Presse zu FC Villingen – Stuttgarter Kickers II (3:2)

23. April 2007 in Kickers II, News

Fußball-Oberliga

Sari glänzt mit Dreierpack

VON STEFAN UMMENHOFER

Mit einem 4:2 Sieg gegen die Stuttgarter Kickers II hat der FC 08 Villingen Werbung für das mit großer Spannung erwartete Spiel am Mittwoch gegen Aufstiegsaspirant SSV Ulm betrieben. Vor 850 Zuschauern taten die Nullachter in Halbzeit zwei nicht mehr als nötig, um die jungen Kickers-Spieler zu schlagen.

Fußball-Oberliga: FC 08 Villingen – VfB Stuttgart II 4:2 (3:2) – Bis auf Mario Maus, der sich beim „Warmlaufen“ einen Faserriss zugezogen und für den Tobias Heizmann in die Startelf rückte, begannen die Nullachter in Bestbesetzung. Das nützte aber zunächst wenig, denn nach nicht einmal vier Minuten musste Daniel Miletic den Ball schon aus dem eigenen Netz holen. Ein Pass von Sven Sökler genügte, um die Villinger Abwehr richtig alt aussehen und Dominique Rodrigues das 0:1 erzielen zu lassen. Die Villinger steckten den Rückstand jedoch schnell weg und es entwickelte sich ein sehr lebhaftes Spiel, das die mit ihrer weit aufgerückten Viererkette agierenden Gäste begünstigte. Nachdem Aydemir Demir in Minute sieben den Ausgleich hätte erzielen müssen, traf der agile Adem Sari in der 19. Minute nach Zuspiel von Fitim Fazlija zum 1:1. Vier Minuten später passte „Toco“ Stasiak zentimetergenau auf Demir, der zur Villinger Führung einschoss. Nach 28 Minuten rechneten schon alle mit dem 3:1, doch Schiedsrichter Mirko Benischke annullierte Saris Treffer nach schönem Schuss von Piero Saccone und Vorlage von Stasiak wegen angeblichem Abseits.

In der 39. Minute war es jedoch soweit: Nach einem Hohnstein-Freistoß schaffte es David D‘ Incau im ersten Anlauf zwar nicht, doch wieder war Sari zur Stelle und besorgte die scheinbar deutliche Führung. Nur eine Zeigerumdrehung später war die Führung schon weniger deutlich, denn der beste Kickers-Spieler, Sven Sökler, verkürzte auf 2:3.

Zumindest in den ersten Minuten nach der Pause ging das muntere Scheibenschießen in beide Richtungen weiter: Daniel Miletic parierte gegen Dominique Rodrigues, doch im Gegenzug veränderte sich das Ergebnis erneut. Eine Flanke von Demir konnte Kickers-Torwart Manuel Salz nicht festhalten, und Adem Sari stand da, wo Torjäger eben stehen müssen: 4:2 (47.). Der FC 08 versäumte es gegen die weiter offen stehenden Kickers, noch mehr Tore zu erzielen, sodass die Partie nun eher einem Trainingsspiel glich. Muhamed Bajrami scheiterte noch an Miletic (52.), doch dann taten sich die beiden Mannschaften 20 Minuten lang nicht mehr weh. Mit einem Saccone-Freistoß (72.) und einem Schuss des eingewechselten Christian Jeske (75.) hatten die Nullachter anschließend weitere Gelegenheiten. Dann durfte Saccone noch mal (77.), doch ein fünftes Mal musste der Kickers-Torwart nicht hinter sich greifen. Stattdessen hatten die Gäste durch Küz und Orgo (84.) sowie Markus Kärcher (88.) noch dicke Chancen. Letztlich blieb es aber beim 4:2.

„Offenbar können wir mit frühen Führungen nicht umgehen“, sagte der junge Kickers-Coach Björn Hinck anschließend. Hinten habe sein Team einfach zu inkonsequent gespielt. Der Villinger Sieg gehe in Ordnung, auch wenn die Nullachter nach dem 4:2 das Spiel nur noch verwaltet hätten.

FC 08-Trainer Kristijan Djordjevic freute sich nach der Partie über zwei Dinge: Über die drei Punkte und die Tatsache, dass sein Gesicht dank der Sonne reichlich Farbe bekommen habe. Das war’s. „Hinten waren wir offen wie ein Scheunentor“, bemängelte er. Die Partie habe größtenteils kein Oberliga-Niveau gehabt, auch wenn sie für die Zuschauer streckenweise recht unterhaltsam gewesen sei. „Mund abputzen und weiter geht’s“, war für Djordjevic das Fazit der Partie. Gegen die Ulmer werde seine Mannschaft sicher anders auftreten, kündigte der Trainer für den Oberliga-Hit am Mittwoch an. Tore: 0:1 Bajrami (4.), 1:1 Sari (18.), 2:1 Demir (22.), 3:1 Sari (39.), 3:2 Sökler (40.), 4:2 Sari (47.); Zuschauer: 850; Schiedsrichter: Mirko Benischke (Malsburg-Marzell); Gelb-Rot: Simsek (89.).

FC 08 Villingen: Miletic – Hohnstein (74. Backert), Bea, D‘ Incau (55. Michnia), Heizmann – Fazlija, Maric, Saccone – Stasiak (55. Jeske), Sari, Demir

Südkurier

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