Vorberichte: Stuttgarter Kickers – FC Ingolstadt

30. November 2007 in Kickers I, News

Kickers sprechen mit Mentaltrainer
STUTTGART (ump). Der Übergang von der Vorrunde zur Rückrunde verläuft in der Fußball-Regionalliga praktisch nahtlos, von einer Woche zur anderen: Am Sonntag geht es für die Stuttgarter Kickers mit dem Heimspiel gegen den FC Ingolstadt bereits in die zweite Saisonhälfte (14 Uhr, Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt).

Was die sportliche Seite angeht, hoffen die Kickers-Verantwortlichen allerdings auf einen Bruch, sprich, dass der Heimkomplex endlich abgelegt wird. „Was war, können wir nicht mehr ändern, aber was kommt, können und werden wir ändern“, sagt der Trainer Stefan Minkwitz. In personeller Hinsicht gibt es noch ein großes Fragezeichen (Gambo/Adduktorenzerrung) und ein kleines (Parmak/Knieprellung). Um das Selbstvertrauen der Spieler etwas aufzurichten, hat die Mannschaft am Mittwoch beim Kreisligisten SV Hoffeld ein Testspiel bestritten – und 13:2 gewonnen. Die eingewechselten Tucci und Kacani trafen je dreimal, dennoch dürfte am Sonntag wohl das Sturmduo Vaccaro/Beigang beginnen. „So ein Spiel ist zwar nicht der Maßstab“, gibt der Trainer zu, „aber die Standardsituationen von Benda haben schon bestens geklappt“, sagt der Trainer, der den Gegner am vergangenen Wochenende in Unterhaching beobachtet hat, wo Ingolstadt 0:3 verlor. Es war schon die zweite Pleite nach dem 0:5 gegen Frankfurt. „Das wird sicher Konsequenzen haben“, sagt Minkwitz.

Die könnte es auch bei den Kickers geben. Zuletzt jedenfalls hat ein Gespräch mit einem Stuttgarter Sportpsychologen stattgefunden. „Er hat einen guten Eindruck hinterlassen“, sagt der Manager Joachim Cast. Die Tendenz geht zu einer Zusammenarbeit, allerdings ist noch offen, wie und wann. „Das muss dann schon längerfristig der Fall sein“, sagt Cast, der bei diesem Thema selbst ein wenig im Zwiespalt ist. Beim SSV Reutlingen hat er ein entsprechendes Angebot als Spieler mal ausgeschlagen, bei den Kickers unter Marcus Sorg angenommen. „Da hat es gut funktioniert.“ Minkwitz sagt dazu: „Fußball besteht ja nicht nur aus Fitness, vieles findet im Kopf statt.“ Und da könnte es sein, dass einige Spieler durch die ausbleibenden Erfolgserlebnisse inzwischen blockiert sind.

Ein Erfolgserlebnis haben denn auch noch die Kickers zu vermelden, außerhalb des Platzes. Die am Montag auf der Hauptversammlung ins Leben gerufene Kampagne „Believe in Blue“, erweist sich bis jetzt als Erfolg. „500 Bausteine haben wir schon verkauft“, sagt Cast – macht knapp 10 000 Euro. Geld, das schon mal für einen Mentaltrainer reichen würde. Aber vielleicht platzt ja am Sonntag auch so der Knoten.

Stuttgarter Zeitung

Mentalcoach als Muntermacher
Kickers: Impulse von außen
 
Stuttgart – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers ist immer für eine Überraschung gut: Die Blauen planen, künftig mit einem Sportpsychologen zusammenzuarbeiten. Ob er schon vor dem Heimspiel am kommenden Sonntag (14 Uhr/Gazistadion auf der Waldau) gegen den FC Ingolstadt seine Arbeit aufnimmt, ist noch offen.

VON JÜRGEN FREY

Ein Mentalcoach als Muntermacher für die am Abgrund taumelnden Kickers? Nicht wenige werden sich bei dieser Personalie zumindest ein Schmunzeln nicht verkneifen können. Und böse Zungen werden gar behaupten: Die Kickers sind schon lange ein Fall für die Couch.

Manager Joachim Cast sieht die Sache ganz pragmatisch. „Uns wurde jemand empfohlen, der klare Ansichten hat, wie er uns helfen kann“, sagt Cast. Die Details der Zusammenarbeit müssten noch abschließend geklärt werden. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem möglichen künftigen Partner der Kickers um den Stuttgarter Sportpsychologen und Verhaltenstherapeuten Markus Lösch.

Es ist kaum anzunehmen, dass die Spieler jetzt über glühende Kohlen laufen. „Hokuspokus bringt uns nicht weiter“, sagt Trainer Stefan Minkwitz. Der Club sieht den Mentalcoach als Berater. Als vertrauenswürdigen Partner in einer schwierigen Situation, der versucht, hinter die Ursachen von Problemen zu kommen. So gesehen gibt es bei den Blauen viele Ansätze. Noch immer steht der erste Heimsieg aus. Seit acht Spielen gab es schon keinen dreifachen Punktgewinn mehr. „Das Selbstvertrauen fehlt, wir haben keine Erfolgserlebnisse als Team“, erklärt Cast. Und Minkwitz ergänzte: „Unsere Abschlussschwäche ist gravierend. Wir haben eine Blockade.“ Die soll der Sportpsychologe lösen. Hilft dies gegen Ingolstadt und eine Woche später in Regensburg, dürfte ihm eine langfristige Tätigkeit bei den Blauen sicher sein.

Stuttgarter Nachrichten

Minkwitz hofft auf Lerneffekt
 
Stuttgart (bw) – Neue Runde, neues Glück? Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers erwartet am Sonntag (14 Uhr) zum Rückrundenauftakt den FC Ingolstadt und peilt nun im neunten Versuch den ersten Heimsieg in dieser Saison an. Der VfB Stuttgart II gastiert bereits heute (19.30 Uhr) bei der SV Elversberg.

Stuttgarter Kickers
Die Kickers haben sich warm geschossen für die Partie gegen den FC Ingolstadt. In einem Trainingsspiel am vergangenen Mittwoch besiegten sie den Kreisligisten SV Hoffeld mit 13:2. Für die Tore sorgten Sokol Kacani (3), Marco Tucci (3), Nico Beigang (2), Mustafa Parmak (2), Recep Yildiz, Angelo Vaccaro und Benedikt Deigendesch (je 1). In der Liga wartet die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Minkwitz dagegen seit dem 22. September auf einen Sieg, und zuhause nun sogar schon seit dem 26. Mai. „Wir müssen das umsetzen, was wir im Training erarbeitet haben“, fordert Minkwitz und hofft, dass der Knoten im vierten Spiel unter seiner Leitung platzt. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Parmak (Knieprellung) und Bashiru Gambo (Adduktorenprobleme). Ersatzkandidaten wären Marcus Mann und Deigendesch. Die Fans zeigen sich indes mit ihrem Verein solidarisch. Bei der jüngst gestarteten Kampagne „Believe in blue“ sei auf der gleichnamigen Internet-Seite ein regelrechter Ansturm zu verzeichnen, teilten die Kickers mit.

So wollen sie spielen: Yelldell – Steinle, Wildersinn, Rapp, Stierle – Parmak, Akcay, Gambo, Benda – Beigang, Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Vorschau

Spielinfos:

Anstoß: 02.12.2007 14:00
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Drees, Dr. (Mainz)
Assistenten: Bartsch (Böttigheim), Fett (Ilvesheim)

Stuttgarter Kickers: Parmak hat nach seiner Gelbsperre jetzt eine Knieprellung. Ihn und Gambo (Adduktorenprobleme) könnten Mann sowie Deigendesch ersetzen.

FC Ingolstadt 04: Nach zwei deutlichen Niederlagen sind kurzfristige Wechsel möglich. Gerber dürfte auf jeden Fall wieder in die Startelf zurückkehren.

Aufstellung

Stuttgarter Kickers
Yelldell – Steinle, Wildersinn, Rapp, Stierle – Parmak, Akcay, Gambo, Benda – Beigang, Vaccaro; Trainer: Minkwitz
FC Ingolstadt 04
M. Lutz – Keidel, M. Metzelder, Wenczel, H. Gerber – Hagmann, Jungwirth – Buchner, Leitl, S. Wohlfarth – Demir; Trainer: Press

Ingolstadt, mit 17 Punkten das beste Auswärtsteam der Liga, reist am Sonntag zu den Kickers aus Stuttgart, die vor heimischem Publikum noch keinen dreifachen Punktgewinn feiern konnten. Mann und Deigendesch rücken für Parmak (Knieprellung) und Gambo (Adduktorenprobleme) ins Kickers-Team. Beim FCI steht Routinier Gerber vor der Rückkehr in die Startelf, die sich nach zuletzt 0:8 Toren aus zwei Spielen rehabilitieren muss.

Kicker

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