Dutt hat die Wahl: Gambo oder Kanyuk

Stuttgart (dip) – Im ersten Heimspiel des Jahres an diesem Samstag (14.30 Uhr, Gazistadion) gegen den FC Ingolstadt benötigen die Stuttgarter Kickers vor allem eines: Tore. Dafür sind zuallererst die Stürmer verantwortlich, doch nicht minder wichtig ist die zentrale Position dahinter. Daher grübelt Robin Dutt, der Trainer des Fußball-Regionalligisten, über die Besetzung der Spielmacherposition ganz besonders viel. Der Coach muss sich entscheiden: zwischen Bashiru Gambo und Laszlo Kanyuk. „Beide spielen auf etwa gleichem Niveau“, sagt Dutt, der in der vergangenen Woche beim 0:1 gegen den VfB Stuttgart II zunächst Gambo den Vorzug gab.

Wohl in der Hoffnung auf Gambos Treffsicherheit aus der Vorrunde (sieben Tore). Kanyuk, in der ersten Saisonhälfte durch Verletzungen geschwächt, sei eher der Mann für Einzelaktionen und habe „eine starke Vorbereitung absolviert“. Gut möglich, dass er am Samstag dafür belohnt wird.

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Stadion-TV wird erprobt

In der Begegnung mit Ingolstadt wird erstmals das Kickers-Stadion-TV erprobt und auf Sendung gehen. Dank der Unterstützung der Firma Schawa wurde dieses Stadion-TV in den VIP-Räumlichkeiten des GAZi-Stadions installiert und künftig soll es bei allen Heimspielen ausgestrahlt werden. Gespräche am Spielfeldrand sind vor dem Spiel, während der Halbzeitpause und nach dem Spiel geplant. Kickers-Pressesprecher Guido Dobbratz versucht dafür Offizielle, Spieler oder auch die Trainer vor die Kamera und das Mikrofon zu bekommen. Auch die Pressekonferenz wird natürlich über das Kickers-TV übertragen und evtl. wird es danach noch einen eigenen Sport-Talk geben.

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Dutt: Respekt vor Ingolstadt – Heimspiel am Samstag im GAZi-Stadion auf der Waldau

Durchaus Respekt hat Kickers-Trainer Robin Dutt vor dem nächsten Heimgegner der Blauen, dem FC Ingolstadt. „Der Aufsteiger hat mit dem siebten Platz bisher eine gute Saison gespielt, besitzt die zweitbeste Auswärtsbilanz und verfügt über eine gestandene Regionalligamannschaft.“
Dennoch glaubt Robin Dutt, dass die Kickers die Punkte im GAZi-Stadion auf der Waldau nicht abgeben sondern selbst für einen Sieg sorgen. „Nach dem Ausrutscher gegen den VfB haben wir unsere Fehler analysiert und jeder einzelne muß sich jetzt bis Saisonende für die Kickers verrreißen.“

Robin Dutt sieht auch deshalb die Mannschaft in der Pflicht, weil das Saisonziel mit einer Platzierung zwischen 1-6 unbedingt umgesetzt werden soll. „Sollten wir am Ende auch einen Platz zwischen 3-6 erreichen, wäre das angesichts unserer finanziellen Möglichkeiten im Vergleich zu Hoffenheim, Wehen und anderen Mannschaften ebenfalls ein Erfolg“, stellte der Kickers-Trainer bei der Pressekonferenz am Donnerstag klar.
Wichtig sei es jetzt auch, dass sich die einzelnen Spieler weiterentwickeln, um auch für die nächste Saison gut aufgestellt zu sein. In der Begegnung mit Ingolstadt vertraut Dutt übrigens dem Kader vom letzten Wochenende, denn ein schwächeres Spiel könnte ihm nicht das Vertrauen in die Mannschaft rauben. Fehlen werden weiterhin die noch leicht verletzten Mustafa Parmak und Mustafa Akcay. Marco Wildersinn kann wegen Problemen mit dem Meniskus ebenfalls nicht zum Einsatz kommen.

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StN: Kickers weiter ohne Akcay und Parmak

Steinle und Sökler verlängern
 
Stuttgart – Die Ernüchterung war groß. Statt zum Angriff zu blasen, vermasselten die Stuttgarter Kickers den Auftakt gegen den VfB Stuttgart II (0:1). Nun steht am Samstag (14.30 Uhr, Gazistadion) gegen Ingolstadt das erste Regionalliga-Heimspiel des Jahres an. Robin Dutt sagt: „Wir haben den Start verpatzt, deswegen sind wir aber keine schlechte Mannschaft.“Das gilt es zu beweisen, weshalb der Trainer das Team wohl nicht verändern wird. Zumal die, die besonders vermisst wurden, weiter ausfallen. Mustafa Parmak plagen Achillessehnenprobleme, Mustafa Akcay hat nach einem Muskelfaserriss erst einmal mit der Mannschaft trainiert. Zudem fehlt der am Knie verletzte Abwehrmann Marco Wildersinn.

Nachdem der Kontakt zu den Aufstiegsrängen abgerissen ist, hat sich Dutt an das ursprüngliche Saisonziel erinnert. „Es geht darum, einen Platz zwischen eins und sechs zu erreichen“, sagt der Trainer. Das Thema Aufstieg ist für ihn nur noch ein theoretisches: „Wehen und Hoffenheim werden aufsteigen.“ Möglichem Motivationsverlust im Team wirkte er gleich am Montag entgegen. „Ich werde es nicht dulden, dass einer weniger macht“, hat er seinen Spielern erklärt.

Ob er über die Saison hinaus noch deren Trainer ist, bleibt offen. Unabhängig davon wird die Zukunft geplant. Am Donnerstag haben Moritz Steinle (bis 2008) und Sven Sökler (bis 2009) ihre Verträge verlängert. „Im März fallen weitere Entscheidungen“, sagt Manager Joachim Cast. Wohl auch die, ob sich die Stadt an den Kosten für das Sicherheitsnetz vor der Gegengerade beteiligt. Dies kommt am Samstag erstmals zum Einsatz. Cast verspricht: „Es gibt eigentlich keine Sichtbehinderung.“ Dirk Preiß

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StZ: Kickers: alte Ziele, neue Motivation?

Der Fußball-Regionalligist stellt erste Weichen für die Zukunft – und verlängert mit den Spielern Steinle und Sökler
 
STUTTGART. Der Aufstieg ist für die Stuttgarter Kickers kein Thema mehr. Deshalb sagt der Trainer Robin Dutt vor dem Heimspiel morgen (14.30 Uhr) gegen Ingolstadt: „Das Ziel zweite Liga ist für den Klub zwar in weite Ferne gerückt, nicht aber für einzelne Spieler.“

Von Joachim Klumpp

„Es war eine andere Woche als sonst“, sagt Robin Dutt. Nicht nur, weil seine Mannschaft wegen der schlechten Platzbedingungen im ADM-Sportpark die ganze Zeit über auf Kunstrasen trainieren musste. Sondern auch weil der Trainer selbst bereits am Montag Klartext geredet hatte. Denn nachdem mit der Niederlage im Stadtderby gegen den VfB II (0:1) die letzten Aufstiegsträume geplatzt sind, will Dutt den Finger rechtzeitig in die Wunde legen – und setzt neue (alte) Ziele: „Rang eins bis sechs“, lautet die Devise, wobei die ersten beiden Platzierungen eher hypothetischer Natur sind – und der Rest kein Selbstläufer sei, wie Dutt betont.

Doch um die Motivation der Mannschaft macht er sich keine Sorgen, und begründet das so: „Zwar ist das Ziel Aufstieg für die Kickers in weite Ferne gerückt, aber nicht für die einzelnen Spieler.“ Auch wenn der Verein inzwischen mit Sven Sökler (bis 2009) und Moritz Steinle (2008) verlängert hat und damit für die nächste Saison bereits ein Dutzend Akteure unter Vertrag sind. Der Stamm also steht, „und wir setzen da auf Kontinuität“, sagt der Manager Joachim Cast.

Zuletzt war der Verdacht aufgekommen, dass die offene Trainerfrage bei den Kickers zu Unruhe führen könnte. „Darüber reden wir innerhalb der Mannschaft gar nicht so oft“, sagt Oliver Stierle, der aber zugibt: „Für die Spieler, deren Verträge auslaufen, ist es vielleicht schon wichtig, wer Trainer ist.“ Dazu zählen Mustafa Akcay oder Nico Kanitz, vor allem aber Manuel Hartmann, der defensive Mittelfeldspieler, der von etlichen anderen Klubs (Kaiserslautern?) umworben sein soll. „Mein erster Ansprechpartner sind die Kickers“, sagt der 22-Jährige, der aber zugibt: „Zunächst muss ich wissen, wer Trainer ist.“

Wenn schon nicht sein Mentor Robin Dutt, sollte es auf jeden Fall ein Fußballlehrer sein, der nach modernen Methoden arbeitet. „Ich glaube, dass mein Leistungspotenzial noch nicht ausgeschöpft ist.“ Dennoch betont auch Hartmann: „Durch die Trainerfrage gibt es keine Unruhe.“ Im Gegenteil: Dutt sporne die Mannschaft an, nochmals Vollgas zu geben. „Er will ja auch das Optimale bis zum Saisonende herausholen.“ Doch die Entscheidung fällt letztlich auf dem Platz, und da war die Vorstellung am vergangenen Samstag eben nicht berauschend.

„Der Aufstieg wäre noch nie so leicht gewesen wie in dieser Saison“, trauert der Präsident Hans Kullen nicht nur der vergebenen Chance beim VfB Stuttgart II nach. In diesem Zusammenhang macht er auch klar, nicht ewig in der dritten Liga weitermachen zu wollen: „Das ist nicht meine Art.“ Weshalb er auf eine möglichst zeitnahe Entscheidung in der Trainerfrage drängt (also nicht erst Ende des Monats), „weil der Verein auch Planungssicherheit braucht“.

Das gilt auch für finanzielle Dinge, sprich Geld. Kullen animiert die Mitglieder von Präsidium und Aufsichtsrat, den Verein auf eine breitere Basis zu stellen. Denn speziell im Hinblick auf die eingleisige dritte Liga ist der momentane Etat von 2,4 Millionen Euro kaum konkurrenzfähig. Da hilft es zunächst auch wenig, dass die TV-Gelder in diesem Fall auf 800 000 Euro pro Verein erhöht werden sollen, weil der Fernsehtopf dann nur noch auf 16 Mannschaften verteilt würde. „Doch das ist bis jetzt alles Spekulation“, sagt Cast. Fakt ist dagegen, dass die Kickers morgen auf die verletzten Wildersinn, Akcay und Parmak verzichten und als Folge des Becherwurfs im DFB-Pokal ein Fangnetz (Kostenpunkt etwa 50 000 Euro) auf der Gegengeraden installieren müssen.

Stuttgarter Zeitung

Steinle und Sökler bleiben bei den Kickers

Bei den Stuttgarter Kickers haben die Spieler Moritz Steinle und Sven Sökler ihre Verträge verlängert. Der 24jährige Moritz Steinle, der seit der F-Jugend bei den Kickers spielt, unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2008.
Der 23jährige Sven Sökler, seit zwei Jahren bei dem Regionalligisten, verlängerte für weitere zwei Jahre bis zum 30. Juni 2009.
„Mit diesen zwei Spielern haben wir nun für die neue Saison bisher zwölf Akteure unter Vertrag“, betonte Manager Joachim Cast bei der heutigen Pressekonferenz.

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Kicker: Trainer korrigiert das Ziel

Nur Aufstiegschancen für Dutt

Ein Spiel – und schon sind die Träume der Kickers wie eine Seifenblase zerplatzt. Doch der Schock dauerte nach dem 0:1 beim VfB II nicht lange. „Neun Punkte Rückstand auf eine starke Mannschaft wie Hoffenheim aufholen – da muss man einfach realistisch sein“, sagt Trainer Robin Dutt.

Dieser bemüht sich, die Situation in den Gesamtzusammenhang einzuordnen: „Als es gut lief, haben wir das Saisonziel nach oben korrigiert. Jetzt korrigieren wir es wieder nach unten.“ Und: „Solange die Mannschaft auf Platz vier steht, kann man unmöglich von einer Enttäuschung sprechen.“

Nachdem der Druck, mit dem das Team beim VfB nicht umgehen konnte, weg ist, bemüht sich der Coach, die Spannung hoch zu halten. Zudem muss er dafür sorgen, dass das Zusammenspiel mit dem neuen Sturmduo Vaccaro/Dundee besser funktioniert. Beim ersten Auftritt war die Leistung auch dieser beiden enttäuschend.

Über allem schwebt derzeit die Frage nach Dutts Zukunft. Auch wenn ihm Präsident Hans Kullen am Dienstag ein attraktives Angebot zur Vertragsverlängerung vorgelegt hat, geht man davon aus, dass Dutt den Verein am Saisonende in Richtung Zweite Liga verlassen wird. Der Zug der Kickers in diese Richtung scheint ja bereitsabgefahren.

Sigor Paesler

Kicker