Bange Blicke Richtung neue Saison

Beim Kickers-Anhang wächst die Unruhe – Zeidler und Cast gelassen

Stuttgart – Das Aufatmen bei den Stuttgarter Kickers nach dem 1:0 gegen 1860 München II war riesig. Bei den Fans wächst allerdings die Unruhe im Hinblick auf die neue Saison in der Fußball-Regionalliga. Noch immer wurde kein Neuzugang verkündet.

VON JÜRGEN FREY

„Ja, der Peter hat“s halt schön“, sagte Robin Dutt mit einem Schmunzeln. Der aktuelle Kickers-Trainer beobachtete, wie sich sein Nachfolger Peter Zeidler im Vip-Raum mit unterschiedlichen Leuten unterhielt. Für Dutt wäre das bei seinem künftigen Club SC Freiburg ein Ding der Unmöglichkeit. Zeidler kann ungestört vor Ort die Stimmung ausloten. Er wird gespürt haben: Die Skepsis beim Anhang der Blauen überwiegt. Die Entwicklung der vergangenen Monate gibt wenig Anlass zur Hoffnung im Kampf um die Qualifikation zur dritten Profiliga. Und die finanziellen Möglichkeiten, sich mit den nötigen Führungsspielern zu verstärken, halten sich in Grenzen. Nach außen hin geben sich die Entscheidungsträger gelassen. Manager Joachim Cast fordert einfach nur Geduld. Zeidler setzt auf einen „intakten Kern, der zusammenbleibt, und vier Neuzugänge“: Mit denen werde die Mannschaft stärker sein. „Und wir werden unser Ziel Platz zehn erreichen können“, so Zeidler.

Wer die Neuen sind, steht noch nicht fest. Nico Beigang (SV Darmstadt 98) ist der Wunschkandidat für den Sturm. Sascha Maier (SV Elversberg) bleibt in der Warteschleife. Für die Innenverteidigung ist der 1,92-m-Mann Patrick Hildebrandt (FK Pirmasens) im Gespräch. Mündlich zugesagt hat Stürmer Saban Genisyürek vom Verbandsligisten FV Illertissen. Für die zweite Mannschaft kommt Srdan Stevanovic von der SG Sonnenhof Großaspach. Das alles zeigt: Es gibt noch viel zu tun.

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Kickers: Platz sechs bleibt das Ziel

Hildebrandt für die Abwehr?

STUTTGART (ump). Wie wichtig der 1:0-Sieg am Freitag gegen 1860 München II für die Stuttgarter Kickers gewesen ist, zeigte sich erst 24 Stunden später beim Blick auf die Ergebnisse der Regionalliga. Im schlimmsten Fall hätte der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz zwei Punkte betragen – jetzt sind es sieben. „Das war“s“, sagte der Präsident Dirk Eichelbaum; danach bekam die Mannschaft zwei freie Tage. „Doch von Montag an arbeiten wir konzentriert auf die letzten drei Spiele hin“, sagte der scheidende Trainer Robin Dutt. Die neue, alte Zielsetzung lautet: mindestens Platz sechs.

Daneben soll der künftige Kader komplettiert werden: „Wir wollen uns in jedem Mannschaftsteil verstärken“, sagte der neue Trainer Peter Zeidler, der auch unter den Zuschauern war. Eine Option für die Innenverteidigung ist Patrick Hildebrandt (23), der mit dem Absteiger FK Pirmasens beim Gastspiel vor drei Wochen positiv aufgefallen war und weiter in der Regionalliga spielen möchte ( Interessenten sind auch Elversberg und der designierte Aufsteiger Oggersheim); dazu könnte Zeidler noch einen Mittelfeldspieler aus Nürnberg mitbringen – und im Sturm hat der Kandidat Nico Beigang (Darmstadt) am Wochenende mit drei Toren überzeugt. „Zu alledem kommt am Ende vielleicht noch ein Neuer als Joker“, sagt Zeidler.

Stuttgarter Zeitung

U17 vor neuem Rekord in Oberliga – 2:1 in Reutlingen

Auch dieses Spiel konnte der neue Meister und Aufsteiger in die B-Junioren-Bundesliga erfolgreich gestalten.
Es war bereits der 19. Punktspielsieg in dieser Saison – zum Rekord in der B-Junioren-Oberliga fehlt nun nur noch ein Sieg gegen den FV Villigen am kommenden Samstag!

Gegen den SSV Reutlingen begann man gleich hellwach und konnte auch die erste Torchance eiskalt ausnutzen. Caglar Celiktas wurde von Spielführer Patrick Auracher auf die Reise geschickt und schob den Ball unter dem Torwart zur umjubelten Führung. Es waren gerade einmal zwei Minuten gespielt.
Dann die 4. Spielminute: wieder auf Zuspiel von Patrick Auracher wurde Alen Lehecka im Strafraum gefoult. Doch den fälligen Strafstoß schoß der Gefoulte nur gegen die Latte.
Danach hatten die Kickers noch ein paar gute Gelegenheiten, doch die Zuspiele in die Spitze wurden immer ungenauer. Und so kam der Gastgeber besser ins Spiel und hatte nach einigen Defensivfehlern dann auch die ersten gefährlichen Aktionen. Torwart Dennis Eiberle konnte sich so einige Male auszeichnen.
Kurz vor der Halbzeit dann doch noch das 2:0 für die Kickers – zu diesem Zeitpunkt eher etwas glücklich.
Nach Vorarbeit von Caglar Celiktas konnte sich Simon Brandstetter im Strafraum gekonnt durchsetzen und diesmal versenkte er den Ball im Netz.

Nach dem Wechsel zunächst ein ähnliches Bild, die Kickers spielten sich Chancen heraus, der SSV kam aber immer wieder bei Kontern gefährlich vor das Kickers-Tor.
Nach einer schönen Kombination scheiterte Caglar Celiktas am Torhüter der Gastgeber, ein Schuss von Fabio Leutenecker konnte vom Torwart noch über die Latte gerettet werden, und ab und zu spielte man es in Überzahl vor dem Tor auch etwas zu kompliziert.
Auch der SSV hatte Torchancen – und in der 65. Minute kamen sie auch zum verdienten Anschlusstreffer. Nach einem von zahlreichen Freistößen landete der plazierte Kopfball im langen Eck, Dennis Eiberle war geschlagen.

Die Kickers brachten die restliche Spielzeit aber ohne größere Probleme zu Ende und gewann letztlich verdient mit 2:1!

Am kommenden Samstag, 19.05.07 – endlich auf der Bezirkssportanlage – kann man nun den Oberliga-Rekord perfekt machen. Anschließend wird es die Wimpelübergabe geben!

Beim Heimspiel der Profis am 26.05.2007 gegen die TSG Hoffenheim wird die Mannschaft von Trainer Christian Isert dann auch eine Ehrung im GAZI-Stadion erhalten. Herzlichen Dank hier an den Manager Achim Cast, der dies ermöglicht.

Aufstellung:
Eiberle, Caliskan, Sifayin, Simic (40. Ricciardi), Abruscia (35. Leutenecker), Auracher, Kaya (40. Kühnert), Pala, Lehecka, Brandstetter (47. Kaiser), Celiktas.
Trainer: Christian Isert / Uli Busch

Tore:
0:1 Caglar Celiktas 2.
0:2 Simon Brandstetter 38.
1:2 Kopfball nach einem Freistoß 65.

Kickers-Juniorenteam

Rot für Salz – 2:7 Niederlage in Bahlingen!

2:0 führten die Blauen durch zwei Treffer von Marco Tucci, dann schaffte Bahlingen noch vor der Pause den Ausgleich. Kurz vor der Pause erhielt Torhüter Manuel Salz nach einer angeblichen Tätlichkeit die Rote Karte. Und die Blauen bekamen in der zweiten Spielhälfte fünf Gegentore. 2:7 Niederlage.

Trotz der deutlichen Niederlage belegen die Blauen weiterhin Platz Sieben der Tabelle. Nächstes Wochenende erwartet das Oberligateam den 1. FC Pforzheim.

Presse zu Stuttgarter Kickers – TSV 1860 München II (1:0)

Kollektives Aufatmen bei den Kickers

Der Fußball-Regionalligist ist nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen 1860 München II seine Abstiegssorgen wohl endgültig los

STUTTGART. Den Stuttgarter Kickers ist gestern Abend der erste Heimsieg im Jahr 2007 gelungen. Nach dem 1:0 (0:0) gegen den 1860 München II ist die Abstiegsangst auf der Waldau verflogen. „Wir haben Platz sechs als Ziel vor Augen“, sagt der Trainer Robin Dutt.

Von Joachim Klumpp

Der Tenor ist ganz klar gewesen: Hauptsache drei Punkte, hieß es bei den Stuttgarter Kickers gestern Abend nach dem hart umkämpften 1:0-Sieg gegen 1860 München II in der Fußball-Regionalliga. Womit die Mannschaft der Forderung des Präsidiumsmitglieds Walter Kelsch nachgekommen ist, der vor dem Spiel sagte: „Wir brauchen so schnell wie möglich 45 Punkte.“ Die haben die Kickers jetzt auf dem Konto – und damit nach menschlichem Ermessen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Wobei es fast schon grotesk anmutet, dass der aktuelle Tabellenvierte vor dem Spiel daran überhaupt noch Gedanken verschwenden musste. „Aber die Liga ist eben so ausgeglichen“, sagte der Kickers-Trainer Robin Dutt.

So konnten sich seine Mannschaft in der ersten Hälfte auch keine klaren Vorteile erspielen, geschweige denn Torchancen herausspielen. Ein Distanzschuss von Manuel Hartmann (wegen ihm saß Unterhachings Trainer Werner Lorant unter den 2280 Zuschauern) war die einzige Gelegenheit, während auf der Gegenseite David Yelldell einen Schuss von Holebas an die Latte lenken musste (16.).

Robin Dutt wollte auch gar nicht verheimlichen, „dass wir Probleme im Offensivbereich haben“. Auch wenn er zunächst gar mit drei Spitzen – Vaccaro und Gambo außen sowie Yildiz in der Mitte – antrat. Doch speziell beim Mittelstürmer ging nicht viel zusammen, wobei ihn Dutt ausdrücklich in Schutz nahm: „Er hat diese Position schon lange nicht mehr gespielt, da muss man auch mal einen Fehler verzeihen.“ Immerhin forcierten die Kickers nach der Pause mit einem verstärkten Mittelfeld den Druck, vor allem über die Flügel (Stierle und Parmak), lediglich der letzte tödliche Pass kam nicht an, sodass Dutt auf der Bank mutmaßte: „Heute hilft wohl nur eine Standardsituation.“

So war es denn auch. In der 75. Minute zirkelte Mustafa Parmak einen Freistoß aus knapp 30 Metern fast von der Seitenauslinie vor das Tor, der Ball ging an Freund und Feind vorbei – ins Netz. 1:0, der Siegtreffer. „Wir haben heute auch für den Trainer gspielt“, sagte der Torschütze später. Schließlich will man Robin Dutt einen angemessenen Abschied in Richtung Freiburg verschaffen. Und je besser der Tabellenplatz am Ende, desto größer auch die Akzeptanz an dessen neuem Arbeitsplatz. „Wir haben ein klares Saisonziel ausgegeben, das wollen wir auch erreichen“, betont Dutt. Platz sechs nämlich.

Der ist jetzt wieder realistisch, vor allem auch weil die Defensivabteilung der Kickers eine Stabilität gefunden hat. Dutt: „Das ist wichtig, wenn gewisse andere Dinge nicht stimmen.“ Vor allem Marco Wildersinn hat zum wiederholten Male eine gute Leistung abgerufen, schließlich traten die Gäste unter anderem mit dem bundesligaerprobten Juniorennationalspieler Nicky Adler an. Und der Manager Joachim Cast sagte denn auch: „Er hat ein Angebot, wir wollen ihn halten.“

Damit wären die Baustellen im aktuellen Kader weitgehend geschlossen. Jeder Spieler weiß, wo er dran ist. „Das ist in den letzten drei Spielen sicher nicht das schlechteste“, sagt Dutt. Vor allem wenn man wieder nach oben blickt.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Hartmann, Parmak, Akcay – Vaccaro (76. Kacani), Yildiz (60. Bischoff), Gambo (85. Steinle).

1860 München II: Rössl – Burkhard (78. Fink), Polak, Szukala, Schwarz – Baumgartlinger (85. Stahl), Duhnke, Eberlein – Adler, Schmitt, Holebas.

Schiedsrichter: Kristek (Büdingen).

Tor: 1:0 Parmak (75.).

Stuttgarter Zeitung

1:0 – Kickers beenden schwarze Heimserie

Stuttgart – Es war kein schönes Spiel, doch immerhin haben die Stuttgarter Kickers am Freitagabend wieder einmal ein Heimspiel gewonnen. Gegen den TSV 1860 München II hieß es am Ende 1:0 (0:0). Mit dem Kampf gegen den Abstieg dürften die Blauen damit nichts mehr zu tun bekommen.

VON JÜRGEN FREY

Es war wie so oft in den vergangenen Wochen, wenn die Kickers im Gazistadion antraten. Die an diesem Freitagabend 2280 Fans bekamen nicht unbedingt das zu sehen, was man einen Fußball-Leckerbissen nennen würde. Die Blauen taten sich schwer, es gab keinen, der das Spiel an sich riss, und Torchancen hatten Seltenheitswert. „Die Anspannung“, sagte Spielführer Jens Härter hinterher, „war groß.“

Nicht ohne Grund: Nach sieben Spielen mit nur einem Sieg mussten die Kickers den Blick plötzlich wieder nach unten richten – der Kampf gegen den Abstieg drohte zum Saisonfinale ein Thema zu werden. „Es war eine Situation auf Messers Schneide“, gab Manager Joachim Cast später zu.

Entsprechend groß war die Erleichterung, als im Gazistadion der Schlusspfiff ertönte. Kickers-Trainer Robin Dutt ballte die Fäuste, umarmte den Manager und schnaufte erst mal richtig durch. „Das war ein ganz wichtiges Spiel“, sagte der Coach. Ähnlich sahen es die Spieler. „Die Erleichterung ist groß“, sagte Mustafa Parmak, „jetzt können wir feiern.“

Das wäre dann zwar ein wenig übertrieben, aber vor allem Parmak hatte richtig Grund zur Freude. Der Mittelfeldspieler war der beste Mann bei den Kickers – und unterstrich dies durch seinen Treffer in der 75. Minute. Eigentlich war sein Freistoß als Flanke gedacht, doch der Ball segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Der Treffer sicherte den ersten Heimsieg der Kickers seit dem 10. Dezember 2006. Fünf Minuten später hätte Mustafa Akcay alles klar machen können, scheiterte aber frei stehend. Es waren so ziemlich die einzigen Torchanchen der Kickers, weshalb Dutt treffend analysierte: „Nach vorne hat die Durchschlagskraft gefehlt.“ In der Defensive sei seine Mannschaft aber gut gestanden.

Davon konnte sich auch Werner Lorant überzeugen. Der Trainer des Zweitligisten SpVgg Unterhaching wollte wohl ein Auge auf Manuel Hartmann werfen. Dass der Mittelfeldspieler der Kickers zum Abstiegskandidaten wechselt, ist mittlerweile aber eher unwahrscheinlich. Angeblich ist sich der 23-Jährige, dessen Abschied von den Kickers feststeht, mit dem Zweitligisten TuS Koblenz so gut wie einig.

Stuttgarter Nachrichten

Parmak: Endlich können wir mal wieder feiern

Die Stuttgarter Kickers fahren den ersten Heimsieg seit fünf Monaten ein – 1:0 gegen den TSV 1860 München II

Stuttgart – Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat seine Tor-flaute beendet und nach fünf Monaten den ersten Heimsieg gefeiert. In einem schwachen Spiel gegen den TSV 1860 München II erlöste Mustafa Parmak seine Mannschaft mit einem direkt verwandelten Freistoß zum entscheidenden 1:0 (0:0). Zumindest bis heute sind die Stuttgarter wieder Vierter.

Von Beate Wockenfuß

Nachdem Parmak, der auffälligste Kickers-Spieler, in der 76. Minute Anlauf genommen und aus 30 Metern getroffen hatte, sprangen Trainer und Ersatzspieler von der Stuttgarter Bank auf und lagen sich in den Armen. Bis dahin hatten sie und die 2280 Zuschauer nicht viel gesehen, was sie zu Begeisterungsstürmen hinreißen konnte. „Es hat lange gedauert, aber jetzt können wir endlich mal wieder feiern“, freute sich der Torschütze. Auch Manager Joachim Cast war erleichtert: „Es wurde ja schon nach unten eng, wir wollten diese drei Punkte unbedingt.“Die Stuttgarter wollten nach drei Spielen ohne eigenen Treffer endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern, die Münchner brauchten noch Punkte für den Klassenverbleib. Doch was beide Mannschaften auf den Rasen legten, sah so gar nicht danach aus, als ob sie noch Ambitionen hätten. Wenig Tempo, kaum gescheite Spielzüge, dafür jede Menge Fehlpässe und viel Leerlauf. An Torchancen gab es im ersten Durchgang gerade einmal zwei zu verzeichnen. Zunächst lenkte Kickers-Keeper David Yelldell einen Schuss von José Holebas mit Mühe an den Pfosten (18.), kurz darauf schoss Stuttgarts Manuel Hartmann aus 20 Metern knapp am Gehäuse der Münchner vorbei.Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel, die besseren Möglichkeiten hatten noch die Gäste. Einmal zielte Zweitliga-Profi Nicky Adler nicht genau genug (71.), dann war Yelldell bei einem Freistoß von Alexander Eberlein zur Stelle (74.). Parmak machte es schließlich besser und krönte damit seine gute Leistung. Bezeichnend war jedoch, dass ein Mittelfeldakteur für das entscheidende Tor sorgte, die Angreifer um den erneut enttäuschenden Angelo Vaccaro setzten kaum Akzente. Die große Chance zum 2:0 vergab (Mittelfeldspieler) Mustafa Akcay neun Minuten vor Schluss.

Statistik
Stuttgarter Kickers: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Hartmann, Akcay – Parmak – Gambo (85. Steinle), Yildic (60. Bischoff), Vaccaro (77. Kacani).

TSV 1860 München II: Rössl – Burkhard (78. Fink), Polak, Szukala, Schwarz – Baumgartlinger (85. Stahl), Duhnke, Eberlein – Adler, Schmitt, Holebas.

Schiedsrichter: Kristek (Büdingen).

Zuschauer: 2280.

Tore: 1:0 Parmak (76.).

Gelbe Karten: Kacani / Burkhard.

Beste Spieler: Parmak / Adler.

Eßlinger Zeitung

Spielberichte: Stuttgarter Kickers – TSV 1860 München II (1:0)

31. Spieltag Regionalliga Süd am 11. Mai 2007

Kickers – TSV 1860 München II Ergebnis: 1:0 (0:0)

Der Mannschaft von Trainer Robin Dutt gelang heute endlich der erste Heimsieg im Jahr 2007. Die Blauen besiegten vor 2280 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau die Amateurmannschaft des TSV 1860 München mit 1:0 (0:0) Toren. Mustafa Parmak gelang mit seinem direkt verwandelten Freistoß der Treffer der Tages in der 75. Minute.

Zur Aufstellung:

Trainer Robin Dutt ließ heute im 4-3-3-System spielen. Vor David Yelldell stand die Abwehr der letzten Wochen mit Sascha Benda, Marco Wildersinn, Jens Härter und Oliver Stierle. Vor der Abwehr spielte wie gewohnt Manuel Hartmann zusammen mit Mustafa Akcay und Bashiru Gambo. Vordester Stürmer war heute Recep Yildiz, auf den Aussen spielten Mustafa Parmak und Angelo Vaccaro.

Der Spielverlauf:

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt: Die Gäste aus München wirkten in der Anfangsphase spritziger und überlegen, ohne jedoch wirklich gefährlich vor das Kickers-Tor zu kommen. Die Blauen wirkten doch sehr verkrampft, stand heute auch eine Menge auf dem Spiel. David Yelldell vereilelte mit einer tollen Parade den Führungstreffer, als er in der 18. Minute den Schuss von José Holebas gerade noch um den Pfosten lenken konnte. Die einzige nennenswerte Möglichkeit für dieKickers hatte Manuel Hartmann in der 21. Minute, als er aus dem Rückraum nach einer zu kurz abgewehrten Ecke frei zum Schuss kam, doch sein Versuch aus 20 Metern ging knapp am linken Pfosten vorbei. Das war es auch schon in der enttäuschenden ersten Halbzeit, in der sich beide Teams nahezu neutralisierten und sich viel zu viele Fehlpässe einschlichen.

Im zweiten Durchgang waren die Kickers nun näher am Gegner, die Bälle wurden früher erobert und die eine oder andere Möglichkeit ergab sich so. Oliver Stierle brach in der 55. Minute auf seinem linken Flügel durch und sprintete bis zur Grundlinie, doch seine Hereingabe konnte die Löwen-Abwehr in höchster Not klären. Leider fand Oliver Stierle mit seinem Pass nicht den freistehenden Recep Yildiz.
Auf der anderen Seite stand nach einer zu kurzen Abwehr Münchens Nicky Adler frei vor David Yelldell, doch der Stürmer zögerte zu lange mit dem Abschluss. Jens Härter und David Yelldell konnten gemeinsam die Gefahr bannen (65.). Einen satten Schuss von Eberlein aus gut 30 Metern fieg David Yelldell sicher (68.). In der 75. Minute fiel dann das erlösende 1:0 für die Kickers: Mustafa Parmak trat einen Freistoß vom linken Flügel, die Kugel flog hoch an Freund und Feind vorbei und senkte sich dann per Aufsetzer ins rechte Torecke. Bastian Bischoff, der mit entscheidend in Fünfmeterraum störte, war wohl nicht mehr am Ball.
Auf den anderen Seite hatte „Junglöwe“ Lukasz Szukala per Kopf die Möglichkeit, aber einmal mehr war heute David Yelldell ein sicherer Rückhalt im Kickers-Tor. Immer wieder fing er sicher die Flanken oder Freistöße der Löwen ab und strahlte viel Ruhe und Sicherheit aus. in der 83. Minute musste Mustafa Akcay eigentlich das entscheidende 2:0 machen. Bastian Bischoff setzte im Sturmzentrum nach einen langen Ball vehement nach und das Leder prallte dann direkt vor die Füße des Mittelfeldspielers, der völlig frei gut zehn Meter zentral vor dem Tor stand. Aber dass er einfach keine Goalgetter ist, bewies er leider wieder in dieser Situation. Löwen-Keeper Andreas Rössl verhinderte mit einer Glanzparade den zweiten Gegentreffer, er lenkte den Schuss von Mustafa Akcay um den Pfosten.
Deshalb wurde es auch in der 87. Minute nochmals brenzlig, als die Münchner im Kickers-Strafraum die Chance zum Ausgleich hatten. Doch Jens Hörter blockte den Schuss von Manuel Duhnke aus kurzer Distanz noch ab und konnte so klären.

In den Schlussminuten sehnten alle Zuschauer und auch die Mannschaftsverantwortlichen dem Schlusspfiff entgegen, bis es endlich geschafft war und die drei enorm wichtigen Punkte eingefahren waren. Als der Schlusspfiff von Schiedsrichter Matthias Kristek ertönte, merkte man den Spieler und Trainer Robin Dutt die Erleichterung an, konnte man den Abwärtstrend doch endlich stoppen und den ersten Heimsieg im Jahr 2007 feiern.

Die Trainerstimmen:

Klaus Koschlick: „Für uns war es heute eine ganz bittere Niederlage, die uns wieder weit zurück wirft. Wir haben gut begonnen, doch nach 20/25 Minuten hatten wir einen Bruch in unserem Spiel. Wir sind zwar gut gestanden,aber die Entschlossen hat gefehlt. Es sah dann nach einem typischen 0:0-Spiel aus, an dem es am Ende einen glücklichen Sieger gab.“

Robin Dutt: “ Für uns war es heute ein ganz wichtiges Spiel. Mit dem Sieg sind wir wieder in die Ränge gekommen, die wir als Saisonziel ausgegeben hatten. 1860 kam besser ins Spiel, ab der 20. Minute haben wir das Spiel dann aber besser in den Griff bekommen. Vorne hatten wir aber erneut nicht die Durchschlagskraft die wir uns gewünscht hatte. Der jungen Spieler sollten wir trotzdem in Schutz nehmen. Die läuferischen Leistung stimmte, wir sind sehr gut in der Defensive gestanden und haben kaum einen Chance zugelassen. In den letzten Spielen mussten wir sehr unglücklich viele Punkte abgeben, heute haben wir uns mit dem Einsatz den Sieg verdient.“

Die Spielstatistik:

Kickers: David Yelldell – Sascha Benda, Marco Wildersinn, Jens Härter, Oliver Stierle – Manuel Hartmann, Bashiru Gambo (85. Moritz Steinle), Mustafa Akcay – Mustafa Parmak, Recep Yildiz (60. Bastian Bischoff), Angelo Vaccaro (76. Sokol Kacani) – Trainer: Robin Dutt

TSV 1860 München II: Rössl – Burkhard (78. A. Fink), Polak, Szukala, B. Schwarz – Baumgartlinger (85. Stahl), Eberlein, Duhnke, Holebas, N. Adler – R. Schmitt – Trainer: Koschlick

Zuschauer:
2.280 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Torfolge:
1:0 Mustafa Parmak (75.)

Schiedsrichter:
Matthias Kristek (Büdingen)
Verwarnungen:
GelbeKarten: Parmak, Kacani – Burkhard, R. Schmitt

Offizielle Homepage
11.05.07 – 20:45 Uhr
1860 II: Unnötige 0:1-Niederlage bei den Stuttgarter Kickers
In einem typischen „0:0-Spiel“ brachte ein als Flanke gedachter Freistoss eine Viertelstunde vor dem Ende die Entscheidung zugunsten der Stuttgarter Kickers. Der Schuss von Mustafa Parmak aus dem linken Halbfeld fand durch Freund und Feind hindurch den Weg ins Löwen-Tor (75.). Die U23 von Klaus Koschlick enttäuschte vor allem spielerisch bei der 0:1-Niederlage und kann bei Siegen der direkten Konkurrenten Saarbrücken und Pfullendorf an diesem Spieltag noch auf einen Abstiegsplatz abrutschen.

Personal: Löwen-Coach Klaus Koschlick standen bei den Stuttgarter Kickers die Langzeitverletzten Christian Träsch (gebrochene Mittelfußwurzel) und Julian Ratei (Riss des Innenmeniskus und des vorderen Kreuzbandes) nicht zur Verfügung. Da Torhüter Philipp Tschauner am Sonntag bei den Profis den verletzten Michael Hofmann vertreten muss, stand zum dritten Mal in dieser Saison A-Junioren-Keeper Andreas Rössl zwischen den Pfosten. Aus der ersten Mannschaft verstärkten Lukasz Szukala, Christoph Burkhard, Alexander Eberlein und Nicky Adler die Löwen-U23.

Spielverlauf: Genau zwei Chancen sahen die Zuschauer im GAZI-Stadion in Stuttgart Degerloch vor der Pause. Je eine für beide Teams. In der 18. Minute hatte Alexander Eberlein den pfeilschnellen José Holebas mit einem mustergültigen Pass in die Tiefe bedient. Der 22-Jährige zog auf und davon. Sein Schuss aus 18 Metern konnte Kickers-Keeper David Yelldell gerade noch um den Pfosten lenken. Vier Minuten später gerieten die Löwen in Bedrängnis. Nach einem Eckball brachte die Hintermannschaft das Leder nicht aus der Gefahrenzone. Manuel Hartmann kam in zentraler Position frei an den Ball, doch sein Schuss aus 23 Metern strich knapp am linken Pfosten vorbei (22.). „Die 1. Halbzeit war sehr zerfahren“, analysierte Ernst Tanner. Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Löwen und verantwortlich für die U23. „Es gab kaum Höhepunkte. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld.“

Auch nach der Pause änderte sich nicht viel im Spiel beider Teams. In der 54. Minute grätschte Kapitän Dennis Polak im letzten Moment eine Hereingabe von Oliver Stierle aus der Gefahrenzone. 20 Minuten später versuchte „Ali“ Eberlein per Freistoß aus 28 Metern Kickers-Torhüter Yelldell zu überwinden. Aber das Leder kam zu zentral aufs Tor, sodass der Keeper abwehren konnte. Im Gegenzug fiel die Entscheidung nach einem Freistoss aus halblinker Position. Mustafa Parmak drehte den Ball mit dem rechten Fuß als Flanke vors Tor. Durch Freund und Feind hindurch fand das Leder direkt den Weg ins Löwen-Tor (75.). Danach machten die Sechziger auf, Trainer Klaus Koschlick nahm einige Umstellungen vor – mit Anton Fink und Dominik Stahl kamen zwei Offensivkräfte für zwei Defensivspieler –, doch lediglich die Kickers hatten noch eine Chance zu einem weiteren Treffer. In der 81. Minute verhinderte Löwen-Keeper Andreas Rössl mit einer Glanzparade nach einem Zwölf-Meter-Schuss von Mustafa Akcay das 2:0. So lieb es bei der unnötigen 0:1-Niederlage.

„Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel“, konstatierte Tanner. Ein richtiges Aufbäumen nach dem Rückstand sei trotz taktischer Umstellungen nicht zu erkennen gewesen. Der Grund: „Wir waren heute zu harmlos und spielerisch im Vergleich zu den vergangenen Wochen um eine Klasse schlechter“, so der 40-Jährige.

Nun gilt es am Freitag, 18. Mai 2007, 19 Uhr im Grünwalder Stadion gegen den bereits als Aufsteiger feststehenden SV Wehen zu punkten. Im Vorverkauf wurden für diese Partie bereits 4.000 Karten abgesetzt. Wer die U23-Löwen bei diesem wichtigen Spiel unterstützen möchte, kann hier Tickets bestellen.

Weitere Infos zur Aktion X-Tausend.

Kickers: Yelldell – Benda, Wildersinn, Härter, Stierle – Hartmann, Gambo, Akcay – Parmak, Yildiz, Vaccaro.
Ersatz: Salz (Tor) – Steinle, Weller, Kanitz, Kanyuk, Bischoff, Kacani.

1860: Rössl – Burkhard, Polak, Szukala, B. Schwarz – Baumgartlinger, Eberlein – Adler, Duhnke, Holebas – Schmitt.
Ersatz: Pentke (Tor) – Tausendpfund, Fink, Ramaj, Purdy, Stahl, Welm.

Wechsel: Bischoff für Yildiz (59.), Kacani für Vaccaro (75.), Steinle für Gambo (85.) – Fink für Burkhard (78.), Stahl für Baumgartlinger (85.).

Tore: 1:0 Parmak (75.).
Gelbe Karten: Kacani, Parmak – Burkhard, Schmitt.
Zuschauer: 2.250 GAZI-Stadion auf der Waldau.
Schiedsrichter: Matthias Kristek (Büdingen); Assistenten: Thomas Münch (Gottmadingen), Robert Kempter (Sauldorf).

TSV 1860.de

Spielverlegung der U 19-Mannschaft

Das U19-Bundesligaspiel der A-Junioren der Stuttgarter Kickers gegen den Karlsruher SC am Sonntagnachmittag, 13. Mai 2007 um 14.00 Uhr auf der Festwiese in Cannstatt muß kurzfristig verlegt werden. Grund ist die Abstellung eines Karlsruher Auswahlspielers zu einem DFB-Lehrgang. Die Begegnung muß daher auf Mittwoch, 23. Mai 2007 verlegt werden. Anstoßzeit auf der Bezirkssportanlage Waldau in Degerloch wird dann um 18.30 Uhr sein.

Kickers-Juniorenteam