StZ: „Ich bin im besten Alter“

23. Januar 2007 in Kickers I, News

„Ich bin im besten Alter“
 
Nachgefragt bei Angelo Vaccaro
 
Angelo Vaccaro ist – bis jetzt – der einzige Neuzugang des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers in der Winterpause. Der Stürmer kam vom Zweitligisten FC Augsburg, hat zuvor schon in Unterhaching und bei den Amateuren des VfB Stuttgart gespielt. „Ich will wieder in die zweite Liga – mit den Kickers“, sagt der 25-Jährige im Gespräch mit Joachim Klumpp.

Herr Vaccaro, Sie spielen jetzt bei den Stuttgarter Kickers. Warum tragen Sie eine Trainingsjacke von Argentinien?

Ganz einfach, weil ich Maradona-Fan bin. Außerdem haben die ja auch die Farbe blau.

Was hat den Ausschlag dafür gegeben, dass Sie zu den Kickers wechselten?

Ich will wieder in die zweite Liga – und ich denke, das können wir schaffen. Die Kickers sind ein Verein, bei dem alles stimmt und der einen Trainer hat, der schon lange und erfolgreich hier arbeitet. Außerdem habe ich Familie und Freunde hier in der Nähe in Mössingen, das ist nicht unbedingt ein Nachteil.

Zuletzt kam im Sommer Christian Okpala ebenfalls vom FC Augsburg, der jetzt den Verein nicht ganz freiwillig verlassen hat. Ein schlechtes Omen?

Nein, im Gegenteil. Ich möchte beweisen, dass man auch Spieler aus Augsburg holen kann, bei denen es besser läuft.

Ihr Exverein hat in der Winterpause in Felix Luz von St. Pauli und Christoph Teinert aus Unterhaching nochmals zwei Stürmer geholt. Hatten Sie Angst vor dem Konkurrenzkampf?

Das hat keine Rolle gespielt. Ich war mit den Kickers schon vorher einig gewesen. Ich wollte einfach wieder Spielpraxis nach den vielen Verletzungen.

Ihr Leidensweg hat es in sich. Wie sah die Verletztenliste aus?

In Unterhaching hatte ich zwei Kreuzbandrisse nacheinander und 18 Monate Pause, in Augsburg hatte ich Adduktoren- sowie Bandscheibenprobleme und fiel acht Monate aus. Aber jetzt bin ich seit knapp einem halben Jahr beschwerdefrei, und irgendwann muss es sich ja auszahlen, dass ich hart dafür gekämpft habe.

Sie galten einst beim VfB Stuttgart als großes Talent neben Kevin Kuranyi. Haben Sie zu ihm noch Kontakt?

Natürlich, erst vergangene Woche beim Freundschaftsspiel der Schalker in Reutlingen haben wir uns gesehen. Auch zu den ehemaligen Mitspielern Amanatidis, Rüdiger Kauf oder Michael Fink besteht Kontakt.

Sind Sie denn ein wenig neidisch auf deren Karriereverläufe?

Nein. Mit 25 bin ich im besten Fußballeralter und habe noch viel vor mir – nach all dem, was ich schon hinter mir habe.

Stuttgarter Zeitung

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