Nico Beigang zu den Kickers?

Wie die Frankfurter Rundschau in ihrer morgigen Ausgabe berichtet, wird Nico Beigang definitiv den SV Darmstadt 98 verlassen und vermutlich zu den Stuttgarter Kickers wechseln. 

Anbei von der Homepage des SV Darmstadt 98 der Steckbrief von Nico Beigang

 

Nico Beigang
*24.08.1982
189 cm / 82 kg

Beim SV Darmstadt 98 seit 1998
Bisherige Vereine:  SV Groß-Bieberau, FC Alsbach, Eintracht Frankfurt

Saison 2000/2001: 3 Spiele – 0 Tore
Saison 2001/2002: 3 Spiele – 0 Tore
Saison 2002/2003: 20 Spiele – 1 Tor
Saison 2004/2005: 33 Spiele – 11 Tore
Saison 2005/2006: 28 Spiele – 7 Tore
Saison 2006/2007: 28 Spiele – 10 Tore

Macht in insgesamt 115 Regionalliga-Spielen 27 Tore…

Wechsel perfekt: Stevanovic und Genisyürek kommen

Stürmer Srdan Stevanovic vom Oberligisten SG Sonnenhof Großaspach wechselt zur neuen Saison in das Oberliga-Team der Kickers. Der 20jährige aus der Jugend des VfB stammende Stevanovic absolvierte in den letzten zwei Jahren 33 Oberliga-Spiele und erzielte dabei 12 Tore.

Ebenso perfekt ist der Wechsel von Saban Genisyürek. Der 1,90m Mann vom Verbandsligisten FV Illertissen erzielte in der laufenden Saison sieben Tore für Illertissen. In der U19-Bundesliga spielte der am 03.01.1986 geborene Stürmer 25 Spiele und erzielte 6 Tore. An ihm soll auch der VfR Aalen interessiert gewesen sein.

„Der Druck ist weg“

Die Stuttgarter Kickers atmen nach ersehntem Sieg gegen München auf und konzentrieren sich wieder auf ihr Saisonziel

Von Beate Wockenfuß

Stuttgart – Als am Freitagabend im Gazi-Stadion noch zwei Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden, tobte die Bank bei Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers. Schließlich sehnte man dort den Schlusspfiff schon seit der 76. Minute herbei, als Mittelfeldspieler Mustafa Parmak mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 1:0 die Torflaute seines Teams beendet hatte. Nach weiteren 120 bangen Sekunden war die keineswegs berauschende Partie gegen den TSV 1860 München II endlich vorbei, der erste Heimsieg seit dem 10. Dezember 2006 perfekt und die Erleichterung deutlich spürbar.

Trainer Robin Dutt reckte die Fäuste, Mannschaft und Fans verfielen bei der Ehrenrunde in einen kollektiven Freudentaumel und der Torschütze wurde ringsum geherzt. „Jetzt haben wir uns in der Tabelle wieder ein bisschen Luft verschafft und können die restlichen Spiele beruhigter angehen“, freute sich Parmak über den Befreiungsschlag, der die Kickers letztlich auf den fünften Platz brachte. Während Manager Joachim Cast die „absolut konzentrierte und engagierte Leistung“ der Spieler lobte, blieb Präsident Dirk Eichelbaum nüchterner. „Es war sicher kein gutes Spiel, aber es war enorm wichtig, dass wir es gewonnen haben“, meinte er mit Blick auf die kontinuierliche Tabellen-Talfahrt in den vergangenen Wochen: „Der Druck, dass wir nach unten durchgereicht werden, ist weg.“ Wurde das Abstiegsgespenst nun endgültig verjagt? „45 Punkte reichen“, glaubt Eichelbaum, betont aber: „Den Abstieg zu vermeiden, war nicht unser primäres Ziel.“

Der Blick der Stuttgarter geht jetzt also wieder ausschließlich nach oben. „Wir hatten ein klares Saisonziel formuliert“, erinnert Robin Dutt. Irgendwo zwischen Rang eins und sechs wollte sich die Mannschaft am Ende einreihen. Nachdem der erhoffte Aufstieg relativ schnell nach der Winterpause abgehakt werden musste, gilt es nun, den wiedergewonnenen Platz im hart umkämpften oberen Drittel zu verteidigen. „Und dieses Ziel werden wir mit aller Konsequenz verfolgen“, macht der Coach deutlich. Er will an seiner Formation festhalten, also auch an jenen Spielern, denen schon seit Wochen die Durchschlagskraft fehlt. Personelle Experimente kommen in den verbleibenden drei Saisonspielen für den 42-Jährigen nicht in Frage.

Im Hintergrund basteln Cast und der neue Trainer Peter Zeidler, der den Sieg gegen die „Löwen“ auf der Tribüne verfolgte, derweil an jener Mannschaft, die in der kommenden Saison die Qualifikation für die neue dritte Liga schaffen soll. Viele Verträge sind bereits verlängert, einige Gespräche stehen noch an, unter anderem mit Marco Wildersinn und Thomas Weller. Auch mit Neuzugängen sei man bereits auf Annäherungskurs, berichtet Cast, ohne jedoch Namen zu nennen. Zeidler wird da schon etwas konkreter und nennt zumindest eine Zahl: „Vier Neue holen wir sicher.“

Bestmöglich verabschieden

Bedarf herrscht besonders in der Verteidigung, nachdem Manuel Hartmanns Abgang sicher ist. „Ihn hätte ich gerne behalten“, sagt Zeidler. Hartmann hat sich indes noch immer nicht geäußert, für welchen Verein er ab Sommer seine Fußballschuhe schnüren wird. Die letzten Spieltage in der zweiten Liga sollen über die Zukunft des 23-jährigen Sirnauers entscheiden. Denn im Gespräch ist er sowohl mit Zweitligisten, die noch Aufstiegsambitionen haben als auch mit solchen, die noch absteigen können. Das Fußball-Oberhaus käme für ihn noch zu früh, sagt Hartmann. „Die zweite Liga wäre jetzt genau der richtige Schritt“, meint er und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Darauf kann ich ja dann aufbauen.“ Drei Saisonspiele haben er und die Kickers noch gemeinsam zu absolvieren. Auch für Dutt sind es nach vier Jahren als Cheftrainer die letzten Partien mit den „Blauen“. Und er kündigt an: „Ich will mich mit der bestmöglichen Platzierung verabschieden.“

Eßlinger Zeitung

Bange Blicke Richtung neue Saison

Beim Kickers-Anhang wächst die Unruhe – Zeidler und Cast gelassen

Stuttgart – Das Aufatmen bei den Stuttgarter Kickers nach dem 1:0 gegen 1860 München II war riesig. Bei den Fans wächst allerdings die Unruhe im Hinblick auf die neue Saison in der Fußball-Regionalliga. Noch immer wurde kein Neuzugang verkündet.

VON JÜRGEN FREY

„Ja, der Peter hat“s halt schön“, sagte Robin Dutt mit einem Schmunzeln. Der aktuelle Kickers-Trainer beobachtete, wie sich sein Nachfolger Peter Zeidler im Vip-Raum mit unterschiedlichen Leuten unterhielt. Für Dutt wäre das bei seinem künftigen Club SC Freiburg ein Ding der Unmöglichkeit. Zeidler kann ungestört vor Ort die Stimmung ausloten. Er wird gespürt haben: Die Skepsis beim Anhang der Blauen überwiegt. Die Entwicklung der vergangenen Monate gibt wenig Anlass zur Hoffnung im Kampf um die Qualifikation zur dritten Profiliga. Und die finanziellen Möglichkeiten, sich mit den nötigen Führungsspielern zu verstärken, halten sich in Grenzen. Nach außen hin geben sich die Entscheidungsträger gelassen. Manager Joachim Cast fordert einfach nur Geduld. Zeidler setzt auf einen „intakten Kern, der zusammenbleibt, und vier Neuzugänge“: Mit denen werde die Mannschaft stärker sein. „Und wir werden unser Ziel Platz zehn erreichen können“, so Zeidler.

Wer die Neuen sind, steht noch nicht fest. Nico Beigang (SV Darmstadt 98) ist der Wunschkandidat für den Sturm. Sascha Maier (SV Elversberg) bleibt in der Warteschleife. Für die Innenverteidigung ist der 1,92-m-Mann Patrick Hildebrandt (FK Pirmasens) im Gespräch. Mündlich zugesagt hat Stürmer Saban Genisyürek vom Verbandsligisten FV Illertissen. Für die zweite Mannschaft kommt Srdan Stevanovic von der SG Sonnenhof Großaspach. Das alles zeigt: Es gibt noch viel zu tun.

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Kickers: Platz sechs bleibt das Ziel

Hildebrandt für die Abwehr?

STUTTGART (ump). Wie wichtig der 1:0-Sieg am Freitag gegen 1860 München II für die Stuttgarter Kickers gewesen ist, zeigte sich erst 24 Stunden später beim Blick auf die Ergebnisse der Regionalliga. Im schlimmsten Fall hätte der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz zwei Punkte betragen – jetzt sind es sieben. „Das war“s“, sagte der Präsident Dirk Eichelbaum; danach bekam die Mannschaft zwei freie Tage. „Doch von Montag an arbeiten wir konzentriert auf die letzten drei Spiele hin“, sagte der scheidende Trainer Robin Dutt. Die neue, alte Zielsetzung lautet: mindestens Platz sechs.

Daneben soll der künftige Kader komplettiert werden: „Wir wollen uns in jedem Mannschaftsteil verstärken“, sagte der neue Trainer Peter Zeidler, der auch unter den Zuschauern war. Eine Option für die Innenverteidigung ist Patrick Hildebrandt (23), der mit dem Absteiger FK Pirmasens beim Gastspiel vor drei Wochen positiv aufgefallen war und weiter in der Regionalliga spielen möchte ( Interessenten sind auch Elversberg und der designierte Aufsteiger Oggersheim); dazu könnte Zeidler noch einen Mittelfeldspieler aus Nürnberg mitbringen – und im Sturm hat der Kandidat Nico Beigang (Darmstadt) am Wochenende mit drei Toren überzeugt. „Zu alledem kommt am Ende vielleicht noch ein Neuer als Joker“, sagt Zeidler.

Stuttgarter Zeitung

U17 vor neuem Rekord in Oberliga – 2:1 in Reutlingen

Auch dieses Spiel konnte der neue Meister und Aufsteiger in die B-Junioren-Bundesliga erfolgreich gestalten.
Es war bereits der 19. Punktspielsieg in dieser Saison – zum Rekord in der B-Junioren-Oberliga fehlt nun nur noch ein Sieg gegen den FV Villigen am kommenden Samstag!

Gegen den SSV Reutlingen begann man gleich hellwach und konnte auch die erste Torchance eiskalt ausnutzen. Caglar Celiktas wurde von Spielführer Patrick Auracher auf die Reise geschickt und schob den Ball unter dem Torwart zur umjubelten Führung. Es waren gerade einmal zwei Minuten gespielt.
Dann die 4. Spielminute: wieder auf Zuspiel von Patrick Auracher wurde Alen Lehecka im Strafraum gefoult. Doch den fälligen Strafstoß schoß der Gefoulte nur gegen die Latte.
Danach hatten die Kickers noch ein paar gute Gelegenheiten, doch die Zuspiele in die Spitze wurden immer ungenauer. Und so kam der Gastgeber besser ins Spiel und hatte nach einigen Defensivfehlern dann auch die ersten gefährlichen Aktionen. Torwart Dennis Eiberle konnte sich so einige Male auszeichnen.
Kurz vor der Halbzeit dann doch noch das 2:0 für die Kickers – zu diesem Zeitpunkt eher etwas glücklich.
Nach Vorarbeit von Caglar Celiktas konnte sich Simon Brandstetter im Strafraum gekonnt durchsetzen und diesmal versenkte er den Ball im Netz.

Nach dem Wechsel zunächst ein ähnliches Bild, die Kickers spielten sich Chancen heraus, der SSV kam aber immer wieder bei Kontern gefährlich vor das Kickers-Tor.
Nach einer schönen Kombination scheiterte Caglar Celiktas am Torhüter der Gastgeber, ein Schuss von Fabio Leutenecker konnte vom Torwart noch über die Latte gerettet werden, und ab und zu spielte man es in Überzahl vor dem Tor auch etwas zu kompliziert.
Auch der SSV hatte Torchancen – und in der 65. Minute kamen sie auch zum verdienten Anschlusstreffer. Nach einem von zahlreichen Freistößen landete der plazierte Kopfball im langen Eck, Dennis Eiberle war geschlagen.

Die Kickers brachten die restliche Spielzeit aber ohne größere Probleme zu Ende und gewann letztlich verdient mit 2:1!

Am kommenden Samstag, 19.05.07 – endlich auf der Bezirkssportanlage – kann man nun den Oberliga-Rekord perfekt machen. Anschließend wird es die Wimpelübergabe geben!

Beim Heimspiel der Profis am 26.05.2007 gegen die TSG Hoffenheim wird die Mannschaft von Trainer Christian Isert dann auch eine Ehrung im GAZI-Stadion erhalten. Herzlichen Dank hier an den Manager Achim Cast, der dies ermöglicht.

Aufstellung:
Eiberle, Caliskan, Sifayin, Simic (40. Ricciardi), Abruscia (35. Leutenecker), Auracher, Kaya (40. Kühnert), Pala, Lehecka, Brandstetter (47. Kaiser), Celiktas.
Trainer: Christian Isert / Uli Busch

Tore:
0:1 Caglar Celiktas 2.
0:2 Simon Brandstetter 38.
1:2 Kopfball nach einem Freistoß 65.

Kickers-Juniorenteam

Rot für Salz – 2:7 Niederlage in Bahlingen!

2:0 führten die Blauen durch zwei Treffer von Marco Tucci, dann schaffte Bahlingen noch vor der Pause den Ausgleich. Kurz vor der Pause erhielt Torhüter Manuel Salz nach einer angeblichen Tätlichkeit die Rote Karte. Und die Blauen bekamen in der zweiten Spielhälfte fünf Gegentore. 2:7 Niederlage.

Trotz der deutlichen Niederlage belegen die Blauen weiterhin Platz Sieben der Tabelle. Nächstes Wochenende erwartet das Oberligateam den 1. FC Pforzheim.

Presse zu Stuttgarter Kickers – TSV 1860 München II (1:0)

Kollektives Aufatmen bei den Kickers

Der Fußball-Regionalligist ist nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen 1860 München II seine Abstiegssorgen wohl endgültig los

STUTTGART. Den Stuttgarter Kickers ist gestern Abend der erste Heimsieg im Jahr 2007 gelungen. Nach dem 1:0 (0:0) gegen den 1860 München II ist die Abstiegsangst auf der Waldau verflogen. „Wir haben Platz sechs als Ziel vor Augen“, sagt der Trainer Robin Dutt.

Von Joachim Klumpp

Der Tenor ist ganz klar gewesen: Hauptsache drei Punkte, hieß es bei den Stuttgarter Kickers gestern Abend nach dem hart umkämpften 1:0-Sieg gegen 1860 München II in der Fußball-Regionalliga. Womit die Mannschaft der Forderung des Präsidiumsmitglieds Walter Kelsch nachgekommen ist, der vor dem Spiel sagte: „Wir brauchen so schnell wie möglich 45 Punkte.“ Die haben die Kickers jetzt auf dem Konto – und damit nach menschlichem Ermessen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Wobei es fast schon grotesk anmutet, dass der aktuelle Tabellenvierte vor dem Spiel daran überhaupt noch Gedanken verschwenden musste. „Aber die Liga ist eben so ausgeglichen“, sagte der Kickers-Trainer Robin Dutt.

So konnten sich seine Mannschaft in der ersten Hälfte auch keine klaren Vorteile erspielen, geschweige denn Torchancen herausspielen. Ein Distanzschuss von Manuel Hartmann (wegen ihm saß Unterhachings Trainer Werner Lorant unter den 2280 Zuschauern) war die einzige Gelegenheit, während auf der Gegenseite David Yelldell einen Schuss von Holebas an die Latte lenken musste (16.).

Robin Dutt wollte auch gar nicht verheimlichen, „dass wir Probleme im Offensivbereich haben“. Auch wenn er zunächst gar mit drei Spitzen – Vaccaro und Gambo außen sowie Yildiz in der Mitte – antrat. Doch speziell beim Mittelstürmer ging nicht viel zusammen, wobei ihn Dutt ausdrücklich in Schutz nahm: „Er hat diese Position schon lange nicht mehr gespielt, da muss man auch mal einen Fehler verzeihen.“ Immerhin forcierten die Kickers nach der Pause mit einem verstärkten Mittelfeld den Druck, vor allem über die Flügel (Stierle und Parmak), lediglich der letzte tödliche Pass kam nicht an, sodass Dutt auf der Bank mutmaßte: „Heute hilft wohl nur eine Standardsituation.“

So war es denn auch. In der 75. Minute zirkelte Mustafa Parmak einen Freistoß aus knapp 30 Metern fast von der Seitenauslinie vor das Tor, der Ball ging an Freund und Feind vorbei – ins Netz. 1:0, der Siegtreffer. „Wir haben heute auch für den Trainer gspielt“, sagte der Torschütze später. Schließlich will man Robin Dutt einen angemessenen Abschied in Richtung Freiburg verschaffen. Und je besser der Tabellenplatz am Ende, desto größer auch die Akzeptanz an dessen neuem Arbeitsplatz. „Wir haben ein klares Saisonziel ausgegeben, das wollen wir auch erreichen“, betont Dutt. Platz sechs nämlich.

Der ist jetzt wieder realistisch, vor allem auch weil die Defensivabteilung der Kickers eine Stabilität gefunden hat. Dutt: „Das ist wichtig, wenn gewisse andere Dinge nicht stimmen.“ Vor allem Marco Wildersinn hat zum wiederholten Male eine gute Leistung abgerufen, schließlich traten die Gäste unter anderem mit dem bundesligaerprobten Juniorennationalspieler Nicky Adler an. Und der Manager Joachim Cast sagte denn auch: „Er hat ein Angebot, wir wollen ihn halten.“

Damit wären die Baustellen im aktuellen Kader weitgehend geschlossen. Jeder Spieler weiß, wo er dran ist. „Das ist in den letzten drei Spielen sicher nicht das schlechteste“, sagt Dutt. Vor allem wenn man wieder nach oben blickt.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Hartmann, Parmak, Akcay – Vaccaro (76. Kacani), Yildiz (60. Bischoff), Gambo (85. Steinle).

1860 München II: Rössl – Burkhard (78. Fink), Polak, Szukala, Schwarz – Baumgartlinger (85. Stahl), Duhnke, Eberlein – Adler, Schmitt, Holebas.

Schiedsrichter: Kristek (Büdingen).

Tor: 1:0 Parmak (75.).

Stuttgarter Zeitung

1:0 – Kickers beenden schwarze Heimserie

Stuttgart – Es war kein schönes Spiel, doch immerhin haben die Stuttgarter Kickers am Freitagabend wieder einmal ein Heimspiel gewonnen. Gegen den TSV 1860 München II hieß es am Ende 1:0 (0:0). Mit dem Kampf gegen den Abstieg dürften die Blauen damit nichts mehr zu tun bekommen.

VON JÜRGEN FREY

Es war wie so oft in den vergangenen Wochen, wenn die Kickers im Gazistadion antraten. Die an diesem Freitagabend 2280 Fans bekamen nicht unbedingt das zu sehen, was man einen Fußball-Leckerbissen nennen würde. Die Blauen taten sich schwer, es gab keinen, der das Spiel an sich riss, und Torchancen hatten Seltenheitswert. „Die Anspannung“, sagte Spielführer Jens Härter hinterher, „war groß.“

Nicht ohne Grund: Nach sieben Spielen mit nur einem Sieg mussten die Kickers den Blick plötzlich wieder nach unten richten – der Kampf gegen den Abstieg drohte zum Saisonfinale ein Thema zu werden. „Es war eine Situation auf Messers Schneide“, gab Manager Joachim Cast später zu.

Entsprechend groß war die Erleichterung, als im Gazistadion der Schlusspfiff ertönte. Kickers-Trainer Robin Dutt ballte die Fäuste, umarmte den Manager und schnaufte erst mal richtig durch. „Das war ein ganz wichtiges Spiel“, sagte der Coach. Ähnlich sahen es die Spieler. „Die Erleichterung ist groß“, sagte Mustafa Parmak, „jetzt können wir feiern.“

Das wäre dann zwar ein wenig übertrieben, aber vor allem Parmak hatte richtig Grund zur Freude. Der Mittelfeldspieler war der beste Mann bei den Kickers – und unterstrich dies durch seinen Treffer in der 75. Minute. Eigentlich war sein Freistoß als Flanke gedacht, doch der Ball segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Der Treffer sicherte den ersten Heimsieg der Kickers seit dem 10. Dezember 2006. Fünf Minuten später hätte Mustafa Akcay alles klar machen können, scheiterte aber frei stehend. Es waren so ziemlich die einzigen Torchanchen der Kickers, weshalb Dutt treffend analysierte: „Nach vorne hat die Durchschlagskraft gefehlt.“ In der Defensive sei seine Mannschaft aber gut gestanden.

Davon konnte sich auch Werner Lorant überzeugen. Der Trainer des Zweitligisten SpVgg Unterhaching wollte wohl ein Auge auf Manuel Hartmann werfen. Dass der Mittelfeldspieler der Kickers zum Abstiegskandidaten wechselt, ist mittlerweile aber eher unwahrscheinlich. Angeblich ist sich der 23-Jährige, dessen Abschied von den Kickers feststeht, mit dem Zweitligisten TuS Koblenz so gut wie einig.

Stuttgarter Nachrichten

Parmak: Endlich können wir mal wieder feiern

Die Stuttgarter Kickers fahren den ersten Heimsieg seit fünf Monaten ein – 1:0 gegen den TSV 1860 München II

Stuttgart – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat seine Tor-flaute beendet und nach fünf Monaten den ersten Heimsieg gefeiert. In einem schwachen Spiel gegen den TSV 1860 München II erlöste Mustafa Parmak seine Mannschaft mit einem direkt verwandelten Freistoß zum entscheidenden 1:0 (0:0). Zumindest bis heute sind die Stuttgarter wieder Vierter.

Von Beate Wockenfuß

Nachdem Parmak, der auffälligste Kickers-Spieler, in der 76. Minute Anlauf genommen und aus 30 Metern getroffen hatte, sprangen Trainer und Ersatzspieler von der Stuttgarter Bank auf und lagen sich in den Armen. Bis dahin hatten sie und die 2280 Zuschauer nicht viel gesehen, was sie zu Begeisterungsstürmen hinreißen konnte. „Es hat lange gedauert, aber jetzt können wir endlich mal wieder feiern“, freute sich der Torschütze. Auch Manager Joachim Cast war erleichtert: „Es wurde ja schon nach unten eng, wir wollten diese drei Punkte unbedingt.“Die Stuttgarter wollten nach drei Spielen ohne eigenen Treffer endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern, die Münchner brauchten noch Punkte für den Klassenverbleib. Doch was beide Mannschaften auf den Rasen legten, sah so gar nicht danach aus, als ob sie noch Ambitionen hätten. Wenig Tempo, kaum gescheite Spielzüge, dafür jede Menge Fehlpässe und viel Leerlauf. An Torchancen gab es im ersten Durchgang gerade einmal zwei zu verzeichnen. Zunächst lenkte Kickers-Keeper David Yelldell einen Schuss von José Holebas mit Mühe an den Pfosten (18.), kurz darauf schoss Stuttgarts Manuel Hartmann aus 20 Metern knapp am Gehäuse der Münchner vorbei.Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel, die besseren Möglichkeiten hatten noch die Gäste. Einmal zielte Zweitliga-Profi Nicky Adler nicht genau genug (71.), dann war Yelldell bei einem Freistoß von Alexander Eberlein zur Stelle (74.). Parmak machte es schließlich besser und krönte damit seine gute Leistung. Bezeichnend war jedoch, dass ein Mittelfeldakteur für das entscheidende Tor sorgte, die Angreifer um den erneut enttäuschenden Angelo Vaccaro setzten kaum Akzente. Die große Chance zum 2:0 vergab (Mittelfeldspieler) Mustafa Akcay neun Minuten vor Schluss.

Statistik
Stuttgarter Kickers: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Hartmann, Akcay – Parmak – Gambo (85. Steinle), Yildic (60. Bischoff), Vaccaro (77. Kacani).

TSV 1860 München II: Rössl – Burkhard (78. Fink), Polak, Szukala, Schwarz – Baumgartlinger (85. Stahl), Duhnke, Eberlein – Adler, Schmitt, Holebas.

Schiedsrichter: Kristek (Büdingen).

Zuschauer: 2280.

Tore: 1:0 Parmak (76.).

Gelbe Karten: Kacani / Burkhard.

Beste Spieler: Parmak / Adler.

Eßlinger Zeitung