Vorberichte: Stuttgarter Kickers – VfB Stuttgart II

„Ich bin von ganzem Herzen Stuttgarter“
VfB-Trainer Adrion zum Derby

Stuttgart – Fußball-Regionalligist VfB Stuttgart II hat den KSC II mit 5:0 abgefertigt. Doch Trainer Rainer Adrion beschäftigt sich schon mit dem Derby gegen die Stuttgarter Kickers am Samstag (14 Uhr).

Herr Adrion, fünf Tore für Ihr Team – das kommt selten vor.

In der Tat, da muss ich lange zurückdenken. Aber vor Jahren gab es auch schon einmal ein 6:1, ich weiß aber nicht mehr, gegen wen. Der Erfolg über den KSC freut mich besonders, wir haben unsere Chancen endlich genutzt.

Am Samstag folgt das Derby gegen die Kickers.

Ich habe die Blauen gegen Unterhaching gesehen, sie waren laufstark und haben leidenschaftlich gekämpft. Ich freue mich aufs Derby.

Die Kickers müssen den VfB II besiegen, wenn sie in die dritte Liga wollen. Sie waren einst auch Kickers-Coach – schlagen da nicht zwei Herzen in Ihrer Brust?

Ich bin von ganzem Herzen Stuttgarter – deshalb wäre es gut, wenn auch die Kickers in der dritten Liga spielen würden. Mehr will ich zu diesem Thema aber nicht sagen.

Schaffen es die Blauen?

Wenn sie beide restlichen Spiele gewinnen, stehen die Chancen gut.

Kickers-Stürmer Angelo Vaccaro ist gegen den VfB gesperrt – für Sie erfreulich, oder?

Im Gegenteil. Ich hätte mich gefreut, wenn unsere Abwehrspieler sich gegen ihn hätten behaupten müssen. Da hätten meine Jungs etwas dazulernen können.

Fragen von Jürgen Kemmner

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu Normannia Gmünd – Stuttgarter Kickers II (3:3)

Groß war auch die Erleichterung bei den Stuttgarter Kickers II. Durch das 3:3 bei Normannia Gmünd sicherte sich das Team von Trainer Björn Hinck vorzeitig den Klassenverbleib. Doch auch bei der zweiten Mannschaft ist die Freude nicht ungetrübt. Denn sollte sich die erste Mannschaft nicht für die eingleisige dritte Liga qualifizieren, so ist ein mögliches Szenario, dass die Erste aufgrund des Schuldenstands nicht in der vierten Liga antreten würde, sondern direkt in die Oberliga ginge. Dadurch würde die Mannschaft von Hinck doch noch in die Verbandsliga absteigen. Nur eines ist derzeit sicher: „Auch in der nächsten Saison wird es die Mannschaft geben“, sagt Hinck. In welcher Liga wird woanders entschieden.

Stuttgarter Zeitung

Endgültig gerettet sind die Stuttgarter Kickers II nach dem 3:3 gegen Normannia Gmünd. Trainer Björn Hinck war voll des Lobes über seine Jugendtruppe, deren Durchschnittsalter knapp unter 20 Jahren liegt. „Wir haben uns stark weiterentwickelt als Mannschaft – das war der Schlüssel zum Klassenverbleib“, sagte der Kickers-Coach.

Stuttgarter Nachrichten

Vorne schön, hinten schlampig
Fußball-Oberligist FC Normannia Gmünd spielt gegen die Stuttgarter Kickers II 3:3
Mit 3:3 trennten sich der FC Normannia Gmünd und die Stuttgarter Kickers II. Den Spielanteilen und Chancen nach wäre ein Sieg für die Normannen durchaus verdient gewesen, aber der FCN konnte eine 2:0-Führung nicht ins Ziel retten. Schlampereien in der Defensive brachten die Zorniger-Truppe um den Sieg.

„Dafür habe ich wenig bis gar kein Verständnis“, giftete Alexander Zorniger nach dem Spiel. Was den Normannia-Trainer sauer machte war die Art und Weise, wie sein Team den möglichen Sieg verschenkt hatte.
Zunächst hatte sich alles ganz gut angelassen. Der FC Normannia war zunächst die dominierende Mannschaft in eher beschaulichen ersten 30 Minuten. Dominik Schütz, der zum ersten Mal bei einem Heimspiel das Normannia-Tor hütete, erlebte ruhige Zeiten. Und Manuel Salz, sein Kollege vom Tor gegenüber, wurde zumindest vor keine großen Herausforderungen gestellt, auch wenn sich die Normannia einige Chancen vor allem durch Molinari erspielte. Alex Zorniger sah sich nach einer knappen halben Stunde zum Zwischenruf genötigt: „Mehr Tempo rein.“ Und nach dieser Devise fiel das 1:0 für die Gmünder. Steffen Kaiser spielte den öffnenden Pass durch die gegnerische Viererkette auf Catizone, der stand frei vor dem Kickers-Keeper und spielte den Querpass zu Molinari, der den Ball nur noch einschieben musste (30.). Die Kickers wurden jetzt wach, spielten mehr nach vorne, doch Schütz faustet einen scharf geschossenen Freistoß aus der Gefahrenzone (44.).

Zwei Minuten Perfektion
Nach der Pause setzten die Normannen nach, und das mit Erfolg. In der 52. Minute setzte sich Krätschmer, der ein gutes Spiel machte, nahe der Eckfahne durch, bediente präzise Molinari, der Manuel Salz keine Chance ließ. Kurz nach Wiederanpfiff nachgelegt – perfekt eigentlich.
Doch die Perfektion hielt nicht lange an, denn schon zwei Minuten später durfte Marcel Ivanusa im FCN-Strafraum ungestört per Kopf den Anschlusstreffer machen. 2:1 stand’s nun, und zu allem Überfluss leistete sich zehn Minuten später Domnik Schütz, der ansonsten recht solide, dabei aber auch auffällig posierend spielte, einen Fehler beim Abwurf. Der nicht allzulange Ball landete direkt auf dem Kopf eines Kickersspielers, der den Ball schnell weiterleitete, und für Marko Kovac war’s kein Problem, den Ball im linken Toreck unterzubringen. Die Gäste hatten die Normannia in der Vorwärtsbewegung eiskalt erwischt.
Und doch schien sich acht Minuten später wieder alles zum Guten zu wenden, als Steffen Kaiser eine Flanke in den Strafraum schlug, die Thorsten Schöllkopf ohne hochzuspringen per Kopf platziert links oben ins Kickers-Tor setzen konnte. Doch wieder währte die Freude nicht lange. Fünf Minuten durften sich die Normannia-Anhänger an der Führung erfreuen, dann kassierte Gmünd wieder den Ausgleich, als Kovac im Strafraum frei zum Schuss kam, Schütz wehrte den Ball noch ab, doch Sökler traf im Nachschuss.
48 Punkte hat der FC Normannia nun zwei Spieltage vor dem Saisonende, und es sollen noch 50 werden. Im nächsten Spiel will der Coach wieder mehr von seinen Jungs sehen als in der Begegnung gegen die Kickers („Einige haben auf 90 oder 80 Prozent zurückgeschaltet“ – Zorniger) – und weniger „Konzentrationsmängel und Mängel im Zweikampfverhalten“ – damit das Fazit dann nicht so janusköpfig ausfällt wie am Samstag: Schöne Tore hat der FCN geschossen, wie man sie selten in dieser Menge und Qualität bei einem FCN-Spiel sieht. Und dann unnötigerweise drei Gegentreffer kassiert – ebenfalls selten in dieser Menge bei Normannia-Spielen.

FC Normannia Gmünd – Stuttgarter Kickers II 3:3 (1:0)
FC Normannia: Schütz – Schöllkopf, Zimmermann, Jurczyk, C. Kuhn, Mangold, Catizone, S. Kaiser, D. Kaiser (73. Cetin), Krätschmer (83. Didi), Molinari.
Kickers II: Salz – Baradel, Schneider, Härter, Ivanusa, Bajrami, Sökler, Kovac, Gentner (75. Weber), Ortlieb, Prediger (89. Tunjic).
Tore: 1:0 Molinari (29.), 2:0 Molinari (52.), 2:1 Ivanusa (54.), 2:2 Kovac (65.), 3:2 Schöllkopf (73.), 3:3 Sökler (78.)
Zuschauer: 250

Gmünder Tagespost

Klassenerhalt und Niederlage des Nachwuchs

Das U23-Team der Stuttgarter Kickers hat am gestrigen Samstag beim 1. FC Normannia Gmünd ein 3:3 Unentschieden erreicht und den Klassenerhalt in der bereits zwei Spiele vor dem Ende der Oberliga gesichert.

Das U19-Team der Kickers verlor ihr Spiel beim direkten Abstiegskonkurrenten Jahn Regensburg mit 2:1 und hat zwei Spiele vor Saisonende fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ziel.

Presse zu Stuttgarter Kickers – SpVgg Unterhaching

2:0 – die Kickers machen den ersten Schritt

Mit dem Sieg gegen Unterhaching erhält sich der Fußball-Regionalligist die Chance auf die dritte Liga

STUTTGART. Solche Abende könnte es ruhig öfter geben. Ein 2:0 (2:0) gegen Unterhaching vor der Rekordkulisse von 4300 Zuschauern. „Jetzt haben wir nächste Woche Großkamptag“, sagt das Kickers-Präsidiumsmitglied Walter Kelsch im Hinblick aufs Derby.

Von Joachim Klumpp

Gestern Abend gegen Viertel vor neun sind die Stuttgarter Kickers um drei Punkte und die Spieler um 5000 Euro reicher gewesen. Denn diese Sonderprämie an die Mannschaft hatte der Vorstand der Stuttgarter Kickers kurzerhand für einen Sieg in der Fußball-Regionalliga gegen die SpVgg Unterhaching ausgelobt gehabt, der mit dem 2:0 unterm Strich völlig verdient ausfiel. Vor dem richtungsweisenden Spiel hatte der Manager Joachim Cast dem Team nur mit auf den Weg gegeben: „Wir müssen an die Leistung in Frankfurt anknüpfen – und unsere Chancen nutzen.“
Das taten die Kickers ganz geschickt. Denn bereits in der zwölften Minute drückte der aufgerückte Marcus Mann nach einer Flanke von Alexander Rosen und einem Abwehrfehler der Gäste den Ball zum 1:0 über die Linie. Was man zu diesem Zeitpunkt höchstens ahnen konnte: der Innenverteidiger krönte damit seine überragende Leistung. Denn wie schon zuvor beim FSV Frankfurt war der Schlüssel zum Erfolg in der Abwehr zu suchen, zu der bekanntlich auch der Torwart zählt. Und David Yeldell gehört unbestritten zu den besten seines Fachs in der Regionalliga, was er vor allem bei Unterhachings Großchance gegen Mario Konrad bewies, als er in einer Mann-gegen-Mann-Situation die Nerven behielt und den Ausgleich verhinderte. Dass praktisch im Gegenzug Angelo Vaccaro, ausgerehnet der Ex-Hachinger also, mit einem klugen Heber zum 2:0 traf(43.), war nicht nur für den kickers-Präsidenten Dirk Eichelbaum „die Schlüsselszene“.
Den ersatzgeschwächten Gästen fiel auch nach dem Wechsel nicht mehr allzu viel ein, während Marco Tucci in der 49. Minute noch das 3:0 auf dem Fuß hatte. Da musste selbst der Hachinger Trainer Ralph Hasenhüttl zugeben: „Die Kickers haben immer wieder Nadelstiche gesetzt und gezeigt, dass sie auf einem guten Weg sind.“ Auch auf dem in die dritte Liga?“Wir müssen jetzt einfach von Woche zu Woche schauen“, sagte Eichelbaum zu dem dramatischen Endspurt um Platz zehn und den folgenden zwei Endspielen.
„Der Unterschied war heute ein Angelo Vaccaro“, sagte Hasenhüttl nach dem Spiel.“Selbst schuld“, konterte da sein Kickers-Kollege Stefan Minkwitz schlagfertig, „den habt ihr ja abgegeben.“ Allerdings schon vor Hasenhüttls Zeit. Dass sich der Stürmer in der Schlussphase noch seine zehnte Gelbe Karte abholte und damit ausgerechnet nächsten Samstag im Derby gegen den VfB Stuttgart II fehlen wird, war der einzige Wermutstropfen an diesem Abend, der mit dunklen Wolken endete, allerdings nur am Himmel.
„Wir haben die Tür zur dritten Liga offen gehalten“, meinte Präsidiumsmitglied Walter Kelsch zufrieden, „und nunam nächsten Samstag einen Großkampftag“. Nachdem bereits gestern Abend mit 4300 Besuchern eine neue Saisonbestmarke aufgestellt worden ist, dürfte die nur eine Woche Bestand haben. Wie sagt Eichelbaum:“Diejenigen, die da waren, müssten wiederkommen.“
Am Einsatz und Engagement der Mannschaft gibt es sowieso nichts zu kritisieren. Vorbildlich sind vor allem Alexander Rosen und Bashiru Gambo, die beide seit Wochen mit Schulter- und Leistenproblemen fit gesprtizt werden müssen. Und selbst ein Mustafa Parmak hat nach seiner Sprunggelenkverletzung die Saison noch nicht ganz abgeschrieben. Der vom Zweitligsten TuS Koblenz umworbene Mittelfeldspieler sagt jedenfalls: “ Ich hoffe, dass es fürs letzte Spiel in Elversbegr reicht – wenn es dort noch um etwas gehen sollte.“ und danach sieht es zumindest seit gestern wieder aus.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle – Petruso (71. Steinle), Rosen, Gambo (79. Yildiz), Cerci – Tucci (67. Kacani), Vaccaro.
Schiedsrichter: Metzen (Erfstadt-Liblar).
Tore: 1:0 Mann(12.), 2:0 Vaccaro (43.).

Stuttgarter Zeitung

2:0 – Kickers dürfen weiter hoffen

Mann und Vaccaro treffen gegen Unterhaching: 5000 Euro Prämie für Sieger

Stuttgart – Die Kickers haben dem Druck standgehalten, als Belohnung gab es vom Präsidium 5000 Euro Prämie für das Team: Durch ein 2:0 gegen die SpVgg Unterhaching wahrte der Fußball-Regionalligist die Chance, Rang zehn und damit die neue dritte Liga zu erreichen. Das Problem: Die Blauen brauchen zwei weitere Siege.

VON JÜRGEN KEMMNER

Die Kickers-Fans auf der Haupttribüne des Gazistadions stehen nicht im Verdacht, vorschnell in Jubelstürme auszubrechen. Am Freitagabend aber erhoben sich die Zuschauer schon Minuten vor dem Ende von ihren Sitzen und applaudierten der Mannschaft. Alle wussten: Dieser Erfolg war bitter nötig. Dementsprechend erleichtert zeigte sich Stefan Minkwitz. Mit einem lauten „Jaaa!“ ballte der Trainer beim Schlusspfiff die Faust – und lobte sein Team. „Wir haben 90 Minuten Einsatz, Willen und Kampf gezeigt. Damit bin ich zufrieden. Unterhaching war zwar besser, aber wir haben die Tore geschossen.“

Den ersten Treffer erzielte Verteidiger Marcus Mann, der nach einem Kopfball von Bashiru Gambo abstaubte (12.). Die spielentscheidenden Szenen folgten kurz vor der Pause. Erst lief Unterhachings Oliver Fink nach einem Patzer von Branko Petruso allein auf David Yelldell zu, scheiterte aber am Kickers-Torhüter (42.). Praktisch im Gegenzug fiel das zweite Tor der Blauen. Nach einem Freistoß von Benedikt Deigendesch war Angelo Vaccaro schneller als SpVgg-Keeper Darius Kampa und spitzelte den Ball ins Netz. „Wir haben gezeigt, dass wir noch leben“, jubelte der Kickers-Stürmer und regte sich mächtig über Schiedsrichter Metzen (Mechernich) auf, der ihm eine zweifelhafte Gelbe Karte gezeigt hatte – damit ist Vaccaro im Derby in einer Woche (Samstag, 14 Uhr) gegen den VfB II gesperrt. „Das kotzt mich an“, schimpfte der Torjäger.

Schließlich geht das Hoffen und Bangen für die Kickers weiter. Nur Siege gegen den VfB II und in Elversberg helfen den Blauen. Spielerisch haben sie dabei durchaus noch Luft nach oben. Kreativ war der Auftritt gegen Unterhaching nur selten, die Konterchancen in der zweiten Hälfte wurden allesamt vergeben. Gestört hat das freilich niemanden – weil die Abwehr sicher stand. Der Gast, der den Zweitliga-Aufstieg anstrebt, hatte so gut wie keine Möglichkeit. „Wir wollten aggressiv auftreten und unsere Chancen nutzen“, sagte Kickers-Kapitän Oliver Stierle, „das hat geklappt.“

Nun schauen die Blauen, wie an diesem Samstag die Konkurrenten um Platz zehn spielen. Die Kickers haben vorgelegt – mehr konnten sie nicht tun.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers bleiben im Rennen

Der Regionalligist besiegt die SpVgg Unterhaching 2:0 und wahrt so die Chance auf die Qualifikation für die dritte Liga

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers haben wieder neue Hoffnung geschöpft. Im Kampf um die Qualifikation für die dritte Liga hat der Fußball-Regionalligist gestern Abend drei wichtige Punkte geholt. Die Kickers besiegten den Auf- stiegsaspiranten SpVgg Unterhaching verdient mit 2:0 (2:0).

Von Beate Wockenfuß

„Wir sind auf dem richtigen Weg. Ein Riesenlob an die Mannschaft. Wie sie 90 Minuten gekämpft hat, war allererste Sahne“, freute sich Kickers-Trainer Stefan Minkwitz. Auch Mittelfeldspieler Alexander Rosen jubelte: „Der Sieg war unglaublich wichtig. Wenn wir so weitermachen, schaffen wir es.“In der Begegnung stand viel auf dem Spiel, auch für die Unterhachinger, die noch im Rennen um den Zweitliga-Aufstieg sind. Es waren aber die Kickers, die vor der Saison-Rekordkulisse von 4300 Zuschauern für den ersten Höhepunkt der Partie sorgten. Eine Flanke von Rosen leitete Bashiru Gambo auf Marcus Mann weiter, der das frühe 1:0 für die Stuttgarter erzielte (12.). Nur eine Minute später hätte Angelo Vaccaro auf 2:0 erhöhen können, er scheiterte aber an Gästetorwart Darius Kampa. Die Unterhachinger zeigten eine spielerisch gute Leistung, verpassten es aber, sich zwingende Chancen zu erarbeiten. Allein Ricardo Villar sorgte für Gefahr vor dem Kickers-Tor, doch Keeper David Yelldell parierte den Fernschuss des Unterhachingers. Ingesamt boten beide Mannschaften in der ersten Hälfte ein gute Partie.Trotz der Führung spielten die Stuttgarter weiter nach vorne. Das zahlte sich aus: Kurz vor der Pause landete eine weite Freistoßflanke von Benedikt Deigendesch bei Vaccaro, der den Ball ins Tor bugsierte (42.).Nach dem Seitenwechsel beherrschten die Kickers das Geschehen. Vor allem Rosen zeigte eine starke Leistung. In der 50. Minute vergab Marco Tucci die Gelegenheit, die Begegnung vorzeitig zu entscheiden. Nach einer Flanke von Franco Petruso zielte er am leeren Tor vorbei. Auch Rosen traf mit seinem Schuss nach einem Pass von Vaccaro das gegnerische Gehäuse nicht (65.).Von Unterhaching war nicht mehr viel zu sehen. Orhan Balkan prüfte in der 83. Minute mit einem Schuss Yelldell, der parierte aber erneut. Das war zu wenig, um den Sieg der Kickers noch zu gefährden.
Statistik

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle – Petruso (71. Steinle), Rosen, Gambo (79. Yildiz), Cerci – Tucci (67. Kacani), Vaccaro.

SpVgg Unterhaching: Kampa – Schulz, Hain (58. Nagy), Hörnig, Schaschko – Fink, Gülselam, Villar, Zillner – Kolomaznik (66. Balkan), Konrad (46. Schweinsteiger).

Schiedsrichter: Metzen (Erftstadt-Liblar).

Zuschauer: 4300.

Tore: 1:0 Mann (12.), 2:0 Vaccaro (42.):

Gelbe Karten: Vaccaro / Konrad, Gülselam.

Beste Spieler: Yelldell, Rosen / Zillner, Gülselam.

Eßlinger Zeitung

Kickers schlagen Auswärts-Könige

Die Stuttgarter Kickers bleiben dran an der 3. Liga! Nach drei Spielen ohne Sieg schlugen die Blauen vor 4300 Zuschauern Unterhaching 2:0!

Der Jubel bei den Kickers – überschwenglich. Denn Haching ist beste Auswärtsmannschaft, war bislang noch nicht geschlagen. Grund genug für Präsidium und Aufsichtsrat, 5000 Euro „Prämie“ aus den eigenen Taschen der Mannschaft zu stiften.

War ja auch ein schönes Spiel. Schnell führte Stuttgart 1:0 durch ein Schlawiner-Tor: Rosen flankt von rechts, Gambo verlängert mit dem Kopf und Mann spitzelt aus sechs Metern im Gedränge den Ball ins Tor (12.).

Eine Minute später: Vaccaro zieht von der Strafraumgrenze ab. Keeper Kampa reagiert blitzschnell, wehrt ab. Dann klappt’s doch: Deigendesch schickt Vaccaro, Kampa läuft raus und der Kickers-Torjäger lupft das Leder über ihn – 2:0 (43.).

Das zehnte Tor für Vaccaro. Später dann noch seine zehnte Gelbe (85.). Gegen den VfB Stuttgart ist er jetzt gesperrt…

Trainer Stefan Minkwitz: „Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Moral hat gestimmt genauso wie der Einsatzwille!“

BILD

Kickers – SpVgg Unterhaching 2:0 (2:0)

Der Mannschaft von Trainer Stefan Minkwitz gelang heute der erste von drei Siegen auf dem Weg in die 3.Liga. Die Blauen gewannen in einer phasenweise guten und temporeichen Regionalligapartie vor 4300 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau mit 2:0 (2:0) Toren gegen den Zweitligabsteiger SpVgg Unterhaching.
Marcus Mann (12.) und Angelo Vaccaro (43.) sorgten mit ihren Treffern schon vor der Pause für die Kickers-Führung, wobei die Gäste durchaus ihre Möglichkeiten hatten, den einen oder anderen Treffer selbst zu erzielen. Doch entweder versagten den ersatzgeschwächten Hachingern die Nerven oder sie scheiterten am fehlerlosen David Yelldell im Kickers-Tor.

Die Trainerstimmen:

Ralph Hasenhüttl: „Herzlichen Glückwunsch zum Sieg, ich denke die Kickers haben verdientermaßen mit 2:0 gewonnen, auch wenn wir dem Gegner heute seine Schwächen gezeigt haben, dies aber nicht nutzen konnten. Wir scheiterten am guten Torwart oder am eigenen Unvermögen beim Abschluss. Den Unterschied hat heute Angelo Vaccaro ausgemacht, der von meiner Abwehr nicht zu halten war. Dennoch waren die Chancen auch in der zweiten Halbzeit da, aber im Endeffekt hat uns vorne die Durchschlagskraft gefehlt. Wir haben versucht, den Gegner in Bedrängnis zu bringen, doch immer wieder starteten die Kickers ihre gefährlichen Konter und Nadelstiche. Im Endeffekt, wenn du auswärts kein Tor schießt, kannst du bei so einem Gegner nichts holen. Es war sehr enttäuschend für uns, denn es war ein Big Point Spiel.“

Stefan Minkwitz: „Ich sah heute viele Parallelen zum Hinspiel im November, dort haben wir 2:0 verloren, obwohl ich uns besser sah. Heute haben wir dafür die Tore gemacht, denn ich habe Unterhaching optisch besser gesehen, aber unsere Stürmer waren einfach kaltschnäuziger. Ein riesen Lob an die Mannschaft, sie ist absolut auf dem richtigen Weg. Die Moral und der Einsatzwille, wie die Mannschaft heute über 90 Minuten gefightet hat, das war allererste Sahne. Dass dies nicht in jedem Spiel so geht, ist klar, denn die Jungs sind keine Maschinen. Ich bin mit der ganzen Mannschaft sehr zufrieden, aber einen möchte ich herausheben: was der junge Franco Petruso geleistet hat, war klasse. Er ist auf dem richtigen Weg, da verzeihe ich auch den einen oder anderen Fehler. Gegen den VfB müssen wir nun Angelo Vaccaro ersetzen, aber dafür müssen jetzt eben andere ran.“

Die Spielstatistik:

Kickers: David Yelldell – Benedikt Deigendesch, Marcel Rapp, Oliver Stierle, Marcus Mann – Alexander Rosen, Bashiru Gambo (79. Recep Yildiz), Franco Petruso (72. Moritz Steinle), Ferhat Cerci – Marco Tucci (67. Sokol Kacani), Angelo Vaccaro – Trainer: Minkwitz
SpVgg Unterhaching: Darius Kampa – Thorsten Schulz, Christian Hain (58. Timo Nagy), Florian Hörnig, Raphael Schaschko – Oliver Fink, Ricardo Villar, Ceyhun Gülselam, Robert Zillner – Michal Kolomaznik (66. Orkan Balkan), Mario Konrad (46. Tobias Schweinsteiger) – Trainer: Ralph Hasenhüttl

Schiedsrichter:
Thomas Metzen (Mechernich)

Verwarnungen:
Angelo Vaccaro – Mario Konrad, Florian Hörnig

Torfolge:
1:0 Marcus Mann (12.)
2:0 Angelo Vaccaro (43.)

Zuschauer:
4.300 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Offizielle Homepage

Der Fußball-Regionalligist will Marketingagentur engagieren

Kickers suchen auch bei Sponsoren Hilfe

STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers empfangen heute (19 Uhr) die SpVgg Unterhaching zum ersten von drei Endspielen. Doch nicht nur sportlich gibt es viel zu tun – auch hinter den Kulissen.

Von Joachim Klumpp

Der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz macht vor dem Heimspiel heute gegen Unterhaching kein Geheimnis um die Aufstellung. „Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern.“ Sportlich. In den Vereinsgremien sieht das etwas anders aus. Da besteht durchaus ein gewisser Handlungsbedarf, spätestens nach dem Rücktritt des für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Präsidiumsmitglieds Hans-Jürgen Wetzel an Pfingsten. „Es ist unabdingbar, dass wir für dieses Feld so schnell wie möglich jemanden finden“, sagt der Manager Joachim Cast. Schließlich müssen die Kickers bis 5. Juni beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Bedingungen für die Lizenzierung nachreichen, bei denen es sich in erster Linie um ausstehende Werbeabschlüsse handelt. „Und das wird kein Selbstläufer“, betont Cast.

Dessen ist sich auch der Präsident Dirk Eichelbaum bewusst, der das Marketing im Vorstand nun zur Chefsache erklärt hat und optimistisch verkündet: „Da wird es bald keine Baustellen mehr geben.“ Im Klartext soll dies heißen, dass sich möglichst zeitnah eine professionelle Agentur um die Akquise von künftigen Sponsoren kümmern soll – „neben Martin Kurzka“ (so Eichelbaum), der bereits unter Wetzel auf der Geschäftsstelle für diesen Tätigkeitsbereich zuständig war. „Damit werden wir gut aufgestellt sein“, ist Eichelbaum überzeugt. Wobei etliche Werbepartner zunächst einmal auf ein gemeinsames Sponsorentreffen warten, nachdem ein erster Termin aus organisatorischen Gründen verschoben werden musste.

Doch damit sind keineswegs alle personalpolitischen Diskussionen in Degerloch beendet. Nach wie vor schwelt im Präsidium vor allem eine Rivalität zwischen Eichelbaum und dem für den Sport zuständigen Walter Kelsch. Und wie dieser Konflikt ausgeht, ist offen – zumal der Exprofi Kelsch seine Funktion künftig nicht mehr ehrenamtlich ausüben will. Damit stößt er (nicht nur) bei Eichelbaum auf Unverständnis: „Im Budget ist das nicht vorgesehen – damit ist das Thema für mich erledigt.“ Auch für Kelsch?

Das hängt wohl nicht zuletzt von der künftigen Ligazugehörigkeit ab. Lange Zeit haben die Verantwortlichen den Fokus nahezu ausschließlich auf die neue dritte Liga gelegt, die zwar noch erreichbar ist (ein Sieg heute vorausgesetzt), aber eben nicht mehr ohne fremde Hilfe. Inzwischen ist intern der Abstieg in die künftige Regionalliga zumindest kein Tabu mehr. Wobei es dann zwei Fragen zu klären gäbe: ob die vierte Spielklasse mit der Schuldenlast von mehr als einer Million Euro zu stemmen ist, oder doch die Insolvenz (und damit die fünfte Liga) droht – womit die Lichter in Degerloch auf unbestimmte Zeit ausgehen würden.

Die vierte Liga dagegen übt auch für den Präsidenten durchaus noch einen gewissen Reiz aus, wenn man an Traditionsvereine wie Darmstadt 98, 1. FC Saarbrücken, SSV Ulm oder Waldhof Mannheim als Gegner denkt. Weshalb der Einstieg der avisierten Marketingagentur auch für diese Spielklasse Gültigkeit hätte, „sonst macht es ja keinen Sinn“, wie Eichelbaum betont. Bis zur gemeinsamen Sitzung von Präsidium und Aufsichtsrat Mitte nächster Woche dürfte diesbezüglich eine Entscheidung gefallen sein.

Auch in Sachen Hauptversammlung? Da sieht Eichelbaum keinen akuten Handlungsbedarf. „Ich drücke mich zwar nicht darum, aber vor den Sommerferien halte ich das zeitlich für schwierig.“ Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Lorz sieht satzungsrechtlich ebenfalls keinen Grund, will die Einberufung aber nach den Vorfällen der vergangenen Wochen aus Strukturüberlegungen nicht ausschließen. „Allerdings muss man den Mitgliedern dann auch ein klares Konzept vorlegen“, bekennt Lorz, der seine weitere Mitarbeit nicht zuletzt von den übrigen handelnden Personen im Club abhängig macht.

Schließlich hegen auch noch Aufsichtsräte Rücktrittsgedanken, allen voran der frühere Vorsitzende Christian Mauch. Und wenn im Kontrollgremium die Anzahl der Mitglieder von aktuell sechs unter die Sollstärke von fünf Personen fällt, muss auf alle Fälle gehandelt werden: mit einer Nachwahl. Ob sich dann externe Kandidaten aufstellen lassen, kann nach dem Stand der Dinge zumindest nicht ausgeschlossen werden. Denn hinter den Kulissen herrscht durchaus die Meinung: es muss etwas geändert werden.

Stuttgarter Zeitung

Handzettel in der Stadt: Kickers werben für sich
Stuttgart (jok) – Stefan Minkwitz hat nicht die besten Erinnerungen an die SpVgg Unterhaching. Am 11. November 2007 saß er erstmals als Trainer des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers auf der Bank – und verlor mit seinem Team in Bayern 0:2. Am heutigen Freitag (19 Uhr) geht es wieder gegen die SpVgg – und eine weitere Niederlage dürfen sich die Blauen nicht erlauben. Sonst ist Rang zehn, der die Qualifikation für die neue dritte Liga bringt, nicht mehr zu schaffen. „Wir stehen unter Druck“, sagt Minkwitz, „aber wir haben keine Angst. Wir haben mehrfach gezeigt, dass wir auch mit Spitzenteams mithalten können.“ Unterhaching ist Fünfter, kämpft um den Zweitliga-Aufstieg. Zuletzt gab es ein 3:2 beim VfB II. Aber auch die Kickers überzeugten mit einem 0:0 beim FSV Frankfurt. Minkwitz setzt auf dieselbe Anfangself, verzichten muss er auf die verletzten Parmak und Russo. Um neue Fans ins Gazistadion zu bekommen, starten die Kickers eine Werbeaktion – heute werden in Stuttgart Handzettel verteilt. Tenor: „Unterstützt die Blauen.“

Stuttgarter Nachrichten

Link zum Flyer

Vorberichte II: Stuttgarter Kickers – SpVgg Unterhaching

„Wir haben keine Angst“
 
Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers geht mit Zuversicht in den Saisonendspurt
 
Stuttgart (bw) – Großer Optimismus herrscht bei Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers vor dem drittletzten Saisonspiel heute (19 Uhr) gegen die SpVgg Unterhaching. (…)

„Es ist jedem bewusst, dass nur noch drei Siege helfen“, sagt Kickers-Trainer Stefan Minkwitz. Doch selbst diese neun Punkte könnten nicht zur Qualifikation für die dritte Liga reichen. Schließlich haben die Kickers drei Zähler Rückstand zum rettenden Ufer und sind auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen. Und es drängeln sich nicht weniger als sechs Mannschaften um den zehnten Platz. Die ersten sieben künftigen Drittligisten aus der Südstaffel dürften bereits feststehen. „Wir haben keine Angst“, unterstreicht der Coach, der trotz der schlechten Ausgangslage vor Optimismus strotzt: „Wir dürfen einfach nicht negativ denken.“ Und die Spieler schließen sich der Zuversicht an. „Der Glaube ist auf jeden Fall da“, betont Alexander Rosen und berichtet vom Training mit „hoher Konzentration und Spannung“. Der Mittelfeldspieler, der erst in der Winterpause nach Degerloch gekommen war, hat sich laut Manager Joachim Cast schnell zum „absoluten Leader“ entwickelt. Er ist nicht nur auf dem Platz eine Führungsfigur, sondern sein Wort zählt auch bei den Mannschaftskollegen. „Das liegt daran, dass ich einer der Ältesten bin und zudem schon viel erlebt habe“, sagt der 29-Jährige, der sowohl in der Bundesliga als auch im Ausland aktiv war. Genauso wie Angelo Vaccaro (9) und Moritz Steinle (4) geht Rosen (4) in die Partie mit der Gefahr, für die nächste Gelb-gesperrt zu werden. Doch trotzdem will er nicht mit angezogener Handbremse spielen. „Ich gebe Vollgas. Sonst könnte ich der Mannschaft möglicherweise mehr schaden, als bei einer eventuellen Sperre“, sagt Rosen – und kassiert dafür vom Trainer Beifall. „Solche Spielertypen sind mir die liebsten“, freut sich Minkwitz auch darüber, „dass Alexander Rosen kam und sofort mit Leistung vorneweg marschierte.“ Auch gegen Unterhaching soll der gebürtige Bayer dies wieder tun. Personelle Änderungen sind gegenüber dem Team, das beim FSV Frankfurt ein 0:0 holte, nicht geplant. Dass die Gäste als Tabellenfünfter mit Aufstiegsambitionen anreisen, schreckt die Kickers nicht. „Wir haben mehrfach gezeigt, dass wir gegen Spitzenmannschaften mithalten und teilweise sogar dominieren können“, übt sich Minkwitz konsequent in Zweckoptimismus.

So wollen sie spielen: Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle – Petruso, Rosen, Gambo, Cerci – Tucci, Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Freitag muss gegen Haching ein Sieg herKickers: Präsidium setzt Prämie aus

„Das sind Spiele aus denen Dramen gestrickt sind“, sagt Präsident Dirk Eichelbaum zum ersten von drei Endspielen seiner Stuttgarter Kickers. Heute treffen die Blauen in der Regionalliga auf die SpVgg Unterhaching (19 Uhr, Gazi-Stadion auf der Waldau).

Das Team aus Degerloch muss gewinnen, um weiter eine Chance für die Qualifikation zur 3. Bundesliga zu haben. Und für die auswärts ungeschlagenen Hachinger ist es die letzte Möglichkeit, den Aufstieg in die 2. Liga noch zu schaffen.

Nur mit drei Siegen aus den letzten drei Begegnungen sind die Kickers sicher in der 3. Liga. Trainer Stefan Minkwitz: „Alle Diskussionen erübrigen sich. Es zählen nur Erfolge.“

Doch das ist für den Coach in den „schwersten Spielen“ seiner Karriere keine unlösbare Aufgabe. Er bringt die Elf, die beim FSV Frankfurt einen Punkt holte. Also mit Angelo Vaccaro (9 Tore) und Marco Tucci (6) im Sturm.

Die letzte Steilvorlage kommt vom Präsidium. Wie BILD erfuhr, wurde trotz klammer Finanzen kurzfristig noch eine Prämie für das Erreichen 3. Liga ausgesetzt.

BILD

Schlüsselspiel mit gleicher Aufgabe

Wenn Ende des vergangenen Jahres jemand behauptet hätte, die SpVgg Unterhaching wird in 2008 die beste Auswärtself der Liga stellen, wäre er wohl milde belächelt worden. Aber genau dies ist eingetreten. Das Team von Ralph Hasenhüttl hat bislang von den sechs Auftritten in der Fremde fünf gewonnen und einmal Unentschieden gespielt. Eine Bilanz, die in der Regionalliga-Süd keiner der Konkurrenten vorzuweisen hat. „Die Mannschaft tritt mittlerweile genauso auf wie im eigenen Stadion, hat sich ungeheuren Respekt erarbeitet“, sagt Trainer Hasenhüttl vor der Partie bei den Stuttgarter Kickers am Freitagabend (19 Uhr).
Haching hat nach der Winterpause auswärts sogar mehr Punkte eingeheimst als im eigenen Stadion und sich insgesamt in eine lange undenkbare Position befördert. Der Aufstieg in die zweite Bundesliga ist plötzlich noch möglich. „Jeder Spieler hat das natürlich im Hinterkopf“, sagt Verteidiger Raphael Schaschko: „Wir wollen durch ein positives Ergebnis den Druck auf die Anderen verstärken.“ Sein Trainer sieht die SpVgg vor „einem von drei Schlüsselspielen“, bei dem der Gegner „die gleiche Aufgabe hat wie wir, sie müssen ebenfalls gewinnen“, sagt Hasenhüttl.

Anders als bei den Rot-Blauen steht diese Aufgabe jedoch bei den Kickers unter wesentlich ungünstigeren Vorzeichen. Verlöre die Elf aus dem Stuttgarter Stadtteil Degerloch die anstehende Partie, ist die Qualifikation für die dritte Liga bei schon derzeit drei Zählern Rückstand wohl außer Reichweite. Doch Hachings Coach warnt, dass der Tabellen-13. morgen um sein Leben laufen werde. „Stuttgart kann uns wehtun, allerdings hat meine Team einen unglaublichen Willen und lässt sich auch nach Rückschlägen nicht ins Bockshorn jagen“, sagt er.

Die Württemberger haben im letzten Spiel ein Remis beim FSV Frankfurt erreicht und kürzlich eine Serie von sieben Partien ohne Niederlage hingelegt, Grund genug „auf der Hut zu sein“, sagt Hasenhüttl. Zum Beispiel vor Stürmer Angelo Vaccaro, dem Ex-Hachinger, der mit neun Treffern bester Schütze der Kickers ist. „Wir sind hinten gefestigt genug, um so einen Spieler zu stoppen“, sagt Schaschko, der sich auf eine offen geführte Begegnung freut ohne größeres Geplänkel. „Die müssen genauso wie wir“, hebt er nochmals hervor.

Wie zuletzt geht die SpVgg erneut mit argen personellen Problemen in die Partie. Die Angreifer Robert Lechleiter (Knie) und Thomas Rathgeber (Sprunggelenk) fehlen weiterhin, auch die Verteidiger Ralf Bucher (Adduktoren) und Stefan Frühbeis (Knie) fallen aus. Zudem zog sich Ibrahim Aydemir – beim VfB Stuttgart II noch Torschütze – im Toto-Pokal eine Rippenprellung zu. Der Tscheche Roman Tyce ist außerdem nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt. Hingegen dürften Oliver Fink, der soeben seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat, und Christian Hain ihre Blessuren aus dem Ingolstadt-Spiel bis morgen auskuriert haben. „Matthias Lust und ich haben auch noch Spielerpässe, notfalls müssen wir ran“, sagt Ralph Hasenhüttl schmunzelnd, der zumindest einen Rückkehrer begrüßen kann. Tobias Schweinsteiger hat seine Muskelprobleme überstanden und wird sehr wahrscheinlich auflaufen.

Sein drittletztes Punktspiel im Haching-Trikot wird Ceyhun Gülselam bestreiten, der nach dieser Saison zu Trabzonspor in die Türkei wechseln wird. Der Defensivallrounder wird aber trotz seines feststehenden Wechsels bis zum Ende alles geben für die SpVgg, „wenn nicht sogar noch mehr als vorher“, sagt er. Ein großes Ziel will Gülselam jedenfalls noch mit den Rot-Blauen erreichen, den Aufstieg in die zweite Bundesliga. „Ich bin überzeugt davon, dass wir es schaffen“, sagt der 20-Jährige.

Homepage SpVgg Unterhaching

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – SpVgg Unterhaching

Morgen gegen Unterhaching

Drei Endspiele für die Kickers
STUTTGART (ump). Der Kickers-Trainer Stefan Minkwitz lebt den Optimismus vor: „Trotz dem Ernst der Lage, der uns allen voll bewusst ist, leben wir den Spaß im Training vor“, sagt der Fußballlehrer vor dem Heimspiel morgen (19 Uhr, Gazi-Stadion) gegen die SpVgg Unterhaching. Das erste von drei Endspielen für die Stuttgarter in der Regionalliga Süd. „Drei Siege reichen“, sagt der Manager Joachim Cast, auch wenn ihm bewusst ist, dass der Verein dann immer noch auf Schützenhilfe angewiesen ist. Doch in Anbetracht der Ausgeglichenheit der Liga ist nicht unbedingt anzunehmen, dass die Konkurrenten um den wichtigen zehnten Platz allesamt ohne Punktverluste durchkommen werden. Woher der Optimismus rührt? Der Trainer Minkwitz sagt: „Wir haben zuletzt mehrfach gezeigt, dass wir gegen die Spitzenmannschaften mithalten können und uns sogar leichter tun.“ Und zu denen zählen auch die Münchner Vorstädter, die zuletzt mit einem Sieg beim VfB Stuttgart II aufhorchen ließen, der ihnen die Chance zum Aufstieg in die zweite Liga erhalten hat.

Für die Kickers geht es um die dritte Liga, bis auf Gino Russo und Mustafa Parmak sind alle Mann an Bord. „Die Mannschaft glaubt fest an die Qualifikation“, sagt der Mittelfeldspieler Alexander Rosen. „Die Spannung war zuletzt im Training zu spüren“, sagt der 29-Jährige, der mit vier Gelben Karten vorbelastet ist. „Doch darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen, es gibt nur Vollgas.“ Rosen hat sich mit seiner Einstellung auf und außerhalb des Platzes seit der Winterpause zu einem echten Führungsspieler entwickelt. „Über die Saison hinaus mache ich mir jetzt noch keine Gedanken, die ganze Konzentration gilt erst einmal den drei Spielen. Aber es hat sich ja gezeigt, dass die Beziehung mit den Kickers gut funktioniert.“ Diese Einschätzung beruht auf Gegenseitigkeit. „Wir sind natürlich an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert“, sagt der Manager Cast. Doch das gilt natürlich nur in der dritte Liga, wobei Cast betont: „Wir haben aber auch einen Plan für den ,worst case“ in der Tasche.“ Doch noch herrscht Optimismus.

Stuttgarter Zeitung

Erfolgsformel: Drei Spiele, drei Siege – dritte Liga
Regionalligist Stuttgarter Kickers macht vor dem Spiel gegen Unterhaching auf Optimismus

Stuttgart – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers steht gewaltig unter Druck. Drei Siege aus den letzten drei Spielen sind Pflicht, soll es für die neue dritte Liga reichen. Es ist eine Erfolgsformel mit einigen Unbekannten: Selbst neun Punkte genügen nur dann, wenn die Konkurrenz patzt.

VON JOCHEN KLINGOVSKY

Als Stefan Minkwitz den Raum betritt, ist ihm der Ernst der Lage nicht anzusehen. Der Kickers-Trainer ist vor dem Heimspiel am Freitag (19 Uhr) gegen die SpVgg Unterhaching ein Ausbund an Optimismus. Er verbreitet gute Laune, als ginge es für die Blauen um die Meisterschaft. Stattdessen droht der Absturz in die Bedeutungslosigkeit. „Ich lebe die positive Einstellung vor“, sagt der Coach, der auch Joachim Cast ansteckt. Drei Siege gegen Unterhaching, den VfB II und in Elversberg? „Warum sollte uns das nicht gelingen“, meint der Manager.

Doch genau diese Frage stellt sich. Nur Schlusslicht FSV Oggersheim hat eine schlechtere Heimbilanz als die Kickers, für alle drei Gegner ist die Saison ebenfalls noch längst nicht gelaufen. Trotzdem sagt Minkwitz, der Motivator: „Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen. Und die Spieler glauben das auch.“ Das bestätigt Alexander Rosen. „Der unbedingte Wille in der Mannschaft ist da“, erklärt der Mittelfeldspieler, „wir haben zuletzt konzentriert, zielstrebig und mit Spannung trainiert.“

Allerdings können auch der Kickers-Trainer und seine Mannen die Tabelle lesen: Das Gerangel um Platz zehn ist groß. Wenn die Konkurrenten ebenfalls fleißig punkten, was so überraschend nicht wäre, würde den Blauen auch eine Serie nichts nützen. Ihnen bleibt nur eine Taktik: siegen – und hoffen.

Dies gilt allerdings nur für den sportlichen Bereich. Darüber, ob alle für die dritte Liga qualifizierten Vereine finanziell gesund genug sind, mag Cast nicht spekulieren – aus gutem Grund. „Wir sollten erst mal selbst unsere Hausaufgaben machen“, sagt der Kickers-Manager, „wir müssen uns sportlich qualifizieren und die Lizenz bekommen. Da haben wir genug zu tun.“

Im selben Atemzug stellt Cast klar: Die Blauen planen für die dritte Liga. Und falls es nicht reicht? Liegt ein Notfallplan für Liga vier in der Schublade des Managers. „Das sind wir dem Verein schuldig“, erklärt Cast, der dann nicht weniger Arbeit hätte: Nur Bashiru Gambo und Gino Russo haben Verträge, die auch in der vierten Klasse gelten. Und Hauptsponsor Gazi macht offenbar nur weiter, wenn der Sprung in die dritte Liga gelingt. Am fehlenden Optimismus des Trainers wird“s nicht scheitern.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers versprechen: Geben Vollgas gegen Haching
Von HELMUT HEIMANN
Jetzt gilt’s! Im ersten von drei „Endspielen“ müssen die Stuttgarter Kickers morgen (19 Uhr, Gazi-Stadion) gegen Unterhaching unbedingt gewinnen, um überhaupt noch eine Chance zu haben, die neue 3. Bundesliga zu erreichen.

Die Spieler sind fit. Wir werden alles tun, um unser Ziel zu erreichen“, verspricht Trainer Stefan Minkwitz. Gleiche Töne von Mittelfeldchef Alexander Rosen: „Unsere Devise heißt Vollgas.“

Das ist nach drei Spielen ohne Sieg auch dringend notwendig. Zumal Haching noch Aufstiegschancen hat und in diesem Jahr auswärts ungeschlagen ist.

„Wir haben keine Angst, haben bewiesen, dass wir gegen Spitzenmannschaften mithalten können“, so Minkwitz. Auflaufen wird die Elf, die zuletzt beim Tabellenzweiten FSV Frankfurt einen Punkt holte.

Defensivmann Recep Yildiz hat seine Knöchelverletzung auskuriert. Erwartet werden 3500 Zuschauer.

BILD