Presse zum Konzept von Guido Buchwald

Neues Konzept
Kickers müssen schlanker werden
Von Gunter Barner, aktualisiert am 15.12.2010 um 10:15

Stuttgart – Die Geschenke wurden bei den Stuttgarter Kickers schon lange vor Weihnachten verteilt. Es gab für einige Spieler und Trainer Dirk Schuster im Lauf der Zeit ganz ordentliche Gehaltserhöhungen. Monatsgehälter zwischen 4000 und 6000 Euro waren angeblich keine Seltenheit. Jetzt muss sich der eine oder andere an den Gedanken gewöhnen, dass mäßige Leistungen nicht mehr mit übermäßigem Salär entlohnt werden.

Denn der Blick in die Bücher des Fußball-Regionalligisten ergab ein eindeutiges Bild: Die Blauen haben im Vergleich zum Rest der Liga überdurchschnittliche Ausgaben und unterdurchschnittliche Einnahmen. Jetzt müssen die Kickers zügig schlanker werden. Und anders.

Denn das neue sportliche Konzept erfordert ein Umdenken in vielerlei Hinsicht. „Ab sofort wird alles, was wir tun, ausschließlich dem sportlichen Erfolg untergeordnet“, sagt Guido Buchwald. Was bedeutet: Wer dem Verein auf dem Weg in die dritte Liga nicht wirklich weiterhelfen kann, hat auf der Waldau keine Zukunft mehr.

Eine kleine Revolution bei den Kickers

Der Sportchef der Kickers hat in den vergangenen Tagen mit Gott und der Welt gesprochen. Und seither ist klar: „Ich will den sportlichen Bereich gemeinsam mit Michael Zeyer voranbringen. Wir geben die Linie vor.“ Und der Trainer? „Wir werden eng mit ihm zusammenarbeiten“, sagt Buchwald, „aber klar ist: Er muss sich an unsere Vorgaben halten.“

Und die sehen im Grunde eine kleine Revolution vor. Anstatt wie bisher perspektivisch eine Mannschaft aufzubauen, die eventuell in zwei, drei Jahren den Aufstieg schaffen kann, soll es künftig nach Buchwalds und Zeyers Vorstellungen schneller gehen. Zwei, drei gestandene Spieler bilden das Gerüst der Mannschaft. Leihgaben – nach Möglichkeit aus höherklassigen Clubs – bilden gemeinsam mit ihnen den Stamm.

Und junge, hungrige Spieler sollen dafür sorgen, dass es sich die etablierten Kräfte nicht gemütlich machen. „Im Grunde beginnen wir schon jetzt mit der Vorbereitung auf die nächste Saison“, sagt Guido Buchwald und erwartet eine deutliche Leistungssteigerung nach der Winterpause. „Den dritten Platz halte ich mit dieser Mannschaft noch für möglich“, sagt der Sportchef, „wir werden in der Rückrunde das Team genau beobachten, im Training und während der Spiele. Dann werden wir sehen, wer uns auf dem Weg aus der Viertklassigkeit weiterhelfen kann.“

Stuttgarter Nachrichten

Kickers: Buchwald klärt Kompetenzen
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 15.12.2010

Guido Buchwald ist am Montag erstmals in seiner neuen Funktion als sportlich Verantwortlicher während der Präsidiumssitzung des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers aufgetreten. Danach steht fest: „Wir werden mit dem Trainer Dirk Schuster und dem Koordinator Michael Zeyer weitermachen. Es ist momentan das Beste, wenn beide ihr Fachwissen für die Kickers einbringen.“ Wobei die Hierarchie folgendermaßen ist: Buchwald steht ganz oben – die weiteren Kompetenzen verteilen sich auf Zeyer als Berater des Vereins und Schuster als sportlich Verantwortlicher.

Nachdem der Vertrag mit Daniel Reule vor der Auflösung steht, hätten die Kickers auch Mittel frei, um den Kader in der Winterpause noch zu verändern. Notwendigkeit besteht prinzipiell in allen Mannschaftsteilen, „aber es macht nur Sinn, wenn der Spieler sportlich und charakterlich zu uns passt“, sagt Buchwald. ump

Stuttgarter Zeitung

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