StZ: „Siegens Angebot inakzeptabel“

Okpalas Wechsel nicht perfekt
 
STUTTGART (ump). Joachim Cast, der Manager des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers, verabschiedet sich heute für zehn Tage in den Vorweihnachtsurlaub, allerdings ohne die Akte Christian Okpala schließen zu können. Der suspendierte Stürmer ist sich zwar mit dem Ligakonkurrenten Sportfreunde Siegen einig, aber Siegen nicht mit den Kickers. Und das könnte zum Knackpunkt werden, nachdem Cast am Sonntag noch erklärt hatte: „Siegen ist am Zug.“ Doch nach einem Telefonat gestern mit dem Kollegen Harald Gärtner zeigte sich Cast zunächst einmal vorsichtig: „Wir wissen, was der Spieler wert ist. Das Angebot ist inakzeptabel.“

Den Kickers schwebt auf jeden Fall eine sechsstellige Ablösesumme vor, doch Siegen scheint sich trotz des Vorvertrags mit Okpala bis 2009 auf ein Pokern einlassen zu wollen. „Das sehen wir jetzt ganz gelassen“, sagt Cast, „es gibt auch noch andere Angebote für den Spieler.“ Wobei der Stürmer zum Beispiel kein gesteigertes Interesse zeigt, etwa zum Ligakonkurrenten 1. FC Saarbrücken zu wechseln, der auch schon die Fühler ausgestreckt hatte. Die Sache könnte also noch spannend werden, doch letztlich schließt die Transferperiode erst Ende Januar. Und wenn bis dahin kein Wechsel zu Stande kommt? „Dann trainiert er eben bei der zweiten Mannschaft“, sagt Cast.

Wobei die Stuttgarter Kickers aus eigenem Interesse auf eine einvernehmliche Lösung drängen werden, schließlich hängen ihre geplanten Transferaktivitäten nicht unmaßgeblich von der Ablösesumme für Okpala ab. So gesehen ist es gut, wenn sich der Kickers-Manager Cast jetzt ein paar Tage erholt, denn die Arbeit dürfte auch im neuen Jahr nicht ausgehen.

Stuttgarter Zeitung

Presse zu Stuttgarter Kickers – 1. FC Kaiserslautern II (3:0)

Thema Aufstieg nicht abgehakt
 
Beim 3:0-Sieg gegen Kaiserslautern macht auch Laszlo Kanyuks Auftritt den Kickers Mut
 
STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers gehen als Tabellenvierter in die Winterpause der Fußball-Regionalliga. „Sechs Punkte Rückstand auf die Aufstiegsplätze lässt Raum für Fantasie nach oben“, sagte Trainer Robin Dutt nach dem 3:0 (1:0) gegen Kaiserslautern.

Von Joachim Klumpp

Weihnachten kann kommen. Zumindest aus der Sicht der Stuttgarter Kickers, die mit einem 3:0-Sieg gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern unterstrichen, dass sie ihre Aufstiegsambitionen noch nicht ganz abgehakt haben. „Das war auf jeden Fall ein schöner Abschluss des Jahres“, sagte der Trainer Robin Dutt – und die erfolgreichste Vorrunde seit dem Abstieg aus der zweiten Liga. Wobei der Gegner aus Kaiserslautern gestern Mittag vor 2350 Zuschauern nicht unbedingt widerlegen konnte, warum er sieglos auf dem letzten Tabellenplatz dümpelt.

Und das, obwohl die Gäste immerhin mit vier Spielern aus dem Profikader (Fromlowitz, Simpson, Ziemer und Halfar) angetreten waren, was den Kickers zunächst etwas Respekt einflößte. Allerdings maximal bis zum Führungstreffer in der 16. Minute. Nach einem Eckball von Sascha Benda köpfte Bashiru Gambo unbehindert zum 1:0 ein. Diese Standardsituation klappte wie zu besten Zeiten am Anfang der Saison, als die Kickers Tabellenführer waren. „Wir hätten uns danach das Leben leichter machen können“, sagte Dutt und spielte auf die Vielzahl der vergebenen Chancen an. Akcay brachte das Kunststück fertig, aus sechs Meter den Ball frei neben das Tor zu setzen; dazu verbuchten die Kickers insgesamt drei Aluminiumtreffer (Akcay, Mesic, Benda).

Wie gut, dass die Mannschaft, die auf den verletzten Kapitän Härter verzichten musste, noch einen Laszlo Kanyuk auf der Bank hatte, aus der Abteilung Kreativspieler. Gleich nach seiner Einwechslung ließ der Neuzugang aus Offenbach mit einem listigen Heber aus 40 Metern aufhorchen, den Schlussmann Fromlowitz gerade noch über die Latte lenken konnte. Nicht von ungefähr war es Kanyuk, der mit einem Traumpass Mesic bediente, der den Ball unhaltbar zum 2:0 (77.) einschoss. Das war die Entscheidung, aber noch nicht das Ende. Mesic im Nachschuss machte fünf Minuten vor Schluss das 3:0, bereits sein zehnter Saisontreffer. 35 Tore stehen jetzt auf dem Konto des Klubs. „Mit der Anzahl der geschossenen Treffer können wir sehr zufrieden ein“, sagt der Trainer, selbst ohne den suspendierten Torjäger Christian Okpala.

Abgeschlossen ist das Thema aber noch nicht. Zwar ist sich der Spieler inzwischen mit dem Ligakonkurrenten Sportfreunde Siegen über einen Wechsel einig, doch in diesem Fall gehören drei Parteien dazu, auch die Kickers als abgebender Verein. „Jetzt ist Siegen am Zug“, sagt der Manager Joachim Cast – und meint die geforderte Ablösesumme. Zwar gibt Cast zu, dass auch die Kickers daran interessiert sind, das Kapitel so schnell wie möglich zu schließen, „aber nicht um jeden Preis“.

Wobei die Einnahmen aus diesem Transfer wiederum mitentscheidend sind, inwieweit sich die Kickers selbst nochmals verstärken werden. „Wir wollen schon versuchen, auch in der Breite etwas zu machen“, sagt Dutt. Neben einem Okpala-Ersatz ist ein weiterer Neuzugang vorgesehen, dazu vielleicht noch ein junger Ergänzungsspieler. Wobei auch der eine oder andere Spieler der zweiten Mannschaft (neben Bischoff noch Kacani und Tucci) in der Vorbereitung auf die Rückrunde ihre Chance erhalten werden. „Und einer von den dreien wird den Sprung schaffen, da bin ich mir sicher“, sagt der Trainer nach den bisherigen Eindrücken.

Ob es auch noch zum Sprung auf einen der beiden Aufstiegsplätze reicht? „Sechs Punkte Rückstand lassen zumindest Raum für Fantasie nach oben“, so Dutt vielsagend.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Steinle, Wildersinn, Yildiz, Stierle – Akcay (61. Kanyuk) – Benda (61. Kacani), Hartmann, Parmak – Gambo (77. Kanitz), Mesic.

Schiedsrichter: Aytekin (Nürnberg).

Tore: 1:0 Gambo (16.), 2:0 Mesic (77.), 3:0 Mesic (85.).

Stuttgarter Zeitung

3:0 – Die Kickers bleiben oben dran
 
Mesic trifft gegen den 1. FC Kaiserslautern II zweimal – Sechs Punkte Rückstand auf Rang zwei
 
Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers haben den Rückstand auf die Aufstiegsränge in der Fußball-Regionalliga wieder verkürzt. Im letzten Spiel des Jahres gewannen die Blauen gegen den 1. FC Kaiserslautern II verdient mit 3:0.

VON DIRK PREISS

Die Kickers sehnen sich nach Ruhe. Kein Wunder. Es ist schließlich einiges passiert in den vergangenen Monaten. Aufstiegsträume, Pokalsensation, Krise in der Liga, Becherwurf, Okpala-Suspendierung – an Aufgeregtheiten mangelte es nicht. Der Gegner im letzten Spiel des Jahres schien also gerade recht zu kommen: 1. FC Kaiserslautern II, Tabellenletzter, sieben Punkte, kein Saisonsieg. „Für meinen Geschmack haben wir aber etwas zu ruhig angefangen“, fand Kickers-Trainer Robin Dutt.

Mag sein – doch das machte an diesem Sonntagnachmittag gegen diesen Gegner nichts aus. „Wir wollten den Stuttgartern das Leben schwer machen“, sagte FCK-Trainer Olaf Marschall, „das ist uns aber nur etwa 15 Minuten lang gelungen.“ Dann traf Bashiru Gambo per Kopf – und die Kickers hatten die Partie endgültig im Griff. Was folgte, war ein überlegenes Spiel der Blauen, dem lange Zeit nur eines fehlte: das zweite Tor. Die Kickers vergaben teils beste Möglichkeiten, trafen zweimal die Latte und hätten es sich „leichter machen können“ (Dutt). Dass es am Ende doch noch ein standesgemäßes 3:0 gab, lag an Laszlo Kanyuk und Mirnes Mesic. Der eine brachte nach seiner Einwechslung wieder Linie ins Offensivspiel, der andere traf zweimal.

Mit diesem Sieg haben die Kickers den Rückstand auf die Aufstiegsränge wieder verkürzt – von der zweitplatzierten TSG Hoffenheim trennen die Blauen nun sechs Punkte. „Das lässt Raum für Fantasien“, sagt Dutt, der den Aufstieg längst noch nicht abgehakt hat. Hoffenheim, so hat er festgestellt, mache alles andere als einen standhaften Eindruck. Und weil man am vorletzten Spieltag auf das Team von Ralf Rangnick treffe, „müssen wir bis dahin nur drei Punkte aufholen – und das ist nicht unmöglich“.

Es wird auch darauf ankommen, ob und wie sich die Kickers in der Winterpause verstärken. „Wir wollen in der Breite und Spitze was tun“, sagt Dutt. Bei einem Ersatz für den suspendierten Christian Okpala soll es also nicht bleiben. Der Wechsel des Stürmers zu den SF Siegen könnte schon am heutigen Montag perfekt gemacht werden. Okpala ist sich mit den Sportfreunden einig, zudem „kennt der Verein unsere Vorstellungen in Sachen Ablösesumme“, sagt Kickers-Manager Joachim Cast, der heute einen Anruf aus Siegen erwartet. Dann verabschiedet er sich erst einmal in den Urlaub.

Nach den aufregenden letzten Monaten kann ein bisschen Ruhe nicht schaden.

Stuttgarter Nachrichten

Der Verfolger

Die Stuttgarter Kickers überwintern nach dem 3:0 gegen den FCK II auf Platz vier

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers überwintern in der Fußball-Regionalliga als erster Verfolger des Führungsduos SV Wehen und TSG Hoffenheim. Nach dem 3:0 (1:0) zum Jahresabschluss gegen den 1. FC Kaiserslautern II haben die „Blauen“ als Vierter sechs Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Dazwischen steht nur der nicht aufstiegsberechtigte VfB Stuttgart II, bei dem die Kickers Ende Februar zum Auftakt nach der Winterpause antreten.

Von Sigor Paesler

Nach Erfolgserlebnissen erinnert man sich manchmal an weniger angenehme Ereignisse. „Da ärgert einen umso mehr, dass wir in der Vorwoche so unnötig in Karlsruhe verloren haben“, sagte Kickers-Präsident Hans Kullen Sekunden nach dem Abpfiff. Platz drei und drei Zähler Rückstand sähen natürlich noch besser aus – auch bei der Sponsorensuche. Zum souveränen Tabellenführer Wehen, der sich als einziges Team bislang keinen Hänger genehmigte, beträgt der Rückstand schon elf Zähler. Trainer Robin Dutt stellte dagegen das Positive in den Mittelpunkt. „Das war ein guter Abschluss des erfolgreichsten Jahres bei den Kickers seit dem Abstieg aus der zweiten Liga. Der Abstand zu den Aufstiegsplätzen lässt in der Winterpause gewissen Raum für Phantasien“, sagte er und lobte seine Mannschaft: „Toll, wie sie sich nach dem Tief im Herbst wieder gefangen hat.“

Der Sieg gegen den mit einigen Spielern aus dem FCK-Profikader verstärkten Tabellenletzten war nur in einer Situation gefährdet: In der 54. Minute schubste Moritz Steinle im Strafraum den enteilten Marcel Ziemer – da hätte der nicht immer sichere Schiedsrichter Deniz Aytekin (Nürnberg) durchaus auf Strafstoß entscheiden können. Zuvor hatten die Stuttgarter nach der Führung durch Bashiru Gambo nach einem Eckball von Sascha Benda die Partie im Griff, nutzten jedoch ihre zahlreichen Chancen nicht. Erst in der 77. Minute erlöste Mirnes Mesic nach einem sehenswerten Pass des eingewechselten Laszlo Kanyuk die Kickers-Fans mit seinem Treffer zum 2:0. Nicht nur in dieser Situation zeigte Kanyuk, der nach einer Verletzung schwer in Tritt gekommen war, dass nach der Winterpause mit ihm zu rechnen ist. Mit seinem zehnte Saisontreffer machte Mesic schließlich alles klar (85.).

Es ist also angerichtet für eine spannenden Rest-Saison im neuen Jahr. „Da werden wir angreifen. Immerhin spielen wir traditionell immer eine stärkere Rückrunde“, meinte Mesic. Der Bosnier dürfte gespannt sein, wen ihm der Verein anstelle des suspendierten Christian Okpala als neuen Sturmpartner zur Seite stellen wird. Es könnte eine lohnende Investition sein.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Steinle, Wildersinn, Yildiz, Stierle – Akcay (61. Kacani) – Parmak, Hartmann, Benda (61. Kanyuk) – Mesic, Gambo (78. Kanitz).

1. FC Kaiserslautern II: Fromlowitz – Gaebler, Rösner, Henn, Kessel – Lehmann, Kotysch (74. Klasen), Calamita, Halfar (40. Akcam), Simpson – Ziemer.

Schiedsrichter: Aytekin (Nürnberg).

Zuschauer: 2350.

Tore: 1:0 Gambo (17.), 2:0 Mesic (77.), 3:0 Mesic (85.).

Gelbe Karten: Benda, Kacani / Kotysch, Kessel.

Beste Spieler: Mesic, Parmak / Fromlowitz, Simpson.

Esslinger Zeitung

Mesic macht mit dem 2:0 alles klar
Die Kickers waren von Beginn an engagiert und kamen immer wieder zu Chancen, die sie aber zu großzügig ausließen.

Der FCK hinten mit großen Problemen, im Mittelfeld gefällig, vorne extrem harmlos. Das 1:0 fiel schulmäßig. Ecke Benda, Kopfball Gambo, Tor. Mit dem zweiten Treffer auf Vorarbeit von Kanyuk machte Mesic alles klar. Stuttgart hätte leicht noch höher gewinnen können.

Sigor Paesler

Kicker

Kickers besiegen Kaiserslautern II klar mit 3:0

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers überwintern nach einem klaren 3:0 (1:0)-Sieg über Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern II auf dem vierten Rang der Fußball-Regionalliga Süd.

Bashiru Gambo (16.) brachte die Gastgeber vor 2350 Zuschauern in Führung. In Hälfte zwei stellte Mirnes Mesic (77./86.) den Endstand her und steigerte sein Torekonto auf zwölf Treffer. Gegen die weiterhin sieglosen Pfälzer hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können, doch die Schwaben vergaben mehrere gute Möglichkeiten. Zur Winterpause liegen sie nun sechs Punkte hinter den zweitplatzierten Hoffenheimern.

Quelle: dpa

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – 1. FC Kaiserslautern II in der Statistik

Am Sonntag findet bereits das letzte Regionalligaspiel in diesem Jahr statt. Und die Kickers wollen mit einem gelungenen Saisonabschluß unbedingt den Kontakt zu den Aufstiegsrängen aufrecht erhalten.

Gibt es dazu einen besseren Gegener als den sieglosen Tabellenletzten? Zwei Trainer verschlissen, mickrige sieben Punkte,  gerade einmal elf erzielte Tore in 19 Spielen, ein Punkt in zehn Auswärtsspielen. Was soll schiefgehen?

Der letzte Sieg der Kaiserslauterner in der Regionalliga datiert vom 27. Mai diesen Jahres. 3:2 gewannen die Pfälzer. Bei den Stuttgarter Kickers. Am letzten Spieltag der Regionalliga. In vier Spielen auf der Waldau gab es bisher einen einzigen Sieg der Kickers (2:0), dafür aber auch eine deutliche 0:4 Klatsche. Von insgesamt neun Vergleichen gingen die Kickers gerade einmal zweimal als Sieger vom Platz. Reicht dies als Warnung?

Mehr dazu im Kickersarchiv

Christian Okpala wechselt zu SF Siegen!

Christian Okpale wird laut übereinstimmenden Berichter der BILD und der Siegener Zeitung in der Winterpause zu den Sportfreunden Siegen wechseln. Der Stürmer hat dort einen Zweieinhalb-Jahresvertrag unterschrieben und soll bei den Siegenern den zu Eintracht Frankfurt wechselnden Marcel Heller ersetzen. Die Ablöseverhandlungen stehen noch aus, der Marktwert wird auf 300 000 Euro geschätzt.

Die BILD-Zeitung meint, die Ablöse läge zwischen 100 000 und 150 000 Euro. Außerdem stellt Hauptsponsor Eduard Gacia (GaZI) eine über die Saison hinausgehende Zusammenarbeit in Frage. Die Verantwortlichen hätten im Falle Okpala amateurhaft gehandelt, dies hätte intern geklärt werden müssen. Die Mannschaft sei dadurch sportlich immens geschwächt worden. Ob er die Kickers weiter unterstütze, wisse er noch nicht.

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – 1. FC Kaiserslautern II

Vorschau
Spielinfos

Anstoß: 10.12.2006 14:30
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Aytekin (Nürnberg)
Assistenten: Münch (Gottmadingen), Kempter (Sauldorf)

Stuttgarter Kickers: Der Einsatz von Kapitän Härter (Schambeinentzündung) ist fraglich, für ihn würde Wildersinn auflaufen.

1. FC K’lautern II: Da die Profis bereits am Freitag spielen, könnten Leute wie Villar, Simpson, Halfar und Ziemer dazukommen.

Aufstellung

Stuttgarter Kickers
Yelldell – Steinle, Wildersinn, Yildiz, Stierle – Akcay – Benda, M. Hartmann, Parmak – Mesic, Gambo; Trainer: Dutt

1. FC K’lautern II
Fromlowitz – Gaebler, Kotysch, Henel, Endres – M. Lehmann, Lancos – Klasen, Neubauer, Calamita – Akcam; Trainer: Marschall

Kicker

FCK II am Sonntag bei Stuttgarter Kickers
An diesem Sonntag (14.30 Uhr) tritt der 1. FC Kaiserslautern II in der Regionalliga Süd bei den Stuttgarter Kickers an. Nachdem die „Roten Teufel“ in der Hinrunde zuhause eine 0:2-Niederlage gegen die Stuttgarter hinnehmen mussten, will die Mannschaft von Interims-Coach Olaf Marschall im letzten Punktspiel des Jahres einen erneuten Anlauf unternehmen, um beim Tabellenfünften den ersten „Dreier“ der Saison einzufahren.

Homepage 1. FC Kaiserslautern

EßZ: Wenig Zuckerbrot, viele Qualitäten

Der Esslinger Manuel Hartmann hat sich bei den Stuttgarter Kickers zum Dauerbrenner entwickelt – Bierhoff als Vorbild
 
Von Sigor Paesler

Stuttgart – Diese Aussage überrascht: „Er ist weit davon entfernt, im defensiven Mittelfeld eine Granate in der Liga zu sein.“ Das sagt Trainer Robin Dutt über den Mann, der in der laufenden Saison als einziger Feldspieler der Stuttgarter Kickers jedes Spiel in der Fußball-Regionalliga von der ersten bis zur letzten Minute absolviert hat. Nimmt man die Pokalbegegnungen dazu, in denen der 22-Jährige nur eine Hälfte verpasste, kommt er sogar auf die meisten Spielminuten. Auch beim Jahresabschluss am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern II ist der Esslinger gesetzt. Hört man länger zu, lassen sich Dutts Worte besser einordnen: Er traut Hartmann noch viel zu, und das will er aus ihm herauskitzeln. „Er pusht mich, das brauche ich“, sagt Hartmann selbst, „nur Zuckerbrot vertrage ich nicht.“

Das heißt nicht, dass es Hartmann gerne schleifen lässt. Durch viel Trainingsfleiß hat er es über seinen Heimatverein SG Eintracht Sirnau, den VfL Kirchheim und den SGV Freiberg zu den Kickers geschafft. Er ist kein Shooting Star. Er ist kein Supertechniker, kein Abwehrhüne. Er ist ein guter Allrounder mit vielen Qualitäten, der stetig seinen Weg nach oben geht.

 

Torschüsse aus der Distanz
Zunächst wurde Hartmann bei den „Blauen“ als Allzweckwaffe auf fast allen Positionen in der Defensive eingesetzt. Mittlerweile ist er in der Zentrale der Mittelfeldraute gemeinsam mit Mustafa Akcay eine Bank. Und immer öfter übernimmt er dabei den offensiven Part. Auch, weil er inzwischen als Torschütze mit Schüssen aus der zweiten Reihe aufgefallen ist. „Der Trainer weiß, was er an mir hat“, sagt Hartmann selbstbewusst. Und tatsächlich fallen Dutt eine Menge lobende Worte ein: „Er hat eine große Spielintelligenz und ist charakterlich ein toller Junge.“ Der Coach sieht Hartmann in einer Reihe mit Akteuren wie Jens Härter, Mustafa Parmak und Mirnes Mesic, die alle aus der Region geholt wurden: „Wir hatten generell ein gutes Händchen mit diesen Spielern“, erklärt Dutt, „alle hatten im ersten halben Jahr Schwierigkeiten, haben dann aber ihr Talent abgerufen.“

Noch wohnt Hartmann bei seinen Eltern in Sirnau. Und das soll zunächst so bleiben. Vater Wolfgang, der ihn von der F- bis zur C-Jugend trainierte, „ist immer noch mein größter Förderer und Kritiker“. Auch auf den Plätzen seiner Ex-Clubs sieht man ihn immer wieder. „Es wird Zeit, dass die Sirnauer endlich mal aus der Kreisliga B aufsteigen“, sagt er etwa.

Hartmann selbst möchte den Sprung in die zweite Liga schaffen. Gleichzeitig aber denkt er auch schon an die Zukunft nach der Kickerei. Und die soll im Fußball liegen. Sein Lehramtsstudium in Mathematik und Sport ruht, im kommenden Herbst beginnt er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen. „Ich könnte mir eine Arbeit als Trainer gut vorstellen“, sagt er, „aber auch im Management eines Vereins.“ Als Vorbild nennt er Nationalmannschaftmanager Oliver Bierhoff. So weit müsste er gar nicht gehen: Joachim Cast ist auch Ex-Verteidiger und hat es mit einem Geographie-Studium zum Managerposten bei den „Blauen“ geschafft. Demnächst werden Vater und Sohn Hartmann Cast wieder gegenüber sitzen: Es stehen Vertragsverahndlungen an. „Die Kickers sind mein erster Ansprechpartner“, sagt Hartmann und grinst, „aber ich bin für alles offen.“ Er weiß, dass sein Marktwert gestiegen ist.

Eßlinger Zeitung

Rückrundenvorbereitung

Mit der Partie am Sonntag gegen den 1.FC Kaiserslautern verabschieden sich die Kickers in die Winterpause. Hier finden Sie exklusiv schon einige unverbindliche Termine in der Rückrundenvorbereitung.

Montag, 15. Januar 2007
Trainingsbeginn im ADM-Sportpark

Samstag, 20. Januar 2007
Freundschaftsspiel gegen den FC Nöttingen (Oberligist) in Nöttingen, Uhrzeit noch offen

Samstag, 27. Januar 2007
Freundschaftsspiel gegen TSV Crailsheim (Oberligist) in Untermünkheim, Uhrzeit noch offen

Mittwoch, 31. Januar 2007
Freundschaftsspiel gegen SV Sandhausen (Oberligist) in Sandhausen, Uhrzeit noch offen

Samstag, 3. Februar 2007
Freundschaftsspiel gegen FC Schaffhausen (Super League Schweiz) in Degerloch, GAZi-Stadion auf der Waldau, Uhrzeit noch offen

Trainingslager
voraussichtlich vom 04.-11. Februar 2007 in der Türkei

Samstag, 17. Februar 2007
Freundschaftsspiel gegen VfR Aalen (Regionalligist) in Degerloch, GAZi-Stadion auf der Waldau, Uhrzeit noch offen

Wochenende 24./25. Februar 2007
Fortführung der Rückrunde der Regionalliga Süd
VfB Stuttgart II – Kickers im Robert-Schlienz-Stadion, Termin und Anstoßzeit noch offen

Die Vorbereitungstermine sind unverbindlich und können sich selbstverständlich je nach Wetterlage auch noch kurzfristig ändern. Bitte beachten Sie zudem, dass auch die restlichen Meisterschaftsspiele der Rückrunde erst beim Staffeltag Ende Januar 2007 zeitgenau festgelegt werden.

Weitere Themen des Newsletter sind z. B. der 65. Geburtstag von Präsident Hans Kullen, Exklusivinterview mit Zeugwart Dieter Kirschbaum oder der Kickers-Toreclub. Der Newsletter der Stuttgarter Kickers kann hier bestellt werden.