18.30 Uhr in Stuttgart) schlägt die Stunde der Wahrheit. Cheftrainer Wormuth hofft, dass sich der Kreis dann schließt, wie die Schwäbische Post berichtete. Denn gegen die Kickers aus Stuttgart begann am 5. August das Rennen um Punkte. Die damaligen Gäste entführten den Dreier mit einem klaren und schmerzhaften 2:5-Sieg. Seither bestreiten die Aalener zwar gute Spiele, erhaschen aber doch stets nur einen Punkt. Das reicht weder den Verantwortlichen noch den Zuschauern und Fans. Sie erwartet mehr…. Die Chance, dass der Knoten also endlich platzt, besteht morgen in Stgt./Degerloch. Beim Einzug in den DFB Pokal winkt ein interessantes Fernsehgeld, das den Präsidenten in der kommenden Saison erheblich entlasten würde. Schon alleine darum fordert dieser einen Sieg.

Karten für das Achtelfinale gibt es an den Tageskassen in Stuttgart.

Homepage VfR Aalen

Presse zu SF Siegen – Stuttgarter Kickers (4:1) – Teil II

„Die Kräfte einteilen“
 
Nachgefragt bei Robin Dutt
 
Die Stuttgarter Kickers haben am Freitag beim 1:4 in Siegen die erste Saisonniederlage in der Fußball-Regionalliga hinnehmen müssen. „In den Köpfen wird das bei der Mannschaft keine Spuren hinterlassen“, sagt der Trainer Robin Dutt im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Dutt, ursprünglich wollten Sie am Samstag trainieren, sind dann aber auf Sonntag ausgewichen. War nach dem 1:4 von Siegen kein Straftraining nötig?

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wir haben einfach den freien Tag getauscht, weil die Mannschaft aus Siegen sehr spät nach Hause gekommen ist und die Spieler erst um drei Uhr in der Früh im Bett waren.

Es war klar, dass die Kickers nicht ungeschlagen durch die Saison marschieren werden. Aber die Niederlage kommt wohl kaum zum richtigen Zeitpunkt.

Eine Niederlage kommt nie zum richtigen Zeitpunkt, dennoch war sie ärgerlich. Mit dem Spiel kann man nicht zufrieden sein, auch wenn die beiden letzten Treffer in der Schlussphase durch Konter gefallen sind. Zieht man die ab, haben wir zumindest in der zweiten Halbzeit eine ordentliche Leistung abgeliefert.

Wie wichtig ist die Rückkehr von Torjäger Christian Okpala, und wann kann man mit ihm rechnen?

Eine medizinische Prognose ist schwer. Aber ich wage die Prognose, dass wir mit ihm aus den letzten beiden Spielen mindestens zwei Punkte mehr geholt hätten, weil er auch Räume für die Mitspieler schafft.

Glauben Sie, dass diese Niederlage bei den Spielern Spuren hinterlassen wird?

Nein, zumindest nicht in den Köpfen. Aber mit unserem kleinen Kader geht das harte Programm schon an die Substanz.

Normalerweise sagt man ja, nach so einer Niederlage kann das nächste Spiel nicht schnell genug kommen. Dennoch: das WFV-Pokalspiel am Mittwoch gegen den VfR Aalen kommt nicht unbedingt gelegen.

Optimal passt das sicher nicht rein, dennoch wollen wir gewinnen. Aber wir müssen bei der Aufstellung auch darauf achten, dass wir die Kräfte gut einteilen.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Keine Zeit zum Grübeln
 
„Das 1:4 wirft uns nicht um“
 
Stuttgart (cm) – Neun Spieltage hat es gedauert, dann war es so weit. Die Regionalliga-Saison 2006/2007 verzeichnete am Freitag die erste Niederlage der Stuttgarter Kickers. In Siegen setzte es ein 1:4, die Tabellenführung ist weg. „Es ist natürlich nie schön zu verlieren“, sagt Kickers-Trainer Robin Dutt, „aber diese Niederlage wirft uns nicht um.“ Noch immer beträgt der Abstand zum Nichtaufstiegsplatz fünf Punkte. Dutt: „So gesehen ist nicht viel passiert.“ Nicht viel passierte auch im Sturm, was vor allem an der Verletzung von Torjäger Christian Okpala (Wadenkopfprellung) liegt. Dabei hatte sogar Siegens Mannschaftsarzt(!) noch vergeblich versucht, Okpala fit zu bekommen (Dutt: „Das war echtes Fair Play“). Ein Ausfall, der nicht zu ersetzen ist. Beim 1:1 gegen Saarbrücken enttäuschte Timo Schlabach, in Siegen durfte Verteidiger Recep Yildiz ran – 45 Minuten lang, dann beendete Dutt das Experiment. Danach stand die Erkenntnis: „Auf Dauer könnte ein Ausfall von Okpala ein Problem werden.“

Denn der Kader der Kickers ist nicht gerade der größte. Da kommt es ungelegen, dass kaum Luft zum Durchatmen bleibt. Am Mittwoch (18.30 Uhr) treffen die Kickers im Gazistadion im WFV-Pokal-Achtelfinale auf Ligakonkurrent VfR Aalen, am Samstag kommt es in Degerloch zum Lokalderby gegen den SSV Reutlingen. „Der Zeitpunkt des Pokalspiels ist nicht gerade glücklich“, findet Dutt. Deshalb kündigt er fünf bis sechs Änderungen in der Aufstellung an: „Das hat nichts damit zu tun, dass wir das Spiel nicht ernst nehmen. Aber ein paar frische Kräfte tun uns ganz gut.“

Stuttgarter Nachrichten

Heller wirbelt, Bettenstaedt trifft
Der Spitzenreiter war in den ersten 45 Minuten viel zu passiv. Im Aufbau wirkten vor allem Akcay und Kanyak zu ideenlos.

Die hochmotivierten Siegener arbeiteten sich dank Aggressivität, einer hohen Laufbeitschaft und eines guten Passspiels ein deutliches Plus an Chancen heraus.

Viele Angriffe liefen über den flinken Heller, der nie in den Griff zu bekommen war. Im zweiten Durchgang erhöhten die Kickers den Einsatz, doch Mesic und Gambo verpassten je zweimal nur knapp den Ausgleich. Mit dem 2:0 durch den starken Bettenstaedt war die Partie entschieden.

Nach dem Anschlusstreffer durch Gambo nutzte Siegen die Freiräume und machte durch sehenswerte Kontervorstöße die erste Saisonniederlage des diesmal enttäuschenden Spitzenreiters perfekt und bot seine bisher beste Saisonleistung.

Hartmut Kreutz

Kicker