StZ: Nachgefragt: Kick im Knast

Eine Reise ins Ungewisse
Die Stuttgarter Kickers spielen heute in der Justizvollzugsanstalt Stammheim, wo der Fußball-Regionalligist gegen eine Juniorenauswahl der Häftlinge antritt. Fabian Heckenberger hat mit dem Kickers-Trainer Stefan Minkwitz gesprochen.

Herr Minkwitz, ihre Mannschaft hatte am vergangenen Sonntag trainingsfrei. War das nicht leichtsinnig vor dem Spiel heute in Stammheim?

Ja, Sie haben Recht, das war nicht so clever. Da haben wir wertvolle Trainingszeit verschenkt. Zumal die gegnerischen Spieler ja sehr viel Zeit zum Trainieren haben.

Haben Sie den heutigen Gegner beobachten lassen?

Wir wollten. Und wir haben im Vorfeld alles versucht, aber da war nichts zu machen, zu viele Mauern. Wir haben auch keinen Häftling in unserer Mannschaft, der die Platzverhältnisse in Stammheim kennt. Insofern treten wir eine Reise ins Ungewisse an.

Wie stellen Sie Ihre Mannschaft darauf ein?

Die Taktik lautet folgendermaßen: Wir werden tief stehen, uns in unserer Hälfte einigeln, den Gegner kommen lassen und dann vielleicht einen Konter fahren. Bei drei Spielen innerhalb von acht Tagen muss man seine Kräfte schonen.

Nun mal im Ernst: Wie kam die Partie denn zustande?

Die Vollzugsanstalt Stammheim hat vor einiger Zeit bei uns angefragt, ob so etwas denn möglich wäre, und wir haben gesagt: in Ordnung, das machen wir. Wir werden auch mit der gesamten Mannschaft hinfahren und vor der Partie wie immer eine Teambesprechung abhalten. Es wird vielleicht nicht jeder Spieler zum Einsatz kommen, aber wir sehen das schon als sinnvolles Trainingsspiel.

Das vielleicht auch einen gewissen Motivationseffekt hat?

Ich glaube nicht. Es wird sicher interessant für meine Spieler, mal ein Gefängnis von innen zu sehen. Mehr aber auch nicht.

Und wenn einer der Häftling-Junioren heute die gestandene Kickers-Abwehr schwindelig spielt?

Dann kann er sich gerne bei mir melden – wenn er wieder auf freiem Fuß ist.

Stuttgarter Zeitung

Presse zu Wacker Burghausen – Stuttgarter Kickers (1:2)

Aalen kann kommen
Die Kickers gewinnen in Burghausen – und fiebern dem Duell mit dem Tabellenzweiten entgegen
 
STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers haben in der Fußball-Regionalliga zum Befreiungsschlag ausgeholt. „Ich hoffe, dass das neue Euphorie entfacht“, sagt der Präsident Dirk Eichelbaum nach dem 2:1-Sieg beim Zweitligaabsteiger Wacker Burghausen.

Von Joachim Klumpp

Es geht also auch ohne Präsident, und ohne Manager. Die beiden Cheffunktionäre der Stuttgarter Kickers waren am Wochenende verhindert. Halb privat, halb beruflich. Der Spielleiter Uli Probst fungierte deshalb bei der Auswärtssfahrt in Burghausen quasi als Delegationsleiter – und darf wiederkommen. Denn das 2:1 war nicht nur der erste Auswärtssieg seit fast genau sieben Monaten, er bringt die Kickers auch ganz nah an den zehnten Platz und die Qualifikation für die dritte Liga heran, das erklärte Saisonziel des Traditionsvereins. „Ich denke, das Ergebnis geht in Ordnung“, sagte der Trainer Stefan Minkwitz, „Burghausen hatte zwar mehr Spielanteile, aber wir hatten die klareren Chancen.“ Zwei davon nutzten erst Bashiru Gambo nach einem Eckball („Standards haben wir die ganze Woche geübt“, so der Trainer) und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich Marco Tucci, der wie schon gegen Oggersheim seine Jokerqualitäten bewies.

Das größte Kompliment gab es am Ende ausgerechnet vom Gegner, Burghausens Trainer und Exprofi Peter Assion, der sagte: „Die Kickers waren der bisher beste Gegner, seit ich die Aufgabe als Trainer übernommen habe – besser als Reutlingen, Frankfurt oder Unterhaching. Sie sind aufgetreten wie eine Spitzenmannschaft.“ Das sind die Kickers auch – zumindest in der Tabelle des Jahres 2008, in der sie den fünften Platz belegen, punktgleich mit dem VfR Aalen.

Das Stichwort: denn am nächsten Samstag kommt es im Gazi-Stadion zum Duell mit dem Aufstiegsanwärter von der Ostalb. Und zum langersehnten Topspiel. Eigentlich soll die Erfolgsserie der Kickers – sechs Spiele ohne Niederlage – Ruhe ins Umfeld des Vereins bringen. „Ich hoffe aber auch, dass das Ergebnis eine Euphorie entfacht“, sagt der Präsident Dirk Eichelbaum, der sich auch auf eine Zuschauerzahl festlegt: 5000 sollten es schon sein. „Ich denke, das ist realistisch, wenn es nachher noch ein paar mehr werden, ist es auch recht.“ Denn das Geld können die Kickers bekanntlich genauso gut brauchen wie die Punkte. Der Trainer Stefan Minkwitz, der die Mannschaft heute früh wieder um sich versammelt, sieht das Spiel gelassen: „Gegen Aalen sind wir nicht der Favorit, das ist psychologisch gesehen immer etwas einfacher.“

Während die Mannschaft gestern freibekam, flog der Manager Joachim Cast aus Berlin zurück, wo am Wochenende am Rande des Pokalfinales der Regionalligaausschuss tagte, dem Cast und auch Helmar Müller vom VfB angehören. Dabei ging es um mögliche Mehreinnahmen aus den geplanten Pokalrechten für Premiere (die Rede ist von 30 Millionen Euro), die auch der dritten Liga zugutekommen sollen. „Es gibt positive Signale vom DFB, mehr kann ich im Moment nicht sagen“, erklärt Cast.

So gesehen hat der Manager am Samstag zwar nicht den Kickers direkt geholfen, aber der Liga, der die Stuttgarter künftig angehören wollen. „Wir haben konkret immer nur für die dritte Liga geplant“, sagt Eichelbaum. „Und ich hoffe, dass der Notplan für die vierte Liga in der Schublade bleiben kann.“

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Mann, Rapp, Stierle – Parmak (86. Steinle), Rosen, Gambo (83. Yildiz), Cerci – Kacani (46. Tucci), Vaccaro.

Tore: 0:1 Gambo (48.), 1:1 Galuschka (73.), 1:2 Tucci (84.)

Stuttgarter Zeitung

Kickers: Platz zehn in Reichweite
Trainer Minkwitz genießt Sieg über Burghausen, warnt aber vor Zufriedenheit
 
Stuttgart – Die Frühjahrsoffensive der Stuttgarter Kickers ist nicht zu stoppen: Der Fußball-Regionalligist siegte am Samstag bei Wacker Burghausen mit 2:1 (0:0) und hat nur noch einen Zähler Rückstand auf Platz zehn. Trotz sechs Spielen ohne Niederlage bleibt Trainer Stefan Minkwitz vorsichtig.

VON JÜRGEN KEMMNER

Strahlende Frühlingssonne, ein verführerisch gedeckter Frühstückstisch – der Sonntag begann für Stefan Minkwitz wie ein Morgen im Garten Eden. Der Kickers-Trainer genoss den Augenblick, und die Gedanken ans Spiel in Burghausen steigerten den Wohlfühl-Faktor zusätzlich. Die Blauen hatten 2:1 gewonnen, es war die sechste Partie in Folge ohne Niederlage. Der zehnte Platz, das Ufer für die Qualifikation zur dritten Liga, ist wieder in Reichweite. „Die Spieler und ich, wir können diesen Tag richtig genießen“, sagte Minkwitz, „das Team hat die richtige Reaktion auf das schwache Auftreten gegen Oggersheim gegeben.“

In Burghausen versteckten sich die Kickers nicht. Sie erspielten sich vorn einige Chancen und standen hinten (fast) jederzeit sicher. Das gesteigerte Selbstvertrauen wurde besonders nach dem Ausgleich offenkundig. Es regierte nicht die Angst vor einer Niederlage und löste das große Nervenflattern aus, sondern der Glaube an den Erfolg ermöglichte den Siegtreffer. „Die Mannschaft glaubt wieder an sich“, freute sich Präsident Dirk Eichelbaum. Wie schon gegen Oggersheim lieferte Marco Tucci das entscheidende Tor, der Joker war in der Pause für den wenig agilen Sokol Kacani gekommen. „Da hat der Trainer wieder mal das richtige Händchen bewiesen“, flachste Minkwitz und ergänzte ernsthaft: „Er hatte diese längere Bewährungsprobe verdient.“

Dem Coach war jedoch nicht entgangen, dass Tucci zuvor zwei Hochkaräter versiebt hatte. Wobei Minkwitz bei den weniger erfreulichen Begleitumständen des Siegs angekommen war. Im Sturm fehlte die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, sonst hätte es 2:0 oder gar 3:0 stehen können. Immerhin bestrafte Burghausen diese Schwäche nicht. Und beim Gegentor, als Markus Mann an der Auslinie behandelt wurde, stimmte die Zuordnung nicht. „Es war nicht alles gut, da machen wir uns nichts vor“, sagte Minkwitz, „heute dürfen sich die Spieler ausruhen, am Montag wird in der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Aalen am Samstag wieder hart gearbeitet.“ Und vielleicht beginnt der darauffolgende Sonntag für den Kickers-Trainer ja ebenso wie der gestrige.

Stuttgarter Nachrichten

Aufholjagd fortgesetzt
 
Stuttgarter Kickers gewinnen in Burghausen mit 2:1
 
Stuttgart (bw) – Mit einem verdienten 2:1 (0:0)-Auswärtssieg bei Wacker Burghausen haben die Stuttgarter Kickers ihre Aufholjagd in der Fußball-Regionalliga fortgesetzt. Jetzt sind sie von den Qualifikationsrängen für die neue dritte Liga nur noch einen Punkt entfernt.

Nach dem schwachen Auftritt (1:0) gegen Schlusslicht FSV Ludwigshafen-Oggersheim ist der Einsatzwille bei den geläuterten „Blauen“ zurück. „Die Spieler haben die richtige Reaktion auf den Mist gezeigt, den sie damals abgeliefert haben“, sagte Trainer Stefan Minkwitz, der nach dem Sieg in Burghausen „sehr zufrieden“ mit der Mannschaft war. Sowohl taktisch als auch von der Disziplin her habe die Einstellung wieder „hundertprozentig“ gestimmt, freute sich der Coach und hatte diesmal lediglich an der Chancenverwertung etwas auszusetzen.Die wiedergenesenen Oliver Stierle und Alexander Rosen waren ins Team zurückgekehrt, das bei den Oberbayern nach 20 Minuten das Heft in die Hand nahm. Vor 2850 Zuschauern erzielte Bashiru Gambo per Kopf (48.) nach einem Eckball von Mustafa Parmak die Stuttgarter Führung. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte Florian Galuschka (73.) just in der Zeit, als Kickers-Verteidiger Marcus Mann an der Seitenlinie eine Risswunde an der Nase behandeln ließ und damit in der Viererabwehrkette fehlte. „Das war besonders bitter“, ärgerte sich Minkwitz. Doch dann folgte wieder eine starke kämpferische Phase der Gäste und – wie schon zuletzt gegen Oggersheim – der Auftritt des Jokers Marco Tucci. Der für Sokol Kacani zur Pause eingewechselte Stürmer erzielte den 2:1-Endstand (84.).Damit sind die Kickers nun schon seit sechs Spielen ungeschlagen, haben in diesen Partien 14 Punkte gesammelt und sich Stück für Stück der dritten Liga genähert. „Meinetwegen braucht diese Serie bis zum Saisonende überhaupt nicht mehr zu reißen“, hofft Minkwitz. Eine andere ist schon gerissen: Der Sieg war der erste Auswärtsdreier seit fast genau sieben Monaten. Stuttgarter Kickers: Yelldell – Deigendesch, Stierle, Mann, Rapp – Parmak (87. Steinle), Rosen, Gambo (83. Yildiz), Cerci – Kacani (46. Tucci), Vaccaro.

Eßlinger Zeitung

Burghausen verliert 1:2: «Willkommen im Abstiegskampf»
 
«Wir wollen eine Siegesserie starten», hatte Wacker Burghausens Roland Bonimeier & Co.
 
verloren am Samstag vor 2850 Zuschauern gegen clevere Gäste in einer temporeichen Partie mit 1:2 und müssen sich jetzt ernsthafte Sorgen um die Qualifikation für die 3. Liga machen – der Vorsprung auf den Tabellenelften Jahn Regensburg ist auf einen Punkt zusammengeschmolzen.

«Wir haben nach dem guten Spielbeginn das Heft aus der Hand gegeben. Die Kickers waren der bisher beste Gegner, seitdem ich die Aufgabe als Trainer übernommen habe – besser als Reutlingen, Frankfurt oder Unterhaching. Sie sind aufgetreten wie eine Spitzenmannschaft und haben heute auch verdient gewonnen», musste Assion nach den 90 Minuten gestehen.

Fehlendes Glück im Abschluss und eine nicht immer sattelfeste Abwehr waren die Gründe für die siebte Saisonniederlage der Wacker-Elf. In der Defensive machte sich vor allem das Fehlen von Björn Hertl bemerkbar, der der Abwehr in den vergangenen Wochen viel Stabilität verliehen hat. Für den gesperrten Kapitän rückte Markus Palionis in das Zentrum der Viererkette – gleichwertig ersetzen konnte er Hertl aber nicht. Im Mittelfeld schenkte Assion Sebastian Mitterhuber das Vertrauen, für den 20-Jährigen musste Ronald Schmidt auf der Bank Platz nehmen.

Gestärkt durch den guten Auftritt in Unterhaching (1:1) legten die Burghausener von Beginn an den Vorwärtsgang ein. Schon nach vier Minuten tauchte Christoph Teinert gefährlich vor dem Tor der Gäste auf, scheiterte aber im Duell mit Kickers-Keeper David Yelldell.

Die Stuttgarter versteckten sich aber keineswegs, spielten munter mit und versuchten über schnell vorgetragene Konter zum Erfolg zu kommen. So musste Roland Bonimeier in der zehnten Minute für seinen geschlagenen Tormann auf der Linie retten. Eine sehenswerte Kombination ging der nächsten Gäste-Chance voraus. Vaccaro stand nach einem feinen Doppelpass plötzlich frei vor Manuel Riemann – der Wacker-Keeper behielt die Nerven und klärte mit einem tollen Reflex zur Ecke (30.). Die letzte Möglichkeit in einer unterhaltsamen ersten Hälfte fand Roland Bonimeier vor: Sein Schuss aus 35 Metern ging knapp neben das Tor.

Die kalte Dusche für die Gastgeber erfolgte kurz nach der Halbzeit. Und wieder, wie schon in den vergangenen Partien gegen Unterhaching und Frankfurt, fiel der Gegentreffer nach einer Standardsituation. Der Ex-Dortmunder Bashiro Gambo schraubte sich bei einem Freistoß am höchsten und versenkte den Ball aus kurzer Distanz im Netz – 0:1 (48.). Die Wacker-Elf wirkte nach dem Gegentreffer geschockt und es dauerte bis zur 73. Minute, ehe sie wieder gefährlich vors Kickers-Tor kam: Der eingewechselte Florian Galuschka sorgte mit seinem Kopfballtor für den Ausgleich (73.). Nur zehn Minuten später klingelte es erneut im Burghausener Kasten. Joker Marco Tucci verwertete den Abpraller nach Schuss von Vaccaro – 2:1 für die Gäste, die den Vorsprung anschließend clever über die Zeit schaukelten.

«Das war das schlechteste Spiel unter meiner Regie», ärgerte sich Assion und fügte hinzu: «Jetzt müssen wir mit aller Macht um die 3. Liga kämpfen.» Etwas drastischer drückte es Abwehrspieler Markus Palionis aus: «Ein Kickers-Spieler hat nach dem Schlusspfiff zu mir gesagt: ,Willkommen im Abstiegskampf‘ – und genauso sieht’s aus.» sam
 
Oberbayrisches Volksblatt

Presse zu Stuttgarter Kickers II – SC Freiburg II (1:0)

Vor heimischer Kulisse spielte gestern die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers – und wie. Das Team des Trainers Björn Hinck besiegte den Tabellenersten SC Freiburg II mit 1:0 (1:0). Den Siegtreffer erzielte Marco Kovac in der neunten Minute. „Der Sieg wird uns viel Selbstvertrauen geben“, sagte Hinck. Das wird seine Mannschaft in den verbleibenden Spielen auch benötigen, um den Klassenverbleib zu schaffen. Noch haben die Kickers einen Punkt Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

Stuttgarter Zeitung

Der SC Freiburg II marschiert in Richtung Regionalliga, doch die Stuttgarter Kickers II haben dem Tabellenführer am Sonntag ein Bein gestellt. Vor 100 Zuschauern schlug die zweite Mannschaft der Blauen die Reserve der Breisgauer mit 1:0 (1:0) und revanchierte sich damit für die peinliche 3:7-Niederlage in der Vorrunde. Marco Kovac erzielte das Tor des Tages bereits nach neun Minuten. Freiburg gelang in den folgenden 81 Minuten kein Tor – lediglich Manuel Konrad leistete sich eine Unsportlichkeit und flog mit Gelb-Rot vom Platz (81.)

Stuttgarter Nachrichten

Keine Chance zugelassen und trotzdem 0:1 verloren

Der stark Ersatz geschwächte SC Freiburg II musste am Sonntag bei den Stuttgarter Kickers II seine erste Auswärtsniederlage seit dem 24. November 2007 hinnehmen. In einer ereignissarmen Partie hatte Marco Kovac bereits in der 9. Minute mit einem Fernschuss aus gut 35 Metern das Tor des Tages erzielt. Die Elf von Karsten Neitzel bleibt mit 60 Punkten weiterhin Tabellenführer der Oberliga Baden Württemberg, drei Punkte vor dem SSV Ulm 1846.

Auf vier Protagonisten des Höhenfluges musste Trainer Neitzel in Stuttgart verzichten. Das Innenverteidiger-Duo Raphael Mollet (Bänderriss im Sprungelenk) und Ömer Toprak (bei den A-Junioren im Einsatz) ersetzten Routinier Andreas Kaufmann und Sandrino Braun. Und in der Offensive fehlten Toptorjäger Felix Roth (Kreuzbandriss) und Andreas Glockner (beim Profikader). Dafür rückte Maximilian Mehring ebenso in die Offensiv-Raute ( seinen Part im defensiven Mittelfeld übernahm Michele Borrozzino) wie Alexandre Maisonneuve. Zwischen den Pfosten kam Michael Müller aus dem A-Jugend-Kader zu seinem zweiten Einsatz der Saison.

Und bereits nach neun Minuten wurde Müller kalt erwischt. Einen harmlosen Flankenball hatte die SC-Defensive per Kopf geklärt. Das Spielgerät landete aber gut 35 Meter vor dem Tor bei Stuttgarts Marco Kovac, der ohne zu zögern draufhielt und traf. Die Hausherren führten 1:0. Der SC II ließ in der Folge keine weitere Chance der Kickers zu. Tat sich auf widrigen Platzverhältnissen aber schwer mit einem geordneten Vortrag in die Gefahrenzone. So ging es nach wenig unterhaltsamen 45 Minuten mit 0:1 aus Freiburger Sicht in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang erhöhte die Neitzel-Elf die Schlagzahl. Die Hausherren setzten auf Konter, scheiterten aber ihrerseits ebenfalls immer wieder an den schlechten Platzverhältnissen. Nach einem Doppelwechsel in der 68. Minute (Fabio Dell´ Era für Kaufmann, Luis Hörger für Christoph Jüllich) erhöhte sich der Druck der Freiburger nochmals. Kurz nach seiner Einwechslung fand sich Dell´Era nach einem sehenswerten Doppelpass mit Owusu Ampomah in bester Schussposition wieder. Aber der Stuttgarter Schlussmann Manuel Salz machte die bis dahin beste Freiburger Chance mit einer guten Parade zu Nichte. Nur eine Minute später tauchte Dell´Era erneut im Strafraum der Hausherren auf und wurde zu Fall gebracht. Der zumindest von den Freiburgern vehement geforderte Elfmeterpfiff blieb aber aus. So musste die zuletzt sieben Spiele in Folge ungeschlagene Neitzel-Elf ihre erste Auswärtsniederlage seit dem 24. November 2007 hinnehmen, ohne eine einzige nennenswerte Chance des Gegners zugelassen zu haben. „Jetzt müssen wir uns am kommenden Samstag (26. April, 15.30 Uhr) gegen Bahlingen voll ins Zeug legen. Denn eins ist klar: Durch sind wir noch lange nicht“, sagte Neitzel mit Blick auf die Tabelle. Dort hat der SC II mit 60 Punkten nach dem 27. Spieltag zehn Punkte Vorsprung auf den fünftplatzierten FC Astoria Walldorf.

Alexander Roth

SC Freiburg.com

Presse zur U19 beim FC Bayern München (1:4)

STUTTGART (StZ). Die A-Junioren der Stuttgarter Kickers schweben in der Bundesliga Süd/Südwest weiter in Abstiegsgefahr. Bei der 1:4-Niederlage bei Bayern München stand die Mannschaft von Ralf Strogies gestern über die 90 Minuten auf verlorenem Posten, dem eingewechselten Simon Brandstetter gelang in der 79. Minute wenigstens noch der Ehrentreffer vor 150 Zuschauern. Fünf Spieltage vor Schluss der Saison belegen die Kickers den vorletzten Platz (bei drei Absteigern) und müssen noch bei den direkten Konkurrenten Jahn Regensburg und Wacker Burghausen antreten.

Stuttgarter Zeitung

Nichts zu holen gab es für die Stuttgarter Kickers beim FC Bayern. Die Blauen kamen in München mit 1:4 (0:2) unter die Räder. Im altehrwürdigen Stadion an der Grünwalder Straße wehrten sich die Kickers eine knappe halbe Stunde tapfer – dann traf Thomas Müller zum 1:0 für die Bayern (28.). Viktor Bopp legte kurz vor der Pause das 2:0 (45.) nach. Die Münchner waren nun Herr im eigenen Haus, erneut Thomas Müller (70.) und Sinan Neumair (75.) schraubten das Resultat auf 4:0. Simon Brandstetter gelang der Ehrentreffer für die Blauen (79.).

Stuttgarter Nachrichten

U19-Junioren bleiben in Lauerstellung   

Mit einem 4:1 (2:0)-Sieg gegen die Stuttgarter Kickers hat die U19 des FC Bayern ihre Chancen auf die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft gewahrt. Nach dem 21. Spieltag der Bundesliga Süd/Südwest ist die Elf von Trainer Kurt Niedermayer weiter Dritter, zwei Punkte hinter dem SC Freiburg (1:0 bei der TSG Hoffenheim), der den mindestens zur Endrundenteilnahme benötigten Platz zwei belegt.

Vor 150 Zuschauern im Grünwalder Stadion waren die Bayern gegen die Kickers die überlegene Mannschaft. Thomas Müller (28. Minute) und Viktor Bopp (45.) schossen eine 2:0-Pausenführung heraus. Nach dem Seitenwechsel machten erneut Thomas Müller (70.) sowie Sinan Neumeier (75.) alles klar. Kurz vor Schluss gelang Simon Brandstetter (79.) für den Tabellenvorletzten noch der Ehrentreffer.

Die nächste Chance, Freiburg in der Tabelle zu überholen, haben die U19-Junioren des FC Bayern am kommenden Sonntag. Dann treten sie beim Nachwuchs des FSV Mainz 05 an.

FC Bayern

U19 ohne Chance bei den Bayern

Die A-Jugend der Stuttgarter Kickers unterlag heute beim FC Bayern München deutlich mit 1:4. Simon Brandsteller blieb es lediglich vorbehalten, den Ehrentreffer zu erzielen. Am kommenden Samstag treffen die Blauen auf den Nachwuchs des Karlsruher SC. Das spielt beginnt um 12:00 Uhr und bietet sich als Vorspiel zum Regionalliga-Derby gegen den VfR Aalen an (Anstoss 14:00 Uhr).
Rodriguez; Thieß, Reichardt, Abruscia, Kosic (66. Leutenecker); Hirning, Boric, Pala (76. Vargas-Müller): Fennell, Celiktas (36. Yel/58. Brandstetter), Zivaljevic

Kickers II besiegen Tabellenführer

Das Oberligeateam der Stuttgarter Kickers hat sich heute einen wichtigen „Dreier“ im Kampf gegen den Abstieg gesichert. Gegen den Tabellenführer SC Freiburg II gewinnen die Blauen durch ein Tor von Marko Kovac (9. ) mit 1:0.

Damit belegen die Kickers wieder einen Nichtabstiegsplatz. Am Samstag geht es zum Tabellenfünften Astoria Walldorf, die ihrerseits jeden Punkt im Kampf um den Aufstieg benötigen.

U17 unentschieden gegen Mainz

Die B-Jugend der Stuttgarter Kickers spielte heute gegen den Nachwuchs des FSV Mainz 05 2:2 (1:0) unentschieden. Wlasios Kotaidis brachte die Kickers per Foulelfmeter in Führung (15. ), trotz der erneuten Führung durch Simon Frank (63. ) reichte es nur zu einem 2:2 Unentschieden. Die Kickers stehen damit auf Platz elf der Tabelle, einem Nichtabstiegsplatz. Nächsten Samstag geht es zum bisher enttäuschenden Nachwuchs des FC Bayern München.
Die Kickers spielten mit:
Grgic; Schaal, Bondel, D. Müller (77.Schulze), Yazici: Frank, Avdic (54. Russom), Kotaidis, Straub: Novak (58. Hofmann), Koutsiofitis (76. Arslan)

Wichtiger Sieg in Burghausen!

Die Stuttgarter Kickers kommen dem Ziel 3. Bundesliga immer näher. Beim SV Wacker Burghausen gewinnen die Blauen mit 2:1. Bashirou Gambo brachte die Kickers nach einer Ecke per Kopfball kurz nach der Pause in Führung.

Währen Markus Mann verletzt am Spielfeld behandelt wurde, erzielte Galuschka in der 73. Minute den Ausgleichstreffer für die Gastgeber. Doch der Joker traf wieder. Der eingewechslete Marko Tucci erzielte in der 84. Spielminute den Siegtreffer für die Blauen. Damit sind die Stuttgarter Kickers nur noch ein Punkt von Platz zehn entfernt. Am kommenden Samstag treffen die Blauen auf den VfR Aalen. Da Reutlingen in Unterhaching antreten muss, winkt bei einem Sieg Platz Zehn! Wir packen das! Auf die Blaue!