StZ: Gibt es eine Fortsetzung?

Ob das Stuttgarter Derby künftig regelmäßig stattfindet, hängt letztlich vom VfB ab.

Vor einem Jahr haben die Stuttgarter Kickers in der Vorbereitung zur neuen Regionalligasaison noch eine 0:10-Klatsche gegen Bayern München hinnehmen müssen. Am Mittwoch nun erreichten sie im Derby gegen den VfB ein achtbares 1:1, ohne das Ergebnis überzubewerten. „Das war zweitrangig“, sagt der Trainer Dirk Schuster, „wichtig war, dass wir uns ordentlich präsentiert haben.“

Denn 6000 Zuschauer kamen trotz der Hitze ins Gazi-Stadion, so dass nach Abzug der Unkosten für beide Vereine knapp 30 000 Euro hängenbleiben dürften, wobei die Summe für die Kickers wertvoller ist als für den Fußball-Bundesligisten. Dabei sagt der Kickers-Präsident Edgar Kurz: „Mir geht es weniger um das Geld als um das Image.“ Deshalb soll das 164. Stadtderby nicht das letzte gewesen sein, sondern nach Möglichkeit eine Dauereinrichtung in der Vorbereitung werden.

Die Frage dabei ist noch, ob der VfB mitzieht. Dessen Präsident Erwin Staudt sagt: „Es ist schön, dass so viele Besucher da waren und alles in ruhigen Bahnen verlief, aber wir müssen jetzt mal schauen, was wir die nächsten Jahre machen.“ Eine Entscheidung wird sicher nicht von heute auf morgen fallen, „aber ich gehe davon aus, dass es eine Fortsetzung gibt“, sagt Kurz.

Bei der Mannschaft steht morgen erst einmal die Wahl des Kapitäns an. Im Vorjahr hatte der Trainer ihn (Marcel Rapp) noch bestimmt. „Da waren wir eine völlig neu formierte Mannschaft“, sagt Schuster, „die hat jetzt ihre Erfahrungen gesammelt.“ Auch auf dem Platz, wie das Ergebnis gegen den VfB bewiesen hat. ump

Stuttgarter Zeitung

Presse zu Stuttgarter Kickers – VfB Stuttgart (1:1)

VfB Stuttgart gegen Stuttgarter Kickers
Ganz im Sinne des Sponsors
Joachim Klumpp und Thomas Haid

Stuttgart – Als die 22 Spieler und der Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) zum Anpfiff bereitstanden, fehlte eine der Hauptpersonen. Der Platz von Eduardo Garcia im Gazi-Stadion blieb am Mittwochabend leer. Der Hauptsponsor der beiden Stuttgarter Vereine Kickers und jetzt auch VfB hatte es doch nicht geschafft, sich im engen Terminkalender noch genug Zeit für das 164. Lokalderby freizuschaufeln, um noch rechtzeitig von Spanien nach Stuttgart zu kommen. Verpasst hat er ein schiedlich-friedliches 1:1 (1:1), was sicher ganz in seinem Sinne gewesen wäre. „Das Ergebnis war für mich heute zweitrangig“, sagte dafür der Kickers-Trainer Dirk Schuster, und sein Kapitän Marcel Rapp fügte hinzu: „Wir werden das Resultat nicht überbewerten.“

Die Partie begann zunächst mit einer 15-minütigen Verspätung, weil der VfB auf der Rückfahrt vom Trainingslager in Donaueschingen im Stau gestanden hatte. Zudem fehlten bei dem Bundesligisten nicht nur die deutschen Nationalspieler Sami Khedira, Serdar Tasci und Cacau, sondern auch die ausländischen WM-Fahrer Zdravko Kuzmanovic, Arthur Boka und Khalid Boulahrouz sowie der Torhüter Sven Ulreich, der absprachegemäß Marc Ziegler Platz machte.

Etwas zu tun bekam in der Anfangsphase allerdings nur der Kickers-Torwart Daniel Wagner, der dreimal gegen den auffälligsten VfB-Stürmer Martin Harnik klären musste. „Da hat uns unser Torhüter im Spiel gehalten“, sagte Schuster. Dass sein Team aber, anders als vor einem Jahr beim 0:10 gegen die Bayern, mehr als nur ein Sparringspartner sein wollte, demonstrierten danach Ali Pala, der Ziegler prüfte, und vor allem Marcel Brandstetter, der die bis dahin beste Chance vergab (14. Minute).

Tore gab es dann auch noch zu sehen, wobei der Regionalligist zuerst traf: In der 37. Minute zog Enzo Marchese aus 25 Metern einfach mal ab – vom Innenpfosten fand der Ball dann den Weg ins Netz. Das rüttelte offensichtlich auch den VfB nochmals wach, der im Gegenzug durch einen Schuss von Patrick Funk, den Marcel Rapp noch abfälschte, zum Ausgleich kam.

Kurz nach dem Wechsel hatte Daniel Didavi zweimal das 2:1 für den VfB auf dem Fuß – das verhinderte erst der Pfosten und dann bei einem Freistoß der Torhüter Wagner. Dessen Gegenüber Ziegler musste in der Schlussphase noch mit einer Schulterverletzung ausgewechselt werden. Kurz danach vertrieb dann eine Unwetterwarnung etliche der 6000 Zuschauer vor dem Schlusspfiff aus dem Stadion. Allerdings verpassten sie auch nichts mehr.

„Wir waren teilweise erschöpft“, sagte der VfB-Profi Christian Träsch, „das soll aber keine Ausrede sein.“ Dafür hat Eduardo Garcia nochmals einen guten Grund, dass er auch am nächsten Montag bei der Hauptversammlung des VfB fehlen wird: Der Firmenchef der Garmo AG feiert einen Tag später seinen 60. Geburtstag.

Kickers
Wagner (78. Güvenc) – Jung (46. Abruscia), Auracher (80. Wonschik), Rapp (77. Fennell), Stierle (46. Türpitz) – Rizzi – Gondorf (70. Celiktas), Savranlioglu (61. Ivanusa) – Pala, Brandstetter (65. Videc).

VfB
Ziegler (77. Stolz) – Celozzi, Niedermeier, Träsch, Molinaro – Rudy, Funk – Gebhart (78. Walch), Didavi (65. Schwarz) – Harnik (61. Schipplock), Pogrebnjak (46. Marica).

Tore
1:0 Marchese (37.), 1:1 Funk (38.).

Stuttgarter Zeitung

Kickers gegen VfB
1:1 – Kein Sieger im Derby
Von Jürgen Frey und Dirk Preiß

Stuttgart – Tolle Stimmung, 6000 Zuschauer, ein schönes Spiel und ein Ergebnis, mit dem am Ende vor allem die Stuttgarter Kickers sehr gut leben konnten. 1:1 endete das 164. Stuttgarter Derby zwischen den Kickers und dem VfB am Mittwochabend im Gazistadion.

Sicher, das Duell Blau gegen Rot ist nicht mehr ganz das, was es einmal war. Es ist nur noch ein Test in aller Freundschaft, die sportliche Rivalität fehlt komplett, und ein ungleicher Kampf ist es meistens auch. Aber: Ein unterhaltsames Spektakel kann das Ganze auch sein – wie das Derby am Mittwochabend bewies.

Start mit Verspätung: Der VfB kam direkt aus dem Trainingslager in Donaueschingen – und hätte das Derby fast verpasst. Bis kurz vor Stuttgart lief es noch ganz ordentlich auf der Autobahn, dann stockte der Verkehr: Statt um 18 Uhr trafen die Roten erst um 18.35 Uhr im Gazistadion ein, das Spiel begann daher mit 15 Minuten Verspätung.

Viel Andrang: Den Zuschauern machte das überhaupt nichts. Im Gegenteil: So schafften es auch noch die letzten der 6000 Fußball-Fans zum Anpfiff ins Stadion. „Es ist toll, dass so viele gekommen sind“, freute sich VfB-Coach Christian Gross. Lücken gab es allerdings im B-Block der Kickers-Fans. Einige der Treusten mieden das Derby aus Angst vor gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den Anhängern der Roten.

Umbau: Der VfB reiste zwar mit dem kompletten Kader an, einsatzbereit waren aber nur 16 Spieler – und in der Innenverteidigung musste wieder improvisiert werden. An der Seite von Georg Niedermeier spielte diesmal Christian Träsch. „Hat auch Spaß gemacht“, sagte er. Niedermeier aber sah auch Probleme: „Optimal ist das nicht.“

Einer fehlte: Verbesserungswürdig ist auch die Planung von Eduardo Garcia. Der Unternehmer ist Sponsor beider Vereine – den ersten Gazi-Gipfel aber verpasste er. Am 20. Juli feiert Garcia in Marbella seinen 60. Geburtstag – und weilte bereits in Spanien.

Traumtor: Er verpasste so einiges. Zunächst hatten die Roten einige hochkarätige Chancen, die Kickers-Keeper Daniel Wagner hervorragend parierte, dann zog Enzo Marchese aus 25 Metern ab – und die Kugel landete im rechten oberen Eck. „Der neue Bundesliga-Ball geht richtig ab“, sagte der Torschütze, der sein Traumtor mit einem Tänzchen Õ la Adriano Celentano feierte.

Spannungsloch: Gut möglich, dass dies Kickers-Trainer Schuster bald verbietet. Denn gerade einmal eine Minute nach der Kickers-Führung gelang Patrick Funk mit einem abgefälschten Schuss der Ausgleich. „Wieder einmal haben wir nach einem Tor die Ordnung nicht gehalten“, ärgerte sich Schuster, „das zeigt, dass uns noch einiges zu einer Spitzenmannschaft fehlt.“

Kritik: Zufrieden war auch Christian Gross nicht. „Wir hätten gewinnen müssen“, sagte der VfB-Coach und kündigte die Aufarbeitung für Donnerstagmorgen an. Besonders bitter: Torhüter Marc Ziegler zog sich eine Schulterverletzung zu und wird heute per Kernspintomografie untersucht.

Fazit: Alles in allem war es aber ein „rundum gelungener Abend“ (Schuster), den auch viele Ex-Spieler beider Clubs erlebten. Im Stadion waren unter anderen Guido Buchwald, Zoltan Sebescen, Heiko Gerber, Ralf Vollmer und Michael Zeyer.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers erkämpfen ein 1:1

Das 164. Stuttgarter Fußball-Stadtderby endet mit einem friedlichen Unentschieden

Stuttgart – VfB Liga eins, Kickers Liga vier – gestern Abend aber waren die beiden Stuttgarter Fußball-Clubs ebenbürtig, zumindest vom Ergebnis her: Im 164. Stadtderby, das über 90 Minuten dem Charakter eines Freundschaftsspiels entsprach, trennten sich die beiden Teams vor 6000 Zuschauern mit 1:1 (1:1).

Von Sigor Paesler

Wenn der Vater mit dem Sohne zum Stadtderby geht, dann kann das ein harmonischer Abend wer-den – auch wenn der Papa ein blaues und der Sohnemann ein rotes Trikot an hat. Hand ihn Hand spazierten die beiden zur Haupttribüne, die anhängermäßig ebenfalls ziemlich durchmischt war. Nur die Fans in den getrennten Blöcken lieferten sich die erwarteten Gesangsduelle.Auch auf dem Platz ging es friedlich zu. Dass dabei kein rechter Spielfluss aufkam, lag daran, dass die Akteure harte Trainingseinheiten in den Knochen hatten und vor allem VfB-Coach Christian Gross personell kräftig improvisierte – in den meisten Fällen nicht freiwillig.So stand der neue Ersatzkeeper Marc Ziegler zwischen den Pfosten, Christian Träsch versuchte sich als Innenverteidiger und die Doppel-Sechs Patrick Funk/Sebastian Rudy wird man so auch nicht mehr oft sehen. Timo Gebhart trug die Kapitänsbinde.„Wir mussten einige Umstellungen vornehmen. Trotzdem hätten wir gewinnen müssen, deswegen ist Kritik angebracht“, sagte Gross. Kickers-Trainer Dirk Schuster war zufriedener: „Wir wollten uns gut präsentieren, aggressiv in die Zweikämpfe gehen, ohne unfair zu sein. Das ist uns vor allem in der ersten Hälfte gelungen.“Die Kickers spielten flott mit, such-ten ihr Heil in der Offensive, wo sie vor dem Tor jedoch regelmäßig der Mut verließ. Mit einer großen Aus-nahme: In der 37. Minute zog Enzo Marchese aus 25 Metern einfach ab – und traf. Das 1:0 wurde mit einem blauen Jubelhaufen gefeiert, wie man ihn zuletzt am Sonntag in Johannesburg in der spanischen Variante gesehen hatte. Doch nur eine Minute später lenkte Kickers-Kapitän Marcel Rapp einen Schuss von Funk zum 1:1 ins eigene Gehäuse. Im zweiten Durchgang tat sich noch weniger – vor allem vor dem Tor.

Eßlinger Zeitung

1:1 im Stuttgarter Stadtderby

6000 Zuschauer sehen im GAZi-Stadion ein packendes Duell zwischen den Kickers und dem VfB

Tolle Stimmung und ein gutklassiges sowie hoch interessantes Spiel: 6000 Fußball-Fans waren am Mittwochabend ins GAZi-Stadion auf der Waldau gekommen, um das 164. Stuttgarter Stadtderby zwischen den Stuttgarter Kickers und dem VfB Stuttgart mitzuerleben. Und der Stadtvergleich zwischen Regionalligist und Erstligist hielt von Anfang an, was er versprach: Ungeachtet der hochsommerlichen Temperaturen spielten beide Mannschaften druckvoll nach vorne. Am Ende trennten sich die beiden Stuttgarter Clubs nach packenden 90 Spielminuten 1:1-Unentschieden.

Das erste Ausrufezeichen für die Kickers-Elf von Trainer Dirk Schuster setzte der letztjährige VfB-II-Akteur Ali Pala mit einem strammen Schuss, den der VfB-Keeper Marc Ziegler zum Eckball abwehren konnte. Auch die Gäste aus Bad Cannstatt beteiligten sich munter an dem offenen Schlagabtausch und gerieten, trotz mehr Ballbesitz, zahlreichen Tormöglichkeiten und den größeren Spielanteilen, in Rückstand. Sehr zur Freude der Fans der Blauen: Kickers-Mittelfeldspieler Enzo Marchese zog in der 37. Spielminute aus gut 30 Meter Tordistanz ab, und der Ball suchte sich seinen Weg über den rechten Torwinkel in das Gehäuse des Bundesligisten – das 1:0.

Viel Zeit zur Freude zur Freude blieb den Degerlochern allerdings nicht. Bereits im Gegenzug fiel der Treffer zum Endstand – erneut durch einen Distanzschuss. VfB-Akteur Patrick Funk war am Ende der Torschütze zum 1:1-Ausgleich, dessen Fernschuss, von einem Kickers-Abwehrbein noch unglücklich abgefälscht, ebenfalls unhaltbar im Kasten des machtlosen Schlussmanns Daniel Wagner landete.

Trotz zahlreicher guter Möglichkeiten nach dem Seitenwechsel blieb es jedoch im GAZi-Stadion beim 1:1 – ein Ergebnis, das in Ordnung ging. Zum einen, weil die Elf von VfB-Trainer Christian Gross ihre Chancen nicht in Tore ummünzen konnte – und zum anderen, weil die Kickers in dieser Partie gut mit und bis zum Schluss engagiert, konzentriert und mit großer Leidenschaft dagegen gehalten hatten.

Stuttgarter Kickers: 1 Wagner (78. 21 Güvenc) – 6 Jung (46. 19 Abruscia), 3 Auracher (81. 28 Wonschick), 15 Rapp (78. 26 Fennell), 13 Stierle (46. 27 Türpitz) – 10 Marchese, 22 Gondorf (70. 5 Celiktas), 24 Savranlioglu (61. 7 Ivanusa), 8 Rizzi – 20 Pala (46. 9 Reule), 11 Brandstetter (65. 25 Videc). Trainer: Schuster.

VfB Stuttgart: 23 Ziegler (75. 12 Stolz), 27 Celozzi, 6 Niedermeier, 35 Träsch, 3 Molinaro – 13 Gebhart (78. 24 Walch), 14 Funk, 16 Rudy, 26 Didavi (65. 22 Schwarz) – 29 Pogrebnyak (46. 9 Marica), 7 Harnik (61. 36 Schipplock). Trainer Gross

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Der Kickers-Torschütze: Enzo Marchese (links) im Laufduell mit Christian Träsch.

Tore: 1:0 Marchese (37.), 1:1 Funk (38.)

Gelbe Karten: Stierle, Rizzi / –

Besonderes: –

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

Zuschauer: 6000 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

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StZ: „Kickers in der zweiten Liga – das wäre ideal“

Von Jürgen Frey

Fußball Pressekonferenz vor dem 164. Fußball-Stadtderby zwischen dem Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers und dem Bundesligisten VfB Stuttgart

Stuttgart – Regionalligist gegen Bundesligist. Vor dem Stuttgarter Freundschafts-Derby Kickers gegen VfB morgen (19 Uhr/Gazistadion) liegen so viele Spielklassen wie noch nie zwischen Blau und Rot. Auch deshalb ist von Rivalität zwischen den Präsidenten Erwin Staudt (VfB) und Edgar Kurz (Kickers) nichts zu spüren.

Herr Staudt, Herr Kurz, nach der WM ist vor dem Derby, halten Sie den Termin morgen für günstig?

Staudt: Einerseits sehe ich es etwas kritisch, da die Menschen vielleicht ein wenig satt sind, was Fußball betrifft. Andererseits glaube ich, dass durch die Spiele in Südafrika – vor allem durch unsere deutsche Elf – auch Lust geweckt wurde auf das Live-Erlebnis im Stadion.

Kurz: Auch wenn beim VfB die WM-Teilnehmer fehlen werden – die Neugier auf die neuen Teams wird groß sein. Ich rechne mit über 4500 Zuschauern.

Profitieren die Vereine von einem Großereignis wie der WM?

Staudt: Die phänomenalen TV-Quoten zeigen doch, dass kein anderes kulturelles Ereignis die Menschen im Land so in ihren Bann zieht.

Kurz: Auffallend finde ich vor allem, wie sehr die Zahl der Frauen zugenommen hat, die Fußball schauen.

Kommen deshalb auch mehr zu den Kickers?

Kurz: Wir können zwar keine Stars bieten, dafür schnellen, ehrlichen Sport mit Herz. Und optisch vorzeigbar ist unsere Elf auch – wie sie bei Modeschauen schon bewiesen hat. Klar ist: Wir haben die gesamte Familie als Fans im Blick. Die Kickers als familienfreundlichster Verein im Land – das hätte durchaus seinen Charme.

Rot und Blau trennen inzwischen drei Spielklassen. Können Sie sich noch ans letzte Derby um Punkte erinnern?

Staudt: Das war im Mai 1992. Ich saß auf der Gegengeraden – und es war Sammer-Time. Matthias Sammer mischte die Kickers fast im Alleingang auf – der VfB machte aus einem 0:1 ein 3:1.

Kurz: Die Kickers stiegen ab, der VfB wurde Meister.

Seitdem geht die Schere zwischen den Clubs immer weiter auseinander.

Kurz: Was die Optik betrifft, haben wir uns durch den gemeinsamen Hauptsponsor Gazi ja schon angenähert. Wir tun alles dafür, um auch sportlich wieder etwas aufzuholen.

Staudt: Wir hätten nichts dagegen. Im Gegenteil: Die Kickers in der zweiten Liga – das wäre ideal. Auch für uns. Die Blauen würden dann in einer Liga spielen, die wir mit unserer zweiten Mannschaft nicht erreichen können. Das würde uns die Möglichkeit bieten, dort Talente weiterzuentwickeln, ohne dass die ihr gewohntes Umfeld verlassen müssten.

Aktuell können Sie nichts für die Blauen tun?

Staudt: Unsere Möglichkeiten sind endlich. Solange die Kickers eine Liga unter unserer Drittligaelf spielen, gestaltet sich die ganze Sache schwierig.

Klappt es mit dem geplanten gemeinsamen Fan-Projekt?

Staudt: Das wäre klasse. In Stuttgart haben wir diesbezüglich Nachholbedarf. Doch die Entscheidung liegt bei der Stadt – der Zuschuss wurde meines Wissens noch nicht bewilligt. Die Gelder vom Deutschen Fußball-Bund und vom Land dagegen schon.

Kurz: Ich würde es auch toll finden, wenn es klappt. Ich bin in Cannstatt geboren und in Degerloch aufgewachsen. Ich bin Stuttgarter und frei von jeder Rivalität.

Und wenn in der kommenden Bundesligasaison Ihr Sohn Marco mit dem 1. FC Kaiserslautern auf den VfB trifft …

Kurz: … dann bitte ich um Verständnis, dass ich mehr Vater bin als Stuttgarter.

Herr Staudt, wäre FCK-Chefcoach Marco Kurz mal einer für den VfB?

Staudt: Er hat ja schon für den VfB gespielt. Marco Kurz ist mit dem Trainer-Gen ausgestattet und gehört zur modernen Generation der Fußball-Lehrer. Er kann für jeden Bundesligisten ein interessanter Mann werden.

Herr Staudt, Herr Kurz, vervollständigen Sie bitte folgenden Satz: Ein Stuttgarter Stadtderby um Punkte wird es …

Kurz: … zunächst nur in blauen Träumen geben.

Staudt: Ich schließe mich meinem Kollegen an. Aber im Fußball ist alles möglich.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers-Saisonpartien bei Managertagung in DFB-Zentrale terminiert: Saisonauftakt gegen Aufsteiger FC Memmingen bestätigt

Regionalliga-Heimspielstart am Samstag, 7. August 2010, um 14 Uhr im GAZi-Stadion

Im Rahmen der Managertagung der Fußball-Regionalliga Süd in der DFB-wurde am heutigen Montag der Spielplan bis zur Winterpause der Saison 2010/2011 endgültig terminiert. Kickers-Geschäftsführer Jens Zimmermann hat die Stuttgarter Kickers dort vertreten. Die Blauen starten demnach wie erwartet am Samstag, 7. August 2010, mit einem Heimspiel (14 Uhr) im GAZi-Stadion gegen den Aufsteiger FC Memmingen.

Das erste Auswärtsspiel bestreitet die Mannschaft von Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster beim SC Pfullendorf, und zwar am Mittwoch, 18. August (19 Uhr), weil die Linzgauer am zweiten August-Wochenende in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokal-Wettbewerbs bereits im Einsatz sind. Ihren letzten Punktspielauftritt im Jahr 2010 haben die Degerlocher Fußballer am Sonntag, 19. Dezember, mit dem Derby bei der SG Sonnenhof Großaspach (12.30 Uhr).

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir mit einem Heimspiel gegen einen Aufsteiger in die neue Saison starten werden. In den verbleibenden Wochen bis zu unserem Punktspielauftakt am 7. August gegen den FC Memmingen wollen wir in der Vorbereitung alles dafür tun, dass wir gemeinsam mit unseren Fans im GAZi-Stadion einen gelungenen Beginn der Regionalliga-Spielzeit 2010/2011 feiern können“, sagt der Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster.

Um Terminüberschneidungen mit der Erstliga- und der Drittligamannschaft des VfB Stuttgart aus dem Weg zu gehen, müssen die Stuttgarter Kickers an insgesamt vier Spieltagen in der Vorrunde auf einen Freitag bzw. Sonntag als Spieltermin rücken. Die restlichen Saisonpartien der Fußball-Regionalliga Süd werden unterdessen erst am Staffeltag Anfang des Jahres 2011 endgültig terminiert.

http://www.stuttgarter-kickers.de/staticsite/staticsite.php?menuid=438&topmenu=28&keepmenu=inactive

Weitere Testspielergebnisse der U23-Mannschaft

Die erste Trainingswoche schlossen die kleinen Blauen mit zwei weiteren Vorbereitungsspielen ab. Am vergangenen Freitag konnte im Rahmen einer Kunstraseneinweihung beim SKV Rohracker (Kreisliga B) getestet werden. Die Zuschauer konnten bei tropischen Temperaturen flüssige Kombinationen und schöne Tore betrachten. Standesgemäß konnte das Spiel gegen überaus faire und bemühte Rohracker Akteure mit 0:15 (0:8) gewonnen werden.

Die Tore für die Kickers erzielten: Ugur Yilmaz 5x, Dominik Parham 4x, Predrag Sarajlic 1x, Michael Holzer 1x, Boris Gatzky 1x, Marlon Bondel 1x und 2 Eigentore.

Ein herzliches Dankeschön an den SKV Rohracker für die tolle Organisation und anschließende Verköstigung!

Aufstellung Stuttgarter Kickers U23: Aller (46.Eiberle) – Schneider – Schaal – Mägerle (46.Cubuk) – Nagel – Bondel – Gatzky (46.Kaiser) – Sarajlic – Parham – Kandazoglu (46.Holzer) – Yilmaz

Am Samstag stellte der FC Feuerbach den 3. Testspielgegner zur Krönung des 50-jährigen Vereinsjubiläums. Bedingt durch den wahrscheinlich heißesten Tag des Jahres (Anpfiff bei 37 Grad) verständigten sich beide Teams darauf, die Spielzeit zu verkürzen.
Das Spiel konnte gegen den Gegner aus der Kreisliga A souverän mit 0:4 gewonnen werden, wobei das Spiel sehr unter der hohen Temperatur und der Intensivität der ersten Trainingswoche litt.
Trauriger Höhepunkt vom Spiel war die 10.Minute, als Neuzugang Ugur Yilmaz nach einer rüden Attacke verletzt ausgewechselt und mit dem Rettungswagen ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden musste.

Die Tore für die Kickers erzielten: Parham 1x, Kaiser 2x , Nagel 1x.

Aufstellung Stuttgarter Kickers U23: Aller – Schneider – Cubuk – Schaal (46.Mägerle) – Nagel – Bondel – Kaiser – Sarajlic (46.Gatzky) – Parham – Holzer – Yilmaz (10.Nagel)

Mario Schnepf

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Kickers-Stürmer treffen zum 4:1-Erfolg beim ASV Durlach

Der SV Stuttgarter Kickers schloss eine schwere Trainingswoche am heutigen Freitagnachmittag mit einem 4:1 (3:1) – Erfolg im Testspiel beim Oberligisten ASV Durlach ab. Nach dem Führungstreffer der Gastgeber durch den verwandelten Foulelfmeter von Cetin Kaya (10.) drehten die Kickers noch vor der Halbzeit durch den Doppelpack von Marcel Brandstetter die Partie (15. und 18.). Mit Ihren jeweils ersten Treffern für die Blauen erhöhten Daniel Reule (43.) und Denis Videc (76.) zum 4:1-Endstand.

Bereits nach zehn gespielten Minuten foulte Kickers-Torhüter Daniel Wagner im Strafraum einen Durlacher Stürmer, so dass der Oberligist durch den von Cetin Kaya getretenen Foulelfmeter mit 1:0 in Führung ging. Doch Marcel Brandstetter drehte binnen drei Minuten die Partie: zunächst erlief er einen Rückpass auf den Schlussmann und schob zum 1:1-Ausgleich ein (15.), nur drei Minuten später vollstreckte der Neuzugang eine Flanke von Philip Türpitz per Flachschuss zum 1:2 (18.). Kurz vor der Halbzeitpause bei schwülheißen Temperaturen im Badischen Durlach zog Ali Pala gefährlich ab, seinen Schuss konnte der Keeper nur abklatschen, so dass Daniel Reule den Abpraller aus spitzem Winkel zum 1:3 einschieben konnte (43.). In der 76. Minute traf Denis Videc mit seinem Schuss aus zehn Metern nach einem Dribbling von Philip Türpitz zum 1:4-Endstand.

Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster reist nun über das Wochenende zum Kurz-Trainingslager erneut auf den Schliffkopf.

Dirk Schuster nach der Partie: „Wir haben schwer ins Spiel gefunden und müde gewirkt, aber das ist auch nicht verwunderlich nach der schweren Trainingswoche. Dennoch müssen wir noch an ein paar Details arbeiten, das Passspiel hat mir noch nicht so gefallen. Vor allem in der letzten halben Stunde haben wir aus den Chancen zu wenig Kapital geschlagen.“

Für die Kickers spielten: Wagner (46. Güvenc) – Abruscia (33. Auracher), Wonschick (46. Jung), Rapp (46. Fennell), Stierle (46. Savranlioglu) – Gondorf (46. Ivanusa), Rizzi, Türpitz, Marchese (36. Pala) – Reule (46. Videc), Brandstetter (46. Caglar) – Trainer Schuster

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Kickers gegen VfB: Schon über 2750 Tickets fürs 164. Stadtderby abgesetzt

Die Blauen bieten den Fußball-Fans am kommenden Mittwoch ein großes Rahmenprogramm im und rund ums GAZi-Stadion

Das 164. Stuttgarter Stadtderby zwischen den Stuttgarter Kickers und dem VfB Stuttgart am kommenden Mittwoch, 14. Juli 2010, 19 Uhr im GAZi-Stadion auf der Waldau kommt näher und wirft seine Schatten voraus: Bis zum heutigen Tag sind für das reizvolle Duell zwischen dem Degerlocher Fußball-Regionalligisten und dem Bundesligisten aus Bad Cannstatt schon mehr als 2750 Eintrittskarten verkauft worden. „Der Vorverkauf läuft gut und zieht jetzt eine Woche vor dem Spiel noch weiter an“, sagt Kickers-Geschäftsführer Jens Zimmermann zur Nachfrage am Saisoneröffnungsspiel zwischen den beiden großen Stuttgarter Clubs seitens der Fußballfans aus Stuttgart und der Region. „Die tollen WM-Leistungen der deutschen Fußballnationalmannschaft vor allem gegen England und Argentinien haben großen Appetit auf Live-Fußball gemacht“, sagt Zimmermann, „diesen werden wir sehr gerne am 14. Juli stillen“.

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Welche Farbe hat dein Herz? Guido Buchwald freut sich auf das 164. Stadtduell am kommenden Mittwoch (GAZi-Stadion, 19 Uhr) zwischen den Kickers und dem VfB Stuttgart.

So werden die Stuttgarter Kickers am kommenden Mittwoch den Fußballfans rund um die Partie ein buntes Rahmenprogramm im GAZi-Stadion anbieten. Bereits ab 17 Uhr ist dann auf dem Parkplatz P2 (neben dem Block A des GAZi-Stadions) die Baiersbronn-Meile geöffnet. Die Nordschwarzwälder Feriengemeinde Baiersbronn präsentiert sich beim Derby auf der Waldau mit einem bunten Angebot. Auf die Besucher warten neben kulinarischen Köstlichkeiten auch verschiedene Mitmachaktionen wie ein Segway-Parcours, ein Nagelwettbewerb, Torwandschießen und Bodo’s Sportstudio – eine Fitnesseinheit mit dem Personal-Coach des Schliffkopfhotels – dem Trainingslager-Domizil der Blauen.

Der langjährige Partner Auto-Palazzo stellt ein neues Fahrzeug vor und lädt zum Gewinnspiel ein. Der große deutsche Optiker ProOptik lässt drei Zuschauer in der Halbzeitpause zum Torwandschießen um einen 500-Euro-Gutschein für eine Brille nach Wahl antreten. Außerdem erhält man gegen Vorlage der Eintrittskarte und eines Coupons, den man dem Stadionheft „Kickers-Magazin“ entnehmen kann, beim nächsten Brillenkauf 20% Rabatt. Und zwar auf jede neue Brille oder Sonnenbrille ab 50,- Euro Einkaufswert.

Der Vorverkauf wird über Easy Ticket Service angeboten. Die Ticket-Hotline von Easy Ticket ist unter Telefon 0711/2 555 555 zu erreichen. Karten können auch online im Internet unter www.easyticket.de gekauft oder direkt an einer der über 50 Easy Tickt Service-Vorverkaufsstelen in ganz Baden-Württemberg erworben werden.

Eintrittskarten für die 164-Stadtduell-Auflage gibt es außerdem im Fan-Center des VfB Stuttgart wie auch im Kickers-Fanshop im Degerloch ADM-Sportpark zu erwerben. Die Kartenpreise betragen zwischen 6 Euro für den Stehplatz für Kinder sowie 25 Euro für den Sitzplatz für Erwachsene.

Die Öffnungszeiten des Fan-Centers des VfB Stuttgart sind von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 15 Uhr. Der Fan-Shop der Stuttgarter Kickers hat von Montag bis Donnerstag von 15 bis 18 Uhr und am Freitag von 9 bis 12 Uhr geöffnet.

http://www.stuttgarter-kickers.de/staticsite/staticsite.php?menuid=436&topmenu=111