Pforzheimer Zeitung über Manuel Salz

3. September 2008 in Kickers I, News

„Der Junge ist gut“: Manuel Salz aus Hohenwart hütet das Kickers-Tor

Starker Rückhalt im Tor der Stuttgarter Kicker: Der junge Hohenwarter Manuel Salz.

Starker Rückhalt im Tor der Stuttgarter Kicker: Der junge Hohenwarter Manuel Salz.

HOHENWART. Torhüter aus Hohenwart stehen hoch im Kurs: Nach Alexander Stolz, der bei Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart unter Vertrag steht, macht nun auch Manuel Salz bei den Stuttgarter Kickers von sich Reden.

Zu Beginn der neuen Saison trat der 23-Jährige in die großen Fußstapfen der bisherigen Nummer eins – David Yelldell. Der Publikumsliebling gab seinen Wechsel zu TuS Koblenz in die 2. Bundesliga bekannt. Keine leichte Aufgabe für Salz, zumal die Stuttgarter in der neu gegründeten 3. Liga aller Voraussicht nach gegen den Abstieg kämpfen werden.

„Als Keeper gehst du dorthin, wo es weh tut. Das habe ich schon immer gemacht“, ist der neue Schlussmann bereit, diese große Herausforderung anzunehmen. „Es herrscht wirklich ein wahnsinniges Tempo in dieser 3. Liga. Jeder kämpft um jeden Punkt. Aber genau das macht auch Spaß.“

Starkes Debüt
Bisher war Salz nur in der Reserve der Stuttgarter Kickers zum Einsatz gekommen. In der Oberliga Baden-Württemberg. Etwas überraschend kam daher sein bärenstarkes Debüt zum Auftakt der Saison bei Wacker Burghausen. Die Kickers zogen zwar mit 0:2 den Kürzeren, Salz hatte aber sehr großen Anteil daran, dass die Niederlage nicht höher ausgefallen ist. „Manuel hat mit seiner starken Leistung erst dafür gesorgt, dass wir überhaupt im Spiel geblieben sind“, sprach Kickers-Trainer Stefan Minkwitz der neuen Nummer eins ein Sonderlob aus und machte deutlich, wie große Stücke er auf den jungen Schlussmann hält: „Der Junge ist gut und er wird immer besser.“

Alle Begegnungen absolviert
Mittlerweile sind bereits fünf Spieltage in der 3. Liga absolviert. Die Stuttgarter Kickers rangieren mit nur einem Unentschieden und 1:8-Toren auf dem letzten Platz der Tabelle. In allen Partien stand Salz über die vollen 90 Minuten zwischen den Pfosten – und bisher ist er auch fehlerfrei geblieben. Er konnte seine Form halten und mit konstant guten Leistungen Werbung außerdem Werbung in eigener Sache betreiben.

Eine Stammplatzgarantie hat der Torhüter, der das Fußball-Spielen beim SV Hohenwart und später in der Jugend des VfR Pforzheim gelernt hat, zwar nicht – aber er genießt das Vertrauen der Verantwortlichen. „Natürlich muss man einem jungen Spieler auch Fehler zugestehen“, sagt Minkwitz. Die Kritik, die einige Fans vor der Saison geäußert hatten, kann der Kickers-Coach nicht teilen: „Er hat sich seine Chance jetzt verdient und da ist es völlig egal, was die Leute sagen. Außerdem hat er durch seine Leistungen voll überzeugt. Ich unterteile nicht in Jung und Alt, sondern in Gut und Schlecht. Ich plane fest mit ihm.“

Salz musste lang auf seine Chance warten. Vor der Saison 2003/2004 vom VfR Pforzheim zu den Kickers II gewechselt, wurde er erst nach drei Jahren im Sommer 2006 in das Regionalliga-Team geholt. Spielpraxis musste er aber weiterhin in der Reserve sammeln. An Stammtorhüter Yelldell kam Salz einfach nicht vorbei. „David war der beste Keeper in der Regionalliga“, kannte Minkwitz die Qualitäten seiner ehemaligen Nummer eins ganz genau. Salz musste sich also zunächst hinten anstellen. Jetzt hat er seine Chance bekommen – und die will er unbedingt nutzen. „Yelldell hat eine Lücke hinterlassen, doch ich bin guter Dinge, dass ich sie schließen kann“, äußert sich der 23-Jährige selbstbewusst.

Salz, dessen Bruder Dominik schon für den Verbandsligisten 1. FC Pforzheim gespielt hat, hört es nicht gerne, wenn er mit Vorgänger Yelldell verglichen wird: „Ich bin ein ganz anderer Torwart-Typ. Ich bin lautstärker und spiele mehr mit.“ Laut Minkwitz seien die Stärken des als extrovertiert geltenden Keepers die Eins-gegen-Eins-Situationen. „Mit seiner Abgeklärtheit hat er die gegnerischen Stürmer von Wacker Burghausen fast zur Verzweiflung gebracht“, schwärmt der Kickers-Coach von seinem Schützling. Lob hat Salz auch von seinem Vorgänger erhalten. „Jeder Torwart hat seinen eigenen Stil – Manuel ist auf einem sehr guten Weg“, sagte Yelldell über seinen früheren Trainingspartner Salz.

Pforzheimer Zeitung

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