StZ zum zweitligareifen Stadionausbau und erhöhter Stadionmiete

Zweitligataugliches Stadion für drittklassige Vereine?

Kickers regen Neubau der Haupttribüne an – Stadt favorisiert „kleine“ Sanierung für 5,4 Millionen Euro – Weiterer Ausbau möglich

Vor wenigen Wochen haben die Stuttgarter Kickers bereits mit einem Fuß in der vierten Liga gestanden. In letzter Sekunde wurde Schlimmeres verhindert. Im Zusammenhang mit der Sanierung des Gazi-Stadions träumt man jetzt aber von der zweiten Liga.

Von Jörg Nauke

Vor einem Monat stand der Stuttgarter Traditionsverein am Abgrund, und hätten am letzten Spieltag nicht alle Widersacher (und die Kickers selbst) für die „Blauen“ gespielt, dann wäre er jetzt sogar einen Schritt weiter. So aber wurde in letzter Sekunde die Qualifikation für die neu geschaffene dritte Bundesliga geschafft und die Zugehörigkeit zum bezahlten Fußball erhalten. Das gilt im Übrigen auch für die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart, die wegen der zu beengten Verhältnisse in ihrem Schlienzstadion am Wasen künftig auch auf der Waldau spielen muss.

Diese Umstände zwingen die Stadt nun, die Spielstätte Gazi-Stadion entsprechend der Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) „zur Erfüllung der baulichen und technischen Anforderungen“ zu modernisieren. Da die erste Drittligasaison schon in Kürze beginnt, hat die Stadt bereits notwendige provisorische Umbauten veranlasst. Weil mit dem sportlichen Aufstieg auch die Gefahr von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen heimischen und auswärtigen Fans steigt, wird unter anderem die Polizei ein eigenes Revier mit Zellen am Stadion bekommen, vorerst in Containern.

Der Gemeinderat soll in der kommenden Woche vom Raumprogramm Kenntnis nehmen und der Sportverwaltung grünes Licht für einen Ausbau mit Kosten von 5,4 Millionen Euro geben. Er beinhaltet: die beidseitige Erweiterung der Haupttribüne um 2000 Einzelsitzplätze, die Sanierung derselben und den vollständigen Neubau des Tribünendachs, so dass dort alle Besucher im Trockenen sitzen würden; den Neubau einer Sicherheitszentrale für Polizei, Ordnungsdienst, Feuerwehr und Sanitäter; Wärmedämmung, neue Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro und ausreichende Notstromversorgung sowie der Bau eines WC-Bereichs für die Besucher.

Dass das altehrwürdige Stadion drittligatauglich gemacht werden sollte, ist im Gemeinderat trotz anderer dringend notwendiger Maßnahmen wie die Sanierung des Eislaufzentrums Waldau unstrittig. Dass nun aber nach einem Gespräch mit den Kickers-Bossen die Fraktionen mit einem Antrag an die Verwaltung herangetreten sind, in dem die Frage nach Kosten für eine noch weiter gehende Sanierung gestellt wird, die den Nutzern „eine bessere wirtschaftliche Basis ermöglichen kann“, wurde im Rathaus mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. Schließlich stand kürzlich auch noch ein Verzicht auf jedwede Sanierung zur Debatte.

Es wird in der Sitzung am 17. Juli konkret darum gehen, ob das Stadion mit seinen Drittligisten in einem ersten Schritt so ertüchtigt wird, dass man sich die Möglichkeit erhält, es im Erfolgsfall zweitligatauglich zu machen. Dafür braucht es eine Rasenheizung, die Erhöhung der Kapazität auf 15 000 Zuschauer und weitere 1000 Sitzplätze. Weil man mit der von der Stadt favorisierten Sparvariante nicht auf das geforderte Sitzplatzkontingent käme, sondern nur mit Abriss und Neubau der Haupttribüne, steht ein wegweisender Beschluss an, der Mehrkosten von einer Million Euro (Gesamtaufwand dann 6,4 Millionen Euro) bedeuten würde. Würden die Kickers aufsteigen, müssten zur Erfüllung der Auflagen aber noch einige Tausend Stehplätze geschaffen werden. Das ginge dann noch einmal richtig ins Geld.

Stuttgarter Zeitung

Kickers und das Geld
Nach der Sanierung des Gazi-Stadions müssen die Kickers doppelt so viel Miete an die Stadt bezahlen wie bisher, nämlich 40 000 Euro pro Saison. Das gilt auch für die VfB-Amateure. Nach Abschluss der Umbaumaßnahmen ist eine Erhöhung um weitere 10 000 bis 15 000 Euro geplant. Außerdem ist die Stadt an den Gastronomieeinnahmen beteiligt. Sie rechnet mit rund 20 000 Euro pro Saison, so dass insgesamt rund 100 000 Euro in die Stadtkasse fließen werden.

Mehr ist von den Kickers jedoch nicht zu holen. Der Gemeinderat muss in der nächsten Sitzung sogar beschließen, dass dem Verein weiter die Rückzahlung seiner Schulden aus dem Stadionumbau 1997 gestundet wird. Zwei Drittel dieser Kosten von rund 2,5 Millionen Euro entfielen auf die Stuttgarter Kickers, die Rückzahlung sollte in 17 Jahresraten à 153 387 Euro erfolgen. Nachdem die „Blauen“ 383 468 Euro abbezahlt hatten, erfolgte der Abstieg in die Regionalliga und das vorläufige Ende der Tilgungsleistung. 2004 wurden die Namensrechte am Waldau-Stadion für eine Million Euro 2004 veräußert, die Hälfte davon floss in die Schuldentilgung. Mittlerweile sind aus dem ursprünglichen Betrag von 1,687 Millionen Euro 883 000 Euro bezahlt und noch 804 000 Euro offen.jon

Stuttgarter Zeitung

Kickers siegen in Memmingen 4:1 – Interesse an Lapaczinski?

STUTTGART (ump). Der Transferpoker um Mustafa Parmak von den Stuttgarter Kickers geht weiter. Gestern war der Spieler nochmals krankgeschrieben, heute steigt er möglicherweise ins Training ein – bei der zweiten Mannschaft, weil sich der Drittligakader auf einem Kurztrainingslager in Österreich befindet. „Es gibt zwar ein Angebot vom TuS Koblenz“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast, „aber das ist indiskutabel.“ Die Stuttgarter beharren auf einem sechsstelligen Betrag plus den Spieler Traut als Zugabe. Und wenn sich die Vereine nicht einigen? „Dann muss man eine andere Lösung suchen“, sagt Cast. Wobei Parmak im Zweifel wieder in die Mannschaft integriert werden müsste – was wegen der Vorkommnisse der vergangenen Wochen nicht leicht werden dürfte.

Auch in einem anderen Fall herrscht Funkstille: der in die zweite Mannschaft verbannte Markus Ortlieb hat noch keinen neuen Club gefunden und fuhr gestern erst einmal mit zum Freundschaftsspiel nach Memmingen, das die Kickers mit 4:1 (Tore: zweimal Schürg, Tucci sowie ein Eigentor) gewannen. „Ohne Abgänge sind uns bei weiteren Neuzugängen die Hände gebunden“, sagt Joachim Cast. Dennoch erwarten die Kickers am Freitag voraussichtlich einen prominenten Trainingsgast: den früheren Bundesligaprofi Denis Lapaczinski (26), der zuletzt bei Hoffenheim II spielte und nun auf der Suche nach einem Drittligisten ist.

Stuttgarter Zeitung

Presse zur Einigung mit Hans Kullen

Einigung mit Hans Kullen
STUTTGART (ump). Im personellen Bereich ist es bei den Stuttgarter Kickers gestern keinen Schritt vorwärtsgegangen, dafür aber im administrativen. Der Fußball-Drittligist hat am Abend den Vergleich mit dem Expräsidenten Hans Kullen bekanntgegeben, der den Verein auf die Zurückzahlung eines gewährten Darlehens (plus Zinsen) von rund 500 000 Euro verklagen wollte. Nach einvernehmlichen Verhandlungen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Rainer Lorz ist die für den 23. Juli anberaumte gerichtliche Auseinandersetzung nun vom Tisch. „Für die angestrebte Konsolidierung der Kickers ist dies ein Quantensprung“, sagte der Präsident Dirk Eichelbaum, der noch hinzufügte: „Der Verein hat Hans Kullen viel zu verdanken.“

Der inzwischen zum SSV Reutlingen ins Präsidium gewechselte Versicherungskaufmann hat den Club durch das finanzielle Engagement in seiner Amtszeit überhaupt erst vor der Insolvenz bewahrt. Rainer Lorz betont nun: „Hans Kullen ist dem Verein erheblich entgegengekommen, was seine Verbundenheit mit den Kickers zeigt.“ Die Einigung sieht vor, dass Kullen auf einen Teil seiner Forderungen – die Rede ist von knapp der Hälfte der Summe – verzichtet, und den Rest in Ratenzahlungen von insgesamt etwas mehr als acht Jahren bekommt. „Damit ist eine große Belastung von uns abgefallen“, sagt Eichelbaum.

Sportlich reist die Mannschaft heute zu einem Testspiel nach Memmingen (Spielbeginn 18.30 Uhr) und anschließend in ein kurzes Trainingslager nach Reutte in Tirol. Mit dem Mittelfeldspieler Mustafa Parmak oder ohne? Das ist mal wieder die Frage in dieser fast schon unendlichen Geschichte. „Wir warten immer noch auf ein konkretes Angebot aus Koblenz wegen der Ablösesumme“, sagte gestern der Kickers-Manager Joachim Cast, nachdem er sich mit dem Spieler Sascha Traut über ein Tauschgeschäft einig ist. „So langsam nervt diese Angelegenheit“, sagt der Trainer Stefan Minkwitz, was nicht danach klingt, als ob der Spieler noch eine große Zukunft bei ihm hat. Zumindest wären bereits die Eckdaten von Parmak mit dem Zweitligisten TuS Koblenz abgeklärt, wo er einen Zweijahresvertrag (plus möglicher Option) erhalten würde.

Joachim Cast sagt: „Wenn er kommt, fährt er heute mit ins Trainingslager“ – das auf 1000 Meter Höhe abgehalten wird. Neben teamfördernden Maßnahmen steht auch ein Marsch bis auf 2500 Meter Höhe auf dem Programm. „Das dient der Kondition“, sagt Minkwitz. Bashiru Gambo dürfte dabei momentan allerdings nicht mitmachen können, er hat eine leichte Kapselverletzung. „Aber nichts Schlimmes“, sagt Cast zu dem verletzungsanfälligen Ghanaer.

Stuttgarter Zeitung

Kickers einigen sich mit Hans Kullen

Stuttgart (StN) – Die Stuttgarter Kickers und ihr früherer Präsident Hans Kullen haben einen Rechtsstreit vermieden und sich außergerichtlich über die finanziellen Differenzen geeinigt. Dabei stimmte Kullen der Rückzahlung seines Darlehens über einen Zeitraum von acht Jahren zu. Zudem müssen die Blauen nicht die gesamte Summe von ursprünglich über 500 000 Euro zurückzahlen. Am Montagabend segnete das Kickers-Präsidium den von Kullen und Aufsichtratschef Rainer Lorz ausgearbeiteten Kompromiss ab. „Hans Kullen ist dabei dem Verein auch erheblich entgegen gekommen“, sagte Lorz. Kullen freute sich, „eine Lösung unter Sportsfreunden gefunden zu haben“. Besonders erleichtert war Kullens Nachfolger, Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum: „Für die angestrebte Konsolidierung des Vereins war dies ein Quantensprung.“

Stuttgarter Nachrichten

Stuttgarter Kickers reisen ins Allgäu

Für die kommenden drei Tage verabschiedet sich die Profi-Truppe der Stuttgarter Kickers ins Allgäu. Dort trifft das Team von Trainer Stefan Minkwitz am Dienstag Abend auf den Bayernligisten FC Memmingen. Das Spiel gegen den Sechsten der letztjährigen Bayernligasaison beginnt um 19.00 Uhr, gespielt wird in der neuen Memminger Fussball-Arena.

Zum Einsatz werden auch drei Spieler aus der Oberligamannschaft kommen, denn Trainer Stefan Minkwitz hat für den Test in Memmingen Markus Ortlieb, Moritz Steinle und Markus Kärcher ins Team berufen.

Nach der Begegnung reisen die Kickers in ein zweitägiges Teambuilding- Trainingslager in die Allgäuer Alpen, an dem auch die derzeit verletzten Spieler Alexander Rosen, Bashiru Gambo, Marcus Mann und Franco Petruso teilnehmen werden. Ausgangsstation für die beiden Tagen in den Alpen ist Reutte in Triol.

Offizielle Homepage

Presse zum Testsieg in Au und den Personalien Mesic und Parmak

Kickers schlagen Au 3:1
Trainer Minkwitz fordert Klarheit

STUTTGART (ump). Der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat auch sein drittes Vorbereitungsspiel gewonnen, mit 3:1 bei der SpVgg Au. „In der zweiten Hälfte haben wir aber zu viele Chancen vergeben“, kritisierte der Manager Joachim Cast nach den Treffern von Schürg, Deigendesch und Tucci, wobei vor allem der Neuzugang Schürg die Erwartungen bisher voll erfüllt hat. „Nach den Eindrücken von Spiel und Training ist er im Sturm derzeit die Nummer eins“, sagt Cast.

Das würde sich ändern, falls der Wunschspieler Mirnes Mesic doch noch den Weg zurück nach Degerloch finden würde, doch darauf deutet im Moment wenig hin. Die Signale zur Finanzierung jedenfalls blieben bisher aus, und der Trainer Stefan Minkwitz drängt auf eine rasche Entscheidung – nicht nur in dieser Personalie. Gleiches gilt auch für den immer noch kranken Mustafa Parmak, bei dem sich aber eine Lösung abzeichnet. „Es gibt inzwischen Verhandlungen mit Koblenz, aber noch keine Entscheidung“, sagt Cast zu den Gesprächen mit dem Zweitligisten, die ein Tauschgeschäft mit dem Spieler Traut plus eine Ablösesumme X beinhalten. Sollte die Verpflichtung von Mesic scheitern, müsste wohl auch in der Offensive noch einmal nachgebessert werden. „Ich will bis Dienstag Klarheit“, sagt Minkwitz.

Denn morgen bestreitet die Mannschaft den nächsten Test – beim FC Memmingen (19 Uhr). Anschließend fährt der Kader weiter zur Kaufbeurer Hütte, was auch unter dem Aspekt teambildende Maßnahme zu sehen ist. Am Donnerstag kehrt die Mannschaft zurück, dann werden auch die konkreten Spieltermine bekanntgegeben. Wobei die Partien in Burghausen und gegen Düsseldorf wohl samstags ausgetragen werden.

Stuttgarter Zeitung

Kickers und Koblenz nähern sich an
Parmak weiterhin krank
 
Stuttgart – Langsam nervt die Sache, doch wie es aussieht, ist ein Ende des Wechselpokers um Mittelfeldspieler Mustafa Parmak in Sicht. Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers und Zweitligist TuS Koblenz sind sich bei den Verhandlungen nähergekommen.

VON JÜRGEN FREY

So viel steht fest: Geht Parmak, kommt im Gegenzug Sascha Traut. Die Blauen sind sich mit dem Koblenzer Mittelfeldmann einig. Der wiederum muss noch die letzten Details wegen seiner Abfindung mit der TuS klären. Und beim entscheidenden Punkt haben sich die Vereine zwar angenähert, die Einigung steht aber noch aus: Welche Leistungen erbringt Koblenz über das reine Spieler-Tauschgeschäft hinaus? Was die ungeklärte Personalie besonders ärgerlich macht: Sie blockiert weitere mögliche Transferaktivitäten der Kickers. Können sich die Blauen noch einen Innenverteidiger leisten, oder wird in der Not auf Markus Ortlieb (zweite Mannschaft) zurückgegriffen? Auch Stürmer Mirnes Mesic (SC Freiburg) kann nicht ewig auf ein konkretes finanzielles Angebot der Blauen warten. Klappt es nicht, steigen die Chancen von Trainingsgast Suad Rahmanovic – möglicherweise über die Oberligaelf, – einen Vertrag zu bekommen.

Die Vorbereitung auf die neue Saison läuft unterdessen weitgehend nach Plan. Am Samstag gab es einen 3:1(2:0)-Sieg beim Oberligisten SpVgg Au. Die Kickers-Tore erzielten Michael Schürg, Benedikt Deigendesch und Marco Tucci. „Wir haben gegen Ende einige Chancen fahrlässig vergeben“, sagte Minkwitz, der wegen kleinerer Wehwehchen auf Alexander Rosen, Bashiru Gambo und Franco Petruso verzichtet hatte. Marcus Mann wurde nach seinem Kahnbeinbruch operiert. „In 14 Tagen spielt er wieder“, prognostizierte Minkwitz.

Stuttgarter Nachrichten

Oberligist Au misst sich mit Stuttgarter Kickers

Testspiel noch vor dem Trainingsauftakt

Den Verlockungen erlegen: Fußball-Oberligist SpVgg Au spielt am Samstag gegen die Stuttgarter Kickers – obwohl erst am Sonntag Trainingsauftakt ist.

WINFRIED VOGLER
Als Markus Pleuler anfangs der Woche eine telefonische Anfrage seines alten Kumpels Stefan Minkwitz aus gemeinsamen Degerlocher Tagen erhielt, überlegte der 38-jährige Trainer der SpVgg Au nicht lange. „Wir spielen gegen euch“, lautete seine Antwort auf die Frage des Trainers der Stuttgarter Kickers, der auf der Suche nach einem kurzfristigen Testspiel-Gegner war.

Obwohl die Illertaler erst am Sonntag (10.30 Uhr) ihren offiziellen Trainingsauftakt bei einem anschließenden bayerischen Frühschoppen mit Weißwürsten für die kommende Oberliga-Saison feiern, spielen sie nun am Samstag (14 Uhr) schon im heimischen Stadion gegen die Blauen.

„Ein Spiel gegen einen Drittligisten zum quasi Nulltarif ist doch verlockend“, begründete Pleuler seine spontane Zusage für das Freundschaftsspiel noch ehe die Saisonvorbereitung richtig beginnt. Deshalb wird er sein Team nun am heutigen Freitag erstmals „zu einem ersten Kennenlernen“ und am Samstagvormittag nochmals zu einem lockeren Aufwärmen ins Training einbestellen.

Die Stuttgarter Kickers, erst am letzten Spieltag der zurückliegenden Runde mit einem Sieg in Elversberg für die neue dritte Liga qualifiziert, sind bereits seit 21. Juni im Training. Unter den sechs Neuzugängen Sasa Janic und Jörn Schmiedel (beide SSV Reutlingen), Thorsten Reiß (Ludwigshafen-Oggersheim), Ralf Kettemann (SpVgg Greuther Fürth) und Josip Landeka (Mainz 05) befinden sich mit Michael Schürg und Torhüter Benjamin Huber (zuletzt FC Ingolstadt) auch zwei Ex-Ulmer in ihren Reihen.

Einem lockeren 24:1-Auftakt-Erfolg gegen den TSV Heumaden folgte ein 2:0-Sieg gegen Oberliga-Aufsteiger TSG Balingen.

Bei der SpVgg Au hat die Rücktrittsankündigung von Spielleiter Walter Oßwald bei Vorstand Gordon Kniesche „eine große Überraschung“ ausgelöst. Doch Trainer Pleuler lässt sich dadurch nicht beirren: „Ich bin für den sportlichen Bereich zuständig und konzentriere mich ausschließlich darauf“, sagte der 38-Jährige.

Alle sechs Neuzugänge werden am Samstag zum Einsatz kommen. Für die Zuschauer, so glaubt Coach Pleuler, steigt eine durchaus interessante Partie.

Südwest-Presse

StN: Höhere Ticketpreise ärgern Kickers-Fans

Ermäßigung für Rentner entfällt – Eichelbaum: „Dritte Liga höherwertiges Produkt“

Stuttgart – Im Fanlager des Fußball-Drittligisten Stuttgarter Kickers herrscht helle Aufregung. Grund: die Erhöhung der Eintrittspreise für die Heimspiele in der am 25. Juli beginnenden Saison. Vor allem der Wegfall der Ermäßigung für Rentner erhitzt die Gemüter.

„Sind die Kickers nun ein Luxus-Verein? Stoppt diesen Preiswahnsinn. Wehrt euch gegen diese Abzocke“, heißt es im Internet. Was ist passiert? Präsident Dirk Eichelbaum behauptet: „Nicht viel.“ Und er bittet um Verständnis: „Alles ist schließlich teurer geworden, und wir mussten die Preise den steigenden Kosten anpassen.“

Das lässt sich nachvollziehen, doch den Fans geht vor allen Dingen eines gehörig gegen den Strich: Die Rabatte für sozial Schwächere wie Kinder, Jugendliche, Wehrpflichtige und Zivildienstleistende wurden zum Teil erheblich zurückgefahren. Die Ermäßigung für Kinder und Jugendliche greift in der neuen Saison nur noch in einem Alter zwischen sechs und einschließlich 16 Jahren, nicht mehr bis zum 18. Lebensjahr. Der Rabatt für Rentner fiel sogar komplett weg.

Präsident Dirk Eichelbaum verteidigt diese unpopuläre Maßnahme: „Rentner sind die vermögendste Bevölkerungsgruppe in Deutschland, ihnen eine Ermäßigung zu erteilen, ist einfach nicht mehr zeitgemäß.“ Allerdings räumt der Kickers-Chef ein, dass es durchaus Härtefälle gibt. Extrem trifft es Rentner, die bisher auf der Haupttribüne im mittleren Bereich in den vorderen sieben Reihen mit den Blauen mitfieberten. Sie zahlten dafür 16,50 Euro, künftig sind es satte 37 Euro. Der Grund: Durch den Umbau der Haupttribüne und die Umwandlung in Einzelschalensitze stehen künftig 300 Sitzplätze weniger für den freien Verkauf zur Verfügung. Der Wegfall des Rentnerrabatts kommt als Nachteil hinzu.

Insgesamt werden die Sitzplatzpreise für Nicht-Mitglieder um drei bis vier Euro angehoben. Der Dauerkartenpreis für die Haupttribüne für Nichtmitglieder erhöhte sich von 464 Euro auf 563 Euro.

In anderen Bereichen wirken sich die Preissteigerungen nicht ganz so gravierend aus. Ein paar Beispiele: Für einen Stehplatz muss künftig ein Euro mehr bezahlt werden als bisher. Die Stehplatz-Dauerkarte kostet 145 Euro.

Die neue Preisstruktur haben die Blauen auf ihrer Homepage erläutert. Die Knackpunkte nennt Präsident Eichelbaum:

„Wir haben durch die dritte Liga ein höherwertiges Produkt.“

„In der neuen Saison wird es 19 statt bisher 17 Heimspiele geben, was den Preis der Dauerkarte entsprechend erhöht.“

„Die höheren Sicherheitsauflagen des DFB fordern gerade einem Verein wie den Kickers zudem alles ab.“

„Die Energiepreise sind teurer geworden, die Miete für das Stadion ebenso.“

www.stuttgarter-kickers.de

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Kickers: Rahmanovic trainiert mit

Nach Burghausen
STUTTGART (StZ). Was lange währt, wird endlich gut. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat gestern Abend den vorläufigen Spielplan für die dritte Liga veröffentlicht. Während der VfB Stuttgart II am 26. Juli (14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den Zweitligaabsteiger Kickers Offenbach beginnen soll, startet der Lokalrivale Kickers bei Wacker Burghausen, ehe er eine Woche später im Gazi-Stadion Fortuna Düsseldorf empfängt (der VfB muss dann zu Union Berlin). Die endgültigen Ansetzungen werden beim Staffeltag am nächsten Donnerstag terminiert.

Gestern Abend trafen die Kickers zunächst einmal in ihrem zweiten Vorbereitungsspiel in Hechingen auf den Oberligaaufsteiger TSG Balingen, das sie durch die Tore von Michael Schürg (30.) und Sokol Kacani (90.) mit 2:0 gewannen. Nicht eingesetzt werden konnten Marcus Mann und Josip Landeka, und auch der von TuS Koblenz umworbene Mustafa Parmak fehlte. Parmak wurde doch noch einmal krankgeschrieben und nimmt somit auch nicht am Trainingsbetrieb teil. Dafür hält sich der ehemalige Stürmer Suad Rahmanovic bei den Kickers in Form, der lange verletzt gewesen ist. Ob mehr daraus wird? „Das müssen wir einmal schauen“, sagt Minkwitz, „er macht auf jeden fall einen fitten Eindruck.“

Stuttgarter Zeitung