Spielberichte Stuttgarter Kickers – Fortuna Düsseldorf

2. August 2008 in Kickers I, News

Kickers nur in Halbzeit eins gleichwertig
Sturmduo sichert ersten Dreier

Fortuna Düsseldorf hat durch ein verdientes 2:0 (0:0) bei den Stuttgarter Kickers einen klassischen Fehlstart vermieden. Nicht so die Schwaben, die eine Woche zuvor 0:2 bei Wacker Burghausen verloren hatten und nach zwei Spieltagen weiter ohne Punkt und Tor im Tabellenkeller stehen.

Nach dem 0:2 in Burghausen gab Kickers-Coach Stefan Minkwitz derselben Startelf eine neue Bewährungschance.

Anders Fortuna Coach Norbert Meier, der im Vergleich zum 1:4 gegen Paderborn zweimal Personal tauschte. Für Cakir und Christ rückten Walbaum und Sahin in die Anfangsformation.

Die Rheinländer hatten nach ausgeglichenem ersten Abschnitt nach der Pause mehr zuzusetzen und konnten sich dann auf ihr Sturmduo verlassen. Der Ex-Augsburger Lawaree traf in der 63. Minute nach toller Vorarbeit des agilen Caillas mit einer Kopfball-Bogenlampe über den starken Kickers-Torwart Salz zur Führung der Meier-Schützlinge. Sturmkollege Sahin erhöhte in der 73. Minute nach einem Fehler von Kickers-Verteidiger Walbaum und vergab kurz darauf sogar das 0:3.

Die „Stuckis“ mühten sich nach dem Rückstand nach Kräften, blieben aber im Angriff letztlich ohne Durchschlagskraft. Aufgrund der größeren Spielanteile und besseren Chancen nahmen die Gäste am Ende die drei Punkte verdient mit nach Hause.

Die Kickers reisen nach dem Pokalwochenende am Sonntag (17. August) nach Unterhaching. Die Fortuna tritt schon am Samstag in Emden zum zweiten Auswärtsspiel in Folge an.

Kicker

Stuttgarter Kickers – Fortuna Düsseldorf 0:2 / Sturm-Duo trifft
„Lumpi“-Verletzung trübt Freude über den Erfolg

Johannes Walbaum dürfte im Mannschaftshotel aus allen Wolken gefallen sein.

Trainer Norbert Meier teilte dem 21-Jährigen am Samstagmorgen mit, dass er am zweiten Spieltag der dritten Fußball-Liga in der Startformation von Fortuna Düsseldorf stehen würde. Mit der Rückennummer 40 und einem Paar knallroter Schuhe Marke Feuerwehrauto verteidigte Walbaum also gegen die Stuttgarter Kickers auf der rechten Seite. „Da hatte ich mich früh festgelegt“, sagte Meier humorig-trocken, „ich habe ihn gefragt, ob er Schuhe dabei hat. Und als er bejahte, habe ich zum ihm gesagt, dass es dann wohl jetzt losgeht für ihn.“

Letztlich war seine überraschende Wahl erfolgreich. Denn zum einen kassierte die Fortuna kein Gegentor, holte mit dem 2:0 (0:0) den ersehnten ersten Saisonsieg, und Walbaum gab mit einem lange nach vorne geschossenen Freistoß die Vorlage zum entscheidenden 2:0 auf Kenan Sahin (78.). Eigentlich war der Nachwuchs-Mann für die zweite Mannschaft geholt worden, hatte sich in der Vorbereitung aber in den Kader des Drittliga-Teams gespielt. „Vom Ergebnis her war das in Ordnung“, fand der Debütant, „aber es lief insgesamt noch nicht so, wie es sein sollte.“

Die anfänglichen Schwächen legte er aber ebenso schnell ab wie seine Mannschaftskollegen vor 6000 Zuschauern in Stuttgart-Degerloch. Es mag an den Änderungen in der Formation zur Vorwoche gelegen haben. Walbaums Einsatz eine von zwei personellen Umstellungen im Vergleich zum 1:4 gegen Paderborn. Hamza Cakir nahm ebenso auf der Bank Platz wie Marco Christ, für den Kenan Sahin als zweiter Stürmer mitwirkte. Dahinter sollte Andreas Lambertz wirbeln und – wie angekündigt – als zentraler Spieler mehr Platz haben. Das funktionierte anfangs nur bedingt. Die meisten Angriffsversuche landeten in den Stuttgarter Beinen oder auf den Köpfen der Innenverteidiger Marcus Mann und Marcel Rapp. „Danach haben wir es aber sehr gut verstanden, das Zepter in die Hand zu nehmen“, erklärte Meier.

Der Sieg schien jedoch gerade kurz nach der Halbzeit wieder auf wackeligen Füßen zu stehen, denn der Fortuna-Trainer musste in der Pause verletzungsbedingt auswechseln. Die beiden Bankdrücker Cakir (für Robert Palikuca/Muskelreizung im Oberschenkel) und Christ (für Lambertz/Verdacht auf Bänderiss im Knöchel) kamen.

In der 65. Minute war der bis dahin stark spielende Stuttgarter Torwart Manuel Salz aber machtlos, als sich der Kopfball von Axel Lawarée über ihn zum 1:0 ins Tor senkte (65.). Olivier Caillas hatte einen Steilpass erlaufen und geflankt. Eher ein Zufallsprodukt, aber absolut verdient. „Mir hat es gut gefallen, wie die Reaktion auf die hohe Niederlage im ersten Saisonspiel ausgefallen ist“, sagte Meier, befand aber auch, dass spielerisch noch viele Situationen „anders gelöst“ werden müssten.

„Allerdings nehmen wir einiges an Nachdenklichkeit mit nach Hause“, sagte Meier angesichts der schweren Verletzung von Lambertz. Erfreuter war schließlich Johannes Walbaum nach seiner gelungenen Premiere, nach der er sich nun naturgemäß Chancen ausrechnet, in zwei Wochen beim dritten Spiel in Burghausen wieder zur Startformation zu gehören. Sicherlich wird er dann weniger überrascht sein.

Reviersport

Hoch verdienter Sieg im 2. Saisonspiel

Der erste Dreier ist eingefahren! Bei der Auswärtspremiere der Saison 2008/2009 im Stuttgarter GAZi-Stadion besiegte das Team von Chefcoach Norbert Meier am Samstagnachmittag den SV Kickers hoch verdient mit 2:0. Torschützen waren Axel Lawarée und Kenan Sahin. Wermuttropfen bei dem Sieg, der das Drittliga-Team ins Mittelfeld der Tabelle vorrücken ließ: Robert Palikuca (Oberschenkel) und Andreas Lambertz (Knöchel) mussten nach der Pause verletzt aufgeben; Olivier Caillas erlitt eine Blessur am rechten Arm.

Zwar kamen die Hausherren bereits nach sechs Minuten zum Zuge, als Sascha Traut mit einem Gewaltschuss aus ca. 25 Metern das Gehäuse von Michael Melka nur knapp verfehlte. Doch im direkten Gegenzug stürmten Kenan Sahin und Axel Lawarée gemeinsam auf das Kickers-Tor zu und hätten zur Führung der Flingeraner verwandeln können. Doch statt abzuspielen suchte der arg bedrängte Sahin weiter sein Heil auf eigene Faust und wurde von seinem Gegenspieler – letztlich unsanft – vom Ball getrennt. Dass die Pfeife von Schiedsrichter Dr. Fleischer stumm blieb, sorgte zumindest beim Düsseldorfer Anhang für Verwunderung.
In der Folgezeit entwickelte sich ein munteres hin und her, bei dem beide Teams ein hohes Tempo anschlugen. Fortuna entwickelte schon bald die aussichtsreicheren Spielzüge, wie in der 20. Minute, als erneut Sahin eine Flanke von Olivier Caillas mit dem Kopf annahm, der Ball aber zu schwach und knapp neben dem Pfosten landete. Dies wiederholte sich fast zwei Minuten später, als Sahins Bemühung, das Arbeitsgerät mit dem Kopf ins Netz zu befördern, von einem Stuttgarter Abwehrspieler vereitelt wurde. Es ging weiter Schlag auf Schlag, als in der 24. Ahmet Cebe ein Herz fasste und aus ca. 20 Metern abzog. Leider landete der Ball deutlich links neben dem Pfosten. Ein ums andere Mal kamen die Rot-Weißen in den Strafraum vor Keeper Manuel Salz, dem die Schwaben letztlich verdanken konnten, nicht frühzeitig in Rückstand zu geraten. Wiederum Cebe war es, der in der 27. mit einem Schuss von der Strafraumgrenze Salz prüfte, der die Kugel aber sich unter sich begrub. Die nächste Möglichkeit bot sich nach etwa einer halben Stunde, als Robert Palikuca per Freistoß auf Lawarée passte, der den Ball auf Andreas Lambertz weiterleitete, als Janic Sieger im Zweikampf im 5-Meter-Raum blieb.
Für ziemlichen Verdruss beim Fortuna-Anhang sorgte Sahin in der 31. Minute. Der Ex-Koblenzer stürmte gemeinsam mit Cebe, Lambertz und Lawarée in Richtung Stuttgarter Tor, doch statt einen der wesentlich besser postierten Kollegen anzuspielen, setzte er sich – sehr eigensinnig – mit einem unpräzisen Schussversuch in Szene, worauf der Ball lediglich an die Bande klatschte.
Man schrieb Minute 41. als Cebe von rechts flankte, Salz der Ball durch die Arme rutschte, doch da war es Caillas, der einen Moment zu spät heranstürmte, um den Ball einzunetzen.
Auch wenn die Stuttgarter Kickers mit gelegentlichen Angriffen auf sich aufmerksam machten: Fortuna war drückend überlegen und die Führung für die Flingeraner wäre mehr als verdient gewesen.
Mit Beginn der 2. Halbzeit schien die Fortuna zunächst etwas die Zuordnung zu verlieren. Dies lag möglicherweise daran, dass Norbert Meier mit dem Seitenwechsel zwei neue Kräfte bringen musste. Denn Kapitän Andreas Lambertz hatte in der 36. Minute bei einem Zweikampf einen Presseschlag auf den Knöchel abbekommen, der in der Folgezeit eine starke Einblutung nach sich zog. Inwieweit die Bänder beschädigt sind, muss eine deatillierte medizinische Untersuchung am Montag ergeben. Ebenfalls, jedoch ohne Fremdeinwirkung, angeschlagen schied Robert Palikuca mit einer muskulären Verletzung im Oberschenkel aus.
Nach einigen Minuten hatten die Fortunen, die nun mit Hamza Cakir und Marco Christ operierten, den Gegner wieder im Griff. Doch der Führungstreffer wollte nicht fallen. Auch nicht in der 59., als Cebe auf Salz zulief, sein Schuss aus spitzem Winkel von Manuel Salz erneut entschärft werden konnte. Vier Minuten später versuchte es Christ, der aus ca. 20 Metern abzog, worauf Salz den Ball über den Kasten lenkte.
Aufatmen und Jubel gab es unter den 1.100 mitgereisten Fortuna-Fans erst in der 65. Minute: Da bediente Caillas mit einer langen Flanke Axel Lawarée, der mit dem Kopf die Kugel über Salz hinweg in die lange Ecke zum 1:0 für Fortuna Düsseldorf versenkte.
Fortuna behielt die Oberhand, auch wenn die Kickers sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen versuchten. Die eindeutigeren Chancen hatten jedoch weiterhin die Rot-Weißen. So bediente Lawarée in der 70. Sahin, doch auch dieser nicht einmal ungeschickt geschlenzte Ball in Richtung langen Winkel verfehlt knapp sein Ziel.
Debütant Johannes Walbaum, der auf der Position des rechten Verteidigers eine mehr als ordentliche Figur machte, sollte Initiator des zweiten und letztlich entscheidenden Tores sein. Nachdem er einen Freistoß zugesprochen bekommen hatte, zirkelte er den Ball über das halbe Spielfeld auf Kenan Sahin, der die Kugel blitzsauber annahm, auf Keeper Salz zustürmte und ihn zum 2:0 überwand.
Sahin hätte kaum eine Minute später noch auf 3:0 erhöhen können, doch wieder war es Salz, der sich ihm entgegen warf und den Ball abwehrte. Die letzte Großchance hatte ebenfalls Sahin, der – unbewacht auf der Torlinie stehend – jedoch über den Ball trat. Dass Gästetrainer und Ex-Fortune Stefan Minkwitz in der anschließenden Pressekonferenz davon Sprache, dass „in dieser Liga jeder Fehler brutal bestraft wird“, dürfte bei der Vielzahl an Möglichkeiten, die sich den Rot-Weißen boten, als widerlegt angesehen werden.
Fortuna hatte an diesem Tag, trotz des Ausfalls zweier wichtiger Akteure, Moral bewiesen und war die eindeutig stärkere Mannschaft.
Chefcoach Norbert Meier sagte nach dem Spiel: „Wir hatten zu Beginn beider Halbzeiten gewisse Schwierigkeiten, dann aber das Zepter in die Hand genommen. Insgesamt hat es mir aber gut gefallen – besonders vor dem Hintergrund des Spiels gegen Paderborn.“ Kritiklos ging der oberste Übungsleiter der Fortunen dennoch nicht mit der Partie um, denn er sagte auch: „Gewisse Dinge haben wir noch nicht gut genug ausgespielt heute.“ Auch wenn dies ein sehr wichtiger Sieg gewesen sei, gibt es „noch einiges Verbesserungswürdiges. Die Arbeit geht also weiter.“
Dies wird spätestens am Sonntag in einer Woche sein, wenn es im Paul-Janes-Stadion im Niederrhein-Pokal gegen TGD Essen-West geht.

Fortuna Düsseldorf

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.