Peter Zeidler – Steckbrief

Geburtsdatum/-ort: 8.8.1962 in Schwäbisch-Gmünd
Nationalität: deutsch
Lizenz: A-Lizenz
Beruf: Gymnasiallehrer für Französisch und Sport
Laufbahn als Spieler:
1972 – 1978 TSV Böbingen
1978 – 1986 TSV Heubach
1986 – 1992 TSV Böbingen
1992 – 1996 SV 03 Tübingen
1996 – 1998 TSV Böbingen

Trainerstationen:
1984 – 1992 VfB Stuttgart (U9, U11, U13, U15, U19)
1992 – 1996 SV 03 Tübingen (Spielertrainer)
1996 – 1998 TSV Böbingen (Spielertrainer)
1998 – 2000 VfB Stuttgart Amateure (Ass.-Trainer)
2000 – 2002 VfR Aalen (Ass.-Trainer)
2002 – 2004 VfR Aalen (Trainer)
seit 01.07.2005 1. FC Nürnberg II (Trainer)

Erfolge:
1991 Deutscher Meister U19
1995 Aufstieg SV 03 Tübingen in die Verbandsliga
mehrmalig Württembergischer Meister D-, E-, F-Jugend
mehrere Male Württembergischer Pokalsieger (VfB Stuttgart Amateure, VfR Aalen)
mehrmalige Teilnahme am DFB Pokal

Quelle: Homepage 1.FC Nürnberg

Peter Zeidler neuer Kickers-Trainer (ab 01.07.2007)


Im Anschluß an das Spiel gegen die Sportfreunde Siegen stellten die Stuttgarter Kickers ihren neuen Trainer und Nachfolger von Robin Dutt vor. Die Wahl unter mehreren Bewerbern fiel auf den 44jährigen Peter Zeidler, der am 1. Juli seinen Posten beim Stuttgarter Traditionsverein antreten wird. Der Vertrag wurde zunächst für ein Jahr abgeschlossen, verlängert sich aber bei der Qualifikation für die neue einteilige 3. Liga. Der gebürtige Schwabe bewährte sich bereits als Cheftrainer beim VfR Aalen und verfehlte in der Saison 2003/2004 mit zwei Punkten Rückstand auf den Aufsteiger Saarbrücken nur ganz knapp den Aufstieg in die 2. Liga. Seit dem 1. Juli 2005 trainierte er die zweite Mannschaft vom 1. FC Nürnberg und führte mehrere Talente an den Profikader von Hans Meyer heran.

Begonnen hatte Peter Zeidler seine Trainertätigkeit 1984 beim VfB Stuttgart und dort arbeitete er auch in der A1-Jugend mit Ralf Rangnick zusammen. Als Spielertrainer war er dann von 93-96 beim SV Tübingen tätig und avancierte von 1998 bis 2000 zum Co-Trainer der Regionalliga-Mannschaft vom VfB Stuttgart. Danach wechselte er als Co-Trainer zum VfR Aalen, ehe er im Dezember 2002 zum Cheftrainer berufen wurde. Seine DFB-Fußballehrer-Lizenz erwarb er zwischen Juli 2006 bis Dezember 2006 an der Sporthochschule in Köln. Mit verkürztem Deputat arbeitete er als Oberstudienrat auch am Rosenstein-Gymnasium in Heubach. Der Familienvater von zwei Kindern freut sich nun auf seine neue Aufgabe bei den Kickers.

Kickers – SF Siegen 0:3 (0:2)

 
Es war eine ganz schlechte Leistung, die die Kickers-Mannschaft den 2620 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau am heutigen Abend zeigte. Spielerisch lief wie zuletzt fast nichts zusammen, aber leider fehlte in den heutigen Partie auch der Einsatz und der Kampf. Nach den beiden Toren von Gaetan Krebs in der 37. und 41. Spielminute zeigten die Blauen kaum Gegenwehr. Robin Dutt wechselte zur Halbzeit gleich drei neue Spieler ein, doch sollte es auch im zweiten Durchgang nicht besser werden. Alexander Blessin besiegelte mit seinem Tor die 0:3-Heimpleite (53.).

Zur Aufstellung:
Aufgrund vieler verletzter oder angeschlagener Spieler wählte Robin Dutt heute eine eher defensivere Variante: Vor der Viererabwehrkette mit Sascha Benda, Marco Wildersinn, Jens Härter und Nico Kanitz ließ er mit zwei defensiven Mittelfeldspieler spielen. Manuel Hartmann und Mustafa Akcay sollten zentral vor der Abwehr die Angriffe abfangen. Oliver Stierle, Sven Sökler und Bashiru Gambo wechselten häufig die Positionen im offensiven Mittelfeld hinter der einzigen Spitze Angelo Vaccaro.
Auch Siegen spielten mit nur eine Spitze, dahinter mit einem dichten Sechsermittelfeld und der Viererabwehrkette.

Die Trainerstimmen:

Ralf Loose: „Auf dem Papier war es ein schweres Spiel für uns, der Gegner war sehr motiviert aufgrund der deutlichen Hinspielniederlage und dem Okpala-Transfer. Aber wir haben gut ins Spiel gefunden und eine ausgeglichene erste Halbzeit gesehen, in der wir unsere Chancen eiskalt genutzt haben. Nach dem Wechsel strebten wir dem dritten Tor entgegen und waren selbstverständlich glücklich, dass es so früh gelang. Danach sind wir kompakt gestanden und haben den Sieg nach Hause gebracht. Ich bin sehr glücklich denn es ist nicht einfach bei den Kickers zu punkten. Das Spiel heute war gute Werbung für das Spitzenspiel gegen Wehen nächste Woche.“
Robin Dutt: „Ich bin maßlos enttäuscht, denn erneut haben wir nicht zu unserer spielerischen Linie gefunden. Aber heute zeigte die Mannschaft in Tugenden wie Wille, Leidenschaft und Kampf nicht 100%. Ich stelle mich heute auch nicht vor die Mannschaft, wie ich es sonst immer tue. Ich habe einen richtig dicken Hals, es war ein Debakel was wir heute ablieferten. Ich habe mich immer voll reingehängt, aber heute ließen sich Teile der Mannschaft hängen. Das ist nicht die Mannschaft, die ich kenne, so vergraulen wir uns noch die letzten Fans. Den Jungs muss es bewusst sein, dass es eine Ehre ist für die Kickers spielen zu dürfen. Eine Niederlage in dieser Art hatte ich in den drei Jahren noch nie erlebt. Das trifft mich sehr hart.“

Die Spielstatistik:

Kickers: David Yelldell – Sascha Benda, Marco Wildersinn, Jens Härter, Nico Kanitz (46. Thomas Weller) – Manuel Hartmann, Mustafa Akcay (46. Laszlo Kanyuk), Bashiru Gambo, Sven Sökler (46. Sokol Kacani), Oliver Stierle – Angelo Vaccaro – Trainer: Robin Dutt
SF Siegen: Richter – Weikl, Bogusz, Islamoglu, Nickenig (75. Banouas) – Nemeth, Vujevic (84. Stark), Gaede, Blessin, G. Krebs – Okpala (81. Bettenstaedt) – Trainer: Loose

Zuschauer:
2.620 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Torfolge:
0:1 Krebs (36.)
0:2 Krebs (41.)
0:3 Blessin (53.)

Schiedsrichter:
Robert Hartmann (Augsburg)

Verwarnungen:
Gelbe Karten: Kacani – Bogusz

Kicker: Stuttg. Kickers: Auch Zeidler kommt in Frage

Seeberger oder Rommel?
Die Trainerfrage steht kurz vor der Entscheidung. Möglicherweise schon heute wollen die Stuttgarter Kickers den Nachfolger von Robin Dutt vorstellen, der am Ende der Saison nach Freiburg geht. „Es hängt noch an Detailfragen“, erklärt Präsident Dirk Eichelbaum. In der Endauswahl sind Jürgen Seeberger (42/zuletzt FC Schaffhausen), Günter Rommel (50/Frauen VfL Sindelfingen) und Peter Zeidler (44/1. FC Nürnberg II).

„Es geht ums Geld und um die Gesamtkonzeption“, sagt Kandidat Rommel. Erst wenn der neue Coach feststeht, werden die Kickers auch das Thema Neuzugänge angehen.

Gegen Siegen wollen die Stuttgarter endlich den ersten Heimsieg 2007 schaffen. „Wir müssen defensiv sehr gut stehen“, warnt Dutt vor Siegens starker Offensivabteilung. Zu ihr gehört Christian Okpala, der im November bei den Kickers wegen einer Handgreiflichkeit suspendiert wurde und nach Siegen ging. „Ich bin mir sicher, dass unsere Spieler heiß sein werden auf ihn“, prophezeit Manager Joachim Cast.

Derweil hat Bernd Klingler den von Eichelbaum vorgeschlagenen Vergleich akzeptiert. Bis Jahresende wird das frühere Präsidiumsmitglied 75000 Euro als Ausgleich für ausgebliebene Werbeeinnahmen zahlen.

Matthias Jung

Kicker

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – SF Siegen – Teil II

Fußball-Regionalliga, 26. Spieltag
Wiedersehen mit Okpala

STUTTGART (ump). Vor lauter Spekulationen in der Trainerfrage beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers ist fast schon etwas in Vergessenheit geraten, dass heute Abend (19 Uhr, Gazi-Stadion) das Punktspiel gegen die Sportfreunde Siegen auf dem Programm steht – mit Christian Okpala, der in der Winterpause im Unfrieden Degerloch verlassen hat. „Das spielt für mich keine Rolle. Wir konzentrieren uns auf die ganze Mannschaft und nicht auf einen einzelnen Spieler“, sagt der Trainer Robin Dutt, nachdem der Manager Joachim Cast im Vorfeld zumindest angekündigt hat: „Die Mannschaft ist heiß auf dieses Spiel.“

Nicht mit von der Partie sind die verletzten Sean Dundee und Bastian Bischoff sowie der grippekranke Mustafa Parmak, sodass im Angriff noch eine Position neben Angelo Vaccaro offen ist. Sokol Kacani, der in der Oberliga schon zwölf Treffer erzielt hat, wäre eine Alternative, konnte wegen einer Gehirnerschütterung zuletzt aber nicht trainieren, Laszlo Kanyuk, Thomas Weller sowie Recep Yildiz und Dominique Rodrigues aus dem Oberligateam sind alle leicht angeschlagen, dürften aber zum Kader gehören. „Kämpferisch waren die letzten Spiele in Ordnung, aber spielerisch müssen wir uns verbessern“, sagt Dutt, der sich gegen den Eindruck wehrt, die Kickers hätten eine schlechte Rückrunde hingelegt. „In der liegen wir immerhin auf Platz sechs“, sagt der Trainer.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Dutt will wieder Spaß am Spiel

Stuttgart (gub) – Am besten wäre es, beides träfe zusammen: Die Stuttgarter Kickers siegen und glänzen am heutigen Donnerstag im Regionalligaspiel gegen die Sportfreunde Siegen (19 Uhr/Gazistadion), und im Anschluss an die Partie gibt Präsident Dirk Eichelbaum den Coach für die neue Saison bekannt. Beides ist mit gewissen Schwierigkeiten verbunden: Zwar überzeugten die Blauen zuletzt kämpferisch, spielerisch waren die Darbietungen dagegen eher bescheiden. „Ich hoffe, dass wir zum Spaß am Spiel finden“, sagt Trainer Robin Dutt, der ohne die verletzten Sean Dundee, Bastian Bischoff und Mustafa Parmak auskommen muss. Die Trainerfrage wird entschieden zwischen drei Kandidaten: Jürgen Seeberger (Schaffhausen), Günter Rommel (VfL Sindelfingen, Frauen) und Peter Zeidler (1. FC Nürnberg). Zuletzt mit leichten Vorteilen für Zeidler.

Stuttgarter Nachrichten

Vorschau

Spielinfos:

Anstoß: 05.04.2007 19:00
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Hartmann (Augsburg)
Assistenten: Kammerer (Karlsruhe), Ostheimer (Petersthal)

Stuttgarter Kickers: Die verletzten Dundee und Bischoff sowie Parmak (Grippe) fallen aus. Gambo ist eine Alternative im Mittelfeld oder im Angriff.

Sportfr. Siegen: Für den gesperrten Binder (Gelb-Rot) rückt Dama auf der linken Abwehrseite in die Anfangsformation.

Aufstellung

Stuttgarter Kickers
Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Stierle – Akcay, M. Hartmann, Kanyuk, Weller – Vaccaro, Tucci; Trainer: Dutt
 
Sportfr. Siegen
Richter – Nickenig, Bogusz, Islamoglu, Dama – Gaede, Nemeth, Vujevic – Krebs – Blessin, Okpala; Trainer: Loose 

Kicker

Vorberichte: Stuttgarter Kickers – SF Siegen

Kickers morgen gegen Siegen
Trainerfrage kurz vor Entscheidung

STUTTGART (ump). Normalerweise ist der Montag eher ein ruhiger Tag im Fußballgeschäft, doch bei den Stuttgarter Kickers war das in dieser Woche anders. Während die zweite Mannschaft ihr vorgezogenes Oberligaspiel gegen den SSV Ulm (2:2) bestritt, tagten Manager und Präsidium in Sachen Trainerfrage. Ohne ein konkretes Ergebnis. „Wir sind uns noch nicht ganz einig“, sagt der Präsident Dirk Eichelbaum, „aber in der komfortablen Lage, aus drei sehr guten Kandidaten auszuwählen.“ Namentlich sind das Jürgen Seeberger (zuletzt Schaffhausen), Günter Rommel (VfL Sindelfingen Frauen) und Peter Zeidler (1. FC Nürnberg II). Eichelbaum: „Es muss jetzt noch über Feinheiten gesprochen werden.“ Zum Beispiel die Gehaltsvorstellungen. Im Optimalfall wird rund um das Spiel gegen Siegen morgen (19 Uhr) der neue Mann bekannt gegeben.

Auch sonst ist die Partie reizvoll, nicht nur, weil bei den Gästen der im Unfrieden von den Kickers geschiedene Christian Okpala mitwirkt. Sportlich sollte die Mannschaft wieder mal einen Sieg einfahren. „Platz sechs bleibt unser Minimalziel“, betont Eichelbaum, der davon ausgeht, mit Robin Dutt die Saison durchzuziehen, auch wenn der Trainer bei den Fans nach Bekanntgabe seines Wechsels nach Freiburg zur nächsten Saison etwas in Ungnade gefallen ist. Mit der nächsten Saison beschäftigen sich auch die Kickers. So besteht mit den Stürmern Kacani und Tucci weit gehend Einigkeit über eine Vertragsverlängerung. Dagegen sind die Gespräche mit Bastian Bischoff ins Stocken geraten, der Stürmer hat sich Bedenkzeit erbeten und wird auch mit dem Ligarivalen SSV Reutlingen in Verbindung gebracht.

Kurz vor einer Einigung stehen die Kickers mit dem ehemaligen Präsidiumsmitglied Bernd Klingler, der vor Gericht zur Zahlung von 129 000 Euro verurteilt worden ist. Eichelbaum hat sich mit dem Werbekaufmann mündlich über einen Vergleich von 75 000 Euro geeinigt. „Wir wollen diese Baustelle möglichst rasch und geräuschlos schließen“, sagt Eichelbaum.

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Dutt glaubt unbeirrt an seine Elf

Stuttgart (gub) – Vielleicht sollte Trainer Robin Dutt vor der morgigen Regionalliga-Partie gegen die Sportfreunde Siegen (19 Uhr/Gazistadion) noch einmal durchzählen. Es könnte knapp werden im Team der Stuttgarter Kickers. Die Liste der Verletzten ist lang: Stürmer Sean Dundee hat noch immer Schmerzen an den Adduktoren. Sein Kollege im Angriff knickte im Training um. Bastian Bischoff humpelt zurzeit nur übers Trainingsgelände: Bänderdehnung im Knöchel. Mustafa Parmak erwischte die Grippe, und Recep Yildiz zwickt noch immer der Rücken. „Wir werden mit elf Spielern auflaufen“, verspricht Robin Dutt mit einem Lächeln auf den Lippen und fügt mit ernster Stimme hinzu: „Meine Mannschaft hat Charakter, keiner lässt sich hängen. Das hat sie in dieser Saison häufig genug bewiesen.“

Das Spiel gegen Siegen besitzt ohnedies einen besonderen Reiz. Nach der mit Handgreiflichkeiten beendeten Duftmarkenaffäre zwischen Sascha Benda und Christian Okpala wechselte der ausgemusterte Stürmer nach Siegen. Jetzt kehrt er mit den Sportfreunden zurück und will auf der Waldau seine Klasse beweisen.

Stuttgarter Nachrichten

Loose: „Leckerbissen“ vor Liga-Alltag
Siegen. (raff) Nach dem Training im Klafelder Hofbachstadion hatte es Ralf Loose gestern eilig: Der Trainer des Fußball-Regionalligisten Sportfreunde Siegen machte sich auf den Weg ins holländische Eind-hoven, um das Champions-Leaguespiel zwischen PSV Eindhoven und dem FC Liverpool zu besuchen.

Natürlich nur aus rein privatem Interesse – nicht zu Sichtung potenzieller Siegener Neuzugänge…

„Das wird ein Leckerbissen!“ Ralf Loose sah auf dem Weg nach Holland dieser Partie der europäischen Meisterklasse voller Vorfreude entgegen.

Ein fußballerischer Leckerbissen als willkommene Abwechslung zum zuletzt eher grauen Liga-Alltag der Sportfreunde Siegen?

Denn dieser Liga-Alltag holt auch den Siegener Trainer schon am morgigen (Grün-) Donnerstag wieder ein: In einer vorgezogenen Partie des 26. Spieltages gastieren die SF Siegen (6. Platz/36 Punkte) beim Tabellenvierten Stuttgarter Kickers (38 Zähler). Anstoß im „GAZI-Stadion“ um 19 Uhr.

An das Hinspiel im Siegener Leimbachstadion haben die Sportfreunde nur gute Erinnerungen:

Am 9. Spieltag fegten die Loose-Schützlinge die Schwaben mit 4:1 (1:0) vom Rasen – brachten den Kickers seinerzeit die erste Saisonniederlage bei und stürzten die Kickers von der Tabellenspitze. Bettenstaedt (2) sowie Heller und Pfingsten trafen am 22. September für die Gastgeber ins Schwarze.

„Da hat alles gepasst“, so Ralf Loose gestern, „wir haben die Serie des Gegners durchbrochen, einem Aufstiegsaspiranten die Zähne gezogen und die Kickers damit in eine Krise gestürzt. Klar, dass die Stuttgarter gegen uns im Rückspiel heiß auf Revanche sind“.

An das Hinspiel gegen Kickers Stuttgart hat ganz Siegen postive Erinnerungen – an das letzte Meisterschaftsspiel gegen den FK Pirmasens weniger: Nur ein mageres 1:1-Unentschieden stand am 23. März im Heimspiel gegen den potenziellen Absteiger zu Buche – nach einer spielerisch und kämpferisch absolut schwachen Vorstellung.

Erst „Joker“ Til Bettenstaedt verhinderte mit seinem Tor die drohende Niederlage.

Ralf Loose hat die letzten Tage zu intensiven Trainingseinheiten genutzt, fordert von seinen Mannen wieder „Biss, Laufbereitschaft und Einsatzwillen“ ein.

Trainer fordert „Biss und Einsatzwillen“

Denn: „Jeder Spieler muss erkannt habe, dass es ohne diese Tugenden selbst gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller nicht zum Sieg reicht – und in Stuttgart treffen wir auf ein ganz anderes Kaliber“.

Loose will wieder Leistung sehen – und die richtige Reaktion seiner Mannschaft auf die Kritik nach dem Pirmasens-Spiel.

Ob es personelle Veränderungen in der Anfangs-Elf geben wird, ließ der Trainer gestern noch offen.

Ersetzt werden muss (nebeen den Langzeitverletzten Kroca, Nauroth, Laaser) der gesperrte Stefan Binder, Winter-Neuzugang David Ulm gehört noch nicht zum Kader.

Heute Vormittag macht sich der SFS-Tross auf den Weg ins Schwabenland, am Nachmittag steht in Stuttgart das Abschlusstraining auf dem Programm.

Westfälische Rundschau

Gegen Siegen: Freude auf Abendspiel 
   
Gegen die Sportfreunde Siegen gibt es am Gründonnerstag um 19.00 Uhr im GAZi-Stadion auf der Waldau nach längerer Zeit wieder ein Abendspiel und darauf freuen sich die Mannschaft und Trainer Robin Dutt. „Gerade bei Flutlicht herrscht zumeist bei den Fans und den Zuschauern eine besondere Stimmung“, glaubt auch Kapitän Jens Härter.
  
Obwohl bei Siegen mit Alexander Blessin und Christian Okpala zwei ehemalige Kickers-Spieler antreten, ist die Begegnung für die Blauen eine Partie wie jede andere. Schließlich gilt es auch hier nicht mehr als drei Punkte zu verteilen und die wollen sich die Kickers mit einer konzentrierten Leistung sichern. Zudem haben sie auch Wiedergutmachung gegenüber dem Hinspiel zu leisten, denn da setzte es eine empfindliche 1:4-Niederlage und damit begann eine recht glücklose Serie für die Kickers. Damals wirkte bei Siegen allerdings auch noch der schnelle Heller mit, der nun in der Bundesliga bei Frankfurt zu den Leistungsträgern zählt.
Trainer Robin Dutt beobachtete den Zweitliga-Absteiger zuletzt in Reutlingen und hat daraus seine taktischen Schlüsse gezogen. Allerdings muß auch er eventuell wieder umdisponieren, da einige Spieler angeschlagen sind: Mustafa Parmak konnte aufgrund einer Grippe kaum trainieren, Recep Yildiz laboriert immer noch mit seinen Rückenproblemen. Zudem gehen Trainer Robin Dutt im Angriff langsam die Stürmer aus: Bastian Bischoff hadert mit einer Sprunggelenksverletzung, Sean Dundee mit Adduktorenproblemen und nun hat sich Sokol Kacani im Oberligaspiel gegen den SSV Ulm eine leichte Gehirnerschütterung eingehandelt. Immerhin dürften Laszlo Kanyuk und Thomas Weller wieder zur Verfügung stehen, so dass sich neue Möglichkeiten ergeben könnten. Die Kickers sind also gerüstet für die Partie gegen Siegen und wollen die Fans möglichst mit drei Punkten zum Osterfest beschenken.

Offizielle Homepage

StZ: Kickers II holen 0:2 noch auf

Kickers II holen 0:2 noch auf
Ulmer Frust

STUTTGART (StZ). Die Ulmer Spieler sind nach dem 2:2 gestern Abend bei den Stuttgarter Kickers II so geladen gewesen, dass sie nach Spielschluss sogar noch eine Kabinentür demolierten. Der Frust saß tief, hat die Mannschaft in der Fußball-Oberliga durch das Unentschieden doch zwei wertvolle Punkte im Aufstiegskampf abgegeben. Dabei sahen die Spatzen bis zum 2:0 nach zwei Kopfballtreffern von Wünsche (27. und 52.) schon wie der sichere Sieger aus. „Bis dahin haben wir alles richtig gemacht“, sagte der Trainer Marcus Sorg an seiner alten Wirkungsstätte.

Doch nachdem Kocol Kacani mit seinem zwölften Saisontor postwendend der Anschlusstreffer und Dominique Rodrigues mit einem Sonntagsschuss (68.) der Ausgleich gelang, entwickelte sich vor den 442 Zuschauern im Gazistadion auf der Waldau ein offener Schlagabtausch. Dabei hatten die Gäste, die zweimal das Aluminium trafen, zwar die besseren Chancen, aber nicht das bessere Ende für sich. „In der zweiten Halbzeit haben wir hundertprozentig dagegengehalten“, sagte der Kickers-Trainer Björn Hinck, während Sorg immer noch den vielen Chancen nachtrauerte: „Wir bringen uns selbst um den verdienten Lohn – das kann sich am Ende rächen.“ Aufstieg ade?

Stuttgarter Zeitung