WFV-Pokal – Auslosung

1.Runde: Mittwoch 2. August, 18.00 Uhr
FV Künzelsau – Kickers w
enn die Kickers gewinnen

2.Runde: Mittwoch 16. August, 18.00 Uhr
Sieger aus SG Sonnenhof/Großaspach 2 / SpVgg Neckarsulm – Kickers
wenn die Kickers gewinnen

 3.Runde: Mittwoch 23. August, 18.00 Uhr
Sieger aus SV Unterweissach/SKV Rutesheim / SG Bad Wimpfen/FSV 08 Bissingen – Kickers

1.Runde: Mittwoch 2. August, 18.00 Uhr
Kickers 2 – SSV Reutlingen wenn die Kickers gewinnen

2.Runde: Mittwoch 16. August, 18.00 Uhr
Sieger aus TSV Dettingen/E. / GSV Maichingen – Kickers 2
Wenn die Kickers gewinnen

3.Runde: Mittwoch 23. August, 18.00 Uhr
Sieger aus ASV Rexingen/FV 08 Rottweil / ASV Bildechingen/VfR Sulz – Kickers 2 
  

 

STZ: Umstrittene Stadionpläne

Nicht nur der VfB plant ein Fußballstadion, auch die Kickers haben eine Vision: eine Fußballhalle für 20 000 Fans auf den Fildern. Die Idee ist bei der Stadt auf Unverständnis gestoßen, schließlich stehen die „Blauen“ bei der Stadt tief in der Kreide.

Von Jörg Nauke

Dieter Wahl, Präsidiumsmitglied der Kickers und Stuttgarter CDU-Stadtrat, sagt, er habe seinem Präsidenten gleich gesagt, er würde auf Unverständnis stoßen, falls er mit seinen Plänen und Animationen für ein kleines, überdachtes Fußballstadion mit Kunstrasen im Rathaus auftauchen würde. Wahl weiß aus kommunalpolitischer Erfahrung, dass die Zeit nicht reif sei für die „Blauen“, solche Visionen zu entwickeln, die die Stadt zu finanziellen Kraftakten zwingen würde. Schließlich hat der sportliche Absturz der Kickers ins Mittelmaß der Regionalliga dazu geführt, dass sie ihren aus dem Umbau des Stadions auf der Waldau resultierenden finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Stadt nicht nachkommen können. Und noch mehr: Die öffentliche Hand hat dem Verein unlängst dessen Vereinsgelände abgekauft, weil sonst die Pleite gedroht hätte.

Wahls Warnung haben den Kickers-Präsidenten Hans Kullen und Schatzmeister Dirk Eichelbaum dann aber doch nicht gehindert, im Rathaus die Blaupausen vorzulegen. Dort soll das Duo den Ratschlag erhalten haben, die Pläne schleunigst in der Schublade verschwinden zu lassen. Nicht nur, dass die Stadt im Realisierungsfall ein ungenutztes Waldaustadion besitzen würde, was die Kickers wenig belastet hätte; auch müsste sie die verkehrliche Infrastruktur finanzieren und für einen Klub bürgen, der sich derzeit nur mühsam über Wasser hält.

Auf Unverständnis soll auch die Standortwahl gestoßen sein: eine Option wäre das Birkacher Feld gewesen, über das es unlängst eine intensive Debatte im Zusammenhang mit der Ausweisung zusätzlicher Wohnungsbauschwerpunkte gegeben hat. Resultat: die Wiesen bleiben unbebaut.

„Wir wollen andere Prioritäten setzen“, sagt das Präsidiumsmitglied Dieter Wahl. Die Stuttgarter sollen sich wieder stärker mit den Kickers identifizieren. Dafür bedarf es einer größeren Nähe zwischen Fans und handelnden Personen. Deshalb seien in nächster Zeit Veranstaltungen wie die „blaue Woche“ in Degerloch oder die Kickers-Hocketse geplant. Außerdem sollen die sportlichen Leistungen optimiert werden: Der Aufstieg in die zweite Liga und die Rückkehr in die Bundesliga seien mittel- und langfristige Ziele.

StZ

Siegtor durch Babbel

1:0 – FC Bayern erlebt kein blaues Wunder

Das Star-Ensemble aus München wollte die Musik machen. Aber die Stuttgarter Kickers sorgten vor 25.000 Zuschauern im Daimler-Stadion für den guten Ton. Daß Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern gegen den Regionalliga-Ersten kein „blaues Wunder“ in der ersten Runde um den DFB-Pokal erlebte, verdankt Trainer Otto Rehhagel Markus Babbel. Der Abwehrspieler schoß in der 39. Spielminute das Siegtor zum 1:0-Endstand. Die Kickers-Spieler und ihr Trainer wirkten vor dem Anpfiff am Sonntagabend nervös. „Es wäre schlecht, wenn das nicht so wäre“, sagte Coach Wolfgang Wolf. Eine der wichtigsten Entscheidungen vor dem Spiel der Saison war ihm „sehr schwergefallen“: Wolf gab Alexander Malchow als Libero den Vorzug vor Mikhail Smirnow. „Malchow ist zweikampf- und kopfballstärker“, begründete der Trainer. Die Manndecker-Dienste waren schneller verteilt: Dirk Wüllbier gegen Jean-Pierre Papin, Jochen Novodomsky gegen Alexander Zickler, Torsten Raspe gegen Mehmet Scholl. Große (Profi-)Namen, große Aufgaben. Jede Minute ohne Gegentor machte die Gastgeber mutiger, herzlicher Beifall von den vielen Fans bestärkte sie in ihrem energischen Zweikampfverhalten. Die „Blauen“ wollten eines zuerst: „Neue Freunde gewinnen“ (Präsident Dünnwald-Metzler). Trotz Niederlage dieses Ziel haben sie erreicht.

Stuttgarter Nachrichten vom 28.08.1995

Schade, Kickers-0:1. Schiri übersah Elfer an Sailer. Bayern „babbelte“ sich weiter.

Bild-Zeitung Stuttgart vom 28.08.1995

Die Kickers, selbst mit zehn Mann, lieferten ein Riesenspiel. Dieser Auftritt die Münchner Millionen-Truppe begeisterte Uli Hoeneß: „Gratuliere“, mein-te er zu Präsident Axel Dünnwald-Metzler, „diese Mannschaft ist bundesligareif. Kickers-Vize Daiss: „Die Kickers haben sich toll verkauft.“ Eines ist sicher: Mit diesem Auftritt haben die „Blauen“ aus Degerloch auf dem Platz der „Roten“ viele Freunde gewonnen. Und das kann für das gesteckte Ziel „Aufstieg“ nur Mut machen…

Stuttgarter Kickers zauberten in der Höhenluft beim „SV Schwarzwald“

Kreisligist zog sich achtbar aus Affäre

Torhüter Lothar Bächle bester Mann auf dem Platz – Udo Bodenberger spielte 15 Minuten im Kickers-Dreß

SV Bad Peterstal – Stuttgarter Kickers 0:7. (ru). Lange Zeit hat der kleine Fußball-Kreisliga-B-Verein SV Bad Peterstal um einen neuen Sportplatz gekämpft. Seit zwei Jahren besteht nun der neue Rasenplatz im Ortsteil Griesbach in 480 Meter Höhe. Und wie es sich für einen rührigen Club gehört, muß auch mal ein „Großer“ ein Gastspiel geben. Die Peterstaler Mineralquellen machten es möglich. Weil diese Stuttgarter Kickers Trikotwerbung für das sprudelnde Wasser machen, kann der Sponsor, zweimal im Jahr auch bestimmen, wo er seine Fußballer gerne sehen würde.
So kam der Regionalligist ins Renchtal, um zu zaubern. Das Ergebnis spielte eine untergeordnete Rolle, die sieben Tore waren trotzdem schön herausgespielt. Und daß der Gastgeber zu keinem Treffer kam, lag an der großen Überlegenheit der Schwaben.
Die lange Saison ist bei den Kickers vorbei und abgehakt. Es blieb nur die Vizemeisterschaft hinter Unterhaching. Eigentlich sollte im Jahr eins nach dem Zweitligaabstieg der sofortige Wiederaufstieg geschafft werden, weil unter Profibedingungen trainiert wurde. „Unterhaching war einfach zu übermächtig, sie leisteten sich kaum einen Ausrutscher“, so Wolfgang Wolf, früher ein eisenharter Verteidiger beim Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern und heute Trainer, Manager und zeitweise auch noch Spieler. In Peterstal spielte er 80 Minuten noch mit.
Die deutsche Amateurmeisterschaft läßt Wolf kalt, und er schickte elf Spieler nach dem letzten Spiel gleich in den Urlaub. Für ihn ist die neue Saison wichtig und nicht die brotlose Kunst einer Amateurmeisterschaft. Also brachte Wolf noch acht Regionalligaspieler mit, der Rest waren Amateure. Gab er wieder mal einen Traumpaß, der dann von seinen Spielern nicht verwertet wurde, so gab es im Nachhinein ein Kopfschütteln. Und damit die Kickers auch etwas Format bekamen, nahmen sie im Renchtal noch eine Anleihe auf, sie verstärkten sich mit dem Geschäftsführer des Sponsors, Udo Bodenberg (55), er durfte 15 Minuten im Kickersdreß spielen. Zuerst in der Abwehr, später im Angriff, weil dort mehr Leben herrschte. So drangvoll Bodenberger auch nach vorne ging, ein Treffer wollte ihm nicht gelingen, weil der Ball immer etwas schneller war. Doch es habe Spaß gemacht, so Bodenberger, der nach Spielschluß eifrig Autogramme geben mußte, weil viele Kinder ihn für einen Ex-Nationalspieler hielten. Die Kickers, so Wolf, werden nächste Saison noch einmal unter Profibedingungen spielen, um weiter das Ziel Zweite Liga im Auge zu behalten. Die Zuschauer kommen weiterhin zum Fernsehturm, wenn die Leistungen stimmen. Bis auf Torjäger Jonathan Akpoborie (zum Bundesligisten SV Waldhof) bleiben alle Spieler bei den „Blauen“. Übrigens hält Wolf viel von seiner „schwarzen Perle“, der auch in der Bundesliga seinen Weg gehen werde. Bleiben wird auch Adnan Kevric (früher VfB Gaggenau, Offenburger FV, SV Kuppenheim), der eigentlich unbedingt in die Bundesliga wollte.

SV Bad Peterstal: Bächle; U. Maier, C. Mayer, A. Maier, Braun, T. Maier, Müller, G. Huber, J. Huber, P. Müller, K. Börsig, Zimmermann, M. Börsig, Schönbrunn.
Stuttgarter Kickers: Langner; Zembrod, Zivanovic, Steinicke, Stanic, Korkut, Benicasa, Sailer, Sebescen, Oswald, Volke, Wolf, Bodenbergen, Bogdan, Cora, Ackermann
Schiedsrichter: Huber (Ödisbach). Zuschauer: 500. Tore: 0:1, 0:2 Benincasa, 0:3 Steinicke, 0:4 Bogdan, 0:5, 0:6 Cora, 0:7 Volke

Mittelbadische Presse vom 07.06.1995

Kickers in Mürren

Der Bund, Band 143, Nummer 6 vom 9. Januar 1992

st. Die Stuttgarter Kickers abstiegsgefährdeter Fussballklub in der ersten deutschen Bundesliga sind am Dienstag in Mürren zu einem siebentägigen Trainingslager eingetroffen. Dabei setzt Trainer Rainer Zobel auf ein abwechslungsreiches polysportives Programm. Während andere Vereine ihren Spielern das Skifahren verbieten stehen den Stuttgarter Kickers im Berner Oberland mit Rosi Mittermaier und Christian Neureuter zwei prominente Skiinstruktoren zur Verfügung. «Alle Spieler die Interesse haben können sich auf den schmalen Brettern versuchen» sagt Kickers-Trainer Rainer Zobel. Neben dem Skifahren stehen auch Langlauf Waldläufe Curling- und Eishockeyturniere auf dem nahrhaften Programm das zudem täglich zwei Trainingseinheiten in der Turnhalle des Alpinen Kur- und Sportzentrums vorsieht.

Kaitz führte den HSV zum dritten Cupsieg

Deutscher Cupfinal zwischen dem HSV und den Stuttgarter Kickers erst im Endspurt entschieden

Der Bund vom 22. Juni 1987

awz. Mit dem dritten Cupsieg seiner Klubgeschichte krönte der Hamburger SV im Berliner Olympia-Stadion vor 76 000 Zuschauern seine über Erwarten erfolgreiche Saison.

3:1 schlugen die Hanseaten den Aussenseiter Stuttgarter Kickers aus der zweiten Bundesliga der das Spiel bis drei Minuten vor Schluss unentschieden halten konnte. Ausgerechnet Manfred Kaitz der altgediente Aussenback des HSV führte die Entscheidung herbei: Mit einem raffinierten Freistoss-Schlenzer um die Stuttgarter Mauer herum aus 20 Metern überlistete er Torhüter Jäger. In der Schlussminute besiegelte Schlotterbecks Eigentor die Stuttgarter Niederlage. Begonnen hatte die Partie mit einem Paukenschlag: In der 13. Minute gingen die Kickers durch Kurtenbach in Führung. Diese wurde aber postwendend durch Beiersdorf er egalisiert (15.). Der Aussenseiter fand gegen die favorisierten Hamburger genau das richtige Rezept: Aus einer verstärkten Deckung heraus lauerten die Stuttgarter recht erfolgreich auf Konter. Beinahe wäre diese Taktik aufgegangen.