Stuttgarter Kickers II im Neuwiesenstadion

Vaz: Wollen eine gute Figur abgeben

Zu einem echten Pokalschlager lädt am Mittwoch Abend Fußball-Bezirksligist TSV Dettingen. In der zweiten Runde des WFV-Pokals empfängt das Vaz-Team den Oberligisten SV Stuttgarter Kickers II. Ein undankbares Los erwischte Nachbar TuS Metzingen, die in den Schwarzwald zum SC 04 Tuttlingen reisen muss.

„Wir haben ganz klar nichts zu verlieren, die Kickers dagegen schon. Ich will sehen, wie sich meine Mannschaft gegen einen großen Gegner präsentiert. Das Ergebnis ist zweitrangig“, sagt Dettingens Spielertrainer Francesco „Paco“ Vaz vor der WFV-Pokal-Zweitrundenpartie gegen die „kleinen“ Kickers aus Degerloch. In der ersten Runde schaltete der ambitionierte Bezirksligist den Landesligisten GSV Maichingen aus, „und wieso sollten wir nicht auch die Kickers ärgern können?“, fragt Vaz. Doch diese sind gleich drei Ligen höher angesiedelt als die Dettinger am Mittwoch (19 Uhr) und damit haushoher Favorit. Dettingens Coach findet eine schöne Bezeichnung: „Gegen die sind wir nur eine Ameise.“ Immerhin konnten die Dettinger mit den Turniersiegen in Bempflingen und Eningen am vergangenen Wochenende ihre beachtliche Frühform unter Beweis stellen und etwas fürs Selbstvertrauen tun. Vaz: „Wir sind fit und gut drauf. Jetzt wollen wir gegen die Kickers eine gute Figur abgeben.“ Nachdem Mercia und Kikic nun auch aus dem Urlaub zurück gekehrt sind, ist der Dettinger Kader vollständig. Nur wenige Kilometer entfernt von seiner alten Wirkungsstätte wird Stuttgarts Offensivspieler Bastian Bischoff auflaufen. Der schnelle Stürmer wagte einst den Sprung von Wittlingen unter den Fernsehturm, wo er bereits Fuß gefasst hat. Nicht nur ihn gilt es heute Abend für die TSV-Defensivabteilung, auszuschalten.

Artikel von TSV Dettingen/Erms, Abt. Fußball vom 14.08.2006

StZ: Das Schlitzohr mit dem blauen Herzen

Der 20-jährige Recep Yildiz hat sich bei den Stuttgarter Kickers einen Stammplatz erkämpft
 
Sein Führungstreffer hat am Sonntag den 2:0-Sieg der Stuttgarter Kickers beim 1. FC Kaiserslautern II eingeleitet. Recep Yildiz ist zu einer festen Größe beim Fußball-Regionalligisten geworden. „Es sieht so aus, als habe er den Durchbruch geschafft“, sagt der Kickers-Trainer Robin Dutt.

Von Benjamin Schieler

Glaubt man Wolfgang Schneck, dem Trainer der A-Junioren der Stuttgarter Kickers, kann sich Robin Dutt glücklich schätzen, weil er in Recep Yildiz einen großen Trumpf auf dem Weg in die zweite Bundesliga hat. „Mit Recep“, hat Schneck über Yildiz gesagt, „gewinnst du Spiele und Meisterschaften.“

Die eine Hälfte dieser Prophezeiung hat sich in dieser Regionalligasaison ausnahmslos bewahrheitet. Bei allen drei Spielen stand Yildiz in der Anfangsformation, dreimal gingen die Kickers als Sieger vom Platz. Am Sonntag beim 1. FC Kaiserslautern II köpfte der 1,85-Meter-Mann sechs Minuten vor dem Ende nach einer Flanke von Sascha Benda den Ball zur 1:0-Führung ins Tor, Christian Okpala machte zwei Minuten später den 2:0-Sieg der Kickers perfekt. „Momentan gibt es bei uns wirklich nichts zu meckern“, sagt Recep Yildiz.

Robin Dutt schätzt an seinem Schlitzohr vor allem dessen Kopfball- und Zweikampfstärke, die dem vielseitig einsetzbaren Fußballer in seiner Rolle als Innenverteidiger zugute kommt, einer Position, die Yildiz bereits aus seiner Zeit in der Kickers-Jugend kennt. Der Kickers-Manager Joachim Cast attestierte dem 20-Jährigen wie auch seinem Nebenmann Jens Härter nach dem Spiel in Lautern eine überragende Leistung. Und Robin Dutt sagt: „Es sieht ganz so aus, als habe Recep den Durchbruch bei uns geschafft.“

Yildiz selbst hat Blut geleckt, findet Gefallen an der aktuellen Situation. „Ich möchte jedes Spiel in dieser Saison machen“, sagt er selbstbewusst – und bedankt sich artig dafür, dass er im Verein immer das Gefühl haben durfte, dass die Verantwortlichen ihm den Rücken stärken. Dennoch hatte der junge Türke, der im Sommer in Stuttgart-Freiberg seinen Realschulabschluss gemacht hat und jetzt Vollprofi ist, Geduld beweisen müssen. Ganz behutsam habe man Yildiz aufgebaut, sagt Dutt. In der Saison 2005/2006 war er in der Hinrunde noch hauptsächlich in der Oberliga zum Einsatz gekommen, wurde dann immer häufiger auch in der Regionalliga eingesetzt. Bei seinen 14 Einsätzen traf er letztlich zweimal.

Das Herz der Fans eroberte er spätestens im Halbfinale des württembergischen Verbandspokals Ende April, als er gegen den Oberligisten 1. FC Normannia Gmünd im Elfmeterschießen den entscheidenden Elfmeter verwandelte und den Kickers dadurch den erneuten Einzug ins Finale sicherte – „das bislang schönste Erlebnis meiner Karriere“, wie Yildiz sagt. Am Freitag nun trifft der 20-Jährige mit den Kickers auf die ebenfalls bis dato ungeschlagene zweite Mannschaft des VfB Stuttgart. Es ist das Stuttgarter Derby, eine Frage der Ehre, mit erwarteten 6000 Zuschauern. Yildiz verspricht: „Gegen den VfB werden wir Gas geben.“ Und er ganz besonders: „Ich habe ein blaues Herz.“

Es sind Sätze, die den Anhängern gefallen dürften. Keine Worthülsen, sondern Aussagen, die man dem Allrounder abnimmt. Yildiz ist durch und durch ein Mann der Kickers, für die er seit seinem zehnten Lebensjahr spielt. Den alljährlichen Lockrufen aus Cannstatt, die den Jugendspieler Yildiz immer wieder erreichten, hat er stets widerstanden. Und als er im Jahr 2002 von der türkischen Jugend-Nationalmannschaft zu einem Lehrgang berufen wurde, fuhr Yildiz zwar hin, brach das einwöchige Trainingslager aber vor dessen Ende ab. Aus Stuttgart hatte ihn ein flehender Telefonanruf von seinem Trainer erreicht: „Recep, wir brauchen dich an diesem Wochenende.“

Yildiz steckte damals mitten in einer Saison mit großem Stresspotenzial. Als 16-Jähriger spielte er samstags für die B-Junioren der Kickers, am Sonntag stand er für die A-Junioren auf dem Platz. Am Ende der Spielzeit hatte er keinen unwesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass sowohl die B1 als auch die A1 aufstiegen, die eine Mannschaft in die Regionalliga, die andere in die Bundesliga. Wolfgang Schneck hatte damals ganz genau hingeschaut.

Stuttgarter Zeitung

Presse zu Kaiserslautern II vs. Kickers (0:2)

Kickers setzen sich ganz oben fest
 
Die Stuttgarter gewinnen 2:0 in Kaiserslautern und bleiben Tabellenführer der Regionalliga
 
KAISERSLAUTERN (StZ). Die Stuttgarter Kickers haben in der Fußball-Regionalliga auch ihr drittes Spiel gewonnen. Beim 2:0-Sieg gegen 1. FC Kaiserslautern II erzielten Recep Yildiz und Christian Okpala kurz vor Schluss die Treffer.

Spiele gegen zweite Mannschaften von Profiklubs sind ja immer so eine Sache. Da weiß man erstens nie, ob nicht etwa Verstärkung von oben aushilft; und zweitens „spielen diese Teams frisch und fröhlich nach vorne und sind deshalb sehr gefährlich“, wie Robin Dutt, der Trainer der Stuttgarter Kickers, vor dem Spiel seiner Mannschaft gestern Nachmittag beim 1. FC Kaiserslautern II gesagt hatte. Seine Spieler haben offenbar gut zugehört – jedenfalls ließen sie hinten nichts anbrennen und waren vorne in den entscheidenden Momenten zur Stelle. Mit 2:0 (0:0) siegten die Kickers, haben nun alle drei Saisonspiele gewonnen und entwickeln sich immer mehr zum Aufstiegsfavoriten. Mit der Maximalausbeute von neun Punkten stehen sie an der Spitze der Regionalliga.

Auf dem Nebenplatz des Fritz-Walter-Stadions war es von Beginn an der Tabellenführer, der das Spiel bestimmte. Mit einer Änderung im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen den Karlsruher SC II – für Mustafa Akzay brachte Dutt im Mittelfeld Sven Sögler – gingen die Kickers in die Partie und wären beinahe schon nach fünf Minuten in Führung gegangen: Ein Freistoß von Sascha Benda strich nur ganz knapp am Tor der Pfälzer vorbei. Auch anschließend blieben die Gäste im Vorwärtsgang. Zunächst kam Bashiru Gambo nach einem Steilpass von Moritz Steinle zu spät; dann verzog Mirnes Mesic nur ganz knapp. Die beste Chance im ersten Abschnitt vergab aber erneut Sascha Benda, der einen indirekten Freistoß aus 13 Metern flach neben das Tor setzte (28.). Eine Schrecksekunde folgte wenig später, als der angeschlagen ins Spiel gegangene Gambo vom Platz humpelte und durch Akzay ersetzt wurde. Nach Laszlo Kanyuk und Oliver Stierle ist der Ghanaer bereits der dritte verletzte Mittelfeldspieler im ohnehin dünn besetzten Kickers-Kader.

In Halbzeit zwei gingen die Kickers zunächst verhaltener zur Sache – und schlugen zu, als viele bereits an ein Unentschieden geglaubt hatten. Erst traf der Verteidiger Recep Yildiz nach einem Benda-Freistoß per Kopf (84.); und nur drei Minuten später sorgte Christian Okpala, der eine Hereingabe seines Sturmpartners Mesic mit einem Flachschuss verwertete, für die umjubelte Entscheidung. „Als Tabellenführer hat man eben die Sicherheit und das Selbstvertrauen, Spiele auch in der Schlussphase entscheiden zu können“, sagte Dutt, dessen Mannschaft am Freitag (19 Uhr) den VfB Stuttgart II zum Spitzenspiel im Gazistadion empfängt.

Kickers: Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Steinle – Parmak (89. Kanitz), Hartmann, Sökler, Gambo (32. Akzay) – Okpala, Mesic (90. Schlabach).

Tore: 0:1 Yildiz (84.), 0:2 Okpala (87.).

Stuttgarter Zeitung

2:0 – Kickers machen Traumstart perfekt
 
Tabellenführung in Kaiserslautern verteidigt: Yildiz und Okpala treffen in der Schlussphase
 
Kaiserslautern – Drittes Regionalligaspiel, dritter Sieg: Die Stuttgarter Kickers bleiben nach dem 2:0 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern II an der Tabellenspitze der Fußball-Regionalliga und fiebern nun dem Derby gegen den VfB Stuttgart II entgegen.

VON HORST FRIED

Eines versteht man bei den Blauen in dieser Saison glänzend. Die Mannschaft weiß, im richtigen Moment zuzuschlagen. In Kaiserslautern war das Spiel vor 550 Zuschauern eine Stunde lang ausgeglichen, die Teams neutralisierten sich, nennenswerte Torchancen gab es so gut wie keine. Dann übernahmen die Kickers das Kommando, dominierten und kombinierten – und wurden mit zwei Treffern in der Schlussphase belohnt. Erst verwandelte Recep Yildiz eine Freistoß-Hereingabe von Sascha Benda per Kopf zum 1:0 (84.). Zwei Minuten später zeigte das Sturmduo der Kickers wieder einmal seine Klasse: Flanke Mirnes Mesic, Volleyschuss Christian Okpala – 2:0. Es war bereits der dritte Saisontreffer für den 29-jährigen Neuzugang vom FC Augsburg.

Bei seiner Analyse zeigte sich Kickers-Trainer Robin Dutt mit der Leistung seiner Mannschaft vor der Pause nicht zufrieden. „In der zweiten Halbzeit kamen wir aber immer besser ins Spiel, konnten Druck aufbauen und haben verdient gewonnen“, sagte er nüchtern und gelassen. Präsident Hans Kullen jubelte dagegen ausgelassen: „Wir wollen noch 30-mal gewinnen.“

Die Aktivposten bei den Blauen lagen diesmal in der Abwehr. Die Innenverteidiger Jens Härter und Recep Yildiz erhielten ein Sonderlob. „Die beiden haben überragend gespielt und fast keine Torchance zugelassen“, sagte Manager Joachim Cast. Er freut sich nun wie alle im Lager der Kickers auf das Derby am kommenden Freitag (19 Uhr/Gazistadion) gegen den VfB Stuttgart II. Eine dicke Einnahme ist den Blauen sicher: 6000 Zuschauer werden erwartet.

Einzige Unsicherheit beim Spitzenreiter bleibt der dünne Kader: In Kaiserslautern brach bei Bashiru Gambo die alte Verletzung am Mittelfuß wieder auf, der Mittelfeldspieler musste ausgewechselt werden. „Sein Einsatz gegen den VfB dürfte möglich sein, aber viel darf nicht mehr passieren“, sagte Cast in Anbetracht der Langzeitverletzten Laszlo Kanyuk und Oliver Stierle.

Stuttgarter Nachrichten

Die Kickers bleiben vorne
 
2:0-Sieg beim 1. FC Kaiserslautern II
 
Kaiserslautern (sip) – Drei Spiele, neun Punkte, 9:3 Tore – Tabellenführung. Die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers befinden sich im Höhenflug. Gestern bewies die Mannschaft von Trainer Robin Dutt Geduld und gewann beim 1. FC Kaiserslautern II durch zwei späte Tore mit 2:0 (0:0).Die Voraussetzungen für das Stuttgarter Derby am Freitag (19 Uhr) im Gazi-Stadion könnten kaum besser sein, denn die zweite Mannschaft des VfB folgt mit sieben Zählern auf Platz vier.Recep Yildiz per Kopf nach einem Freistoß von Sascha Benda (84.) und Christian Okpala mit einer Volleyabnahme nach einer Flanke von Sturmpartner Mirnes Mesic (86.) erzielten auf dem Nebenplatz des Fritz-Walter-Stadions die Tore für die „Blauen“. Für Neuzugang Okapala, der zuletzt beim 2:1 gegen den Karlsruher SC II für Mesic aufgelegt hatte, war es bereits der dritte Saisontreffer.“Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden, mit der Defensivleistung auch“, sagte Dutt. „Spielerisch war ich in der ersten Hälfte gar nicht einverstanden, in der zweiten wurde mir aber von Minute zu Minute wohler und die Führung lag in der Luft.“Zunächst mussten die Stuttgarter aber einen Rückschlag wegstecken: Bashiru Gambo, der angeschlagen ins Spiel gegangen war, musste in der 32. Minute mit einer Mittelfußprellung vom Feld. Für den Mittelfeldspieler kam Mustafa Akcay, dem Dutt zunächst Sven Sökler vorgezogen hatte. Die Stuttgarter erarbeiteten sich bereits in der ersten Hälfte Feldvorteile, ohne jedoch zu zwingenden Chancen zu kommen. Die Kaiserslauterner, die einige Spieler aus dem Zweitliga-Kader einsetzten, hatten während der gesamten Begegnung keine einzige Tormöglichkeit. Die Kickers hingegen erhöhten im zweiten Durchgang den Druck, kamen zu einigen Chancen und hatten am Ende den Sieg verdient. „Nach dem Spiel genießen wir den Erfolg“, sagte Dutt, „aber dann wird intensiv weitergearbeitet.“ Dinge, die es zu verbessern gibt, sah der Coach auch gestern genug.
 
Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Steinle – Hartmann – Sökler, Parmak (88. Kanitz), Gambo (32. Akcay) – Okpala, Mesic (90. Schlabach).

Eßlinger Zeitung

Benda und Yildiz überraschend

Der Tabellenführer begann selbstbewusst, schon nach vier Minuten verfehlte Benda mit einem Freistoß nur knapp das Ziel. Nach einer guten Viertelstunde schwammen sich die Lauterer, die in dieser Formation noch nie zusammengespielt hatten, frei, so dass es Mitte der ersten Halbzeit munter hin und her ging. In der Endphase waren dann wieder die Stuttgarter am Drücker, Hartmann schoss ans Außennetz, Sippel zeichnete sich aus.

Nach der Pause nahmen sich die Kickers zurück, der FCK dominierte, ohne wirklich Chancen zu erarbeiten. Halfar, der ebenso wie Gambo verletzt vom Platz musste, versuchte zwar immer wieder zum Abschluss zu kommen, schaffte es aber nicht, torgefährlich zu werden. Trotzdem kam das 0:1 durch Yildiz nach Bendas Freistoß jetzt überraschend. Danach legte das ansonsten abgemeldete Stuttgarter Sturmduo noch einen nach, Mesic bediente Okpala.

Dominic Bold

Kicker

Presse zu Kickers II vs. Heidenheim (2:2)

Für die junge Mannschaft der Stuttgarter Kickers II reichte es gegen den Aufstiegsmitfavoriten Heidenheimer SB zu einem respektablen 2:2. Durch Tore von Dominique Rodrigues (13.) und Bastian Bischoff (29.) hatten die Kickers sogar schon 2:0 geführt. Doch nach dem Anschlusstreffer von Alexander Raaf (55.) nahm Heidenheim das Heft in die Hand und kam zwei Minuten vor dem Schlusspfiff durch Ertac Seskir zum Ausgleich. Dennoch war der Kickers-Coach Björn Hinck zufrieden. Denn auf dem kleinen Platz des SV Sillenbuch, wohin das Spiel verlegt werden musste, „hat meine Mannschaft alles gegeben und ein gutes Spiel gemacht“.

Stuttgarter Zeitung

Einen guten Einstand feierten auch zwei Neue der Stuttgarter Kickers II beim 2:2 gegen den Heidenheimer SB. Dominique Rodrigues, der vom FC Nürtingen gekommen war, belebte das Spiel der Blauen und erzielte zudem das 1:0. Der noch für die A-Junioren spielberechtigte Eugen Schneider bekam ein Sonderlob von Trainer Björn Hinck: „Er machte seine Sache richtig gut.“ Insgesamt stellt sich der Kickers-Coach auf eine schwere Runde ein: „Es darf personell nicht viel passieren, weil dieses Jahr unser Regionalligakader sehr dünn ist.“

Stuttgarter Nachrichten

HSB-Fußballer starten mit einem 2:2 gegen die Stuttgarter Kickers II in die Oberliga-Saison
Überlegen, aber nicht zwingend genug
Nach einem 0:2-Rückstand bewies das Team von Trainer Märkle Moral und holte sich den hochverdienten Punkt
 
Nicht schon wieder diese Kickers! Nachdem sie dem HSB schon in der letzten Runde vier Punkte abknöpfen konnten, verhinderten sie auch zum Auftakt der neuen Saison einen Heidenheimer Sieg. Obwohl der HSB über 90 Minuten die bessere Mannschaft war, gingen die „kleinen Blauen“ sogar mit 2:0 in Führung, und nur der tollen Moral der Märkle-Truppe war es zu verdanken, dass es am Ende wenigstens ein 2:2-Unentschieden gab.
Der HSB war als Favorit zum Ausweichquartier der Kickers, auf den Sportplatz in Sillenbuch, angereist und dementsprechend legten die Gäste auch los. Selbstbewusst und engagiert ging der Vizemeister der letzten Saison zur Sache und die mitgereisten Heidenheimer Fans merkten deutlich, dass der HSB gegen die Kickers noch etwas gut zu machen hatte.
Neuzugang Alper Bagceci, der auf der rechten Seite begann, wirbelte die Kickers-Verteidigung schon in der zweiten Minute durcheinander und bediente Alexander Raaf, der einen Tick zu lange zögerte, sonst hätte es schon 1:0 für Heidenheim stehen können. In dieser Manier ging es weiter. Heidenheim kontrollierte das Spiel, aber der letzte entscheidende Kick vor dem Tor fehlte. Meist war es ein Pass oder ein Drehung zu viel, sodass es den Anschein hatte, als wollten die HSBler den Ball ins Tor hinein tragen, anstatt entschlossener abzuschließen.
Und die Kickers? Das junge Team machte es ganz geschickt, zog sich weit zurück, die Abwehr stand gut, und aus dieser geordneten Defensive fuhren sie einen Konter um den anderen, und die waren stets brandgefährlich. Einer dieser Vorstöße brachte auch das 1:0 in der 14. Minute. Der sehr auffällig spielende Kickers-Stürmer Bastian Bischoff narrte die linke Heidenheimer Abwehr-Seite, die in dieser Situation überhaupt nicht im Bilde war, bediente den in der Mitte mitgelaufenen Dominique Rodrigues, und dessen Schuss kullerte ins rechte untere Eck des von Benni Huber gehüteten Tores.
Der HSB hatte seine Chancen, so zum Beispiel durch einen Volley-Schuss von Göhlert aus 20 Metern, einen Schuss von Macchia, der über die Latte strich, oder durch einen Versuch von Raaf, der nach einer Kopfball-Verlängerung von Schmidt nicht richtig an den Ball kam und vergab. Heidenheim war eindeutig feldüberlegen, aber nicht zwingend genug.
Die Quittung kam in der 29. Minute. Diesmal war es Rodrigues, der erneut die linke HSB-Seite auf dem falschen Fuß erwischte, auf Bischoff flankte und dieser bedankte sich mit dem 2:0. Allerdings war diesem Treffer ein klares Foulspiel vorausgegangen, das Schiedsrichter Michael Karle aus Waiblingen übersehen hatte. Der Unparteiische machte das ganze Spiel über nicht den stärksten Eindruck und schaffte es, trotz einiger gelbwürdiger Fouls, ohne Karte auszukommen.
Vor der Pause hätte Tim Göhlert den Anschlusstreffer erzielen müssen, aber sein Kopfball nach einer Feistle-Flanke klatschte an die Latte. Doch auch das 3:0 für die Kickers wäre durchaus möglich gewesen. Nach einem Fehler von Göhlert schob Marco Tucci die Kugel nur Zentimeter am HSB-Gehäuse vorbei.
Nach dem Wechsel spielte nur noch eine Mannschaft, und die hieß HSB. Trainer Märkle brachte Christian Weiller für Macchia. Dadurch wechselte Bagceci auf links, sodass Weiller die rechte Seite beackerte. Und das machte er gut. Er war ein ständiger Unruheherd und belebte das Heidenheimer Offensivspiel.
Verfehlte Frank Schmidt noch kurz nach dem Wechsel das Tor nur knapp, fiel in der 55. Minute der langersehnte Anschlusstreffer. Nach einer Ecke verlängerte Kapitän Schmidt per Kopf auf den goldrichtig stehenden Torjäger Alexander Raaf und der drückte den Ball volley zum 2:1 in die Maschen.
Es folgte nun Chance um Chance. Ein Kopfball von Kraljevic verfehlte das Ziel nur knapp, und beim Schuss von Louis Hörger musste Kickers-Schlussmann Manuel Salz all sein Können aufbieten. Bedingt durch die offensive Spielweise des HSB hatten Bischoff und Rodrigues noch zwei große Tormöglichkeiten, doch einmal verhinderte die Latte Schlimmeres und ein zweites Mal lenkte Benni Huber den Ball zur Ecke.
In der 77. Minute hätte der Ausgleich fallen müssen, aber Ertac Seskir schob den Ball völlig freistehend an den Pfosten. Zwei Minuten vor Schluss dann doch noch der verdiente Ausgleich. Eine Flanke von Seskir landete bei Ingo Feistle, dessen Schuss noch abgefälscht wurde und im Kickers-Tor einschlug. Der HSB hatte noch nicht genug und drängte auf den Führungstreffer, der fast noch gefallen wäre, aber Raaf verfehlte den Kasten ganz knapp, sodass es beim 2:2 blieb.
Werner Czernecki – Heidenheimer Zeitung

Spielberichte Kaiserslautenr II – Stuttgarter Kickers 0:2 (0:0)

FCK II weiter sieglos – 0:2 gegen Stuttgarter Kickers

In der „Englischen Woche“ zum Saison-Auftakt in der Regionalliga Süd ist der 1. FC Kaiserslautern II ohne Erfolgserlebnis geblieben. Nach dem 1:1 gegen den SSV Reutlingen und einem 0:2 in Pitmasens gab es am Sonntag im zweiten Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers eine 0:2 (0:0) – Niederlage. Allerdings fiel die Entscheidung gegen den Meisterschafts-Aspiranten vor 550 Zuschauern erst in der Schlussphase durch Tore von Recep Yildiz (84.) und Christian Okpala (87.)

Spielbericht

Aus dem Profi-Kader standen Trainer Hans Werner Moser mit Daniel Halfar und Marcel Ziemer auch zwei Talente zur Verfügung, die am Freitag in der 2. Bundesliga zu Kurzeinsätzen gekommen waren. Doch in einer Begegnung auf nur mäßigem Niveau fehlten dem FCK II im Offensivspiel zumeist die Ideen und die Durchschlagskraft, um das Stuttgarter Tor ernsthaft zu gefährden. Die besten Möglichkeiten resultierten aus zwei Aktionen von Steffen Bohl. Nach schönem Zuspiel von Marco Calamita zielte er aber in der 21. Minute ebenso nicht genau genug wie nur wenig später (24.).

Aber auch bei den favorisierten Gästen lief längst nicht alles rund. Ihre Chancen resultierten zumeist aus Standard-Situationen. So setzte Sascha Benda einen Freistoß von der linken Seite rechts am Tor des FCK II vorbei (4.). Bei einem Freistoß von Jens Härter zeigte sich Tobias Sippel auf dem Posten (39.). Erneut einen Freistoß, dieses Mal von Sven Sökler, parierte Sippel erneut sicher (44.)

Nach rund einer Stunde Spielzeit erhöhte Stuttgart allerdings den Druck und kam schon vor den beiden Toren zu einigen Gelegenheiten. Letztendlich dauerte es aber bis zur 84. Minute, ehe der FCK auf die Verliererstrasse geriet. Nach einem Freistoß von der linken Seite, ausgeführt von Sascha Benda, köpfte der aufgerückte Recep Yildiz zur Kickers-Führung ein. Für die Entscheidung sorgte nur drei Minuten später Christian Okpala. Per Direktabnahme verwertete er eine präzise Flanke von Mirnes Mesic. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel übernahm Stuttgart die Tabellenführung in der Regionalliga Süd.

Statistik
1. FC Kaiserslautern II – Stuttgarter Kickers 0:2 (0:0)
FCK II: Sippel – Gaebler, Roesner, Schäfer, Seibert, Nazarov (61. Gross), Lalamita, Lehmann, Bohl – Halfar (66. Akcam), Ziemer (90. Lenk)
Kickers: Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Steinle – Hartmann – Parmak (89. Kanitz), Sökler, Gambo (32. Akcay) – Okpala, Mesic (90. Schlabach)
Tore: Yildiz (84.), Okpala (87.)
Schiedsrichter: Kristek (Bündingen)
Zuschauer: 550
Gelbe Karte Parmak

Homepage FCK

2:0 in Kaiserslautern

ticketkaiserslauternkickers.jpgDie Blauen bleiben Tabellenführer. Recep Yidliz und Christian Okpala erzielten die Treffer für die Blauen erst in der Schlußphase.

In der ersten Hälfte hatten die Blauen anfangs leichte Startschwierigkeiten, konnten aber mit zunehmender Spieldauer das Spiel nach belieben bestimmen. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Bashirou Gambo (32. ) und der Einwechslung von Mustafa Akcay hatten die Blauen weiterhin Möglichkeiten, vergaben aber ihre Möglichkeiten leichtfertig. Die größte Chance vergab Christian Okpala, der den Ball drei Meter vor dem leeren Tor vorbeiköpfte. Auch ein indirekter Freistoß an der Fünfmeterlinie setzte Mustafa Parmak am Tor vorbei. Insgesamt die Blauen in Hälfte eins also spielbestimmender und mit mehr Chancen, allerdings mit zu statischem Spiel mit immer wieder langen Bällen auf das Sturmuo Mesic/Okpala.
In der zweiten Halbzeit war das Spiel deutlich schwächer. Die Kickers nicht mehr so druckvoll, Kaiserslautern hatte nun mehr Möglichkeiten, vergab diese allerdings abstiegsreif. Die Blauen spielten teilweise umstündlich, teilweise sah es so aus, als ob ein Punkt ausreichen würde. Erst in der Schlußphase kamen die Blauen wieder auf, schnürten die Betze-Bubis im eigenen Strafraum ein. Diese verteidigten mit Mann und Maus. Als fast alle mit einem torlosen Remis rechneten, kam Recep Yildiz nach einem Freistoß von Benda frei zum Kopfstoß und versenkte den Ball im Netz (84. ). Wenig später machte Christian Okpala mit einem sehenswerten Treffer nach Vorlage von Mirnes Mesic alles klar.

Die Kickers bleiben damit Tabellenführer und haben ihre Position sogar ausgebaut. Trotzdem dürfen die Schwächen nicht übersehen werden. Im Spielaufbau mangelte es deutlich. Inspiration ging einzig von Bashirou Gambo und Mustafa Parmak aus. Mesic und Okpala wurden hart gedeckt, ein Durchkommen war für beide Schwierig. Leider versäumten es die Mittelfeldspieler diesen Raum über die Außen entsprechend zu nutzen. Zu oft mussten Mesic in der ersten und Okpala in der zweiten Halbzeit die Bälle über die Außenposition in den Strafraum flanken.

Das Positive überwiegt allerdings: Die Abwehr stand mit Yidliz/Härter sehr sicher, Kaiserslautern hatte kaum eine richtige Torchance. Mustafa Parmak ist momentan in sehr guter Form und sorgt für mächtig Betrieb auf seiner Seite. Und das Sturmduo Mesic/Okpala ist jederzeit gefährlich. Und das bemerkenswerte: Die Blauen spielten ihr Spiel herunter. Liesen sich nicht durch die Nervösität unter den mitgereisten Kickers-Fans anstecken und kamen schließlich zu ihrem verdienten Tor. Im Stile einer Spitzenmannschaft.

Am Freitag folgt das Derby gegen den VfB Stuttgart II. Mit einer prächtigen Zuschaueranzahl im Rücken können sich die Blauen mit einem Sieg auf der Spitzenposition einnisten.

Es spielten:
Yelldell; Steinle, Härter, Yildiz, Benda; Hartmann, Sökler, Gambo (32. Akcay), Parmak (89. Kanitz); Mesic (90. Schlabach), Okpala

Saisonstart: 2:2 gegen Heidenheimer SB

Die zweite Mannschaft der Blauen startete heute mit einem 2:2 Unentschieden gegen den Heidenheimer SB. Dabei führten die jungen Blauen schon nach Toren von Rodrigues (13. ) und Bischoff (29. ) bereits mit 2:0, ehe der letztjährig knapp am Aufstieg gescheiterte HSB durch Raaf (55. ) und Seskir (88. ) doch noch zum Ausgleich kam. Trotz des letzlich kurz vor Schluß erhaltetenen Ausgleichstreffer kann der Start in die neue Saison aber vom Ergebnis her durchaus als Gelungen angesehen werden.

Die Kickers spielten mit:
Salz; Accardi, Baradel, Lukic; Ivanusa, Kärcher, Simsek, Rodrigues (83. Karapantzos), Schneider (90. Fleuchaus); Tucci, Bischoff (73. Kacani)

Weiter geht es in der Oberliga am nächsten Samstag mit dem Spiel bei Normannia Gmünd, die bereits gestern 2:0 beim Aufsteiger SV Bonlanden gewannen. Bereits am Mittwoch steht die zweite Runde des WFV-Pokals beim TSV Dettingen/E. an.