StZ: Der Kickers-Manager Joachim Cast glaubt fest an den Klassenverbleib

2. März 2009 in Kickers I, News, Verein

„Wochen der Wahrheit“

Der Fußball-Drittligist Stuttgarter Kickers hat am Wochenende tatenlos mitansehen müssen, wie die Konkurrenten im Abstiegskampf teilweise überraschende Punkte geholt haben. „Das Gute daran ist nur: Man sieht, dass in dieser Liga alles möglich ist“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Cast, was bereitet mehr Kopfzerbrechen: Dass gegen den Regionalligisten Ulm nur 1:1 gespielt wurde oder die Ergebnisse der Konkurrenz im Abstiegskampf?

Da braucht man nicht lange zu überlegen, natürlich die für uns zum Teil negativen Ergebnisse der Konkurrenz – damit muss man eben jederzeit rechnen. Die Aufgabe wird dadurch nicht leichter, aber wir müssen jetzt nach uns schauen, damit wir auch Punkte holen, wo keiner damit rechnet, am besten schon nächsten Samstag in Aue.

Der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt inzwischen bereits neun Punkte.

Es liegt jetzt an uns, den Rückstand aufzuholen. Und ich bin fest davon überzeugt, dass es noch reichen wird. Die Mannschaft hat gut gearbeitet, und das Gute an den Ergebnissen ist ja: man sieht, dass alles möglich ist.

Und welche Rückschlüsse gab das 1:1 beim Testspiel in Ulm?

Wenn man ehrlich ist, gab es nicht allzu viele Aufschlüsse. Allerdings haben auch etliche Spieler gefehlt, die nächste Woche hoffentlich wieder dabei sind: Traut wegen einer Oberschenkelverletzung, Traub mit Grippe, Parmak wurde auf dem Kunstrasen geschont, und Deigendesch, dann musste Marcus Mann nach zehn Minuten mit einer Platzwunde raus und Bashiru Gambo wegen einer Nasenverletzung nach seinem Ausgleichstreffer. Dafür haben etliche Spieler aus der zweiten Reihe über 90 Minuten Spielpraxis bekommen, wie Köpf, Kettemann oder Ortlieb.

Angelo Vaccaro hat bei seinem neuen Verein Eintracht Frankfurt II einen Einstand nach Maß gehabt und beim 2:2 in Kassel beide Treffer erzielt. Trauern Sie ihm nicht nach?

Das ist Vergangenheit. Wir haben uns so entschieden – und diese Entscheidung war absolut richtig.

Im März steht nun alle drei, vier Tage ein Spiel auf dem Programm. Ist das im Abstiegskampf kein Handicap?

Nein. Ich hoffe, dass uns unser relativ großer Kader da noch zugutekommen wird. Die konditionellen Grundlagen sind gelegt, und damit wir in den Rhythmus kommen, spielen wir morgen gleich noch in Hoffenheim. Aber klar ist auch: im März folgen die Wochen der Wahrheit.

Heute ist der Stichtag für die Einreichung der Lizenzunterlagen beim DFB. Ist das inzwischen geschehen?

Die Unterlagen habe ich am Freitag vollständig in Frankfurt eingereicht. Zunächst nur für die dritte Liga. Für die Regionalliga haben wir noch vier Wochen Zeit. Wer weiß, wenn wir im März alle Spiele gewinnen, brauchen wir sie ja vielleicht gar nicht mehr abgeben. . .

Stuttgarter Zeitung

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