„100-prozentige Konzentration von der ersten bis zur letzten Minute“

2. September 2011 in Kickers I, News

Fußball-Regionalliga Süd, 5. Spieltag: Die Stuttgarter Kickers empfangen an diesem Samstag (14 Uhr) im GAZi-Stadion den Aufsteiger FC Bayern Alzenau

Das Lazarett bei den Blauen hat sich gelichtet. Vor dem Heimspiel des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers an diesem Samstag (14 Uhr) im GAZi-Stadion gegen den FC Bayern Alzenau haben sich zuletzt auch die Langzeit-Rekonvaleszenten Ali Pala und Ugur Yilmaz mit Einsätzen in der Kickers-U23 erfreulicherweise zurückgemeldet. Fehlen wird gegen den Aufsteiger aus Unterfranken neben den Langzeitverletzten Demis Jung und Simon Köpf allerdings auch Omar Jatta, der aufgrund von muskulären Problemen passen muss. Wie der Cheftrainer Dirk Schuster mit seiner seit 19. Regionalligapartien ungeschlagenen Mannschaft am fünften Spieltag die nächsten drei Punkte aufs Kickers-Konto packen will, darüber spricht der 43-Jährige im nachfolgenden Interview.

Volle Konzentration: So lautet die Devise von Kickers-Cheftrainer Dirk Schuster im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Alzenau. Foto: Baumann

Herr Schuster, Ihre Mannschaft hat für ihren erfolgreichen Auftritt beim 5:2-Sieg in Freiburg viel Lob bekommen – weshalb waren Sie dennoch nicht rundum zufrieden?
„Weil das Ergebnis nach einer recht deutlichen Angelegenheit zu unseren Gunsten klingt, genau das war aber nicht der Fall. Wir hatten die ersten 25 Minuten keinen Zugriff auf das Spiel, da war uns die spielstarke und junge Freiburger Mannschaft überlegen. In dieser Phase habe ich bei uns die nötige Kompaktheit vermisst, außerdem war uns im Spiel nach vorne kaum etwas gelungen. Wie sich mein Team aber nach dem 0:1-Rückstand aufgerappelt hatte und abgesehen von der fehlenden Konzentration in der Schlussphase einen sehr ansehnlichen und erfolgreichen Fußball zeigte, das hat mir gut gefallen und verdient Respekt. Und genau daran müssen wir am Samstagnachmittag ansetzen – diesmal wünsche ich mir aber eine 100-prozentige Konzentration und Einsatzbereitschaft von der ersten bis zur letzten Spielminute.“

Rein von der Papierform sind die Kickers gegen den FC Bayern Alzenau, gegen den es in der Saison 2009/2010 ein 3:0 und 3:1 gegeben hatte, auch diesmal erneut der klare Favorit gegen einen vermeintlich leichteren Gegner. Sehen Sie das auch so?
„Wir haben ein Heimspiel und wollen dieses gewinnen. Punkt. Ich kann aber nur jeden davor warnen, die Partie gegen das Team aus Unterfranken auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn: In der Fußball-Regionalliga Süd gibt es auch in dieser Saison keine leichten Gegner, auch nicht den Meister und Aufsteiger aus der Hessenliga. Die Mannschaft meines Alzenauer Amtskollegen Marco Roth hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie in der neuen Klasse sehr wohl mithalten kann und hat beispielweise mit dem 2:1-Heimsieg gegen Hessen Kassel ihre Ligatauglichkeit unter Beweis gestellt.“

Gegen defensiv eingestellte Mannschaften hat sich Ihr Team zuletzt recht schwer getan. Wie lautet Ihre Marschroute gegen den Neuling, denn vermutlich werden die Alzenauer kein Offensiv-Feuerwerk abbrennen?
„Wir werden wieder eine couragierte Leistung auf den Rasen des GAZi-Stadions bringen müssen und dazu viel Druck und Dominanz auf den Gegner ausüben, um diesen zu Fehlern zu zwingen. Bei ihren letzten Auftritten haben sich die Alzenauer allerdings nicht nur in der Defensive verschanzt, sondern an entsprechender Stelle auch durchaus mutig ihre Angriffe nach vorne getragen. So war das zuletzt auch in Pfullendorf, wo sich das Team im Laufe der Partie von seinen anfänglichen Schwierigkeiten befreien und am Ende durch ein 1:1-Unentschieden einen verdienten Punktgewinn hatte mitnehmen können. Ein frühzeitiges Erfolgserlebnis für uns in Form des Führungstreffers wäre natürlich klasse, denn das würde uns die Aufgabe sicher ein Stück weit erleichtern. Sollte es aber anders kommen, dann müssen wir eben die nötige Geduld aufbringen, um uns mit den drei Punkten zu belohnen.“

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