Stuttgarter Kickers – Wacker Burghausen

Keine Tore sahen die 2.820 Zuschauer im GAZi-Stadion auf der Waldau in der Partie zwischen den Kickers und Wacker Burghausen. Auf dem tiefen Rasen taten sich beide Mannschaften schwer, spielerisch zu glänzen. Der Kampf und der Einsatz standen im Vordergrund und Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware.
Für die Kickers vergab Michael Schürg die beste Chance im Spiel (23.), Christian Cappek köpfte für die Gäste an den Pfosten (33.). Nach einer Stunde entschärfte Gästekeeper Manuel Riemann den abgefälschten Freistoß von Marcus Mann stark (62.)
Für den negativen Höhepunkte sorgte aber leider Orlando Smeekes, der nach einer Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah (82.).
Die Kickers müssen demnach auf dem letzten Tabellenplatz in der 3. Liga überwintern.

Zur Aufstellung:

Edgar Schmitt schickte heute gegen Wacker Burghausen dieselbe Startelf auf den Platz, wie zuletzt in Paderborn. Manuel Salz stand im Tor, die Abwehrkette mit Moritz Steinle, Marcus Mann, Markus Ortlieb und Jens Härter, das Mittelfeld mit Alexander Rosen und Benedikt Deigendesch zentral, auf den Außenpositionen Sascha Traut und Thomas Gentner, im Angriff Michael Schürg und Orlando Smeekes. Auf der Bank mussten Bashiru Gambo, Angelo Vacarro, Marco Tucci, Thorsten Reiß, Ralf Kettemann, Josip Landeka und Ersatzkeeper Benjamin Huber Platz nehmen.

Zum Spielverlauf:
Der Rasen, der unter der Woche dank der tollen Unterstützung der Kickers-Fans und den Mitarbeitern des Sportamts vom Schnee freigeräumt wurde, war selbstverständlich das große Thema vor dem Anpfiff. Ein tiefes und schmieriges Geläuf bot sich den beiden Teams, doch waren die Bedingungen absolut regulär.
Beide Mannschaften taten sich aber schwer, spielerischen Akzente zu setzen. Der Fallrückzieher von Christian Cappek über das Kickers-Tor in der 2.Spielminute war die einzig nenneswerte Chance in der Anfangsphase. Erst nach 25. Minuten zeigten die Kickers den ersten gelungenen Angriff: Orlando Smeekes schickte seinen Sturmpartner Michael Schürg, der sich stark gegen zwei Gegenspieler durchsetzen konnte und dann frei vor Burghausens Schlussmann Manuel Riemann stand. Doch der Keeper konnte den Schuss von Schürg noch entscheiden mit der Fußspitze ablenken, so dass der Ball um Zentimeter am linken Pfosten vorbei ging.
Zehn Minuten später die Kickers aber im Glück, als Christian Cappek sich im Strafraum nach einer Ecke gegen Jens Härter durchsetzen konnte und an den linken Pfosten köpfte (33.).
Kurz vor der Halbzeit drang Thomas Gentner über links gefährlich in den gegnerischen Strafraum, doch fand seine flache Hereingabe weder Freund noch Feind vor dem Tor (42.).

Ohne Wechsel ging es in die zweite Hälfte, in der Burghausen in mehreren aufeinanderfolgenden Standardsituation fast die Führung erzielt hätte. Der ansonsten so sichere Kickers-Schlussmann Manuel Salz ließ gleich mehrere hohe Bälle fallen, zum Glück für die Kickers stand nie ein Gästespieler am richtigen Fleck. Als Jens Härter einen dieser Fehler von Manuel Salz zu kurz aus dem Strafraum schlug, kam die Kugel wieder zurück seitlich auf das Kickers-Tor, doch Manuel Salz rettete mit einer tollen Flugeinlage mit der Faust vor Marco Calamita (52.).
In der 60. Minute bekam Orlando Smeekes nach einem Foul von Ex-Kickers-Spieler Sven Kresin einen Freistoß zugesprochen. Marcus Mann legte sich die Kugel zentral 18 Meter vor dem Tor zurecht. Sein Vollspannstoß wurde in der Mauer noch leicht abgefälscht und somit noch wesentlich gefährlicher. Doch Manuel Riemann war auf dem Posten und konnte reaktionsschnell abwehren.
So plätscherte die schwache Drittliga-Partie vor sich hin, und viele Fans im Stadion sahen ein typischen torloses Unentschieden. Beide Trainer wechselten in der Schlussphase nochmals durch, auf Kickers-Seite kamen Bashiru Gambo, Angelo Vaccaro und Josip Landeka in die Partie.
Doch zwei Aufreger ereigneten sich dann doch noch in den Schlussminuten: Zunächst sah Bashiru Gambo bereits 60 Sekunden nach seiner Einwechslung die fünfte gelbe Karte und Orlando Smeekes sah zu allem Übel glatt die Rote Karte (82.). Nach einem Foul bekam er von Schiedsrichter Patrick Ittrich keinen Fresitoß zugesprochen. Das Spiel lief weiter, doch dann muss Orlando Smeekes den Schiedsrichter entsprechend beleidigt haben.

Zum Glück stand heute bei den Kickers zum ersten Mal in der Saison hinten die Null, aber auch weil Burghausen sich mit dem Punkt zufrieden gab. Die Kickers nahmen somit zumindest den einem Zähler mit in die Winterpause, dennoch stehen die Blauen mit – Stand heute – vier Punkten Rückstand am Ende der Drittligatabelle.

Die Spielstatistik:

Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Mann, Ortlieb, Härter – Traut, Rosen, Deigendesch (78. Landeka), Gentner (72. Gambo) – Schürg (78. Vaccaro), Smeekes – Trainer: Schmitt
Wacker Burghausen: Riemann – Lastovka, Kresin, Buchner, Böcher – Ro. Schmidt, Solga (86. Oslislo), Schultz, Mitterhuber (89. Fries) – Cappek, Calamita – Trainer: Güttler

Zuschauer:
2.820 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Tore:
leider Fehlanzeige

Schiedsrichter:
Patrick Ittrich (Hamburg)

Verwarnungen:
Gelbe Karten: Härter, Gambo – Ro. Schmidt
Rote Karte: Smeekes (82., Schiedsrichterbeleidigung)

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Vorberichte II Stuttgarter Kickers – Wacker Burghausen

Kickers heute gegen Burghausen

Freikartenaktion
STUTTGART (StZ). Die letzten Zweifel sind gestern Vormittag beseitigt worden. Die Drittligapartie der Stuttgarter Kickers gegen Wacker Burghausen kann heute (14 Uhr) wie geplant im Gazi-Stadion angepfiffen werden. Dies hat der Verein nach einer Platzbesichtigung mit Vertretern des Sportamtes sowie des Württembergischen Fußball-Verbandes bekanntgegeben. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Verein nochmals bei den Fans für die Unterstützung der Räumaktion, so dass aus Sicherheitsgründen wohl lediglich die beiden unüberdachten Stehplatzblöcke hinter den Toren gesperrt bleiben.

Dennoch stehen noch mindestens 6000 Plätze zur Verfügung. Damit die einigermaßen ordentlich gefüllt werden, haben sich die Kickers für das letzte Spiel des Jahres 2008 eine Freikartenaktion ausgedacht. Diese gilt zum einen für alle Fans, die im Dezember Geburtstag haben (Personalausweis an Kasse 11 vorzeigen) sowie alles Besitzer eines Autos der italienischen Marken Fiat, Lancia und Alfa (Fahrzeugschein mitbringen).

Stuttgarter Zeitung

Kickers unter Druck – aber in Bestbesetzung

Stuttgart (kli) – Der Einsatz der Fans, Funktionäre und Spieler hat sich gelohnt. Nach einer Platzbesichtigung am Freitag steht fest: Das im Kampf gegen den Abstieg so wichtige Heimspiel der Stuttgarter Kickers gegen Wacker Burghausen kann an diesem Samstag (14 Uhr) stattfinden. In der Partie gegen den sechs Punkte besseren Tabellen-15. stehen die Blauen enorm unter Druck. Immerhin trifft der Fußball-Drittligist vor eigener Kulisse auf einen unmittelbaren Konkurrenten. Edgar Schmitt, der auf denselben Kader wie zuletzt in Paderborn und diesmal auch wieder auf Josip Landeka zurückgreifen kann, sieht die Bedeutung der Partie nicht als Nachteil. „Vor dem Spiel gegen Bremen haben wir unter demselben Druck gestanden“, sagt der Kickers-Trainer, „die Mannschaft hat bewiesen, dass sie damit umgehen kann.“

Um möglichst viele Fans ins Stadion zu locken, erhalten alle, die im Dezember Geburtstag haben oder einen Fiat, Lancia oder Alfa Romeo fahren, gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises freien Eintritt.

Stuttgarter Nachrichten

Heimspiel gegen Burghausen kann stattfinden

Grünes Licht für das letzte Heimspiel der Stuttgarter Kickers in diesem Jahr: Nach der gemeinsamen Begehung am heutigen Vormittag erklärte die Sportplatzkommission – bestehend aus Vertretern des Landesverbands (wfv), dem Sportamt und den Verantwortlichen der Stuttgarter Kickers – den Rasenplatz im GAZi-Stadion für bespielbar. Dank der tollen Unterstützung durch die Mitarbeiter des Sportamtes, der Kickers-Fans und der vielen freiwilligen Helfern konnte das Spielfeld in den letzten Tagen komplett vom Schnee befreit werden.
Somit kann das Heimspiel der Kickers gegen Wacker Burghausen wie geplant am morgigen Samstag um 14.00 Uhr im GAZi-Stadion auf der Waldau angepfiffen werden. Voraussichtlich bleiben aber die unüberdachten Stehplatztribünen hinter den beiden Toren (Block G und F) geschlossen.

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Vorberichte Stuttgarter Kickers – Wacker Burghausen

Grüner Platz, grünes Licht?

Kickers erwarten Burghausen

STUTTGART. Die Macher der Stuttgarter Kickers haben zusammen mit der Stadt ganze Arbeit geleistet. Das Spielfeld im Gazi-Stadion ist vom Schnee befreit worden – und die Partie der dritten Fußballliga morgen (14 Uhr) gegen Burghausen somit so gut wie gesichert.

Von Joachim Klumpp

Am vergangenen Sonntag hat sich Wacker Burghausen die Fahrt nach Stuttgart sparen können. Die Drittligapartie beim VfB II ist aufgrund des Wintereinbruchs abgesagt worden. Morgen nun soll dem Anpfiff (14 Uhr) nichts mehr entgegenstehen, nachdem die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Verein – Fans, erste und zweite Mannschaft – das Spielfeld am Mittwoch in einer konzertierten Aktion vom Schnee befreit hat. Und nachdem der Rasen wieder grün ist, dürfte es auch grünes Licht geben. „Wenn nicht noch etwas ganz Außergewöhnliches passiert, können wir spielen“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast. „Ich habe schon mit Burghausens Sportdirektor Peter Assion gesprochen, die wollen heute um drei Uhr losfahren.“

Assion wäre übrigens selbst einmal fast bei den Kickers gelandet – er war als Bindeglied im Club geplant, um nach einer Ablösung des damaligen Präsidenten Hans Kullen eine mögliche Investorengruppe anzuführen. Das Thema ist inzwischen vom Tisch, umso dringender brauchen die Kickers zum Auftakt der Rückrunde gegen Burghausen die Punkte und Einnahmen, um sportlich sowie auch finanziell halbwegs beruhigt in die Winterpause gehen zu können. „Das ist ein wichtiges Spiel in jeder Beziehung“, sagt Cast.

Personell dürfte sich nicht viel ändern, nachdem der Trainer Edgar Schmitt mit den beiden letzten Auftritten gegen Werder Bremen II und Paderborn (trotz der Niederlage) zufrieden war. „Wir haben jetzt ein System gefunden, um erfolgreich Fußball zu spielen“, sagt Schmitt. Das ist das 4-4-2 mit den beiden schnellen Stürmern Michael Schürg und Orlando Smeekes, so dass Angelo Vaccaro vorerst außen vor ist. Wie die Zukunft des Stürmers im Winter aussieht, ist laut dem Manager Cast „völlig offen“, auch wenn Schmitt betont, dass sich Vaccaro im Training absolut professionell verhalten habe.

Der zweite Leidtragende ist Bashiru Gambo, der seinen Platz im Mittelfeld an Benedikt Deigendesch verloren hat. „An dem führt im Moment kein Weg vorbei“, sagt Schmitt zu der Entwicklung des Ex-Nürnbergers. Das Gleiche gilt auch für Thomas Gentner aus der zweiten Mannschaft, der sich sehr schnell auf der linken Seite durchgesetzt hat, weshalb sich dort der nach einer starken Prellung wiedergenesene Josip Landeka hinten anstellen muss. Doch das ist Nebensache. Joachim Cast betont: „Wir konzentrieren uns jetzt auf das Spiel gegen Burghausen.“

Stuttgarter Zeitung

Für die Blauen geht“s um alles

Spiel mit Signalwirkung: Gegen Burghausen hilft Kickers nur ein Sieg

Stuttgart – Der Schnee auf dem Rasen ist weg, die Punkte müssen her: Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers steht im Heimspiel am morgigen Samstag (14 Uhr/Gazistadion) gegen Wacker Burghausen vor einer richtungweisenden Partie. Stand gestern ist die Austragung des Spiels nicht gefährdet.

VON JÜRGEN FREY

Es war der 18. März dieses Jahres: Die Blauen hatten vor dem Kellerduell gegen den SC Pfullendorf neun Punkte Rückstand auf den rettenden zehnten Platz, und jeder wusste, was die Stunde geschlagen hat. „Wenn wir dieses Spiel nicht gewonnen hätten, wären wir weg gewesen“, sagt Manager Joachim Cast. Doch die Kickers gewannen 2:0. Es war der Startschuss zur erfolgreichen Aufholjagd in Richtung Drittligaqualifikation.

Ganz so dramatisch sieht Cast die aktuelle Lage nicht. Doch dass es gegen den Tabellen-15. um sehr, sehr viel geht, weiß auch der 40-Jährige. Ein Sieg gegen Burghausen ist Pflicht – um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren. Und um selbstbewusst in die Winterpause zu gehen, die für die Kickers am 6. Februar 2009 mit der Partie bei Fortuna Düsseldorf endet.

Edgar Schmitt jedenfalls versprüht wie immer viel Optimismus. „Die Mannschaft hat enorm dazugelernt und wird immer stabiler“, betont der Coach. Vieles spricht dafür, dass er mit der gleichen Elf wie in Paderborn beginnen wird. Das heißt ohne die Routiniers Bashiru Gambo und Angelo Vaccaro, aber mit den Senkrechtstartern Moritz Steinle und Thomas Gentner. Was für die beiden spricht? „Steinle bringt viel Ruhe rein, Gentner spielt aggressiv, frech und diszipliniert“, lobt Schmitt.

Das alles ist in diesem brisanten Schlüsselspiel garantiert kein Fehler.

Stuttgarter Nachrichten

„Wir wären eigentlich mit Gewinnen dran“

Die Stuttgarter Kickers hoffen gegen Wacker Burghausen auf einen positiven Jahresabschluss – VfB II in Offenbach

Stuttgart – Während sich die Erst- und Zweitligisten schon in die Winterpause verabschiedet haben, rollt in der dritten Fußball-Liga noch einmal der Ball. Zum Rückrunden-Auftakt tritt der VfB Stuttgart II heute (19 Uhr) bei Kickers Offenbach an. Die Stuttgarter Kickers lassen ihr durchwachsenes Jahr 2008 morgen (14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Wacker Burghausen ausklingen.

Von Beate Wockenfuß

„Wir würden uns alle freuen, wenn wir gegen Burghausen gewinnen“, sagt Kickers-Trainer Edgar Schmitt und fügt trotzig hinzu: „Wir wären eigentlich auch dran.“ Schließlich gelangen dem Tabellenschlusslicht in der 19 Spiele langen Hinrunde gerade mal zwei Siege – gleich mehrere Punkte wurden dagegen in schwachen Schlussphasen und manchmal auch mit etwas Pech liegen gelassen. So wie zuletzt beim 0:2 gegen den SC Paderborn durch Gegentore in der 86. und 92. Minute. „Das war mehr als unglücklich. Wir müssen solche Spiele endlich mal auf die richtige Seite kippen“, fordert Schmitt. Ein Sieg gegen Burghausen wäre nicht nur gut für die Tabellensituation, sondern auch für die Stimmung auf der Weihnachtsfeier der „Blauen“, die direkt im Anschluss geplant ist.Damit die Partie trotz der winterlichen Verhältnisse überhaupt stattfinden kann, haben der Coach und die Spieler höchstselbst Hand gelegt und gemeinsam mit einigen Fans den Rasen im Gazi-Stadion von der Schneedecke befreit. „Das war eine 45-minütige zusätzliche Krafteinheit“, schmunzelt Schmitt. Nach Stand von gestern steht – oder liegt – der Partie laut Manager Joachim Cast nichts mehr im Wege. Richten soll es morgen die Elf, die zuletzt „zwei Mal hintereinander sehr gut gespielt“ habe, wie Schmitt sagt. „Mir fällt es unheimlich schwer, da jemanden rauszuholen“, lässt er durchblicken, dass sowohl für Bashiru Gambo als auch für Angelo Vaccaro wieder nur auf der Ersatzbank Platz sein wird. So wollen sie spielen: Salz – Steinle, Mann, Ortlieb, Härter – Traut, Deigendesch, Rosen, Gentner – Schürg, Smeekes.

Eßlinger Zeitung

»Mannschaft war und ist gut drauf«

Wacker morgen zum Jahresabschluss bei den Stuttgarter Kickers – Trainer Güttler strahlt Optimismus aus

Von Oliver Wagenknecht.
Diesmal soll gespielt werden, im Stuttgarter Stadion auf der Waldau. Nachdem vorigen Sonntag die letzte Hinrundenpartie der Burghauser Drittliga-Fußballer gegen den VfB II dem Schnee zum Opfer gefallen ist, kann das erste Rückrundenmatch morgen an selber Stelle beim Hausherr Stuttgarter Kickers offenbar stattfinden. Das war – trotz weiterhin winterlicher Verhältnisse – zumindest gestern Abend Stand der Dinge.
Waldau-Stadion ist vom Schnee befreit
»Der Rasen ist nahezu schneefrei«, bestätigte Kickers-Pressesprecher Frank Pfauth auf Nachfrage des Anzeigers. Das Spielfeld sei sogar »in einem guten Zustand, nicht seifig und nicht matschig«. Sollte es keine größeren Schneefälle mehr geben, sehe er die Austragung nicht als gefährdet an.
Pfauths Angaben zufolge hatten am Mittwoch »35 bis 40 Leute« mitgeholfen, die gut 10 cm hohe Schneedecke vom Rasen abzutragen und an die Seiten zu schieben; darunter waren auch die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft. In der Nacht auf gestern schneite es zwar erneut, aber nur in geringen Mengen. Tagsüber schippten die freiwilligen Helfer dann bei leichten Plustemperaturen weiter, befreiten Tribünen und Zugänge von der weißen Pracht. Mitarbeiter des Stuttgarter Sportamts frästen derweil im Stadioninnenraum die Schneehügel vor den Fluchttoren weg.
Wie der Kickers-Sprecher ankündigte, wird heute Vormittag eine Platzkommission den Rasen bei einem Ortstermin unter die Lupe nehmen. Über das Ergebnis soll Wacker-Manager Peter Assion direkt anschließend informiert werden. Gibt’s grünes Licht, fährt der Mannschaftsbus gegen 15 Uhr los.
Günter Güttler musste gestern wegen des Wintereinbruchs improvisieren. Das Training fand am frühen Nachmittag auf dem Kunstrasenplatz in Lindach statt. »Wir können uns die Witterung nicht aussuchen und nehmen es, wie es kommt«, bekannte der Coach des Tabellenfünfzehnten. Er wird in Stuttgart im Wesentlichen der Elf vertrauen, die zuletzt Spitzenreiter SC Paderborn mit 2:0 besiegt hat. Vorausgesetzt, alle Spieler sind gesund, sollte es nur eine Änderung geben: Innenverteidiger Sven Kresin kommt nach abgesessener Rotsperre wieder in die Mannschaft, für ihn muss Julian Matiasovits zurück auf die Bank.
Ein kleines Fragezeichen stand zuletzt noch hinter dem Einsatz von Chris Böcher. Der Linksverteidiger bekam am Dienstag einen Schlag auf den Fuß und musste zwischenzeitlich kürzertreten. Gestern ist er aber ebenso wie A-Junioren-Stürmer Christian Cappek (nach Grippe-Infekt) wieder ins Training eingestiegen. Auch Roland Bonimeier, der sich die Tage zuvor mit einer Magen-Darm-Verstimmung herumgeschlagen hat, soll mit nach Stuttgart reisen.

Hertl und Kurz werden noch geschont
Noch einmal verzichten wird Güttler dagegen auf Kapitän Björn Hertl. Zwar hat der erfahrene Abwehrspieler nach den Worten des Trainers »in den letzten 14 Tagen konditionell aufgeholt«, sei aber »noch nicht bei 100 Prozent«. Deshalb plane er erst im neuen Jahr wieder mit Hertl, so Güttler. Ähnliches gilt für Thomas Kurz, auch wenn dieser ebenfalls seit zwei Wochen fast wieder voll mittrainiert. Stürmer-Kollege Alessandro Belleri und Verteidiger Sebastian Wolf sind derweil noch auf Reha.
Um nicht mit zwei Spielen in Rückstand zu geraten, käme es Güttler sehr gelegen, wenn die morgige Begegnung tatsächlich angepfiffen würde. Und der Trainer gibt sich »sehr optimistisch«, dass seine Truppe beim Tabellenletzten dann auch Zählbares mitnimmt. Denn, so der Ex-Profi in Anspielung auf die letzten fünf Partien ohne Niederlage: »Die Mannschaft war und ist gut drauf. «

Passauer Neue Presse

StN: Schippen für die Kickers

Fans, Spieler und Funktionäre räumen Schnee weg

Ruven Sauer war schon um 8.45 Uhr da. Aus Heppenheim war der Fan des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers mit dem Auto angereist, um seinen Blauen zu helfen. „Ich mach“ eh gerne Krafttraining“, sagte der Inhaber einer PR-Agentur mit einem Schmunzeln.

Der 37-Jährige war einer von gut zwei Dutzend Fans, die bis zum gestrigen Nachmittag zur Schippe griffen und begannen den Rasen des Gazistadions von einer gut zehn Zentimeter hohen Schneedecke zu befreien. Gegen Mittag kamen dann die Spieler der ersten Mannschaft hinzu, später die Kicker der Oberligaelf, auch Mitglieder der Führungsetage packten mit an. „Das war eine lustige, willkommene Abwechslung“, fand Trainer Edgar Schmitt, „und verletzt hat sich auch keiner.“ Der Coach rechnet fest damit, dass das Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen Wacker Burghausen stattfinden kann. Um gut vorbereitet zu sein, absolvierten die Blauen gestern Nachmittag eine Trainigseinheit in Cannstatt – auf dem Kunstrasenplatz in der Mercedesstraße.

Zu dieser Zeit machte sich Ruven Sauer langsam wieder auf den 150 Kilometer langen Heimweg. Am Samstag ist er wieder da. „Wir müssen das Spiel gegen Burghausen unbedingt gewinnen“, sagt er und nimmt einen Schluck heißen Tee. Klappt es, hat er seinen Teil dazu beigetragen. jüf

Stuttgarter Nachrichen

Gemeinsames Schneeschippen für die Kickers

Die Blauen benötigen tatkräftige Unterstützung ihrer Fans

Damit am Samstag, 20. Dezember 2008, für den Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers das letzte Heimspiel in diesem Jahr im GAZI-Stadion gegen den SV Wacker Burghausen tatsächlich über die Bühne gehen kann – Spielbeginn ist um 14 Uhr – benötigen die Blauen tatkräftige Unterstützung: Angesichts von einer momentan etwa zehn Zentimeter hohen Schneedecke auf dem Spielfeld rufen die Stuttgarter Kickers ihre Fans sowie alle freiwilligen Helfer zu einer gemeinsamen Schneeräumaktion auf. An diesem Mittwoch und Donnerstag, 17. und 18. Dezember 2008, soll das Stadion bereits von 8 Uhr an von den Schneemassen befreit werden. Helfer des Stuttgarter Sportamtes werden ebenfalls mit vor Ort sein, um die weiße Pracht aus dem Innenraum abzutransportieren. Das Flutlicht wird dazu bereits am späten Nachmittag bis in den Abend hinein (bis ca. 20 Uhr) eingeschaltet sein. Schneeschaufeln sind in genügender Anzahl im GAZI-Stadion vorhanden. Auch alle Akteure der Drittliga- sowie der U-23-Oberliga-Mannschaften werden sich engagieren und am Mittwoch eine Trainingseinheit lang Schneeschippen einlegen. Als Dankeschön erhalten alle freiwilligen Helfer eine kostenlose Stehplatzkarte für die Partie gegen Wacker Burghausen.

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Große Weihnachts-Freikartenaktion beim Kickers-Heimspiel am Samstag gegen Wacker Burghausen

Geschenke verteilt der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers in diesem Jahr schon fünf Tage vor Weihnachten: Die Blauen laden am kommenden Samstag, 20. Dezember 2008, zu einem kostenlosen Besuch ihres Heimspiels gegen den SV Wacker Burghausen (GAZI-Stadion, Spielbeginn ist um 14 Uhr) ein – und zwar alle Besitzer eines italienischen Automobils der Marken Fiat, Lancia und Alfa. In der Halbzeitpause wird ja bekanntlich der FIAT Panda in der Sonderedition „Believe in Blue 2.0“ von Auto Palazzo verlost.

Weiterhin gilt dieses Angebot auch für alle Kickers-Fans, die im Dezember Geburtstag haben.
Mitzubringen ist als Nachweis für das erste Kickers-Angebot lediglich ein dementsprechender Fahrzeugschein, die Dezember-Geburtstagskinder benötigen für ihren Gratis-Eintritt einen gültigen Personalausweis oder ein anderes amtliches Dokument. An der Kasse 11 (Kassenanlage Süd im GAZI-Stadion) werden von 12 Uhr an diese Gratis-Tickets vorgehalten. Diese gelten im Übrigen ausschließlich für die Stehplatzbereiche, jede teilnahmeberechtigte Person bekommt nur eine Eintrittskarte.

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Presse zu SC Paderborn – Stuttgarter Kickers (2:0)

Eine Niederlage, die Mut macht

Der Kickers-Trainer Edgar Schmitt ist trotz des 0:2 in Paderborn zuversichtlich

STUTTGART. Vier Minuten haben beim 0:2 in Paderborn gefehlt, dann wären die Stuttgarter Kickers diese Saison erstmals ohne Gegentor geblieben. „Das war eine unglückliche Niederlage“, sagte der Trainer Edgar Schmitt, der zudem mit dem Schiedsrichter haderte.

Von Joachim Klumpp

Der Reporter des Westdeutschen Rundfunks hatte für den Vorbericht zur Partie SC Paderborn gegen Stuttgarter Kickers die Statistik bemüht, und zwar in Form der Gelben Karten, bei denen die Schwaben mit 46:34 Verwarnungen den internen Vergleich anführen. „Hart gegen zart“, lautete demzufolge das Motto für das Drittligaspiel.

Wobei sich die Partie mit umgekehrten Vorzeichen präsentierte. Denn eine gewisse Härte brachte zunächst einmal Paderborns Matthias Holst ins Spiel, der mit einem Ellenbogencheck den Kickers-Verteidiger Marcus Mann im Gesicht erwischte, allerdings hinter dem Rücken des Schiedsrichters. Der übersah dann auch noch ein elfmeterreifes Foul an Orlando Smeekes (plus Rot?), so dass Edgar Schmitt meinte: „Wenn ich etwas von einem verdienten Sieg höre, muss ich das durch glücklich ersetzen“, sagte der Kickers-Trainer. „Klar hatte Paderborn mehr Spielanteile, aber das war ja gewollt.“

Die Kickers setzten beim Spitzenreiter auf Konter – durchaus mit Erfolg. Allerdings nur in der Entstehungsgeschichte, im Abschluss vergaben Michael Schürg (zweimal) und Thorsten Reiß. „Bevor Paderborn das 1:0 macht, müssen wir schon in Führung gehen“, sagte Schmitt. Dennoch kein Vorwurf an seine Spieler, mit einer kleinen Ausnahme: „Vielleicht müssen wir in manchen Situationen noch mehr Wille zum Sieg zeigen.“ Das ist nicht neu: gelegentlich fehlt die Effektivität. Genau das war am Samstag der Unterschied. Paderborns Torjäger Frank Löning zum Beispiel traf mit seiner ersten Chance in der 86. Minute, die Kickers bei gleich mehreren nicht. Der Manager Joachim Cast erkannte: „Deshalb sind die Erster und wir 19.“

Und auf einem Abstiegsplatz werden die Kickers definitiv auch in der Winterpause stehen, ehe es am 9. Januar wieder mit dem Training losgeht. Mit neuen Spielern? „Nur wenn wir jemand abgeben können“, betonte der Manager zum wiederholten Male. Potenzielle Kandidaten – wie der Stürmer Sokol Kacani – dürften darüber bereits informiert sein. Allerdings wird es nicht so einfach werden, einen Abnehmer zu finden; das zeigt das Beispiel Markus Ortlieb, der vor einem Jahr gehen sollte – und sich inzwischen wieder einen Stammplatz erkämpft hat.

Trotz der Niederlage ist dem Kickers-Trainer vor der Zukunft nicht bange: „Wir haben uns kontinuierlich gesteigert, wir stehen hinten immer besser, und vorne haben wir unsere Qualitäten.“ Deshalb lässt sich Schmitt auch nicht durch die Konkurrenz verrückt machen, bei der vor allem Jahn Regensburg seit dem Trainerwechsel eifrig gepunktet hat und Werder Bremen II gestern durch den 2:0-Sieg gegen Düsseldorf die rote Laterne wieder an die Kickers abgegeben hat. „Wir schauen nur auf uns – und wollen in der Rückrunde neu durchstarten“, sagte Schmitt, auch wenn die erhofften 17 bis 18 Punkte zur Winterpause nicht mehr möglich sind.

Dafür wollen die Kickers nächsten Samstag zum Auftakt der Rückrunde das Spiel gegen den Abstiegskonkurrenten Burghausen unbedingt durchziehen, wobei hinter der Austragung ein Fragezeichen steht. „Wir werden alles unternehmen, damit gespielt werden kann“, sagte der Manager Cast, der sich bereits heute mit der Stadt in Verbindung setzen will, um auszuloten, wie der Platz geräumt werden kann. Denn von alleine wird der Schnee ebenso wenig schmelzen wie der Punkteabstand zu den Nichtabstiegsplätzen.

SC Paderborn: Jensen – Wemmer (69. Güvenisik), Holst, Mohr, Schuppan (78. Halfar) – Fischer – Brandy (74. Krecidlo), Alushi, Lindemann – Löning, Kumbela.

Stuttgarter Kickers: Salz – Steinle, Mann (74. Kettemann), Ortlieb, Härter – Traut (78. Reiß), Deigendesch, Rosen, Gentner – Smeekes, Schürg (64. Gambo).

Stuttgarter Zeitung

Günstiger Sturmpartner gesucht

Kickers unterliegen in Paderborn 0:2 – Angriffsschwäche ein großes Problem

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers haben bei Tabellenführer SC Paderborn 0:2 (0:0) verloren. Die Partie zeigte deutlich auf, warum die Blauen am Ende der Tabelle stehen – und welche Probleme sie dringend lösen müssen.

VON STEFAN KLINGER

Als Edgar Schmitt am Sonntag vor seine Mannschaft trat, machte er das, was er in den vergangenen Wochen schon so oft hat tun müssen: Er spendete Trost. „Wer sich die DVDs vom ersten Spiel und vom Spiel in Paderborn anschaut, der sieht, dass zwischen beiden Leistungen Welten liegen“, sagte der Kickers-Trainer. Das Team spielt immer besser – aber noch nicht gut genug.

In Paderborn zeigten die Blauen fast 90 Minuten eine gute Leistung. Im Angriff überzeugte vor allem Orlando Smeekes. Er bereitete noch vor den Gegentreffern seinem Sturmpartner Michael Schürg zwei – gelinde gesagt – sehr gute Chancen vor. Was wäre gewesen, wenn . . .?

Wer die Niederlage jedoch allein mit Pech erklärt, macht es sich zu einfach. Schürg vergab nicht zum ersten Mal eine klare Chance. Den Kickers fehlt ein zweiter starker Stürmer neben Orlando Smeekes. „Michael Schürg ist ein großes Talent. Aber er kam aus der Oberliga und ihm fehlt in entscheidenden Situationen einfach noch ein bisschen die Kraft, um sie zu nutzen“, sagte Trainer Schmitt, „in drei Monaten wird das anders aussehen.“

Punkte hat der Tabellenletzte aus Stuttgart nur wenige – und Zeit, damit sich Talente entwickeln können, noch viel weniger. In Paderborn wechselte Schmitt Bashiru Gambo für Schürg ein. Gut möglich, dass der Mittelfeldspieler im immens wichtigen Heimspiel gegen Burghausen am Samstag von Anfang an als zweiter Stürmer aufläuft. Eine langfristige Lösung kann jedoch nur ein Neuzugang sein. Ein Spieler wie Aalens Andreas Mayer, der sich beim VfR zuletzt nicht mehr wohl fühlte. „Er ist sicher ein interessanter Spieler. Aber ihn können wir nicht bezahlen“, stellte Schmitt klar.

Selbst wenn der bei den Kickers in Ungnade gefallene Angelo Vaccaro oder die kaum eingesetzten Sasa Janic und Jörn Schmiedel die Blauen verlassen, müsste Mayer massive finanzielle Abstriche hinnehmen. Zudem dürfte es schwer werden, überhaupt einen Abnehmer für die Kickers-Spieler zu finden. Und die Granden der Blauen, deren Team noch kein Spiel ohne Gegentor absolvierte, beklagen noch ein ganz anderes Problem. „Wir brauchen dringend mehr Stabilität in der Abwehr“, sagte Schmitt – und machte dann das, was er zuletzt schon so oft hat tun müssen: Er wies auf die prekäre finanzielle Lage des Clubs hin.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers wieder Letzter

Drittligist verliert mit 0:2 beim Spitzenreiter SC Paderborn

Stuttgart (red) – Die Stuttgarter Kickers haben zum Abschluss der Hinrunde der dritten Fußball-Liga beim Spitzenreiter SC Paderborn mit 0:2 (0:0) verloren. Nach der zehnten Saisonniederlage rutschten die „Blauen“ wieder auf den letzten Tabellenplatz ab.

„Das lief sehr unglücklich und war am Ende eine unverdiente Niederlage“, erklärte Kickers-Coach Edgar Schmitt und sprach damit die entscheidenden Schlussminuten an, die die Kickers – wie schon so oft in dieser Saison – auf die Verliererstraße brachten. Nach 85 Minuten stand es trotz guter Chancen auf beiden Seiten immer noch 0:0 und alles deutete auf eine überraschende Punkteteilung hin. Doch dann schlugen die Favoriten vor 7944 Zuschauern gleich doppelt zu. Erst brachte Stürmer Frank Löning mit seinem elften Saisontreffer die Gastgeber in Führung (86.). Anschließend verwandelte Sercan Güvenisik einen umstrittenen Foulelfmeter zum 2:0-Endstand (90.+2). Verteidiger Moritz Steinle soll den Stürmer zu Fall gebracht haben.Damit sind die Kickers neben Werder Bremen II die einzige Mannschaft, die in der Hinrunde auswärts sieglos blieb. Schmitt verliert dennoch nicht den Mut: „Wir machen weiter, wir werden es schaffen. Davon bin ich felsenfest überzeugt, weil das, was wir mittlerweile spielen, nach Fußball aussieht.“ Stuttgarter Kickers: Salz -Steinle, Mann (74. Kettemann), Ortlieb, Härter – Traut (78. Reiß), Deigendesch, Rosen, Gentner – Schürg (64. Gambo), Smeekes.

Eßlinger Zeitung

Geduldig an den Sieg geglaubt
Löning und Güvenisik treffen beim 2:0-Erfolg über Stuttgart für den Herbstmeister
VON HARTMUT KLEIMANN

Paderborn. Kein schlechtes Vorbild, das SCP-Torwart-Trainer Zsolt Petry in der Woche beanspruchte, um schwere Spiele gegen Kellerkinder wie die Stuttgarter Kickers zu meistern. Manchester United gegen FC Sunderland habe er sich angeschaut. Im Stadion Old Trafford endete dies vor 75.400 Zuschauer durch ein Tor des Serben Nemanja Vidic knapp mit 1:0 für den Favoriten, erzielt in der ersten Minute der Nachspielzeit.

Was den Ungar dabei so begeisterte, war das geduldige Spiel von Manu gegen ein mauerndes und wenig mitspielendes Team aus Sunderland. So müsse auch der SCP auftreten, „und nicht gleich nervös und ungeordnet spielen, wenn mal kein frühes Tor gelingt.“ Wie Recht er mit diesem Beispiel haben sollte, wurde dem früheren ungarischen Nationalkeeper wohl auch erst nach der Partie bewusst, denn die junge Garde des SCP nahm sich das Team von der Insel bewusst oder unbewusst zum Vorbild. „Wir haben geduldig gespielt und nie die Linie verloren“, lobte auch Trainer Pavel Dotchev nach dem mühsamen 2:0-Arbeitssieg über den Tabellenvorletzten.

In den 90 Minuten zuvor hatte der gebürtige Bulgare wieder einen gewissen Teil seiner nur noch rar vorkommenden dunklen Nuancen seiner fast völlig ergrauten Kopfbehaarung eingebüßt. Trotz einer guten Umsetzung der Vorgaben „haben wir aber wieder zu viele Chancen vergeben“, haderte er mit der Abschluss-Schwäche seiner Akteure. Ein frühes Tor hätte natürlich vieles einfacher gemacht, aber leicht machte es die beste Offensive der Liga dem eigenen Anhang auch gegen die schwächste Abwehr aller 20 Drittligisten nicht.

Selbst als Frank Löning mit seinem 11. Saisontreffer in der 86. Minute für Erleichterung im Stadionrund sorgte, war der Dreier noch nicht sicher. Aber in der Defensive stand Kasper Jensen wie ein Fels in der Brandung und verdiente sich vom Trainer ein Sonderlob, weil gerade Spiele gegen Teams aus der unteren Tabellenregion „für Torhüter oft die schwierigsten sind.“ Aber über 90 Minuten „voll da zu sein“ mache einen guten Torwart aus. „An dieser Stelle muss ich ein Riesenkompliment machen“, war auch Dotchev bewusst, dass der Däne im Paderborner Tor in manchen Szenen hellwach war und Ball und späteren Sieg festhielt.

Sonderlob also für den einen, dafür schrammte ein anderer ganz knapp an einer richtigen Standpauke vorbei: Sercan Güvenisik. Der Türke ist im Moment mit acht Toren der einzige Offensive, der noch der Spur von Frank Löning folgt, aber die erste Minute der Nachspielzeit war nun wirklich nichts für schwache Nerven und wirkte bei Dotchevs bereits erwähntem Haupthaar wie ein hochprozentiges Bleichmittel. Nur noch ein Stuttgarter Abwehrspieler sah sich den heranstürmenden Güvenisik und Löning gegenüber.

„Güve musste eigentlich quer spielen. Das wäre einfacher und richtiger gewesen“, beschrieb Dotchev noch einmal die Szene vor dem entscheidenden Strafstoß. Der Spieler selbst wollte nach dem Schlusspfiff die ganze Aufregung nicht so recht verstehen. Er sei bei der 1:1-Situation sehr schnell unterwegs gewesen, “ – und was ich wollte, hat dann auch ganz gut geklappt.“

Güvenisik versuchte es nämlich auf eigene Faust und Steinle tat ihm den Gefallen und spielte Foul. Dann durchbrach der 28-Jährige zu allem Übel auch noch ein festgeschriebenes Gesetz, dass der Gefoulte nie selbst zum Elfmeterpunkt schreiten soll. Güvenisik aber wollte sein Tor, packte sich entschlossen den Ball und netzte ein. „Ende gut, alles gut“, sagte Dotchev kurz und knapp, fügte aber hinzu, dass er seinem Spieler in gleicher Situation und einem Spielstand von 0:0 „ganz bestimmt etwas anderes gesagt hätte.“

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Die Konkurrenz ausgetanzt
Dotchev-Elf nach 2:0-Sieg Herbstmeister der 3. Liga
VON HARTMUT KLEIMANN

Paderborn. Da bleibt für irgendwelchen Aberglauben nun wirklich überhaupt kein Spielraum mehr, denn der SC Paderborn 07 hat sich mit seinem 13. Saisonsieg am 13. Dezember 2008 die Herbstmeisterschaft in der eingleisigen 3. Fußball-Liga gesichert. Vor knapp 8.000 Zuschauern besiegten die Domstädter den Tabellenvorletzten Stuttgarter Kickers mit 2:0-Toren.

Verdient, aber auch ein bisschen glücklich, denn die Ostwestfalen beherrschten die Schwaben mehr oder weniger über 90 Minuten, hatten aber in der einen oder anderen guten Szene der Gäste auch viel Dusel und das Können ihres Torhüters Kasper Jensen auf der Habenseite. Wie schon viele andere Gegner zuvor suchten auch die Stuttgarter ihr Heil zunächst in der Defensive. Zwei Viererreihen ließen den Platzherren im Mittelfeld zwar viel Raum, dann aber wurde es sehr eng. Und lange Zeit fehlten der auf drei Positionen veränderten Paderborner Elf die guten Ideen gegen Stuttgarter Kompaktheit. Wie in Burghausen wurden zudem gute Chancen erst einmal fahrlässig vergeben.

Für Gelbsünder Markus Krösche rückte Karsten Fischer ins defensive Mittelfeld, der Ex-Cottbuser Sebastian Schuppan für Sören Halfar auf die linke Verteidigerposition und Dominick Kumbela ersetzte im Angriff Sercan Güvenisik, der dennoch später entscheidend ins Spiel eingreifen sollte.

Kaspar Jensen reagierte glänzend

Bei winterlichen Temperaturen fror den SCP-Fans vor der Pause der Torschrei gleich mehrfach ein. Aber Schuppan (3., Kopfball), Fischer (7. Distanzschuss) und Kumbela (43., nach Flanke Schuppan) kamen über die Rolle eines Hoffnungsträgers für das Führungstor nicht hinaus. Es hätte aber auch gut 0:1 stehen können, wenn der nicht immer souveräne Schiedsrichter Daniel Siebert in der 31. Minute auf den Punkt gezeigt hätte. Bei Florian Mohrs Abwehrversuch gegen den schnellen Holländer Orlando Smeekes war die Hand nämlich draußen.

So hofften die Fans auf Besserung im zweiten Abschnitt. Und die Partie wurde interessanter und spannender, denn auch Stuttgart hatte nach schnellen Kontern seine Möglichkeiten. Nach Meinung von Trainer Edgar Schmitt ausreichend, „um das Spiel hier zu gewinnen.“ Wäre da nicht Kasper Jensen im Paderborner Tor gewesen, der nicht viel zu tun hatte, aber in der 53. und 63. Minute glänzend gegen Michael Schürg reagierte und damit überhaupt erst den späten Sieg ermöglichte.

Die Gastgeber selbst traten nach dem Wechsel in der 58. Minute wieder positiv in Erscheinung. Da scheiterte Jens Wemmer am zweiten Pfosten mit einem Kopfball am guten Manuel Salz, nach der anschließenden Ecke hämmerte Schuppan im Fünfmeterraum den Ball freistehend über das Tor. Die Zeit verrann, und Dotchev musste reagieren. Für Wemmer kam Güvenisik in die Partie und der Druck der Hausherren stieg.

„Das Tor musste zwangsläufig irgendwann fallen, wenn der Gegner müde wird und Fehler macht“, gab Trainer Dotchev die Hoffnung auf den Sieg in den 90 Minuten nie auf. Die Fans aber mussten lange warten. Dann die erlösende 86. Minute. Alushi traf mit einem satten Schuss aus rund 25 Meter nur die Querlatte, aber der bis dahin unauffällige Frank Löning war mit dem Kopf zur Stelle und schaffte die Erlösung. Vier Minuten später foulte Moritz Steinle den enteilten Güvenisik, der selbst vom Punkt zum 2:0 vollendete.

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Der SC Paderborn bleibt durch späte Tore Tabellenführer
Güvenisik macht den Deckel drauf

Der SC Paderborn hat tapfer kämpfende Stuttgarter durch zwei späte Tore besiegt. Zunächst staubte Löning zu seinem elften Saisontreffer ab, Güvenisik setzte in der Nachspielzeit noch einen drauf. Der Zweiliga-Absteiger rehabilitierte sich somit für die Niederlage in Burghausen und ist mit zwei Punkten Vorsprung vor Union Herbstmeister.

SCP-Coach Pavel Dotchev nahm im Vergleich zur 0:2-Pleite in Burghausen – der ersten Niederlage nach zuvor fünf Siegen in Serie – drei Änderungen an seiner Startformation vor: Schuppan spielte für Halfar linker Außenverteidiger, Fischer ersetzte den Gelb-gesperrten Kapitän Krösche im defensiven Mittelfeld und im Angriff erhielt Kumbela den Vorzug vor Güvenisik. Kickers-Trainer Edgar Schmitt baute seine Anfangself nach dem 3:2-Erfolg im Kellerduell gegen Werder Bremens Zweite auf einer Position um: Der junge Gentner erhielt nach seiner Einwechslung gegen Werder erneut eine Chance und kam für den an einer Fußverletzung laborierenden Landeka im Mittelfeld zu seinem Startelf-Debüt.

Der Tabellenführer aus Ostwestfalen fand gut in die Partie und näherte sich durch einen Fischer-Schuss dem Tor der Stuttgarter erstmals gefährlich an (8.). Kurz darauf musste Kickers-Keeper Salz bei einem Lindemann-Versuch seine Klasse beweisen (10.). Im weiteren Spielverlauf agierte das Dotchev-Team weiter feldüberlegen, doch der finale Pass und letzte Konsequenz fehlte oft. Die „Blauen“ aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt konzentrierten sich zunächst auf die Organisation des eigenen Defensivverbundes. Bei vereinzelt vorhandenen Konteransätzen fehlte den Schmitt-Schützlingen die Passgenauigkeit. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten die Schwaben dann noch einmal Glück, als Kumbela das Kickers-Gehäuse nur knapp verfehlte (43.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Gäste aus Degerloch die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Doch Schürg scheiterte nach schönem Zusammenspiel mit Smeekes an SCP-Keeper Jensen (53.). Ab Mitte des zweiten Durchgangs riss dann der Zweitliga-Absteiger wieder das Ruder an sich und setzte den Stuttgarter Defensivverbund zunehmend unter Druck. Folgerichtig kamen die Paderborner zu guten Möglichkeiten durch Wemmer (58.), Schuppan (59.) und Kumbela (72.). Die Schmitt-Elf sah sich zunehmend einem Powerplay des SCP ausgesetzt und agierte selbst bei Konteransätzen zu ungenau. Nichtsdestotrotz sah alles nach einem überraschenden Punktgewinn der Stuttgarter und dem Verlust der Tabellenführung für Paderborn aus, doch Löning, der nach einem Alushi-Lattentreffer abstaubte (86.) und der eingewechselte Güvenisik, der in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter verwandelte (90+1.), machten den Kickers einen Strich durch die Rechnung.

Der SC Paderborn ist am kommenden Samstag zum Rückrunden-Auftakt Gastgeber für Fortuna Düsseldorf. Die Stuttgarter Kickers empfangen am gleichen Tag Wacker Burghausen im heimischen Gazi-Stadion auf der Waldau.

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