Vorberichte: Stuttgarter Kickers – SC Pfullendorf

Eine Chance für Kanyuk?

Kickers empfangen Pfullendorf

STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers kämpfen in der Regionalliga an mehreren Fronten: morgen gegen Pfullendorf um Punkte und die nächsten Tage um einen neuen Coach. Den VfB II plagen derweil Verletzungssorgen.

Der Kickers-Trainer Robin Dutt macht sich heute schon mal auf einen arbeitsreichen Tag gefasst. Denn nach dem morgendlichen Training mit der Mannschaft dürfte im Laufe des Nachmittags das Handy nicht mehr stillstehen. Dann soll der Wechsel am Saisonende zum SC Freiburg auch offiziell bekannt gegeben werden. „Es könnte etwas hektisch werden“, gibt Dutt zu. In der Nachfolgefrage legen die Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten dagegen eine betonte Gelassenheit an den Tag. „Wir verfallen jetzt nicht in Panik“, sagt das Präsidiumsmitglied Walter Kelsch, der die aktive Suche sowieso dem Manager Joachim Cast übertragen hat. Und der hat inzwischen mit einem halben Dutzend Kandidaten telefoniert, die auf der Kickers-Liste standen. „Inzwischen haben sich aber noch viel mehr Kandidaten gemeldet“, sagt Cast: „Wir werden schauen, wer noch in unser Anforderungsprofil passt.“ Der Konkurrenzkampf ist jedenfalls eröffnet.

Gleiches gilt im Übrigen für die Mannschaft, die gestern erstmals in dieser Saison komplett das Training begonnen hat, es aber nicht geschlossen beenden konnte: Bashiru Gambo (Nagelbettentzündung) musste vorzeitig aufgeben und fällt auch für das Spiel morgen (14.30 Uhr) gegen den SC Pfullendorf aus. Der Gegner muss auf Mark Lerandy verzichten, der positiv auf die verbotene Substanz Reproterol getestet und nun für sechs Pflichtspiele gesperrt worden ist. Möglicherweise wird bei den Kickers Laszlo Kanyuk eine neue Chance als Spielgestalter bekommen, auch wenn in Darmstadt Mustafa Parmak diese Rolle zunächst gut ausgefüllt hat, der dafür nach rechts rücken könnte. Im Angriff dürfte Bastian Bischoff gesetzt sein, sein Sturmpartner ist offen. „Alle haben diese Woche gut trainiert“, sagt Dutt, „sodass ich einen der fünf Stürmer sogar aus dem Kader streichen muss.“

(…)

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Fest steht nur, dass Minkwitz bleibt

Stuttgart (jüf) – In der Trainerfrage bei den Stuttgarter Kickers steht bisher nur eines fest: Co-Trainer Stefan Minkwitz wird über die Saison hinaus beim Regionalligisten bleiben – aber definitiv nicht als Nachfolger von Chefcoach Robin Dutt. Die Trainerfindungskommission der Blauen, bestehend aus Präsident Dirk Eichelbaum, Präsidiumsmitglied Walter Kelsch und Manager Joachim Cast, will in den nächsten 14 Tagen die Vorauswahl abgeschlossen haben. Erste Gespräche stehen nun an – unter anderen mit Alexander Malchow (SG Sonnenhof Großaspach), Peter Zeidler (1. FC Nürnberg II) und Michael Feichtenbeiner (SC Pfullendorf).

Feichtenbeiner gastiert mit seinem Team am morgigen Samstag (14.30 Uhr) im Gazistadion. Die Blauen haben bis auf Bashiru Gambo (Nagelbettentzündung) alle Mann an Bord. Für Gambo wird wohl Laszlo Kanyuk auf der Spielmacherposition zum Einsatz kommen. Unterdessen zeigt Oberligist SV Sandhausen Interesse am derzeit verletzten Innenverteidiger Marco Wildersinn.

Stuttgarter Nachrichten

Vorschau

Spielinfos:

Anstoß: 17.03.2007 14:30
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Ralf Viktora, Stephan Kammerer, Markus Finke

Stuttgarter Kickers: Gambo (nach Grippe) und Kanyuk (nach Knieproblemen) sind im Mittelfeld eine Alternative. Bischoff könnte erneut für Dundee stürmen.

SC Pfullendorf: Da sich Agyemang zuletzt nicht aufdrängte, dürfte sich an der Anfangsformation nichts ändern.

Aufstellung

Stuttgarter Kickers
Yelldell – Sökler, Yildiz, Härter, Stierle – M. Hartmann – Benda, Parmak, Weller – Vaccaro, Dundee; Trainer: Dutt

SC Pfullendorf
Hermanutz – Deufel, Kiefer, Rapp, R. Zimmermann – Busch, Konrad, Leandro, Gerster – I. Lucic, Rogosic; Trainer: Feichtenbeiner

Kicker

Pfullendorfs Gastgeber Stuttgarter Kickers hofft wieder auf den Aufstieg

Das DFB-Urteil bezüglich eines Punktabzugs steht im „Fall Lerandy“ noch aus. Heute geht es bei Regionalligist SC Pfullendorf ausnahmsweise wieder mal schwerpunktmäßig um Fußball. Doch bleibt das Auswärtsspiel (14.30 Uhr) bei den Stuttgarter Kickers von der Affäre nicht gänzlich unberührt.

Obwohl er nach dem „Rüffel“ von DFB und SCP-Vorstand eigentlich nichts mehr zum Thema Lerandy sagen wollte, ließ sich Trainer Feichtenbeiner gestern doch noch einen Kommentar zum Urteil entlocken: „Mark ist sozusagen mit einem blauen Auge davongekommen. Sechs Spiele Sperre, wovon eins mit Pirmasens ja schon abgesessen ist, sind weniger als zu befürchten stand.“

Dann blickte der Coach aufs heutige Spiel in seiner Stuttgarter Heimat: „Ein Punkt wäre okay, ich traue uns aber auch einen Dreier zu!“ Pech jedoch für den SCP: Die Kickers haben nach der jüngsten Hoffenheimer Pleite wieder reale Aufstiegschancen – werden also wohl „Gas geben“. Feichtenbeiner: „Der stärkste Mannschaftsteil ist das Mittelfeld. Da sind sie mit Benda, Gambo oder Weller torgefährlicher als wir.“ Weniger Sorgen bereitet ihm der Sturm mit Vaccaro und Ex-Nationalspieler Sean Dundee, die im Winter Okpala (nach Siegen gewechselt) und Mesic (jetzt für die TSG Hoffenheim am Ball) ersetzt haben: „Sind die fit, sind es Granaten. Aber ihnen fehlen noch paar Prozent!“

Beim SCP fehlt außer Mark „frutti di mare“ Lerandy noch Patrick Hagg, der Knieprobleme hat. Auch Mark Zeh (Sprunggelenk) und der Langzeitverletzte Helgi Kolvidsson (Kahnbeinbruch sind nicht mit dabei. Damit hat Feichtenbeiner keinen gelernten Abwehrspieler mehr auf der Bank.

Auf personelle Alternativen aus dem Pfullendorfer F-Team muss die Regionalliga-Elf derzeit verzichten. Das Risiko wäre zu groß. Aus Spielerkreisen sickerte zwischenzeitlich nämlich durch: Der Verein hat die Verbandsliga-Kicker des SCP zum Thema „Dopingverstoß-Gefahren“ bislang noch nicht aufgeklärt.

Schwäbische Zeitung

Schaffhauser Trainer bald in Stuttgart?

Schaffhausen – Der Trainer des FC Schaffhausen, Jürgen Seeberger, könnte Gerüchten zufolge bald auf der Gehaltsliste des deutschen Drittligisten Stuttgarter Kickers stehen. Die beiden Vereine, Schaffhausen und Stuttgart, haben eine Gemeinsamkeit. Beide Vereine müssen sich für die nächste Saison nach einem neuen Trainer umschauen. Jürgen Seeberger hatte der Vereinsführung des FC Schaffhausen schon Ende Januar mitgeteilt, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern möchte, sondern nach sieben Jahren in Schaffhausen nach einer neuen Herausforderung suchen möchte.
Der Drittligist aus Stuttgart muss sich ebenfalls nach einem neuen Coach umschauen. Robin
Dutt wird Stuttgart, ebenfalls auf eigenen Wunsch, zum Saisonende verlassen.

Im Umfeld der Stuttgarter Kickers wurde nun während der vergangenen Tage immer wieder der Name des Noch-Trainers des FC Schaffhausen ausgesprochen. Es gibt sogar Stimmen innerhalb des deutschen Vereins die behaupten, dass sich der deutsche Drittligist schon fast mit Jürgen Seeberger einig sei. Offiziell wird dies zwar noch dementiert, doch die Kreise die das Gerücht streuen, sind für gewöhnlich gut informiert.
In Schaffhausen, so teilte der Verein heute mit, sei die Trainerfrage nach wie vor
ungeklärt.

Kanton Online

SZON: Interview mit Trainer Robin Dutt

Interview mit Robin Dutt, Trainer der Stuttgarter Kickers

STUTTGART – Die Stuttgarter Kickers sind am Samstag ab 14.30 Uhr Gastgeber des SC Pfullendorf. Für den SCP ist es ein ganz wichtiges Match, nachdem ja wegen der Doping-Affäre Punktabzug droht. Die Kickers, bei denen es vorige Woche einen Wechsel in der Vereinsführung gab (Anwalt Dirk Eichelbaum für Hans Kullen), haben ihrereseits durch die Niederlage des Tabellenzweiten TSG Hoffenheim auch wieder realistische Chancen im Kampf um den Aufstieg. Sechs Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf Hoffenheim bei noch elf ausstehenden Spielen. SZ-Mitarbeiter Dirk Meier sprach mit Trainer Robin Dutt (42), der in den letzten Tagen die regionalen Sportschlagzeilen beherrschte, weil er die „Stukis“ am Saisonende zum SC Freiburg verlassen wird. Doch der der gebürtige Rheinländer mit indischen Vorfahren und schwäbischem Akzent ist ganz offenbar ein Mann mit Prinzipien. Zwar steht der Wechsel in den Breisgau definitiv fest, doch Dutt ist der Name seines künftigen Clubs vor der für heute angekündigten offiziellen Bekanntgabe in Freiburg nicht zu entlocken. Dafür sagt der Finke-Nachfolger, was er über den neuerlichen Dopingfall beim SC Pfullendorf denkt.

SZ: Herr Dutt: Die Medien berichten, dass Sie zur neuen Saison zum Zweitligisten SC Freiburg gehen. Ist das richtig?

Dutt: Es ist nicht bestätigt, wohin ich gehe. Es wurde zwar in vielen Zeitungen darüber berichtet, aber ich bestätige diese Meldungen nicht. Wenn Sie das alles richtig gelesen haben, dann werden Sie dort keine Aussage zu irgendeinem Verein von mir finden. Ich bestätige weder den von Ihnen genannten Vereinsnamen noch einen anderen. Mein neuer Arbeitgeber und ich werden das erst am heutigen Freitag tun.

SZ: Wie Sie meinen, Herr Dutt. Dann lassen Sie uns über das aktuelle Regionalligageschehen sprechen: Ihr Team hat wieder Chancen, doch noch den Aufstieg in die Zweite Liga zu schaffen. Denn Hoffenheim hat zuletzt überraschend beim Karlsruher SC II mit 0:1 verloren.

Dutt: Unsere Mannschaft ist der große Außenseiter, sportlich und auch was den Etat angeht. Bis jetzt hat sich für uns auch noch nichts geändert. Wir wollen eine Serie hinlegen, dann wird man sehen. Meiner Meinung nach ist es auch jetzt noch zu früh, um Aussagen zu machen, die den Aufstieg betreffen.

SZ: Bei den Kickers ist vorige Woche der langjährige Präsident Hans Kullen zurückgetreten. Wie kommentieren Sie diesen Vorgang?

Dutt: Das kommentiere ich überhaupt nicht, weil das Vereinspolitik ist. Ich bin im sportlichen Sektor tätig. Auf diese Aufgabe konzentriere ich mich ausschließlich.

SZ: Aber wird dieser Führungswechsel spurlos an der Mannschaft vorbei gehen oder könnte er Auswirkungen auf das Team haben?

Dutt: Nein, der Wechsel an der Vereinsspitze wird sich nicht auf die Mannschaft auswirken. Das ist auch meine Aufgabe, solche Dinge von den Spielern fern zu halten.

SZ: Ihr nächster Gegner heißt SC Pfullendorf. Dort kracht es momentan nach dem zweiten Dopingskandal binnen dreieinhalb Jahren. Wie beurteilen Sie den Fall?

Dutt: Es ist schon sehr ärgerlich, dass so etwas passiert ist. Zumal der betroffene Spieler ein sehr wichtiger für den SCP ist. Das Ganze hat für mich eine gewisse Tragik. Denn jedes Jahr kämpft Pfullendorf um den Klassenerhalt und dann müssen sie noch mit einem Punktabzug leben. Das tut mir sehr leid und ist sehr schade.
SZ: Sie kennen doch den SC Pfullendorf sehr gut. Was ist denn jetzt dort zu tun?

Dutt: Das ist einzig und allein Sache der Pfullendorfer, da kann ich als Außenstehender nichts dazu sagen. Ich habe ein gutes Verhältnis zu diesem Verein, aber deswegen können wir ihnen am Samstag keine drei Punkte schenken.

SZ: Wie sieht es im Kickers-Lager vor der Partie personell aus?

Dutt: Mir stehen, und das kommt ja selten genug vor, erfreulicherweise alle Spieler zur Verfügung.

SZ: Sie sind mit SCP-Trainer Michael Feichtenbeiner befreundet. Können Sie Ihrem Kollegen im Abstiegskampf nicht ein paar Tipps geben?

Dutt: Michael und der Verein sind so erfahren im Abstiegskampf, dass sie von mir sicher keine guten Ratschläge brauchen. Der Spielplan ist auch so, dass wir schon sehr lange vorher gegen Klubs spielen, die dann gegen Pfullendorf antreten. Da würden meine Hinweise nicht mehr helfen, weil sie nicht mehr aktuell sind.

SZ: Ab der nächsten Saison läuft die Qualifikation für die neue dritte Profiliga. Haben die Pfullendorfer das Zeug für diese Spielklasse?

Dutt: Es würde mich sehr freuen, wenn der SCP die Rahmenbedingungen schaffen kann, die ein Mitspielen um die neue Spielklasse möglich machen. Ich halte es auch für die Pflicht jedes Regionalligisten, den Sprung in die Dritte Liga schaffen zu wollen. Immerhin können die ersten neun Mannschaften aufsteigen. Ich sehe das auch als wichtige Motivation für die Spieler. Die Vorgabe das zu erreichen, muss ja nicht gleich mit einem finanziellen Risiko verbunden sein. Aber die Dritte Liga sollte jeder anstreben und der SC Pfullendorf ist es auch seiner Region schuldig.

Schwäbische Zeitung

Trainernachfolge: Erste Gespräche stehen an

Laut StN von heute wird Stefan Minkwitz definitiv Cotrainer bei den Kickers bleiben und kommt daher nicht als Cheftrainer in Frage. Präsident Dirk Eichelbaum, Walter Kelsch und Manager Joachim Cast werden innerhalb der nächsten 14 Tagen eine Vorauswahl treffen und Gespräche führen. Als erstes mit Alexander Malchow (Großaspach), Peter Zeidler (Nürnberg II) und Michael Feichtenbeiner (Pfullendorf). Feichtenbeiner ist morgen zu Gast im Waldau-Stadion.

BKZ: Malchow bekundet sein Interesse

Seit Trainer Robin Dutt seinen Weggang zum Ende der laufenden Spielzeit angekündigt hat, brodelt im Umfeld von Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers die Gerüchteküche. Ein Name, der als möglicher Nachfolger genannt wird: Alexander Malchow. „Das wäre natürlich interessant für mich“, räumt der Coach von Oberligist SG Sonnenhof Großaspach ehrlich ein.

VON STEFFEN GRÜN

Gespräche darüber, ob der 37-Jährige seinen Vertrag im Fautenhau über die aktuelle Saison hinaus verlängert, gabs bislang nicht. Auch deshalb, weil der Trainer diese Angelegenheit nach dem 0:4-Debakel beim FC 08 Villingen vor zweieinhalb Wochen bewusst auf Eis gelegt hatte (wir berichteten). Jetzt kommt eine Unbekannte hinzu: Buhlt der Traditionsverein aus Degerloch wirklich ernsthaft um Malchow? Das ist noch offen. Offenkundig fühlt sich der Ex-Profi jedoch geschmeichelt davon, zum Kreis der möglichen Kandidaten zu zählen. „Das ehrt mich“, sagt der SG-Trainer, um jedoch sofort einzuschränken: „Ich habe aber keine Gespräche geführt.“

Kann ja noch kommen. Denn Malchow macht überhaupt keinen Hehl daraus, einem Engagement bei den Blauen im Falle eines ernsthaften Angebotes aufgeschlossen gegenüberzustehen: „Das wäre natürlich interessant für mich.“ Einerseits, weil ein Trainerjob in der Regionalliga immer reizvoll ist. Andererseits, weil „das mein Verein ist, seit ich in Baden-Württemberg lebe“. Einst bestritt Malchow für die Kickers zahlreiche Zweit- und Drittligaspiele. Im Sommer 2005 verließ er die Kickers, um die Trainerlaufbahn einzuschlagen. Mit der Rückkehr nach Degerloch könnte sich der Kreis in wenigen Monaten schließen.

Backnanger Kreiszeitung

StZ: Kickers weiter auf Trainersuche

Kickers weiter auf Trainersuche
Robin Dutt geht zum SC Freiburg
 
STUTTGART (ump). Auch wenn die offizielle Bestätigung des SC Freiburg noch aussteht, ist inzwischen alles klar: der Kickers-Trainer Robin Dutt wird vom Sommer an das Traineramt als Nachfolger von Volker Finke übernehmen – fragt sich nur noch, ob in der ersten oder zweiten Fußball-Bundesliga. Morgen will der Sportclub die Entscheidung bekannt geben, ausgerechnet vor dem richtungsweisenden Spitzenspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, was den Fans einigen Unmut bereiten könnte. Sie haben jedenfalls schon eine Pro-Finke-Kampagne angekündigt.

Wann die Stuttgarter Kickers ihren neuen Trainer bekannt geben, ist noch offen. „Wir setzen uns da nicht unter Zeitdruck“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast, der federführend die Kandidatenliste abklopfen wird. „Es hat ja auch schon Vorgespräche gegeben, und dabei haben sämtliche Kandidaten ihr generelles Interesse bekundet“, sagt Cast, „was ja durchaus für die Kickers spricht.“ Der ehemalige A-Junioren-Trainer Günter Rommel, der nun die Sindelfinger Fußballfrauen betreut, wollte Gespräche aber nicht bestätigen, und auch der frühere Chefcoach Michael Feichtenbeiner vom SC Pfullendorf sagte gestern: „Es gibt keinen konkreten Kontakt.“

Der könnte ja am Samstag folgen, im Rahmen des Punktspiels gegen Pfullendorf im Gazistadion. Schließlich läuft Feichtenbeiners Vertrag aus, er wohnt in Stuttgart und signalisiert auch Gesprächsbereitschaft. Klar ist auf jeden Fall, dass Stefan Minkwitz den Kickers treu bleiben wird. „In welcher Funktion ist noch offen“, sagt Cast zu dem bisherigen Co-Trainer, der momentan seine Trainer-A-Lizenz macht. Außerdem führt der Manager Gespräche mit den Stürmern Bastian Bischoff und Marco Tucci, deren Verträge auslaufen und die zuletzt in Darmstadt mit ihren Toren Aufsehen erregt haben. „Es versteht sich von selbst, dass wir diese Spieler gerne halten wollen“, sagt Cast, „deshalb soll der neue Trainer auch die Arbeit mit jungen Leuten fortsetzen.“

Stuttgarter Zeitung

Presse zur Entscheidung von Robin Dutt

Robin Dutt geht in die zweite Liga
Der Aufsteiger
 
Von Joachim Klumpp
 
Kontinuität – so hieß das oberste Gebot, als der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum vergangene Woche sein Amt angetreten hat. Doch dieser gute Vorsatz ist schnell Makulatur geworden. Denn seit gestern ist klar, dass in der Trainerfrage Handlungsbedarf besteht. Das ist für die Kickers zunächst einmal ein Rückschlag, weil Robin Dutt in seiner dreieinhalbjährigen Amtszeit den Regionalligisten vom Abstiegs- zum Aufstiegskandidaten gemacht hat, ganz nebenbei zweimal den WFV-Pokal holte, nicht zu vergessen den denkwürdigen Sieg gegen den Hamburger SV im DFB-Pokal. Solche Erfolge wecken Begehrlichkeiten – auch bei der Konkurrenz.

Diesem Werben konnte Dutt nicht widerstehen, was verständlich ist angesichts der Perspektiven bei den Kickers. Der Wechsel in die zweite Liga ist letztendlich eine Anerkennung seiner Aufbauarbeit in Degerloch, wo er sich vor allem bei der Talentsichtung einen Namen gemacht hat. Dass daneben die Integration von so genannten gestandenen Spielern (zuletzt Okpala oder Kanyuk) nicht wie erhofft funktionierte, ist der einzige Punkt, den man Robin Dutt ankreiden kann.

So oder so – sein Nachfolger tritt ein schweres Erbe an, denn er wird an der duttschen Vorgabe gemessen: maximaler Erfolg mit minimalem Einsatz. Egal, auf wen die Wahl fällt: die Kickers sollten die Kontinuität im Auge behalten – und nicht gleich beim ersten Misserfolg die Nerven verlieren.

Stuttgarter Zeitung

Die Kickers auf Trainersuche
 
Robin Dutt verlässt den Regionalligisten und sagt: Ich werde mich bis zum Schluss voll reinhängen
 
STUTTGART. Seit gestern ist klar: die Stuttgarter Kickers müssen sich für die nächste Saison einen neuen Trainer suchen. Robin Dutt gab bekannt, dass er den Verein zum Saisonende verlassen wird – voraussichtlich zum SC Freiburg.

Von Joachim Klumpp

Vergangenen Samstag hatte sich der Kickers-Trainer Robin Dutt noch sorgenvoll über die Zukunft des von seiner Mannschaft gerade mit 3:1 besiegten Traditionsklubs Darmstadt geäußert. Mit den Worten: „Es wäre schade, wenn so ein Verein absteigen würde.“ Dutt selbst muss sich darum keine Sorgen machen: Er steigt nächste Saison definitiv auf. Wenn nicht noch mit den Kickers, dann auf jeden Fall mit seinem künftigen Arbeitgeber. Denn seit gestern ist klar, dass der 42-Jährige die Kickers am Saisonende verlassen wird, das hat er im Anschluss ans Vormittagstraining der Mannschaft mitgeteilt, nachdem er am Abend zuvor bereits den neuen Präsidenten Dirk Eichelbaum informiert hatte: „Wir müssen das so akzeptieren, wenn er einen arrivierten Verein in der zweiten Liga gefunden hat“, sagt Eichelbaum.

Nachdem Fürths Präsident Helmut Hack gegenüber der StZ eine Verpflichtung dementierte, dürfte es sich um den SC Freiburg handeln, der zum Saisonende einen Nachfolger für Volker Finke braucht. Angeblich soll sich der badische Zweitligist seit Längerem mit dem Ex-Ditzinger Dutt einig sein. Und der hatte immer betont: „Man muss nicht so lange bei einem Verein bleiben, bis man rausgeworfen wird.“

Diese Gefahr bestand in der jetzt dreieinhalbjährigen Amtszeit akut zwar nie, obwohl die Mannschaft auch Durststrecken zu überstehen hatte. Am Ende aber führte der Trainer die Mannschaft kontinuierlich nach oben, sodass in der Vorrunde sogar eine Einladung von Hannover 96 ins Haus flatterte. Letztendlich fiel die Wahl dort dann zwar auf Dieter Hecking, dennoch war Dutt in aller Munde, auch wenn er, wie im kleinen Kreis geäußert, das Bundesligaangebot aus familiären Gründen gar nicht angenommen hätte. Insofern passt in Freiburg alles: die räumliche Nähe zur Familie und seiner Heimat Eltingen, wo Dutt ein Haus gebaut hat, das Umfeld mit dem Präsidenten Achim Stocker, der nicht ständig ins Tagesgeschäft reinredet, sowie eine entwicklungsfähige Mannschaft mit dem nötigen Unterbau zweite Mannschaft (in der Oberliga), A-Jugend (Bundesliga) und einem hochmodernen Nachwuchszentrum.

Die Stuttgarter wiederum müssen sich jetzt möglichst rasch nach einem Nachfolger umschauen. „Ich denke, dass wir nächste Woche die ersten Gespräche führen werden“, sagt der Präsident Eichelbaum, der von einer Hand voll Kandidaten spricht. Nicht mehr dazu gehört Marco Kurz, der bekanntlich Chefcoach bei 1860 München wird und dessen Vater bis vor Kurzem im Kickers-Präsidium saß. Eichelbaum gibt zu: „Er hätte in unser Anforderungsprofil gepasst.“ Genau wie Ralf Becker, zu dem noch der Expräsident Hans Kullen Kontakt aufgenommen hatte, der seinerseits aber inzwischen beim Bundesligaanwärter Karlsruher SC als Co-Trainer verlängert hat. Eher eine Außenseiterrolle dürfte der früheren Aalener Coach Peter Zeidler haben, dessen Vertrag bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg bisher nicht verlängert wurde. Weitere Anwärter sind Alexander Malchow (Großaspach), Michael Feichtenbeiner (Pfullendorf) oder auch der beim Schweizer Erstligisten FC Schaffhausen tätige deutsche Trainer Jürgen Seeberger.

Dagegen soll der bisherige Assistent Stefan Minkwitz in dieser Rolle bei den Kickers bleiben, auch wenn Eichelbaum die Verdienste des Exprofis zu schätzen weiß. „Aber in der nächsten Saison mit der Qualifikation zur dritten Liga herrscht ein enormer Druck, dem ein Trainer standhalten muss.“ Und offensichtlich wollen die Verantwortlichen das einem etwas erfahreneren Trainer anvertrauen, „der im Wesentlichen die Arbeit von Dutt fortsetzen soll“, so Eichelbaum. Dutt wiederum versichert, dass seine Arbeit bei den Kickers noch nicht beendet ist: „Ich werde mich bis zum letzten Spieltag voll reinhängen. Das bin ich dem Verein und der Mannschaft schuldig.“

Womöglich steigt der Trainer am Ende ja zweimal auf: mit den Kickers – und Freiburg.

Stuttgarter Zeitung

Dutt vor Wechsel zum SC Freiburg
 
Kickers-Trainer gibt Abschied zum Saisonende offiziell bekannt
 
Stuttgart – Jeder im Verein war darauf vorbereitet, jetzt ist es offiziell: Trainer Robin Dutt wird den Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers am Saisonende verlassen. Nach Informationen unserer Zeitung wechselt der 42-Jährige zum SC Freiburg.

VON JÜRGEN FREY

Am gestrigen Dienstag ließ Dutt bei der Mannschaft die Katze endgültig aus dem Sack. Vor dem Vormittagstraining teilte er den Spielern mit, dass er am 30. Juni die Blauen verlassen werde. Am Abend vorher hatte Dutt dem Präsidenten Dirk Eichelbaum Bescheid gegeben. Dutt, der am 28. Oktober 2003 das Amt des Cheftrainers bei den Blauen übernommen hatte, bestätigte, bereits bei einem Zweitligisten einen Vertrag unterschrieben zu haben. Erst am Freitag will sein künftiger Club die Personalie offiziell verkünden. Doch schon am Dienstag verdichteten sich die Anzeichen immer mehr, dass es sich dabei um den SC Freiburg handelt. Aus dem Breisgau sickerte durch, dass der neue Trainer bereits unterschrieben habe. Bei der SpVgg Greuther Fürth, wo Dutt ebenfalls hoch gehandelt wurde, erklärte Präsident Helmut Hack: „Robin Dutt wird definitiv nicht unser Trainer.“

Die Kickers können nun zwei Wochen früher als geplant hochoffiziell mit der Suche nach einem Nachfolger beginnen. „Dieses zusätzliche Zeitfenster tut uns gut“, sagte Präsident Eichelbaum, der das Anforderungsprofil für den künftigen Trainer wie folgt skizzierte:

Der neue Mann muss viel Wert auf die Jugend und die zweite Mannschaft legen.

Er muss die Spielphilosophie von Robin Dutt weiterführen. Kontinuität ist gefragt.

Er muss in den finanziellen Rahmen passen.

Er sollte auch großem Druck gewachsen sein und nicht leicht die Nerven verlieren.

Er sollte einen Bezug zur Region haben.

Über ein mögliches Modell wurde im Präsidium bereits gesprochen: Oberligatrainer Björn Hinck wird zum Regionalligacoach befördert und bildet zusammen mit dem bisherigen Assistenten Stefan Minkwitz ein Trainerduo. Michael Rentschler (VfL Kirchheim) könnte die zweite Mannschaft übernehmen. „Hinck/Minkwitz sind eine Option“, bestätigte Eichelbaum, „es gibt aber noch viele andere.“ Die erweiterte Kandidatenliste umfasse bis zu zehn Namen. Mit im Rennen: Alexander Malchow (SG Sonnenhof Großaspach), Michael Feichtenbeiner (SC Pfullendorf), Roland Seitz (zuletzt SC Paderborn), Peter Zeidler (1. FC Nürnberg II) und Andreas Bergmann, der zuletzt den FC St. Pauli trainierte und von 1997 bis 2001 Jugendkoordinator beim KSC war.

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgart: Kickers-Trainer beim SC Freiburg im Gespräch

Dutt bereitet Abschied vor
Die Stuttgartes Kickers müssen sich für die nächste Spielrunde einen neuen Cheftrainer suchen: Coach Robin Dutt teilte nach dem Vormittagstraining am Dienstag mit, dass er seinen bis zum Sommer befristeten Vertrag nicht verlängern und den Tabellenvierten der Regionalliga zum Ende der Saison Richtung Zweite Liga verlassen wird. Der 42-Jährige gilt als heißer Kandidat für die Nachfolge von Trainer Volker Finke beim Zweitligisten SC Freiburg.

Die Entscheidung kam für die Verantwortlichen der Stuttgarter Kickers nicht überraschend: Coach Robin Dutt wird die Schwaben zum Saisonende verlassen und sich einer neuen Herausforderung stellen. Der gebürtige Kölner, der das Regionalligateam seit dreieinhalb Jahren trainiert, gab seine Entscheidung nach dem Vormittagstraining am Dienstag bekannt. „Wir sind auf die Situation vorbereitet und haben schon Vorgespräche geführt“, so Kickers-Manager Joachim Cast, der sich wochenlang um den Verbleib Dutts bemüht hatte.

Dass der neue Arbeitgeber des 42-Jährigen bereits feststeht, wollten weder Dutt noch die Verantwortlichen der Kickers bestätigen. Eines pfeifen allerdings die Spatzen von den Dächern: Der Coach gilt als heißer Kandidat für die Nachfolge von Trainer Volker Finke beim SC Freiburg. Dieser wird die Breisgauer nach mehr als 15 Jahren am Saisonende definitiv verlassen.

Dutt war 2002 zunächst als Coach der zweiten Mannschaft zu dem Traditionsverein gekommen und hatte Ende Oktober 2003 die Regionalliga-Elf übernommen.In den Spielzeiten 04/05 und 05/06 gewann der Fußball-Lehrer mit den Stuttgarter Kickers den Württembergischen Fußball-Verbandspokal (WFV) und qualifizierte sich jeweils für die Teilnahme am DFB-Pokal – dort bezwang der Traditionsverein in der 1. Hauptrunde am 9.September 2006 überraschend den Bundesligisten Hamburger SV mit 4:3 nach Verlängerung.

Dutts vorherige Stationen als Trainer waren TSF Ditzingen und TSG Leonberg, bei denen der 42-Jährige jedoch als Spielertrainer fungierte.

Kicker

Robin Dutt: Trennung zum Saisonende

Nach dem heutigen Vormittagstraining hat Trainer Robin Dutt dem Verein mitgeteilt, dass er den Verein zum Ende der Saison Richtung 2.Bundesliga verlassen wird. Obwohl die Stuttgarter Kickers selbst an einer Weiterverpflichtung ihres Trainers stark interessiert waren, wünschen sie nun Robin Dutt für seine weitere Laufbahn alles Gute.
Präsident und Aufsichtsrat sind überzeugt, dass Robin Dutt bis zum Ende der Saison alles geben wird, um den Verein in der Regionalliga optimal zu platzieren. Der Verein dankt gleichzeitig dem Trainer, dass er in den letzten Jahren eine kontinuierliche Aufbauarbeit geleistet und den Namen der Stuttgarter Kickers auch bundesweit gut repräsentiert hat.
Die Stuttgarter Kickers selbst waren auf diese Situation vorbereitet und werden nun den Trainermarkt genau sondieren. Entsprechende Gespräche werden in den nächsten Tagen und Wochen geführt, um hinsichtlich der weiteren, sportlichen Kontinuität eine optimale Lösung zu finden. 

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