Presse zu VfL Kirchheim/Teck – Stuttgarter Kickers II (0:0)

Fußball-Oberliga: Der VfL Kirchheim und die Kickers teilen sich die Punkte

Trotz zahlreicher Torchancen gab es keine Tore an der Jesinger Allee. In einer unterhaltsamen Oberliga-Begegnung trennten sich der VfL Kirchheim und die Stuttgarter Kirckers II gestern Abend 0:0. Damit blieben die Teckstädter zum zweitenmal hintereinander ohne Torerfolg.

Klaus-dieter Leib

Kirchheim. Am Ende fehlte beiden Teams das Quäntchen Glück, das man braucht, um solch ein Spiel zu gewinnen. Beiden Mannschaften fehlte schlicht der Vollstrecker. Obwohl die Angriffe teilweise sehr gut vorgetragen wurden, waren die Schwächen im Abschluss unverkennbar. Dies wurde schon in der Anfangsphase deutlich. Nach einer Vorlage von Fabio Leutenecker stand Kandazoglu völlig frei vor dem Tor. Zum Glück für den VfL traf der Kickers-Stürmer das Leder nicht richtig (11.). Die erste Möglichkeit für die Gastgeber hatte der aufgerückte Aussenverteidiger Christopher Eisenhardt, der von Trainer Rainer Kraft in der Pressekonferenz ein Sonderlob erhielt. Doch dessen Distanzschuss konnte Gästekeeper Mario Aller mit einer tollen Parade gerade noch abwehren (17.).

In der Folgezeit erspielten sich die Teckstädter immer mehr ein deutliches Übergwicht, aber gegen die dicht gestaffelte Kickers-Abwehr war es schwer, ein Durchkommen zu finden. Dabei musste die Kirchheimer Hintermannschaft immer auf der Hut sein, gegen die schnell vorgetragenen Konter der Gäste nicht in Rückstand zu geraten. Dazu benötigte die VfL-Abwehr auch ein wenig Glück. Als nach einer Flanke von Daniel Kaiser ein Kirchheimer Abwehrspieler das Leder an den Außenpfosten lenkte (20.). Dies war zugleich die letzte gefährliche Szene für die Gäste vor der Pause. Die Elf von Trainer Kraft wurde immer stärker und hatte noch zweimal die Gelegenheit, in Führung zu gehen, aber beide Male vergab Antonio Tunjic (24., 44.), der den Vorzug vor Maximilan Laible erhielt.

Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst dasselbe Bild: Die Kirchheimer waren bemüht, den Führungstreffer zu erzielen, aber es fehlte meis­tens an der letzten Entschlossenheit. So auch als nach toller Vorarbeit des eingewechselten Uwe Beran Antonio Tunjic einen Schritt zu spät(56.) kam. Danach kamen die Gäste wieder besser ins Spiel und hatten durch Daniel Kaiser ihre bisher beste Einschussöglichkeit, doch dessen Flachschuss ging nur um Zentimeter am Kirchheimer Tor vorbei (74.).

In der Schlussphase boten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, bei dem der VfL fast das glücklichere Ende für sich hatte. Antonio Tunjic wäre fast zum Matchgewinner gegen seine ehemaligen Mannschaftskammerraden geworden. Bei seiner ersten Möglichkeit wurde der Kirchheimer Stürmer am Schuss gehindert (75.). Dies war für Schiedsrichter Justus Zorn jedoch zu wenig, um auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Der Unparteiische zog sich dadurch den Unmut der Kichheimer Fans zu. „Da haben wir Glück gehabt“, meinte Kickers Trainer Björn Hinck. Bei seiner zweiten Möglichkeit kam Tunjic nach einer zu kurzen Rückgabe von Kickers-Abwehrspieler Schneider einen Schritt zu spät (78.)

Auch die Gäste hätten die Partie in der Schlussphase noch für sich entscheiden können, doch der Weitschuss von Eugen Schneider verfehlte sein Ziel nur knapp (80.). Am Ende mussten beide Teams mit dem Unentschieden zufrieden sein, denn wer keine Tore schießt kann auch kein Spiel gewinnen.

VfL Kirchheim: Huber – Eisenhardt, Er, Kauffmann, Baradel – Gürol, Polat, Kümmerle (73. Hofstetter), Kuhn (54. Beran) – Tunjic, Klotz (59. Laible)
SV Stuttgarter Kickers II: Aller – Leutenecker, Wonschick, Steinle, Müller – Kaiser (87. Mucan), Jung, Kandazoglu (60. Mägerle), Savranlioglu – Sarajlic, Reule (72. Schneider)
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: Beran – Mägerle, Steinle
Schiedsrichter: Justus Zorn (Freiburg
Zuschauer: 200

Teckbote

Vorberichte Stuttgarter Kickers – FSV Frankfurt II

Zu Hause keine Macht
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 12.11.2010
Regionalliga Die Kickers wollen gegen den FSV Frankfurt II ihre Heimstärke wiederfinden.

Wenn ein Trainer nach dem 15. Spieltag der Saison sagt, „wir wollen endlich unseren dritten Heimsieg feiern“, dann wird rasch klar, dass bisher nicht alles nach Plan verlaufen ist. So wie bei den Stuttgarter Kickers. Dass die in der Fußball-Regionalliga aktuell nur auf einem – für ihre Verhältnisse – enttäuschenden neunten Platz stehen, hängt vor allem mit ihrer Heimschwäche zusammen. Das soll sich morgen gegen den FSV Frankfurt II (14 Uhr, Gazi-Stadion) ändern.

Während die Mannschaft in der Vorsaison nur eine Heimniederlage (im letzten Spiel gegen Nürnberg) kassierte, sind es jetzt schon derer vier. „Wir haben uns bisher etwas schwer getan, auf direktem schnellen Weg das Mittelfeld zu überbrücken“, gibt der Trainer Dirk Schuster zu. Vor allem bei Gegnern mit einem kompakten 4-3-2-1-System habe sich das bemerkbar gemacht. Auswärts hingegen (nur eine Niederlage beim 0:1 in Freiburg) tat sich die Mannschaft generell leichter, weil sie da ihre schnellen Leute wie Ali Pala, Marcel Brandstetter oder auch Philip Türpitz, der zu einem Sichtungslehrgang der U-21-Nationalmannschaft berufen wurde, gewinnbringend einsetzen konnte.

Wobei sich die Heimproblematik nicht auf die Kickers beschränkt. Auch in der Bundesliga weisen die besten vier Vereine (Dortmund, Mainz, Leverkusen und Frankfurt) derzeit keine bessere Heim- als Auswärtsbilanz auf. Bernd Strauß, Professor für Sportpsychologie, hat als Grund die zunehmende öffentliche Erwartungshaltung unter dem Motto „Wenn Fans ihre Mannschaft zur Niederlage klatschen“ genannt.

Dennoch will Schuster nicht von der Marschroute abweichen, zu Hause von Beginn an auf Offensive zu setzen und die Zuschauer mit ins Boot zu nehmen. Zumal die Mannschaft zuletzt beim 4:0 in Frankfurt, auch dank einer kleinen Systemumstellung, gut funktioniert hat. Vor allem Pala hat in seiner Rolle als hängende Spitze beziehungsweise als zweiter Spielmacher neben Enzo Marchese sein bisher bestes Saisonspiel abgeliefert, was mit seinem ersten Saisontor belohnt wurde. „Er ist von seiner Schnelligkeit und Technik her im eins gegen eins nur schwer zu stoppen“, sagt Schuster zu dem Neuzugang, der mit großen Erwartungen vom Drittligisten VfB II gekommen war. „Zudem haben wir erstmals mit allen drei Neuzugängen durchgespielt“, sagt Schuster, und zählt auch Oliver Stierle als Führungsspieler der Abwehrkette dazu. Das hat sich ausbezahlt.

Was aber nicht bedeutet, dass es keine Änderungen gibt. So ist Schuster nach dem Spiel in Karlsruhe verfahren – was gegen Fürth prompt schiefging. Schuster betont deshalb: „Es geht gegen Frankfurt darum, endlich mal wieder ein Heimspiel mit einer ordentlichen Leistung zu gewinnen.“ Damit es endlich heißt: die Kickers sind zu Hause wieder eine Macht. ump

Stuttgarter Zeitung

Kickers-Trainer hat zu viel Personal
Von Dieter Klemann, aktualisiert am 12.11.2010 um 15:38

Stuttgart – Dirk Schuster, Trainer der Stuttgarter Kickers, beklagt vor dem Heimspiel gegen den FSV Frankfurt II am Samstag (14 Uhr) ein Luxusproblem: Bis auf den seit Monaten verletzten Stürmer Dirk Prediger (Kreuzbandriss) sind alle Akteure des Fußball-Regionalligisten einsatzfähig – Schuster muss daher sogar einen Spieler auf die Tribüne setzen. Nun könnte es sich der Coach der Blauen nach dem starken Auftritt beim 4:0-Sieg bei Eintracht Frankfurt II zwar diesmal einfach machen und dieselbe Mannschaft auf den Platz schicken. Never change a winning team. Doch Schuster tickt anders. „Auf dieses Motto gebe ich nichts mehr“, erklärt er, „ich habe einmal darauf gesetzt – und das ging schief. Es entscheiden die Trainingseindrücke.“

So viel aber ist sicher: Oliver Stierle, der in Frankfurt nach überstandenem Muskelfaserriss in die Abwehr zurückgekehrt war, wird auch diesmal wieder in der Startelf stehen. „Er ist ein Führungsspieler und hat uns gegen Frankfurt sehr geholfen“, lobt Schuster, der die vielen Ballgewinne im Mittelfeld und eine „sattelfeste Abwehr“ als Schlüssel zum Sieg bei der Eintracht-Reserve wertet.

In der Offensive werden wohl Philip Türpitz, der als erster Kickers-Spieler seit Patrick Milchraum vor zehn Jahren eine Einladung zu einem Lehrgang des U-21-Nationalteams erhielt, und Ali Pala auflaufen. „Philip Türpitz ist gesetzt“, verdeutlicht Schuster, „und bei Ali Pala hoffe ich, dass der Knoten nach seinem ersten Saisontor in Frankfurt nun geplatzt ist. Von ihm muss mehr kommen, weil er dank seiner technischen Fähigkeiten und seiner Schnelligkeit nur schwer zu stoppen ist.“

Nicht ganz so lobende Worte benutzt Schuster für Trainingsgast Ryan Gazet. Der 19-jährige Australier mit deutschem Pass trainiert seit Ende Oktober bei den Blauen mit. Die Fähigkeiten des Offensivmanns, der bis zu seinem Kreuzbandriss vor acht Monaten beim FC Portsmouth II spielte, beschrieb Schuster zuletzt als „typisch englisch“. Eine Verpflichtung fürs Regionalligateam ist unwahrscheinlich.

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgart: Kickers-Trainer im Interview
Schuster: „Diese Warnung ist normal“

Nach zuletzt zwei Siegen aus drei Spielen finden sich die Stuttgarter Kickers im Tabellenmittelfeld der Regionalliga Süd wieder. Vorher war Trainer Dirk Schuster nach längerer Durststrecke unter Druck geraten. Unter anderem stand er unter besonderer Beobachtung von Präsident Edgar Kurz. Kehrt jetzt Ruhe ein?

kicker: Herr Schuster, Ihre Elf hatte zuletzt eine lange Schwächephase mit nur zwei Siegen in zehn Spielen. Jetzt gewann sie 4:0 bei Eintracht Frankfurt II. Was ist denn nun das wahre Gesicht der Kickers?

Dirk Schuster: Die Leistung hat in den letzten Wochen nur beim 0:1 gegen Greuther Fürth nicht gestimmt. Beim KSC haben wir gewonnen, beim 1:1 in Darmstadt hätten wir es können. Und beim 2:4 gegen Tabellenführer Kassel haben wir eine der besten ersten Halbzeiten dieser Saison gezeigt. Da von einer wochenlangen Schwächephase zu reden, ist nicht korrekt. Richtig ist: Wir haben durch individuelle Fehler zu viele Punkte hergeschenkt.

kicker: In Frankfurt gab es Umstellungen und ein etwas geändertes System mit Pala als hängender Spitze. Der Schlüssel zum Sieg?

Schuster: Entscheidend war vor allem die Einstellung der Spieler und die Rückkehr von Führungsspieler Oliver Stierle nach wochenlanger Verletzung. Er sorgte hinten für Stabilität.

kicker: Nachdem die Offensive heftig kritisiert worden war, wurden in Frankfurt drei der vier Tore von Stürmern erzielt. Ist das eine Frage von Zeit und Erfahrung?

Schuster: Ja. Ali Pala hatte beim VfB Stuttgart II letzte Saison kaum gespielt, Brandstetter in Aalen nur Teileinsätze gehabt. Und Türpitz ist gerade mal 19 Jahre alt. Sollen wir von denen wirklich erwarten, dass sie auf Anhieb den letztjährigen Torschützenkönig Mijo Tunjic ersetzen, den wir an Unterhaching verloren haben?

kicker: Als Sie in der Tabelle abrutschten, sagte Präsident Kurz, Sie stünden unter Beobachtung. Eine klare Warnung also. Hat Sie das geärgert?

Schuster: Nein, ich habe mit dem Präsidenten ein sehr offenes und respektvolles Verhältnis. Wir tauschen uns sehr häufig aus und haben auch darüber gesprochen. Diese Aussagen sind im Fußball ganz normal, wenn man den Zielen hinterherhinkt.

Interview: Matthias Jung

Kicker

Stuttgarter Kickers bald wieder mit einem Junioren-Nationalspieler? – Angreifer Türpitz zum U21-Sichtungslehrgang eingeladen

Wird Philip Türpitz nach Patrick Milchraum der nächste Junioren-Nationalspieler aus den Reihen des SV Stuttgarter Kickers? Aufgund seiner herausragenden Leistung beim DFB-Länderpokal und in den letzten Regionalligaspielen wurde Philip Türpitz von U21-Nationaltrainer Rainer Adrion zum DFB-Sichtungslehrgang vom 16. bis 17. November 2010 nach Frankfurt eingeladen. Am Abend des 16. November besuchen Philip Türpitz und die weiteren Spieler des DFB-Sichtungslehrgangs das U21-Länderspiel Deutschland gegen England in Wiesbaden. Am nächsten Tag werden eine Trainingseinheit sowie ein Testspiel gegen Eintracht Frankfurt II stattfinden.

Kickers-Angreifer Philip Türpitz wurde am 23.08.1991 in Laupheim geboren. Er wechselte im Juli 2008 vom SSV Ulm 1846 zu den U19-Junioren der Stuttgarter Kickers und schoss auf Anhieb elf Tore in 20 Spielen. Zu Saisonende 2008/2009 gewann er mit der U19 den wfv-Verbandspokal der A-Junioren. Sein Regionalliga-Debüt feierte Türpitz im Alter von 17 Jahren am 7. August 2009 beim 0:0-Unentschieden beim SC Freiburg II. Mittlerweile schaffte der flinke Angreifer den Sprung in die Startelf und führt mit vier Treffern die interne Torjägerliste der Kickers in dieser Saison an.

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Presse zu Eintracht Frankfurt II – Stuttgarter Kickers (0:4)

4:0 – die Umstellungen zahlen sich aus
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 08.11.2010
Regionalliga Die Stuttgarter Kickers gewinnen bei Eintracht Frankfurt II, auch dank der taktischen Änderungen im Mittelfeld.

Die Frankfurter Woche in der Regionalliga hat für die Stuttgarter Kickers erfolgreich begonnen – mit einem 4:0 (0:0) bei der Bundesligareserve der Eintracht. Kein Wunder, dass der unter Druck stehende Trainer Dirk Schuster aufatmete: „Natürlich bin ich glücklich über die drei Punkte, die Mannschaft hat die richtige Reaktion gezeigt.“

Aber auch der Trainer – schon vor dem Spiel. Schuster hatte nach dem enttäuschenden 0:1 gegen Fürth und der Sitzung mit dem Präsidium unter der Woche einige Umstellungen vorgenommen. Weniger personell (wo Oliver Stierle und Marcel Brandstetter wieder in die Startformation rückten) als taktisch. In dieser Hinsicht operierten die Kickers gestern nur mit einer Spitze (Brandstetter), dahinter mit dem offensiv ausgerichteten Ali Pala und Philip Türpitz im linken Mittelfeld; der Spielmacher Enzo Marche hatte neben Michele Rizzi im Mittelfeld den Auftrag von Schuster, für defensive Stabilität zu sorgen. „Das war entscheidend“, sagte Marchese später. Ob es auch ein Modell für die Zukunft ist? „Da warten wir ab, was der Trainer jetzt vorhat.“

Nach zehn Minuten wären dessen Pläne fast über den Haufen geworfen worden, nachdem der Schiedsrichter Marx nach Foul von Köpf an Heller auf Elfmeter entschied. Den schoss Sascha Wolfert jedoch so schwach, dass Daniel Wagner parieren konnte. Ausgleichende Gerechtigkeit, nachdem der Unparteiische zuvor nach einem Foul an Brandstetter den Kickers einen Strafstoß verweigert hatte. Danach glänzten die Kickers vor allem bei Standards (5:0 Ecken zur Pause) oder bei Abruscias Vorstoß (32.), dessen Ball aber ans Außennetz ging. Ein Warnschuss, nachdem die Kickers zunächst „nicht ins offene Messer laufen wollten“, wie Marchese sagte.

Schuster aber gab in der Halbzeit die Devise aus: „Nach vorne können wir noch mehr machen.“ Gesagt, getan. Zwei Minuten nach der Pause gelang Ali Pala nach einem Eckball prompt das 1:0. Die Kickers waren nun die bessere Mannschaft mit der Chance zum 2:0, doch Marchese vergab aus kurzer Distanz. Die Überlegenheit zeigte sich auch darin, dass Frankfurt erst in der 67. Minute zum ersten Eckball kam.

Doch das zweite Tor machten die Kickers, durch den starken Sandro Abruscia, der – wiederum nach einem Eckball – in den Winkel traf (70.). Damit nicht genug, das 3:0 bereitete Abruscia vor, Brandstetter vollendete ins lange Eck (78.). Die Kickers waren jetzt in ihrem Element und konnten bei Kontern ihre Schnelligkeit ausspielen. Der eingewechselte Ugur Yilmaz traf zum 4:0-Endstand (90.) – sein erster Treffer in der Regionalliga, wieder einmal von einem Spieler aus den eigenen Reihen.

Jetzt wollen die Kickers auch einmal zu Hause nachlegen, wo sie seit Mitte August ohne Sieg sind. Mit einem Erfolg gegen die zweite Mannschaft des FSV wäre die Frankfurter Festwoche perfekt. StZ

Kickers Wagner – Gerster, Köpf, Rapp, Stierle – Abruscia, Rizzi, Marchese, Türpitz (86. Ivanusa) – Pala – Brandstetter (84. Yilmaz).

Stuttgarter Zeitung

In Frankfurt
4:0 – Kickers wie verwandelt
Von Alexander Schlögel und Jürgen Frey, aktualisiert am 08.11.2010 um 16:25
Fussball Regionalliga Süd Eintracht Frankfurt II vs. Stuttgarter Kickers

Frankfurt – Erst verhinderte Torwart Daniel Wagner mit einem gehaltenen Elfmeter einen Rückstand der Stuttgarter Kickers. Danach drehte der Fußball-Regionalligist auf und kam zu einem souveränen 4:0 (0:0) bei Eintracht Frankfurt II. Vor allem der in die Kritik geratene Trainer Dirk Schuster atmete danach auf.

Noch so eine Vorstellung wie zuletzt beim 0:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth II – und es wäre richtig eng geworden für den Kickers-Coach. Entsprechend erleichtert zeigte sich Schuster nach dem Erfolg in der Volksbank-Arena: „Ich bin sehr froh und glücklich über die drei Punkte, die Mannschaft hat heute die richtige Reaktion auf das Fürth-Spiel gezeigt.“ In der Tat war es eine rundum gelungene Vorstellung der Blauen. Sportkoordinator Michael Zeyer geriet sogar ins Schwärmen: „Das war die bisher beste Leistung seit ich bei den Kickers bin. Die Mannschaft hat ein super Spiel gemacht.“ Und auch für den Trainer, der mit Zeyer bekanntlich nicht das innigste Verhältnis pflegt, hatte der Ex-Profi ein Lob parat: „Der Coach hat die richtigen Schlüsse gezogen und das Team hervorragend eingestellt.“

Kommt als nächstes der Heimsieg?

Die Blauen begannen in einem 4:2:3:1-System. Michele Rizzi und Enzo Marchese spielten als Doppel-Sechs vor der Abwehr. Zentral hinter der einzigen Spitze Marcel Brandstetter wirbelte Ali Pala. In der siebten Minute setzte sich Brandstetter erstmals im Strafraum durch, nach einem Foul an ihm ließ der Schiedsrichter jedoch weiterspielen. Drei Minuten später zeigte Simon Marx (Würzburg) auf den Punkt – Eintracht-Stürmer Marcel Heller war im 16er zu Fall gekommen. Ausgleichende Gerechtigkeit: Kickers-Keeper Daniel Wagner hielt den Strafstoß von Sascha Wolfert. „In so einer Phase, in der wir uns befinden, braucht man auch das nötige Quäntchen Glück“, stellte Zeyer hinterher fest.

Spätestens nach der Pause hatten die Blauen keinen Dusel mehr nötig. Pala gelang nach einem Eckball von Oliver Stierle aus dem Gewühl heraus das 1:0 (48.) – das erste Saisontor für den Neuzugang. Auch der zweite Kickers-Treffer bereitete Stierle mit einer Ecke vor – diesmal traf Sandro Abruscia (70.). Spätestens nach Brandstetters 3:0 (79.) war die Partie entschieden. Der eingewechselte Ugur Yilmaz setzte mit dem 4:0 (89.) den Schlusspunkt. Der Stürmer war vor der Saison ursprünglich für die zweite Mannschaft vom SV Bonlanden geholt worden – jetzt nutzt der 23-Jährige eine Etage weiter oben seine Chance. Schuster lobte hinterher die gesamte Mannschaft: „Alle Spieler haben die Vorgaben eindrucksvoll umgesetzt.“ Jetzt gilt es für die Blauen nach fünf vergeblichen Anläufen, auch zu Hause mal wieder einen Sieg zu landen. Die nächste Möglichkeit: kommenden Samstag (14 Uhr) gegen den FSV Frankfurt II.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers siegen in Frankfurt mit 4:0

Frankfurt (red) – Fußball-Regionallist Stuttgarter Kickers feierte seinen höchsten Saisonerfolg. Bei Eintracht Frankurt II gewannen die „Blauen“ mit 4:0 (0:0).

Kickers-Torwart Daniel Wagner parierte in der ersten Hälfte einen von ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter (12.). Nach dem Wechsel sorgten Ali Pala, (48.), Alessandro Abruscia (70.), Marcel Brandstetter (79.) und Ugur Yilmaz (89.) mit Ihren Toren für den vierten Auswärtssieg der Kickers.

Von Beginn an merkte man der Stuttgarter Mannschaft die Entschlossenheit an. Und auch nach dem Wechsel agierten die Kickers mit viel Schwung. „Wir sind sehr froh, dass wir hier die drei Punkte mitnehmen können“, sagte Trainer Dirk Schuster erleichtert. „Aber zufrieden bin ich auch mit der Leistung, wie wir aufgetreten sind. Die Mannschaft hat die richtige Reaktion gezeigt nach der Niederlage gegen Fürth.“

Eßlinger Zeitung

Kickers mit höchstem Saisonsieg – Starke Leistung beim 0:4 (0:0) Erfolg bei Eintracht Frankfurt II

Dank einer tollen Mannschaftsleistung über 90 Minuten feierte der Fußball-Regionallist Stuttgarter Kickers seinen höchsten Saisonerfolg. Mit 4:0 (0:0) schlug die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster im Frankfurter Volksbank-Stadion die 2. Mannschaft von Eintracht Frankfurt auch in der Höhe verdient und zeigte damit die richtige Reaktion auf die Heimniederlage vor einer Woche gegen Greuther Fürth II. Kickers-Torwart Daniel Wagner parierte im ersten Spielabschnitt zunächst einen von ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter (12.). Nach dem Wechsel sorgten Ali Pala, (48.), Alessandro Abruscia (70.), Marcel Brandstetter (79.) und Ugur Yilmaz (89.) mit Ihren Toren für den vierten Auswärtssieg.

Mit Oliver Stierle und Marcel Brandstetter für Jérome Gondorf und Patrick Auracher änderte Kickers-Trainer Dirk Schuster seine Startelf auf zwei Positionen. Von Anpfiff an merkte man der Kickers-Mannschaft die Entschlossenheit an. Mit zwei Elfmetersituationen in der Anfangsviertelstunde begann die Parte vor 250 Fans im Frankfurter Volksbank Stadion. Zunächst erkämpfte sich Marcel Brandstetter am gegnerischen Strafraum den Ball und dribbelte auf das Tor, als er von hinten klar zu Fall gebracht wurde. Doch Schiedsrichter Simon Marx (Würzburg) verweigerte den fälligen Elfmeterpfiff (9.). Auf der anderen Seite entschied der Unparteiische dann auf Strafstoß, als Kickers-Torwart Daniel Wagner nach einem Rückpass den Ball vertändelte und einen Frankfurter Stürmer vermeintlich zu Fall brachte. Der Kickers-Schlussmann konnte jedoch den unplatziert geschossenen Elfmeter von Sascha Wolfert abwehren (12.).
Einige einstudierte Varianten bei Eckbällen und Freistößen der Blauen sorgten im ersten Spielabschnitt für Gefahr, ebenso das Dribbling von Alessandro Abruscia, der aber nur das Außennetz traf (33.). Vom Frankfurter U23-Team war nahezu nichts zu sehen, die Kickers-Defensive stand konzentriert und ließ die junge Mannschaft nur selten ins Spiel kommen. Das von Schuster gewünschte „agressive und offensive Verteidigen“ setzt die Mannschaft um Kapitän Marcel Rapp gut um und hielt den Gegner oft weit vom eigenen Tor weg. Nochmals für Gefahr sorgte die Flanke von Oliver Stierle, die Frankfurts Torhüter über die Latte lenken konnte (40.).

Mit viel Schwung startete die Schuster-Elf auch in den zweiten Spielabschnitt. „Wir haben uns vorgenommen, mit mehr Überzeugung und Engagement nach vorne zu spielen“, so Dirk Schuster, „und das haben wir auch eindrucksvoll gemacht.“
Enzo Marchese erkämpfte sich das Leder und Philip Türpitz prüfte mit seinem 20 Meter Schuss Schlussmann Rössl, der zur Ecke abwehren konnte (46.). Diese 6. Ecke sorgte nunmehr auch endlich für den verdienten Führungstreffer: Ali Pala bekam den Ball aus dem Gewühl heraus vor die Füße und vollstreckte aus zehn Metern flach ins linke Eck zum 0:1 (48.). Palas erster Saisontreffer, der damit sein Versprechen gegenüber seinem Trainer, das er vor der Partie gab, einlöste.
Daniel Wagner bewahrte auf der anderen Seite dann mit einer starken Parade sein Team vor dem Ausgleich, als er einen 20 Meter Freistoß von Marius Müller an die Querlatte lenkte (55.).
In der 60. Minute musste dann aber das 0:2 fallen, als die Kickers eine Doppelchance vergaben: Alessandro Abruscia dribbelte sich durch und kam an der Strafraumgrenze zum Abschluss, doch Schlussmann Andreas Rössl konnte noch abwehren. Der Abpraller landete bei Enzo Marchese, der wohl innerlich schon beim Torjubel war. Er versuchte das Leder halbherzig mit der Sohle über die Linie zu drücken, anstatt konsequent aus acht Metern zu vollstrecken. So schaffte es Frankfurts Keeper noch, mit einer tollen Parade den Ball zu entschärfen.
Doch zehn Minuten später belohnten sich die Blauen für ihre couragierte Leistung: Zunächst musste Frankfurts Torhüter wieder beim 25-Meter Schuss von Ali Pala sein ganzen Können aufzeigen und zur mittlerweile achten Ecke abwehren. Die Frankfurter klärten diese genau auf die Füße von Alessandro Abruscia, der sich ein Herz nahm und aus 25 Meter unbedrängt abzog. Sein toller Schuss zappelte unhaltbar im rechten Torwinkel zum 0:2 (70.).
Wiederum Alessandro Abruscia vergab in der 75. Minute zunächst noch die Vorentscheidung, als er wieder vor dem Keeper stand, aber unter Bedrängnis es nicht schaffte, am Torhüter vorbei zu schießen. Doch der starke Abruscia war es, der nur vier Minuten später der Wegbereiter zum 0:3 war. Er schickte Marcel Brandstetter von der Mittellinie ab in Richtung Gästetor, der Kickers-Stürmer setzte sich stark gegen seinen Gegenspieler durch und vollstreckte eiskalt ins linke obere Eck (79.).
Gegen aufgerückte Frankfurter erhöhten die Kickers nach einem Konter sogar noch auf 0:4, als Sandro Abruscia den einschussbereiten Ugur Yilmaz bediente. Der Stürmer aus dem Kader der U23 brauchte die Kugel nur noch über die Linie drücken und erzielte seinen ersten Saisontreffer in der Regionalliga Süd (89.).

Dirk Schuster: „Wir sind sehr froh und sehr glücklich, dass wir hier die drei Punkte mitnehmen konnten. Aber ganz zufrieden bin ich auch mit der Leistung, wie wir hier aufgetreten sind. Die Mannschaft hat die richtige Reaktion gezeigt nach einem Spiel gegen Fürth letzte Woche, das sehr viele Wünsche offen gelassen hat.“

Spielstatistik:

Eintracht Frankfurt II: 1 Rössl – 16 Amiri (73. 13 Bornwasser), 5 Kraus, 6 Chaftar (56. 4 Cimen), 21 Baier – 20 Mehring (C), 8 Di Gregorio – 15 Müller, 7 Schnitzer, 11 Wolfert – 9 Heller – Trainer:
Ersatzbank: 22 Muratagic (ETW) – 14 Mesfin

Stuttgarter Kickers: 1 Wagner – 17 Gerster, 4 Köpf, 15 Rapp (C), 13 Stierle – 19 Abruscia, 8 Rizzi, 10 Marchese, 27 Türpitz (86. 7 Ivanusa), 20 Pala – 11 Brandstetter (84. 37 Yilmaz) – Trainer: Schuster
Ersatzbank: 21 Güvenc (ETW), 6 Jung, 22 Gondorf, 24 Savranlioglu, 26 Fennell

Tore:
0:1 Ali Pala (48.)
0:2 Alessandro Abruscia (70.)
0:3 Marcel Brandstetter (79.)
0:4 Ugur Yilmaz (89.)

Schiedsrichter:
Simon Marx (Würzburg)

Gelbe Karten:
Kraus – Marchese, Brandstetter

Besonderes:
Daniel Wagner hält Foulelfmeter von Sascha Wolfert (12.)

Zuschauer:
250 Fans im Frankfurter Volksbank Stadion

Offizielle Homepage

Vorberichte Eintracht Frankfurt II – Stuttgarter Kickers

Schuster muss sich erklären
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 06.11.2010
Stuttgarter Kickers Das besorgte Präsidium bestellt den Trainer ein. Von Heiko Hinrichsen

Es ist keineswegs alltäglich, dass das sechsköpfige Präsidium des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers den Trainer zum Gespräch zitiert. Im Sommer war dies der Fall gewesen, als Dirk Schuster dem Gremium um den Präsidenten Edgar Kurz seine Vorstellungen bezüglich des Kaders unterbreiten durfte. Am Dienstag hat die Kickers-Chefetage den Coach nun erneut einbestellt: diesmal allerdings aus unerfreulicherem Anlass.

„Wir haben gemeinsam die Lage analysiert. Von einer Herbstdepression kann aber keine Rede sein“, sagt Dirk Schuster zu dem Abendtermin – denn die Lage der Kickers hat sich sukzessive zum Schlechteren gewendet. Noch gibt der Fußballlehrer weiter „einen Platz zwischen eins und sechs“ als das Saisonziel aus, hat aber im Trainingsbetrieb die Zügel selbst mit zwei Doppelschichten unter der Woche angezogen. Für den Auftritt der Mannschaft morgen (14 Uhr) bei Eintracht Frankfurt II erwartet Schuster nun nach der schwachen Vorstellung beim 0:1 zu Hause gegen Greuther Fürth II „eine Trotzreaktion“.

Doch der Vorstand um Edgar Kurz, der gestern am Bodensee weilte und nicht zu erreichen war, sieht die Lage offenbar kritischer, als sie Schuster – zumindest öffentlich – darstellt. Tatsächlich verkörpert der frühere Bundesligist und DFB-Pokalfinalist von 1987 inzwischen selbst in der vierten Liga als Tabellenzehnter nur noch Mittelmaß. Da zudem der Trend nach unten zeigt, erwartet das Kickers-Präsidium vom Trainer, der in Frankfurt wieder auf Oliver Stierle zurückgreifen kann, dass er Wege aus dem Tief aufzeigt. Schließlich ist auch der Zuschauerzuspruch rückläufig. Gegen Fürth fanden nur noch 1820 Fans den Weg auf die Waldau. Ein Umstand, der Edgar Kurz und Co. aufgeschreckt hat.

Stuttgarter Zeitung

Schuster zieht die Zügel an

Stuttgart (red) – Viele Gespräche gab es in dieser Woche beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers. Das 0:1 am vergangenen Samstag gegen die SpVgg Greuther Fürth II war schließlich die vierte Niederlage im fünften Heimspiel in Folge. Trainer Dirk Schuster knöpfte sich für die Ursachenforschung die Spieler einzeln vor und war selbst beim Präsidium zum „Meinungsaustausch“ einbestellt. Zur Vorbereitung auf die Auswärtspartie morgen (14 Uhr) beim Tabellendritten Eintracht Frankfurt II musste die Mannschaft zudem zwei Doppelschichten im Training schieben. „Da war richtig Zug drin“, lobte Schuster und kündigte personelle Änderungen in der Startelf an – ohne allerdings konkreter zu werden. Oliver Stierle ist nach seiner vierwöchigen Verletzungspause wieder einsatzbereit.

Eßlinger Zeitung

Eintracht: Die zweite Reihe muss sich beweisen
Das Regionalliga-Team der Eintracht spielt heute im Schwabenland.

Frankfurt. Eintracht Frankfurts U 23 muss am Sonntag im Heimspiel am Bornheimer Hang gegen die Stuttgarter Kickers (14 Uhr) auf seinen Top-Torschützen verzichten. Cenk Tosun (acht Treffer), der am vergangenen Samstag beim 1:2 des Tabellendritten der Fußball-Regionalliga Süd in Darmstadt die Rote Karte sah, wurde für zwei Spiele gesperrt. Auch mit Deniz Vural (Gelb-Rot-Sperre), Abassin Alikhil, Tobias Wedemeyer (beide haben einen Bänderriss), Abdessamad Fachat (Adduktoren-Probleme) und Marcel Titsch-Rivero (in der Reha nach einer Fuß-Operation) kann U23-Trainer Oscar Corrochano nicht planen.

Der 34-Jährige nimmt dies scheinbar locker zur Kenntnis. «Ich sehe keine Probleme. Jetzt müssen eben die anderen einspringen», meint er keck. So rücken nun Akteure wie Mike Baier, Zubayr Amiri, Daniele di Gregorio, Marius Müller, Marius Bornwasser und Björn Schnitzer in den Blickpunkt, die bisher über den Status des Reservisten nicht hinaus kamen. Corrochanos Ansinnen ist klar: «Auch wenn wir in Darmstadt verloren haben, wollen wir das hohe Level halten und dem Gegner nur wenig Chancen zulassen.»

Das könnte gegen die Schwaben gelingen, denn der Traditionsverein vom Degerloch strotzt zurzeit nicht gerade vor Selbstbewusstsein. Von den letzten zehn Partien verlor der DFB-Pokalfinalist von 1987 immerhin fünf. Zuletzt sorgte eine 0:1-Heimpleite gegen die Zweite Mannschaft der Spvgg. Greuther Fürth für Verdruss, eine Woche davor nach dem 1:0-Erfolg beim Karlsruher SC II wurde Stürmer Daniel Reule suspendiert – wegen Fehlverhaltens. Mit der bescheidenen Bilanz von 19 Punkten aus 14 Spielen stehen die Stuttgarter im Niemandsland der Tabelle. fri fri

Frankfurter Neue Presse

Presse zu Stuttgarter Kickers II – Waldhof Mannheim (0:0)

Fußball-Oberliga: Waldhof bei den Stuttgarter Kickers defensiv stark, aber mit wenig klaren Chancen
Torlos beim Angstgegner

Von unserem Mitarbeiter Roland Bode

STUTTGART. In der Fußball-Oberliga hat der SV Waldhof seinen jüngsten Aufwärtstrend bestätigt – auch wenn es für die Blau-Schwarzen bei Angstgegner Stuttgarter Kickers II gestern Abend vor 600 Besuchern im Gazi-Stadion der Degerlocher nicht zu mehr als einem torlosen Remis reichte. Der Abstand auf Spitzenreiter Nöttingen konnte für den Tabellenzweiten zumindest um einen Zähler auf jetzt fünf Punkte verkürzt werden. „Chancen für den Gegner haben wir praktisch überhaupt nicht zugelassen. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir alles kontrolliert und die jüngsten Leistungen in Villingen und gegen Kehl bestätigt“, resümierte Trainer Reiner Hollich die 90 Minuten.
Fazlija muss zu Hause bleiben

Vor der Partie hatte der Übungsleiter bereits eine disziplinarische Maßnahme getroffen. Mittelfeldmann Fitim Fazlija durfte die Reise unter den Fernmeldeturm auf der Waldau nicht mit antreten. Im Training geriet der 24-Jährige erst am Mittwoch mit Hollich aneinander, als er den Rasen verließ ohne sich abzumelden. Am Freitag folgte ein überzogener Einsatz gegen Youngster Daniel Herm. Da platze Hollich der Kragen. „Solche Dinge gehen nicht“, fand der Chefcoach auch die Rückendeckung des Sportlichen Leiters Günter Sebert. Damit kam Giancarlo Pinna, der schon früh mit Verdacht auf eine Oberschenkelzerrung gegen Mariusz Suzsko (30.) ausgewechselt werden musste, auf der offensiven rechten Außenbahn für den ebenfalls angeschlagenen Benjamin Waldecker zum Einsatz. Die linke Seite übernahm Fisnik Myftari.

In einem ordentlichen Spiel, das sich aber auf wenige nennenswerte Chancen reduzierte, war Waldhof das dominierende Team und blieb zum achten Mal in Serie ungeschlagen. Auch der frühere Waldhof-Angreifer Daniel Reule, der vor zwei Wochen aus disziplinarischen Gründen aus dem Regionalliga-Team der Schwaben aussortiert wurde, konnte die stabil stehende Abwehr um Dennis Geiger und Jurij Krause nicht in Verlegenheit bringen. Einzig Stuttgarts Daniel Kaiser prüfte Waldhof-Keeper Markus Kolke gleich zu Beginn mit einem Distanzschuss (2.). Der ansonsten kaum geforderte Keeper lenkte das Leder aber mit den Fingerspitzen ums Gehäuse.

Die größte Möglichkeit für die Mannheimer hatte Klaus Gjasula kurz nach dem Seitenwechsel. Sein Schuss aus acht Metern streifte allerdings ebenfalls knapp am langen Pfosten vorbei (56.).

„Auch wenn wir nicht gewonnen haben – die Saison ist noch sehr lang. Deshalb schauen wir im Moment noch nicht so auf die Tabelle, sondern nur auf uns. Aufgrund der zweiten Hälfte wäre ein Sieg sicher das gerechtere Ergebnis gewesen. Aber wir haben die Hauptkonkurrenten im Aufstiegskampf fast alle noch bei uns“, konnte auch Günter Sebert mit dem Remis leben.

Mannheimer Morgen