StZ: Kickers mit Marketingagentur

27. Mai 2008 in Kickers I, News, Verein

Weniger Geld für die dritte Liga
STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers bekommen im Saisonfinale der Fußball-Regionalliga Unterstützung – durch eine professionelle Marketingagentur (ESM Rödig und Team), die für die nötigen Sponsoren sorgen soll. Die Zusammenarbeit ist zunächst auf zwei Jahre angelegt, und zwar unabhängig von der Ligenzugehörigkeit. Der Präsident Dirk Eichelbaum betont: „Die Agentur wird ihre Arbeit sofort aufnehmen.“

Das wird auch nötig sein, denn vonseiten des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) gibt es zwei schlechte Nachrichten. Weil sich höchstwahrscheinlich nur drei zweite Mannschaften von den Proficlubs für die neue dritte Liga qualifizieren werden (VfB, Werder und Bayern), muss das künftige Fernsehhonorar durch die verbleibenden 17 Vereine (und nicht wie geplant durch 16) geteilt werden. Das bedeutet, dass pro Club und Saison nur knapp 590 000 statt der ursprünglich vorgesehenen 625 000 Euro ausgeschüttet werden. „Das ist natürlich nicht erfreulich“, sagt der Kickers-Manager Joachim Cast. „Schließlich zählt bei uns jeder Euro.“

Erschwerend hinzu kommt, dass auch die zusätzlichen Pokaleinnahmen aus dem Premierevertrag nicht – wie geplant – den Drittligisten zugute kommen, sondern direkt den 64 Pokalteilnehmern. Da die Kickers für den Wettbewerb 2008/09 die Qualifikation auf Verbandsebene verpasst haben, ist auch aus dieser Quelle keine zusätzliche Einnahme zu erwarten. Die Kickers sind zwar optimistisch, dass sie die Lizenz für die dritte (und im schlechtesten Fall auch die vierte Liga) bekommen, doch der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Lorz sagt: „Es wird kein Selbstläufer.“ Bis 5. Juni haben die Vereine noch Zeit, die DFB-Bedingungen zu erfüllen.

Zuvor müssen sich die Kickers natürlich erst einmal sportlich qualifizieren: mit einem Sieg am Samstag in Elversberg – und dem passenden Ergebnis des Parallelspiels Siegen gegen Reutlingen. Mustafa Parmak hat gestern wieder mit dem Training begonnen, allerdings nur Laufeinheiten absolviert. „Aber damit liegt er im Plan“, sagt Cast.

Stuttgarter Zeitung

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