Kickers II unterliegen Waldhof Mannheim in letzter Minute

Die Mannheimer mit dem druckvolleren Beginn, die Kickers kamen erst nach zwanzig Minuten besser ins Spiel. Die größten Chancen in der ersten Spielhälfte hatten Mijo Tunijc, dessen Schuss der Mannheimer Keeper Daniel Tsiflidis noch parieren konnten (12. Minute) sowie Daniel Reule, der den Ball aus zwei Metern über das leere Tor jagte (26. Minute).

Der Führungstreffer für die Kickers dann kurz vor der Halbzeit. Franco Petrusos Zuspiel auf den alleinstehenden Srdan Stevanovic konnte dieser mit einem Schuss aus 16 Metern zum 0:1 Halbzeitstand verwandeln (45. Minute).Vor 2560 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion war ein Spiel zweier Fussballgenerationen. Auf Seiten der Waldhöfer kamen zehn Spieler mit Bundesliga- und Zweitligaerfahrung zum Einsatz, bei den Kickers ein Spieler, der sein erstes und ein weiterer Spieler, der sein zweites Oberligaspiel bestritt. Nicht weniger als 15 Spieler der Kickers waren jünger als der jüngste Mannheimer Spieler und der Altersdurchschnitt (27,2 Jahre) liegt um fast acht Jahre über dem der “kleinen Blauen” (19,7 Jahre).

Nach der Pause zeigten sich die Waldhöfer dann noch druckvoller und gleich in der ersten Spielminute der zweiten Hälfte rettete Kickers-Keeper Julian Hauser vor Daniel Reule. Der 17jährige Julian Hauser bestritt sein erstes Oberligaspiel und zeigte eine sehr gute Leistung, konnte aber sowohl den Ausgleich für den SVW in der 80.Spielminute durch Dennis Weiland, noch das Siegtor in der letzten Spielminute durch Mattias Örum verhindern.

“Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen, sie haben ein leidenschaftliches Spiel gezeigt. Die Mannheimer haben mit zwei Standardsituationen das Spiel entschieden,” so Kickers-Trainer Björn Hinck bei der anschließenden Pressekonferenz.

Offizielle Homepage

Kickers – KSV Hessen Kassel 0:2 (0:1)

Die Kickers schafften auch im dritten Heimspiel der Saison nicht den erhoffenen Heimerfolg. Gegen den KSV Hessen Kassel verlor die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler vor 3.190 Zuschauer im GAZi-Stadion auf der Waldau mit 0:2 (0:1) Toren. Die Blauen zeigten dennoch ihr bestes Heimspiel in diesem Jahr, nutzten aber ihre Chancen nicht. Die Gäste gingen mit der ersten Möglichkeit durch Erich Strobel völlig unerwartet in Führung (41.), einen der beiden Konter schloss Jan Fisser zum 0:2 Endstand ab (85.).

Zur Aufstellung:

Vor David Yelldell im Kickers-Tor spielten heute Sascha Benda, Jens Härter, Marcel Rapp und Oliver Stierle in der Abwehrreihe. Im Mittelfeld bekam erstmals Bendikt Deigendesch seine Chance von Beginn an, er spielte zentral mit Markus Ortlieb zusammen. Auf den Flügeln liefen Dominique Rodrigues und Bashiru Gambo auf, vorne im Sturm Angelo Vaccaro und Sokol Kacani. Trainer Peter Zeidler mussten auf die verletzen oder angeschlagenen Spieler Moritz Steinle, Mustafa Akcay und Nico Beigang verzichten. Auf der Bank nahmen zunächst Mustafa Parmak, Marcus Mann, Recep Yildiz, Marco Tucci und Sven Sökler Platz.

Der Spielverlauf:

In der chancenarmen ersten Halbzeit waren die Kickers von Anfang an bissig in den Zweikämpfen. Die Gegenspieler wurde eng gedeckt, die Mannschaft versucht schon früh in Ballbesitz zu kommen. Doch Kassel zog sich weit zurück und überließ den Kickers das Spiel. Bereits in der 11. Minute zeigten die Kickers einen wunderschönen Angriff, als der Ball aus der Abwehr heraus über mehrere Station direkt nach vorne getragen wurde. Bashiru Gambo schickte Sokol Kacani schließlich steil, bis er freistehend ca. 12 Meter rechter Position zum Abschluss kam. Sein Flachschuss sprang vom den linken Pfosten wieder zurück an die Strafraumgrenze, wo Dominique Rodrigues leider völlig verzog und sein Nachschuss weit über dem Tor landete. Beide Male stand aber Angelo Vaccaro frei, schade dass ihn seine Mitspieler nicht gesehen hatten. Sokol Kacani wurde in der 20. Minute wieder direkt freigespielt, sein Linksschuss parierte Oliver Adler im Gästetor aber sicher.
Nach der guten Anfangsphase ließ der Spielfluß bei den Degerlocher leider nach. Die Kickers taten sich wieder schwer, das Spiel zu machen. Die Gäste machten ab der Mittellinie dicht und lauerten auf die Fehler der Blauen, die heute aber viel konzentrierter spielten. So wurde der Ball zwar häufig hinten über die Abwehrreihe gespielt, doch zumindest blieben sie so in Ballbesitz und es kam nicht zu unnötigen Ballverlusten oder Fehlpässen.
In der 40. Minute musste dann Trainer Peter Zeidler wechselt, für den am Oberschenkel verletzten Bashiru Gambo kam Mustafa Parmak in die Partie. Nur 60 Sekunden später gingen die Gäste mit ihrer ersten Chance in Führung. Bei einem langen Diagonalball ließ Sascha Benda im Rücken Denis Berger laufen, der auf den Grundlinie seine Flanke an David Yelldell vorbei auf den zweiten Pfosten zog, wo Erich Strobel mutterseelenallein stand und volley zum 0:1 vollstreckte. Diesen Schock mit dem unerwarteten Rückstand nahmen die Kickers auch in die Pause.

Zur zweiten Hälfte kam Marcus Mann für Sascha Benda in die Partie, Markus Ortlieb rückte dafür auf die rechte Abwehrseite. Nach gut einer Stunde hatten Marcus Mann per Kopf nach einem Freistoß von Mustafa Parmak die erste Möglichkeit, doch sein Kopfball war zu unplatziert. In der 64. Minute setze sich Mustafa Parmak auf der rechten Seite mit einem tollen Solo durch, flankte in der Rückraum auf Dominique Rodrigues, der mit seinem schwächeren rechten Fuß abzog, doch sein Schuss war leider zu harmlos, so dass der Gästekeeper mit einer schönen Flugeinlage den Ball abfangen konnte.

Wied er nur wenige Minuten später war es erneut Mustafa Parmak, der über rechts viel Druck machten, dann nach außen auf den aufgerückten Markus Ortlieb passte. Dieser flankte scharf in die Mitte, wo Sokol Kacani am Höchsten stieg. Seinen Kopfball setzte er als Aufsetzer, doch sprang der Ball von der Unterkante der Latte wieder heraus. Der Abpraller landete bei Angelo Vaccaro, der mit einem Drehschuss aus fünf Metern sofort abzog, doch sein Schuss köpfte Kassels Willens tatsächlich noch von der Linie. Beim dritten Versuch zog Marcus Mann aus dem Rückraum ab, doch die Gästeabwehr rückte schnell auf, so dass mehrere Kickers-Spieler im Abseits standen.
Wieder nur Zeigerumdrehungen später die nächste Möglichkeit für die Blauen. Nach einer Parmak-Ecke brachte Benedikt Deigendesch einen geklärten Ball wieder zurück in den Strafraum, doch wieder rückte die Gästeabwehr schnell heraus, so dass das Tor von Sokol Kacani korrekterweise keine Anerkennung fand (68.).
Eine Viertelstunde vor Schluss zappelte die Kugel wieder im Netz, doch wieder zählte es nicht. Mustafa Parmak steckte den Ball schön durch auf Angelo Vaccaro, doch noch zwei Gegenspieler versetze und Gästekeeper Adler tunnelte. Doch beim Pass stand der Italiener leider ein paar Zentimeter im Abseits, wie später im TV zu sehen war (75.).
Von den Gästen aus Hessen war bis dato überhaupt nichts zu sehen. Doch sie überstanden diese Druckphase der Kickers viel mit Glück und auch Geschick ohne Gegentreffer und setzten dann ihren ersten Konter. Der eingewechselte Daniel Müller zog an der Strafraumgrenze viel zu früh am, sein Schuss ging rechts oben am Tor vorbei (80.).
Auf der Gegenseite brannte es wieder im Strafraum der Hessen: Angelo Vaccaro setzte bei einem Ball nach, der Richtung Toraus ging nach, schlug die Kugel wieder in den Fünfmeterraum, doch vor Sokol Kacani brachte ein Gästeabwehrspieler wieder einen Fuß dazwischen (83.). Nur Sekunden später sah Gästeabwehrspieler Suslik wegen einem unnötigen Foula an der Mittellinie die Ampelkarte wegen wiederholtem Foulspiel.
Aber mit dem zweiten Konter und der eigentlich dritten wirklichen Chance im Spiel entschieden die Gäste aus Kassel aber die Partie. Gästetorjäger Thorsten Bauer erlief sich einen Befreiungsschlag, passte nach der Mittellinie diagonal auf Jan Fisser, der völlig freistehend vor David Yelldell zum Abschluß kam und links am Kickers-Schlußmann vorbei zum 0:2 traf. Der heute überhaupt nicht geprüfte Kickers-Torhüter war noch mit der Hand dran, doch war der Schuss zu stark (85.).
Doch auch in den letzten Minuten versuchten die Blauen nochmals alles. Der Ball von Angelo Vaccaro flog im Strafraum an Freund und Feind vorbei, auch Sokol Kacani und Mustafa Parmak verpassen knapp. Kurz vor dem Schlusspfiff landete ein Heber von Jens Härter noch auf dem Netz.
So konnte die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler auch ihr drittes Heimspiel nicht gewinnen, dennoch zollten die Fans der Mannschaft nach dem Schlusspfiff viel Applaus. Die Gäste nutzen ihre wenigen Chancen eiskalt und entführten damit alle drei Punkte.

Die Trainerstimmen:

Matthias Hamann: Wir sahen heute ein rassiges Regionalligaspiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. In der ersten Halbzeit sind wir nach den anfänglichen Druckphase der Kickers gut gestanden und haben eigentlich nur eine Chance zugelassen. Über unsere starke Mitte im Mittelfeld sind wir so zu unseren Möglichkeiten gekommen und haben uns die Führung verdient. In der zweiten Hälfte mussten wir einige brenzlige Situation überstehen, aber mit Glück und Geschick haben wir uns immer wieder rausgewunden. Schließlich konnten wir einen Konter setzen zum verdienten Sieg, Jetzt fahren wir freudig nach Kassel zurück.“

Peter Zeidler: „Ob der Sieg der Gäste heute verdient war, weiß ich noch nicht. Aber ich werde mir das Spiel nochmals in Ruhe anschauen. Wir haben gegen einen taktisch guten Gegner verloren, dennoch habe ich heute etliche positive Dinge gesehen. Auch wenn wir heute unbedingt gewinnen wollten und die Niederlage für unsere Fans nicht angenehm war, dennoch haben wir Beifall nach dem Schlusspfiff bekommen. Die Fans haben ein feines Gespür, und das sagt sicherlich viel aus über das heutige Spiel. Ich sah heute trotzdem eine Entwicklung nach oben. Aber das Ergebnis und die Niederlage zählen.“

Die Spielstatistik:

Kickers: Yelldell – Benda (46. Mann), Rapp, Härter, Stierle- Ortlieb, Rodrigues (77. Tucci), Deigendesch, Gambo (40.Parmak) – Vaccaro, Kacani – Trainer: Zeidler

Kassel: Adler – Suslik, Willers, Keim, Kümmerle – Beyer (76. Möller), Fießer, Busch, Berger – Th. Bauer (86. A. Schmidt), Strobel (65. Zinke) – Trainer: Hamann

Zuschauer:
3.190 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Torfolge:
0:1 Strobel (41.)
0:2 Fießer (85.)

Schiedsrichter:
Leicher (Weihmichel)
Gelbe Karten: Rapp, Kacani, Parmak – Keim, Bauer
Gelb-Rote Karte: Suslik (83., wiederholtes Foulspiel)

Offizielle Homepage

U17 – Heimspiel gegen den TSV 1860 München am Sonntag, 2.09. um 14 Uhr

Die U17 empfängt zum 2. Heimspiel der Saison den TSV 1860 München am kommenden Sonntag um 14 Uhr auf der Bezirkssportanlage Waldau.

Nach der Frankfurter Eintracht kommt also der nächste dicke Brocken auf den Kickers-Nachwuchs zu, waren die „Löwen“ noch vor wenigen Jahren Deutscher Meister in dieser Altersklasse!

Die Mannschaft von Trainer Christian Isert blieb in der Vorbereitung auf die B-Junioren-Bundesliga leider nicht von Verletzungen verschont.
Am Härtesten traf es Enes Karakoca, der sich beim Spiel gegen Frankfurt einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen hat. Gute Besserung auch auf diesem Weg!

Einige andere Spieler plagen sich bereits seit mehreren Wochen mit leichteren Verletzungen herum, so dass der Kader jede Woche sehr dezimiert ist. Benjamin Munz und Brian Hofmann konnten erst sehr wenige Einheiten absolvieren. Und auch Neuzugang Marc Mägerle trainiert bisher nur sehr sporadisch.

Trotzdem geht die U17 optimistisch in das Spiel gegen die Löwen aus München. Nach dem überraschenden, aber hochverdienten Sieg in Freiburg möchte man nun auch den ersten Heimsieg einfahren.

Sonntag, 02. September, 14:00 Uhr, Bezirkssportanlage Waldau
Kickers-Juniorenteam

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – Hessen Kassel

Zeidler sucht die Idealbesetzung

STUTTGART (ump). Vor dem Heimspiel morgen (14 Uhr) gegen Hessen Kassel schickt der Kickers-Manager schon mal eine Botschaft an allzu große Optimisten. „Letzte Saison haben wir zweimal gegen diesen Gegner verloren“, sagt Joachim Cast nur zur Erinnerung – und Warnung. Denn der dritte Tabellenplatz der Kickers täuscht etwas über die Leistungen des Fußball-Regionalligisten hinweg. „Wir sind noch keine Spitzenmannschaft“, gibt der Manager zu. Doch der Trainer Peter Zeidler arbeitet daran, dass sich die Spieler kontinuierlich verbessern. Wobei vor allem die Idealformation im Mittelfeld bisher immer noch nicht gefunden ist. Deshalb ist auch morgen wieder die eine oder andere Umstellung denkbar. Für Yildiz, Steinle und Beigang kommt ein Einsatz allerdings zu früh, zudem fällt Saban Genisyürek etwa zwei Wochen aus. Nicht nur deshalb kommt dem Trainer gelegen, dass das Achtelfinale im WFV-Pokal beim Oberligisten VfL Kirchheim voraussichtlich erst am 13. Oktober stattfinden wird. „So können wir die nächsten Wochen endlich mal komplett durchtrainieren“, sagt Zeidler.
Stuttgarter Zeitung

Impulse in luftiger Höhe

Kickers setzen vor dem Spiel gegen Kassel auf teambildende Maßnahmen

Stuttgart – Im dritten Anlauf peilt Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers den ersten Heimsieg dieser Saison an. Teambildende Maßnahmen vor dem Duell mit Hessen Kassel am morgigen Samstag (14 Uhr/Gazistadion) sollen ihren Teil dazu beitragen.

VON JÜRGEN FREY

Nein, die Kickers werden sich am Samstagvormittag nicht in den Bus setzen und eine Auswärtsfahrt simulieren. Von solchen oder ähnlichen Spielchen hält Trainer Peter Zeidler gar nichts: „Wir brauchen jetzt keinen Heimkomplex zu konstruieren, nur weil wir zweimal zu Hause nicht gewonnen haben.“ Der 45-Jährige setzt lieber auf konzentriertes Training und ein bisschen Ablenkung vom Alltag. Diese Woche standen im Hochseilgarten in Degerloch Übungen zur Persönlichkeits- und Teamentwicklung auf dem Programm. Zum Teil in luftiger Höhe von acht bis zwölf Metern ging es darum, sich gegenseitig abzusichern. „Es mussten Strategien und Pläne erstellt werden, Konflikte waren zu lösen, und der Stärkere musste dem Schwächeren helfen“, berichtet Zeidler, „das alles hat sehr viel Spaß gemacht.“

Die gute Stimmung im Team soll sich nach drei Auswärtssiegen nun auch auf das Punktekonto vor heimischem Publikum niederschlagen. Die verletzten Moritz Steinle und Nico Beigang nehmen noch nicht am Mannschaftstraining teil. Für Rekonvaleszent Recep Yildiz kommt eine Berufung in den Kader noch zu früh. Im Gegensatz zu Mustafa Parmak: Der Mittelfeldspieler wird nach überstandener Zahnwurzelbehandlung zunächst aber nur auf der Bank Platz nehmen. Ein Wiedersehen feiern die Blauen gegen Kassel mit Michael Kümmerle. Der ehemalige Kickers-Jugendspieler verstärkt die Abwehr der Hessen.

Stuttgarter Nachrichten

Peter Zeidlers Zwischenfazit fällt zweigeteilt aus. „Die Ausbeute ist natürlich toll mit im Schnitt zwei Punkten pro Spiel“, sagt der Kickers-Trainer. Gleichzeitig betont er, dass Platz drei „überhaupt noch nicht aussagekräftig“ sei: „Was die Leistung betrifft, ist noch sehr viel Luft nach oben. Wir haben nur phasenweise gezeigt, wozu wir in der Lage sind.“ In einigen Begegnungen wie zuletzt beim 1:0 in München hatten die „Blauen“ viel Glück. Noch ist auch die Stammformation nicht gefunden, in allen Mannschaftsteilen hat Zeidler schon gewechselt. Gegen Kassel möchten die Kickers spielerisch einen Schritt nach vorne machen und den ersten Heimsieg der Saison holen. Eine Alternative zumindest als Einwechselspieler ist der nach Krankheit wiedergenesene Mustafa Parmak. Nico Beigang und Moritz Steinle (beide Knöchelverletzung) sind zumindest wieder im Training.

So wollen sie spielen: Yelldell – Benda, Rapp, Härter, Stierle – Rodrigues, Akcay, Ortlieb, Gambo – Tucci, Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Vorschau
Spielinfos:

Anstoß: 01.09.2007 14:00
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Leicher (Weihmichl)
Assistenten: Emmer (Thurmansbang), Berg (Landshut)

Stuttgarter Kickers: Parmak (krank) ist wieder im Kader, Beigang und Steinle (beide Knöchelverletzung) trainieren wieder. Im Mittelfeld/Angriff hat Zeidler die Qual der Wahl.

Hessen Kassel: Sofern Zinke (Oberschenkelprobleme) spielen kann, ist er eine Alternative für die Defensive. Schönewolf (Schultereckgelenkssprengung) fällt weiter aus.
Aufstellung
Stuttgarter Kickers
Yelldell – Benda, Rapp, Härter, Stierle – Rodrigues, Akcay, M. Ortlieb, Gambo – Tucci, Vaccaro; Trainer: Zeidler

Hessen Kassel
Adler – Suslik, Willers, Keim, Kümmerle – Beyer, Busch, Fießer, Berger – Bauer, Strobel; Trainer: Hamann

Kicker

Stuttg.Kickers – Hessen Kassel
Nach dem Sieg bei Bayern II soll nun gegen Kassel der vierte Sieg im sechsten Saisonspiel gelandet werden, durch den Auswärtssieg wurde das Selbstvertrauen weiter gestärkt, so Kickers-Coach Peter Zeidler. Parmak hat seine Krankheit überwunden, Beigang und Steinle trainieren wieder, somit hat der Kickers-Coach im Mittelfeld und Angriff die Qual der Wahl.
Kassels-Coach Matthias Hamann muss weiter auf Schönewolf verzichten, die Schultereckgelenksprengung zwingt ihn zu einem längeren Ausfall. Auch Zinke hat Oberschenkelprobleme ist ist im Moment noch fraglich. Der Punktgewinn gegen Unterhaching hat überzeugt, der Kasseler-Coach will keine Veränderungen vornehmen und ausserdem hat man in dieser saison noch keine Niederlage auswärts hinnehmen müssen und das soll so bleiben.

IRSport

Die Statistik

In der zweiten Bundesliga waren die Kickers und die diversen Vorgängervereine von Hessen Kassel Stammgäste, daher gab es zwischen den beiden Vereine aus genügend Vergleiche: Insgesamt 58 Spiele. Die Bilanz der Kickers ist dabei nicht berauschend: Insgesamt konnten die Blauen 22 Spiele gewinnen, Kassel 27. Auch in Degerloch konnte Kassel bereits zehn von 28 Spielen gewinnen. Die letzte Saison mit den zwei Niederladen war also nicht untypisch für die Blauen gegen Kassel. Zumindest von der Statistik her also nicht unbedingt die günstigsten Vorzeichen für die Chance auf den Sprung auf einen Aufstiegsplatz. Die Wahrheit wird sich allerdings auf dem Platz abspielen.
Das Kickersarchiv

Höhenangst statt Torschusspanik

Am Mittwoch standen die Kickers, wo sie am Ende der Saison stehen wollen: ganz weit oben

Degerloch. Im Hochseilgarten der SSB

probten die Kickers den Aufstieg, den Aufstieg auf ein zehn Meter hohes Klettergerüst aus Holz und Stahl. Die Trainingseinheit sollte den Teamgeist stärken und Spaß bringen. Die Kletterei hat auch symbolischen Wert: Diese Saison soll es hoch hinausgehen. „Höhenangst statt Torschusspanik“ weiterlesen

Das Sorgenkind Mustafa Parmak

Der Kickers-Profi hat bisher nur 30 Minuten gespielt und sagt: Ich hoffe, die Seuche ist jetzt vorbei

STUTTGART. Mustafa Parmak kommt in dieser Saison einfach nicht in Tritt. Aufgrund diverser Verletzungen weist der Mittelfeldspieler beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers große Fehlzeiten auf. Morgen gegen Kassel will er einen Neuanfang wagen.

Von Joachim Klumpp

„Mustafa Parmak ist am Samstag dabei“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast – und fügt noch rasch hinzu: „Falls nichts mehr dazwischenkommt.“ Das weiß man bei dem 25-Jährigen allerdings nie. Zwar hat er den Abstecher der Mannschaft am Mittwochmorgen in den Hochseilgarten auf der Waldau schadlos überstanden, doch bei Parmak steckt der Teufel im Detail.

Bestes Beispiel war das vergangene Wochenende, als Parmak fest für die Partie bei Bayern München II eingeplant war. Bis er am Samstag mit einer dicken Backe auf dem Trainingsgelände erschien. Zahn-OP, an einen Einsatz am Sonntag war nicht zu denken. Zum wiederholten Male. Allein in dieser Saison hat sich der Mittelfeldspieler mit drei verschiedenen Verletzungen und Krankheiten herumplagen müssen. Am letzten Tag des Trainingslagers zog er sich einen Muskelfaserriss zu, danach warf ihn ein Grippevirus aus der Bahn. Womit sich Parmaks Spielpraxis bis jetzt auf einen Kurzeinsatz gegen Regensburg beschränkt. 30 Minuten lang, zu wenig für seine Ansprüche. „Mit einem fitten Parmak sind wir noch stärker“, sagt der Trainer Peter Zeidler, der weiß, dass Spieler wie Sven Sökler oder der vergangene Woche auf der rechten Außenbahn nominierte Marcus Mann eher Notlösungen sind.

Parmak hat das Potenzial für mehr, sprich für die zweite Liga. „Wir wissen, dass er unter Beobachtung steht“, sagt Joachim Cast. Andererseits bleibt den möglichen Interessenten die Anfälligkeit des Fußballprofis nicht verborgen. Zum Glück für die Kickers. „Wenn er regelmäßig seine Leistung abrufen würde, wäre er wahrscheinlich nicht mehr bei uns“, gibt der Manager zu.

Auch Parmak selbst macht kein Geheimnis daraus, dass es ihn in die zweite Liga zieht. „Zunächst einmal aber muss ich hier mein Potenzial abrufen“, sagt der Türke. Und einen Freibrief gibt es auch für so einen kreativen Kopf wie ihn nicht, das hat Parmak schon erfahren. Ohne die nötigen Trainingseinheiten verzichtet Zeidler lieber auf ihn. „Er braucht eine gewisse Basis.“ Vor allem konditionell. Deshalb wird er am Samstag gegen Hessen Kassel (14 Uhr) zwar im Kader der Kickers stehen, aber nicht in der Startformation. Dennoch betont Zeidler: „Wir stehen voll und ganz hinter ihm.“

Gestern nahm sich der Trainer sein Sorgenkind noch einmal persönlich zur Seite, um ihn mental aufzubauen. „Er braucht diese Unterstützung“, weiß der Pädagoge Zeidler um die Sensibilität des Mittelfeldspielers. Weshalb der Manager nicht ausschließen will, dass die Anfälligkeit – auch vergangene Saison brachte er es lediglich auf 20 Einsätze (davon nur elf über 90 Minuten) – psychischer Natur sein könnte. Der Präsident Dirk Eichelbaum sieht zudem noch Optimierungsmöglichkeiten in Parmaks Lebenswandel, zum Beispiel in der Ernährung. „Körperliche Ursachen können wir jedenfalls ausschließen“, sagt Cast, nachdem der Spieler schon medizinisch von oben bis unten durchgecheckt worden ist. Das Fazit: bei den Blutwerten gab es keine Auffälligkeiten.

Der Manager kennt die Stärken Parmaks: „Er ist der Spieler, der den Unterschied ausmachen und mit seinen Fähigkeiten Spiele entscheiden kann.“ Schließlich ist er schnell, trickreich, dribbelstark und torgefährlich auch bei Standardsituationen. Mit fünf Treffern belegte er vergangene Saison Platz drei der internen Torjägerliste. Jetzt muss Parmak seine Fertigkeiten nur noch konstant abrufen. „Ich will ja auch etwas zum Erfolg der Mannschaft beitragen“, sagt der 25-Jährige, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft.

Die Kickers würden den Kontrakt gerne verlängern, wohl lieber heute als morgen. Parmak zögert noch. Er hofft, dass seine Aktien – also sein Marktwert – steigen. Was auf der Ersatzbank oder im Krankenbett allerdings schlecht geht. „Ich hoffe, die Seuche ist jetzt vorbei“, sagt Parmak.

Stuttgarter Zeitung

Kicker: Stuttgarter Kickers: Guter Einstand für den neuen Coach

Trainer Zeidler sieht „Luft nach oben“

Nach der Ära Robin Dutt hat Peter Zeidler (45) zu Saisonbeginn das Traineramt bei den Stuttgarter Kickers übernommen – und einen ordentlichen Start hingelegt.
Kickers-Coach Peter zeidler

kicker: Die Mannschaft steht nach fünf Spielen auf Platz drei. Alles läuft bisher bestens

Peter Zeidler: Die Ausbeute ist natürlich toll. Was die Leistung betrifft, ist aber noch sehr viel Luft nach oben. Wir haben nur phasenweise gezeigt, wozu wir in der Lage sind. In der Konsequenz ist diese Platzierung überhaupt nicht aussagekräftig.

kicker: Aber die guten Ergebnisse müssten Selbstvertrauen geben.

Zeidler: Ja, Gemeinschaftserlebnisse wie gegen Siegen, als wir das Spiel gedreht haben, oder in München, wo wir eine unglaubliche Abwehrschlacht bestanden haben, schweißen zusammen.

kicker: Ihr Vorgänger hat erfolgreich gearbeitet und dem Team seinen Stempel aufgedrückt. Wann wird Ihre Handschrift erkennbar sein?

Zeidler: Wichtig ist, dass die Kommunikation zwischen Robin Dutt und mir sehr positiv war. Ich kann hier auf etwas aufbauen. Ich denke, dass meine Handschrift schon zu erkennen ist und hoffe, dass das bald noch deutlicher sein wird. Die Arbeitsatmosphäre ist sehr gut, alle trainieren fleißig. Das sind Dinge, die der Trainer zu verantworten hat.

kicker: Welchen Eindruck machen die Neuzugänge?

Zeidler: Wir haben hundertprozentig die Richtigen geholt. Einige sind Stammspieler, andere haben auch schon Akzente gesetzt. Wie sie sich einbringen, ist hervorragend. Aber der Integrationsprozess ist bei keinem abgeschossen.

kicker: Angelo Vaccaro, der im Winter kam, hat zunächst nicht überzeugt. Jetzt erzielte er schon drei Tore.

Zeidler: Er ist an der Spitze der Regionalliga angekommen. Angelo hat im Sommer sehr gut gearbeitet, da gab es keine Dolce Vita am Strand. Er darf nicht bequem werden, aber dafür bin ich ja da.

Interview: Sigor Paesler

Kicker