5:1 Sieg im WFV-Pokal

Letztlich mit einem souveränen 5:1 Sieg nahmen die Kickers die Hürde SSV Ulm II. Dabei ging der Landesligist sogar mit 1:0 in Führung (14. ). Doch Tucci, Beigang und Parmak brachten die Kickers noch vor der Pause mit 1:3 in Front. Tucci mit seinem zweiten Treffer und Kacani stellten den Endstand her.

In der nächsten Runde spielen die Kickers beim Sieger des Oberliga-Duells Normannia Gmünd/VfL Kirchheim.

VfL Nagold trifft auf die Kleinen Blauen

VfL Nagold – SV Stuttgarter Kickers II (heute 17.45 Uhr). Der VfL Nagold hatte sich für die dritte Runde des Verbandspokals einen attraktiven Gegner gewünscht und diesen auch zugelost bekommen.

„Wir hoffen auf schönen Fußball. Egal wie es ausgeht, wir genießen es“, meinte VfL-Trainer Markus Holzberger zu der Pokalpartie am heutigen Mittwoch im Eugen-Breitling-Stadion gegen die Kleinen Blauen, den Oberligisten aus der Landeshauptstadt. Zu verlieren haben die Nagolder praktisch nichts. Die Gäste aus Degerloch kommen als klarer Favorit in den Schwarzwald, das freilich stört die Nagolder wenig. Sie können völlig locker in das Duell mit den Stuttgartern gehen.

Zwei Siege im Pokal und zwei in der Landesliga, die Bilanz der jungen Nagolder Mannschaft aus den vergangenen dreieinhalb Wochen kann sich sehen lassen. Zudem wäre eine Niederlage für die Nagolder gegen den zwei Ligen höher angesiedelten Gegner alles andere als ein Beinbruch. Andererseits könnte eine Überraschung die Mannschaft aus Nagold für ihre künftigen Aufgaben in der Landesliga noch mehr beflügeln. Für den Kickers-Trainer Björn Hinck ist der VfL Nagold eine praktisch unbekannte Mannschaft. Dass sein Team als klarer Favorit in ein Pokalspiel geht, ist nichts Neues, auch nicht, dass praktisch alle Gegner heiß auf die Kickers sind. „Wir sind immer unter Druck und müssen in jedem Spiel unser Bestes geben. Für uns gibt es keine leichten Gegner, in der Landesliga wird auch guter Fußball gespielt.“

Björn Hinck ist seit November 2003 Trainer bei den Kickers. Derzeit betreut er die mit knapp 20 Jahren Durchschnittsalter jüngste Mannschaft der Oberliga Baden-Württemberg. Seine Aufgabe ist es, die jungen Spieler, zahlreiche Eigengewächse und Spieler aus der Umgebung, an größere Aufgaben heranzuführen, sprich, für die erste Kickers-Mannschaft fit zu machen, die eine Etage höher in der Regionalliga angesiedelt ist. Einer dieser Spieler, die diesen Sprung geschafft haben, ist der ehemalige Ergenzinger Sven Sökler. Das Ziel von Björn Hinck in der Oberliga ist der Klassenerhalt.

Für die Spiele der ersten Mannschaft im Pokal gegen die Stuttgarter Kickers und für alle Heimspiele in diesem Jahr stehen den Stadionbesuchern genügend Parkplätze zur Verfügung. Wie von der Fußball-Abteilung des VfL Nagold gemeldet wird, ist das Tor des Parkplatzes der Firmen Digel und Aldi an der Calwer Straße an allen Landesliga-Heimspieltagen des VfL Nagold für die Fans geöffnet.

Schwärzwälder Bote

Vorberichte WFV-Pokal: SSV Ulm II – Stuttgarter Kickers

Kickers heute im WFV-Pokal
Spielpraxis sammeln

STUTTGART (ump). Die dritte Runde heute (18.30 Uhr) im Fußball-WFV-Pokal kommt dem Kickers-Trainer Peter Zeidler zwar nicht gelegen, aber immerhin kann er beim SSV Ulm II die Rekonvaleszenten Parmak und Akcay testen sowie Yildiz zumindest auf die Bank setzen. Mit allen drei Profis absolvierte er am Samstag noch einen Waldlauf, heute Vormittag stehen Laktatmessungen auf dem Programm, so dass das Training künftig noch individueller gestaltet werden kann. Wobei Zeidler mit den Übungseinheiten zufrieden ist, mit den Auftritten im Spiel indes nicht. „Da müssen wir konstanter werden“, sagt er.

Beim Landesligisten Ulm, der übrigens von Janusz Gora trainiert wird, steht heute nicht nur das Weiterkommen im Mittelpunkt, daneben sollen auch die Akteure mit weniger Spielpraxis, wie Rapp, Deigendesch oder Beigang im Rhythmus bleiben. Trotz allem will der Regionalligist versuchen, im Falle eines Sieges die für den 5. September terminierte nächste Runde (gegen den Sieger aus der Partie Normannia Gmünd gegen VfL Kirchheim) zu verlegen. „Die Planung mit den vielen englischen Wochen ist insgesamt sicher nicht glücklich“, sagt Zeidler. Wobei die Stuttgarter Kickers ein spezielles Handicap haben: Die zweite Mannschaft ist parallel dazu ebenfalls noch im Pokal vertreten – morgen (17.45 Uhr) beim VfL Nagold.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Parmak und Akcay im Pokal am Ball

Stuttgart (jüf) – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers spielt am heutigen Dienstag (18 Uhr) beim SSV Ulm 1846 II um den Einzug ins WFV-Pokal-Achtelfinale. Trainer Peter Zeidler wird die zuletzt angeschlagenen Mustafa Akcay und Mustafa Parmak von Beginn an bringen. Auch die Reservisten Manuel Salz, Marcel Rapp, Benedikt Deigendesch und Nico Beigang werden in der Anfangself stehen. Die Blauen feiern in Ulm ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Spieler Janusz Gora. Der 44-jährige Pole trainiert seit diesem Sommer den Landesliga-Aufsteiger. „Er hat eine gute Truppe“, sagt Zeidler, „doch wir sind stark genug, um eine Runde weiterzukommen.“

Stuttgarter Nachrichten

Kickers: 3.Runde im wfv-Pokal beim SSV Ulm II 
  
In der dritten Runde muss die Regionalligamannschaft der Stuttgarter Kickers am morgigen Dienstag um 18.30 Uhr bei der zweiten Mannschaft des SSV Ulm 1846 antreten. Das Spiel findet auf einem Nebenplatz des Donaustadions statt. Die von Janusz Gora trainierten Ulmer spielen in der Landesliga und bezwangen in den ersten beiden Runden die Ligarivalen SV Göppingen und TSV Köngen mit 1:0 bzw. 2:1.

Trotz dem erheblichen Klassenunterschied werden die Blauen diesen Gegner nicht unterschätzen und wollen genauso konzentriert an die Aufgabe herangehen wie zuletzt in Jungingen oder Dürnau. Trainer Peter Zeidler dürfte erneut jenen Spielern eine Chance geben, die noch nicht zur Stammformation gehören, aber sich einen Stammplatz erkämpfen wollen. Spieler wie Marcel Rapp oder Benedikt Deigendesch hoffen also das Vertrauen von Trainer Peter Zeidler zu erfüllen und versuchen sich mit einer guten Leistung zu empfehlen.

Offizielle Homepage

Eltinger A-Jugend gegen die Kickers

Leonberg (red). Die A-Jugend-Fußballer des TSV Eltingen treffen heute Abend in einem Freundschaftsspiel auf die B1-Jugend der Stuttgarter Kickers. Der TSV Eltingen hat sich in diesem Jahr den Aufstieg in die Verbandsstaffel gesichert. Die Mannschaft von Irsen Latifovic, der inzwischen die erste Mannschaft trainiert, krönte damit eine hervorragende Saison. Sie hat den Abstieg der ersten Mannschaft in die Kreisliga A wenigstens halbwegs vergessen gemacht. Jetzt warten Gegner wie die TSF Ditzingen auf die Eltinger, die am 14. September mit einem Auswärtsspiel bei der SpVgg Feuerbach in die neue Runde starten. Das Vorbereitungsspiel gegen die Stuttgarter Kickers wird heute um 18.30 Uhr angepfiffen.

Stuttgarter Nachrichten

Presse zu TSG Hoffenheim II – Stuttgarter Kickers II

Manchmal reicht auch einem noch so besonnenen Menschen, wie Trainer Björn Hinck von den Stuttgarter Kickers II einer zu sein scheint, eine Nacht nicht aus, um seinen Ärger zu verdauen. Dabei ist es weniger die 1:2-Niederlage bei der zweiten Mannschaft von Hoffenheim, die Hinck wütend machte, als vielmehr eine Szene, die sich beim Stand von 1:1 zutrug.

Der Exbundesligaprofi von Hertha BSC und Hansa Rostock, Dennis Lapaczinski, trat dem Kickers-Spieler Marcel Ivanusa dermaßen rüde in den Knöchel, dass für Ivanusa die Partie umgehend beendet war. „Ich hoffe für Marcel, dass es nur eine starke Prellung ist“, sagt Hinck, der nicht verstehen kann, dass es für diese Szene keine Rote Karte gab. Diese sah dafür wenig später der Kickers-Verteidiger Fabio Accardi für ein Foul im Strafraum. So passte es irgendwie ins Bild, dass die Kickers durch einen Elfmeter, den Kai Herdling nach 77 Minuten verwandelte, dieses Spiel noch verloren haben.

Stuttgarter Zeitung

Weniger über das Ergebnis als vielmehr über ein Foul ärgerte sich Björn Hinck, Coach der Stuttgarter Kickers II, nach dem 1:2 bei 1899 Hoffenheim II: Dennis Lapaczinski hatte Marcel Ivanusa von den Beinen geholt. „Er hatte eine Verletzung in Kauf genommen. Das regt mich wahnsinnig auf“, sagte Hinck. Lapaczinski sah nur Gelb. Ivanusa musste raus. Die genaue Diagnose seiner Knöchelverletzung steht noch aus.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers-Nachwuchs holt 0:2-Rückstand auf

Stuttgart (jüf) – Die Stuttgarter Kickers haben am ersten Spieltag der Junioren-Bundesliga beim 1. FC Kaiserslautern nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2 geholt. Trotz der Aufholjagd vor 200 Zuschauern war der neue Kickers-Chefcoach Stefan Minkwitz keineswegs rundum glücklich: „Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit dem Spiel mehr als unzufrieden.“ In seinem Team herrschte lange Zeit keine Ordnung. Es leistete sich viele Fehlpässe. Logische Folge: die Gegentore durch Vllaznim Dautaj (34.) und Ricky Pinheiro (54.). Minkwitz stellte um, ließ seine Elf mit drei Spitzen stürmen und wurde belohnt: Der eingewechselte Hüseyin-Ali Pala (64.) und Simon Brandstetter (86.) trafen. Bester Mann bei den Blauen: Torwart Julian Hauser.

Stuttgarter Nachrichten

Presse am Montag nach dem Siegen-Spiel

Die Suche nach Gambos Position

Der Ghanaer unterstreicht in 45 Minuten gegen Siegen seine Bedeutung für die Stuttgarter Kickers

STUTTGART. Es läuft noch nicht alles rund bei den Stuttgarter Kickers. Das haben vor allem die ersten 45 Minuten am Freitag gegen Siegen gezeigt. Und das wissen auch die Verantwortlichen. „Das Mittelfeld ist der Knackpunkt“, sagt der Manager Joachim Cast.

Von Joachim Klumpp

Bereits Mitte der ersten Hälfte war Bashiru Gambo am Freitagabend kurz in die Kabine gelaufen, um sich um den angeschlagenen Ellenbogen zu kümmern und auf einen möglichen Einsatz gegen die Sportfreunde Siegen (1:1) bereitzumachen. Der kam dann – unmittelbar nach der Pause. Was der Trainer Peter Zeidler so begründete: „Ich war einfach der Meinung, es ist besser, wenn er heute nur 45 Minuten spielt.“ Und wo? Auf der rechten Außenbahn, was nun nicht unbedingt seine Stärke ist. Doch der Manager Joachim Cast sagt: „Gambo kann überall im Mittelfeld und Angriff spielen. Das ist sein Vorteil.“ Oder auch nicht. Durch die Vielseitigkeit fehlt ihm gewissermaßen eine Stammposition, auf der er sich unersetzlich macht. Was ihn wiederum anfällig für Wechsel macht. Wie zum Beispiel am Freitag, als er auf die Bank musste. „Aber wir haben das ja noch korrigiert“, sagte Zeidler. Nach dem Motto: hinterher ist man schlauer.

Wobei Bashiru Gambo nach dem starkem Saisonauftakt in Ingolstadt in den Partien gegen Regensburg sowie Pfullendorf keineswegs so überzeugend gespielt hätte, dass sein Einsatz Pflicht gewesen wäre. Umso mehr überzeugte der Ghanaer in den zweiten 45 Minuten gegen Siegen, da demonstrierte er eindrucksvoll, dass er in der Fußball-Regionalliga ein überdurchschnittlicher Spieler ist. Mit diversen Vorzügen: er kann den Ball halten, die Mitspieler einsetzen – und auch was auf eigene Faust riskieren. Ganz zu schweigen von seinem kämpferischen Einsatz, über den der Extrainer Robin Dutt mal gesagt hat: „Ich habe noch keinen Afrikaner gesehen, der so in die Zweikämpfe geht.“ In dieser Form gehört der 28-Jährige in die Mannschaft. Fragt sich noch auf welcher Position.

Ein möglicher Ansatz wäre, Gambo hinter den beiden Spitzen im zentralen Mittelfeld einzusetzen. „Das ist schon meine Wunschposition“, sagt der Spieler, „aber der Trainer entscheidet.“ Zeidler weiß um die Befindlichkeiten des sensiblen Afrikaners, und er hat sehr wohl bemerkt, dass im Mittelfeld noch nicht alles nach Wunsch läuft. Vor allem Markus Ortlieb, der Neuzugang aus Wuppertal, hat das Spiel gegen Siegen nicht wie erhofft in den Griff bekommen. Deshalb könnte Marcus Mann ins defensive Mittelfeld rücken, wo er in Darmstadt meistens gespielt hat, und Gambo offensiver agieren.

Gedankenspiele zwar, doch auch der Manager Cast gibt zu: „Das Mittelfeld ist der Knackpunkt.“ In diesem Bereich haben die Kickers im Sommer schließlich die meisten Umstellungen gehabt. Vor allem der Abgang von Manuel Hartmann (TuS Koblenz) schmerzt an allen Ecken und Ende, dazu sind spielstarke Akteure wie Laszlo Kanyuk oder Thomas Weller nicht mehr dabei, auch wenn die beiden vergangene Saison keineswegs immer erste Wahl waren.

Dennoch hat die aktuelle Mannschaft noch Luft – oder besser Potenzial – nach oben. Neben Gambo fehlte zuletzt auch Mustafa Parmak, der auf den Flügeln wie zentral spielen kann. „Er ist gesund, aber nicht fit“, hat Zeidler nach dem Spiel gesagt und damit verdeutlicht, in Sachen körperlicher Fitness erst gar keine Kompromisse zu machen: „Das müssen die Spieler akzeptieren.“

Deshalb muss sich Parmak erst einmal morgen im WFV-Pokal bei der zweiten Mannschaft des SSV Ulm empfehlen, genau wie Mustafa Akcay. Ein Schaulaufen, das Bashiru Gambo erspart bleiben dürfte, dank seines starken Auftritts gegen Siegen. Wenn auch nur über 45 Minuten.

Stuttgarter Zeitung

„Es gibt keine Freifahrscheine“

Kickers-Präsidiumsmitglied über Konkurrenz und Schwankungen im Team

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers zeigen in der bisherigen Regionalligasaison schwankende Leistungen: „Wir brauchen eine bessere Ordnung und mehr Ruhe im Spiel“, sagt Walter Kelsch, das für den sportlichen Bereich zuständige Präsidiumsmitglied.

Herr Kelsch, würden Sie uns hartnäckig widersprechen, wenn wir behaupten, die erste Hälfte am Freitag gegen die SF Siegen war so ziemlich das Schlechteste, was eine Kickers-Elf je in Degerloch abgeliefert hat?

Ich kann nur diese und die vergangene Runde bewerten. Aber klar ist, diese 45 Minuten waren alles andere als gut. Wir haben richtig schlecht gespielt, und Siegen war uns spielerisch klar überlegen. Doch zum Glück kämpfte sich unser Team ins Spiel zurück, überzeugte und holte hochverdient ein 1:1.

Wie erklären Sie sich diese zwei Gesichter der Kickers in dieser Saison?

Zum einen darf man nicht vergessen, dass drei der vier bisherigen Gegner richtig dicke Brocken waren. Ich bin sicher, der FC Ingolstadt, Jahn Regensburg und Siegen werden um den Zweitliga-Aufstieg mitspielen. Zum anderen liegen die Schwankungen an uns selbst: Sieben Gegentore zeigen, dass wir in der Defensive ein Problem haben. Außerdem fehlt es der jungen Truppe in schlechten Phasen an Konzentration, Ruhe, Ordnung und Bewegung. Daran arbeiten wir.

Mittelfeldstratege Markus Ortlieb gehört zu den Erfahrenen – und steht besonders in der Kritik.

Die letzten zwei Spiele liefen für ihn nicht gut. Aber er bekommt es in den Griff.

Bashiru Gambo saß vor der Pause nur auf der Bank, Mustafa Parmak war nicht einmal im Kader. Können es sich die Kickers leisten, gerade zu Hause auf solch spielerisch starke Leute zu verzichten?

Unser Trainer ist ein absoluter Fachmann. Parmak war zwar gesund, aber noch nicht fit. Gambo spielte in Pfullendorf sehr schlecht. Er muss seine Leistung in jeder Partie abrufen und nicht nur alle drei Wochen. Bei uns gibt es keine Freifahrscheine. Es herrscht ein Konkurrenzkampf wie noch nie. Zumal sich die Jungen mit Herz und Leidenschaft voll reinhängen.

Wie etwa Senkrechtstarter Sokol Kacani.

Der Junge ist vom Einsatz her ein absolutes Vorbild.

Zum Schluss eine Frage weg vom Sportlichen: Sind die Kickers darauf vorbereitet, wenn Ex-Präsident Hans Kullen am Saisonende die Rückzahlung seines Darlehens in Höhe von etwa 460 000 Euro fordert?

Ja, wir sind vorbereitet. Wir haben Konzepte, die greifen würden. Zu gegebener Zeit werde ich sagen, welche das sind.

Fragen von Jürgen Frey

Stuttgarter Nachrichten

Spielverderber statt Spielgestalter

Das Mittelfeld entpuppt sich bei den Stuttgarter Kickers als Problemzone

Von Carlos Ubina

Stuttgart – In den vier bisherigen Spielen der Fußball-Regionalliga hat es den Stuttgarter Kickers an Konstanz gefehlt. „Wir sind noch in der Entwicklung“, erklärt Trainer Peter Zeidler den Umstand, dass selbst die Leistungen innerhalb von 90 Minuten schwankend sind. Beim 1:1 gegen die SF Siegen zeigte sich dabei eine Problemzone: das Mittelfeld .

Peter Zeidler ließ es sich nicht nehmen, auf die Unterschiede zu verweisen. Also nahm der Kickers-Trainer die Mannschaftsaufstellungen und ratterte bei den Siegenern die Spielernamen und einige ihrer Stationen herunter. Mit Enrico Gaede (Hansa Rostock), Daniel Bogusz (Arminia Bielefeld) und Leandro Escudero (Tiro Federal Rosario/erste argentinische Liga) seien nur drei genannt. Nun ist es nicht so, dass die Gäste im Gazistadion auf eine übermäßige Zahl an Erst- und Zweitliga-Einsätze kommen. Zusammengenommen ergibt diese Ansammlung in der Regionalliga aber eine ansehnliche Qualität. „Und bei uns kommen die Spieler aus Illertissen und Ergenzingen“, sagt Zeidler.

45 Minuten lang waren die Unterschiede zwischen den Stuttgartern und den Siegenern nicht nur auf Papierform beachtlich, sondern ebenso auf dem Rasen. Besonders im Mittelfeld kombinierte sich der Tabellenvierte durch die Kickers-Reihen, größeren Widerstand gab es nicht „Da waren wird zu romantisch“, sagt Zeidler und reagierte. Personell mit zwei neuen Kräften auf den Außenbahnen (Bashiru Gambo und Saban Genisyürek), taktisch mit einer Umstellung. Markus Ortlieb und Marcus Mann formierten sich nebeneinander statt wie zuvor hintereinander.

Die Zentrale im Kickers-Spiel blieb dennoch der neuralgische Punkt. Der Ausgleich durch Sokol Kacanis Kopfball vertrieb aber die Unsicherheit (47.). Mit Engagement stemmten sich die Gastgeber gegen die Ballkunst der Siegener, die durch Bogusz in Führung gegangen waren (17.). Es zeigte sich, welche Rolle die „Blauen“ einzunehmen in der Lage sind: die des Spielverderbers statt des Spielgestalters.

Für die Position hinter den Spitzen empfahl sich zwar Gambo – mit dem Ghanaer kamen mehr Schwung und Struktur in die Aktionen – und in Mustafa Parmak verfügen die Kickers über einen weiteren spielstarken Mann. Aber der Coach denkt an das Gefüge. Das Duo ist noch nicht fit und Zeidler verzichtete deshalb ganz auf Parmak. „Wir müssen weiter fleißig arbeiten und lernen“, nennt der Trainer sein Credo. Dann wird auch der Abstand zwischen Illertissen und Rostock schrumpfen.

Eßlinger Zeitung

Sportfreunde und die Elfmeter: Das Warten auf den ersten Pfiff

Siegen. „Ich weiß von nichts, mein Name ist Hase. Was meinst du?“ Mit diesen Worten reagierte Robert Wulnikowski am Freitagabend nach dem 1:1 bei den Stuttgarter Kickers auf die Frage, was sich der Sportfreunde-Keeper bei seiner „Kahn-Aktion“ gegen den kleinen Gerrit Müller denn wohl gedacht hatte.

Nach einem Eckball von der linken Seite war der kleine Ex-Karlsruher am kurzen Pfosten einfach nicht groß genug, um den Ball mit dem Kopf klären zu können. Die Kugel segelte ungehindert in den Fünfmeterraum, was Wulnikowski auf die Palme brachte.

Auch mal laut werden Auch Trainer Ralf Loose spielte auf dem Rasen des Gazi-Stadions eher den Unwissenden. „Ich weiß nicht, was ihr meint…“ Ein Torhüter, so erinnerte sich der Coach wenig später dann doch an die Szene, dürfe auch mal laut werden.

Eine Äußerung, die wenig später auch Enrico Gaede von sich gab. Was denn wohl gewesen wäre, wenn er selbst so angeraunzt und angegangen worden wäre? Ob es dann auch diese moderaten Töne gegeben hätte?

Das hatte jedenfalls schon handgreifliche Züge, was der an diesem Freitag selbst nicht fehlerfreie Torwart-Hüne da produzierte. Denn beim 1:1-Ausgleich war er vergeblich an die Fünfmeter-Linie geeilt. Den Eckball, den Sascha Benda Sekunden nach dem Seitenwechsel auf den Kopf von Torschütze Sokol Kacani drehte, hatte Wulnikowski falsch berechnet.

Fehlgriff Ein Fehlgriff, den wir dem Keeper indes nicht ankreiden wollen. Denn seine Leistungen waren bislang überdurchschnittlich. Ob das allerdings zu solchen Entgleisungen berechtigt? Kaum. Zumal Müller als kleinster Sportfreunde-Akteur weder vorne noch hinten ein Kopfball-Ungeheuer sein kann.

Allzu viel sollte dennoch nicht in diese Aktion hinein interpretiert werden.

Heilsame Wirkung Und vielleicht diente sie ja auch insgesamt dazu, die wacklig gewordenen Reihen in Stuttgart wieder auf Linie zu trimmen. Manchmal haben drastische Maßnahmen ja auch durchaus heilsame Wirkung.

Wenig Glück haben die Sportfreunde in diesen ersten Spielen mit Elfmetern. Schon beim Auftaktspiel gegen die Münchener Löwen warteten Akteure und Zuschauer vergblich auf zwei Pfiffe. In Frankfurt beschwerte sich Enrico Gaede vergeblich und musste sich am Ende vom Unparteiischen die Frage gefallen lassen: „Mal ehrlich, der hat sie doch gar nicht berührt…?“

Stürmer-Schwalbe?

Am Freitag war Gerrit Müller derjenige, der in den Augen des Schiedsrichters zu leicht in Richtung Grasnarbe sank. Beim dritten Mal sah er dafür sogar die Gelbe Karte. Augen- und Ohrenzeugen am Spielfeldrand wollte spätestens bei dieser dritten Aktion gegen Müller ein „verräterisches Klatschen“ gehört haben, was den elfmeterreifen Fall herbeigeführt haben soll.

Ralf Loose, der die Richtigkeit der „Schwalben-Entscheidung“ anzweifelte, hielt sich mit Schelten gegenüber dem Unparteiischen Roland Greth aus dem bayerischen Menning aber tunlichst zurück. Mal gespannt, wann es die erste Elfmeter-Entscheidung für die Sportfreunde gibt.

Assoumani-Gelb Dafür hatten die Stuttgarter Zuschauer nach einem Auftritt von Mansour Assoumani im Kickers-Strafraum die Rote Karte gegen den Franzosen gefordert. Torhüter David Yelldell war gegen das Knie des Siegener Neuzugangs geprallt und benommen liegen geblieben. Da war selbst die Gelbe Karte wegen eines angeblich langen Beins eine zu harte Bestrafung.

Am Freitag steigt das nächste Spiel. Zu Gast ist die SV Elversberg aus dem Saarland. Deren Manager Eugen Hach saß am Freitag auf der Tribüne des Gazi-Stadions und machte sich eifrig Notizen. Mal sehen, was er mit ihnen am kommenden Freitag ausrichten kann, wenn sein Team im Leimbachstadion antritt.

Personell – das kann wohl schon angedeutet werden – wird sich kaum was ändern.

Westfalenpost

Niederlage zum Auftakt

Die U17 der Stuttgarter Kickers startete mit einer unglücklichen 2:3 Niederlage gegen Eintracht Frankfurt in die neue Junioren-Bundesliga. Dabei lagen die Kickers bereits zur Pause mit 0:2 zurück und konnten durch zwei verwandelte Fouelmeter durch Wlasios Kotaidis lediglich Ergebnis-Kosmetik betreiben. Hakan Arslan erhielt in der 50. Spielminute zudem wegen einer Notbremse die Rote Karte.

Am kommenden Samstag treten die Kickers beim SC Freiburg an.

Spielbericht hierzu auf der Kickers-Jugendseite.