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Presse zu TuS Metzingen – Stuttgarter Kickers (1:3)

4. August 2010 in Kickers I, News

TuS-Führungstor reicht nicht

Regionalligist SV Stuttgarter Kickers ist mit einem glanzlosen 3:1 (1:1)-Sieg bei Landesligist TuS Metzingen in die dritte WFV-Pokalrunde eingezogen. Der Underdog verkaufte sich teuer und hielt 70 Minuten mit.

Dirk Schuster, der Trainer der Stuttgarter Kickers, ist ein ruhiger und besonnener Mensch. Aber gegen Ende der ersten Halbzeit explodierte der Ex-Nationalspieler (vier A-Länderspiele für DDR, drei A-Länderspiele für BRD) in der Coaching-Zone und faltete seine Mannschaft zusammen. Grund: Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1, was für Schusters Team gegen einen Regionalligisten, der am kommenden Samstag gegen den FC Memmingen sein erstes Punktspiel zu bestreiten hat, viel zu wenig ist. Am Ende gewann der Ex-Bundesligist zwar noch mit 3:1, doch mit Ruhm bekleckert hatten sich die „Blauen“ an diesem Abend im Metzinger Otto-Dipper-Stadion vor 400 Zuschauern wahrlich nicht.

Man sagt in Fußballerkreisen ja bekanntlich, dass man immer nur so gut spielen kann, wie es der Gegner zulässt. 70 Minuten lang machten die Gastgeber, betreut von Trainer Erol Türkoglu und dessen „Co“ Claudio Mastrangelo, den Kickers das Leben sehr schwer. Schon mit der Aufstellung zweier Stürmer (Erkut Alici, Benjamin Plangger) demonstrierten die Übungsleiter, dass man sich gegen den großen Gegner nicht verstecken, sondern mitspielen wollte. Dass in dieser Saison im Offensivspiel die große Stärke der neuformierten TuS-Mannschaft liegen kann, zeigten die Liotti-Zwillinge gleich in der dritten Minute: Enzo spielte einen tollen Ball in die Gasse auf seinen Bruder Carlo, der sich behaupten und via Innenpfosten zur ebenso frühen wie auch überraschenden Führung für die Ermstäler einschoss. Die Kickers wirkten überrascht. Marcel Rapp, der einst als eine der größten Defensivhoffnungen im deutschen Fußball galt, konnte einen Schuss von Ercan Acar aus kurzer Distanz gerade noch zur Ecke klären (7.). „Die TuS-Führung ging in Ordnung. Wir hatten Glück, dass diese nicht noch höher ausfiel“, resümierte denn auch Schuster über die flotten zehn Metzinger Anfangsminuten.

Danach kamen die Stuttgarter besser ins Spiel. Alessandro Abruscia traf aus zwölf Metern das Außennetz (10.). Michele Rizzi verlängerte einen Freistoß von Marchese an den Pfosten, den Nachschuss drosch Denis Videc knapp drüber (12.). Der Ausgleich fiel dann aber erst durch einen 25-Meter-Freistoß, den Marchese genau im Winkel versenkte – ein tolles Tor (25.). Der Favorit bestimmte nun das Spiel, die schnellen Metzinger Entlastungsangriffe wurden seltener. Dennoch wechselte man mit 1:1 die Seiten.

Im zweiten Durchgang fand Metzingens Benjamin Plangger zunächst aus 16 Metern seinen Meister in Kickers-Torwart Daniel Wagner (49.), ehe die Gäste noch mehr Dampf machten. Der eingewechselte Ex-SSV-Stürmer Daniel Reule traf aus drei Metern das leere Tor nicht (56.), ehe die großen Momente von TuS-Keeper Michael Hoffmann kamen. Erst lenkte er einen Freistoß von Reule mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten (62.), dann klärte er gegen die jeweils durchgebrochenen Brandstetter (64., 76.) und Reule (67.) in höchster Not. Nach dem Doppelschlag von Marchese (68.) und Marcel Ivanusa (71.) war die starke Metzinger Moral allerdings gebrochen. Zwar hätte das Schuster-Team das Ergebnis noch höher gestalten können, doch machte es den Eindruck, als ob sich die Kickers, die insgesamt nicht mehr als nötig taten, mit dem Resultat zufrieden waren.

TuS-Coach Erol Türkoglu war mit dem Spiel seiner Truppe sehr zufrieden: „Hinten raus hat die Kraft nachgelassen, aber wir haben ja auch erst in zweieinhalb Wochen das erste Punktspiel. Wir hatten nichts zu verlieren, genauso haben wir auch gespielt. Es war eine tolle Erfahrung für meine junge Truppe, die sich hervorragend präsentiert hat. Wir sind auf einen guten Weg.“ Dirk Schuster, der die TuS lobte, konnte mit seiner Mannschaft nicht zufrieden sein: „Unser Spiel war viel zu statisch, deshalb haben wir uns sehr schwer getan. Es war nicht mehr als ein Pflichtsieg.“

So spielten sie

TuS Metzingen: Hoffmann – Mohr, Samuele Cutruneo (75. Stiefel), Knappe, Geibel, Reitter (86. Caran), Carlo Liotti (58. Rothweiler), Enzo Liotti, Alici (70. Frick), Acar, Plangger (83. Fabio Cutruneo)

SV Stuttgarter Kickers: Wagner – Auracher, Rizzi, Marchese, Brandstetter, Stierle, Rapp (39. Gerster), Abruscia, Pala (46. Türpitz), Gondorf (13. Ivanusa), Videc (52. Reule)

Tore: 1:0 Carlo Liotti (3.), 1:1, 1:2 Marchese (24., 68.), 1:3 Ivanusa (71.)

Zuschauer: 400

Schiedsrichter: Manuel Dürr (Böblingen)

Südwest-Presse

3:1-Sieg in Metzingen: Stuttgarter Kickers bestehen die Generalprobe vor dem Regionalliga-Start

4. August 2010 in Kickers I, News

Enzo Marchese (2) und Marcel Ivanusa schießen die Blauen in die dritte WFV-Pokal-Runde – Spieltermin voraussichtlich am Samstag, 14. August (15 Uhr)

Mit mehr Mühe als erwartet hat sich der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers am Dienstagabend durch einen 3:1(1:1)-Auswärtserfolg beim Landesligisten TuS Metzingen für die dritte Spielrunde im laufenden WVF-Pokal-Wettbewerb qualifiziert. Beim letzten Test vor dem Regionalliga-Saisonauftakt an diesem Samstag gegen den FC Memmingen (GAZi-Stadion, 14 Uhr) drehten Enzo Marchese per Tore-Doppelpack (24./69.) sowie Marcel Ivanusa (71.) vor den 400 Zuschauern einen frühen 0:1-Rückstand in einem am Ende verdienten Sieg der Blauen. Die Degerlocher treffen nun auf den Gewinner der Mittwochspartie VfB Bösingen (Landesliga) – VfL Nagold (Verbandsliga). Terminiert wird diese Drittrundenbegegnung voraussichtlich auf Samstag, 14. August 2010 (15 Uhr).

Ohne eine Schrecksekunde scheinen die Kickers-Akteure von Cheftrainer Dirk Schuster in dieser Saison jedoch nicht auszukommen. Kickers-Mannschaftskapitän Marcel Rapp stürzte nach einem Abwehrversuch wenige Minuten vor dem Seitenwechsel im eigenen Strafraum so unglücklich auf den Rasen, dass er mit einer stark blutenden Wunde im Gesicht ausgewechselt und nach dem Spielende vorsorglich für eine genauere Diagnose in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Ob der 31-Jährige am Samstag gegen den FC Memmingen eingesetzt werden kann, ist offen.

Zuvor hatten die Kickers das frühe Führungstor für den Metzinger Landesligisten durch Carlo Liotti aus der vierten Spielminute mit viel Druck beantwortet. Ein Ausgleichstreffer lag zwar ständig in der Luft, doch erst nach den beiden Pfostentreffern von Marcel Brandstetter und Denis Videc sorgte Enzo Marchese für Zählbares. Der Kickers-Regisseur jagte einen Freistoß direkt verwandelt zum 1:1-Pausenstand in die Maschen des Metzinger Gehäuses.

Erneut Marchese traf nach dem Seitenwechsel auch zur 2:1-Führung der Gäste. Oliver Stierle hatte den Ball mit einer schönen Flanke von links in den Metzinger Strafraum gebracht, Philip Türpitz legte mustergültig auf – und Marchese schob die Kugel überlegt ins lange Eck. Marcel Ivanusa entschied das Kräftemessen zwischen Siebt- und Viertligist kurz darauf endgültig mit seinem Treffer zum Endstand.

Fazit von Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster
„Wichtig war, dass wir in die dritte WFV-Pokal-Runde eingezogen sind. Auch heute hatte mir unser Auftritt in der ersten Halbzeit nicht gefallen, meiner Mannschaft hatte es an der nötigen Entschlossenheit gefehlt. Unsere Spielweise war insgesamt zu statisch, meine Spieler müssen künftig ein noch höheres Tempo gehen. Gut gefallen hat mir Enzo Marchese, der nicht nur zwei schöne Tore erzielte, sondern auch die Lenkung des Spiels an sich gezogen hat. Für viel frischen Wind gesorgt haben außerdem nach ihren Einwechslungen Fabian Gerster und Marcel Ivanusa. Jetzt kommt es am Samstag darauf an, dass wir unsere insgesamt sehr gute Vorbereitungsphase in einen Heimerfolg gegen den FC Memmingen umsetzen können.“

Die Spielstatistik

Stuttgarter Kickers: 1 Wagner – 19 Abruscia, 3 Auracher, 15 Rapp (39. 17 Gerster), 13 Stierle – 8 Rizzi – 22 Gondorf (14. 7 Ivanusa), 10 Marchese, 20 Pala (46. 27 Türpitz) – 25 Videc (53. 9 Reule), 11 Brandstetter. Trainer: Schuster.

Tore: 1:0 Liotti (4.), 1:1 Marchese (24.), 1:2 Marchese (69.), 1:3 Ivanusa (71.)

Besonderes: –

Schiedsrichter: Manuel Dürr (Böblingen)

Zuschauer: 400 Fans im Metzinger Otto-Dipper-Stadion

Offizielle Homepage

Vorberichte TuS Metzingen – Stuttgarter Kickers

3. August 2010 in Kickers I, News

Die „Blauen“ etwas ärgern

Die Vorfreude im Lager der TuS Metzingen ist groß – schließlich spielt man nicht alle Tage gegen Regionalligist SV Stuttgarter Kickers. Das Pokal-Zweitrundenspiel wird heute um 18 Uhr im Dipper-Stadion angepfiffen.

Blau-weiß sind sie bezüglich ihrer Klubfarben beide, die TuS und die Stuttgarter Kickers. „Blau ärgern“ sollen sich heute aber nur die Degerlocher – zumindest, wenn es nach den Ermstälern geht, die dem haushohen Favoriten möglichst viel Gegenwehr liefern wollen.

Vor fast genau neun Jahren trafen beide Mannschaften in der 1. WFV-Pokalrunde schon einmal aufeinanander. Die Kickers, damals Zweitliga-Absteiger, gewannen vor 550 Zuschauer mit 7:2 (3:1), als der Japaner Yu Shimamura die TuS mit vier Treffern fast im Alleingang besiegte. Interessant: der damalige TuS-Trainer hieß Hans-Michael Traum, Metzinger Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich war ein gewisser Erol Türkoglu.

Für die Spieler der TuS Metzingen, die sich heuer in der 1. WFV-Pokalrunde über ein Freilos freuen durfte, ist das erste Pflichtspiel der neuen Saison gleich ein ganz besonderes. Bis auf Stefan Dieze (Urlaub) und Kim Laudage (Kreuzbandriss)können die Metzinger Verantwortlichen personell aus dem Vollen schöpfen, allerdings sind Ercan Acar und Carlo Liotti angeschlagen.

Wäre da nicht der abermalige Kreuzbandriss von Mohamed Sharityar. Besonders bitter dabei ist, dass sich der Medizinstudent nach derselben Verletzung im gleichen Knie vor einem Jahr gerade wieder ans Team herangekämpft hatte. „Das ist unwahrscheinlich bitter für den Jungen, er war zuletzt mehr als nur eine Alternative. Wir wünschen ihm für die schwere Zeit viel Kraft, alles Gute und hoffen, dass Mudi zurückkommt“, betrübt TuS-Trainer Erol Türkoglu diese Hiobsbotschaft. Gegen die Stuttgarter Kickers, den drei Spielklassen höher angesiedelten Favoriten, wollen die ambitionierten Metzinger aber nicht nur hinten drin stehen und verteidigen. Für das neuformierte TuS-Team, von dem in dieser Spielzeit einiges erwartet werden darf, ist es der erste richtige Härtetest. „Das Spiel ist ein Bonbon in der Vorbereitungszeit, das uns – egal wie es ausgeht – in jedem Falle weiterbringen wird. Obwohl wir Außenseiter sind, wollen wir die Kickers so lange wie möglich ärgern und ihnen das Leben schwer machen“, blickt TuS-Co-Trainer Claudio Mastrangelo mit gewissen Erwartungen an sein Team voraus.

Dabei wolle man die eigenen Chancen in der Offensive suchen und mitspielen. „Bei uns wird den Regionalligisten mehr Gegenwehr erwarten als in Glems“, weiß Mastrangelo und nimmt damit Bezug auf den standesgemäßen 8:0 (2:0)-Erstrundenerfolg des Teams von Trainer Dirk Schuster am Samstag, als Denis Videc mit drei Treffern erfolgreichster Schütze seines Teams war. Der Ex-Reutlinger Daniel Reule fehlte dabei grippekrank und dass Oliver Stierle, der nach seinem Gastspiel bei Bayern München II nun wieder nach Degerloch zurückgekehrt ist, 90 Minuten nur auf der Bank saß, war überraschend.

Mit Angreifer Dirk Prediger (Kreuzbandriss) haben auch die Stuttgarter einen Langzeitverletzten zu beklagen. Beim Ex-Bundesligisten trainiert derzeit übrigens Patrick Milchraum (142 Zweitligaspiele/17 Tore) mit. Der Ex-Münchner Löwe und U-21-Nationalspieler erhielt im Sommer bei Zweitligist Alemannia Aachen keinen neuen Vertrag mehr und schließt sich vielleicht seinem Heimatverein an – das wäre ein echter Transfer-Coup.

Mit der Leistung und dem Weiterkommen seiner Mannschaft beim TSV Glems war der Coach der „Blauen“ überwiegend zufrieden: „Wir haben die erste Etappe auf unserem Weg zum angestrebten Gewinn des WFV-Pokals erfolgreich genommen. Mit dem Ergebnis in Glems war ich einverstanden, nicht aber mit unserer Leistung in der ersten Halbzeit – da konnten sich nicht viele für die Startformation im ersten Punktspiel bewerben.“ Über die TuS Metzingen wisse er nicht wirklich Bescheid, aber alles andere als ein Pflichtsieg beim Landesligisten wäre laut Schuster blamabel.

Info Nach einigen Irritationen, was Spieltag und Anstoßzeit des Schlagers TuS Metzingen – SV Stuttgarter Kickers in der 2. Runde des WFV-Pokals betrifft, konnte nun Hans-Michael Traum, Sportlicher Leiter der Ermstäler, für Klarheit sorgen: „Die Kickers wollen schon am Dienstag spielen, weil bereits am Samstag deren erstes Regionalligaspiel gegen den FC Memmingen stattfindet. Daher die Einigung auf heute, 18 Uhr.“

Südwest-Presse