Nico Frommer zu Kickers?

Laut BILD sind die Kickers sehr stark an Nico Frommer – derzeit SpVgg Unterhaching – interessiert. Frommer meinte, die Kickers seien ein sehr interessanter Verein, der nach oben will. Auch Wuppertal und Düsseldorf sind an ihm dran.

Frommer bestritt in der laufenden Saison noch kein Pflichtspiel in der 2. Liga. Er hält sich im Oberligateam der Hachinger fit und absolvierte bisher sechs Spiele in der Bayernliga (kein Tor) (Quelle: Bayliga.de).

Presse zu Karlsruher SC II – Stuttgarter Kickers (1:0)

Aufstieg in weiter Ferne
 
Kickers nutzen Chancen nicht
 
STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers haben beim Karlsruher SC II mit 0:1 verloren. „Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir uns in der Winterpause wohl verstärken“, sagt der Präsident Hans Kullen, der gestern 65 wurde.

Aus dem erhofften Geburtstagsgeschenk für den Präsidenten Hans Kullen, der gestern 65 geworden ist, wurde nichts. Die Mannschaft hat am Samstag 0:1 beim Karlsruher SC verloren und damit die große Chance verpasst, auf den dritten Tabellenplatz zu klettern. „Das ist ärgerlich und tut weh“, sagt der Trainer Robin Dutt, der hinzufügte: „Ich kann der Mannschaft letztendlich nur den Vorwurf machen, dass sie das Tor nicht getroffen hat.“ Das gilt vor allem für Mirnes Mesic, der gegen Aalen noch dreimal erfolgreich war.

Acht Punkte Rückstand auf Platz zwei – war“s das mit dem Aufstieg? Wer in Pirmasens und jetzt in Karlsruhe verliert, sollte höhere Ambitionen schnell abhaken. Der Trainer aber sagt: „Es gibt immer eine realistische Chance. Wir werden jetzt noch das letzte Spiel gegen Kaiserslautern abwarten und uns dann in Ruhe zusammensetzen und entscheiden, ob wir noch was tun müssen oder können – unabhängig vom Tabellenstand.“ Wobei der Präsident sein Urteil nach dem Auftritt vom Samstag bereits gefällt hat: „Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir uns wohl verstärken“, sagt Hans Kullen.

Die Frage bleibt, inwieweit das angesichts des Punkterückstands auf Wehen und Hoffenheim sinnvoll ist, zumal die beiden Spitzenteams im Zweifel in der Winterpause nochmals personell nachlegen. Wobei Robin Dutt zu bedenken gibt: „Es ist schon ein Unterschied, ob wir am Ende Dritter oder Zehnter sind.“ Mit anderen Worten: je besser die Platzierung, desto interessanter sind die Kickers auch für potenzielle Neuzugänge. Schließlich gilt der Blick auch schon der neuen Saison, wenn es wegen der Qualifikation zur eingleisigen dritten Liga ein Hauen und Stechen um jeden Platz geben dürfte.

Wobei in der Winterpause nicht ausgeschlossen ist, dass sich die Kickers von dem einen oder anderen Spieler trennen – das gilt nicht nur für den suspendierten Christian Okpala, an dem einige Vereine interessiert sind, allerdings noch nicht über die Modalitäten (Ablöse und Gehalt) eines Wechsels konkret verhandelt wurde. Hoffenheim hat abgewunken, vielleicht gibt es im Gegenzug ja Kontakte wegen der Stürmer Daniel Reule oder Kai Herdling, die dort in der ersten Mannschaft nicht zum Zuge kommen.

Kickers: Yelldell – Steinle, Yildiz, Härter, Stierle – Parmak, Akcay, Hartmann, Benda – Gambo (78. Bischoff), Mesic.

Schiedsrichter: Hofmann (Ansbach).

Tor: 1:0 Strobel (80.).

Zuschauer: 630.

Stuttgarter Zeitung

0:1 – Rückschlag für die Kickers
 
Gute Leistung der Blauen bleibt ohne Lohn – Schlechte Chancenverwertung
 
Karlsruhe – Die Aufstiegsambitionen des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers haben durch das 0:1 beim Karlsruher SC II einen herben Dämpfer erhalten. Was die Niederlage besonders bitter macht: Nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien hatten die Blauen ihren spielerischen Aufwärtstrend fortgesetzt.

VON STEFAN KLINGER

Es war eine paradoxe Situation, die sich unmittelbar nach dem Abpfiff abspielte. Eigentlich hätte Mustafa Parmak den knapp 300 Meter weiten Weg vom Nebenplatz des Karlsruher Wildparkstadions in die Katakomben der Arena mit stolzgeschwellter Brust antreten können. Erstmals seit seinem Platzverweis am 14. Oktober und einer nach Ablauf der Sperre erlittenen Viruserkrankung gehörte der Mittelfeldspieler in einem Regionalligaspiel wieder zur Startformation. Und das zahlte sich aus. Immer wieder setzte Parmak seine Mitspieler in Strafraumnähe bestens in Szene. „Er hat gut gespielt. Es ist sehr schade, dass er jetzt wieder so weit ist, 90 Minuten durchzuhalten, wir aber nur noch ein Spiel vor der Winterpause absolvieren“, sagte Dutt. Über dieses Lob konnte sich der beste Akteur am Samstagnachmittag jedoch nicht wirklich freuen. Stattdessen schlich er mit hängendem Kopf in Richtung Kabine. Denn in der 26. Minute kam er ebenso wie zweimal Mirnes Mesic allein vor KSC-Torhüter Martin Fischer zum Abschluss, verpasste es aber, den möglichen Führungstreffer zu erzielen.

Dieser gelang dafür Karlsruhes Erich Strobel in der 80. Minute. Ein Tor mit gravierenden Folgen. Denn nach der fünften Saisonniederlage hat sich der Rückstand zu den Aufstiegsplätzen auf acht Punkte vergrößert. Und das machte die Minuten nach dem Spiel für Parmak und die Blauen mit zu den bittersten in dieser Saison. Immerhin hatten die Kickers ihren spielerischen Aufwärtstrend der letzten Wochen fortgesetzt, die Partie dominiert und sich einige aussichtsreiche Chancen erspielt. „Es gibt ganz, ganz wenig, was ich der Mannschaft vorwerfen kann. Die Leistung hat gestimmt“, resümierte Dutt.

Was aber unterm Strich bleibt: drei verpasste Zähler. „In unserer Situation tut jeder Punkt, den wir nicht holen, weh“, sagte Dutt – und trat enttäuscht die Heimreise an.

Stuttgarter Nachrichten

Diesmal fehlt der Knipser
 
Die Stuttgarter Kickers verlieren in Karlsruhe mit 0:1 und fallen zurück
 
Karlsruhe (sip) – Die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers haben im Spiel beim Karlsruher SC II nicht nur viele Tormöglichkeiten vergeben, sondern auch die Chance, auf Platz drei zu klettern und den Anschluss an die Aufstiegsplätze zu halten. Nach dem 0:1 (0:0) sind sie Fünfter und haben wieder acht Punkte Rückstand auf den Zweiten TSG Hoffenheim.Tabellenführer SV Wehen und die Hoffenheimer gelten als heißeste Anwärter auf den Sprung in die zweite Liga, dahinter werden den Kickers die besten Chancen eingeräumt. Oder wurden? Die Wehener zeigten am Samstag mal wieder Schwächen und kamen beim VfR Aalen, den die Stuttgarter in der Vorwoche mit 4:1 geschlagen hatten, über ein 1:1 nicht hinaus. Die Hoffenheimer gewannen gegen Hessen Kassel souverän mit 3:1 – nur die „Blauen“ gaben ihre Punkte ab und haben nun sogar den überraschend starken SSV Reutlingen und den VfB Stuttgart II zwischen sich und den Aufstiegsrängen.“Der Blick auf die Tabelle bringt jetzt nichts“, sagte Coach Robin Dutt. „Die Mannschaft hat an die guten Leistungen der Vorwochen angeknüpft, aber nicht getroffen.“ In einer durchschnittlichen Partie waren die Stuttgarter spielbestimmend und hatten Möglichkeiten durch Mustafa Parmak, Bashiru Gambo und Mirnes Mesic, der alleine vor KSC-Keeper Martin Fischer scheiterte. In der 80. Minute traf Erich Strobel mit einem Distanzschuss – und sorgte für den Karlsruher Sieg.Auch wenn es für den suspendierten Christian Okpala kein Zurück gibt, wurde im Gegensatz zum Sieg gegen Aalen deutlich, dass genau dieser Spielertyp fehlt – ein Strafraumstürmer mit Tordrang. Dutt: „Gambo machte seine Sache als Ballverteiler gut, aber ihm fehlt noch der Zug zum Tor.“ In der Winterpause soll nach Ersatz gesucht werden.

Eßlinger Zeitung

Schmeichelhafter Sieg durch Strobel

Ein schmeichelhafter Erfolg des KSC im Lokalderby durch den eingewechselten Strobel. Die ballsicheren Stukis kontrollierten über weite Strecken die sehr faire Begegnung, versäumten es jedoch, aus ihren Vorteilen Kapital zu schlagen. Mesic vergab zweimal (7./52.) beste Möglichkeiten. Erst gegen Schluss suchten beide Teams verstärkt die Entscheidung, der KSC wirkte ent schlossener.

Hans Bauer

Kicker

Spielberichte: Karlsruher SC II – Stuttgarter Kickers (1:0)

Das Regionalliga-Team des KSC hat im letzten Heimspiel vor der Winterpause noch einmal drei Punkte eingefahren. Gegen die Stuttgarter Kickers siegten die Karlsruher am Samstagnachmittag auf Platz zwei des Wildparkstadions mit 1:0 (0:0).

Von David Ruf
Über weite Strecken der Partie bekamen die 630 Zuschauer allerdings nur wenig Sehenswertes geboten. So dauerte es dann auch bis zur 24. Minute, ehe erstmals Aufregung im Karlsruher Strafraum herrschte. Frei vor Torwart Martin Fischer schoss Mustafa Parmak den Ball am Tor vorbei. Die einzig sehenswerte Chance der Gastgeber vergab Sascha Traut, sein Schuss aus 20 Metern ging knapp daneben (28.), ebenso wie bei Sascha Benda auf der Gegenseite, dessen Versuch sein Ziel ebenfalls verfehlte (43.).

Ein glückliches Händchen bewies KSC-Cheftrainer Rainer Krieg mit der Einwechslung von Erich Strobel in der 65. Minute. Nach einer Flanke von Marc Gallego passte Stanislaus Bergheim klug zu Strobel, der aus wenigen Metern einschoss (80.). Bergheim hätte den Blau-Weißen weiteres Zittern um den Sieg ersparen können, scheiterte jedoch freistehend an Kickers-Torwart David Yelldell (88), so dass es letztlich beim 1:0-Sieg blieb.

„Meine Mannschaft hat heute eine sehr gute kämpferische Leistung geboten, weshalb der Sieg auch verdient ist“, fasste Krieg die Partie im Anschluss zusammen. Ein Spiel steht für die Karlsruher vor der Winterpause nun noch an. Am kommenden Samstag (14.30 Uhr) müssen sie beim Spitzenreiter SV Wehen antreten, bevor es in den wohlverdienten Urlaub geht.

KSC.de

Niederlage in Karlsruhe

Mit einer 0:1 Niederlage beim Karlsruher SC II haben sich die Stuttgarter Kickers heute wohl ins Mittelfeld der Tabelle verabschiedet. Ericht Strobel erzielte in der 80. Spielminute den Siegtreffer.

Damit haben die Blauen nun wieder acht Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz und derzeit neun Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz. Zum letzten Saisonspiel kommt es am kommenden Wochenende zum Vergleich gegen den bisher sieglosen Tabellenletzten 1. FC Kaiserslautern II.

Vorberichte II: Karlsruher SC II – Stuttgarter Kickers

Möglichst sechs Zähler wollen die Stuttgarter Kickers holen, und dabei heute (14.30 Uhr) beim Karlsruher SC II den Auftakt machen, um auch das passende Geschenk zum 65. Geburtstag des Präsidenten Hans Kullen morgen zu liefern. „Wir werden uns angesichts der Platzverhältnisse mehr auf Kampf als auf spielerische Elemente einstellen müssen“, sagt Trainer Dutt, der hinzufügt: „Das Thema Okpala belastet die Mannschaft nicht mehr.“ Es gibt mehrere Anfragen für den 30-Jährigen, wobei Hoffenheims Trainer Rangnick Spekulationen um eine Verpflichtung eine klare Absage erteilt hat.

Stuttgarter Zeitung

Kickers hoffen auf starken Endspurt

Stuttgart (jüf) – Zwei Spiele stehen für den Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers vor der Winterpause noch auf dem Programm. Nach der Partie an diesem Samstag (14.30 Uhr) beim Karlsruher SC II folgt am 10. Dezember (14.30 Uhr) noch das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II. „Zwei Siege wären natürlich überragend“, sagt Trainer Robin Dutt. In Karlsruhe wird möglicherweise Mittelfeldspieler Mustafa Parmak eine Chance von Beginn an bekommen. Dutt: „Er hat als Joker überzeugt, aber vielleicht wollen wir auch mal ein Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden.“ Als zweite Spitze neben Mirnes Mesic hat Bashiru Gambo seinen Trainer zuletzt gegen den VfR Aalen überzeugt. Auf der Bank wird Stürmer Bastian Bischoff sitzen. Sokol Kacani spielt am Samstag für die Oberligaelf der Blauen beim VfR Mannheim.

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Vom Hoffnungsträger zum tragischen Fall

Vom Hoffnungsträger zum tragischen Fall

Warum der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers in jüngster Vergangenheit bei der Auswahl seiner Stürmer glücklos ist

STUTTGART. Seit Robin Dutt bei den Stuttgarter Kickers den Trainerposten übernommen hat, geht es kontinuierlich aufwärts. Nur bei der Stürmersuche lief nicht immer alles nach Plan. Lakies, Hampl, Akwuegbu und Okpala erfüllten die Erwartungen nur selten.

Von Joachim Klumpp

Als sich Walter Kelsch vor Kurzem auf der Mitgliederversammlung der Stuttgarter Kickers für den Aufsichtsrat bewarb, beendete er seine Rede mit dem Satz: „Bei uns gibt es keine Fehleinkäufe, die können wir uns gar nicht leisten.“ Damit wollte der Exnationalspieler wohl zum Ausdruck bringen, bei dem Gehaltsgefüge des Regionalligisten ist letztendlich jeder Spieler sein Geld wert.

Doch Ausnahmen bestätigen die Regel, auch in Degerloch. Dort, genauer gesagt im Waldhotel, sprangen die Verantwortlichen im Sommer über ihren Schatten und verpflichteten in einem Blitztransfer Christian Okpala, den Torschützenkönig der Fußball-Regionalliga Süd und machten ihn zum Spitzenverdiener im Kader. Und die spektakuläre Verpflichtung verfehlte ihre Wirkung nicht, quasi über Nacht avancierten die Kickers zu einem Mitfavoriten um den Aufstieg. Der ist immer noch möglich, auch ohne Okpala. Der 30-Jährige wurde vom Verein bekanntlich suspendiert, nachdem er gegen einen Mitspieler handgreiflich geworden war.

Vom Hoffnungsträger also zum tragischen Fall, nicht dem ersten bei den Kickers. Denn mit ihren Stürmerstars hatten sie zuletzt wenig Glück. Selbst Joachim Cast gibt zu: „Bei den Verpflichtungen kann man geteilter Meinung sein“, sagt der Manager, „aber jeder Fall liegt anders“ – und hat seine eigene Geschichte. Eine Bestandsaufnahme.

Carsten Lakies: Er kam zur Rückrunde der Saison 2003/04, nachdem in der Winterpause gleich ein halbes Dutzend Spieler die Kickers verlassen hatte, darunter die Stürmer Obinna oder Ivan. Der damals 33-jährige Lakies sollte mit seiner Erfahrung aus immerhin zehn verschiedenen Stationen, (darunter auch Bayern München) die Kickers weiterbringen. „Die Aufgabe hat er erfüllt“, sagt Cast im Rückblick. Zumindest außerhalb des Platzes hat er den jungen Spielern geholfen. Denn auf dem Rasen blieb er torlos, die Wege trennten sich zum Saisonende. „Das war von vornherein klar“, sagt Dutt. Nicht ganz, denn ursprünglich war von einer Option für eine weitere Saison die Rede gewesen.

Stefan Hampl: Als Nachfolger von Lakies verpflichteten die Kickers Stefan Hampl, kurioserweise – wie Lakies – vom SC Feucht, mit der Empfehlung von zwölf Treffern. Kein Wunder, dass Dutt sagte: „Er ist einer der besten Stürmer der Regionalliga, wir können froh sein, dass wir ihn bekommen haben.“ In der Tat glänzte der 29-Jährige, der auch beim SC Freiburg in der ersten Liga spielte, bei der Saisongeneralprobe gegen 1860 München mit zwei Treffern. Doch nach diesem tollen Einstand folgten Stillstand – und persönliche Probleme. Der Vater war gestorben, die Familie zu Hause in Franken. Das war für Hampl seinerzeit offensichtlich schwer zu verkraften, „weil er ein sehr sensibler Spieler war“, wie sich Cast erinnert. Folge: der Vertrag (bis 2006) wurde aufgelöst, Hampl wechselte in die Bayernliga zu Ingolstadt, wo er über die Reservistenrolle aber nicht hinauskam.

Emmanuel Akwuegbu: Nachdem die Kickers von den Wunschkandidaten, wie Felix Luz, einen Korb bekommen hatten, musste im Sommerschlussverkauf noch ein Schnäppchen her. Am Ende unterschrieb Emmanuel Akwuegbu, der in einem Probetraining gewogen und für gewichtig befunden worden war. Der Nigerianer, zuletzt beim österreichischen Drittligisten Waidhofen tätig, entpuppte sich zunächst trotz seiner unkonventionellen Spielweise als Verstärkung. Seine sechs Tore bis zur Winterpause konnten sich sehen lassen, dann allerdings war Schluss mit der Herrlichkeit. Im Sommer ging man auseinander, nicht ganz freiwillig allerdings. Die Kickers setzten vor Gericht eine Vertragsauflösung durch, was dem Verein rund 50 000 Euro an Gehalt sparte und so den Okpala-Transfer mitfinanzierte.

Christian Okpala: Die Hitliste der Transfers führte zweifellos Okpala an. 16 Treffer waren schließlich eine ideale Referenz. „Diesen Coup hätte uns wohl kaum einer zugetraut“, sagte Dutt. Das stimmt, schließlich war der Stürmer des Aufsteigers FC Augsburg Torschützenkönig der Liga. Ein erfahrener Spieler, aber auch kein pflegeleichter. „Das haben wir gewusst“, sagt Dutt im Rückblick, „aber wir haben gehofft, dass wir ihn hinbekommen.“ Das ist nicht gelungen. Der Trainer sagt: „Er hat gegen den Teamgeist verstoßen. Wir wollen den Erfolg nicht um jeden Preis.“ Alle Beteiligten gehen davon aus, dass der Stürmer in der Winterpause einen neuen Verein findet. Womit das nächste Kapitel der Stürmersuche beginnt.

Warum es in der Vergangenheit nicht immer gelaufen ist? „Die Erwartungshaltung ist bei solchen Spielern natürlich viel höher, die müssen sofort einschlagen“, sagt Robin Dutt zu der Tatsache, dass sich gerade die extern geholten Spieler bei den Kickers weitaus schwerer tun als so genannte Talente aus der Region (siehe Mesic, Härter oder Hartmann). Dennoch ist Cast überzeugt: „Mehr als wir kann man eigentlich nicht tun, weil jeder Transfer bis ins Detail abgeklopft wird.“ Letztlich gibt der Trainer Dutt aber zu, dass es bei jedem Spieler Unwägbarkeiten gibt.

Stuttgarter Zeitung