Kickers-Kampagne „Believe in Blue“ ein Volltreffer – Teilnahme am Kickers-Weihnachtsessen zu gewinnen

Die von den Fans und Vereinsoffiziellen ins Leben gerufene Kickers-Kampagne „Believe in Blue“ hat sich in kürzester Zeit zu einem Volltreffer entwickelt. An drei Tagen erfolgten auf der Internetseite www.believe-in-blue.de über 11 000 Zugriffe und wurden über 60 000 Pixel verkauft. Ein Kickers-Baustein (100 Pixel) kann zu einem Stückpreise von 18,99 Euro erworben werden und beteiligen können sich neben den Fans, Mitgliedern und Sympathisanten des Vereins auch Sponsoren, Firmen und Unternehmen aller Art. Mit dem Erwerb der Bausteine oder Pixel an der Kampagne „Die Zukunft ist blau – Wir glauben dran“ kann die Solidarität mit dem Traditionsverein Stuttgarter Kickers zum Ausdruck gebracht werden.
  
Kickers-Manager Joachim Cast zeigte sich über die Anfangsdynamik der Aktion höchst erfreut: “Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz und wollen die Attraktivität der Aktion auch mit speziellen Preisen weiter steigern.“

Ein besonderes Highlight bieten die Kickers ab sofort an: unter den Teilnehmern vom Freitag, 30. November bis zum Donnerstag, 6. Dezember werden zwei Plätze am Weihnachtsessen der Regionalligamannschaft (Samstagabend, 08.12.07) verlost. Am Jahresende winkt zudem ein großzügiger Flat-Screen-Fernseher.

Hier gehts zur Homepage: www.believe-in-blue.de

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – FC Ingolstadt

Kickers sprechen mit Mentaltrainer
STUTTGART (ump). Der Übergang von der Vorrunde zur Rückrunde verläuft in der Fußball-Regionalliga praktisch nahtlos, von einer Woche zur anderen: Am Sonntag geht es für die Stuttgarter Kickers mit dem Heimspiel gegen den FC Ingolstadt bereits in die zweite Saisonhälfte (14 Uhr, Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt).

Was die sportliche Seite angeht, hoffen die Kickers-Verantwortlichen allerdings auf einen Bruch, sprich, dass der Heimkomplex endlich abgelegt wird. „Was war, können wir nicht mehr ändern, aber was kommt, können und werden wir ändern“, sagt der Trainer Stefan Minkwitz. In personeller Hinsicht gibt es noch ein großes Fragezeichen (Gambo/Adduktorenzerrung) und ein kleines (Parmak/Knieprellung). Um das Selbstvertrauen der Spieler etwas aufzurichten, hat die Mannschaft am Mittwoch beim Kreisligisten SV Hoffeld ein Testspiel bestritten – und 13:2 gewonnen. Die eingewechselten Tucci und Kacani trafen je dreimal, dennoch dürfte am Sonntag wohl das Sturmduo Vaccaro/Beigang beginnen. „So ein Spiel ist zwar nicht der Maßstab“, gibt der Trainer zu, „aber die Standardsituationen von Benda haben schon bestens geklappt“, sagt der Trainer, der den Gegner am vergangenen Wochenende in Unterhaching beobachtet hat, wo Ingolstadt 0:3 verlor. Es war schon die zweite Pleite nach dem 0:5 gegen Frankfurt. „Das wird sicher Konsequenzen haben“, sagt Minkwitz.

Die könnte es auch bei den Kickers geben. Zuletzt jedenfalls hat ein Gespräch mit einem Stuttgarter Sportpsychologen stattgefunden. „Er hat einen guten Eindruck hinterlassen“, sagt der Manager Joachim Cast. Die Tendenz geht zu einer Zusammenarbeit, allerdings ist noch offen, wie und wann. „Das muss dann schon längerfristig der Fall sein“, sagt Cast, der bei diesem Thema selbst ein wenig im Zwiespalt ist. Beim SSV Reutlingen hat er ein entsprechendes Angebot als Spieler mal ausgeschlagen, bei den Kickers unter Marcus Sorg angenommen. „Da hat es gut funktioniert.“ Minkwitz sagt dazu: „Fußball besteht ja nicht nur aus Fitness, vieles findet im Kopf statt.“ Und da könnte es sein, dass einige Spieler durch die ausbleibenden Erfolgserlebnisse inzwischen blockiert sind.

Ein Erfolgserlebnis haben denn auch noch die Kickers zu vermelden, außerhalb des Platzes. Die am Montag auf der Hauptversammlung ins Leben gerufene Kampagne „Believe in Blue“, erweist sich bis jetzt als Erfolg. „500 Bausteine haben wir schon verkauft“, sagt Cast – macht knapp 10 000 Euro. Geld, das schon mal für einen Mentaltrainer reichen würde. Aber vielleicht platzt ja am Sonntag auch so der Knoten.

Stuttgarter Zeitung

Mentalcoach als Muntermacher
Kickers: Impulse von außen
 
Stuttgart – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers ist immer für eine Überraschung gut: Die Blauen planen, künftig mit einem Sportpsychologen zusammenzuarbeiten. Ob er schon vor dem Heimspiel am kommenden Sonntag (14 Uhr/Gazistadion auf der Waldau) gegen den FC Ingolstadt seine Arbeit aufnimmt, ist noch offen.

VON JÜRGEN FREY

Ein Mentalcoach als Muntermacher für die am Abgrund taumelnden Kickers? Nicht wenige werden sich bei dieser Personalie zumindest ein Schmunzeln nicht verkneifen können. Und böse Zungen werden gar behaupten: Die Kickers sind schon lange ein Fall für die Couch.

Manager Joachim Cast sieht die Sache ganz pragmatisch. „Uns wurde jemand empfohlen, der klare Ansichten hat, wie er uns helfen kann“, sagt Cast. Die Details der Zusammenarbeit müssten noch abschließend geklärt werden. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem möglichen künftigen Partner der Kickers um den Stuttgarter Sportpsychologen und Verhaltenstherapeuten Markus Lösch.

Es ist kaum anzunehmen, dass die Spieler jetzt über glühende Kohlen laufen. „Hokuspokus bringt uns nicht weiter“, sagt Trainer Stefan Minkwitz. Der Club sieht den Mentalcoach als Berater. Als vertrauenswürdigen Partner in einer schwierigen Situation, der versucht, hinter die Ursachen von Problemen zu kommen. So gesehen gibt es bei den Blauen viele Ansätze. Noch immer steht der erste Heimsieg aus. Seit acht Spielen gab es schon keinen dreifachen Punktgewinn mehr. „Das Selbstvertrauen fehlt, wir haben keine Erfolgserlebnisse als Team“, erklärt Cast. Und Minkwitz ergänzte: „Unsere Abschlussschwäche ist gravierend. Wir haben eine Blockade.“ Die soll der Sportpsychologe lösen. Hilft dies gegen Ingolstadt und eine Woche später in Regensburg, dürfte ihm eine langfristige Tätigkeit bei den Blauen sicher sein.

Stuttgarter Nachrichten

Minkwitz hofft auf Lerneffekt
 
Stuttgart (bw) – Neue Runde, neues Glück? Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers erwartet am Sonntag (14 Uhr) zum Rückrundenauftakt den FC Ingolstadt und peilt nun im neunten Versuch den ersten Heimsieg in dieser Saison an. Der VfB Stuttgart II gastiert bereits heute (19.30 Uhr) bei der SV Elversberg.

Stuttgarter Kickers
Die Kickers haben sich warm geschossen für die Partie gegen den FC Ingolstadt. In einem Trainingsspiel am vergangenen Mittwoch besiegten sie den Kreisligisten SV Hoffeld mit 13:2. Für die Tore sorgten Sokol Kacani (3), Marco Tucci (3), Nico Beigang (2), Mustafa Parmak (2), Recep Yildiz, Angelo Vaccaro und Benedikt Deigendesch (je 1). In der Liga wartet die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Minkwitz dagegen seit dem 22. September auf einen Sieg, und zuhause nun sogar schon seit dem 26. Mai. „Wir müssen das umsetzen, was wir im Training erarbeitet haben“, fordert Minkwitz und hofft, dass der Knoten im vierten Spiel unter seiner Leitung platzt. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Parmak (Knieprellung) und Bashiru Gambo (Adduktorenprobleme). Ersatzkandidaten wären Marcus Mann und Deigendesch. Die Fans zeigen sich indes mit ihrem Verein solidarisch. Bei der jüngst gestarteten Kampagne „Believe in blue“ sei auf der gleichnamigen Internet-Seite ein regelrechter Ansturm zu verzeichnen, teilten die Kickers mit.

So wollen sie spielen: Yelldell – Steinle, Wildersinn, Rapp, Stierle – Parmak, Akcay, Gambo, Benda – Beigang, Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Vorschau

Spielinfos:

Anstoß: 02.12.2007 14:00
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Drees, Dr. (Mainz)
Assistenten: Bartsch (Böttigheim), Fett (Ilvesheim)

Stuttgarter Kickers: Parmak hat nach seiner Gelbsperre jetzt eine Knieprellung. Ihn und Gambo (Adduktorenprobleme) könnten Mann sowie Deigendesch ersetzen.

FC Ingolstadt 04: Nach zwei deutlichen Niederlagen sind kurzfristige Wechsel möglich. Gerber dürfte auf jeden Fall wieder in die Startelf zurückkehren.

Aufstellung

Stuttgarter Kickers
Yelldell – Steinle, Wildersinn, Rapp, Stierle – Parmak, Akcay, Gambo, Benda – Beigang, Vaccaro; Trainer: Minkwitz
FC Ingolstadt 04
M. Lutz – Keidel, M. Metzelder, Wenczel, H. Gerber – Hagmann, Jungwirth – Buchner, Leitl, S. Wohlfarth – Demir; Trainer: Press

Ingolstadt, mit 17 Punkten das beste Auswärtsteam der Liga, reist am Sonntag zu den Kickers aus Stuttgart, die vor heimischem Publikum noch keinen dreifachen Punktgewinn feiern konnten. Mann und Deigendesch rücken für Parmak (Knieprellung) und Gambo (Adduktorenprobleme) ins Kickers-Team. Beim FCI steht Routinier Gerber vor der Rückkehr in die Startelf, die sich nach zuletzt 0:8 Toren aus zwei Spielen rehabilitieren muss.

Kicker

Trainingsspiel gegen den SV Hoffeld endete 13:2 (4:0)

In einem kurzfristig angesetzten Trainingsspiel trat die Regionalligamannschaft der Kickers gestern Abend beim Kreisligisten SV Hoffeld an. Auf dem Kunstrasenplatz der Sportanlage „Hohe Eiche“ trafen Sokol Kacani (3 Tore), Marco Tucci (3), Nico Beigang (2), Mustafa Parmak (2), Recep Yildiz, Angelo Vaccaro und Benedikt Deigendesch (jeweils 1 Tor) zum 13:2 (4:0) Erfolg.

Offizielle Homepage

StZ: Kickers zwischen Traum und Albtraum

Der Fußball-Regionalligist macht sich viele Probleme immer noch selbst – und hofft am Sonntag auf den ersten Heimsieg

STUTTGART. Die Hauptversammlung der Stuttgarter Kickers hat deutlich gemacht, dass nicht alle Mitglieder der Arbeit des Präsidiums folgen können. In manchen Punkten fühlen sich die Fans überrumpelt. Eine Aufarbeitung.

Von Joachim Klumpp

Als die Mitgliederversammlung der Stuttgarter Kickers am Montag vorüber war, ist der Finanzvorstand Frieder Kummer offensichtlich so angespannt gewesen, dass er seine Aktentasche im Clubrestaurant stehen ließ. Alles Absicht, könnten böse Zungen behaupten, denn darin stecken nichts als Schulden. Ganz so ist es nicht, schließlich konnte Kummer zuvor schwarze Zahlen vermelden. So weit, so gut. Aber ob auch alles gut wird?

Finanzen: Das Plus im vergangenen Geschäftsjahr (von etwa 138 000 Euro) ist in erster Linie auf sogenannte Sondereffekte (Pokal- und Transfereinnahmen) zurückzuführen, die es nicht alle Jahre geben wird. Deshalb ist in dieser Saison auch nur eine schwarze Null angestrebt. Für den Fall der Qualifikation zur dritten Liga allerdings planen die Kickers mit 3,5 Millionen Euro; eine Etatsteigerung um ein Drittel. Vor allem deshalb sucht der Präsident Dirk Eichelbaum nach einem strategischen Investor: „Ich sehe ihn nicht“, sagt der Hauptsponsor Eduardo Garcia, wenngleich es in dieser Hinsicht immer wieder Gespräche geben soll, wobei bereits unseriöse Angebote dabei waren.

Sport: Platz 15, drei Punkte zum wichtigen Rang zehn, das ist nicht das, was sich die Kickers vorgestellt haben. Sollte es in den beiden Spielen gegen Ingolstadt und in Regensburg keine Besserung geben, beginnt die Personaldiskussion in der Winterpause aufs Neue – über den Trainer und vor allem die Spieler. Wobei offen ist, wie sie intern ausgehen wird, nachdem schon bei der Entlassung Zeidlers die Meinungen auseinandergingen. Spätestens seither soll Eichelbaums Verhältnis zu Walter Kelsch angekratzt sein, nachdem der Exnationalspieler in sportlichen Fragen offenbar nur seine Meinung und die des Kollegen Kummer gelten lässt. Der Vierte im Bunde, Hans-Jürgen Wetzel, sprach auf der Hauptversammlung lieber davon, dass der Verein „von der Tradition her in die zweite Liga gehört“. Das Gelächter war ihm sicher.

Nachwuchs: Die Kickers schmücken sich gerne mit ihrer Nachwuchsarbeit, weil sämtliche Mannschaften in der höchsten Liga spielen, was für Regionalligisten nicht selbstverständlich ist. Wobei der letzte Platz der A-Junioren andeutet, dass die Arbeit mit dem neuen Jugendleiter Zoltan Sebescen noch nicht reibungslos verläuft. „Es wird immer Rückschläge geben“, sagt das für sportliche Dinge zuständige Präsidiumsmitglied Walter Kelsch. Immerhin hat der Verein in Zusammenarbeit mit einer Anwaltskanzlei ein neues Vertragswerk entworfen, das die Abwanderung von Talenten ohne Ausbildungsentschädigung erschweren soll. Unabhängig davon gilt es, das Scoutingsystem zu verbessern. Ein Beispiel: der Spielerberater Gerhard Poschner sagt über den Werdegang seiner Klienten Julian Schuster und Marco Pischorn, die beim VfB nun auf dem Sprung zu den Profis stehen: „Beide wären einst aus der Bezirksliga von Löchgau auch zu den Kickers gegangen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“

Marketing: Auf diesem – für jeden Verein – wichtigen Feld räumte das zuständige Präsidiumsmitglied Wetzel ein, dass die Sponsorenakquise nicht so verlief, „wie wir es uns vorgestellt haben“. Zumindest stehen momentan 75 000 Euro neuer Werbegelder in der Warteschleife, wobei die schlechte Außendarstellung des Clubs nicht unbedingt förderlich für Abschlüsse ist. Etwas überraschend kam zudem das ausdrückliche Lob Wetzels für den Marketingmitarbeiter Martin Kurzka, um dessen Arbeit (und Honorarvertrag) bei den Kickers immer wieder Diskussionen entbrennen.

Entlastung: Die Interessenkonflikte innerhalb des Vereins wurden vor allem bei der beantragten Vertagung der Entlastung des Präsidiums deutlich. Bei diesem Tagesordnungspunkt fühlten sich viele Mitglieder schlicht überrumpelt, weshalb es in dieser strittigen Frage mehr Enthaltungen und Gegenstimmen als Jastimmen gab. „Das war stümperhaft vorbereitet“, sagt das ehemalige Vorstandsmitglied Dieter Wahl und fügt hinzu: „Der Aufsichtsrat hat das alte Präsidium am 6. März aus der Verantwortung entlassen, deshalb gehe ich davon aus, dass wir entlastet sind.“ Dies sieht der aktuelle Vorstand aber offensichtlich anders.

Satzung: Die bereits im Vorjahr ins Auge gefasste Satzungsänderung ist verschoben worden. Im nächsten Jahr soll (endgültig?) ein umfassendes Reformwerk vorgelegt werden, hauptsächlich mit dem Ziel, die Lizenzspielerabteilung gemäß den Vorgaben von DFB und DFL auszugliedern, und so wiederum den Einstieg eines Investors zu ermöglichen. Ein Wort, das Dieter Wahl fast auf die Palme brachte: „Investor – wovon träumen Sie eigentlich, Herr Eichelbaum?“

Kurzfristig wohl endlich mal von einem Heimsieg: am Sonntag gegen Ingolstadt.

Stuttgarter Zeitung

StN: Cast kämpft um mehr Fernsehgeld

Stuttgart (jüf) – Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Verteilung der Fernsehgelder für die neue dritte Liga und die ab der Spielzeit 2008/09 dreigeteilte Regionalliga festgelegt. Demnach bekommen die Vereine der dritten Liga zehn Millionen Euro aus dem bis zum Jahr 2009 mit Sport A abgeschlossenen Fernsehvertrag, die Regionalliga-Clubs teilen sich einen Betrag von 5,372 Millionen Euro.

Welche exakte Summe ausbezahlt wird, steht noch nicht fest. Grund: Noch ist unklar, wie viele zweite Mannschaften, die künftig nicht mehr an den TV-Geldern beteiligt sind, sich für die dritte Liga qualifizieren. Sollte sich für die dritte Liga die maximal zugelassene Zahl von vier zweiten Mannschaften ergeben, erhalten die restlichen 16 Clubs jeweils 625 000 Euro (bisher 365 000 Euro). „Mit dieser Summe können wir nicht zufrieden sein“, sagt Joachim Cast, der Manager der Stuttgarter Kickers, kämpferisch. Er ist einer von sechs Regionalliga-Vereinsvertretern im DFB-Spielausschuss – und hofft über andere Kanäle an weitere Gelder zu kommen. Der WM-Überschuss und der besser dotierte Ausrüstervertrag mit Adidas sind zwei Punkte, an die Cast denkt. DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach macht Hoffnung: „Wir setzen auf eine ausführliche Berichterstattung im Fernsehen. Der DFB wird sich dafür einsetzen, dass der zunächst für die Startsaison festgelegte Grundbetrag aus den TV-Einnahmen künftig erhöht werden kann.“

Stuttgarter Nachrichten

Presse zur Jahreshauptversammlung

Der Hauptsponsor ruft zu Einigkeit auf

Bei der Mitgliederversammlung der Kickers gibt es Streit um die Entlastung des Vorstands – Imagekampagne der Fans ins Leben gerufen

STUTTGART. Das Präsidium der Kickers hat gestern einen Gewinn von 138 130 Euro für das Geschäftsjahr 2006/07 vorgelegt. Die Entlastung des Vorstandes wurde jedoch verschoben. Dafür verkündete der Hauptsponsor Eduardo Garcia: „Ich lasse den Club nicht im Stich.“

Von Joachim Klumpp

Es was kurz vor neun Uhr gestern Abend, als die Hauptversammlung der Stuttgarter Kickers eine Dynamik aufnahm, die sich mancher Fan in den vergangenen Wochen vor allem von den Stürmern des Fußball-Regionalligisten gewünscht hätte. Der Streit entsprang einem Antrag des Vorstandes, die unter dem Tagesordnungspunkt 9 vorgesehene Entlastung des (alten und neuen) Präsidiums zu verschieben, was der Präsident Dirk Eichelbaum damit begründete, „dass zum jetzigen Zeitpunkt eine gewisse Rechtsunsicherheit besteht“.

Gemeint war damit das Darlehen seines Vorgängers Hans Kullen über 450 000 Euro, dessen Rückzahlung fraglich beziehungsweise offen ist. Zuvor hatte der Kickerschef versucht, dieses heikle Thema möglichst auszuklammern, weil es zu komplex sei. „Aber ich stehe mit Hans Kullen in ständigem Dialog und denke, dass der Weg auch zielführend sein wird.“ Wie und in welcher Form, ließ Eichelbaum aber unbeantwortet, nachdem ihm von dem langjährigen Kickers-Mitglied Dieter Ansel vorgeworfen wurde, „wenn man die Berichte gehört hat, bekommt man den Eindruck, bei den Kickers stünde alles zum Besten“.

So hatte Eichelbaum selbst in seiner Rede noch einmal die Vision erneuert, dass nur ein externer Investor und die Ausgliederung der Lizenzspieler in eine Kapitalgesellschaft den Verein auf Dauer überlebensfähig machen würden. „Dieser bekommt dafür ein Topprodukt im bezahlten Fußball.“ Was natürlich etwas verwundert, wenn die erste Mannschaft fünf Plätze von der Qualifiaktion zur dritten Liga entfernt ist und Amateure sowie A-Jugend auf einem Abstiegsplatz rangieren. Eichelbaum bezog seine Aussagen auf den guten Ruf, den die Kickers genießen, „je weiter man sich von Stuttgart entfernt“.

Das fürs Marketing zuständige Präsidiumsmitglied Hans-Jürgen Wetzel räumte zumindest ein, dass sich die Sponsorensituation nicht so positiv entwickelt habe, „wie gewünscht“. Dennoch konnte der Schatzmeister Frieder Kummer für das abgelaufene Geschäftsjahr (Stichtag 30. Juni) einen Gewinn von exakt 138 130,26 Euro verkünden. Dieser ist vor allem auf eine Steigerung beim Spielbetrieb um gut 200 000 Euro (in erster Linie dank des DFB-Pokals) und die Transfereinnahmen von 330 000 Euro (Okpala und Mesic) zurückzuführen. Geld, das allerdings bereits wieder im laufenden 2,6-Millionen-Etat verplant wurde, zudem drücken die Kickers nach wie vor Verbindlichkeiten von gut 1,1 Millionen Euro, die den Handlungsspielraum des Regionalligisten stark einschränken und vor allem durch die Darlehen von Ursi Dünnwald-Metzler sowie des Expräsidenten Hans Kullen abgedeckt sind.

Die finanzielle Lage bei den Kickers ist und bleibt eine Gratwanderung, weshalb der Verein dank verschiedener Aktivitäten die Einnahmen steigern möchte. Quasi als Einstieg dazu wurde gestern die Imagekampagne „Believe in Blue“ ins Leben gerufen, eine gemeinsame Aktion mit den Fans. Dabei können im Internet Bausteine für je 18,99 Euro erstanden werden, auf denen Werbung platziert werden soll. Mit dieser Aktion würden im Optimalfall zusätzlich 190 000 Euro in die klamme Clubkasse gespült. „Diese Initiative ist für mich eine Initialzündung“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Mauch und erinnerte gleichzeitig daran, dass die Lage des Vereins ernst sei, „deshalb brauchen wir einen Schulterschluss der Gremien mit den Mitgliedern“.

Der Antrag auf Vertagung der Entlastung wurde zwar mehrheitlich abgesegnet, doch die Zwietracht im Club animierte Eduardo Garcia, den Chef des Hauptsponsors, zu einer Brandrede: „Die entscheidende Frage ist doch: wie überleben die Kickers? Mit Nebenkriegsschauplätzen machen wir uns in der Öffentlichkeit nur lächerlich. Unsere Zukunft liegt auf dem Fußballplatz.“ Schade eigentlich, dass die Spieler diese Worte nicht gehört haben, sie wären beste Motivation für das Heimspiel am Sonntag gewesen.

Stuttgarter Zeitung

Kickers machen 138000 Euro Plus

Minkwitz denkt an Mentaltrainer
STUTTGART (ump). Schon vor der Hauptversammlung der Stuttgarter Kickers gestern Abend im Clubrestaurant haben der Regionalligatrainer Stefan Minkwitz und sein Assistent Alexander Malchow die Köpfe zusammengesteckt: Es ging um die Frage, ob ein Mentaltrainer das Team unterstützen soll oder nicht. Minkwitz sagt: „Wir versuchen alles, was hilft.“ Also vielleicht auch eine Hilfe auf psychologischer Ebene. Selbst wenn das noch ein paar Euro zusätzlich kostet.

Daran soll die Verpflichtung aber nicht scheitern. Zumal der Schatzmeister Frieder Kummer gestern Abend aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 (Stichtag 30. Juni) einen Gewinn von exakt 138 130,26 Euro verkünden konnte. Geld, das allerdings bereits wieder im laufenden Etat verplant worden ist, zudem drücken die Stuttgarter Kickers nach wie vor Verbindlichkeiten in Höhe von rund einer Million Euro, die den Handlungsspielraum des Regionalligisten einschränken und vor allem durch die Darlehen von Ursi Dünnwald-Metzler sowie des Expräsidenten Hans Kullen abgedeckt sind.

Stuttgarter Zeitung

Kampf ums Überleben geht weiter
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Mitgliederversammlung: Kickers-Präsidium verkündet 138130 Euro Gewinn

Stuttgart – Das Präsidium der Stuttgarter Kickers konnte bei der Mitgliederversammlung am gestrigen Montag einen Gewinn von 138 130 Euro im Geschäftsjahr 2006/07 verkünden. Was nichts daran ändert: Der Kampf ums finanzielle Überleben geht weiter.

VON JÜRGEN FREY

Das Schlusswort gegen 21.30 Uhr gehörte Hauptsponsor Eduardo Garcia: „Schuldzuweisungen und Bösartigkeiten bringen uns nicht weiter. Es geht einzig und allein um das Überleben der Kickers.“ Zuvor hatte es einzelne Kritik vonseiten der 189 anwesenden Mitglieder an der Führungsetage gegeben. Dabei erfüllten die verkündeten Zahlen Dirk Eichelbaum sichtlich mit Stolz. „So ein Ergebnis lässt sich nicht beliebig wiederholen“, sagte der Kickers-Präsident mit Blick auf den im abgeschlossenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Gewinn. Das Plus von exakt 138 130,26 Euro hat seine Ursache vor allem in den DFB-Pokalspielen gegen den HSV und Hertha BSC sowie in Ablösesummen für Spieler. Dank der attraktiven Pokalspiele erhöhte sich in der Bilanz der Posten Spielerträge auf 595 593 Euro. Steigerungen in den Bereichen Werbung und Fernseheinnahmen gingen damit einher. Die Verkäufe der beiden Stürmer Mirnes Mesic und Christian Okpala trugen entscheidend dazu bei, dass sich die Einnahmen im Bereich Transfererlöse auf 330 000 Euro (im Vorjahr: 71 265 Euro) summierten.

Mit solchen Geldern können die Blauen im laufenden Geschäftsjahr nicht rechnen. Auch drücken den Verein weiterhin Schulden in Höhe von etwa 1,26 Millionen Euro. Der allergrößte Teil davon ist gedeckt durch mit Rangrücktritten versehene Darlehen von Ursi Dünnwald-Metzler und Ex-Präsident Hans Kullen. Das lebenslange Kickers-Mitglied Kullen, das von den Blauen 503 000 Euro zurückfordert, nahm an der gestrigen Hauptversammlung teil, meldete sich aber nicht zu Wort. Schon am Nachmittag sagte er: „Ich will den Kickers bestimmt nicht den Garaus machen. Nur erwarte ich ein konkretes Angebot vom Verein, mit dem ich leben kann.“ Die Entlastung des Präsidiums wurde vertagt – den Antrag hatte das Gremium selbst gestellt. „Ein entlastetes Präsidium kann keine möglichen Ansprüche gegen frühere Präsidiumsmitglieder herleiten“, begründete Eichelbaum.

Stuttgarter Nachrichten

Nur finanziell auf Kurs

Die Stuttgarter Kickers verzeichnen einen deutlichen Gewinn – Präsidium in der Kritik

Stuttgart – Sportlich flop, finanziell besser: Während sich die Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga auf Talfahrt befinden, vermeldete Präsident Dirk Eichelbaum gestern bei der Mitgliederversammlung für die abgelaufene Spielzeit (Stichtag: 30. Juni) eine Verdopplung des Gewinns – doch ein anderes Thema sorgte für erhebliche Diskussionen.

Von Beate Wockenfuß

Mehr Zündstoff als die finanzielle oder sportliche Lage barg der Antrag des Präsidiums, seine Entlastung wegen der unklaren juristischen Situation auf nächstes Jahr zu vertagen. Ex-Präsidiumsmitglied Dieter Wahl warf der Vereinsspitze vor, sich damit der Verantwortung entziehen zu wollen und stellte stattdessen einen Antrag auf die einzelne Entlastung der Präsidiumsmitglieder in geheimer Wahl. Die 189 anwesenden Mitglieder, unter ihnen auch Ex-Präsident Hans Kullen, nahmen nach vielen Diskussionen jedoch den Antrag des Präsidiums mehrheitlich an.Zuvor hatte das für Finanzen zuständige Präsidiumsmitglied Friedrich Kummer die Geschäftszahlen für die Saison 2006/2007 präsentiert. Hatten die Kickers im vergangenen Jahr erstmals seit langer Zeit wieder mit schwarzen Zahlen überrascht, konnten sie diesmal sogar noch einen draufsetzen. Der erwirtschaftete Gewinn in der abgelaufenen Spielzeit beträgt 138 130 Euro – und damit mehr als doppelt so viel wie 2005/2006 (67 817 Euro). „Auf der Einnahmenseite sind wir unter dem Plan, aber die Liquidität ist sichergestellt“, erläuterte Kummer.Zustande kam die Zahl vor allem durch Mehreinnahmen im Transferbereich (plus 258 734 Euro). Diese sind wiederum zurückzuführen auf den Verkauf der beiden Stürmer Mirnes Mesic (TSG Hoffenheim) und Christian Okpala (Sportfreunde Siegen) in der Winterpause. Auch im Bereich Spielbetrieb verzeichneten die Kickers ein deutliches Plus von 205 811 Euro. Das lag vor allem an der Teilnahme im DFB- und WFV-Pokal. In den Bereichen Werbung, Fernsehen und Hörfunk sowie im Merchandising konnten sie auch zulegen. Insgesamt nahm der Verein in der vergangenen Spielzeit 3,036 Millionen Euro ein, das sind 756 015 Euro mehr als 2005/2006. Im Gegenzug beliefen sich die Ausgaben auf der Waldau auf 2,901 Millionen Euro (plus 579 324 Euro). Mehrausgaben gab es dabei vor allem beim Personalaufwand (plus 222 283 Euro) und bei sonstigen betrieblichen Aufwendungen (plus 287 046 Euro). Für den Amateur- und Jugendfußball (129 027 Euro) gaben die Kickers 26 295 Euro mehr aus als in der Spielzeit davor (102 731 Euro). Mehr investiert wurde in den Bereichen Materialaufwand, Werbung und Transfers. Einzig und allein in der Verwaltung wurden 127 631 Euro eingespart.

Eßlinger Zeitung

Presse zu Stuttgarter Kickers – SV Elversberg (0:0) – Kommt Tomi Maric zurück?

Reicht die Qualität des Kaders?
Nach dem 0:0 gegen Elversberg denken die Kickers eher an neue Spieler als an einen neuen Trainer
 

STUTTGART. Heute Abend ist die Hauptversammlung der Stuttgarter Kickers. Die finanzielle Bilanz, rund 140 000 Euro Gewinn, stimmt, die sportliche nicht. „Mit jedem Spiel, das wir nicht gewinnen, wird die Lage prekärer“, gibt der Manager Joachim Cast zu.

Von Joachim Klumpp

Die Partie gegen den SV Elversberg vor einem Jahr ging als Geisterspiel in die Annalen der Stuttgarter Kickers ein, der Auftritt am Samstag setzte ebenfalls ein unrühmliches Zeichen. Und zwar unter die Vorrunde der Regionalligasaison 2007/08, die die Kickers ohne einen einzigen Heimsieg abschlossen. Ein Novum, an dem auch der Trainerwechsel nichts geändert hat. „Wir müssen weiterarbeiten, bis der Knoten platzt“, sagte Stefan Minkwitz. Wer weiß, wie dessen Serie verlaufen wäre, wenn Bashiru Gambos Treffer zur vermeintlichen Führung beim Einstand in Unterhaching gezählt hätte.

Hätte, wenn und aber zählen nicht. Sondern das nackte Ergebnis, und das ist ernüchternd. Drei Spiele, kein Sieg, kein Tor. „Wir arbeiten an der Abschlussschwäche“, sagt Minkwitz zwar, doch beim 0:0 vor 2500 Zuschauern gegen Elversberg fehlte der Zug zum Tor mehr als vor einer Woche im Derby. „Gegen den VfB war es für uns einfacher zu spielen“, sagt der Trainer. Gegen die kompakten Saarländer gab es kaum eine Chance, allerdings ließ die Abwehr auch keine zu. Das war positiv, zumal der Kapitän Oliver Stierle in Zinnow einen der besten Außenspieler der Liga im Griff hatte, und auch der Torjäger Feinbier gegen die Innenverteidiger Wildersinn und Rapp abgemeldet war. Am Ende stand die Null. Auch im Kopf des Trainers, der die totale Schlussoffensive nicht riskieren wollte, „weil wir nicht Gefahr laufen wollten, noch einen Konter zu bekommen“.

Dennoch: der Abstand zum ominösen Platz zehn beträgt drei Punkte – unter Zeidler waren es drei Tore.

Vielleicht war der Trainerwechsel doch etwas voreilig, weil man sich dieses Instruments erst einmal beraubt hat. Im Moment scheint bei den Verantwortlichen deshalb die Erkenntnis zu dominieren, dass eine erneute Diskussion nicht unbedingt förderlich ist. „Wir brauchen jetzt auch Geduld“, predigt das Präsidiumsmitglied Walter Kelsch plötzlich. „Ich höre aus der Mannschaft, dass Stefan Minkwitz die richtigen Worte findet“, sagt Christian Dinkelacker, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende.

Wenn“s nicht am Trainer liegt, an was dann? Vielleicht an der Mannschaft und deren Qualität. „Wir arbeiten daran“, sagt Kelsch. Soll heißen an neuen Spielern, vor allem im Angriff. Die Frage ist nur: wen bekommt man in der Winterpause? Die Erfahrungen der Vergangenheit jedenfalls tragen nicht unbedingt zu Optimismus bei, wie die Nachverpflichtungen der Stürmer von Lakies bis Dundee unterstreichen.

Ganz abgesehen vom Etat, der durch den einen oder anderen Abgang entlastet werden soll. Die zur zweiten Mannschaft verbannten Spieler Markus Ortlieb und Sven Sökler dürften die ersten Kandidaten sein, vielleicht auch noch Deigendesch. „Wir werden natürlich zuerst mit den Spielern sprechen“, sagt der Manager Joachim Cast vor der heutigen Hauptversammlung. Für diese sind übrigens keine Anträge eingegangen, nachdem einige Mitglieder ursprünglich die Abschaffung des Aufsichtsrats anstreben wollten. Kein Thema mehr, es gibt andere Sorgen.

Cast: „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis.“ Auf Teufel komm raus. Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Vielleicht sogar einen Mentalcoach. Minkwitz („ich bin Trainer, kein Psychologe“) will das nicht mehr generell ausschließen. „Man muss über alles nachdenken, was der Mannschaft weiterhelfen könnte.“

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Steinle, Wildersinn, Rapp, Stierle – Mann, Akcay, Gambo, Benda (79. Rodrigues) – Beigang (68. Kacani), Vaccaro (68. Tucci).

Stuttgarter Zeitung
Kickers: Neuer Trainer, alte Tristesse
Positive Ansätze verpuffen – Planspiele mit Maric
 
Stuttgart – Irgendwie muss man die Stuttgarter Kickers mögen, um ihre Leiden zu teilen: Auch gegen die SV Elversberg gab der Fußball-Regionalligist kämpferisch alles, doch im letzten Vorrundenspiel reichte es wieder nicht zum ersten Heimsieg.

VON JÜRGEN FREY

Wer die nackten Zahlen sieht, den packt die Depression. Gerade noch 2500 Zuschauer kamen gegen Elversberg ins Gazistadion. Durch das maue 0:0 warten die Blauen schon seit acht Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn. Und in der Tabelle rutschten sie auf den 15. Platz ab. Was die Lage nicht hoffnungsfroher macht: Unter Stefan Minkwitz gelang in drei Partien noch kein Tor. Neuer Trainer, alte Tristesse.

Dabei gab es gegen die defensivstarke, aber insgesamt biedere Truppe aus dem Saarland durchaus ein paar positive Ansätze.

Es herrscht wieder ein wenig mehr Struktur im Spiel der Kickers. Die Spieler schlagen nicht nur planlos den Ball nach vorne. Sie versuchen zu kombinieren.

Das Spiel über die Außenbahnen wird unter Minkwitz Regie forciert. Dadurch wird mehr Druck erzeugt, es kommen Flanken.

Einzelne Spieler zeigen aufsteigende Form: Oliver Stierle ist auf dem besten Weg, an frühere gute Tage anzuknüpfen. Auch Sascha Benda präsentiert sich wieder mit mehr Selbstbewusstsein.

Die Innenverteidiger schalten sich verstärkt ins Angriffsspiel mit ein.

Das Schlimme: Die wenigen Lichtblicke im Spiel der Blauen blieben gegen Elversberg ohne jede Wirkung. Es wurden viel zu wenig zwingende Torchancen herausgespielt. „Die Durchschlagskraft im Offensivbereich fehlt“, stellten Minkwitz und Manager Joachim Cast unisono fest. Deshalb soll in der Winterpause eine Verstärkung her. Wunschstürmer wäre Tomislav Maric. Der Ex-Kickers-Profi hat bei der TSG Hoffenheim einen Vertrag bis 2009, wechselte beim Zweitligisten im August in den Trainerstab. Ein Einsatz des 33-Jährigen für die Blauen wäre nur zu realisieren, wenn Hoffenheim weiterhin den größten Teil seines Gehalts übernehmen würde.

Stuttgarter Nachrichten

„Wo gibt es denn sowas?“

Die Stuttgarter Kickers beenden die Hinrunde ohne Heimsieg – 0:0 zum Abschluss gegen die SV Elversberg
 
Stuttgart – Der nächste Akt im Drama unterm Fernsehturm: Auch im achten Anlauf ist Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers nicht der erste Heimsieg in dieser Saison gelungen. Nach dem 0:0 gegen die SV Elversberg rutschten die „Blauen“ zum Abschluss der Hinrunde auf den 15. Tabellenplatz ab.
 
Von Beate Wockenfuß

„Eine Hinrunde ohne Heimsieg, wo gibt es denn sowas?“, schimpfte Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum und stopfte seinen blau-weißen Schal noch enger um den dicken Hals, den er nach den Ereignissen der vergangenen Wochen bekommen hat. „Sowas“ gibt es zwar auch noch bei den Ligakonkurrenten Karlsruher SC II und FSV Ludwigshafen-Oggersheim. Doch bei den Kickers waren und sind die Ansprüche in dieser so wichtigen Saison höher. Von Platz zehn, der zur Qualifikation für die dritte Liga nötig ist, ist die Mannschaft weiterhin drei Punkte entfernt. Fünf Zähler aus acht Spielen im Gazi-Stadion lautet die ernüchternde Bilanz, die laut Eichelbaum „ganz klar unter den Erwartungen“ liegt. Zwei Partien sind es noch bis zur Winterpause. Die nächste Chance für einen Heimsieg bietet sich am Sonntag (14 Uhr) gegen den FC Ingolstadt. „Manager Joachim Cast wollte sieben Punkte in den letzten drei Spielen dieses Jahres und das ist theoretisch noch möglich“, gibt sich der Präsident zweckoptimistisch und floskelt: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“Hoffnungsfroh waren am Samstag auch die 2500 Zuschauer gekommen und wurden erneut enttäuscht: Wieder keine Tore, nicht einmal echte Chancen – und vor allem wieder keinen Dreier. Die musikalische Untermalung der Halbzeitpause verdeutlichte die Verzweiflung auf der Waldau. „Soll das so einfach sein, ist es aber nicht“, schien Herbert Grönemeyer die Situation bei den Kickers beschreiben zu wollen. Zwar hatten die Gastgeber in der ereignisarmen Partie die größeren Spielanteile, zeigten auch gute Ansätze und einen starken Zug zum Tor, doch die Bemühungen verpufften. „Uns hat wieder das Quäntchen Glück gefehlt, das gegnerische Tor ist wie verschweißt“, konstatierte Stürmer Nico Beigang, der nach seiner Suspendierung durch Peter Zeidler das erste Mal wieder zur Startformation gehörte. Doch weder er noch Sturmpartner Angelo Vaccaro zeigten gegen die Saarländer einen Torinstinkt. „Mir ist vollkommen egal, wer trifft. Hauptsache, irgend jemand trifft endlich einmal“, sagte Kickers-Trainer Stefan Minkwitz nach dem dritten Spiel in Folge ohne eigenen Tor­erfolg und nahm damit seine Angreifer in Schutz. Der Übungsleiter diagnostizierte „die alte Krankheit: Abschlussschwäche“ und hofft nun auf schnelle Heilung. „Ein Tor und der Knoten platzt“, meinte Minkwitz und fügte hinzu: „0:2, 0:1, 0:0 – und was kommt dann?“

Statistik
Stuttgarter Kickers: Yelldell – Steinle, Wildersinn, Rapp, Stierle – Mann, Akcay, Gambo, Benda (79. Rodrigues) – Beigang (68. Kacani), Vaccaro (68. Tucci).

SV Elversberg: Knödler – Böttjer, Velkoborsky, Bediako, Sebastiao – Herzig – Zinnow, Jansen (79. Walther), Lemke (82. Ohnesorge) – Feinbier, Diane (88. Iyodo).

Schiedsrichter: Achmüller (Freyung).

Zuschauer: 2500.

Gelbe Karte: – / Jansen.

Beste Spieler: Stierle / Bediako.
 
Eßlinger Zeitung

Kickers – SV Elversberg 0:0

Vorrunde endet ohne Heimsieg für die Kickers – Torloses Unentschieden gegen Elversberg

Der Knoten ist auch im heutigen Heimspiel der Kickers nicht geplatzt. Vor 2500 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau kamen die Blauen nicht über ein torloses Unentschieden gegen den SV Elversberg hinaus. Die kämpferische und läuferische Leistung der Blauen war tadellos, auch einige schöne Spielzüge und gute spielerische Ansätze waren zu sehen, doch es fehlt einfach das befreiende Tor.

Die Aufstellung:

Kickers-Trainer Stefan Minkwitz musste heute auf den verletzten Kapitän Jens Härter und den gesperrten Mustafa Parmak verzichten. Für Parmak rückte dafür wieder Marcus Mann in die Startelf, im Sturm bekam Nico Beigang den Vorzug. Im Tor wie gewohnt David Yelldell, die Abwehrreihe mit Moritz Steinle, Marco Wildersinn, Marcel Rapp und Oliver Stierle. Mustafa Akcay lief wieder vor der Abwehr im Mittelfeld auf, auf den Flügeln Sascha Benda und Marcus Mann, zentral spielte Bashiru Gambo hinter den beiden Spitzen Angelo Vaccaro und Nico Beigang.

Zum Spielverlauf:

Die Kickers-Mannschaft wirkte von der ersten Minute an hellwach und begann schon früh den Gegner zu attackieren. Im Mittelfeld wurden die Räume eng gemacht und der Gegner weit vom eigenen Tor weg gehalten. Doch zwingenden Torchancen gab es in den Anfangsphase kaum, denn die Gäste aus Elversberg standen sehr konzentriert und taktisch diszipliniert.
Die erste nennenswerte Möglichkeit war ein abgeblockter Distanzschuss von Mustafa Akcay, als die Gästeabwehr zehn Meter vor dem Tor einen Fuß dazwischen bekam (10.). Zwei Minuten später flankte Angelo Vaccaro scharf in die Mitte auf Nico Beigang, doch Gästekeeper Knödler reagierte gut und konnte mit den Fäusten knapp vor dem einschussbereiten Kickers-Stürmer klären. Oliver Stierle erkämpfte sich in der 15. Minute den Ball im Mittelfeld, passte steil auf Nico Beigang, der von Außen nach innen dribbelte und abzog, doch sein Rechtsschuss war zu schwach. Knödler im Tor der Elversberger war schnell unten im kurzen Eck und fing den Schuss sicher ab (17).

Die Kickers versuchten in der Folgezeit das Spiel zu machen, doch klappten gelungene Angriffe über die Flügel nur recht selten. So herrschte meist nur nach Standardsituationen Gefahr für das Gästetor: Nach einem Freistoß von Sascha Benda konnte die Gästeabwehr zunächst klären, im zweiten Versuch zog er die Flanke hoch auf den langen Pfosten, wo Marcel Rapp fast auf der Grundlinie versuchte das Leder in den Fünfmeterraum zu köpfen, doch kam er wohl nicht mehr richtig hinter den Ball. So zappelte die Kugel leider am Aussennetz, und der freistehende Angelo Vaccaro raufte sich die Haare (25.).
Auf der anderen Seite sorgte ein Freistoß von Herzig im Strafraum der Kickers für Gefahr, als die Kickers-Abwehr zunächst nicht den Ball weg bekam. Doch landete die Kugel dann bei Marcus Mann, der schließlich das Leder aus dem Fünfmeterraum schlagen konnte (33.). Einen schönen Diagonalball von Da Veiga auf Böttjer über Oliver Stierle hinweg schoss der Elversberger aus spitzem Winkel ans Aussennetz (35.). Nur wenige Sekunden wurde Böttjer wieder auf dem rechten Flügel freigespielt, doch David Yelldell im Kickers-Tor verkürzte schnell den Winkel und konnte zur Ecke klären (36.).
Sascha Benda sorgte mit einem seiner vielen Freistöße für Torgefahr, als er aus gut 20 Metern aber das Tor knapp verfehlte (40.).
Die dickste Chance hatten die Gäste in der 43. Minute, als die Kickers-Abwehr nach einem langen Diagonalball auf den Abseitspfiff des Schiedsrichters warteten, doch der blieb aus. So stand Lemke frei vor David Yelldell, der aber lange stehen blieb und so den Elversberger zwang den Ball in die Mitte zu passen, wo aber Marco Wildesinn richtig stand und klären konnte.
Auf der Gegenseite schickte Mustafa Akcay seinen Stürmer Nico Beigang auch mit einen starken Diagonalball, der diesen gut verarbeitete und sofort anzog, doch auch sein Schuss zappelte nur am Aussennetz (44.).

Zum zweiten Halbzeit gab es keine Wechsel, beide Trainer ließen ihr Team unverändert. Doch sollte bis zur 60. Minute nichts Gefährliches passieren. Die Kickers rannten und kämpften, doch blieben so nach vorne zu uneffektiv. Die Gäste standen gut in der Defensive und verlegten ihr Spiel mehr und mehr auf Konter. Einen dieser seltenen Konter legte Feinbier im Sturmzentrum auf einen Stürmerkollegen Diane ab, doch dessen Schuss aus 16 Metern war zu unplatziert, so dass David Yelldell den Ball im Nachfassen abfangen konnte 62.). Einen guten Angriff zeigten die Blauen dann aber in der 67. Minute, als Oliver Stierle von Sascha Benda steil geschickt wurde, doch Velkoborsky warf sich mit seinem langen Bein in den Schuss von Oliver Stierle und konnte zur Ecke klären. Nach dieser Ecke sorgten die Gäste für die größtes Gefahr für ihr eigenes Tor, denn Jansen schlug im Fünfmeterraum über den Ball, doch schafften die Blauen es nicht daraus Kapital zu schlagen, denn kein Kickers-Spieler stand am richtigen Fleck.

Nach dieser Chance reagierte Stefan Minkwitz und wollte mit einem Doppelwechsel für frischen Wind im Angriff der Blauen sorgen. Für Angelo Vaccaro und Nico Beigang kamen nur Marco Tucci und Sokol Kacani in die Partie. Doch auch diese Maßnahme sorgte nicht für mehr Torgefahr. Die Kickers-Mannschaft gab zwar nie auf und kämpfte um jeden Ball, doch so richtig zwingende Torchancen schaffte sie auch jetzt leider nicht herauszuspielen. Ein schönes Solo von Marco Wildersinn schloss der Abwehrspieler mit einem Linksschuss aus 18 Metern ab, doch Knödler im Gästetor konnte parieren (75.). Zehn Minuten vor Schluss sorgte Mustafa Akcay im eigenen Strafraum für die perfekte Vorlage, als er per Kopf klären wollte, doch David Yelldell schnappte sich den Lupfversuch von Diane (80.).
Die letzte nennenswerte Möglichkeit hatte dann Sokol Kacani, als er eine gute Flanke von Oliver Stierle auf die Stirn bekam, doch traf er die Kugel nicht richtig und sein Kopfballversuch tickte noch als Aufsetzer vor dem Gästekeeper auf, der aber sicher abfangen konnte (85.). In der 90. Minute standen nach einem der wenigen Konter der Gäste mehrere Spieler zum Glück im Abseits, so dass die Unparteiischen schnell pfiff und die sonst brenzlige Situation zunichte machte. Auch in der dreiminütigen Nachspielzeit sollte den Kickers nichts mehr gelingen. So blieb es beim torlosen Unentschieden, das somit die Vorrunde ohne einen Heimerfolg der Blauen unterm Fernsehturm besiegelte.

Die Trainerstimmen:

Brent Goulet: „Ich sah aufgrund der kämpferischen Leistung beider Teams ein sehr ausgeglichenes Spiel. Klare Torchancen oder gar 100%ige Möglichkeiten gab es nur sehr wenige. Das Unentschieden ist für uns absolut in Ordnung und wir müssen auch zufrieden sein. Der letzte Pass und Konsequenz vor dem Tor haben in unserem Spiel gefehlt.“
Stefan Minkwitz: „Wir waren heute ab der ersten Minute im Spiel und konnten uns viele Chancen erarbeiten, aber die letzte Konsequenz beim Abschluss hat einfach gefehlt. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat gekämpft bis zur letzten Minute. So gilt es nun immer weiter und weiter zu machen, bis der Knoten platzt. Ein Sonderlob möchte aber aber Oliver Stierle aussprechen und zolle ihm meinen ganzen Respekt für diese starke Leistung.“

Die Spielstatistik:

Kickers: David Yelldell – Moritz Steinle, Marcel Rapp, Marco Wildersinn, Oliver Stierle – Mustafa Akcay, Sascha Benda (78. Dominique Rodrigues), Marcus Mann, Bashiru Gambo – Nico Beigang (67. Marco Tucci), Angelo Vaccaro (67. Sokol Kacani) – Trainer: Stefan Minkwitz

SV Elversberg: Knödler – da Veiga, Bediako, Velkoborsky, Böttjer – Lemke (82. Ohnesorge), Herzig, Zinnow, Jansen (78. Walker) – Feinbier, Diane (88. Iyodo) – Trainer : Goulet

Zuschauer:
2.500 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Tore:
leider Fehlanzeige

Schiedsrichter:
Marco Achmüller (Freyung)

Verwarnungen:
Gelbe Karte: Jansen

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