StN: Zacke in Blau

Fahrgäste der Zahnradbahn und Passanten werden sich am heutigen Mittwoch und an den folgenden Tagen womöglich wundern, wenn sie vor Zackewagen stehen, die statt der vertrauten gelben Farbe in blauer Verkleidung unterwegs sind. Die erste Zacke in Blau fährt heute um 11.30 Uhr vom Marienplatz nach Degerloch. Die ehrwürdige Zahnradbahn wirbt damit für die Blaue Woche des Traditionsvereins Stuttgarter Kickers, dessen Regionalligafußballer und Präsidium bei der Jungfernfahrt an Bord sind.

Stuttgarter Nachrichten

Testspiel gegen Eintracht Trier – Wiedersehen mit Kevric

Ein Wiedersehen mit dem früheren Kickers-Spieler Adnan Kevric gibt es am morgigen Dienstagabend (Anstoß um 19.00 Uhr) im GAZi-Stadion auf der Waldau, wenn die Kickers in einem Freundschaftsspiel auf Eintracht Trier treffen. Adnan Kevric ist seit kurzem der Manager von Eintracht Trier und soll die Mannschaft nach ihrem unerwarteten Abstieg aus der Regionalliga direkt wieder in die dritthöchste Liga zurückführen.

Dazu wurde auch Torhüter Ronny Kockel verpflichtet, der einst selbst das Trikot bei den Blauen trug. Die “Kickers-Filiale“ ergänzt als Dritter der einstige Zeugwart Kresimir Ban, besser bekannt als „Krescho“. Für Kickers-Trainer Robin Dutt ist es der zweite Test nach dem 2:0-Auftaktsieg gegen die Red Urawa Diamonds und er möchte den gesamten Kader einschließlich der Neugänge Christian Okpala, Sascha Benda und Laszlo Kanyuk einsetzen.
“Trier kommt uns da als Test gelegen, denn die Mannschaft ist jung und ehrgeizig“ urteilt der Kickers-Trainer.

Eine Informationen für alle Fans, die das Testspiel besuchen möchten:
Es wird nur die Haupttribüne und das Fan-Zelt geöffnet sein, Kasse und Zugang erfolgen über das Haupttor 6 beim Sportgelände der Eintracht Stuttgart am Guts-Muths-Weg. Das restliche Stadion und die anderen Kassenanlagen bleiben geschlossen
Offizielle Homepage

StZ: Kickers: Ärger um Akwuegbu

Gilt der Vertrag? 

STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers werden morgen (19 Uhr, Gazistadion) ihr zweites Vorbereitungsspiel auf die neue Saison der Fußball-Regionalliga bestreiten. Der Stürmer Emmanuel Akwuegbu wird gegen Eintracht Trier dann nicht dabei sein. Nachdem er zunächst krankgeschrieben war, wurde ihm vom Verein nun zum Monatsende gekündigt, so lange darf der Nigerianer am Trainingsbetrieb teilnehmen. Allerdings hat dessen Berater bereits Klage gegen die Kündigung eingereicht, weil er davon ausgeht, dass der Vertrag bis 2007 läuft.

„Es ist immer die Frage, ob ein Spieler einen rechtsgültigen Vertrag hat oder nicht“, sagt der Präsident Hans Kullen dazu nur, „wir sind der Meinung, er hat keinen.“ Außerdem hatten die Kickers dem Spieler einen alternativen Verein angeboten, was Akwuegbu aber abgelehnt hat, da er offensichtlich lieber ins Ausland wollte, doch das hat sich zerschlagen hat. „Wir sind auf jeden Fall zur Überzeugung gekommen, dass er uns sportlich nicht weiterhilft“, sagt Kullen. Auf der anderen Seite darf im Sturm dann nicht mehr viel passieren, denn außer Mesic und Okpala stehen in der Offensive nur noch (bedingt) Timo Schlabach und Nachwuchsspieler wie Yildiz oder Bischoff zur Verfügung.

StZ

StN: Kickers kündigen Stürmer Akwuegbu

Streit um Vertragslaufzeit

Stuttgart (jüf) – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat Stürmer Emmanuel Akwuegbu zum 31. Juli 2006 gekündigt. „Form- und fristgerecht“, wie Kickers-Präsidiumsmitglied Dirk Eichelbaum betont. Akwuegbus Berater Nikolai Schaber ist anderer Meinung. „Der Vertrag läuft bis 30. Juni 2007“, sagt der Rechtsanwalt, „ich habe Kündigungsschutzklage am Amtsgericht eingereicht und die Deutsche Fußball Liga über den Vorgang informiert.“ Wie die unterschiedlichen Auffassungen zu erklären sind? Der Vertrag mit Akwuegbu wurde nur von einem Kickers-Präsidiumsmitglied (Michael Hofstetter) unterzeichnet. „Laut unseren Statuten ist dadurch keine Befristung wirksam“, sagt Eichelbaum. Die Kickers wollen den Stürmer von der Gehaltsliste haben, um einen Verteidiger verpflichten zu können. Vieles deutet daraufhin, dass man sich auf eine Abfindung einigen wird.

StN

WFV-Pokal – Auslosung

1.Runde: Mittwoch 2. August, 18.00 Uhr
FV Künzelsau – Kickers w
enn die Kickers gewinnen

2.Runde: Mittwoch 16. August, 18.00 Uhr
Sieger aus SG Sonnenhof/Großaspach 2 / SpVgg Neckarsulm – Kickers
wenn die Kickers gewinnen

 3.Runde: Mittwoch 23. August, 18.00 Uhr
Sieger aus SV Unterweissach/SKV Rutesheim / SG Bad Wimpfen/FSV 08 Bissingen – Kickers

1.Runde: Mittwoch 2. August, 18.00 Uhr
Kickers 2 – SSV Reutlingen wenn die Kickers gewinnen

2.Runde: Mittwoch 16. August, 18.00 Uhr
Sieger aus TSV Dettingen/E. / GSV Maichingen – Kickers 2
Wenn die Kickers gewinnen

3.Runde: Mittwoch 23. August, 18.00 Uhr
Sieger aus ASV Rexingen/FV 08 Rottweil / ASV Bildechingen/VfR Sulz – Kickers 2 
  

 

Siegtor durch Babbel

1:0 – FC Bayern erlebt kein blaues Wunder

Das Star-Ensemble aus München wollte die Musik machen. Aber die Stuttgarter Kickers sorgten vor 25.000 Zuschauern im Daimler-Stadion für den guten Ton. Daß Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern gegen den Regionalliga-Ersten kein „blaues Wunder“ in der ersten Runde um den DFB-Pokal erlebte, verdankt Trainer Otto Rehhagel Markus Babbel. Der Abwehrspieler schoß in der 39. Spielminute das Siegtor zum 1:0-Endstand. Die Kickers-Spieler und ihr Trainer wirkten vor dem Anpfiff am Sonntagabend nervös. „Es wäre schlecht, wenn das nicht so wäre“, sagte Coach Wolfgang Wolf. Eine der wichtigsten Entscheidungen vor dem Spiel der Saison war ihm „sehr schwergefallen“: Wolf gab Alexander Malchow als Libero den Vorzug vor Mikhail Smirnow. „Malchow ist zweikampf- und kopfballstärker“, begründete der Trainer. Die Manndecker-Dienste waren schneller verteilt: Dirk Wüllbier gegen Jean-Pierre Papin, Jochen Novodomsky gegen Alexander Zickler, Torsten Raspe gegen Mehmet Scholl. Große (Profi-)Namen, große Aufgaben. Jede Minute ohne Gegentor machte die Gastgeber mutiger, herzlicher Beifall von den vielen Fans bestärkte sie in ihrem energischen Zweikampfverhalten. Die „Blauen“ wollten eines zuerst: „Neue Freunde gewinnen“ (Präsident Dünnwald-Metzler). Trotz Niederlage dieses Ziel haben sie erreicht.

Stuttgarter Nachrichten vom 28.08.1995