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von Tobi

Stuttgarter Kickers von Ulm geschlagen

15. Januar 1935 in Kickers I

Das Wetter brachte in den Fußballsport der süddeutschen Gaue eine neue Röte hinein, s wurde auf fast allen Plätzen auf schneebedecktem Boden gespielt. Es ging nicht überall so, wie man es erwartet hatte. So wurden die Stuttgarter Kickers durch Ulmer FV. 94 au eingenem Platz mit 0:2 geschlagen. Die Ulmer verdanken diesen Sieg in erster Linie der nützlichen Anwendung des Deckungspieles, wobei der Läufer Wurzer ein ganz großes Spiel lieferte. In zweiter Reihe hatten jedoch auch die Stuttgarter Kickers keinen ihrer besten Tage und enttäuschten ihre Anhänger, was icht zuletzt auf das Fehlen zweier so hervorragender Spieler wie Gröner und Blanz zurückzuführen war. Die Tore schossen für Ulm Eberhardt und Rackl.

Schwäbischen Merkur, Nr. 12 vom 15. Januar 1936

von Tobi

Kickers „Halbzeitmeister“

20. November 1934 in Kickers I

Sportfr. Eßlingen – Stuttg. Kickers 1:2 (1:0)

Wie immer, wenn die Stuttgarter Kickers bei ihrem Patenverein Sportfreunde Eßlingen weilen, herrschte auch diesmal auf den Sirnauer Wiesen Hochbetrieb und die 4000 Zuschauer sahen einen bewegten und bis zum Schluß offenen Kampf, den die Kickers, wenn auch glücklich, mit 2:1 verdient als Sieger beendeten. Durch die Punkteinbußen von Sportverein Feuerbach und VfB. Stuttgart kamen die Kickers an die Tabellenspitze des Gaues. Der Sieg der Kickers kam keineswegs leicht zustande. Die Eßlinger kämpften wie an den letzten Sonntagen mit größtem Siegeswillen. In der ersten Halbzeit waren sie denn auch die bessere Mannschaft, ersetzten das technische Uebergewicht der Kickers durch große Schnelligkeit und schafften bei einer leichten Feldüberlegenheit auch die entschieden klareren Torgelegenheiten heraus. Aber die Deckung der Kickers stand eisern. Nur ein einziges Mal ließ sich Keller durch Zoller schlagen. In der zweiten Halbzeit vermochten die Platzherren ihr in der ersten Halbzeit vorgelegtes Zeitmaß nicht durchzuhalten. Die Kickers kamen mächtig auf. In der 55. Minute schoß Baier II den Ausgleich und schon zwei Minuten später, als sich die Eßlinger aus ihrer Benommenheit noch nicht erholt hatten, fiel aus einem Gedränge heraus durch Link der Siegestreffer.

Beilage zum Schwäbischen Merkur, Stuttgart, Nr. 271 vom 20. November 1934

von Tobi

Ueberraschungen bei der Fußballmeisterschaft

13. März 1934 in Kickers I

Union und Kickers punktgleich

Im Gau Württemberg beanspruchte die volle Aufmerksamkeit der Degerlocher Großkampf zwischen Stuttgarter Kickers und Union Böckingen. Den Heilbronnern lag der Kickersplatz noch niemals und auch diesmal gelang es ihnen nicht, den schärfsten Wiedersacher in der Meisterschaft abzuschütteln. Dabei gaben Schußpech und eine schwache Leistung des Böckinger Angriffs vor dem gegnerischen Tor den Ausschlag. Im Felde waren die Böckinger durch besseres Zusammenspiel sogar meist leicht überlegen.

Die Entscheidung fiel in der zweiten Halbzeit, als im Verlauf von zehn Minuten die vorzüglichen Kickersstürmer Merz und Link je zwei Treffer schossen, während für Böckingen nur der Ersatzmann Wagner und der Mittelläufer Frey mit einem Strafstoß erfolgreich waren. Der Eckenstand von 10:1 redet die beste Sprache für die Schußarmut der Böckinger in diesem Spiel. Aller Voraussicht nach wird es nun zu einem Entscheidungsspiel kommen.

Beilage zum Schwäbischen Merkur, Stuttgart, Nr. 59 vom 13. März1934

von Tobi

Noch keine Klärung

6. Februar 1934 in Kickers I

Kickers und Böckingen an der Spitze

Die Stuttgarter Kickers dagegen kamen in Ulm zu einem verdienten, wenn auch recht glücklichen Sieg gegen den SSV. Ulm. Das Spiel offenbarte nicht gerade Meisterleistungen, denn auf beiden Seiten wurde recht schwach gespielt, wofür man die hohe Schneedecke des Spielfeldes nicht allein verantwortlich machen kann. Die Kickers zogen in einem überlegen durchgeführten Spielbeginn mit Treffern von Merz und Euchenhofer auf 2:0 davon, für Ulm sorgten Diebold und Tröger noch vor dem Wechsel für den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel schoß Merz für die Kickers den siegbringenden Treffer, während ein von Ulm erzieltes Tor wegen Handspiel die Anerkennung des Schiedsrichters nicht fand.

Beilage zum Schwäbischen Merkur, Stuttgart, Nr. 29 vom 6. Februar 1934