StZ: Die Umstellung fällt Weller nicht schwer

Vom FC Schaffhausen zu den Stuttgarter Kickers
 
Am Samstag (14.30 Uhr, Gazistadion) bestreiten die Stuttgarter Kickers die Generalprobe für die Rückserie in der Fußball-Regionalliga gegen den VfR Aalen. Mit dabei wird dann auch der Neuzugang Thomas Weller sein, der die linke Seite verstärken soll.

Von Joachim Klumpp

Bei dem ersten offiziellen Auftritt für seinen neuen Verein hat Thomas Weller viele Hände schütteln müssen. Schließlich spielten die Stuttgarter Kickers gegen den FC Schaffhausen, für den der 25-Jährige noch bis Ende des vergangenen Jahres unter Vertrag stand. Und wo er so etwas wie der Publikumsliebling des Schweizer Super-League-Klubs war. Aber eben nicht unbedingt der Liebling des Trainers Jürgen Seeberger, ebenfalls ein Deutscher. Der attestierte Weller zwar ein sehr gutes Auge, speziell bei Standardsituationen, „aber der letzte Zug zum Tor fehlte“. Kein Treffer stand in der Vorrunde zu Buche, obwohl Weller auf 14 Einsätze kam, wenn auch nicht immer von Beginn an. Der Grund? Zunächst lief es bei ihm ganz ordentlich, aber bei der Mannschaft nicht; und als die gegen die Topklubs Basel und beim FC Zürich fast sensationell gewann, gehörte er nicht mehr zur Anfangsformation. Künstlerpech. Außerdem sei die Grundausrichtung eher defensiv gewesen: „Das liegt mir nicht so.“

Unterm Strich jedenfalls suchte Weller eine neue Herausforderung, deshalb löste er seinen Vertrag zum Jahresende vorzeitig auf. „Ich wäre gerne in der Schweiz geblieben“, sagt Weller, doch Kontakte zum Tabellenzweiten FC St. Gallen zerschlugen sich, weil der Verein stattdessen einen Argentinier verpflichtete. „So gesehen bin ich jetzt froh, dass es mit den Kickers geklappt hat.“ Hier will er sich nochmals für höhere Aufgaben empfehlen. „Der Teamgeist stimmt, es wird offensiv gespielt – und die Chancen auf den Aufstieg sind durchaus noch vorhanden.“ Trotz der sechs Punkte Rückstand auf den Klassenkrösus TSG Hoffenheim. Weller jedenfalls will in den Profifußball, warum nicht mit den Kickers? Deren Trainer Robin Dutt hat den Mittelfeldspieler, der früher bei 1860 München und Paderborn gespielt hat, schon länger im Auge: „Er ist ein spielstarker Typ für die linke Seite“, sagt der Coach, der dem Neuzugang durchaus Hoffnungen auf einen Stammplatz macht. „Wenn er so weiterarbeitet wie bisher, ist er auf einem sehr guten Weg. Er ist schnell und technisch stark.“

Ein Zeugnis, das Thomas Weller den meisten Kollegen aus der Schweiz ausstellt. „Vom Technisch-Taktischen brauchen sie sich hinter dem deutschen Fußball nicht zu verstecken“, sagt Weller, „einzig die Power fehlt manchmal im Spiel, darauf wird in der Schweiz vielleicht nicht so viel Wert gelegt.“ Außer beim FC Schaffhausen, der sich mit bescheidenen Mitteln nun schon im dritten Jahr in der höchsten Liga hält. Die Rahmenbedingungen des Grenzklubs erinnern eher an die Regionalliga. Im Vergleich zum Stadion „Breite“ des FCS mit einer Kapazität von nur 7300 Plätzen wirkt das Gazistadion dagegen wie ein Schmuckkästchen, der Zuschauerschnitt ist mit gut 3000 der geringste der Liga und bewegt sich somit nur auf deutschem Regionalliganiveau.

„Das Umfeld ist sicher nicht so professionell“, sagt Weller, der im Sommer 2005 vom FC Vaduz kam, wo sein Vater, der ehemalige VfB-Profi Hanjo Weller, derzeit Interimstrainer ist. Und wo fast paradiesische Zustände herrschen, zumindest für Schweizer Verhältnisse. Denn Geld spielt in dem Fürstentum mit den vielen Briefkastenfirmen keine so große Rolle, „dort kann man richtig gut verdienen, deshalb kommen oft auch namhafte Spieler“. Und als Liechtensteiner Abonnementspokalsieger ist der Klub inzwischen auch im Europapokal zu Hause.

Das wird bei den Kickers unmöglich, zumal der Verein im DFB-Pokal ja ausgeschieden ist, trotz des Achtungserfolgs gegen den Hamburger SV, den auch Weller aus der Ferne mitbekommen hat. „So etwas wäre in der Schweiz fast unmöglich. Dort ist das Leistungsgefälle zwischen der ersten und dritten Liga zu hoch“, sagt Weller, der die deutschen Klubs in der Breite des Kaders besser ausgestellt sieht. Was er als Vorteil sieht: „Letztlich kann man nur als Mannschaft Erfolg haben. Und mit der will ich hier etwas erreichen“, sagt der ledige Fußballer, der momentan im Hotel wohnt und nur zu seinem Hauptwohnsitz nach Romanshorn fährt, sofern es der Trainingsplan bei den Stuttgarter Kickers erlaubt.

„Wichtig ist, dass wir einen guten Start erwischen, dann kann es im Fußball schnell gehen.“ Die Mannschaft jedenfalls habe das Potenzial, ganz oben mitzuspielen. Und auch der Trainer Robin Dutt sagt nach der Vorbereitung: „Die neuen Spieler haben sicher nochmal frischen Schwung reingebracht. Die können in der Regionalliga sicher alle drei Akzente setzen.“ Das wäre ganz im Sinne von Thomas Weller. Denn sein Vertrag läuft vorerst nur bis zum Saisonende. Das sind maximal 14 Spiele, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Und vielleicht sogar zum Publikumsliebling zu avancieren.

Stuttgarter Zeitung

Trainerdiskussion bei den Kickers

Alles eine Frage des Zeitpunkts
 
STUTTGART (ump). Die Fortsetzung der Fußball-Regionalliga erfolgt zwar erst in neun Tagen, „aber so langsam wird es Zeit, dass es losgeht“, sagt Stefan Minkwitz, der Co-Trainer der Stuttgarter Kickers. Vielleicht auch, um das Augenmerk von einer wohl unvermeidlichen Trainerdiskussion abzulenken. Denn nachdem Robin Dutt seinen Vertrag bisher nicht verlängert und stattdessen zuletzt nochmals seinen Wunsch geäußert hat, nächste Saison in der zweiten Liga arbeiten zu wollen, stehen die Zeichen zwar nicht auf Sturm, aber auf Abschied. Auch wenn Dutt selbst betont: „Für mich hat sich nichts geändert. Der Verein hat Zeit, seine Hausaufgaben zu machen. Und dann wird bis Ende März die Entscheidung fallen.“

Bleibt die Frage, ob sich dieser Zeitplan halten lässt. Wobei es dem Trainer nicht nur um einen besser dotierten Vertrag geht, „sondern auch um die Entwicklungsmöglichkeiten der Mannschaft“, wie der 42-Jährige betont. Doch um den Kader zu verstärken müsste der Etat erhöht werden, wobei es schon schwer genug ist, den Status quo mit 2,4 Millionen Euro zu halten. „Zunächst einmal müssen wir die Entscheidung des Trainers abwarten“, sagt der Präsident Hans Kullen, der andererseits keinen gesteigerten Wert auf eine öffentlich geführte Trainerdiskussion legt. „Wir wollen schließlich unsere sportliche Chance noch wahrnehmen.“ In diesem Punkt ist er mit Dutt auf einer Linie: „Darauf gilt meine ganze Konzentration.“

Unabhängig davon wird bei den Kickers-Fans schon über einen möglichen Nachfolger diskutiert, wobei die Namen Frank Wormuth (zuletzt VfR Aalen) und Marco Kurz (1860 München II) kursieren. Sie würden vom Anforderungsprofil zwar zu den Kickers passen, doch beide haben einen Nachteil: Wormuth ist aus Reutlinger Zeiten mit Kullen befreundet, und Kurz“ Vater Edgar wiederum sitzt im Präsidium der Kickers. Da käme schnell der Verdacht der Vetterleswirtschaft auf – unabhängig von der fachlichen Qualifikation.

Stuttgarter Zeitung

Interview mit Robin Dutt aus der STZ vom 12.02.2007

Ich möchte in der zweiten Liga arbeiten

Der Trainer der Stuttgarter Kickers Robin Dutt über seine persönlichen Ambitionen und die Chancen seines Klubs nach der Winterpause

Die Mannschaft der Stuttgarter Kickers ist gestern aus dem Trainingslager in der Türkei zurückgekehrt. Zum Abschluß gab es noch ein 2:2 gegen den koreanischen Klub Ulsan, wobei Sokol Kacani beide Treffer erzielte. Am 24. Februar geht die Saison in der Regionalliga weiter – und der Trainer Robin Dutt hat den Aufstieg noch nicht ganz abgeschrieben. „Der Druck liegt auf den finanzstarken Vereinen, insbesondere Hoffenheim“, sagte der 42-jährige im Gespräch mit Joachim Klumpp

Herr Dutt, Ihr Präsident gilt nicht unbedingt als großer Freund der Trainingslager, was etwas mit den Kosten zu tun hat. Welche Gegenargumente können Sie denn nach einer Woche in der Türkei liefern ?

Wichtig ist festzustellen, dass in den drei Jahren meiner Tätigkeit als Cheftrainer unser Präsident jedes Trainingslager, das mir wichtig erschien, auch genehmigt hat. Speziell im Winter ist es notwendig, um in aller Ruhe bei guten Platzverhältnissen taktisch zu arbeiten. Die Mann schaft hat es immer mit einer sehr guten Rückrunde gedankt. Dass er dabei auf die Kosten achtet, ist normal und gehört zu seiner Aufgabe.

Vor der Abreise haben sich personell ja noch einige Dinge überschlagen, vor allem der vorzeitige Wechsel von Mirnes Mesic hat die Gemüter bewegt. Ist das Thema jetzt beendet ?

Für mich ist das Thema schon seit dem Auflösungsvertrag von Mirnes Mesic bei den Kickers beendet. Und bereits mit der Bekanntgabe seines Wechsels nach Hoffenheim war klar, dass wir eigentlich nur verlieren konnten, das war seine schwierige Situation. Da gilt es dann immer, die wirtschaftliche und sportliche Seite abzuwägen und eine Entscheidung zu treffen. Und in die Entscheidung von Präsidium und Aufsichtsrat war ich natürlich eingebunden.

Nach dem Abgang von Okpala und Mesic haben viele Fans die, allerdings eher geringe, Aufstiegshoffnung endgültig begraben. Sehen Sie das ähnlich, oder wollen Sie nochmals vorne angreifen ?

Auch mit den beiden genannten Spielern hatten wir immer die Außenseiterrolle. Die Favoriten waren Hoffenheim, Aalen, Wehen, Saarbücken und Siegen. Derzeit sind wir der erste Verfolger auf die beiden Aufstiegsplätze. Unsere Außenseiterchancen sind geblieben. Den Druck haben die finanzstarken Vereine – insbesondere Hoffenheim. Wir werden jedenfalls alles dafür tun, unsere Chancen Spieltag für Spieltag zu steigern.

Sie hatten drei neue Spieler in der Türkei dabei: Vaccaro, Dundee und Weller. Sind das die erhoffenten Verstärkungen, die den Kickers bis zum Saisonende weiterhelfen ?

Das wird sich letztlich erst in den Pflichtspielen entscheiden. Nach den ersten Eindrücken der vergangenen Trainingswochen freuen wir uns, die genannten Spieler verpflichtet zu haben. Sie machen uns sportlich wie menschlich sehr viel Freude.

Welche Aufschlüsse haben die Testspiele in der Türkei gegen Vaduz (3:2) und zuletzt beim 2:2 gegen südkoreanischen Erstligisten von Hyundai Ulsan gegeben, gerade auch im Hinblick auf die Integration der neuen Spieler ?

Es war relativ einfach, sie taktisch zu integrieren, da sie zum einen eine eingespielte Mannschaft vorgefunden haben und zum anderen eine gewisse Profierfahrung mitbringen. Die Testspiele haben gezeigt, dass wir spielerisch ein sehr gutes Niveau haben. Im Defensivverhalten sind wir ebenfalls auf einem guten Weg, dennoch müssen wir in diesem Bereich noch konsequenter an uns arbeiten, um ein Spiel auch einmal 1:0 gewinnen zu können.

Beim Blick auf den aktuellen Kader herrscht im Mittelfeld ein Überangebot an Spielern, während vorne und vor allem auch hinten die Alternativen eher rar sind. Wäre es nicht sinnvoller gewesen, gerade in der Defensive noch ein Verstärkung zu holen, im diesen Handicap auszugleichen ?

Wir haben einen Kader von 19 Spielern, da kann man auch im Mittelfeld nicht von einem Überangebot sprechen. Jedoch ist es der einzige Mannschaftsteil, in dem auf einem hohen Niveau alle Positionen doppelt besetzt sind. Im Sturm sind wir mit Vaccaro, Dundee, Bischoff und den zwei Oberligastürmern Kacani und Tucci gut aufgestellt. Tatsächlich ist es so, dass lediglich drei Innenverteidiger etwas wenig sind. Jedoch hat keiner der möglichen Kandidaten für die Defensive die Messlatte der Leistungsstärke unserer eigenen Spieler überteffen können.

Nachdem Sie in der Winterpause Ihren Vertrag nicht verlängert haben: was spricht denn, außer dem noch möglichen Aufstieg, dafür, dass Sie über die Saison hinaus bei den Stuttgarter Kickers bleiben – und was dagegen ?

Dafür spricht sicher, dass ich weiß, was für ein Arbeitsumfeld ich habe, die Mannschaft kenne und das Vertrauen von Präsidium und Aufsichtsrat besitze. Allerdings weiß ich im Moment noch nicht, wie der Kader über die Saison hinaus aussieht. Gleiches gilt für den genauen Etatansatz. Das sind Dinge, die es zu klären gilt. Unabhängig davon muss man sich als Trainer nach einer Gewissen Zeit aber fragen, ob man unbedingt so lange weitermachen muss, bis kommt, was normalerweise in diesem Geschäft irgendwann immer koomt – eine Entlassung. Oder ob man nicht mit positiven Eindrücken seine Arbeit nach dreieinhalb Jahren beendet. Zumal ich immer gesagt habe, nach dieser Saison ist die sportliche und wirtschaftliche Konsolidierung des Vereins beendet. Hinzu kommt natürlich meine persönlicher Wunsch, beruflich in der zweiten Liga tätig zu sein.

Kickers rechnen mit Dutts Abschied zum Saisonende

Dutt setzt die Kickers unter Zugzwang

Trainer unterstreicht Ambitionen auf zweite Liga – Verein benötigt für Etaterhöhung Geldgeber

Stuttgart – Die Fußball-Ehe zwischen Trainer Robin Dutt und den Stuttgarter Kickers neigt sich anscheinend dem Ende entgegen. Der Coach fordert eine Perspektive mit Blick in die zweite Liga, die der Fußball-Regionalligist jedoch wohl kaum bieten kann.

VON JÜRGEN KEMMNER

Im Kickers-Forum im Internet herrscht die Tonart Moll vor. Zahlreiche Fans rechnen damit, dass Robin Dutt spätestens am 30. Juni den Spind im ADM-Sportpark räumt. Sätze wie „ein Trainer muss sich nach einer gewissen Zeit fragen, ob er unbedingt so lange weitermachen muss, bis die Entlassung kommt“ lässt die Anhänger zu jenem Schluss kommen. Und Präsident Hans Kullen äußerte sich gegenüber unserer Zeitung: „Wenn nicht ein Erdrutsch passiert, kommt der Trainer wohl im März auf mich zu und sagt, dass er geht.“ Da bleibt wenig Raum für unterschiedliche Interpretationen.

Noch hat Dutt nirgends unterschrieben – weder bei den Blauen noch anderswo. Der 42-Jährige bestätigt lediglich, dass es verschiedene Anfragen gab. Von wem, verrät er nicht – im Poker legt man sein Blatt ja nicht zu Beginn offen auf den Tisch. Die Zweitligisten SC Freiburg und SpVgg Greuther Fürth gelten als heiße Kandidaten. „Es liegt in der Natur der Dinge“, sagt er, „je länger ich bei den Kickers nicht unterschreibe, umso mehr Anfragen kommen.“

Dutt besitzt im Vertragspoker gute Karten. Er hat die Kickers in drei Jahren zu einem Spitzenteam in der dritten Liga geformt, die Auftritte im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV (4:3) und Hertha BSC Berlin (0:2) fanden bundesweit Beachtung. Bundesligist Hannover 96 hatte seinen Namen bei der Trainersuche im Herbst 2006 auf der Liste. Damals klappte es noch nicht. Doch Dutt hat seine Ambitionen nicht begraben – ihm sind die Regionalliga und die Rolle als Pokalschreck auf Dauer zu wenig. Der gebürtige Kölner stellt klar: „Ich möchte in der zweiten Liga arbeiten.“ Ergo: Die Kickers müssen aufstiegsreif werden.

Doch dazu reicht ein Etat von derzeit 2,4 Millionen Euro kaum aus. Zum Vergleich: Spitzenreiter SV Wehen hat 3,5 Millionen zur Verfügung, die TSG Hoffenheim, der Tabellenzweite, mindestens 5 Millionen Euro. Und wenn“s bei den Badenern finanziell eng wird, füllt Milliardär Dietmar Hopp die Kasse. Die Kickers haben keine vergleichbaren Gönner in Spendierhosen. Im Gegenteil: Der Vertrag mit Hauptsponsor Eduardo Garcia läuft im Juni aus – ob er verlängert, gilt zurzeit als unsicher. Nicht zuletzt deshalb, weil Garcia und Kullen nur noch über Mittelsmänner miteinander kommunizieren. Und neue Hauptsponsoren stehen im ADM-Sportpark auch nicht gerade Schlange.

Die Blauen können Robin Dutt die erhoffte sportliche Perspektive kaum bieten. Nicht nur das magere Budget spricht gegen ein weiteres Engagement. Auch das Verhältnis zwischen Trainer und Präsident soll deutlich abgekühlt sein. Der Flurfunk auf der Waldau meldet, es schmecke Kullen nicht, dass der Coach in der Öffentlichkeit häufig mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit genieße als er. Zuletzt verschlechterte der vorzeitige Wechsel von Kapitän Mirnes Mesic zu Konkurrent Hoffenheim das Klima. „Ich bin nach allen Seiten offen“, sagt Robin Dutt, „jetzt warte ich ab, mit welchem Angebot die Kickers an mich herantreten.“ Nach Lage der Dinge wäre es eine Überraschung, wenn beide noch einen gemeinsamen Nenner finden.
Stuttgarter Nachrichten

Ulsan Hyundai – Stuttgarter Kickers 2:2

Zum Abschluß ihres Trainingslagers in der Türkei kamen die Stuttgarter Kickers gegen den südkoreanischen Erstligisten Ulsan Hyundai zu einem beachtlichen 2:2 (2:1) Unentschieden. Beide Tore für den Regionalligisten erzielte Sokol Kacani, der diesmal im Angriff gemeinsam mit Marco Tucci den Vorzug vor dem Duo Sean Dundee / Angelo Vaccaro erhalten hatte. „Dieser Test war für uns der gelungene Abschluß einer Trainingswoche, die uns bei äußerlich nahezu optimalen Bedingungen wichtige, aufschlussreiche Erkenntnisse gebracht hat“, befand Manager Joachim Cast vor dem Rückflug nach Stuttgart.
In der Begegnung mit den flinken und balltechnischen gewandten Südkoreanern
erprobte Trainer Robin Dutt einige interessante Varianten und er belohnte damit auch den Ehrgeiz jener Spieler, die sonst nicht zur Anfangsformation gehören.
Neben Torhüter Manuel Salz spielte beispielsweise Bastian Bischoff erstmals in der Innenverteidigung neben Recep Yildiz. Im Mittelfeld konnte sich nach einer längeren Verletzung erstmals wieder Sven Sökler bewähren und zudem erhielt der Amateur Dominique Rodrigues neben Laszlo Kanjuk eine Chance. Robin Dutt testete zudem im Angriff das Duo Marco Tucci und Sokol Kacani, das sich schon in der Oberliga empfohlen hatte.
Sokol Kacani brachte bei der in Belek ausgetragenen Partie die Kickers nach einer Vorarbeit von Sven Sökler und Manuel Hartmann in der zehnten Minute mit 1:0 in Führung. Nach einem feinen Paß von Laszlo Kanyuk erhöhte der gebürtige Albaner dann in der 26. Minute auf 2:0, als sein erster Versuch noch am Pfosten landete, er den Abpraller dann aber verwandeln konnte. Mit einem Freistoß verkürzte Ulsan Hyundai in der 40.Minute auf 2:1 und in der 70.Minute schafften die Südkoreaner dann den 2:2 Ausgleich und Endstand.
Durch zahlreiche Wechsel waren die Kickers in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz so effektiv, hatten sich das Unentschieden aber mehr als verdient. „Alle haben sich in der Türkei wohl gefühlt und jetzt hoffen wir auch in Stuttgart auf einigermaßen gute Bedingungen“, zog auch Trainer Robin Dutt ein positives Fazit.
Ulsan Hyundai war in Südkorea schon zweimal Landesmeister, belegte in der letzten Saison den fünften Platz und bereitete sich nun in der Türkei auf die neue Saison vor.Für die Kickers spielten: Salz – Steinle (45. Benda), Yildiz, Bischoff (67. Wildersinn), Stierle (45. Härter) – Sökler, Kanyuk, Hartmann, Rodrigues (67. Weller) – Kacani (67. Dundee), Tucci (67. Vaccaro) – Trainer: Dutt

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Kickers spielen in Tuttlingen

TUTTLINGEN (roha) Auf dem neuen Kunstrasenplatz im Tuttlinger Donaustadion wird zwar schon eifrig Fußball gespielt – die offizielle Einweihung findet aber erst Mitte Juli statt. Zu diesem Ereignis kommt als prominenter Gast der Regionalliga-Spitzenclub SV Stuttgarter Kickers.

Der Vorsitzende des SC Tuttlingen für Öffentlichkeitsarbeit, Rainer Hohner, nannte jetzt das Wochenende 14./15. Juli als Einweihungstermin. Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers, derzeit Tabellenvierter und damit noch im Rennen um den Zweitliga-Aufstieg, soll dabei entweder ein Spiel gegen den SC Tuttlingen bestreiten oder aber – falls dieses zu Stande kommt – an einem Blitzturnier (verkürzte Spielzeit) mit namhaften Mannschaften aus der Region teilnehmen.

Darüber hinaus sollen bei der Einweihung noch zwei weitere Fußballspiele besonderer Art über die Bühne gehen: die Partie zwischen der 2. Mannschaft des SC und einer Kreisauswahl sowie eine Begegnung zweier Traditionsmannschaften. Den SC-Verantwortlichen schwebt vor, dass ein Team ehemaliger Spieler von FC und TV Jahn Tuttlingen aus der Zeit Ende 70er-/Anfang 80er-Jahre gegen eine Kreisauswahl mit Akteuren etwa desselben Alters antritt.
Schwäbische Zeitung

Kickers: Letzter Test gegen Team aus Südkorea

Zum Abschluß ihres Trainingslagers in der Türkei bestreiten die Stuttgarter Kickers am morgigen Samstag, 9. Februar 2007 um 15 Uhr noch ein Testspiel gegen den südkoreanischen Erstligisten Ulsan Hyundai. Die Südkoreaner waren 1996 und 2005 schon zweimal Landesmeister und bereiten sich in der Türkei auf die neue Saison vor. Das Spiel selbst wird diesmal nicht in Lara sondern in Belek stattfinden. Nach einer letzten Trainingseinheit am Sonntagvormittag werden die Kickers dann am Nachmittag die Rückreise nach Stuttgart antreten.

„Bisher verlief das Trainingslager nach Wunsch und außer kleineren Blessuren verletzte sich auch kein Spieler ernsthaft“, zog Manager Joachim Cast ein erstes, erfreuliches Fazit des Trainingslagers in der Türkei. Am Donnerstagnachmittag unternahm die Mannschaft übrigens einen Stadtbummel im nahegelegenen Antalya, tätigte auf dem Basar einige Einkäufe und tauchte im geschäftigen Treiben dieser Touristenmetropole unter. Zum gemeinsamen Abendessen traf man sich dann wieder in der Hotelanlage „Miracle“ in Lara und stärkte sich nach Bummel durch Antalya.

Weitere Fortschritte macht die Integration der Neuzugänge Angelo Vaccaro, Sean Dundee und Thomas Weller, die sich immer besser in das Spielsystem von Trainer Robin Dutt einpassen. Bewährt hat sich auch die Mitnahme des neuen Torwarttrainers Idat Korkmaz, der als Nachfolger von Waldemar Cimander schon länger bei den Kickers tätig ist.

Der gebürtige Türke spielte einst selbst in der Kickers-Jugend und war dann zwischenzeitlich auch in der Türkei als Profi tätig. Korkmaz absolvierte intensive Torwarteinheiten mit Stammtorhüter David Yelldell, dessen Stellvertreter Manuel Salz und dem bei den Amateuren tätigen Michael Stowers. “Bei drei Torhütern konnte sich unser neuer Torwarttrainer nicht viel ausruhen“, berichtete Manager Joachim Cast.

Auch am Freitag stand die Mannschaft bei drei Trainingseinheiten nochmals voll unter Strom, fühlten sich die Spieler bei dem sonnigen Wetter und Temperaturen um 15 Graf sichtlich wohl. Auch am Samstagvormittag soll eine lockere Trainingseinheit folgen, ehe es dann zum Testspiel gegen die südkoreanischen Profis nach Belek geht. „Nach unserer Rückkehr am Sonntag hoffen wir dann auf keinen Kälteeinbruch, so dass wir auch nächste Woche in Stuttgart unser Training durchziehen können“, ist der Wunsch von Manager Achim Cast.

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