Vorberichte zum Finale: SV Elversberg – Stuttgarter Kickers

31. Mai 2008 in Kickers I, News

Countdown der Kickers

Irritationen um Parmak
STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers bestreiten heute (13.30 Uhr) das entscheidende Spiel in der Fußball-Regionalliga beim SV Elversberg. Der Ablauf der Vorbereitung:

FREITAG

12 Uhr: Mustafa Parmak meldet sich auf dem Trainingsgelände der Stuttgarter Kickers – krank. Er habe um 14 Uhr nochmals einen Arzttermin und kann somit nicht am Abschlusstraining teilnehmen. Die Entscheidung ist somit gefallen. „Er bleibt zu Hause“, sagt der Manager Joachim Cast. Ob die Abmeldung mit der schwierigen Vertragssituation des Spielers zu tun hat, der bei einem Abstieg der Kickers ablösefrei wechseln könnte? „Das ist reine Spekulation“, sagt Cast. Ich denke, die Mannschaft sagt: „Jetzt erst recht!“ Der Trainer Stefan Minkwitz fügt hinzu: „Mit nur einer Trainingseinheit kann ich nicht verantworten, ihn mitzunehmen.“

13.30 Uhr: Lockeres Abschlusstraining im ADM-Sportpark mit Torschussübungen. Nach knapp einer Stunde ist alles vorbei.

15.30 Uhr: Abfahrt ins Quartier Hotel Hochwiesmühle in Bexbach, 20 Kilometer von Elversberg entfernt.

19.30: Abendessen im Tagungshotel, danach individuelle Gestaltung.

23 Uhr: Zapfenstreich.

SAMSTAG

8 bis 9.30 Uhr: Frühstück.

10 bis 10.30: Die Möglichkeit, Kohlehydrate (Nudeln) zu sich zu nehmen.

11 Uhr: Die Trainer stellen den Gegner Elversberg vor – und die Mannschaft auf ihn ein.

11.30 Uhr: Abfahrt zum Stadion.

12.30: Mannschaftsbesprechung, in der Minkwitz bekanntgeben wird, ob für Parmak erneut Franco Petruso oder doch der erfahrenere Sascha Benda auflaufen wird. „Darüber muss ich mir noch ein paar Gedanken machen“, sagte der Trainer gestern.

13 Uhr: Warmlaufen.

13.30 Uhr: Anpfiff im Stadion an der Kaiserlinde, in dem etwa 500 Schlachtenbummler aus Stuttgart erwartet werden.

13.30 bis 15.15 Uhr: Der Trainer wird über die Zwischenstände der anderen Spiele informiert, die Mannschaft nicht. „Letztlich ist es aber egal“, sagt der Manager Joachim Cast, „wir müssen unser Spiel gewinnen, sonst hilft alles nichts.“

15.15 Uhr: Apfiff – mit Jubel oder Trauer.

Stuttgarter Zeitung

Konferenzschaltung
Die dritten Programme der ARD haben sich für den letzten Regionalliga-Spieltag etwas besonderes einfallen lassen und übertragen die entscheidenden Spiele um den Aufstieg sowie zur Qualifikation für die dritte Liga in einer Konferenzschaltung. Im SWR werden heute von 13.30 Uhr an folgende Partien zu sehen sein:

VfB Stuttgart II – SV Sandhausen

FC Ingolstadt – SpVgg Unterhaching

Jahn Regensburg – FSV Frankfurt

SV Elversberg – Stuttgarter Kickers

SF Siegen – SSV Reutlingen

Stuttgarter Zeitung

Kickers-Plan: Stuttgart macht blau

Parmak fehlt im Herzschlagfinale – Siegens Blessin verspricht vollen Einsatz

Stuttgart – Die Spannung steigt: Nur einer aus dem Trio Stuttgarter Kickers, SSV Reutlingen, SF Siegen wird am letzten Regionalliga-Spieltag an diesem Samstag (13.30 Uhr/Live-Konferenz im SWR) die Qualifikation für die dritte Liga schaffen. Nachteil für die Blauen: Mustafa Parmak kann nicht spielen.

VON JÜRGEN FREY

Baldrian an Bord? Über dieses Stadium ist Präsident Dirk Eichelbaum hinaus: „Ich nehme es, wie“s kommt.“ Am Donnerstagabend holte sich der Chef der Blauen Ablenkung beim Bon-Jovi-Konzert. Am Samstag bitten seine Kickers bei der SV Elversberg zum letzten Tanz. Und wenn alles klappt, macht Degerloch blau. „Dann steigt auf der 100-Jahr-Feier des Stadtteils eine Riesenparty“, verspricht Eichelbaum. Und wenn nicht, geht die Fangemeinde am Stock – und der Präsident tritt zurück? „Nein, ich sehe keine Auflösungstendenzen“, wehrt der 43-Jährige ab, „ich habe die Blauen in einer Notsituation übernommen – und dann am Tiefpunkt zu gehen, wäre nicht meine Art.“ Auch den Gang in die Insolvenz hält er im Fall eines Scheiterns für sehr unwahrscheinlich: „Wir würden in der Regionalliga antreten“, betont Eichelbaum, „zumal der Deutsche Fußball-Bund einem jeden Prügel vor die Füße wirft, damit nicht im Insolvenzverfahren saniert wird.“

Noch aber können die Blauen solche Horrorszenarien verhindern. Voraussetzung sind drei Punkte in Elversberg und kein Reutlinger Sieg in Siegen. Verliert der SSV, darf der Erfolg für Siegen allerdings nicht um mehr als vier Tore höher ausfallen als der Kickers-Sieg in Elversberg. Kein Vorteil für die Mannschaft von Trainer Stefan Minkwitz: Mustafa Parmak fällt nun doch definitiv aus. Der Mittelfeldspieler konnte wegen seiner neu aufgebrochenen Knöchelverletzung am Freitag nicht trainieren. Er stieg erst gar nicht in den Bus Richtung Saarland, wo am Abend in Bexbach übernachtet wurde. Ebenfalls zu Hause blieb Verteidiger Marco Wildersinn. Für ihn rückte Stürmer Angelo Vaccaro nach Ablauf seiner Sperre wieder in den Kader. Der Rest ist vor allem eines: eine Frage der Nerven.

Wie werden sich die Spieler der SF Siegen nach der schockierenden Meldung von der drohenden Insolvenz ihres Clubs gegen Reutlingen präsentieren? Für Alexander Blessin, Mitglied im Siegener Mannschaftsrat, steht fest: „Bei uns wird sich keiner etwas vorwerfen lassen. Wir werden alles geben, denn wenn der Verein noch eine Chance hat, dann in Liga drei.“ Der Ex-Kickers-Stürmer rechnet mit 8000 Zuschauern.

In Reutlingen gingen in dieser Woche die Rollläden runter: Trainer Peter Starzmann las keine Zeitung, keinen Videotext, kein Internet, seinen Spielern verpasste er einen Maulkorb: „Als Chef ist das mein Recht, sonst hören die Jungs nur etwas von Psychostress. Wir wollen die größtmögliche Konzentration auf unser Spiel.“ Durchhalten heißt das Motto: Von Sonntag an geht“s zum Mannschaftsausflug nach Gran Canaria.

Stuttgarter Nachrichten

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