StZ: Verhandlungen mit Dutt verschoben

11. Januar 2007 in Kickers I, News

Verhandlungen mit Dutt verschoben
 
Die Stuttgarter Kickers sprechen mit ihrem Trainer erst im März über eine Vertragsverlängerung
 
STUTTGART. Nachdem die Profiklubs bereits wieder voll im Training stehen, geht die Winterpause nun auch in der Fußball-Regionalliga zu Ende. Der Tabellendritte VfB Stuttgart II steigt morgen in die Vorbereitung ein, der Lokalrivale Kickers am nächsten Montag.

Von Joachim Klumpp

Die Planung bei dem Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers hatte vor Weihnachten eigentlich vorgesehen, in der Winterpause die Vertragsverlängerung mit Trainer Robin Dutt anzugehen. Doch schon vor dem offiziellen ersten Training im neuen Jahr am nächsten Montag (10 Uhr) ist klar, dass sich der eigentlich angedachte Zeitplan nicht einhalten lässt. „Wir sind übereingekommen, erst einmal in die Runde zu starten und das Thema auf März oder April zu verschieben“, sagt Robin Dutt, der hinzufügt: „Das ist ganz in meinem Interesse.“

Warum das so ist? „Dann sehen wir, wie es sportlich läuft, und können auch etwas mehr über die Rahmenbedingungen für die nächste Saison sagen“, antwortet der Fußballlehrer. Es ist schließlich kein Geheimnis, dass der immer mal wieder bei anderen Vereinen ins Gespräch gebrachte Dutt in Stuttgart nur verlängern will, wenn auch die sportlichen Perspektiven stimmen, was letztlich den Aufstieg vorsieht. Doch die Vorzeichen für die Saison 2007/08 sind nicht optimal, weil zu befürchten ist, dass es im Kampf um die Qualifikation für die eingleisige dritte Liga zu einem Hauen und Stechen unter den Vereinen in der Regionalliga kommt.

Unabhängig davon wollen die Kickers in den verbleibenden 14 Spielen (die Termine werden heute in zwei Wochen festgelegt) nochmal alles versuchen, den Aufstieg noch in dieser Saison zu schaffen, auch wenn das angesichts der sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten TSG Hoffenheim kein leichtes Unterfangen sein dürfte. Aus diesem Grund erhielt auch der vom Nord-Regionalligisten Fortuna Düsseldorf heftig umworbene Torjäger Mirnes Mesic keine Freigabe in der Winterpause. Zudem wurde in Angelo Vaccaro (FC Augsburg) die dringend benötigte Verstärkung im Angriff verpflichtet. „Damit sind unsere Transferaktivitäten in der Offensive beendet“, sagt Dutt. Ob sich personell sonst noch etwas tut, hängt auch von den finanziellen Möglichkeiten ab.

Und damit nicht zuletzt vom Verkauf des suspendierten Christian Okpala, bei dem die Lage nach wie vor verzwickt ist. Angeblich gibt es noch Interessenten aus der zweiten Liga und der Regionalliga Nord, doch der Stürmer selbst steht beim Ligarivalen der Stuttgarter Kickers, den Sportfreunden Siegen, im Wort. Deren Angebot beläuft sich (in Ratenzahlungen) unter dem Strich zwar auf einen sechsstelligen Betrag, doch das ist den Kickers noch zu wenig. „Ich gehe aber nach wie vor davon aus, dass Okpala vom 1. Februar an für uns spielen wird“, sagt Siegens Manager Harald Gärtner. In den nächsten Tagen soll ein persönliches Gespräch mit dem Kickers-Anwalt Christoph Schickhardt erfolgen. „Dann wird man sehen, ob es zu einer Annäherung kommt“, sagt Gärtner. Offen ist noch, ob Okpala am Montag bei den Kickers wieder in den Trainingsbetrieb einsteigt. „Davon gehe ich aus“, sagt sein Berater Dirk Lips. Wie das in der Praxis aussehen könnte? „Die Situation hatten wir noch nicht“, sagt Dutt, „aber wir werden auch dafür eine Lösung finden.“

Der Lokalrivale VfB Stuttgart II beginnt unterdessen bereits morgen mit dem Training und nimmt dann (wie auch die Stuttgarter Kickers II) am traditionellen Hallenturnier in Sindelfingen teil. Der Trainer Rainer Adrion geht davon aus, dass es außer Raphael Schaschko (Unterhaching) keine weiteren Abgänge mehr geben wird. Der beim Zweitligisten TuS Koblenz auf der Wunschliste stehende Tobias Weis trainiert derzeit bei der Bundesliga-Mannschaft mit, und der Stürmer Bernd Nehrig „will sich bei uns durchbeißen“, sagt Adrion. Doch Änderungen sind durchaus möglich: Die Transferliste ist noch bis Ende Januar geöffnet.

Stuttgarter Zeitung

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