Vorberichte: Stuttgarter Kickers – Wacker Burghausen

Fußball-Regionalliga, 10. Spieltag
Erster Heimsieg im fünften Spiel?
STUTTGART (ump). Gelingt den Stuttgarter Kickers im fünften Versuch der erste Heimsieg der Regionalligasaison? Der Trainer Peter Zeidler ist optimistisch. „Uns traut es niemand zu, das ist die große Chance.“ Wobei er vor dem Spiel gegen Wacker Burghausen, morgen um 14 Uhr im Gazistadion, noch hinzufügt: „Wir haben gezeigt, dass wir mit Druck umgehen können.“ Er spielt auf den Erfolg am vergangenen Wochenende beim FSV Oggersheim an, als die Mannschaft nach der Niederlage gegen Sandhausen das Konzept diszipliniert umgesetzt hat.

Ähnlich könnte es gegen den Zweitligaabsteiger aussehen. Neben Sokol Kacani und Angelo Vaccaro sollen auch Bashiru Gambo und Mustafa Parmak erstmals zusammen von Beginn an für Schwung nach vorne sorgen. „Natürlich haben alle Spieler eine Grundordnung, aber wir wollen auch variabel sein“, sagt Zeidler, der im defensiven Mittelfeld auf Mustafa Akcay und Marcus Mann gesetzt hat, die spielerisch aber weniger Akzente setzen. „Zudem sollen sich die Außenverteidiger mehr nach vorne einschalten“, sagt Zeidler, „da war Markus Ortlieb in Oggersheim vor der Pause zu passiv.“

Ob der Neuzugang aus Wuppertal überhaupt dabei ist, scheint noch nicht ganz sicher, nachdem er sich im Training bei einem Zweikampf verletzt hat. Dagegen dürfte Recep Yildiz nach langer Pause wieder in den Kader rücken. Zeidler: „Wir sind in der Breite sehr gut aufgestellt. Ich hoffe, das wird sich in Zukunft noch auszahlen.“ Vielleicht schon gegen Burghausen. Wie sagt der Trainer so schön: „Wir wollen für eine Überraschung sorgen.“ Also einen Heimsieg.

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Stuttgarter Zeitung

Mit neuer Kreativität gegen den Heimkomplex

Kickers setzen auf Parmak und Gambo – Viele Regionalligisten tun sich auf fremdem Platz leichter

Stuttgart – Der Trend in der Fußball-Regionalliga ist eindeutig: Immer mehr Clubs tun sich auswärts leichter. Allen voran die Stuttgarter Kickers. Mit neuer Kreativität wollen die Blauen am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen Wacker Burghausen im sechsten Anlauf ihren ersten Heimsieg landen.

VON JÜRGEN FREY

Die Hoffnung bei den Kickers trägt vor allem einen Namen: Mustafa Parmak. Wenn nichts Außergewöhnliches mehr dazwischenkommt, wird der 25-Jährige zum ersten Mal in dieser Saison eine komplette Trainingswoche mit der Mannschaft absolvieren. Eine zweite Premiere wäre die logische Folge: Erstmals würde Parmak zusammen mit Bashiru Gambo gemeinsam in der Anfangsformation stehen. Daran lässt Trainer Peter Zeidler wenig Zweifel. „Solche Spielertypen machen in der Regionalliga den Unterschied aus“, sagt Zeidler, „davon verspreche ich mir einiges.“ Vor allem den ersten Heimsieg im Gazistadion.

Parmak hat das Zeug zum kreativen Kopf des Teams. Seine Tempo-Dribblings und seine überraschenden Pässe sind bestens geeignet, gegen eine massierte Abwehr die nötigen Lücken zu reißen. Durch seine individuelle Klasse kann der Mittelfeldspieler auf engstem Raum auch mal einen oder zwei Gegenspieler austanzen. Außer ihm und Bashiru Gambo können das nicht allzu viele im Kader der Kickers. Spieler wie Mustafa Akcay oder Marcus Mann haben ihre Stärken in der Balleroberung. „Es ist immer schwieriger, ein Spiel selbst zu machen, als es zu zerstören“, weiß Zeidler.

Auch der VfB Stuttgart II weist vor der Partie am Freitag (19 Uhr) beim TSV 1860 München II eine bessere Auswärts- als Heimbilanz auf. „Wenn der Gegner auf fremdem Platz Beton anrührt, brauchst du einen Knipser“, weiß Trainer Rainer Adrion. Einen Torjäger, der präsent ist, wenn es gilt, die engen Spiele zu gewinnen. „Doch einen Wunderstürmer sehe ich in der ganzen Regionalliga keinen“, sagt Adrion.

Den hat auch der VfR Aalen nicht. Dennoch führt das Team von der Ostalb die Heimtabelle an. Der sportliche Leiter Helmut Dietterle führt das hauptsächlich auf einen Mann zurück: Christian Holzer. Der Neuzugang vom Zweitligisten TuS Koblenz ist Dreh-und-Angel-Punkt im Spiel der Aalener. Der 28-Jährige liefert die zündenden Ideen, setzt die Spieler auf den Flügeln ein und füttert die Stürmer mit genialen Vorlagen. „Wenn dir ein Kreativspieler fehlt, dann ist es in dieser Liga schwierig, eine tief stehende Abwehr zu knacken“, erklärt Dietterle. Genau deshalb hofft bei den Kickers jeder, dass Gambo und Parmak diese Trainigswoche heil überstehen.

Stuttgarter Nachrichten

Zeidler hofft auf Parmak und Gambo

Stuttgart (red) – Die Stuttgarter Kickers wollen morgen (14 Uhr) endlich ihren ersten Heimsieg der Saison in der Fußball-Regionalliga einfahren, was gegen Zweitliga-Absteiger Wacker Burghausen aber nicht leicht werden dürfte. Der VfB Stuttgart II tritt bereits heute (19.30 Uhr) beim TSV 1860 München II an.

Stuttgarter Kickers

„Wir wollen für eine Überraschung sorgen“, sagt Kickers-Trainer Peter Zeidler. Denn das wäre für viele Beobachter ein Heimsieg gegen Burghausen. Drei Niederlagen und ein Unentschieden lautet die Saison-Zwischenbilanz vor dem eigenem Publikum – und das wird so langsam unruhig. Zeidler ist das bewusst. „Wir werden alles dafür tun, um zu gewinnen. Aber ich werde meine Spieler nicht unter Druck setzen“, sagt der Übungsleiter. Er erhofft sich viel davon, dass die Kreativkräfte Mustafa Parmak und Bashiru Gambo erstmals in dieser Spielzeit gemeinsam in der Startformation stehen werden. Aber Achtung: Die Burghausener haben in der laufenden Runde auswärts noch nicht verloren . . .

So wollen sie spielen: Yelldell – Ortlieb, Härter, Rapp, Stierle – Parmak, Akcay, Mann, Vaccaro – Gambo – Kacani.

Eßlinger Zeitung

Heimspiel gegen Burghausen – mit Moral und Mut zum Sieg

Am Samstagnachmittag um 14 Uhr wollen die Stuttgarter Kickers im GAZi-Stadion auf der Waldau gegen den Zweitliga-Absteiger Wacker Burghausen im fünften Anlauf den ersten Heimsieg einfahren. Das Rezept glaubt Kickers-Manager Joachim Cast zu kennen. „Von der ersten Minute an sollte die Körpersprache unserer Spieler dem Gegner signalisieren, dass es in Degerloch nichts zu holen gibt. Wenn wir mutig auftreten, dann werden wir auch Zuhause ein Erfolgserlebnis feiern“, betont der Kickers-Manager.

Die Voraussetzungen sind diesmal auch deshalb gut, weil Trainer Peter Zeidler unter der Woche das gesamte Team um sich scharen konnte und alle Spieler die entsprechenden Einheiten absolvieren und durchziehen konnten. Alle Spieler waren voll motiviert bei der Sache und Trainer Zeidler hofft jetzt auf die gleiche Moral wie zuletzt beim Auswärtssieg in Ludwigshafen-Oggersheim.
Nachdem sich die Kickers-Tore bisher zumeist auf Vaccaro, Gambo und Kacani verteilten, wäre es wünschenswert, dass sich mit einem Distanzschuß oder einer anderen gelungenen Aktion auch ein anderer Spieler einmal in die Torschützenliste einträgt. Leicht wird dies aber nicht, da Burghausen in Riemann einen exzellenten Schlußmann besitzt und der Zweitliga-Absteiger bislang auswärts noch nicht verloren hat. „Man kann den Erfolg auch erzwingen“, gibt Manager Cast die Parole aus. „Und wenn es mit drei Punkten klappt, würde sich gewiß auch Marco Wildersinn freuen. Er feiert nämlich am Samstag seinen 27. Geburtstag.

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Anderbrügge: „Stuttgarter Kickers daheim sehr offensiv“

VON: ULI KAISER

Vorhang auf zum 10. Spieltag der Regionalliga Süd. Der SV Wacker Burghausen möchte auch im fünften Auswärtsspiel der Saison ungeschlagen bleiben. Trainer Ingo Anderbrügge spekuliert sogar auf einen Dreier. „Stuttgart spielt daheim sehr offensiv. Ich glaube, dass wir viele Konterchancen bekommen“, reibt sich der Coach die Hände. Und noch eines macht den Chef zuversichtlich. Zum ersten Mal könnte der SVW zwei Spiele hintereinander mit einer unveränderten Startaufstellung bestreiten. Das Duell beim ehemaligen Bundesligisten beginnt am Samstag um 14 Uhr.

Alles Gute für Andi Niederquell

Bei aller Begeisterung klang der 43-Jährige am Telefon doch etwas traurig. Seine Gedanken waren beim größten Pechvogel des SV Wacker. Andreas Niederquell hatte sich am Dienstag im Rahmen des Totopokals beim SB Rosenheim erneut das Kreuzband gerissen: „Das tut uns allen furchtbar weh. Der Junge hat soviel Pech und das in so jungen Jahren. Er war einem wirklich guten Weg.“ Der 18 Jahre alte Mittelfeldmann war erst vor einigen Wochen wieder ins Training eingestiegen und hatte durch seine Qualitäten die sportliche Chefetage überzeugt. Vor Jahresfrist hatte sich Niederquell bereits schon einmal das Kreuzband gerissen. Jetzt hat er wieder eine lange Leidenszeit vor sich.

Doll und Jovanovic sind auf dem Sprung

Trotz der zahlreichen und vor allem auch schweren Verletzungen funktioniert das System der Burghauser. Das merkt man vor allem, wenn die eigenen Nachwuchskräfte in die Mannschaft kommen. Praktisch jeder der ehemaligen U-19-Schützlinge hat sich bestens eingefügt. Die Nächsten, die sich in den Kader hineingekämpft haben, sind Stürmer Christian Doll und Verteidiger Igor Jovanovic. „Dolli“ hat zuletzt die Vorlage zum 2:0 gegen Haching gegeben. Er ist schnell und auch sehr kräftig. Beide trainieren bereits seit Beginn der Saison mit der Ersten mit. Fast schon richtig begeistert ist Ingo Anderbrügge von Igor Jovanovic. Eigentlich ist der große Verteidiger mehr für das „Innere“ zuständig, doch gegen Haching ersetzte er für 20 Minuten Dilaver Satilmis auf der linken defensiven Seite. „Er hat seine Sache schon sehr gut gemacht. Igor ist für sein Alter schon sehr weit“, lobt der Trainer. Auch, wenn er es noch nicht zugeben mag, könnte es schon sein, dass zumindest Jovanovic von Beginn an spielen könnte. Es kommt wahrscheinlich auf die Verfassung von Dilaver Satilmis an, der immer noch im Aufbau steckt.

Aggressiv über die Seiten kommen

So heißt die Devise der Burghauser beim Auftritt in Schwaben. „Stuttgart spielt zuhause sehr flott nach vorne. Zuletzt verloren die Kickers gegen Sandhausen mit 1:2. Anderbrügge freut sich besonders, dass er zum ersten Mal in dieser Saison ohne Veränderung in der Startelf auflaufen könnte. Doch der Trainer sagt nicht immer das, was er sich denkt. Manchmal wächst ihm eine lange Pinocchionase, weil er dem Gegner natürlich nicht alles verraten möchte. Im „Ländle“ ist zum Beispiel auch Christoph Teinert wieder dabei. Er hat sich zuletzt konstant verbessert und damit Anderbrügge überzeugt. Vielleicht ist er eine Option für die erste Elf. Auch Rodrigo Martins, der zuletzt im Pokal erfolgreich war, scheint sich langsam an das Leistungsniveau des Regionalligateams heranzukämpfen. Sein Trainer hat sogar anklingen lassen, dass der Brasilianer für das Duell mit den „Spätzles“ eine Option als schneller offensiver Mittelfeldmann über die Außen sein könnte. Es ist doch schön, dass die Burghauser Übungsleiter wieder mehrere Puzzleteile zusammenbauen können und sich die Mannschaft mangels Alternativen nicht mehr von selbst aufstellt.

Homepage Wacker Burghausen

Presse zu Stuttgarter Kickers II – Sonnenhof Großaspach

Großaspach nach 2:1 Tabellenführer

Freiberg/Großaspach (hem). Die SG Sonnenhof Großaspach ist nach dem 2:1-Sieg bei den Stuttgarter Kickers II Tabellenführer in der Fußball-Oberliga.
Hakan Atik brachte Großaspach in der 15. Minute per Foulelfmeter mit 1:0 in Führung. Marco Tucci sorgte in der 42. Minute dafür, dass SG-Schlussmann Milan Jurkovic zum ersten Mal in dieser Saison hinter sich greifen musste. „Wir sind in der ersten Halbzeit nicht kompakt gestanden“, bemängelte SG-Trainer Markus Gisdol. Dafür erspielte sich sein Team in der zweiten Hälfte zahlreiche Torchancen. Dennoch dauerte es bis zur 85. Minute, ehe Gino Russo gegen zehn Kickers-Spieler zum 2:1 traf. Drei Minuten zuvor hatte Julian Leist die Rote Karte gesehen.

Stuttgarter Zeitung

SG-Team freut sich über den Spitzenplatz

(jük) Nach dem siebten Spieltag der Fußball-Oberliga gibt es für die Fans der SG Sonnenhof Großaspach nur eins: Tabelle ausschneiden und aufhängen. Nach dem 2:1-Sieg beim Drittletzten Stuttgarter Kickers II kann sich das Team von Trainer Markus Gisdol über den Spitzenplatz freuen. Doch war es ein hartes Stück Arbeit.

Über die erste Halbzeit war Aspachs Trainer Gisdol ganz schön angefressen: „Da sind wir teilweise arrogant aufgetreten, waren nicht bereit, gegen den Ball zu arbeiten. Nur wenn wir als geschlossenes Team auftreten, dann überzeugen wir. Das hat sich in der zweiten Halbzeit deutlich gezeigt.“ Schon ein bisschen hart war das Urteil des 37-jährigen Trainers, der offensichtlich gleich heftig auf die Euphoriebremse tritt.

Zugegeben: Aufregende Torszenen waren vor der Pause eher Mangelware. Proteste der SG-Fans gab es allerdings nach zehn Minuten: Fast jeder hatte das Handspiel von Kickers-Akteur Mike Baradel im eigenen Strafraum gesehen nur der ansonsten gute Schiedsrichter Johannes Steck nicht. 240 Sekunden später hatte der Unparteiische jedoch alles im Blick, als Moritz Steinle und Recep Yildiz den durchbrechenden Aspacher Mario Di Biccari im Stuttgarter Strafraum in die Zange nahmen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Hakan Atik sicher zur 1:0-Führung. Damit war die SGMannschaft Tabellenführer.

Dieser Treffer sorgte jedoch für Behäbigkeit im Spiel der Gäste. Zwar war das Gisdol-Team feldüberlegen und versuchte, die Bälle schnell in die Spitze zu spielen, doch fehlte die Genauigkeit und der letzte Wille sich durchzusetzen. Hinzu kamen Abspielfehler im Aufbau gegen eine biedere Kickers-Elf. In der 23. Minute wurde SG-Keeper Milan Jurkovic zur Torauslinie gelockt, doch Martin Cimander rettete kurz vor der Torlinie. Ansonsten lief bei den Stuttgartern nicht viel zusammen. Gegen Gino Russo und Zlatko Blaskic musste auf der anderen Seite Kickers-Torhüter Manfred Salz schon seine ganze Klasse zeigen, um einen höheren Rückstand zu verhindern.

Drei Minuten vor dem Pausenpfiff fiel jedoch aus heiterem Himmel der Ausgleich. Steinle hatte sich auf der Außenposition freigestohlen. Seine Flanke verwertete Marco Tucci zum glücklichen 1:1-Ausgleich. Futsch war in diesem Augenblick die Tabellenführung.

Deutlich an Klasse und Spannung gewann die Partie in der zweiten Hälfte. Beide Mannschaften kamen aggressiver aus den Kabinen, erhöhten das Tempo und schalteten den Vorwärtsgang ein. Die Kickers machten Druck, die Aspacher wehrten sich. Dabei entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei die SG-Fußballer in ihren Aktionen sicherer und gradliniger wirkten.

Chancen gabs auf beiden Seiten, wobei die Gäste auch hier ein Plus hatten. In der 54. Minute versiebte der Ex-Aspacher Srdan Stevanovic seine größte Möglichkeit. Wenig später boxte KickersSchlussmann Salz einen Kopfball des eingewechselten Calogero Bonsignore über den Querbalken. Danach vergab Russo eine Chance. Auf der Gegenseite rettete Schlussmann Jurkovic gegen Stevanovic in höchster Not.

2:1-Siegtreffer fällt in

der 87. Minute kurios

Die Begegnung blieb spannend. Russo und zweimal Blaskic konnten ihre guten Gelegenheiten nicht nutzen. In der 80. Minute leistete sich Julian Leist gegen den davon stürmenden Russo einen Textiltest. Den bestand das Trikot unbeschadet, den Schaden hatten die Kickers: Leist sah die Rote Karte. Die Aspacher machten nun noch mehr Druck. Die SGSpieler wollten den Siegtreffer und erzielten ihn auch in der 87. Minute. Allerdings fiel das Tor etwas kurios: Waren die Stuttgarter nach einen Eckball von David Montero und dem anschließenden Kopfball von Benjamin Gorka noch mit Fortuna in Bunde, zeigte ihnen die Glücksgöttin bei der anschließenden Standardsituation die kalte Schulter: Nach einem Blaskic-Eckball prallte die Kugel von Unglücksrabe Yildiz zum 2:1 für die Gäste ins Netz, die wiederum eifrig Gino Russo als Torschützen umarmten. Da war sie wieder, die Tabellenführung.

Stuttgarter Kickers II: Salz – Accardi, Leist, Baradel – Steinle (88. Karapantzos), Beuda, Yildiz, Kovac, Gentner (73. Weber) – Stevanovic, Tucci. SG Sonnenhof Großaspach: Jurkovic – Wengert, Gorka, Grab, Cimander – Blaskic, Di Biccari, Montero, Spina (46. Bonsignore) – Atik (46. Sene), Russo (89. Greco). Tore: 0:1 (14./Foulelfmeter) Atik, 1:1 (42.) Tucci, 1:2 (87.) Russo. Schiedsrichter: Steck (Wolfschlugen). Zuschauer: 250.

Backnanger Kreiszeitung

Presse zu FSV Oggersheim – Stuttgarter Kickers (1:2)

Nicht schön, aber erfolgreichDie Stuttgarter Kickers bleiben auswärts ungeschlagen – auch mit neuem System
LUDWIGSHAFEN. Die Stuttgarter Kickers haben beim Schlusslicht FSV Oggersheim einen Pflichtsieg gelandet. Das schafft erst einmal Ruhe. „Wir waren in den entscheidenden Phasen die bessere Mannschaft“, sagte der Trainer Peter Zeidler nach dem 2:1-Erfolg. Von Joachim KlumppDas Südweststadion in Ludwigshafen hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt und ganz sicher auch schon bessere Spiele. Das wird den Stuttgarter Kickers nach dem 2:1-Sieg gegen den Aufsteiger FSV LU-Oggersheim aber egal sein. „Das war in vielerlei Hinsicht ein heißes Spiel“, sagte der Trainer Peter Zeidler nicht nur wegen der sommerlichen Temperaturen in dem weiten Rund, in dem sich gerade einmal 870 Zuschauer verloren. Die Erleichterung war dem Trainer und dem Manager Joachim Cast förmlich anzusehen. Sie feierten mit den Spielern nach dem Schlusspfiff, als sei jetzt schon die Qualifikation für die dritte Liga geschafft. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, möglicherweise ist der noch 25 Spiele lang.

Zwar war der Erfolg beim Liganeuling verdient, weil die Kickers noch die ein oder andere gute Chance vergaben (Vaccaro und Beigang vor allem); doch dass bei dem harm- und auch kraftlosen Schlusslicht bis zum Schluss um die drei Punkte gezittert werden musste (Torwart Yelldell rettete gegen Malz und Donkov), unterstreicht wiederum, dass es nicht der große Befreiungsschlag war. Aber: „Wir waren in den entscheidenden Phasen die bessere Mannschaft“, sagte Zeidler und führte vor allem Engagement und Laufbereitschaft als Kriterium an. Dass spielerisch nach wie vor einiges im Argen liegt – Schwamm drüber. Immerhin zeigte sich, dass mit Bashiru Gambo (obwohl Ramadan-geschwächt) und Mustafa Parmak, der sich noch eine Ausstiegsklausel in seinen Vertrag hat einbauen lassen, das Potenzial vorhanden ist, das den Präsidenten Dirk Eichelbaum zum Urteil kommen lässt: „Ich bin sicher, dass es noch besser wird.“

Das taktische Konzept zumindest ist aufgegangen, nur mit einem echten Stürmer zu agieren und Vaccaro oder auch Gambo als hängende Spitzen zu bringen. „Wir sind nicht hierhergekommen, um alles in die Hand zu nehmen“, sagte Zeidler, sondern den Gegner kommen zu lassen und auf Konter zu setzen. Wenngleich der Trainer auch einräumte: „Natürlich wäre es mein Wunschtraum, wenn wir auch noch dominieren würden.“

Der Präsident der Kickers, die am 26. November ihre Hauptversammlung abhalten, hofft, dass dies gegen einen vermeintlich starken Gegner vielleicht besser klappt. Zum Beispiel am nächsten Samstag gegen Wacker Burghausen, den Zweitligaabsteiger und Fast-Bayern-Bezwinger im DFB-Pokal. Ob dann auch Sascha Benda wieder mit von der Partie ist? Der war zwar in Ludwigshafen dabei, aber nicht im Kader. „Er hat ausgesetzt“, so formulierte Zeidler die (Denk-)Pause für den zuletzt nicht überzeugenden Mittelfeldspieler. Ihn allerdings zum alleinigen Sündenbock zu stempeln, wäre nicht gerecht angesichts nach wie vor sehr durchschnittlicher Leistungen der Mitspieler.

Ganz nebenbei fehlten auch ein Recep Yildiz oder ein Moritz Steinle, die dafür gestern in der zweiten Mannschaft aufliefen, so wie auch Benda. „Sie werden ihre Spiele noch machen“, betont Peter Zeidler, „sie brauchen eben etwas Geduld.“ Wie lange? Beim Spiel in Ludwigshafen jedenfalls waren sie nicht zu sehen, im Gegensatz zu Benda. Was der Trainer wohlwollend vermerkte: „Er hat der Mannschaft zum Sieg gratuliert – und das freut mich“, sagte Zeidler. Schließlich gilt Benda als nicht immer pflegeleicht, doch der Spieler sagte nur: „Das passt schon.“ Wirklich? Der Trainer braucht keinen Lügendetektor, um den Wahrheitsgehalt herauszufinden, sondern nur den gesunden Menschenverstand: „Das war ehrlich gemeint, er kann sich nicht verstellen, dazu ist er zu authentisch.“ Genau wie das Südweststadion.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Ortlieb, Rapp, Härter, Stierle – Vaccaro (85. Sökler), Mann, Akcay, Gambo, Rodrigues (57. Parmak) – Kacani (73. Beigang).

Tore: 0:1 Vaccaro (38.), 1:1 Reiß (64.), 1:2 Gambo (69.).

Stuttgarter Zeitung

Negativserie gestoppt

Stuttgarter Kickers gewinnen 2:1 beim FSV Oggersheim

Stuttgart (red) – Aufatmen bei den Stuttgarter Kickers: Nach drei sieglosen Spielen in Folge gewann der Fußball-Regionalligist beim Tabellenschlusslicht FSV Ludwigshafen-Oggersheim mit 2:1 (1:0).

Damit bleiben die Kickers als einziges Team auswärts weiter ungeschlagen und führen die Auswärtstabelle an. Was die Heimbilanz betrifft, steht die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler allerdings am anderen Tabellenende. Dort trennt sie nur das bessere Torverhältnis vom letzten Platz. Den hat der zu Hause nun weiterhin sieglose FSV Ludwigshafen-Oggersheim behalten.In der 39. Minute hatte Angelo Vaccaro die Kickers nach Vorarbeit von Oliver Stierle zunächst in Führung gebracht. Diese egalisierte Thorsten Reiß in der 63. Minute. Fünf Minuten später sorgte Bashiru Gambo für die Entscheidung. Nach einer Vorlage von Mustafa Parmak erzielte der Mittelfeldspieler das 2:1. Danach vergaben die „Blauen“ noch einige Konterchancen und mussten daher bis zum Schluss zittern.Nach den Negativerlebnissen zuletzt sorgte der Erfolg für große Erleichterung bei den Kickers. „Wir sind cool und souverän geblieben“, freute sich Zeidler. Beim gestrigen Brunch mit den Familien und Freundinnen der Spieler sei die Stimmung folglich gelöst gewesen. „Jetzt muss es einfach auch einmal mit einem Heimsieg klappen“, hofft der Coach mit Blick auf die Partie am Samstag gegen Wacker Burghausen. Stuttgarter Kickers: Yelldell – Ortlieb, Härter, Rapp, Stierle – Mann, Akcay, Gambo, Rodrigues (57. Parmak) – Kacani (73. Beigang), Vaccaro (85. Sökler).

Eßlinger Zeitung

FSV Oggersheim bessert nach

FUSSBALL: Nach Niederlage gegen Kickers Offensive verstärkt

Torhüter Russi Petkov war nach der 1:2-Heimniederlage seines FSV Ludwigshafen-Oggersheim in der Fußball-Regionalliga Süd gegen die Stuttgarter Kickers völlig aufgelöst. Weniger wegen seines Patzers, der zur 1:0-Führung der Schwaben durch Angelo Vaccaro (38.) führte, sondern wegen eines Unfalls seines dreijährigen Sohne Ivo, der sich während des Spiels vor dem VIP-Raum in der Tribüne beim Sturz von einem zusammenbrechenden Tisch eine riesige Beule am Auge zuzog.

Während Petkov gleich nach dem Spiel zu seinem kleinen Jungen ins Krankenhaus fuhr, saßen die meisten Ludwigshafener Spieler geknickt in der Kabine. Sie hatten zwar im Gegensatz zu anderen verlorenen Spielen 90 Minuten engagiert gekämpft – doch individuelle Fehler führten dazu, dass die Oggersheimer erneut leer ausgingen. Sie warten nach fünf Spielen im Südweststadion immer noch auf den ersten Heimsieg. Dem 0:1-Rückstand durch Vaccaro war ein Fehler des ansonsten recht ordentlich spielenden Timo Schlabach vorausgegangen. Nach dem hochverdienten 1:1-Ausgleich durch einen mächtigen 16-Meter-Schuss von Thorsten Reiß (64.) sahen die Oggersheimer ihre Felle erneut davon schwimmen, als ein harmloser Abpraller dem ungedeckten Bashirou Gambo (69.) auf den Fuß fiel, der sich die Ecke zum 2:1-Siegtor aussuchen konnte.

Als der überragende Chris Böcher (68.) und der ebenfalls starke Mohammed Camara (76.) aus dem Spiel gehen mussten, sanken die Hoffnungen der Oggersheimer auf den ersten Heimsieg fast auf den Nullpunkt. Der Stuttgarter Trainer Peter Zeidler zitterte allerdings bis zum Schlusspfiff um den vierten Auswärtssieg (!) seiner Mannschaft, die die Auswärtstabelle der Liga mit 13 Punkten anführt. „Die Oggersheimer sind weit besser, als es ihr Tabellenstand vermuten lässt“, verteilte er ein Kompliment an den Gegner.

Der FSV verpflichtete unterdessen mit Jiri Homola (Westfalia Rheine) einen neuen Offensivspieler, über seine Spielerlaubnis muss der DFB noch entscheiden. rs

Mannheimer Morgen

Oggersheim – Kickers im SWR

Wer den Fernsehbericht verpaßt hat, kann ihn sich hier kostenlos downloaden.

Herzlichen Dank für den Service an Roland vom Kickers-Forum:
http://www.megaupload.com/de/?d=8PG2Z9AH

Hinweis auf der Seite oben die 3 Buchstaben eingeben und dann 45 Sekunden warten, dann geht eine Werbeseite auf, da nichts machen und abwarten, dann müßte ein Downloadfenster aufgehen, dann aufgeben, wohin geloaded werden darf.Fertig!

Kickers siegen in Ludwigshafen

FSV Ludwigshafen-Oggersheim – Kickers 1:2 (0:1)

Die Stuttgarter Kickers bleiben auswärts weiterhin ungeschlagen und holten sich am Nachmittag beim Tabellenletzten FSV Ludwigshafen-Oggersheim einen verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg. Angelo Vaccaro hatte die Blauen in der 39. Minute nach einer feinen Vorarbeit von Oliver Stierle mit einem strammen Rechtschuß in Führung gebracht.
Nach Seitenwechsel schaffte dann der spielerisch eher schwache Aufsteiger aus Oggersheim den 1:1-Ausgleich in der 63. Minute durch einen unhaltbaren Schuß von Reiß. Für die Entscheidung sorgte dann Bashiru Gambo in der 69. Minute, als er nach einer Vorlage von Mustafa Parmak Torhüter Petkov mit einem gezielten Linksschuß überwand. Bei weiteren Konterchancen hätte vor allem Angelo Vaccaro den Sieg noch ausbauen können, doch so blieb es beim knappen 2:1-Erfolg.

Bei fast hochsommerlichen Temperaturen im altehrwürdigen Südweststadion waren beide Mannschaft zunächst auf die eigene Torsicherung bedacht und so kam das Spiel nur zäh auf Touren. Beide Mannschaften operierten zudem nur mit einer Sturmspitze, da auch bei den Kickers Angelo Vaccaro eher zurückgezogen hinter Sokol Kacani im vorderen, rechten Mittelfeld agierte. Überraschend erstmals nicht im Kader war Sascha Benda, sodass Markus Ortlieb wieder auf der rechten Außenbahn und Dominique Rodrigues im linken Mittelfeld spielte.
Nennenswerte Torchancen ergaben sich auf keiner Seite, bis endlich Oliver Stierle den Ball energisch nach vorne trieb und der in der Sturmspitze auftauchende Angelo Vaccaro das Zuspiel entschlossen aufnahm und ins Tor hämmerte (39.).
Nach Seitenwechsel operierte dann Ludwigshafen-Oggersheim vor 1870 Zuschauern endlich offensiver und jetzt nahm die Begegnung auch Fahrt auf. Zunächst versuchte sich Marco Haber mit einem Distanzsschuß und dann servierte Markus Ortlieb dem davoneilenden Angelo Vaccaro einen Paß genau in den Lauf. Dessen Schuß ging aber knapp am Tor vorbei.
Fast im Gegenzug gelang dann dem etwas mutiger werdenden Gastgeber der Ausgleich, als der Ball Reiß vor die Füsse sprang und der Kickers-Schlußmann David Yelldell überwand (63.). Der kurz zuvor für Dominique Rodrigues eingewechselte Mustafa Parmak brachte dann aber mehr Linie und Übersicht ins Spiel und bei einem schnellen Konter servierte er Bashiru Gambo maßgerecht den Ball und der erzielte aus ungefähr acht Meter die erneute Führung (69.).

Bei weiteren Kontermöglichkeiten vergab dann zweimal Angelo Vaccaro und auch der für Sokol Kacani eingewechselte Nico Beigang ließ im Abschluß die nötige Übersicht vermissen. So musste bis zum Schluß doch noch gezittert werden und einmal konnte sich auch noch David Yelldell auszeichnen, als er aus kurzer Distanz einen Schuß des freistehenden Donkov abwehrte.
Mit dem Sieg hielten zwei Serien: Ludwigshafen-Oggersheim konnte zuhause noch nicht gewinnen, die Kickers bleiben mit nunmehr vier Siegen
und einem Unentschieden die beste Auswärtsmannschaft der Regionalliga.
Der Kommentar von Kickers-Trainer Peter Zeidler:“ Angesichts der Temperaturen war es ein heißes und umkämpftes Spiel. Wir haben versucht, aus einer kompakten Abwehr das Spiel zu kontrollieren und das ist uns auch lange gelungen. Der Führungstreffer kam dann zu einem wichtigen Zeitpunkt, aber nach der Pause haben wir zu viele Konterchancen nicht entschlossen genug abgeschlossen. Kämpferisch bin ich zufrieden, aber spielerisch muß vieles noch besser werden. Der Sieg war jedoch sehr wichtig und jetzt muß es einfach auch einmal mit einem Heimsieg klappen.“

Die Spielstatistik:

FSV Ludwigshafen-Oggersheim: Petkov – Malz (76. Rehm), Unfricht, Hildebrandt, Böcher (67. Arslan), Haber, Reiß, Marinovic, Schlabach, Donkov,Camara (76. Christ) – Trainer:
Kickers: Yelldell – Ortlieb, Rapp, Härter, Stierle – Mann, Akcay, Gambo, Rodrigues (57. Parmak), Vaccaro (84. Sökler) – Kacani (73. Beigang) – Trainer: Parmak

Zuschauer:
1.870 Fans im Südweststadion in Ludwigshafen

Torfolge:
0:1 Vaccaro (39.)
1:1 Reiß (63.)
1:2 Gambo (69.)

Schiedsrichter:
Pflaum (Hallstadt)

Verwarnungen:
Gelbe Karten: Donkov, Camara – Parmak

Bericht von Guido Dobbratz

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Vorberichte: FSV Oggersheim – Stuttgarter Kickers

Die Kickers stehen unter Zugzwang

STUTTGART (sem). Die Zügel sind in dieser Woche angezogen worden beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers. Nach der 1:2-Heimniederlage gegen den SV Sandhausen bestellte der Trainer Peter Zeidler seine Mannschaft am Dienstag um sechs Uhr morgens zum Training. „Das ist doch nichts Besonderes, der Trainer wollte einen Reizpunkt setzen“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast: „Unser ehemaliger Trainer Robin Dutt hat schließlich mal eine ganze Woche lang um sieben Uhr trainieren lassen.“

Ob die morgendliche Trainingseinheit nun besonders war oder nicht – die Kickers stehen nach der dürftigen Bilanz von bisher nur einem Punkt aus vier Heimspielen morgen beim Tabellenletzten FSV Oggersheim (14 Uhr) unter Druck. Ein Auswärtssieg ist Pflicht. „In der gesamten Liga gibt es ungewöhnlich viele Auswärtssiege in dieser Saison“, sagt Cast, „diesen Trend wollen wir morgen fortsetzen, um dann auch mal in einem Heimspiel nachzulegen.“ Die Kickers können bis auf den verletzten Stürmer Saban Genisyürek in Bestbesetzung antreten.

Stuttgarter Zeitung

Kickers hoffen auf den Durchbruch

Stuttgart (bw) – Die gebeutelten Fußballer des Regionalligisten Stuttgarter Kickers starten morgen (14 Uhr) in der Partie beim FSV Oggersheim den nächsten Versuch eines Befreiungsschlages. Bereits heute (18.30 Uhr) empfängt der VfB Stuttgart II die Sportfreunde Siegen.

stuttgarter kickers

Drei sieglose Spiele in Folge und der Ballast von drei Heimniederlagen: Die Kickers hoffen, dass der Knoten endlich platzt. „Wir müssen jetzt in die Erfolgsspur kommen“, fordert Trainer Peter Zeidler, der seinen Schützlingen in dieser Woche kräftig ins Gewissen geredet hat. „Ich habe ihnen bewusst gemacht, dass sie hier eine Verpflichtung haben“, berichtet der Coach, der sich trotz der Negativserie nicht unter Druck gesetzt fühlt: „Ich werde nicht nervös.“ Mit „fleißigem Training“ soll die schwierige Phase überwunden und beim Tabellenletzten Oggersheim nun der Durchbruch geschafft werden. „Doch der FSV ist kein Fallobst“, warnt der Trainer davor, den Gegner zu unterschätzen: „Jeder weiß Bescheid, worum es geht, wir werden den Sieg nicht geschenkt bekommen.“ Die Übungseinheit am Dienstagmorgen um 6 Uhr war laut Zeidler eine Aufweckaktion – ihr folgte am Abend ein 13:3-Sieg beim Kreisligisten TSV Eltingen. In der Partie fehlten Mustafa Parmak und Moritz Steinle wegen grippaler Infekte. Beide haben gestern aber wieder mittrainiert.

So wollen sie spielen: Yelldell – Ortlieb, Härter, Rapp, Stierle – Parmak, Akcay, Gambo, Rodrigues – Kacani, Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Vorschau

Spielinfos:

Anstoß: 22.09.2007 14:00
Stadion: Südweststadion

Schiedsrichter: Pflaum (Hallstadt)
Assistenten: Schlott (Marktl), Friedrich (München)

FSV LU-Oggersheim: Rodighero und Christ – er könnte für Strohmann kommen – haben sich mit guten Trainingsleistungen empfohlen.

Stuttgarter Kickers: Mittelfeldmann Parmak (Grippe) konnte bis Mittwoch nicht trainieren, im Angriff dürfte der zuletzt gesperrte Kacani zurückkehren.

Aufstellung

FSV LU-Oggersheim
R. Petkov – Schlabach, Unfricht, Hildebrandt, Rodighero – Haber, Malz – Marinovic, Adzic, Böcher – Strohmann; Trainer: Koch

Stuttgarter Kickers
Yelldell – M. Ortlieb, Härter, Rapp, Stierle – Sökler, Akcay, Gambo, Rodrigues – Kacani, Vaccaro; Trainer: Zeidler

Kicker

Vorberichte: Stuttgarter Kickers II – Sonnenhof Großaspach

Hinten soll die Null möglichst erneut stehen

Sechs Treffer in sechs Spielen genügten Großaspach, um mit 14 Punkten zu dem Überraschungsteam der Fußball-Oberliga zu avancieren. Zweiter ist die Truppe von Trainer Markus Gisdol, was in erster Linie mit der starken Defensivarbeit zu erklären ist. Noch kein Gegentor kassierte die SG. Steht die Null auch am Sonntag (15 Uhr) bei den Stuttgarter Kickers II?

VON STEFFEN GRÜN

In den ersten 540 Minuten einer Saison kein einziges Mal den Ball aus dem Netz fischen zu müssen, ist wenigen Torhütern vergönnt. Zum erlauchten Kreis zählt mittlerweile Milan Jurkovic, seit zehn Wochen in Diensten der SG Sonnenhof. Mit starken Paraden hat der 24-Jährige zweifellos großen Anteil daran, dass gegen Aspach bislang alle Teams erfolglos auf Torejagd gingen. Im Prinzip gebührt das Lob aber der kompletten Elf: Denn es ist eine Binsenweisheit, dass die Defensivarbeit bei den Angreifern beginnt. Die ganze Mannschaft zeigt in der Rückwärtsbewegung beeindruckende Disziplin. Und vor Jurkovic bilden Benjamin Gorka und Dennis Grab eine Innenverteidigung, die in der Oberliga derzeit so etwas wie das Maß aller Dinge ist.

So lange kein Gegentor zu kassieren, ist in Gisdols Augen „nicht planbar“. Der Defensive größere Stabilität zu verleihen, dagegen schon. „So etwas kommt nicht von ungefähr“, betont der neue SG-Coach. Nach 73 Gegentoren in der Vorsaison sei für ihn klar gewesen, dass an dieser Stelle der Hebel anzusetzen ist. „Das ist die Basis“, erklärt der 38-Jährige. Die Basis ist definitiv gelegt. Damit gibt sich Gisdol nicht zufrieden. Er hat die nächste Entwicklungsstufe ins Auge gefasst. Es geht jetzt darum, die taktische Flexibilität zu erhöhen. Beim jüngsten 1:0 gegen Kirchheim wich Aspach erstmals von der üblichen Grundordnung dem 4:4:2 ab. Es formierte sich ein 4:3:3, um die Abwehr des Neulings über die Flügel zu knacken. Unter dem Strich war dieser Versuch erfolgreich. „Wir wollen beide Systeme spielen können“, erklärt Gisdol. Im Idealfall kann die Umstellung während einer Partie erfolgen. Ohne Unordnung.

Auf diesem Weg wartet noch viel Arbeit. Was aber bislang bereits geleistet wurde, ist durchaus eine Erfolgsgeschichte. Mit 14 Punkten beträgt der Rückstand des Tabellenzweiten auf Spitzenreiter FC 08 Villingen lediglich zwei Zähler. Damit hatte im Vorfeld der Saison wohl niemand gerechnet. „Wir sind selbst etwas überrascht“, räumt Gisdol ein. Aber auch erfreut, klar. Trotzdem bleibt der Trainer bei der Aussage, die er nach dem 1:0-Sieg gegen den SSV Ulm 1846 vor drei Wochen traf: „Wir werden jetzt nicht die Arme ausbreiten und zu fliegen beginnen.“ Einen bestimmten Tabellenplatz möchte Gisdol auch weiterhin nicht als Ziel fixieren. Er sagt lieber: „Wir wollen den einen oder anderen Großen ärgern.“ Zu dieser Kategorie gehören die Kickers mit fünf Niederlagen und nur einem Sieg bislang auf jeden Fall nicht. Aspachs Trainer warnt trotzdem vor den kleinen Blauen. Und zwar deshalb, weil der Einsatz einiger Regionalligaspieler nicht so abwegig ist. Bester Kickers-Schütze ist mit vier Toren bislang der Ex-SG-Kicker Srdan Stevanovic. Beim Team aus dem Fautenhau ist nur der Einsatz von Hakan Atik (Bluterguss im Knöchel) fraglich.

Backnanger Kreiszeitung