U19 Kickers besiegen KSC mit 4-2 – wichtige Punkte im Abstiegskampf

-von Daniel Scheck-

Die Kickers haben ziemlich forsch begonnen und schon nach einer Minute eine erste Riesenchance gehabt. Nach einer flachen Hereingabe vom rechten Flügel trudelte der Ball Richtung Torlinie und wurde im letzten Moment von der Linie weggeschlagen. 15 Minuten später dann das 1:0 durch Rizzi mit der Nummer 16. (Thies, der als Torschütze per SMS gemeldet wurde, hat die 15). Nach einer super Ballstaffette wurde der Ball aus dem Strafraum zentral zurückgelegt und mit einem satten Flachschuss aus ca. 20 Metern vollstreckt. Bei einer weiteren Riesenchance wurde der Ball von Brandstetter von rechts etwas zu scharf nach innen gebracht, sodass der Spieler in der Mitte haarscharf am Ball vorbeisprang. Die nächste gute Torchance der Kickers bedeutete dann das 2:0 durch Brandstetter, der einer Brust-Ablage von Petruso flach ins linke Eck einschoss.
Die Kickers gingen in der ersten Hälfte ein sehr hohes Tempo und gaben keinen Ball verloren. Diesem Tempo mussten sie in der zweiten Hälfte Tribut zollen, Karsruhe kam besser ins Spiel und setzte die Kickers ziemlich unter Druck. Bei einem Lattenschuss hatten die Kickers noch Glück, aber kurz danach fiel der Anschlusstreffer. Da dachte man, dass es nun vielleicht noch schiefgehen könnte. Doch fast direkt im Gegenzug schnappte sich Brandstetter rechts den Ball und passte von der Grundlinie scharf nach innen, wo Tunjic am langen Pfosten in den Ball reinrutschte und diesen irgendwie, vermutlich mit der Brust, über die Linie brachte.
Nachdem man etwas durchgeatmet hatte, fiel aber auch gleich wieder der Anschlusstreffer.Danach versuchten die Kickers das Spiel über die Runden zu bringen, Karsruhe versuchte nochmal alles, den Ausgleich zu erzielen, kam aber nicht mehr zwingend vors Tor. Bei einem Konter dachte man zunächst, dass der Ball bereits verloren sei, doch Marcel Brandstetter kam in zentraler Position an den Ball, narrte seinen Gegenspieler durch drei Haken und schob dann den Ball mit rechts in die linke Ecke. Ein Supertor, das die Entscheidung bedeutete.

Die Kickers spielten insgesamt sehr engangiert und vor allem diszipliniert und man sah auch wieder schöne Spielzüge, die das spielerische Potenzial der Mannschaft aufblitzen liesen. Natürlich kam auch der sich in einem hervorragenden Zustand befindende Rasen auf der Bezirkssportanlage zugute (was ganz anderes als der Acker auf der Festwiese, vor allem zu Beginn der Rückrunde).

Das Präsidium war übrigens durch Präsident Dirk Eichelbaum und Walter Kelsch vertreten und der neue Jugend-Teamchef Zoltan Sebescen war auch da.

Aufstellung:
Stuttgarter Kickers
Rodrigues
Schneider, Leist, Thies, Boric
Weber, Candan (84. Kind), Rizzi (67. Gümüssü)
Brandstetter (89. Mucan), Tunjic (82. Papadopoulos), Petruso

Die Kickers sind jetzt wieder mit 2 Punkten Vorsprung vor Nürnberg auf dem ersten Nichtabstiegsplatz.

Restprogramm beider Mannschaften:

03.06.2007 11:00 Uhr:
Stuttgarter Kickers (11.) – SSV Ulm (14.)
1. FC Nürnberg (12.) – Greuther Fürth (6.)

10.06.2007 11:00 Uhr:
SC Freiburg (4.) – Stuttgarter Kickers
Bayern München (1.) – 1. FC Nürnberg

U17 vor neuem Rekord in Oberliga – 2:1 in Reutlingen

Auch dieses Spiel konnte der neue Meister und Aufsteiger in die B-Junioren-Bundesliga erfolgreich gestalten.
Es war bereits der 19. Punktspielsieg in dieser Saison – zum Rekord in der B-Junioren-Oberliga fehlt nun nur noch ein Sieg gegen den FV Villigen am kommenden Samstag!

Gegen den SSV Reutlingen begann man gleich hellwach und konnte auch die erste Torchance eiskalt ausnutzen. Caglar Celiktas wurde von Spielführer Patrick Auracher auf die Reise geschickt und schob den Ball unter dem Torwart zur umjubelten Führung. Es waren gerade einmal zwei Minuten gespielt.
Dann die 4. Spielminute: wieder auf Zuspiel von Patrick Auracher wurde Alen Lehecka im Strafraum gefoult. Doch den fälligen Strafstoß schoß der Gefoulte nur gegen die Latte.
Danach hatten die Kickers noch ein paar gute Gelegenheiten, doch die Zuspiele in die Spitze wurden immer ungenauer. Und so kam der Gastgeber besser ins Spiel und hatte nach einigen Defensivfehlern dann auch die ersten gefährlichen Aktionen. Torwart Dennis Eiberle konnte sich so einige Male auszeichnen.
Kurz vor der Halbzeit dann doch noch das 2:0 für die Kickers – zu diesem Zeitpunkt eher etwas glücklich.
Nach Vorarbeit von Caglar Celiktas konnte sich Simon Brandstetter im Strafraum gekonnt durchsetzen und diesmal versenkte er den Ball im Netz.

Nach dem Wechsel zunächst ein ähnliches Bild, die Kickers spielten sich Chancen heraus, der SSV kam aber immer wieder bei Kontern gefährlich vor das Kickers-Tor.
Nach einer schönen Kombination scheiterte Caglar Celiktas am Torhüter der Gastgeber, ein Schuss von Fabio Leutenecker konnte vom Torwart noch über die Latte gerettet werden, und ab und zu spielte man es in Überzahl vor dem Tor auch etwas zu kompliziert.
Auch der SSV hatte Torchancen – und in der 65. Minute kamen sie auch zum verdienten Anschlusstreffer. Nach einem von zahlreichen Freistößen landete der plazierte Kopfball im langen Eck, Dennis Eiberle war geschlagen.

Die Kickers brachten die restliche Spielzeit aber ohne größere Probleme zu Ende und gewann letztlich verdient mit 2:1!

Am kommenden Samstag, 19.05.07 – endlich auf der Bezirkssportanlage – kann man nun den Oberliga-Rekord perfekt machen. Anschließend wird es die Wimpelübergabe geben!

Beim Heimspiel der Profis am 26.05.2007 gegen die TSG Hoffenheim wird die Mannschaft von Trainer Christian Isert dann auch eine Ehrung im GAZI-Stadion erhalten. Herzlichen Dank hier an den Manager Achim Cast, der dies ermöglicht.

Aufstellung:
Eiberle, Caliskan, Sifayin, Simic (40. Ricciardi), Abruscia (35. Leutenecker), Auracher, Kaya (40. Kühnert), Pala, Lehecka, Brandstetter (47. Kaiser), Celiktas.
Trainer: Christian Isert / Uli Busch

Tore:
0:1 Caglar Celiktas 2.
0:2 Simon Brandstetter 38.
1:2 Kopfball nach einem Freistoß 65.

Kickers-Juniorenteam

Spielverlegung der U 19-Mannschaft

Das U19-Bundesligaspiel der A-Junioren der Stuttgarter Kickers gegen den Karlsruher SC am Sonntagnachmittag, 13. Mai 2007 um 14.00 Uhr auf der Festwiese in Cannstatt muß kurzfristig verlegt werden. Grund ist die Abstellung eines Karlsruher Auswahlspielers zu einem DFB-Lehrgang. Die Begegnung muß daher auf Mittwoch, 23. Mai 2007 verlegt werden. Anstoßzeit auf der Bezirkssportanlage Waldau in Degerloch wird dann um 18.30 Uhr sein.

Kickers-Juniorenteam

Sebescen wird Teamchef für den Nachwuchs

Nun ist es endgültig. Der frühere Kickers-Spieler Zoltan Sebescen übernimmt vom 1. Juli 2007 an den Posten als Teamchef für den Nachwuchs bei den Stuttgarter Kickers. Der 31jährige, ehemalige Nationalspieler ist zuständig für alle Bereiche im Nachwuchsbereich, angefangen von den Bambinis bis zum U 23-Team. „Von der Verpflichtung von Sebescen versprechen wir uns einen Schub in der Nachwuchsarbeit, die für einen Verein wie die Kickers immer wichtiger wird“, kommentierte Präsident Dirk Eichelbaum die Verpflichtung des ehemaligen Fußball-Profis.

Zoltan Sebescen spielte nach seinem Wechsel von den Kickers bei Wolfsburg und Leverkusen und wurde kurzfristig auch in die Nationalmannschaft berufen. Nach einem Zeckenbiß und mehreren Verletzungen mußte er vorzeitig seine Laufbahn als Profi beenden und nimmt nun einen neuen Anlauf als Teamchef für den Nachwuchs. „Wichtig ist für mich eine enge Verzahnung der U17-, U19- und U23-Mannschaft, um in Abstimmung mit dem neuen Trainer Peter Zeidler und mit Manager Joachim Cast möglichst viele Talente der ersten Mannschaft zuzuführen“, sieht Sebescen seine Hauptaufgabe an.

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Der doppelte Hinck

Der Trainer der Kickers-Amateure hat auch die A-Jugend übernommen

Degerloch. Carpe diem – nutze den Tag. Björn Hinck kann in dieser Hinsicht niemand etwas vorwerfen: Der 30-Jährige trainiert parallel zur Oberliga-Mannschaft des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers auch die vom Abstieg bedrohten Bundesliga-A-Junioren – neben seiner Arbeit als Finanzbeamter.

Von Frank Pfauth

Zeit für ein Schwätzle am Telefon? „Gewiss“, sagt Björn Hinck, „telefonieren geht immer, trotz meines derzeitigen Programms.“ Selbst schuld, könnte man süffisant dazu anmerken. Seit Hinck unlängst zu seiner eigentlichen Aufgabe als Trainer der Oberliga-Mannschaft bei den Stuttgarter Kickers auf Bitten des Präsidiums auch das Coaching der abstiegsgefährdeten Bundesliga-A-Junioren des Degerlocher Clubs übernommen hat, ist Zeit für ihn zu einem knappen Gut geworden.

Beispielsweise am zurückliegenden Wochenende. Am Freitag musste er von der Seitenlinie aus ansehen, wie die zweite Kickers-Mannschaft ihre Partie in der derzeitigen Heimspielstätte im Stadion Festwiese mit 1:2 gegen den Spitzenreiter SV Sandhausen verlor. Zwei Tage später durfte der 30-Jährige dafür mit den A-Junioren über einen 3:2-Auswärtssieg beim Abstiegsmitkontrahenten SSV Reutlingen jubeln.

Drei Spiele, zwei Siege – so sieht die Zwischenbilanz der noch jungen Ära Hinck bei den Junioren aus. Die hatten die Punkte auch nötig und haben sie weiterhin nötig. Aus den verbleibenden drei Begegnungen muss die A-Jugend noch zwei weitere Siege einfahren, dann würde der Kickers-Nachwuchs den Klassenverbleib wider Erwarten noch schaffen.

Für den Trainer Hinck sind es sieben Partien bis zum Saisonende, die für ihn mit beiden Mannschaften zusammen in den kommenden drei Wochen auf dem Programm stehen. Reisestrapazen bei den Auswärtsfahrten sowie unzählige Trainingseinheiten nicht mitgerechnet. Nicht zu vergessen: Dieses Mammutprogramm absolviert er in seiner Freizeit. Der Mann arbeitet in seinem Hauptberuf als Finanzbeamter auf dem Böblinger Landratsamt. Außerdem ist Hinck vor knapp acht Wochen zum ersten Mal Vater geworden. Wie es dem Doppeltrainer gelingt, angesichts der Terminhetze den Überblick zu wahren? „Bislang jedenfalls war ich in den vergangenen Wochen immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, antwortet Hinck schmunzelnd.

Das Kontrastprogramm genießt derzeit Hincks Vorgänger, Wolfgang Schneck. Allerdings ist ihm sein Plus an Freizeit kein ungetrübter Genuss. Nach fast fünfjähriger Tätigkeit als A-Jugend-Coach hatten er und die Kickers-Verantwortlichen sich vor knapp zwei Wochen dazu durchgerungen, künftig getrennte Wege zu gehen. „Es war eine geräuschlose Trennung“, sagt Schneck. Kommentieren will er die Entscheidung nicht. Aber: „Sehr gerne hätte ich mein Werk auch bis zum Saisonende vor Ort begleitet“, sagt der 53-Jährige, der in seinem eigentlichen Beruf als Sportlehrer an einer Tübinger Hauptschule in Vollzeit unterrichtet. Die Verantwortlichen des Vereins hatten ihrem Meistertrainer den Klassenverbleib in der höchsten deutschen Spielklasse diesmal nicht mehr zugetraut – anders als noch in den vorangegangenen Jahren. Seit dem Bundesliga-Aufstieg der Blauen im Jahr 2003 war Schneck dieses Unterfangen regelmäßig gelungen.

Inzwischen habe er bereits einige Anfragen von anderen Vereinen erhalten, sagt Schneck, der nach eigenen Worten „auch zukünftig dem Fußballgeschäft verbunden“ bleiben werde. In welcher Form? „Kein Kommentar.“ Sicher ist derzeit nur so viel: „Björn Hinck genießt angesichts seines Engagements meinen vollen Respekt“, sagt Schneck, „ich hätte mir diese Doppelbelastung ganz sicher nicht angetan.“

Das Restprogramm des Trainers Björn Hinck in der Oberliga: Sa, 12. Mai: Bahlinger SC – Kickers II (15.30 Uhr); So, 20. Mai: Kickers II – 1. FC Pforzheim (15 Uhr); Sa, 26. Mai: TSG Hoffenheim II – Kickers II (15.30 Uhr); Sa, 2. Juni: Kickers II – VfR Mannheim (15.30 Uhr).

In der A-Junioren-Bundesliga: So, 13. Mai: Kickers – Karlsruher SC (14 Uhr); So, 3. Juni: Kickers – SSV Ulm 1846 (11 Uhr), So, 10. Juni: SC Freiburg – Kickers (11 Uhr).

Stuttgarter Nachrichten

Björn Hinck: Der Mann im Dauerstress

Im Dauerstress befindet sich derzeit der Kickers-Amateurtrainer Björn Hinck, der im Hauptberuf am Landratsamt Böblingen als gelernter Diplom-Verwaltungswirt für Haushaltsplanung und Finanzkontrolling zuständig ist. Daneben aber nützt er jede freie Minute, um bei den Stuttgarter Kickers das Training der zweiten Mannschaft zu leiten. Zusätzlich muß er sich neuerdings aber auch um die A-Junioren kümmern, da sich das Präsidium von dem zuletzt glücklosen Wolfgang Schneck getrennt und Björn Hinck als Interimstrainer berufen hat. All diese Aufgaben ergeben einen äußerst gedrängten Terminplan, zumal der 30jährige Schwabe auch vor sieben Wochen noch Vater eines Sohnes namens Levin Elias wurde.

Mehr dazu

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Presse zur U19: SSV 05 Reutlingen – Stuttgarter Kickers (1:2)

A-Junioren-Bundesliga
Kickers erleichtert

STUTTGART (StZ). Mit einem 2:1-Sieg beim Tabellenletzten SSV Reutlingen haben die Bundesliga-A-Junioren der Stuttgarter Kickers einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht. Nach dem 0:1 durch Altindag (14.) drehten Petruso (26.) und Brandstetter (81.) die Partie noch zu Gunsten der Kickers. „Wir sind erleichtert“, sagte der neue Trainer Björn Hinck.

Stuttgarter Zeitung

Einen Erfolg feierte auch die A-Jugend der Stuttgarter Kickers. Beim SSV Reutlingen gewann das Team von Interimstrainer Björn Hinck mit 2:1 (0:1). Die Treffer für die Blauen, die sich ein wenig vom Tabellenende lösen konnten, erzielten Franco Petruso und Marcel Brandstetter.

Stuttgarter Nachrichten

A-Jugend: Traum vom Klassenerhalt ist geplatzt

Die Reutlinger A-Junioren unterlagen den Stuttgarter Kickers mit 1:2 (1:1) und müssen damit alle Hoffnungen auf den Klassenerhalt ad Acta legen. Vor rund 250 Zuschauern im Kreuzeiche-Stadion hatte Tevik Altindag die SSV-Führung erzielt.

[Alexander Thomys] – Dabei hatte das SSV-Team stark begonnen und hatte die Partie in den ersten 30 Minuten klar unter Kontrolle. Nach einem Pass von Giuseppe Di Leone kam Angreifer Sven Schipplock frei vor das Tor der Stuttgarter, verfehlte dann allerdings das Tor (12.). Zwei Minuten später die umjubelte Führung für die Kreuzeiche-Kicker: Tevfik Altindag sorgte mit einem sehenswerten Freistoß aus 25 Metern für das 1:0 (14.). Im Anschluss hätten die Nullfünfer auf 2:0 erhöhen müssen, aber Alen Lekavski (21.) und Altindag (25.) vergaben weitere gute Möglichkeiten.

Die Reutlinger hatten das Spiel in dieser Phase unter Kontrolle – erst ein Fehlpass in der Vorwärtsbewegung der SSVler ermöglichte den Stuttgartern den 1:1-Ausgleich. Mit einem Pass in den Rücken der Abwehr hebelten die Kickers die Defensivabteilung der Nullfünfer aus, Franco Petruso traf zum 1:1 (26.). „Wir haben den Ausgleich durch einen Fehler erst ermöglicht, und dann ist gleich der erste Sonntagsschuss drinn“, ärgerte sich Al-Kayed. Nach dem Ausgleich verloren die Reutlinger völlig den Faden, die Kickers kamen zu guten Torgelegenheiten. Der agile Marcel Brandstetter schoss zunächst über die Latte und fand später seinen Meister in SSV-Keeper Julian Hauser (33./38.). Zudem köpft Volkan Candan nur knapp am Reutlinger Tor vorbei (45.).

In der zweiten Halbzeit nahmen die Gäste das Spiel in die Hand – ebenso wie die Reutlinger benötigten auch die Kickers einen Sieg im Abstiegskampf. Die Reutlinger Abwehr konnte dem Druck allerdings eine ganze Weile standhalten. Zunächst rettete Antonio Rizzo im Strafraum vor Kickers-Akteur Petruso (55.), später klärte Di Leone auf der Linie für seinen geschlagenen Keeper (71.). Kurze Zeit später die entscheidende Szene: Brandstetter marschierte durch den Reutlinger Strafraum und schloss sein schönes Solo gekonnt zum 1:2 für die Kickers ab (79.). Im Anschluss warf das Al-Kayed-Team alles nach vorne, doch Alen Lekavski verpasste die Ausgleichschance (90.).

Bundesliga zu stark für den SSV

„Das wars dann endgültig“, ist für SSV-Trainer Al-Kayed die Messe im Bundesliga-Abstiegskampf gelesen. Einen Vorwurf konnte der erfahrene Trainer seinem Team allerdings nicht machen. „Sie haben ihr bestes gegeben, das reichte einfach nicht“, erklärte Al-Kayed. „Wir haben nur fünf, sechs Spieler auf Bundesliga-Niveau, das ist einfach zu wenig.“ Dennoch wollen sich die Reutlinger sportlich fair aus der Bundesliga verabschieden und „bis zum Schluss Gas geben“.  Sportlich gesehen ist der Abstieg allerdings zu verkraften. Schließlich agierten die Nullfünfer in derselben Liga mit Vereinen wie dem Rekordmeister FC Bayern München, VfB Stuttgart, 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Nürnberg, FSV Mainz 05 oder dem Karlsruher SC. Dennoch war die Chance auf den Klassenerhalt lange Zeit gegeben – obwohl die Nullfünfer finanziell gesehen kaum mithalten konnten. Dies ist bereits aller Ehre wert. In der Oberliga sollte nun der Wiederaufstieg angepeilt werden, doch die Konkurrenz ist groß.

Nun müssen die Planungen für die kommende Oberliga-Saison möglichst schnell anlaufen. Mehrere Spieler haben sich bereits anderen Vereinen zugewandt, das Hauptproblem bleibt dabei die zweite SSV-Mannschaft. Selbst nach dem Aufstieg in die Kreisliga A ist der Reutlinger Unterbau zu unattraktiv für die A-Jugendlichen. Daniel Blazevic (TuS Metzingen) und Steven Kröner (VfB Stuttgart) stehen bereits als Abgänge fest.

SSV-News.de

Reutlingen – Stuttgarter Kickers 1:2 – Altindags Führungstreffer am Ende zu wenig. SSV vor Bundesliga-Abstieg 
 
Resignation nach Derby-Niederlage 
 
VON ALEXANDER THOMYS 
 
REUTLINGEN. Die Reutlinger A-Junioren können für die Oberliga planen. Am 24. Spieltag unterlag die Mannschaft um Trainer Walid Al-Kayed dem Abstiegsmitkonkurrenten Stuttgarter Kickers mit 1:2 (1:1). Der Abstieg aus der Bundesliga ist nach der erneuten Niederlage wohl nicht mehr zu vermeiden. 

Zunächst begann das SSV-Team stark und kontrollierte die Partie in den ersten 30 Minuten. Im Angriff erwiesen sich die Nullfünfer allerdings als zu harmlos und vergaben zahlreiche Torgelegenheiten. Nach einem Pass von Giuseppe Di Leone kam Sven Schipplock frei vor das Tor der Stuttgarter, agierte dann aber zu unentschlossen (12.).

Kurze Zeit später die umjubelte Führung für die SSVler: Tevfik Altindag sorgte mit einem sehenswerten Freistoß aus 25 Metern für das 1:0 (14.). Im Anschluss hätten die Nullfünfer auf 2:0 erhöhen müssen, aber Alen Lekavski (21.) und Altindag (25.) vergaben gute Möglichkeiten. Die Reutlinger hatten das Spiel unter Kontrolle – ein unnötiger Fehlpass brachte die Gäste aber zurück ins Spiel und ermöglichte den 1:1-Ausgleich. Die Kickers konterten geschickt, Franco Petruso schloss sicher ab (26.).

»Der erste Sonntagsschuss ist gleich ein Tor«, ärgerte sich Reutlingens Kommandogeber Al-Kayed. Nach dem Ausgleich verloren die SSVler völlig den Faden, die Kickers kamen zu guten Torchancen. Der agile Marcel Brandstetter schoss zunächst über die Latte und fand wenig später seinen Meister in SSV-Keeper Julian Hauser (33./38.).

Zudem köpfte Volkan Candan nur knapp am Reutlinger Tor vorbei (45.). Am Ende gingen die Nullfünfer mit einem glücklichen 1:1-Unentschieden in die Pause. Den Schwung aus der letzten Viertelstunde vor der Pause nutzten die Gäste auch im zweiten Durchgang und dominierten die Partie nach Wiederanpfiff deutlich. Im Abstiegskampf zählte für beide Teams nur ein Sieg. Die SSV-Abwehr konnte dem Druck zunächst standhalten. Antonio Rizzo rettete gegen Kickers-Akteur Petruso (55.), Di Leone klärte auf der Linie vor Mijo Tunjic (71.).

Einzelaktion entscheidet das Spiel

Spielerisch konnten die Kickers die Nullfünfer nicht bezwingen, erst eine Einzelaktion sorgte für den Siegtreffer der Gäste. Brandstetter marschierte durch den SSV-Strafraum und traf nach einem schönen Solo zum 1:2 (79.). Im Anschluss warf der SSV alles nach vorne, doch Lekavski verpasste den Ausgleich (90.). Selbst SSV-Keeper Hauser ging am Ende in die Offensive, doch gelang es nicht die Niederlage abzuwenden.

»Das war’s dann endgültig«, ist für Al-Kayed die Messe im Abstiegskampf gelesen. Sieben Punkte trennen die SSV-Junioren bereits vom sicheren Ufer. Einen Vorwurf konnte der erfahrene Trainer seinem Team allerdings nicht machen. »Sie haben ihr Bestes gegeben, das reichte einfach nicht«, erklärte Al-Kayed. »Wir haben nur fünf, sechs Spieler auf Bundesliga-Niveau, das ist zu wenig.« Dennoch wollen sich die Reutlinger sportlich fair aus der Bundesliga verabschieden und »bis zum Schluss Gas geben«. (GEA)

Reutlinger General Anzeiger

U19 verliert unglücklich in Mainz

Es hat nicht sollen sein. Durch ein Gegentor drei Minuten vor Schluß verloren die Blauen ihr Spiel der Junioren-Bundesliga beim FSV Mainz 05 mit 2:3. Dabei gingen die Kickers durch einen Doppelschlag von Franco Petruso (57. und 60. ) sogar mit 2:1 bei der Überraschungsmannschaft der Saison in Führung. Doch drei Minuten später konnten die Hausherren ausgleichen, bis kurz vor Spielschluß hielten die Blauen sogar den einen Punkt fest in Händen.

Die Konkurrenz konnte zum Glück nicht überraschen. Ulm verlor in Kaiserslautern deutlich mit 2:5 und bleibt damit hinter den Kickers auf Platz 13. Nürnberg spielt erst am 20.05. gegen den SC Freiburg, Reutlingen am 12.05. bei 1860 München.

Für die Kickers spielten:
Rodrigues; Leist, Schneider, Candan, Kind; T. Müller, Rizzi, Weber (56. Boric); Petruso (78. Gümüssu),Tunjic (75. Zivaljevic), Brandstetter (89. Gonzales)