StZ: Nachgefragt bei Djuradj Vasic

28. Mai 2008 in Kickers I, News

„Uns fehlt die Qualität“
 
Die Stuttgarter Kickers bestreiten in der Fußball-Regionalliga am Samstag (13.30 Uhr) das entscheidende Spiel um die Qualifikation zur neuen dritten Liga beim SV Elversberg, für den es sportlich um nichts mehr geht. „Dennoch wollen wir uns ehrenhaft aus der Saison verabschieden“, sagt deren 51-jähriger Trainer Djuradj Vasic im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Vasic, nachdem für Elversberg die Saison sportlich schon gelaufen ist, können die Kickers am Wochenende wohl beruhigt ins Saarland reisen und die drei Punkte abholen. Oder?

Ich glaube und hoffe nicht, dass es so einfach wird. Im Fußball geht es schließlich in jedem Spiel um etwas – zum Beispiel um die Siegprämien. Die Kickers sind momentan zwar gut drauf, aber sie müssen schon eine sehr gute Leistung abliefern, wenn sie hier gewinnen wollen.

Also ist Ihre Mannschaft am Samstag noch einmal voll motiviert?

Wir brauchen diese Woche keine besondere Motivation, aber wir sind es dem Verein und natürlich auch der Liga schuldig, uns ordentlich zu präsentieren und ehrenhaft zu verabschieden. Das ist ganz normal, schließlich wollen wir nichts verschenken und auch keinen Raum für irgendwelche Spekulationen lassen. Einige Spieler verlassen den Club, andere kämpfen noch um einen neuen Vertrag. Außerdem wird es sicher eine gute Atmosphäre, weil viele Zuschauer aus Stuttgart erwartet werden.

Apropos Schlachtenbummler: die Kickers mobilisieren in dieser Woche ihre Fans mit diversen Busangeboten. Haben Sie da keine Angst, dass die Partie für Ihre Mannschaft zu einem Auswärtsspiel wird?

Nein, daran verschwenden wir keinen Gedanken. Zumal wir auswärts sowieso meist besser ausgesehen haben als zu Hause.

Aber unter dem Strich hat es nicht für die Qualifikation zur dritten Liga gereicht. Woran lag es?

Wir haben im Jahr 2008 nur dreimal gewonnen, trotz einiger ordentlicher Leistungen. Aber wir haben einfach viel zu viel Aufwand für einen Sieg betreiben müssen. Und wenn man die drittmeisten Gegentore in der Liga bekommt, dann zeigt das eben, dass vor allem in der Defensive einiges nicht optimal gelaufen ist, vielleicht auch aufgrund von Verletzungen. Letztlich muss man aber so fair sein und zugeben, dass die Qualität für die dritte Liga einfach nicht ausgereicht hat. Das ist enttäuschend, aber eine Tatsache.

Wie geht es denn nun mit Elversberg im Allgemeinen und mit Ihnen als Trainer im Speziellen weiter?

Ich habe meinen Vertrag hier um zwei Jahre für die Regionalliga verlängert, dann müssen wir mal abwarten, ob wir der West- oder der Südgruppe zugeordnet werden, das steht noch nicht fest. Und wir wollen einen Neuaufbau starten und dabei versuchen, die Fehler der letzten Jahre zu korrigieren.

Stuttgarter Zeitung

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