Spielberichte Stuttgarter Kickers – FSV Frankfurt (1:1)

3. November 2007 in Kickers I, News

Kickers – FSV Frankfurt 1:1 (0:1)

Vor 2720 Zuschauern im GAZi-Stadion auf der Waldau schafften die Kickers auch im siebten Heimspiel der Saison nicht den ersten dreifachen Punktgewinn. Das Team von Trainer Peter Zeidler kam gegen den hessischen Aufsteiger FSV Frankfurt nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus.
Nach einem Eckball kassierten die Kickers bereits in der 7. Minute durch den Kopfballtreffer von Hillebrand den 0:1-Gegentreffer. Die Kickers fanden danach nicht mehr zurück ins Spiel, erst nach der Pause nach einem Doppelwechsel mit Kacani und Parmak zogen die Blauen zeitweise ein wahres Powerplay auf. Chancen im Minutentakt sahen die Zuschauer im Stadion, doch mehr wie der Ausgleichstreffer durch Sokol Kacani (65.) sprang leider nicht heraus.

Zur Aufstellung:
Trainer Peter Zeidler ließ heute mit Marco Tucci und Angelo Vaccaro zwei Stürmer auflaufen, wobei schon nach einer Viertelstunde Bashiru Gambo in den Sturm beordert wurde und Marco Tucci zurück ins rechte Mittelfeld ging. Neben ihm spielten Mustafa Akcay, Markus Mann und Dominique Rodrigues. Die Abwehrreihe besetzten Moritz Steinle, Marco Wilderinn, Marcel Rapp und Oliver Stierle, im Tor selbstverständlich David Yelldell. Auf der Bank nahmen zunächst Mustafa Parmak Platz, der unter der Woche augrund muskulärer Probleme kaum trainieren konnte. Recep Yildiz, Benedikt Deigendesch, Sokol Kacani, Saban Genisyürek, Julian Leist und Ersatzkeeper Manuel Salz hießen die restlichen Auswechselspieler.

Zum Spielerverlauf:
Die Partie ging gleich munter los: Bashiru Gambo sorgte bereits nach wenigen Sekunden mit seinem abgefälschten Schuss für Gefahr, doch sein Versuch ging um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (1.). Auch die Gäste spielten munter mit, ihr sehr engagierter und lautstarker Trainer Tomas Oral an der Aussenlinie lebte es seinen Spielern vor. Und Grund zum Jubeln hatte er schon früh: Nach einer Ecke köpfte Schumann freistehend auf das Kickers-Tor, David Yelldell konnte zwar noch reaktionsschnell abwehren, doch beim Abpraller reagierte Hillebrand am schnellsten und spitzelte den Ball zum 0:1 über die Linie (7.).
Der frühe Rückstand schockte die Kickers-Mannschaft, und das Team um Kapitän Oliver Stierle spielte super nervös, verängstigt und unsicher und hatte Glück, dass es nur mit dem knappen Rückstand in die Pause ging.
Die Frankfurter Chancen: Hillebrand setzte sich links durch, doch an seiner Hereingabe kam Cenci einen Schritt zu spät (10.). Nach einem Missverständnis zwischen Moritz Steinle und Marco Tucci nutzte El Haj Ali die Chance und zog ab, doch sein Schuss strich knapp über die Latte. Bei zwei folgenden Eckbällen brannte es beide Male lichterloh im Kickers-Strafraum, Oliver Stierle warf sich beim Schuss von Cenci gerade nochmals dazwischen (25.). Erst kurz vor der Pause zeigten die Blauen nochmals ihr Können, als Angelo Vaccaro den Ball direkt mit der Brust in den Lauf von Bashiru Gambo legte, doch dessen Schuss ging am langen Pfosten vorbei (38.). Eine Ballablage von Marco Tucci hatte wieder der Ghanaer die Möglichkeit, doch sein Schuss hielt der Gästekeeper sicher (42.). Kurz vor dem Pausenpfiff zog Frankfurts Kreuz aus gut 30 Metern ab, David Yelldell machte sich lange und konnte den strammen Schuss mit den Fingerspitzen über die Latte lenken (44.).
Nach der Pause reagierte Peter Zeidler und brachte für Marco Tucci und Dominique Rodrigues zwei neue Akteure: Sokol Kacani stürmte fortan zusammen mit Angelo Vaccaro, Mustafa Parmak sorgte für Druck auf dem rechten Flügel. Das Spiel der Kickers wurde nun immer besser und es gab zeitweise Chancen im Minutentakt. Die Kopfballablage von Bashiru Gambo nahm Angelo Vaccaro direkt, jedoch warf sich bei seinem Drehschuss ein Abwehrspieler gerade noch dazwischen (46.). Nur zwei Minuten später dieselbe Situation: Wieder wurde Angelo Vaccaro per Kopf von Bashiru Gambo bedient, doch sein Volleyschuss strich knapp am linken Pfosten vorbei (48.). Die Kickers drängten auf den Ausgleich und hatten nun deutliches Übergewicht im Mittelfeld. Nach einem Eckball fiel dann auch das erlösende 1:1. Sokol Kacani steig am höchsten und köpfte rechts unter die Latte zu seinem vierten Saisontreffer (65.). Das Stadion wachte nun wieder auf und die Fans trieben die Mannschaft weiter nach vorne. Den Schuss von Moritz Steinle fasste Schnürenberg im Frankfurter Kasten erst im Nachfassen (68.). Einen langen Ball auf Angelo Vaccaro erlief sich der Kickers-Stürmer und wollte aus 18 Metern abziehen, doch in letzter Sekunde kam das lange Bein eines Hessischen Abwehrspielers.

Mustafa Parmak ließ auch noch zwei Schüsse ab, doch der Frankfurt Keeper bewahrte sein Team vor einem Rückstand (76.) Nach einem der zahlreichen Ecken bekam Mustafa Akcay einen zunächst abgewehrten Ball vor die Füße. Der Mittelfeldspieler lupfte das Leder gefühlvoll aus gut 15 Metern über den Torwart hinweg auf die Latte, der Ball sprang zurück aufs Spielfeld, wo Marcel Rapp Richtung Tor köpfte, doch Frankfurts Schlussmann konnte auch diesen Ball entschärfen (78.). Nach einem schönen Übersteiger stand Mustafa Parmak zentral ca. 20 Meter vor dem Tor, als er mit links abzog. Er traf die Kugel voll, doch wieder strich sie am linken Pfosten vorbei und sprang von der hinteren Torstange von hinten ans Aussennetz, sodass alle Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen hatten (80.). Nach einen Flanke von Sokol Kacani hatte wieder Mustafa Parmak die Schusschance, doch auf der Linie wurde der Ball herausgeschlagen. Da die Kickers alles auf eine Karte setzten und das Spiel gewinnen wollten, ergaben sich zwangsläufig auch Konterchancen für die Gäste, die in der zweiten Halbzeit eigentlich kaum mehr was Zustande brachten. Die beste Chance hatte der eingewechselte Hagner, als er freistehend vor David Yelldell auftauchte, doch der Kickers-Keeper blieb lange stehen und konnte den Schuss mit seiner Schulter über die Latte lenken. Kurz vor Abpfiff brachte Bashiru Gambo nach einem langen Ball die Kugel nicht mehr unter Kontrolle und sein „Schüsschen“ mit der Spitze war kein Problem für Frankfurts Schürenberg.

So blieb es leider wieder nur bei einem 1:1-Unentschieden, und auch im siebten Heimspiel der Saison gelang der erste Heimerfolg nicht. Doch wie die Mannschaft sich in der zweiten Hälfte präsentierte und ein wahres Powerplay aufzog, stimmte selbst die noch in der ersten Halbzeit aufgebrachten Kickersfans wieder positiv.

Die Trainerstimmen:

Tomas Oral: „Wir wussten um die Schwere des Spiels heute und haben von Beginn an richtig gut dagegen gehalten. Nach einer Standardsituation sind wir auch verdient in Führung gegangen. Danach muss ich meiner Mannschaft ein riesen Kompliment aussprechen, den sie hat sich hervorragend an die taktische Marschroute gehalten. Hier hätten wir ein 2:0 gegen einen angeschlagenen Gegner nachlegen müssen. Die Kickers kamen in der zweiten Halbzeit immer mehr auf, wir wollten auf Konterstellung lauern. Doch dass die Kickers eine sehr gute Mannschaft haben, zeigten sie in der Phase, wo auch der Ausgleichstreffer fiel. Die Drangphase hatten wir sicher auch mit Glück überstanden und waren froh, dass wir nicht sogar in Rückstand geraten sind. So bin ich mit einem Auge zufrieden, mit dem anderen Augen aber unzufrieden. Denn der Kickers-Keeper hatte mit zwei, drei eigentlich Unhaltbare sein Team im Spiel gehalten. Ich denke die Zuschauer haben ein riesiges Regionalligaspiel gesehen. Mit der Leidenschaft, die die Kickers heute gezeigt haben, werden sie schnell diese Tabellenregionen wieder verlassen.“

Peter Zeidler: „Genau das durfte nicht passieren, dass wir früh in Rückstand geraten. Zu unserer sowieso schön nervösen und angespannten Situation kam dieser Schock hinzu. Wir konnten den Gegentreffer nicht verdauen und haben in der ganzen ersten Halbzeit nicht mehr zurück ins Spiel gefunden. Gott sein Dank kam dann der Pausenpfiff. Zur zweiten Halbzeit haben wir dann in allen Bereichen gut gespielt. Ich glaube wir hatten sieben oder acht hochkarätige Chancen und so den Siegtreffer mehrmals auf dem Fuß. Die Mannschaft hat eine enorme kämpferische Leistung gezeigt und viele Chance herausgespielt. Klar hatten wir Glück bei den Konterchancen, aber dass wir einen guten Keeper haben, wissen wir nicht erst seit heute. Leider wieder nur ein Punkt, doch jeder objektive und subjektive Beobachter hat gesehen, was in der zweiten Halbzeit hier auf dem Platz los war.“

Die Spielstatistik:

Kickers: David Yelldell – Moritz Steinle, Marco Wildersinn, Marcel Rapp, Oliver Stierle – Mustafa Akcay, Marcus Mann, Dominique Rodrigues (46. Mustafa Parmak), Basiru Gambo – Angelo Vaccaro, Marco Tucci (46. Sokol Kacani) – Trainer: Peter Zeidler

FSV Frankfurt: Schürenberg – Schumann, Husterer, Hickl, Hillebrand, Barletta, Mikolajczak, Kreuz, Winter (90. Gaubatz), Cenci (65.Koejoe), El-Hajali (78. Hagner) – Trainer: Oral

Zuschauer:
2.720 Fans im GAZi-Stadion auf der Waldau

Torfolge:
1:1 Dennis Hillebrand (7.)
1:1 Sokol Kacani (65.)

Schiedsrichter:
Torsten Bauer (Seesbach)

Verwarnungen:
Gelbe Karten: Wildersinn, Kacani, Akcay – Schumann

Offizielle Homepage

FSV holt Punkt in Stuttgart

Autor: MICHAEL WEILGUNY

Der FSV Frankfurt ist mittlerweile seit fünf Spielen ungeschlagen. Bei den Kickers aus Stuttgart holte die Truppe von Trainer Tomas Oral am 14. Spieltag ein 1:1.

Die Stuttgarter Kickers begannen stark in den ersten 45 Minuten und setzten den FSV Frankfurt gleich unter Druck. In die kurze Drangphase der Kickers hinein konnte aber Dennis Hillebrand nach einer Ecke von Christian Mikolajczak in der 7. Minute das 1:0 und damit sein 2. Saisontor für den FSV erzielen. Nach der Gästeführung war bei den Stuttgartern eine starke Verunsicherung zu spüren. Die Akteure von Kickers-Trainer Peter Zeidler, dessen Rauswurf zeitweise lauthals von den Heimfans gefordert wurde, agierten nervös und konnten das FSV-Tor zunächst nicht mehr in Gefahr bringen. Dafür hatten die Frankfurter, bei denen Angelo Barletta und Stefan Hickl wieder in die Anfangsformation gerückt waren, ihre Chancen. In der 15. Minute verpasste erneut Hillebrand nach einem Konter über den starken Markus Kreuz knapp das 2:0. Wenig später wurde ein Schuss von Stürmer Cenci aus wenigen Metern abgeblockt. Nach einer halben Stunde dann die nächste Chance für die Gäste. Doch der Schuss von Abwehrmann Daniel Schumann nach einer Ecke konnte von den Kickers auf der Linie geklärt werden.

Die Stuttgarter konnten sich erst in der Schlussphase der 1. Halbzeit wieder in Szene setzen. Die einzige Großchance vergab dabei Stürmer Bashiru Gambo in der 40. Minute nach einem Drehschuss, der das Tor von FSV-Keeper Florian Schürenberg nur knapp verfehlte. Den Schlusspunkt in der 1. Halbzeit setzten dann aber wieder die Frankfurter. Einen herrlichen Schuss von Kreuz aus rund 30 Metern konnte Kickers-Torhüter David Yelldell gerade noch aus dem Winkel holen.

In der 2. Halbzeit kamen die Kickers dann mit mehr Elan aus der Kabine und der Druck auf das FSV-Tor nahm zunächst zu. In der 46. Minute kam Gambo zu einer Großchance, scheiterte aber freistehend im FSV-Strafraum. Zehn Minuten später verpasste dann der eingewechselte Kacani für Stuttgart aus aussichtsreicher Position den Ausgleich. Die größte Chance hatten allerdings die Frankfurter. Mittelfeldmann Mikolajczak scheiterte in der 60. Minute völlig freistehend mit einem Lupfer vor dem Kickers-Gehäuse und verpasste damit die Vorentscheidung.

Als das Spiel danach mehr oder wenig vor sich hin plätscherte, kamen die Stuttgarter in der 66. Minute zum überraschenden Ausgleich. Kacani traf per Kopf nach einem Freistoß von der linken Seite unhaltbar für FSV-Keeper Schürenberg zum 1:1. Danach drängten die Kickers auf den Führungstreffer, die aber entweder an Schürenberg oder an der Latte des FSV-Gehäuses scheiterten. Aber auch die Frankfurter hätten das Spiel in einer dramatischen Schlussphase noch für sich entscheiden können. Die größte Chance hatte in der 90. Minute der eingewechselte Matthias Hagner, der aus kürzester Entfernung am stärksten Kickers-Akteur, Torhüter David Yelldel, scheiterte.

Am Ende blieb es im Stuttgarter GAZI-Stadion vor 2720 Zuschauern bei einem insgesamt gerechten 1:1. Bei besserer Chancenverwertung wäre für den FSV aber auch der vierte Auswärtssieg möglich gewesen. Am kommenden Samstag (10. November) erwartet der FSV Frankfurt dann um 14 Uhr im Frankfurter Volksbank Stadion den SV 07 Elversberg und hofft dabei auf den zweiten Heimsieg dieser Saison.

Statistik

Zuschauerzahl: 2 720

Torschützen: 0:1 Hillebrand (7. Min.), 1:1 Kacani (66. Min.)

Gelbe Karten: Kacani, Akcay (beide Stuttgart) / Schumann (FSV)

Rote Karten: keine

Schiedsrichter: Bauer (Seesbach)

Aufstellungen

Stuttgarter Kickers:
Yelldell – Steinle – Wildersinn – Rapp – Stierle – Rodrigues (56. Kacani) – Akcay – Gambo – Mann – Tucci (46. Parmak) – Vaccaro

FSV Frankfurt:
Schürenberg – Hickl – Schumann – Husterer – Hillebrand – Winter (90. Gaubatz) – Barletta – Mikolajczak – Kreuz – El Haj Ali (78. Hagner) – Cenci (65. Koejoe)

Homepage FSV Frankfurt

Spielbericht vom Hessischen Rundfunk

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