Kickers II unterliegen klar

Das Oberliga-Team hat ihr Ziel Nichtabstiegsplatz zur Winterpause nicht erreicht. Beim direkten Abstiegskonkurrenten Bahlinger SC unterlagen die Blauen heute mit 0:3 (0:3).

Für die Kickers spielten:
Hauser (46. Rodrigues); Accardi (67. Bajrami), Simsek, Schneider; Ivanusa, Sökler, Kovac, Gentner, Rizzi (46. Stevanovic), Ortlieb, Tunjic

Presse zu VfL Kirchheim – Stuttgarter Kickers II (2:3)

Zum berühmten Sechspunktespiel kam es zum Abschluss der Hinrunde in der Partie zwischen dem VfL Kirchheim und den Stuttgarter Kickers II. Beide sind auf Punkte im Abstiegskampf dringend angewiesen – am Ende siegten die Kickers mit 3:2. Im ersten Durchgang der auf Kunstrasen ausgetragenen Partie dominierten die Stuttgarter fast nach Belieben. Die Führung zur Halbzeit durch Mijo Tunjic (22.) schmeichelte den Gastgebern. Das sah auch Kirchheims Sportlicher Leiter Norbert Krumm so. „Wenn es zur Pause 4:0 für die Kickers gestanden wäre, hätten wir uns auch nicht beklagen dürfen“, sagte er. Doch nach dem Wechsel änderte sich das Bild und durch den Kirchheimer Doppelschlag von Sven Lukac (69.) und Ferdi Er (71.) auch das Ergebnis. Die Kickers aber rauften sich nach dem Rückstand zusammen und Tore von Muhamed Bajrami (77.) und Tunjic (79.) brachten den wichtigen Dreier unter Dach und Fach. „Jetzt sind wir wieder voll dabei und können unser Ziel, die Abstiegsränge über den Winter zu verlassen, noch erreichen“, sagte Björn Hinck.

Die Kirchheimer Verantwortlichen ärgerten sich dagegen über die verpasste Chance. „Ganz klar: das war ein Schlag ins Gesicht. Wir hätten einen Befreiungsschlag landen können. Aber man muss den Kickers auch ein Kompliment machen, wie sie uns im ersten Durchgang dominiert haben. Dass wir dann aber nach unserer Führung dermaßen leichtfertig, durch individuelle Fehler in der Abwehr, den Sieg verspielt haben, ärgert doch sehr“, sagte der Sportliche Leiter Krumm.

Stuttgarter Zeitung

Kickers-Trainer Björn Hinck war nach dem Schlusspfiff gezeichnet – die 90 Minuten im Kellerduell beim VfL Kirchheim hatten ihn nervlich mächtig mitgenommen. „Ich bin erst 30 Jahre alt, aber nach der ersten Hälfte und den vielen vergebenen Chancen habe ich mich wie 50 gefühlt“, stöhnte Hinck. Nach der 1:0-Führung durch Mijo Tunjic (22.) drehte Kirchheim durch Sven Lakac (69.) und Ex-Kickers-Mann Ferdi Er (71.) das Spiel. Doch Muhamed Bajrami (77.) und Tunjic (79.) stellten den dritten Saisonsieg für die Kickers sicher.

Damit entwickelte sich die Partie gegen Ende doch noch zu einem Jungbrunnen für Hinck – die Blauen, bei denen neben Dominique Rodrigues auch die suspendierten Profis Sven Sökler und Marcus Ortlieb spielten, haben sich im Kampf um den Klassenverbleib zurückgemeldet. Nur noch ein Punkt fehlt auf einen Nichtabstiegsrang, aus der Oberliga steigen diesmal nur zwei Teams ab. Der Sieg in Kirchheim war hoch verdient, der VfL bot eine schwache Leistung und muss sich deutlich steigern, um den Sturz in die Verbandsliga zu verhindern.

Stuttgarter Nachrichten

120 Sekunden bringen VfL zum Verzweifeln
 
FUSSBALL-OBERLIGA / Kurios: Nach 0:1-Rückstand und 2:1-Führung verliert Kirchheim noch 2:3
 
Das hatten sich die Verantwortlichen beim VfL Kirchheim anders vorgestellt. Im Kellerduell der Fußball-Oberliga unterlagen die Teckstädter den Stuttgarter Kickers II völlig verdient mit 2:3 (0:1). Damit beträgt der Abstand auf einen Abstiegsplatz gerade noch einen Punkt.
 
KIRCHHEIM Ein Sieg sollte es werden am Ende konnte sich der VfL Kirchheim über die Niederlage nicht beklagen. „Wir haben sie einfach spielen lassen“, ärgerte sich VfL-Coach Christian Hofberger nach dem Spiel über den schwachen Auftritt seiner Elf im ersten Spielabschnitt.

Kein Wunder: In den ersten 45 Minuten spielte nur die zweite Garde der Kickers. Dabei hatten sich die Teckstädter für dieses „Sechs-Punkte-Spiel“ so viel vorgenommen. Von Beginn an sollte der Gegner unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen werden davon war zumindest in der ersten Hälfte nichts zu sehen, im Gegenteil: Die Gäste kombinierten auf dem Kunstrasenplatz nach Belieben, erspielten sich eine Reihe guter Einschussmöglichkeiten, die aber bis auf einen Treffer ungenutzt blieben. Nach einer Flanke von Sven Sökler war es so weit. In der Kirchheimer Abwehr fühlte sich keiner zuständig für Mijo Tunjic, der mit einem schönen Kopfball die 1:0-Führung (22.) erzielte. In der Folgezeit verpassten die Kickers bei besserer Chancenauswertung eine deutlichere Führung. Allen voran Michele Rizzi, der gleich zweimal freistehend vor dem Kirchheimer Tor die 2:0-Führung vergab (32., 36.). Die beste Chance vergab allerdings Mijo Tunjic, der völlig frei vor dem Tor das Leder knapp am Pfosten vorbeisetzte (41.). Der VfL hatte in der gesamten ersten Hälfte nur eine nennenswerte Torchance durch Sven Lukac. Nach einer Kombination scheiterte er frei vor dem Gehäuse an Gästeschlussmann Manuel Salz (43.).

„Obwohl wir bis zu diesem Zeitpunkt die klar bessere Mannschaft waren, konnten wir froh sein, mit 1:0 in die Kabinen gegangen zu sein“, meinte der Trainer der Kickers, Björn Hinck nach der Partie. Ein völlig anderes Bild bot sich dann nach der Pause. Der VfL präsentierte sich endlich so, wie es die beiden Kirchheimer Trainer schon von Spielbeginn an gefordert hatten. Die Kickers gerieten mächtig unter Druck, kamen kaum noch zur Entfaltung. Dennoch brauchte es zum Ausgleich auch das nötige Glück. Nach einer Flanke von Kagan Söylemezgiller schoss Kickers-Kapitän Mike Baradel seinen eigenen Mitspieler an und von Fabio Accardi prallte das Leder ins eigene Tor zum 1:1-Ausgleich (59.). Mittendrin im Getümmel: VfL-Stürmer Sven Lukac, der aber nicht wusste, ob er der Torschütze war: „Ich hatte die Augen zu“, gab er hinterher zu.

In der Folgezeit erspielten sich die Teckstädter ein klares Übergewicht und wenige Minuten später gelang dem besten Kirchheimer Ferdi Er nach einem mustergültigem Zuspiel von Michael Kutscher das langst fällige 2:1 (71.). Wer jetzt glaubte, der VfL war auf der Siegerstraße, sah sich getäuscht innerhalb von 120 Sekunden drehten die Kickers das Spiel. Nach einem Freistoß von Franco Petruso erzielte der erst vier Minuten zuvor eingewechselte Bajrami den 2:2-Ausgleich (77.). Zwei Minuten später nutzte Mijo Tunjic eine erneute Unsicherheit in der Kirchheimer Abwehr aus und brachte seine Farben mit 3:2 in Führung.

Der VfL zeigte sich ab diesem Zeitpunkt geschockt, konnte sich in den letzten Minuten keine zwingende Torchancen mehr erspielen und verlor die Partie letztendlich verdient.

kdl

VfL Kirchheim:

Gühring Koch, Grimm, Schraivogel, Eisenhardt Söylemezgiller, Er, Raspe (61. Gonsior), Kutscher Altinsoy (87. Ohran), Lukac (61. Meha).Stuttgarter Kickers II:

Salz Gökhan (76. Stavanovic), Accardi, Ivanusa, Baradel Rizzi (73. Bajrami), Rodrigues (63. Petruso), Kovac, Ortlieb, Sökler Tunjic. Tore:

0:1 Mijo Tunjic (22.), 1:1 Eigentor Fabio Accardi (59.), 2:1 Ferdi Er (71.), 2:2 Mohamed Bajrami (77.), 2:3 Mijo Tunjic (79.).Gelbe Karten:

Koch, Altinsoy Rodrigues, Baradel.Zuschauer:

300.Schiedsrichter:

Marcel Beck (Künzelsau).
 
Der Teckbote

Vorberichte: VfL Kirchheim – Stuttgarter Kickers II

VfL-Befreiungsschlag im Abstiegssumpf?
 
FUSSBALL-OBERLIGA / Blau gegen Blau: Zum Kellerduell rücken die Stuttgarter Kickers an
 
Personell steht’s nicht zum Besten vorm Kellerduell mit richtungsweisendem Charakter: Emrah Polat und Coscun Isci sind verletzt und fallen aus, Mario Grimm ist fraglich. Trotzdem will Fußball-Oberligist VfL Kirchheim gegen die Stuttgarter Kickers II am Samstagnachmittag (14 Uhr) drei Punkte ergattern.
 
KLAUS-DIETER LEIB

KIRCHHEIM Vor einer besonders wichtigen Begegnung steht der VfL Kirchheim diesmal: Mit einem Erfolg gegen die zweite Mannschaft des SV Stuttgarter Kickers können sich die Teckstädter bis auf sieben Punkte von der Abstiegszone entfernen und sich eines direkten Rivalen entledigen. Mit einem „Dreier“ und etwas Glück winkt Tabellenplatz 13. Eine VfL-Niederlage hingegen würde ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Abstiegskampf bewirken.

So weit wollen die VfL-Verantwortlichen allerdings nicht denken. „In solch einem wichtigen Spiel müssen wir unter Umständen aber auch mit einem Punkt zufrieden sein“, sagt der sportliche Leiter Norbert Krumm. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und Krumm traut der gegnerischen Mannschaft noch einiges zu: „Wenn es darauf ankommt, können die sich mit Spielern aus der ersten Mannschaft verstärken.“ Dies könnte schon morgen möglich sein, denn die Kickers-Regionalligaelf spielt erst am Sonntag (gegen FC Ingolstadt 04).

Mit Emrah Polat und Coskun Isci fallen im Duell der „Blauen“ gegen die „Blauen“ zwei wichtige VfL-Leistungsträger verletzungsbedingt definitiv aus. Dies könnte die Chance sein für den 18-jährigen Philipp Schraivogel, zum erstenmal von Beginn an zum Zuge zu kommen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Mario Grimm. Der Kirchheimer Mannschaftskapitän hatte Anfang der Woche eine Magen-Darm-Grippe und konnte deshalb nicht mittrainieren. Das VfL-Sorgenkind schlechthin heißt Andreas Mayer, der bisher erst acht Spiele für den VfL absolvierte. Nach einem Muskelfaserriss im Spiel gegen den TSV Crailsheim, hatte der talentierte Abwehrspieler drei Wochen später die gleichen Probleme im Spiel beim 1. FC Heidenheim. „Vielleicht habe ich zu früh angefangen“ , sagt Mayer. Seit dieser Woche steht der 20-Jährige wieder voll im Training und versucht alles, am Samstag mit dabei zu sein. „Ich bin zuversichtlich“, sagte Mayer. Ebenfalls wieder im Training sind Mathias Koch und Archontis Siopidis nach ausgestandener Grippe.

Nicht gerade ein Stimmungshoch herrscht bei den Stuttgarter Kickers derzeit sowohl bei der ersten als auch der zweiten Mannschaft. Beide Teams befinden sich in akuter Abstiegsgefahr. Mit 19,7 Jahren besitzt die Oberligaelf aus der Landeshauptstadt den jüngsten Kader der Liga, und gerade dies stimmt Trainer Björn Hinck zuversichtlich: „Wir besitzen eine entwicklungsfähige Mannschaft.“ In den letzten Spielen haben die Kickers bewiesen, dass sie in der Oberliga mithalten können und teilweise sehr unglücklich verloren. Hinck, im fünften Kickers-Jahr, sagt: „Wenn wir in Kirchheim verlieren sollten, ist der Zug noch lange nicht abgefahren.“

Nach dem WFV-Pokal-Aus im Gastspiel beim VfL (0:3) waren die Spieler Sven Sökler und Markus Ortlieb sowie zwei weitere Spieler der „Ersten“ für unbestimmte Zeit in den Kader der zweiten Garnitur verbannt worden. Die Aufgabe für den VfL ist nicht leicht, der anvisierte dritte Heimsieg schwer einzufahren. Offen ist noch, wo gespielt werden wird. Wenn es bis Samstag trocken bleibt, steht einer Austragung im Stadion nichts im Wege. Ansonsten wäre der neu eingeweihte Kunstrasenplatz eine Alternative, was nicht gerade ein VfL-Vorteil wäre. Abwehrspieler Andreas Mayer: „Gegen die technisch starken Stuttgarter Kickers möchte ich dort nicht unbedingt spielen.“ Für alle Fälle absolvierten die Kirchheimer zwei Trainingseinheiten auf dem ungewohnten Belag.
 
Teckbote

Presse zu SSV Ulm – Stuttgarter Kickers II (1:0)

Ohne Erfolgserlebnis haben dagegen die Stuttgarter Kickers II die Rückreise von ihrem Spiel beim SSV Ulm antreten müssen. Doch selbst die Ulmer sprachen hinterher von einem äußerst glücklichen 1:0-Sieg. Bereits nach 16 Minuten hatte Miguel Coulibaly mit einer feinen Einzelleistung das Tor des Tages erzielt. Die Kickers bestimmten nach dem frühen Rückstand zwar den Rhythmus der Partie, ließen aber vor dem Ulmer Tor die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen. So war dann auch der Kickers-Trainer Björn Hinck mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden, mit dem Ergebnis natürlich nicht. „Positiv ist sicher, dass wir den spielerischen Aufwärtstrend auch gegen Ulm fortgesetzt haben. Einzig dass wir es trotz bester Möglichkeiten verpasst haben, Tore zu schießen, ist sehr ärgerlich“, sagte Hinck.

Stuttgarter Zeitung

FUSSBALL / Neuer Beweis gegen Kickers: Erst Führung, dann Schlendrian

Spatzen im Spannungsloch

Fußball-Oberligist SSV Ulm 1846 im Spannungsloch: Im Gefühl der Dominanz lässt die Mannschaft nach. Die Offensive wird von der Vorzeigeabteilung zur Problemzone. Der in die Kritik geratene Miguel Coulibaly gibt beim 1:0 gegen die „kleinen Kickers“ die Antwort auf dem Platz.

WINFRIED VOGLER

Die Kritik war hart, die Situation nicht leicht – aber die Antwort deutlich. Und die gab Miguel Coulibaly auf dem Platz. Mit seinem Oberliga-Saisontor Nummer fünf erzielte er den Siegtreffer zum 1:0 (1:0) über die Stuttgarter Kickers II und bescherte dem SSV Ulm 1846 damit in einer mäßigen Partie drei wichtige Punkte im Kampf um die Qualifikation zur Regionalliga.

Drei Spiele in Folge hatte der 35-jährige Stürmer zuvor nicht mehr getroffen und war damit ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Der Super-Trumpf unter den Taten ist dabei für einen kriselnden Offensivspieler immer noch ein entscheidendes Tor. Das dem Senegalesen gegen die „Blauen“ aus Degerloch eben in der 16. Minute geglückt ist.

„Er hat die passende Antwort gegeben“, sagte Trainer Paul Sauter. „Ich freue mich für ihn, das hat er verdient.“ Und Mannschaftskapitän Patrick Neumann streichelte mit warmen Worten: „Baba hatte einen kleinen Durchhänger. Aber wir wissen doch alle, was er kann.“

Dass er noch nicht die Form der vergangenen Saison hat, in der er stolze 23 Tore erzielte, bewies die Szene aus der 9. Minute, als Coulibaly schon Torwart Julian Hauser ausgespielt hatte, den Ball aber aus spitzem Winkel am leeren Tor vorbei zirkelte. „Ich glaubte mich im falschen Film, als er diesen Ball nicht rein machte“, gestand Coach Sauter, der jedoch klarstellte: „Miguel arbeitet viel für die Mannschaft, er darf diesmal besonders gelobt werden.“ Das empfanden auch die Fans, von denen einige nach dem Spiel in den Katakomben des Donaustadions dem Schützen Coulibaly persönlich ihre Wertschätzung in Worten überbrachten.

Klartext geredet hatte zuvor schon Trainer Sauter, für den der achte Sieg im elften Spiel unter seiner Amtszeit kein Schritt nach vorne gewesen ist. Trotz des Sprungs auf Tabellenrang zwei mochte er nichts schönreden. „Das war ein Rückschritt“, stellte er ernüchtert fest. Es ist ein Phänomen, dem der Coach in den nächsten Tagen auf den Grund gehen will: Im Gefühl der Dominanz lässt seine Mannschaft nach. Nach Führungen schleicht sich der Schlendrian ein. Beim VfR Mannheim, in Kirchheim und vorgestern eben auch gegen die Kickers. Psychologen nennen diese allzu menschliche Reaktion „Spannungsloch“. Sprich: Ein Abfall der Konzentration nach einer anspruchsvollen Leistung.

„Die Sache ist mir ein Rätsel, warum wir es uns so schwer machen“, fragt sich Sauter. Was der Mannschaft derzeit zweifellos fehlt, ist der Killerinstinkt. Obwohl die Platzherren im ersten Durchgang das Spiel über weite Strecken beherrschten, kam außer dem Führungstreffer nicht mehr Zählbares heraus. Paul Sauter vermisst „die Torabschlüsse“. Obwohl er in den vergangenen Wochen das Trainingspensum erhöht hat, sieht er keine physischen Probleme. „Wir gehören zu den körperlich besten Mannschaften.“ Was den Trainer stört, sind die vielen Ballverluste, „denen wir unnötig hinterher laufen müssen.“

Was auch gegen die Kickers-Zweite über Gebühr der Fall war. Damit dies beim Auswärtsspiel am kommenden Samstag in Bahlingen besser wird, soll ein Schwerpunkt im Training in dieser Woche die Ballsicherheit und das Spielen risikofreier Pässe werden.

Südwest Presse

Vorberichte: SSV Ulm – Stuttgarter Kickers II

Die „kleinen Kickers“ sind keine Punktelieferanten mehr

Ulm (kü) – Wenn die winterlichen Verhältnisse ein Spiel zulassen, wonach es gestern trotz des Schneefalls aussah, wird sich die zweite Garnitur der Stuttgarter Kickers am Samstag (14.30 Uhr) im Donaustadion zum Fußball-Oberligaspiel gegen den SSV Ulm 1846 präsentieren.

Stuttgarter Kickers – ein klangvoller Name. Doch irgendwie ist mit den „Blauen“ derzeit nicht so sehr viel los. Die Regionalligamannschaft des Vereins steht auf Rang 13 und hatte sich mehr erwartet. Die Oberligatruppe nimmt in ihrer Klasse den vorletzten Platz ein, nachdem sie lange Zeit das Tabellenende geziert hatte. Für die Spatzen sollte das Heimspiel gegen die „kleinen“ Kickers eigentlich nur eine Pflichtaufgabe sein.

Wenn die Ulmer ihre Pflicht erfüllen wollen, müssen sie das Spiel gewinnen, ohne Wenn und Aber. Sie stehen auf Rang fünf und SSV-Coach Paul Sauter fordert: „Wir sollten mal wieder über dem Strich sein.“ Was heißen soll: Die Mannschaft sollte unter die ersten Vier vorstoßen. Auf jeden Fall sollte sie Boden gut machen. Dies ist möglich, denn in Freiburg stehen sich der gastgebende SC II als Spitzenreiter und der zweitplatzierte SV Waldhof Mannheim gegenüber, außerdem kommt es zum Treffen zwischen Astoria Walldorf (Tabellen-Vierter) und dem FC Villingen (6.).

All das ist aber für die Spatzen nur wirklich von Interesse, wenn sie ihr eigenes Spiel gegen die Stuttgarter gewinnen. Die morgigen Gäste sind sicher nicht an ihrem Tabellenplatz zu messen. „Die Kickers-Truppe ist in den letzten Wochen viel stabiler geworden, vorher war sie nur Punktelieferant“, weiß Paul Sauter. Es gab ein paar Spieler, die in die zweite Garnitur strafversetzt wurden, aber diese Maßnahme ist inzwischen offensichtlich wieder aufgehoben. Da morgen auch das Regionalliga-Lokalderby VfB Stuttgart II gegen Stuttgarter Kickers ansteht, dürfte die „Zweite“ der „Blauen“ kaum in optimaler Besetzung hier aufkreuzen.

Doch alle Spekulationen über die Aufstellung des Gegners führen zu nichts, wenn die Ulmer Truppe nicht auf der Höhe ist. Zunächst ist klar, dass Markus Lösch erst im kommenden Frühjahr wieder zur Mannschaft stoßen wird. Er wurde gestern am rechten Ellenbogen operiert und fällt die restlichen vier Spiele in 2007 aus. Für ihn wird Thomas Wünsche in die Mannschaft rücken.

Draußen bleiben muss wohl wieder der talentierte Nachwuchsspieler Timo Trefzger. An ihm ist die SpVgg Greuther Fürth interessiert und bei der war Trefzger auch schon im Probetraining. „Wenn ich dorthin wechsle, dann wohl in der Winterpause und ich soll nicht nur dem Zweitligakader angehören, sondern auch in der Bayernliga spielen“, berichtete Trefzger gestern. In Ulm hat er freilich noch einen Vertrag bis 2009.

Kein Thema für morgen ist beim SSV 46 wohl auch Flügelflitzer André Thomas. Er hat sich eine Grippe mit Fieber eingefangen. Bei der Besetzung des Angriffs hat Trainer Sauter wieder die Qual der Wahl. Andreas Keller hat bei diesen Bodenverhältnissen die schlechtesten Karten. Miguel Coulibaly, der im Übrigen seit geraumer Zeit mit einer Fangruppe im Clinch liegt und die Animositäten jetzt aus der Welt schaffen will, ist wahrscheinlich wieder gesetzt. Milton Tembo oder Tufan Balmuk wird wohl sein Partner in der Spitze sein. Womit klar wäre, dass Dinko Radojevic weiter die Fäden im Mittelfeld spinnt, was er zuletzt immer besser getan hat.

Augsburger Allgemeine

Presse zu Stuttgarter Kickers II – VfR Mannheim (2:2)

Nur bedingt freuen durfte sich nach dem Spiel gegen den VfR Mannheim die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers. Zwar half der Punkt, die rote Laterne den Schwieberdingern zu übergeben, doch war gegen die Kurpfälzer mehr drin. Nach 36 Minuten führten die Kickers durch Tore von Marcus Ortlieb und Franco Petruso bereits mit 2:0, ehe Jonathan Spencer (40.) und Haris Tahirovic (72.) die Punkteteilung perfekt machten. „Erfreulich war sicher, dass wir unseren Aufwärtstrend fortgesetzt haben. Nach der ZweiTore-Führung haben wir es leider verpasst nachzulegen und dadurch zwei Punkte verloren“, sagte der Kickers Trainer Björn Hinck. Sollten die Stuttgarter aber spielerisch so weitermachen wie zuletzt, dann ist das von Hinck ausgegebene Ziel bis zur Winterpause durchaus realistisch. „Wir wollen auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern“, sagte er.

Stuttgarter Zeitung

inen weiteren kleinen Schritt nach vorn haben die Stuttgarter Kickers II gemacht. Zufrieden war Trainer Björn Hinck mit dem 2:2 gegen den VfR Mannheim aber nicht. Kein Wunder, schließlich verspielten die Blauen eine 2:0-Führung. „Es haperte wieder an der Chancenauswertung“, sagte Hinck.

Stuttgarter Nachrichten

Fußball-Oberliga: Rasenspieler blicken nach Remis in Stuttgart optimistisch in die Zukunft / Trainerfrage soll bis Mittwoch vom Tisch sein
Jubel über 2:2 – aber Sebert kommt nicht zum VfR

Von unserem Mitarbeiter Markus Wilhelm

Stuttgart. Samstagnachmittag auf einem Nebenplatz des Stuttgarter GAZI-Stadions. Schon lange nicht mehr hatte man die Spieler des Fußball-Oberligisten VfR Mannheim so ausgelassen jubeln sehen wie in jener 74. Spielminute, als Haris Tahirovic gegen die Kickers das erlösende 2:2 markierte.

Zuversicht beim VfR

Sofort bildete sich auf der Aschenbahn eine Spielertraube, die sich am liebsten gar nicht mehr aufgelöst hätte. „Seht her, wir leben noch!“ – so die unmissverständliche Botschaft. 2:2 hieß es auch nach 90 Minuten zwischen dem bisherigen Schlusslicht aus Stuttgart und dem Tabellen-13. aus der Quadratestadt. Die Rasenspieler blicken wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft, denn immerhin drehte der Klub einen schnellen 0:2-Rückstand-€‚(Ortlieb, 25., Petruso, 27.) und kam durch Spencer (40.) und Tahirovic (74.) zum Ausgleich.

„Ein gerechtes Ergebnis“, waren sich Kickers-Trainer Björn Hinck und Mannheims Manager Ralf Köhnlein einig. „Auswärts einen Punkt geholt – das ist immer gut. Vor ein paar Wochen hätten wir nach dem Rückstand wahrscheinlich noch 0:4 verloren“, war auch VfR-Sportchef Alfred Boschert zufrieden. „Wichtig war der Anschlusstreffer vor der Halbzeit“, fand Mittelfeldspieler Patrick Marschlich, der für Yüksel Ekiz (Schambein-Operation) in die Startelf gerutscht war und seine Sache gut machte. „Mit ein bisschen Glück machen wir auch noch den Siegtreffer. Aber das Unentschieden geht in Ordnung.“

Bewegung kommt derweil in die Trainerfrage. Wer bei den Rasenspielern die Nachfolge des beurlaubten Dieter Heimen antreten wird, lassen die Verantwortlichen zwar weiterhin offen, aber ein Name steht mittlerweile nicht mehr auf der Liste: Günter Sebert. Finanziell sind sich beide Seiten nicht einig geworden, auch wenn der 59-Jährige „dem VfR sehr entgegen gekommen ist“, so Köhnlein. Insider vermuten jedoch, dass der Waldhof-Ehrenspielführer in den Gremien des Vereins nicht vermittelbar gewesen ist.
Noch zwei Trainer-Kandidaten

„Wir haben jetzt noch zwei Kandidaten in der Auswahl. Die Entscheidung fällt in einem abschließenden Gespräch mit dem Präsidenten. Bis Mittwoch sollte die Angelegenheit aber endgültig geklärt sein“, verriet Köhnlein. Ob der Neue schon am Samstag, im Heimspiel gegen den Bahlinger SC (14.30 Uhr, Rhein-Neckar-Stadion) auf der Bank sitzen wird oder erst in der Winterpause einsteigt, ist offen – alles eine Sache der Finanzen.

Mannheimer Morgen

Kickers II – VfR Mannheim 2-2 (2-1)

Die Kickers II wähnten sich nach einem Doppelschlag durch Ortlieb (34.) und Petruso (36.) bereits auf der Siegerstrasse, doch die Gäste aus der Kurpfalz konnten bereits vor der Pause noch durch Spencer (40.) den Anschlusstreffer erziehlen. Den Treffer zum 2-2 Endstand erzielte in der 72.Spielminute Tahirovic.

Presse zu SV Linx – Stuttgarter Kickers II (0:2)

Die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers hat nach zuletzt einem Dutzend Niederlagen mal wieder einen Sieg gefeiert. „Wir wussten fast nicht mehr, wie es ist, ein Spiel zu gewinnen“, sagte der Trainer Björn Hinck nach dem 2:0 beim SV Linx, wobei ausgerechnet zwei der in der ersten Mannschaft suspendierten Spieler die Tore erzielten: Sascha Benda (15.) und Nico Beigang (45.). Ob sie sich damit wieder für die Regionalliga empfohlen haben? „Auf jeden Fall“, sagt Hinck, „die Spieler bringen sich hier gut ein und lassen sich nicht hängen, das ist erfreulich.“ Und für die Mannschaft ist das Ergebnis ein kleiner Schritt nach vorn.

Stuttgarter Zeitung

Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers II haben nach zwölf Niederlagen hintereinander in der Fußball-Oberliga wieder ein Spiel gewonnen. Beim SV Linx feierte das Team von Trainer Björn Hinck einen verdienten 2:0-Erfolg.

VON JÜRGEN FREY

Bei Björn Hinck war die Erleichterung zu spüren. „Das war eine überzeugende und vor allem disziplinierte Leistung meiner Mannschaft. Jetzt ist wieder Land in Sicht“, sagte der Kickers-Coach. Zwei Spieler ragten aus der kompakten Elf heraus: Sascha Benda und Markus Ortlieb sorgten im Mittelfeld für Stabilität. Benda erzielte auch das 1:0 (15.), der fleißige Nico Beigang sorgte für das 2:0 (55.). Gut möglich, dass die ausgemusterten Regionalligaspieler nach dem Trainerwechsel bei der ersten Mannschaft wieder nach oben rücken. Unabhängig davon haben sich die Kickers II schon vor der Partie in Linx von den Spielern Michael Stowers, Vergoulas Karapantzos und Hasan Morina getrennt. Ebenfalls aufgelöst werden die Verträge von Dominic Küz und Adrian Fleuchaus.

Stuttgarter Nachrichten