Vorberichte SC Paderborn – Stuttgarter Kickers

10. Dezember 2008 in Kickers I, News

Fischer muss sich nicht verstecken
Defensivstratege steht gegen Kickers vor seinem dritten Saisoneinsatz in der Startelf
VON WERNER SCHULTE

Paderborn. Eiseskälte über der Rasenfläche ließ den Kader des SC Paderborn gestern Morgen in den Kraftraum des Sportzentrums flüchten. Schließlich will der Drittligist am Samstag im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers wieder die eines Spitzenreiters würdigen Muskelspielchen präsentieren.

„Solche Spiele, wie zuletzt in Burghausen passieren, dürfen aber eigentlich nicht passieren“, ließ Karsten Fischer die jüngste 0:2-Niederlage in Bayern noch einmal Revue passieren. Ansonsten war der Mittelfeldstratege beim gestrigen Training noch besser gelaunt als sonst. Schließlich hat ihm der Cheftrainer fürs 19. Saisonspiel wieder einen Platz in der Startelf reserviert. Mit Markus Krösche muss der gelbgesperrte Stamm-Sechser einmal aussetzen, für ihn rückt „Fischi“ jetzt ins defensive Mittelfeld. Auf diesen Einsatz freut er sich „riesig“, denn allzu oft ist der 24-Jährige in der laufenden Saison noch nicht in den Genuss gekommen, von Beginn an auf dem Feld stehen zu dürfen.

Lediglich zwei Begegnungen schlagen für ihn über die volle Distanz zu Buche (in Düsseldorf und Berlin), acht Mal wurde Fischer ein- und ein Mal ausgewechselt. Dabei hatte sein ursprünglicher Traum, in Pavel Dotchevs neuer Elf „dauerhaft als Stammspieler aufzulaufen“ im Zuge der Saison-Premiere in der Düsseldorfer LTU-Arena nahezu maßgeschneidert begonnen.

Beim 4:1-Auftakterfolg über den Konkurrenten vom Rhein kickte Fischer 90 Minuten. Drei Minuten nach der Halbzeitpause vollstreckte er auf Vorarbeit von Dominick Kumbela gar zur zwischenzeitlichen Paderborner 3:1-Führung. Anschließend kickte ihn jedoch eine Fußverletzung, die sich über sechs lange Wochen hinzog, aus der Startformation. Eine Zwangspause mit Folgen also, „denn die Mannschaft gewann dann ja erst mal pausenlos und der Trainer hatte keinen Grund zu wechseln“, sagt der Defensivstratege, der sich aber auch in der Offensive recht wohlfühlt.

Treffsicher ist er allemal, denn als der SCP am 11. Spieltag mit 2:3 bei Union verlor, traf Fischer während seines zweiten Saisoneinsatzes über 90 Minuten ebenfalls ins Schwarze. Bei diesen beiden Toren ist es bis dato geblieben. „Wenn ich mich sportlich weiterentwickeln möchte, dann muss auch spielen“, ohne eine solche Einstellung sei er als Profi wohl Fehl am Platze, zeigt sich Fischer weiter in Angriffslaune. Dass er „ein Kandidat für die erste Elf ist“, darf er jetzt am kommenden Samstag mal wieder unter Beweis stellen. Allerdings rechnet auch Fischer mit starker Stuttgarter Gegenwehr, „denn die haben schließlich Bremen zuletzt mit 3:2 besiegt.“

Neue Westfälische

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