WFV-Pokal: Nächste Runde erreicht

Durch einen 3:0 (0:0) Erfolg beim FSV Bissingen haben unsere Blauen das Achtelfinale des WFV-Pokals erreicht. Mirnes Mesic (2) und Mario Tucci erzielten die Tore für die Kickers.

In der nächsten Runde treffen die Blauen im heimischen Stadion auf Ligakonkurrent VfR Aalen. Die Begegnung findet am Dienstag, 26. September um 18:30 Uhr statt.

Presse zu FC Ingolstadt 04 – Stuttgarter Kickers (2:4)

Prima einstudiert: Ecke, Tor
 
Auch beim 4:2-Sieg in Ingolstadt überzeugen die Stuttgarter Kickers mit ihren Standardsituationen
 
INGOLSTADT. Die Stuttgarter Kickers haben ihre Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga durch ein 4:2 beim FC Ingolstadt untermauert. Das neue Traumpaar hieß dabei Sascha Benda und und Bashiru Gambo.

Von Joachim Klumpp

Die schwierigste Hürde im gesamten Spielverlauf hatte Bashiru Gambo bereits nach 32 Minuten zu meistern, als ihn sein Mitspieler Sascha Benda Huckepack nehmen wollte – und Gambo keinen richtigen Halt an den Schultern fand, sodass er fast noch stürzte. Dieses Zusammenspiel muss noch geübt werden, ansonsten klappt aber schon sehr gut. Denn schließlich gab es diese Szene im Anschluss an das 3:0 der Kickers beim Gastspiel in Ingolstadt, als Gambo bereits zum zweiten Mal – nach der Führung in der siebten Minute – einen Eckball von der rechten Seite durch Benda mit dem Kopf im Netz versenkt hatte. „Das ist einstudiert“, gab Benda später zu. Aber bitte nicht weitersagen, es könnte sich ja rumsprechen.

Hat es schon, zumindest in der Theorie. Denn Ingolstadts Trainer Jürgen Press kritisierte hinterher: „Wir waren darauf eingestellt, aber leider hat die Zuordnung nicht gestimmt.“ Schließlich war es exakt eine Kopie aus dem Spiel der Kickers eine Woche zuvor gegen den VfB. Auch da hieß es: Ecke (Benda), Tor (Gambo)! Oder in Aalen, als der Treffer allerdings einem Freistoß entsprang.

Da sprachen viele bei den Kickers vom Traumduo Mirnes Mesic und Christian Okpala im Sturm, jetzt heißen die kongenialen Partner Gambo und Benda, der sagt: „Wir wissen ja, dass der Bashiru eine unheimliche Sprungkraft hat.“ Die braucht er auch bei einem Körpermaß von gerade mal 1,73 Meter. Das Geheimnis hat eine kleine Vorgeschichte, die U-16-WM in Mexiko 1996. Mit dabei: Ghana und Gambo – und ein gewisser Massimo Morales, Italiener und Trainer der afrikanischen Mannschaft. Der nahm den eher schmächtigen Gambo eines Trainings zur Seite und ließ ihn Kopfbälle üben. Aus dem Stand, immer und immer wieder. Das hat sich bis heute ausbezahlt.

Keine Frage, die Standardsituationen haben es in sich diese Saison, sie sind so etwas wie die Geheimwaffe der Kickers geworden. Sechs der 14 bisher erzielten Treffer resultierten aus so genannten ruhenden Bällen, die im Fußball eine immer größere Bedeutung bekommen. „Unser Handicap im letzten Jahr war es, dass wir daraus zu wenig Tore gemacht haben“, sagt der Trainer Robin Dutt, der deshalb nicht lange überlegte, als es die Möglichkeit gab, Sascha Benda aus Augsburg zurückzuholen. „Ich glaube, ich zahle jetzt ein wenig von dem Vertrauen des Trainers zurück“, sagt der 26-Jährige, der beim Zweitligaaufsteiger zuletzt über die Rolle des Reservisten nicht hinausgekommen war.

Und Gambo? Auch der war nach einer eher mäßigen Rückrunde schon in die Kritik geraten. Selbst bei Hans Kullen, seit Reutlinger Zeiten so etwas wie ein väterlicher Freund des Mittelfeldspielers. Also nahm der Präsident persönlich Gambo vor der Saison in die Pflicht: „So geht es nicht weiter, du musst Leistung bringen.“ Die Worte scheint sich der Spieler zu Herzen genommen zu haben. An der Seite von Benda, aber auch von Okpala (der das 2:0 markierte) blüht er derzeit förmlich auf. Und beim letzten Telefonat mit dem Präsidenten sagte er artig: „Danke für die guten und bösen Worte.“

Letztere gab es nach dem 4:2-Sieg und der behaupteten Tabellenführung bei den Kickers nicht, wenngleich in der zweiten Hälfte vor allem auf der linken Defensivseite einige Schwächen offenbar wurden, die der eingewechselte Tölcseres schonungslos aufdeckte. „Ihn haben wir nicht in den Griff bekommen“, gab der Manager Joachim Cast zu. Doch weil Manuel Hartmann unmittelbar nach dem 1:3 der vierte Kickers-Treffer gelang, geriet der vierte Sieg im fünften Spiel nicht mehr in Gefahr.

Wobei Ingolstadts Coach Press die Kickers-Fans lobte: „Die haben mehr Power gemacht als unsere Zuschauer.“ 1560 waren es insgesamt. Am Freitag gegen Darmstadt hoffen die Kickers auf 5000 Besucher. Doch zuvor gibt es morgen – nicht nur für Gambo – noch eine andere Hürde zu nehmen. Im WFV-Pokal beim FSV Bissingen.

Kickers: Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Steinle – Sökler (63. Kanitz), Hartmann, Akcay (83. Wildersinn), Gambo (74. Schlabach) – Mesic, Okpala.

Tore: 0:1 Gambo (7.), 0:2 Okpala (18.), 0:3 Gambo (32.), 1:3 Härter (Eigentor, 59.), 1:4 Hartmann (64.), 2:4 Tölcseres (76.).

Stuttgarter Zeitung

Kickers sind nicht zu stoppen
 
Gambo mit Köpfchen: Mittelfeldspieler glänzt auch in Ingolstadt als Torjäger
 
Stuttgart – Fünftes Spiel, vierter Sieg: Die Stuttgarter Kickers bleiben in der Fußball-Regionalliga an der Tabellenspitze. Besonders auffallend beim 4:2 (3:0) in Ingolstadt: Mittelfeldspieler Bashiru Gambo entwickelt sich immer mehr zum Torjäger.

VON JÜRGEN FREY

Der Fußballer Bashiru Gambo bringt viele Qualitäten mit. Ein besonders ausgeprägter Torriecher hat den Mann aus Ghana in seiner bisherigen Laufbahn jedoch nicht ausgezeichnet. Für den SSV Reutlingen erzielte Gambo in der Zweitligasaison 2002/03 bei 33 Einsätzen gerade einmal drei Treffer. Vergangene Runde kam er bei den Kickers in 25 Meisterschaftsspielen auch nur auf vier Tore. Diese Quote hat der Mittelfeldspieler jetzt schon überboten. Beim Spiel in Ingolstadt markierte der 27-Jährige seine Saisontreffer Nummer vier und fünf. Das Strickmuster war bei beiden Treffern dasselbe: Eckball Sascha Benda, Kopfball Gambo – Tor.

Mit Zufall hat das wenig zu tun. Denn genauso kamen die Blauen auch zu ihrem Treffer beim 1:1 im Derby gegen den VfB Stuttgart II. Und auch beim 5:2-Auftaktsieg in Aalen köpfte der nur 1,74 m große, aber enorm sprungstarke Gambo den Ball nach einer Benda-Freistoßhereingabe ins Tor.

Das zeigt eindrucksvoll, wie sehr sich für Gambo die Maßarbeit des Neuzugangs bei ruhenden Bällen auszahlt. Es gibt aber auch noch andere Gründe für seine neu entdeckten Vollstreckerqualitäten. Gambo profitiert von der Angriffsstärke der Mannschaft insgesamt. „Viele setzen bei uns Akzente nach vorne. Nicht nur die Stürmer Mirnes Mesic und Christian Okpala, sondern auch unsere offensiven Mittelfeldspieler wie Sven Sökler. Das macht uns schwerer ausrechenbar als vergangene Saison“, erklärt Trainer Robin Dutt.

Seine Topform bewies der Spitzenreiter beim Neuling in Ingolstadt vor allem in der ersten Halbzeit. „Wenn man auswärts von der ersten Minute an Chef im Ring ist, macht einen das schon sehr zuversichtlich“, sagt Dutt. Andererseits entdeckte er nach der Pause Schwächen im Defensivverhalten. Außerdem ging die Ruhe im Spielaufbau verloren. „Es gibt noch genügend zu verbessern“, hält Dutt auch nach dem Traumstart den Ball flach.

Was für die Kickers spricht: Hoffnungsvolle Alternativen mit Kreativpotenzial befinden sich sogar noch in der Warteschleife. Die verletzten Mittelfeldspieler Oliver Stierle und Laszlo Kanyuk werden in etwa zwei bis drei Wochen zurückkehren. Der angeschlagene Mustafa Parmak vielleicht schon am kommenden Freitag (19 Uhr/Gazistadion) im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98. Sind alle gesund, dann tobt der Konkurrenzkampf in dem kleinen Kader auf hohem Niveau – etwas Angenehmeres kann sich ein Trainer nicht wünschen. „Der interne Wettbewerb ist ein großer Vorteil. Trotz unserer Erfolgsserie weiß jeder Spieler, dass er weiter Vollgas geben muss“, betont Dutt.

Die nächste Chance dazu bietet sich bereits am morgigen Dienstag (17.45 Uhr) in der dritten Runde um den WFV-Pokal beim Verbandsligisten FSV 08 Bissingen. Bei einem Sieg käme es im Achtelfinale zum Regionalligaduell mit dem VfR Aalen.

Stuttgarter Nachrichten

Ecke Benda, Kopfball Gambo – Tor

Ghanaer erzielt beim 4:2 in Ingolstadt seinen fünften Saisontreffer – Kickers weiter vorne
 
Ingolstadt (sip) – Die Stuttgarter Kickers übernehmen in der Fußball-Regionalliga immer mehr die Rolle, die der TSG Hoffenheim zugedacht war. Seit dem ersten Spieltag stehen sie ununterbrochen an der Tabellenspitze. Zuletzt gewannen sie mit 4:2 (3:0) beim starken Aufsteiger FC Ingolstadt und fuhren damit den vierten Sieg im fünften Spiel ein.Während „Übermannschaft“ Hoffenheim mit dem 1:0 in Aalen den ersten dreifachen Punktgewinn der Spielzeit einheimste, sind die Kickers nun das gejagte Team der Liga. „Dass sich die Konkurrenten nun hinter uns verstecken, ist ja ganz normal“, sagt Trainer Robin Dutt und ergänzt: „Das haben wir vor der Saison mit Hoffenheim ja auch gemacht.“Verständlicherweise hält Dutt den Ball aber flach: „Wir arbeiten ganz sachlich weiter. Man kann noch nicht von einem Polster sprechen.“ Was ihm wichtiger ist: Die Mannschaft gewinnt nicht nur, sie entwickelt sich auch weiter. „Im spielerischen Bereich war das in der ersten Hälfte sehr nah an dem, was ich mir vorstelle.“ Dass es nach dem Wechsel nicht mehr ganz so rund lief, dürfte nach der 3:0-Pausenführung entschuldbar sein.Ecke Sascha Benda, Kopfball Bashiru Gambo – Tor. So hieß es in der ersten Hälfte zwei Mal (7., 34.), dazwischen schloss Christian Okpala nach einer Balleroberung von Moritz Steinle zum 2:0 ab (18.). Nach dem Wechsel trafen für die „Blauen“ Recep Yildiz (64.), für Ingolstadt Jens Härter mit einem Eigentor (59.) und Andras Tölcseres (75.).Für Okpala war es das dritte, für Gambo bereits das fünfte Saisontor. Damit hat der Ghanaer schon einen Treffer mehr erzielt als in der gesamten vergangenen Spielzeit. Und das, obwohl er im linken Mittelfeld nicht gerade auf seiner Lieblingsposition spielt. „Als Offensivspieler profitiert er von der Verbesserung der gesamten Mannschaft“, sagt Dutt, „die Tore geben ihm natürlich ein entsprechendes Selbstbewusstsein.“ 

Eßlinger Zeitung

FC Ingolstadt gegen Stuttgarter Kickers chancenlos 
 
Ingolstadt (DK) Trainer Jürgen Press wähnte sich im falschen Film: „Also wenn ich sehe, wie die 200 Stuttgarter Fans die ganze Zeit gepowert haben, dann muss ich sagen, dass wir heute ein Auswärtsspiel hatten. Unsere Jungs werden schon nach fünf Minuten ausgepfiffen, wenn sie mal einen Fehlpass spielen.“ Sauer war er, der Coach des Regionalligisten FC Ingolstadt, was nach dem 2:4 (0:3) gegen die Stuttgarter Kickers auch nur zu verständlich war. Schließlich kassierte der Aufsteiger am Samstag die dritte Heimniederlage in Folge.

Ob die eigenen Fans aber – wie auf der Pressekonferenz geschehen – in dieser Situation die ersten Ansprechpartner sind, ist sicher diskussionswürdig. Denn auch wenn man berücksichtigt, dass mit den Stuttgarter Kickers die derzeit beste Elf der Liga zu Gast war, die Ingolstädter Elf zeigte am Samstag, insbesondere im ersten Durchgang, ihre bisher schwächste Saisonleistung. Die wiederum auf drei Positionen umgestellte Mannschaft ließ eine spieltaktische Ordnung allenfalls erahnen, und verlor bereits nach dem frühen Führungstreffer der Kickers (7.) auch den Mut.
„Durch so ein frühes 0:1 kommt nach zwei Heimniederlagen eben ganz schnell die alte Verunsicherung wieder hoch“, gab Nico Sbordone unmittelbar nach dem Spiel zu. Und dann hat die zeitweise sogar kopflos wirkende Mannschaft (noch) nicht die Fähigkeit, zurückzukommen. Dafür fehlt ihr neben der Abstimmung schlicht und einfach der „Leader“ auf dem Feld. „Von Thorsten Horz kann man das nach seiner langen Verletzung noch nicht erwarten, Ralf Keidel ist so kurz bei uns, dass sich noch keine Automatismen eingespielt haben können“, erklärt Press dazu.

Tatsächlich kommen diese beiden am ehesten für die Führungsrolle in Frage. Doch am Samstag fehlte beiden noch die Bindung zum Spiel. Während Horz bei seinem Debüt noch viel zu selten von seinen Teamkollegen angespielt wurde, macht Keidel weiterhin einen übermotivierten Eindruck. Taktisch auf der linken Seite eingesetzt, ist der 29-Jährige auf dem ganzen Spielfeld zu finden, freilich ohne dabei dem Spiel Ordnung zu geben.

Da passte es nur ins Bild, dass die Gegentore nach individuellen Fehlern fielen. Sowohl beim 0:1 (7.), als auch beim 0:3 (34.) durch den überragenden Bashiru Gambo schliefen die FC-Spieler. Zunächst sprang Martin Klarer erst gar nicht zum Kopfball hoch, dann kam Keidel zu spät. Dazwischen hatte Christian Okpala einen Konter zum schon vorentscheidenden 0:2 genutzt (18.).

„Im ersten Durchgang hatten wir eine Super-Halbzeit“, versuchte Gästetrainer Robin Dutt anschließend die Geschehnisse zu relativieren. „Kompliment an die Ingolstädter, wie sie nach dem 0:3 noch mal Gas gegeben haben.“ Insbesondere die Einwechslung von Andras Tölcseres, so gab Dutt zu, brachte die Stuttgarter etwas in Schwierigkeiten.

Die waren allerdings nicht wirklich groß. Denn nach dem vom Ungarn verursachten Anschlusstreffer (Kickers-Spieler Jens Härter konnte eine Flanke nur noch ins eigene Tor abwehren), sorgten die Stuttgarter mit dem 1:4 in der 64. Minute für die endgültige Entscheidung. Das 2:4 von Tölcseres belohnte immerhin noch den an diesem Tag auffälligsten Ingolstädter Spieler.

Positive Akzente setzte auch der eingewechselte Andreas Buchner. Nicht nur seine Vorbereitung zum Tölcseres-Treffer, auch seine mutigen Vorstöße auf der rechten Seite wurden vom Publikum mehrfach mit Applaus honoriert. Derweil hatten die Fans die Auswechselung von George Mbwando, der bis zur Einwechslung von Buchner den souveränsten Eindruck aller Ingolstädter hinterlassen hatte, mit Pfiffen quittiert. Vielleicht war es ja genau diese Situation, die Trainer Press anschließend zu seiner Zuschauerschelte veranlasste. An der – für beide Seiten – unbefriedigenden Heimbilanz ändert das freilich nichts.

Donaukurier

Kickers bleiben vorne – 4:2 Sieg in Ingolstadt

Die Stuttgarter Kickers bleiben auf Aufstiegskurs. Beim Aufsteiger FC Ingolstadt 04 gewannen unsere Blauen heute mit 4:2 Tore. Bashiruo Gambo, Christian Okpala und erneut Bashirou Gambo brachten die Blauen schon nach 30 Spielminuten mit 3:0 in Front. In der 59. Spielminuter traf Jens Härter ins eigene Tore zum 1:3, aber sechs Minuten später staubte Manuel Hartmann nach Lattenkopfball von Mirnes Mesic zur Entscheidung zum 1:4 ab. Ingolstadt kam erneut durch Andras Tölcseres noch zum 2:4.

Damit bleiben die Blauen Tabellenführer. Am Freitag geht es in der Regionalliga bereits weiter. Dann kommt der ambitionierte SV Darmstadt 98 ins Kickers-Stadion. Und hoffentlich sehr viele Zuschauer!

Die Kickers spielten mit:
Yelldell; Steinle, Härter, Yildiz, Benda; Hartmann, Akcay (83. Wildersinn), Sökler (63. Kanitz), Gambo (74. Schlabach); Mesic, Okpala

Vorberichte: FC Ingolstadt 04 – Stuttgarter Kickers III

Stuttgarter Kickers: Parmak fällt aus

Auswärtshürde in Ingolstadt

Stuttgart (jüf) – Er war einer der Garanten für den gelungenen Saisonstart der Stuttgarter Kickers in der Fußball-Regionalliga, jetzt fällt Mustafa Parmak verletzt aus. Nach einem Schlag aufs Knie muss der Mittelfeldspieler zumindest im Auswärtsspiel an diesem Samstag (14.30 Uhr) beim FC Ingolstadt passen. Sascha Benda wird dagegen trotz eines Blutergusses im Knöchel spielen können. „Es wäre natürlich überragend, wenn wir dreifach punkten könnten“, sagt Robin Dutt im Hinblick auf die folgenden lukrativen Heimspiele. Der Kickers-Trainer erwartet einen stürmischen Gegner. „Die wollen ihren ersten Heimsieg einfahren“, ist sich Dutt sicher. Seine sechs Punkte fuhr der Neuling allesamt auswärts ein, zu Hause setzte es gegen den 1. FC Saarbrücken und den SSV Reutlingen Niederlagen.

Fest steht inzwischen der Termin der Blauen in der dritten WFV-Pokalrunde beim Verbandsligisten FSV 08 Bissingen. Gespielt wird am kommenden Dienstag (17.45 Uhr). Im Achtelfinale (Termin noch offen) käme es im Gazistadion zum Regionalligaduell mit dem VfR Aalen.

Stuttgarter Nachrichten

„Ich bin davon überzeugt, dass wir gegen Stuttgart punkten“
Donaukurier
Ingolstadt (DK) Die Ausgangsposition scheint klar: es kommt der Tabellenführer – zuletzt in seinen beiden Auswärtspartien siegreich – und trifft auf den Tabellenneunten, der im eigenen Stadion noch ohne Punktgewinn ist. Der Sieger steht also quasi schon vorher fest – könnte man meinen. Doch wenn der FC Ingolstadt am Samstag (Anpfiff 14.30 Uhr) die Stuttgarter Kickers empfängt, dann hat man beim Aufsteiger vor allem eines im Sinn: diese Serien zu durchbrechen.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir auch gegen Stuttgart punkten können“, sagt FC-Trainer Jürgen Press. „Unser Anspruchsdenken muss sogar sein, dass wir unsere Heimspiel gewinnen.“ Fragt man die Spieler, spürt man ebenfalls Optimismus. Immer wieder wird auf des letzte Auswärtsspiel in Pirmasens verwiesen, wo die Mannschaft ihren zweiten Dreier (1:0) feiern konnte. „Der Sieg hat uns auf jeden Fall noch einmal Selbstvertrauen gegeben“, sagt zum Beispiel Abwehr-Chef Oliver Schmidt vor dem schweren Spiel.Stärke in der Offensive

Nicht ganz unwichtig für das Ingolstädter Erfolgsvorhaben dürfte die Tatsache sein, dass mit den Stuttgarter Kickers eine Mannschaft nach Ingolstadt kommt, die ihre Stärke in der Offensive hat. 7:2 Tore nach den Auswärtsspielen in Aalen (5:2) und Kaiserslautern (2:0) zeigen, dass die Mannschaft von Trainer Robin Dutt auch in der Fremde nach vorne spielt. So ist die FC-Mannschaft, die auswärts bislang ebenfalls zweimal erfolgreich war, nicht unbedingt gezwungen das Spiel zu machen. „Das liegt uns eher, wenn die sich nicht nur verstecken“, weiß Stürmer Mark Römer.

Für die beiden Ex-Augsburger Schmidt und Römer gibt es beim Aufeinandertreffen mit den Stuttgarter Kickers unterdessen ein Wiedersehen mit zwei ehemaligen Teamkollegen. Denn auch Christian Okpala und Sascha Benda erhielten beim Zweitligaaufsteiger keinen Vertrag mehr und wechselten zu den Kickers. „Sascha ist ein Fußballverrückter“, beschreibt Römer seinen Freund, mit dem er jeweils zwei Jahre in Karlsruhe und Augsburg zusammen gespielt hat. Der schussgewaltige 26-Jährige wird von Trainer Dutt auf der rechten Abwehrseite eingesetzt und ist bei seinen Standards stets äußerst torgefährlich.

Besonders interessant dürfte auch der Auftritt von Christian Okpala werden. Der „bullige“ Stürmer (O-Ton Schmidt) ist seit Jahren einer der herausragenden Angreifer der Regionalliga, wurde im vergangenen Jahr mit 16 Treffern sogar Torschützenkönig. „Und da hat er aufgrund eines Bandscheibenvorfalls nur 26 Spiele gemacht“, weiß Oliver Schmidt. „Das größte Problem beim Christian ist, dass er zwischen Kreisklasse und Weltklasse schwangt“, erzählt Mark Römer über seinen ehemaligen Sturmpartner, der an guten Tagen außergewöhnlich kopfball- und zweikampfstark ist. In der aktuellen Saison hat Okpala , der einen schweizer und ghanaischen Pass besitzt, schon wieder drei Tore erzielt.

Ungeachtet der Stärke der Gäste bleibt man im Ingolstädter Lager jedoch zuversichtlich. „Wir wollen das Spiel offen gestalten“, sagt Trainer Press, und deutet an, dass die erfolgreiche Formation von Pirmasens kaum Änderungen erfahren wird.

Keidel wieder dabei

Derweil haben George Mbwando und Thorsten Horz tatsächlich gute Chancen am Samstag ihr Heimdebüt zu feiern. Während Mbwando, der in Pfalz ein starkes Debüt zeigte (Schmidt: „Ein belebendes Element“), dürfte auf der rechten Seite zum Einsatz kommen. Mittelfeldspieler Horz, dessen Kraft wohl noch nicht für 90 Minuten reichen wird, „hat sicher gute Chancen zum Einsatz zu kommen – und er spielt dann eben solange es geht“ (Press). Wieder im Team ist auch Ralf Keidel, der nach seinem Lapsus gegen Reutlingen zuletzt auf die Bank schmorte (Press: „Ein Denkzettel“).

Von Markus Rosenwirth fordert der Trainer derweil eine Leistungssteigerung. „Er muss sehen, dass er sich spielerisch verbessert“, meinte der Coach gestern. „In der Regionalliga ist das Spiel nun mal schneller als in der Bayernliga.“ Ob der Kapitän, der schon in Pirmasens zunächst auf der Bank saß, gegen Stuttgart spielt, wollte der Trainer noch nicht definitiv zusagen. Torsten Holm (Fuß) und Tobias Schlauderer (Ferse) fallen verletzt aus .

Donaukurier

Vorberichte: FC Ingolstadt 04 – Kickers in der Statistik

Am morgigen Samstag wollen unsere Blauen ihre Tabellenführung verteidigen. Dabei geht es nach 25 Jahren wieder zu einem Team aus Ingolstadt. Der vor zwei Jahren aus einer Fusion der ehemaligen Zweitligisten MTV und ESV Ingolstadt hervorgegangene FC 04 schaffte in der vergangenen Saison die Rückkehr in die dritte Liga. Mit erheblichen finanziellen Aufwand von Peter Jackwert konnte entsprechende Namen verpflichtet werden. Zu nennen sind hier Spieler wie Wenczel, Mbwando, Gusic oder vor allem die beiden Stürmer Tölcseres und Römer. Es wird also sicher kein Selbstläufer.

Die Bilanz in Ingolstadt für die Blauen sieht durchwachsen aus. In bisher zwölf Vergleichen beim MTV und ESV Ingolstadt konnten die Kickers vier Spiele gewinnen und erreichten drei Unentschieden.

Mehr dazu im Kickersarchiv.

Vorberichte: FC Ingolstadt 04 – Stuttgarter Kickers

Fußball-Regionalliga, 5.Spieltag
Verletzungssorgen bei den Kickers
 
STUTTGART (mad). Es ist noch nicht so, dass der Arzt Christian Mauch die Mannschaft der Stuttgarter Kickers aufstellt. Aber Robin Dutt, der Trainer des Regionalligatabellenführers, holt zumindest mehrmals täglich den Rat des Mediziners ein. Nachdem in Oliver Stierle (Bänderriss) und Laszlo Kanyuk (Oberschenkeloperation) bereits zwei Stammspieler mehrere Wochen ausfallen, muss der Kickers-Trainer morgen beim Aufsteiger FC Ingolstadt (14.30 Uhr) wohl auch noch auf zwei weitere wichtige Akteure verzichten. Mustafa Parmak und Sascha Benda plagen sich jeweils mit einer Bänderdehnung im Sprunggelenk herum. „Wir hoffen, dass sie spielen können“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast, „aber ein Einsatz wird sich erst kurzfristig entscheiden.“

Mit Lamentieren hält sich Cast trotz des dezimierten Kaders vor der Partie beim Tabellenneunten aber nicht auf. „Wir fahren mit viel Selbstvertrauen nach Ingolstadt und wollen drei Punkte holen“, sagt der Manager, wenngleich er einschränkt: „Ein gewöhnlicher Aufsteiger ist der Klub mit einem Etat von drei Millionen Euro und namhaften Spielern wie dem Stürmer Mark Römer nicht.“

Stuttgarter Zeitung