Kickers II beim 36. Hohberger Hallenmasters

FUSSBALL. Das Traumfinale war am Sonntag um 16.25 Uhr geplatzt. Die jungen Oberliga-Spieler der Stuttgarter Kickers schlichen mit hängenden Köpfen in die Kabine. Gerade hatten sie sich nach dem Neunmeterschießen im Viertelfinale des 36. Hohberger Hallenmasters verabschiedet – und das gegen den SC Offenburg aus der Kreisliga A Nord.

Besonders bedrückt wirkte dabei einer, für den dieses ausgezeichnet besetzte regionale Hallenturnier eine besondere Bedeutung besaß, war es doch mit einer Rückkehr in die alte Heimat verbunden. Hakan Ilhan, gebürtiger Lahrer und ehemaliger Spieler des Lahrer FV und des Offenburger FV, wollte mit seinem Stuttgarter U-23-Team in Niederschopfheim eigentlich am Ende den Volksbank-Lahr-Cup in die Höhe stemmen. Das taten dann die Schutterwälder, die sich gegen den favorisierten OFV nach Neunmeterschießen freuen durften. „Wir sind alle maßlos enttäuscht, denn wir hatten uns hier einiges vorgenommen“, sagte Ilhan hinterher. Dass der 22-jährige Stuttgarter Teamkapitän, dessen Platz normalerweise im offensiven Mittelfeld ist, beim Auftritt in der Hohberghalle zwischen die Pfosten stand, kann nicht als Mangel an Ernsthaftigkeit gedeutet werden. Der Kickers-Torhüter fiel verletzt aus, auf die Schnelle war kein Ersatz zu finden, also zog der hoch gewachsene Ilhan das Trikot mit der Nummer eins über. „Wir wollten nicht überheblich sein. Und wir haben uns hier doch eigentlich ganz gut verlauft“, meinte er kopfschüttelnd. Dass die Kickers als Titelverteidiger angereist waren, machte die Betrachtung nicht einfacher. Immerhin genoss er es, Freunden, ehemaligen Teamkollegen und Familienmitgliedern zu begegnen. „Zunächst habe ich daran nicht so viel gedacht, aber als ich dann hier war, war es schon ein schönes Gefühl.“ Beim Perspektivteam der Kickers hat sich Ilhan gut etabliert, sein Vertrag läuft im Sommer aus, eine Verlängerung der Zusammenarbeit ist aber durchaus vorstellbar. Denn der Student der Betriebswirtschaft an der Uni Stuttgart fühlt sich in der Landeshauptstadt durchaus wohl. Doch am Sonntag packten Ilhan und Kollegen frustriert und vorzeitig ihre Taschen, während die letzten vier Mannschaften sich auf die Halbfinalspiele vorbereiteten. „Es sind schon die vier spielstärksten Teams im Viertelfinale“, hatte Turnierleiter Werner Franz zuvor festgestellt. Dabei hatte die Gruppenzuteilung bestimmte Konstellationen gefördert. Die Favoriten waren verteilt und vom Spielplan geschickt gelenkt worden. Und am Ende hätte es zum Höhepunkt idealerweise ein Duell zwischen Kickers II und OFV gegeben. Doch es kam eben anders. „Schade ist es auch, wenn der eigene Verein früh ausscheidet, denn dann leidet die Stimmung etwas“, sagte Franz noch mit Blick auf den SV Niederschopfheim, der in der Gruppe eins der Zwischenrunde der Spvgg. Lahr den zweiten Platz überlassen musste.

Stimmung kam unter den rund 1 000 Zuschauern am Sonntag dennoch auf. Zum Beispiel bei den fröhlichen Fans des SC Offenburg, der sich erst im Halbfinale gegen den FV Schutterwald mit 0:1 geschlagen geben musste. Auch im Finale herrschte Spannung. Dort glich der OFV kurz vor Schluss der zehnminütigen Spielzeit die Schutterwälder Führung zum 3:3 aus, wodurch wieder einmal ein Neunmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Dieser Modus wurde auf den Rängen durchaus kritisch bewertet: „Warum lässt man die Burschen im Finale nicht ein paar Minuten länger spielen“, sagt Einer. Den Schutterwäldern war dies aber egal. Sie, die als Verbandsligist zwar mit dem OFV durchaus auf Augenhöhe sind, waren als Außenseiter gegen die Offenburger Techniker gehandelt worden. Um so süßer schmeckte der Erfolg.

Badische Zeitung

Presse zum Sieg bei der Sindelfinger Hallengala

Kickers erfolgreich

Die Organisatoren der Sindelfinger Hallenfußballgala haben auch nach der 27. Auflage eine positive Bilanz gezogen. „Wir sind sehr zufrieden. Trotz der widrigen Wetterumstände sind 7500 Zuschauer in den Glaspalast gekommen“, sagte Ewald Höhn, der Abteilungsleiter Fußball des VfL Sindelfingen. An dem größten Hallen-Amateurturnier Deutschlands, das der Landesligist gemeinsam mit dem GSV Maichingen veranstaltet, nahmen 199 Mannschaften von der Kreisklasse bis zur Regionalliga teil.

Deshalb begann die Vorrunde schon am 21. Dezember 2009 – und das Turnier endete erst gestern Abend mit einem Sieg der Stuttgarter Kickers: Der Regionalligist bezwang vor 800 Zuschauern im Finale den Titelverteidiger SGV Freiberg glatt mit 4:0. Platz drei ging an die Oberligamannschaft der Kickers (1:0 gegen SV Böblingen).

„Während für die anderen Vereine Winterpause war, hatten wir Stress, aber es hat sich wieder gelohnt“, sagte Höhn. scha

Stuttgarter Zeitung

Kickers gewinnen Hallengala ohne Niederlage
4:0 im Finale gegen Freiberg – Zweite Mannschaft belegt Platz drei

SINDELFINGEN (may/kli). Die Stuttgarter Kickers waren der dominierende Verein bei der Hallenfußballgala im Sindelfinger Glaspalast. Das Regionalliga-Team zog ohne Niederlage ins Endspiel ein – und ließ Titelverteidiger SGV Freiberg keine Chance. Beim 4:0 gegen den Oberligisten trafen Marcel Ivanusa, Mahir Savranlioglu, Dirk Prediger und Mijo Tunjic. Dafür gab es ein Preisgeld von 2500 Euro. Das Oberliga-Team der Kickers durfte sich über 500 Euro freuen: Die U 23 gewann das Spiel um Platz drei gegen die SV Böblingen dank eines Eigentors des Landesligisten 1:0. Im Halbfinale hatten die kleinen Blauen 1:2 gegen Freiberg verloren.

Die Gala ist das größte Hallenfußballturnier für Amateure in Europa. 198 Mannschaften spielten seit 19. Dezember im Glaspalast, 45 Teams standen im Hauptfeld am Wochenende. Insgesamt kamen 7500 Zuschauer zu dem Turnier, das die Kickers nach 2004 zum zweiten Mal gewannen.

Richtig ernst wird es für die Blauen allerdings erst am 24. Februar. Dann empfangen sie zum ersten Regionalliga-Pflichtspiel im Jahr 2010 den SC Freiburg II. Zuvor stehen zwei Trainingslager an – vom 19. bis zum 21. Januar im Kleinwalsertal und vom 5. bis zum 12. Februar im türkischen Antalya.

Bis Ende dieser Woche wollen die Kickers-Verantwortlichen endgültig klären, ob Ex-Torhüter Tino Köstel (31) ins Präsidium aufrückt und sich dort um den sportlichen Bereich kümmert. Mit dem Wunschkandidaten ist sich Präsident Edgar Kurz im Grunde einig – „es müssen aber noch ein paar formelle Dinge geregelt werden“.

Stuttgarter Nachrichten

FREIBERG, 12. JANUAR 2010
Titelverteidiger SGV Freiberg verliert Finale gegen die Kickers
Regionalligist aus Stuttgart gewinnt Finale bei Hallenfußball-Gala in Sindelfingen mit 4:0 gegen den Oberligisten
Der SGV Freiberg belegte bei der Sindelfinger Hallenfußball-Gala den zweiten Platz. Im Finale verlor der Oberligist gegen die Stuttgarter Kickers 0:4. Erneut spielte sich der SGV Freiberg bis ins Finale des Sindelfinger Hallenturniers, an dem insgesamt 194 Mannschaften teilgenommen haben. In der Zwischenrunde griffen die höherklassigen Mannschaften ins Turniergeschehen. Zu den 20 gesetzten Teams kamen 25 Qualifikanten.

Den im vergangenen Jahr errungenen Turniersieg konnten die Freiberger nicht wiederholen. Im Finale unterlagen sie dem Regionalligisten Stuttgarter Kickers mit 0:4. Platz drei belegte die Oberligamannschaft der Stuttgarter Kickers II, die im kleinen Finale den SV Böblingen mit 1:0 besiegten. Bis ins Viertelfinale geschafft hatte es die Spvgg 07 Ludwigsburg, die nach einem 0:2 gegen den späteren Turniersieger ausscheiden musste. Eine Runde zuvor war das Aus für den TSV Münchingen gekommen nch dem 0:1 im Achtelfinale gegen den FC Gärtringen. Der SGV Freiberg besiegte auf dem Weg ins Finale in den Gruppenspielen den FC Marbach 1:0 und den TSV Flacht 2:1, trennte sich vom TV Darmsheim 1:1. In der Endrunde reichten dem Oberligisten ein 3:0 gegen Normannia Gmünd und ein 0:0 gegen den TSV Eltingen für den Achtelfinaleinzug. Dort besiegten die Freiberger den TV Deggingen 4:0, setzten sich im Viertelfinale mit 4:2 nach Neunmeterschießen gegen den FC Gärtringen durch und gewannen das Halbfinalspiel gegen die Stuttgarter Kickers II mit 2:1. bz

Bönnigheimer Zeitung

Vom Turniersieger sauber rasiert
Von Jürgen Wegner und Edip Zvizdiç

Ein kurzes, aber interessantes Gespräch entwickelte sich zu Beginn des Finaltags der 27. Hallenfußball-Gala zwischen Ewald Höhn und Wolfgang Altheide, deutscher Teammanager des liechtensteinischen Clubs USV Eschen-Mauren. Die Frage des Sindelfinger Abteilungsleiters „Werden heute die Gegner rasiert?“ konterte Wolfgang Altheide süffisant mit den Worten „Wir haben den Schaum dabei!“. Und in der Tat kam der Schaum zum Einsatz, allerdings nicht so wie es sich Altheide und Höhn vorgestellt hatten. Im Achtelfinale wurden die Gäste aus dem Fürstentum Liechtenstein nämlich vom späteren Turniersieger Stuttgarter Kickers I mit 5:1 rasiert.

r r r

An den Vorjahreserfolg nicht mehr anknüpfen konnte die Spvgg Weil der Stadt. Vor Jahresfrist erst im Achtelfinale der Hallenfußball-Gala gescheitert, ereilte den Tabellenführer der Kreisliga B IV Enz/Murr dieses Mal das Aus bereits in der Vorrunde. Der Ärger von Weil der Stadts Spielertrainer Valentino Grimaudo hielt sich aber in Grenzen. „Bei uns überwiegt immer noch die Freude, dass wir mit einer Wildcard beim Hauptturnier starten konnten. In dieser schweren Gruppe konnten wir aber nichts ausrichten. Dennoch war es für uns eine tolle Sache hier gegen die Stuttgarter Kickers zu spielen.“

r r r

Nur schwer zu beruhigen war nach dem Aus in der Zwischenrunde Alexander Zamzow. Der Mittelfeldspieler des GSV Maichingen ärgerte sich wie so viele Zuschauer über einen äußert zweifelhaften Neunmeterpfiff für den TSV Münchingen und ließ das den Schiedsrichter nach dem Spielende auch deutlich wissen. Mit einem 0:0 hätte ein Neunmeterschießen über das Weiterkommen entschieden.

r r r

Einen wie so oft in den vergangenen Jahren sehr guten Eindruck hinterließ im Glaspalast der TV Darmsheim. Im Achtelfinale traf das Team um Spielertrainer Tobias Lindner, der in unnachahmlicher Manier von hinten heraus das Spiel aufzog, auf die Stuttgarter Kickers II und machte dem Favoriten von Beginn an das Leben schwer. Zwar gingen die „kleinen“ Kickers zwei Mal in Führung, doch wussten Björn Holz und Vincent Werner zwei Mal zu egalisieren. Nur Zentimeter fehlten dem TVD zum Vordringen in die Runde der letzten Acht, als Björn Holz den Pfosten traf. Im Gegenzug machten die Stuttgarter durch Royal-Dominique Fennell alles klar. Tobias Lindner war trotz des Ausscheidens stolz auf seine Mannen. „Wir haben dem höherklassigen Gegner alles abverlangt. Schade finde ich nur, dass wir das mögliche Viertelfinale gegen den VfL Sindelfingen verpasst haben. Das wäre der absolute Höhepunkt gewesen.“

r r r

Nicht wenige im Organisationsteam bedauerten das Ausscheiden der Darmsheimer und ihres wieder einmal zahlreich erschienenen Anhangs, sind die doch dafür bekannt, ihre Erfolge ausgiebig zu feiern. So herrschte nach dem Turnierende gähnende Leere im Spiegelsaal des Glaspalasts. Der Großteil der Spieler der beiden Veranstalter hielt es nicht einmal für angebracht, sich das Turnier bis zum Ende anzuschauen.

r r r

Mario Estasi trainiert auch in der kommenden Saison den Fußball-Landesligisten SV Böblingen. Dies wurde am Rande der 27.?Sindelfinger Hallenfußball-Gala bekannt. Das gute Auftreten seiner Mannschaft, das mit Platz vier belohnt wurde, dürfte ihn in seiner Entscheidung bestärkt haben.

Sindelfinger/Böblinger Zeitung

Torhüter Patrick Gühring verlässt aus beruflichen Gründen die Stuttgarter Kickers

Der Torhüter Patrick Gühring verlässt den Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers zum 31. Dezember 2009. Der Vertrag mit dem 29-Jährigen wurde im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst. Aufgrund seiner beruflichen Situation kann Gühring in Zukunft nicht mehr am zeitaufwendigen Trainings- und Spielbetrieb der Blauen teilnehmen. Gühring, der im Sommer 2009 vom Oberligisten VfL Kirchheim zur U23-Oberliga-Mannschaft des Degerlocher Traditionsverein gewechselt ist, nahm parallel dazu auch regelmäßig am Training der Regionalligakaders teil und stand in zahlreichen Vorrundenpartien als Torhüter Nummer zwei hinter dem Regionalliga-Stammkeeper Daniel Wagner zur Verfügung.

Die Stuttgarter Kickers wünschen Patrick Gühring alles Gute für seine sportliche und berufliche Zukunft.

Bernd Mühlbauer neuer Abteilungsleiter der Kickers-U23-Oberligafußballer

Der langjährige Jugend- und Amateurspieler der Stuttgarter Kickers, Bernd Mühlbauer, wird neuer Abteilungsleiter der U23 der Blauen. Er tritt damit die Nachfolge des aufgrund seiner beruflichen Veränderung kurzfristig ausgeschiedenen Martin Kurzka an, der dieses Amt insgesamt sieben Jahre lang ausgeübt hatte. Bernd Mühlbauer ist 31 Jahre alt, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und spielte von 1987 bis zum Sommer 2002 bei den Stuttgarter Kickers, bevor er ein Auslandssemester in den USA antrat.

Nach seiner Rückkehr spielte er für die TUS Metzingen und den TSV Schwieberdingen. Im Dezember 2007 beendete er seine aktive Spielerkarriere und konzentrierte sich auf seinen beruflichen Weg. Im September 2005 beendete Mühlbauer sein Studium an der Universität in Stuttgart-Vaihingen und arbeitet seitdem am DLR.

Bernd Mühlbauer war der Wunschkandidat der Stuttgarter Kickers.
„Er ist ein junger, intelligenter Mann der die Stuttgarter Kickers seit seiner frühsten Kindheit kennt“, erklärt Kickers-Präsident Edgar Kurz. „Er passt mit seiner positiven, offenen und verbindlichen Art sehr gut zu den neuen Kickers“, so Kurz.

„Es ist für mich eine Ehre, dass die Kickers für diese verantwortungsvolle Aufgabe an mich gedacht haben“, freut sich Bernd Mühlbauer über diese Chance auch nach der aktiven Karriere dem Fußball verbunden zu bleiben. „Die Kickers waren und sind der Verein meines Herzens. Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, betont der Doktorand, der derzeit an seiner Promotion arbeitet.

Auch U23-Coach Björn Hinck ist überzeugt davon, dass Bernd Mühlbauer eine hervorragende Wahl für die Stuttgarter Kickers ist. „Er kennt den Verein, die Region und weiß was es bedeutet, bei den Kickers in der U23 zu spielen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“, sagt der langjährige Trainer der Kickers-Oberliga-Mannschaft.

Offizielle Homepage

Aus im WFV-Pokal für Stuttgarter Kickers II: 0:2-Niederlage beim FV Illertissen

Die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers ist am heutigen Samstag durch ein 0:2 (0:0) beim Oberliga-Konkurrenten FV Illertissen im Viertelfinale des laufenden WFV-Pokal-Wettbewerbs ausgeschieden. Die Treffer für die Gastgeber erzielten vor 120 Zuschauern bei winterlichen Bedingungen Simon Zweifel (53.) und Steffen Kuhn (90.), die damit ins Halbfinale eingezogen sind. Die beste Torchance für die Mannschaft von Trainer Björn Hinck hatte der Kickers-Akteur Daniel Fredel kurz nach der Halbzeitpause auf dem Fuß. Bei seinem Versuch blieb der Ball allerdings auf dem schneebedeckten Kunstrasenplatz wenige Zentimeter vor der Torlinie liegen. Kurz darauf ging der FV Illertissen in Führung, der seinen 1:0-Vorsprung in der Schlussminute noch mit dem Treffer zum Endstand ausbaute.

Offizielle Homepage

Kickers-U23 gewinnt das Kellerduell gegen Bonlanden mit 1:0

Die U23-Mannschaft der Stuttgarter Kickers gewann am heutigen Oberligaspieltag das wichtige Kellerduell gegen den SV Bonlanden mit 1:0 (0:0) Toren. In der kampfbetonten Partie auf dem Kunstrasenplatz der Bezirkssportanlage Waldau gelang Kaan Tosun nach einer Flanke von Patrick Auracher der Treffer des Tages (57.). Kurz zuvor sah Bonlandens Lasic die Ampelkarte (53.), so dass die Kickers-Mannschaft von Trainer Björn Hinck in der letzten halben Stunde In Überzahl zu einigen Chancen kam, die Partie frühzeitig zu entscheiden. Doch die Chancen vor den rund 150 Zuschauern blieben ungenutzt, so dass es vor allem bei Standardsituationen der Bonländer immer gefährlich blieb. Nick Fennell sah in der Schlussminute ebenfalls noch die Gelb-Rote Karte, doch am Ende brachte die junge Kickers-Mannschaft den Sieg verdient nach Hause und gab damit die Rote Laterne in der Oberliga Baden-Württemberg wieder ab.
Kickers-Trainer Björn Hinck erleichtert nach der Partie: „Es war ein hochverdienter Sieg, aber wenn wir unsere Konter besser ausspielt und die Chancen genutzt hätten, wäre es nicht so spannend gelieben.“

Offizielle Homepage

Die U 23 spielt bereits am 12. Dezember, das Regionalliga-Team erst am 31. März 2010

Gleich zwei heiße Eisen haben die Stuttgarter Kickers im Viertelfinale des laufenden WFV-Pokal-Wettbewerbs erfreulicherweise noch im Rennen. Um den Einzug in die Vorschlussrunde spielt die U-23-Oberligaformation von Trainer Björn Hinck bereits am übernächsten Samstag, dem 12. Dezember, und zwar beim Ligakonkurrenten FV Illertissen. Spielbeginn im Sportzentrum Illertissen ist um 13 Uhr. Die Mannschaft von Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster muss sich unterdessen bis zu ihrem nächsten Pokalauftritt noch gedulden. Erst am Mittwoch, 31. März 2010, gastiert der aktuelle Tabellenachte der Fußball-Regionalliga Süd zum reizvollen Cup-Derby beim klassentieferen Oberligisten SV Bonlanden. Der Anpfiff im Stadion an der Humboldtstraße erfolgt um 17 Uhr.

Offizielle Homepage

Presse zu TSG Weinheim – Stuttgarter Kickers II (2:5)

TSG Weinheim – Stuttgarter Kickers II 2:5

Weinheim (tsg62/09). Caglar Celiktas nimmt TSG Weinheim auseinander

Gegen den Tabellenletzten der Oberliga Baden-Württemberg kam die TSG 62/09 Weinheim am Samstag mit 2:5 mächtig unter die Räder. „Es fällt mir schwer, heute die passenden Worte zu finden. Wir sind heute nicht an unsere Grenzen gegangen und haben den Gegner zum Tore scheißen eingeladen. Als Aufsteiger müssen wir immer die Zweikämpfe annehmen, um gewinnen zu können“, analysierte der enttäuschte TSG-Trainer Dieter Heimen die Leistung seiner Mannschaft. In der Tat lieferte die Heimmannschaft eine desolate Leistung ab und war am Ende mit dem 2:5 sogar noch gut bedient. Schon in der ersten Halbzeit waren die Stuttgarter das bessere Team. Mit Einsatzbereitschaft und Spielwitz brachten sie die TSG-Hintermannschaft ein ums andere Mal in schwere Nöte, war vor dem Tor aber nicht kaltschnäuzig genug. Dennoch ging die TSG nach einem direkt verwandelten Freistoß von Patrick Bourabha aus 30 Metern mit 1:0 in Führung (12.). Eine Drangphase der Kickers Mitte der ersten Hälfte führte zum Ausgleich. Nach einem Foul im eigenen Strafraum von Attila Laskai gab der Schiedsrichter Strafstoß. Caglar Celiktas verwandelte sicher zum 1:1 (30.). Auch danach spielten eigentlich nur die Gäste, der Führungstreffer fiel jedoch erneut auf der anderen. Ein weiterer Freistoß von Patrick Bourabha aus über 20 Metern segelte in der 38. Minute am Gäste-Torwart vorbei in die Maschen zum glücklichen 2:1-Halbzeitstand.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild nicht. Die Schwaben rannten an und erspielten sich Torchancen beinahe im Minutentakt. In der 58. Minute war er wieder Caglar Celiktas, der das überfällige 2:2 markierte. Danach probierten die Weinheimer dagegen zu halten, spätestens in der 75. Minute erlosch dann aber die Gegenwehr. Nach einem Fehler im Mittelfeld nutzte Caglar Celiktas seine dritte Chance zum verdienten 2:3. Nur fünf Minuten später musste Michele-Claudio Rizzi auf Seiten der Kickers den Platz nach einer gelb-roten Karte wegen wiederholtem Foulspiel verlassen. Dies tat dem guten Stuttgarter Offensivspiel jedoch keinen Abbruch und die Gäste machten unbeirrt weiter. Nur zwei Minuten später machte Caglar Celiktas mit seinem vierten Treffer zum 2:4 den Sack endgültig zu. Den Schlusspunkt setzte dann Patrick Auracher mit dem absolut verdienten 2:5 in der 87. Minute.

TSG Weinheim – Stuttgarter Kickers II 2:5 (2:1)
Weinheim: Bisch; Zimmermann, Kappes, Schäfer, Hahn, Bourabha (46.‘ Zeilfelder), Beyazal, Laskai (76.‘ Eder), Krohne, Kröh (61.‘ Euler), Tchatchueng.
Stuttgart: Gühring; Olveira, Wonschick, Mucan, Holzer, Auracher, Tosun (80.‘ Degirmenci), Rizzi, Fennell, Celiktas (88.‘ Boric), Kyei (60.‘ Leutenecker).

Tore: 1:0 Bourabha (12.‘), 1:1 Celiktas (30.‘), 2:1 Bourabha (38.‘), 2:2 Celiktas (58.‘), 2:3 Celiktas (75.‘), 2:4 Celiktas (81.‘), 2:5 Auracher (87.‘).

Sportwoche

Der Aufsteiger erlebt grauen Novembertag

„Im Moment gibt es keinen Trost“, sagte der Spielführer der TSG 62/09 Weinheim wenige Minuten nach dem Abpfiff im Sepp-Herberger-Stadion, hielt seine Jüngste auf dem Arm und starrte ins Leere. Gerade hatte der Aufsteiger in der Fußball-Oberliga eine ganz bittere Lektion erhalten. Die TSG verlor nach einer indiskutablen Leistung ihr letztes Heimspiel in diesem Jahr gegen den Tabellenletzten Stuttgarter Kickers II mit 2:5 (2:1). „Mir fehlen die Worte“, suchte Christian Schäfer nach einer Erklärung. „Wir hatten uns so viel vorgenommen und kriegen dann so auf die Fresse. Das war unterirdisch.“ Die gleichen Worte fand später auch TSG-Trainer Dieter Heimen, der sich nach dem Schlusspfiff erst einmal mutterseelenallein an der Ballustrade lehnend einige Minuten sammeln musste. „Das war gar nichts“, fasste ein sichtlich konsternierter Trainer das Geschehen zusammen. „Diesmal waren wir eben nur ein kleiner Aufsteiger. Darüber muss ich erst einmal schlafen“, sagte Heimen und kündigte für den Vormittag des ersten Advents eine Trainingseinheit an. „Nach der Art und Weise der Niederlage können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.“ Die TSG 62/09 lieferte gegen die Stuttgarter Regionalliga-Reserve ihre schwächste Leistung seit der Euphoriewelle im Oktober 2008 ab. Bei aller Enttäuschung darf man nicht vergessen, dass die Weinheimer Fußballer in den zurückliegenden 13 Monaten Großes geleistet haben. Nach einem durchwachsenen Saisonstart in der Verbandsliga kämpften sie sich nach oben, gingen durch das Stahlbad Relegation, schafften den Aufstieg in die Oberliga und erwarben sich hier dank engagierter Vorstellungen als starker Aufsteiger einen exzellenten Ruf. Klar ist aber auch: eine solche Leistung wie am Samstag vor 200 enttäuschten Zuschauern dürfen sich die Weinheimer kein zweites Mal leisten. Denn im Sport ist ein erworbener Kredit auch schnell wieder verspielt. Nur gut, dass die Mannschaft in diesem Jahr noch die Chance hat, wieder einiges gerade zu rücken: Am Samstag im abschließenden Auswärtsspiel vor der Winterpause beim ASV Durlach. Gegen die Stuttgarter Kickers II führten die Gastgeber zum Seitenwechsel zwar mit 2:1. Doch das war bereits schmeichelhaft und nur zwei genialen direkten Freistößen von Patrick Bourabha zu verdanken. Der Doppeltorschütze kam zur zweiten Halbzeit aber nicht mehr auf den Platz zurück. „Das war schon vor dem Spiel abgesprochen“, erklärte Trainer Heimen. „Patte war die Woche über krank, konnte nicht trainieren und sollte deshalb nur eine Halbzeit spielen.“ Außer den beiden Standards von Bourabha brachte die TSG in der Offensive kaum etwas zustande. Über 90 Minuten gab es nur zwei Möglichkeiten für Attila Laskai (15. und 59.) sowie eine einzige gut herausgespielte Chance für Ugur Beyazal nach Vorarbeit von Christian Zeilfelder (52.). Zudem erlaubten sich die Weinheimer in der Defensive immer wieder haarsträubende Ballverluste, die Ordnung ging teilweise völlig flöten. Und so kam es, wie es kommen musste. Bereits in der ersten Halbzeit hatten die Gäste die klar besseren Chancen, gingen aber noch zu fahrlässig damit um, wie Andre Olveira bei einem wuchtigen Kopfball (18.) oder dreimal der agile Caglar Celiktas (32., 35. und 41.). Pech hatte zudem Kaan Tosun mit einem Schuss an den Innenpfosten (16.). So blieb es bis zum Seitenwechsel nur bei einem Treffer durch einen von Celiktas verwandelten Foulelfmeter (30.). Nach dem verdienten 2:2-Ausgleich erneut durch Celiktas nach „Vorlage“ von „Berti“ Tchatchueng (58.) nahm das Unheil in der Schlussviertelstunde seinen Lauf. Noch zweimal traf der vierfache Torschütze Celiktas (75. und 83.), einmal Kickers-Kapitän Patrick Auracher (86.) gegen eine Auflösungserscheinungen zeigende TSG-Elf. Die beiden letzten Tore erzielten die Schwaben sogar in Unterzahl. Viele Zuschauer gingen vorzeitig, die meisten TSG-Spieler marschierten nach Schlusspfiff schnurstracks Richtung Kabine und Kapitän Christian Schäfer ging mit leerem Blick auf seine Tochter Leonie zu. bk

Weinheimer Nachrichten