Presse zu Stuttgarter Kickers – SSV 05 Reutlingen

Ein Ergebnis mit Ansage
 
Der Kickers-Trainer ärgert sich über das 0:0 gegen Reutlingen – und den Termin im WFV-Pokal
 
STUTTGART. Die Stuttgarter Kickers haben im Regionalligaderby gegen den SSV Reutlingen zwar nur 0:0 gespielt, sind aber trotzdem wieder Tabellenführer. Doch das alleine stimmt den Trainer Robin Dutt nicht glücklich: „Unser Polster zu Platz drei ist geschmolzen.“

Von Joachim Klumpp

Im Gazistadion wird gelegentlich auch mal Football gespielt. Und wer am Samstag genau hingeschaut hat, konnte noch die entsprechenden Markierungen auf dem grünen Rasen erkennen, für den amerikanischen Nationalsport mit seinen vielen Taktiken. Fußball dagegen ist ein vergleichsweise einfaches Spiel, auch wenn Robin Dutt von den Kickers im Vorfeld des Regionalligaderbys gegen den SSV Reutlingen angekündigt hatte: „Wenn die Strategien beider Trainer aufgehen, wird es für die Zuschauer langweilig“.

Der Unterhaltungswert beim 0:0 vor 5980 Zuschauern hielt sich dann auch tatsächlich in Grenzen, zumal die Gäste nicht gerade den Eindruck erweckten, überhaupt ein Tor schießen zu wollen. Ihr einziger Stürmer, Christian Haas, konterte die Kritik: „In der ersten Halbzeit haben die Kickers doch gar nicht gewusst, was sie machen sollen.“ Dafür ließen sie sich in ihrer Verzweiflung von der Marschroute des gepflegten Kurzpassspiels abbringen und versuchten es mit langen, weiten oder hohen Bällen. Ein untaugliches Mittel gegen die kompakt stehende Reutlinger Hintermannschaft, zumal so ein Spiel „nicht auf unsere Stürmer Mesic und Okpala zugeschnitten ist“ (Dutt).

Christian Okpala spielte also wieder, aber nicht in alter Frische. Weshalb nach einer Stunde ein Wechsel angedacht gewesen war, doch manchmal kommt es eben anders. Der Doppelwechsel erfolgte schon zur Pause. Nachdem es im Mittelfeld zu viele Abspielfehler gab und zu wenig Nachsetzen, mussten Akcay und Gambo in der Kabine bleiben, es kamen Parmak und Kanyuk, doch auch der Ex-Offenbacher zog in vielen Zweikämpfen den Kürzeren. Dutt: „Man merkt, dass er in der Vorbereitung drei Wochen gefehlt hat.“ Nachwirkungen und Nebenwirkungen.

Schließlich war es am Samstag das 15. Pflichtspiel in zwei Monaten, was unter dem Strich bedeutet: die Saison bestand für die Kickers bisher praktisch nur aus englischen Wochen. Ein wenig musste die Mannschaft dieser Tortur nun Tribut zollen, auch wenn Dutt sagte: „In der ersten Halbzeit haben wir uns ja geschont.“ In der zweiten waren die Kickers dafür tonangebend, aber die beiden besten Chancen vergaben Sökler und Mesic, und so blieb es beim Unentschieden im Spiel gegen einen Neuling, das man gewinnen muss, wenn man im Aufstiegsrennen ein ernstes Wörtchen mitreden möchte. Weshalb Mirnes Mesic – nach zuletzt nur zwei Punkten aus drei Spielen – zum Schluss kam: „Wir werden uns erheblich steigern müssen, wenn wir oben dranbleiben wollen.“

Kurios, aber wahr: die Kickers kletterten sogar wieder an die Tabellenspitze. Doch der Trainer lässt sich nicht blenden: „Das ist vielleicht gut für die Marketingabteilung.“ Die derzeit in aussichtsreichen Verhandlungen mit einem Ärmelsponsor steht. „Aber unser Polster auf die Nichtaufstiegsplätze ist geschmolzen“, so Dutt. Die Konkurrenz sitzt den Kickers im Nacken. Was fehlt also zur Spitzenmannschaft? Dutt: „Nichts. Wenn wir so spielen wie in der zweiten Hälfte – und unsere Chancen nutzen.“ Daran hapert es zuletzt, doch von einer Abschlussschwäche will der Trainer (noch) nichts wissen. „Davon könnte man sprechen, wenn das nun schon seit vier Spielen der Fall wäre.“

So lange wartet der Gegner Reutlingen bereits auf einen Treffer, was durchaus zu denken geben sollte und nicht nur am Ausfall des etatmäßigen Stürmers Ewald Beskid lag. Der Trainer Peter Starzmann jedenfalls ist froh, dass erst einmal (Länderspiel-)Pause ist, die die Mannschaft zu einem Kurztrainingslager in Oberstaufen nützen wird. Da trennen sich die Wege kaum, denn die Kickers fahren von Mittwoch bis Freitag nach Überlingen an den Bodensee. Doch zuvor steht noch das WFV-Pokalspiel morgen (16 Uhr) beim Oberligisten TSV Crailsheim an. Für Dutt ist diese Terminhatz ein Ärgernis: „Ich verstehe unseren Verband nicht.“ Was nachvollziehbar ist. Sollten die Kickers weiterkommen, sind sie im Halbfinale, das erst an Ostern 2007 ausgetragen werden soll. „Dennoch ist der Wettbewerb für uns wichtig“, betont Manager Joachim Cast und denkt an die Auftritte gegen Hamburg und Hertha im DFB-Pokal.

Für den wiederum qualifiziert sich nur der Sieger – oder der Aufsteiger in die zweite Liga. Doch davon können die Kickers momentan nicht ausgehen, trotz Tabellenführung.

Stuttgarter Kickers: Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Kanitz – Sökler (63. Stierle), Hartmann, Akcay (46. Kanyuk), Gambo (46. Parmak) – Okpala, Mesic.

SSV Reutlingen: Langner – Scheuring, Aybar, Kirsch, Janic – Otto, Waidmann – Rill (60. Weigl), Demirkiran (81. Schneider), Unger (60. Iseli) – Haas.

Stuttgarter Zeitung 

Auf den Straßen und im Stadion herrscht Ruhe
 
Das Spiel der Regionalligisten Stuttgarter Kickers gegen den SSV Reutlingen verläuft friedlich – das Verkehrschaos blieb aus
 
Degerloch. Fast 6000 Fußballfans haben am Samstag im Waldau-Stadion beim Derby der Kickers gegen den SSV Reutlingen (0:0) ihre Teams unterstützt. Das befürchtete Verkehrschaos blieb aus. Die Polizei hatte vorgesorgt und die Mittlere Filderlinie zum Parken freigegeben.

Von Regine Warth

Die Situation ist festgefahren: Da steht er nun, der kleine Golf mit dem dicken Aufkleber, der den Besitzer unverkennbar als Reutlinger Fußballfan auszeichnet, eingepfercht zwischen einem schwarzen Geländewagen und einem nicht minder beeindruckenden Ordner, ebenfalls in Schwarz. Letzterer signalisiert: Es ist kein Durchkommen mehr. „Die Parkplätze am Stadion sind voll, bitte versuchen Sie es woanders.“ Das klingt einstudiert. „Kein Wunder“, sagt der Ordner und lacht. „Ich hab“s schon oft genug sagen müssen.“

In der Tat stehen die Einweiser schon mehr als eine Stunde vor Spielbeginn auf ihren Posten, um die motorisierten Fußballfans mit knappen Parkanweisungen willkommen zu heißen. Zu groß ist die Furcht vor einem ähnlichen Verkehrschaos wie beim Kickers-Spiel gegen die VfB-Amateure vor vier Wochen. Damals verstopften die Autoschlangen stundenlang die Jahnstraße.

Ganz so schlimm ist es an diesem Samstagnachmittag nicht. Zwar kommen die Autos auf der Jahnstraße nur langsam voran, aber immerhin: Sie fahren. „Wir haben vorgesorgt“, sagt Polizeieinsatzleiter Horst Horka, „und die Mittlere Filderlinie ebenfalls zum Parken freigegeben.“ Hoch zu Ross beobachtet die Reiterstaffel das Gedränge der Fans zu Füßen ihrer Vierbeiner. An der Stadionkasse für die Auswärtsmannschaft lehnen die Polizisten in Kampfanzügen am Zaun. Das Konzept geht auf: Pünktlich zum Anpfiff sitzen die meisten Zuschauer im Stadion. Die Polizisten auch. Wie viele Beamte sich tatsächlich unter die Fans gemischt haben, will Horka nicht sagen. Nur so viel: „Es sind genügend da, um alles unter Kontrolle zu haben.“

Das ist beruhigend. Denn die Schlachtgesänge der rund 800 Reutlinger, die aus der kleinen Ecke des Gazi-Stadions über das Spielfeld schallen, klingen alles andere als friedfertig. „Auf geht“s Reutlingen, kämpfen und siegen, ole, ole.“ Da rücken die Verkehrsprobleme schnell in den Hintergrund. „Die Reutlinger und die Kickers – da steckt eine große Feindschaft dahinter“, sagt Horka und verzieht das Gesicht. „Da heißt es aufpassen.“

Doch es bleibt friedlich. Ähnlich zäh wie der dahinfließende Verkehr nur wenige Meter vom Stadion entfernt, verläuft auch die Partie auf dem Rasen. Sehr zum Ärger der Zuschauer. „Die kommen einfach nicht in die Gänge“, ruft ein Kickers-Fan erbost und verdreht beim nächsten Fehlpass von Stürmer Mirnes Mesic die Augen. „Wenn das so weitergeht, fahr ich gleich auf den Wasen.“

Den Entschluss haben wohl noch andere Fans vor ihm getroffen. Denn nur eine knappe Viertelstunde nach Abpfiff der torlosen Partie ist der Parkplatz so gut wie leer. Die Autokolonnen bahnen sich ihren Weg ins Tal. Dort unten im Kessel könnte es dann doch zu dem kommen, was Horka und seinen Mannen oben auf der Waldau erspart blieb: Das gefürchtete Verkehrschaos.

Stuttgarter Zeitung

Dutt freut sich nur auf Befehl
 
Kickers 0:0 gegen Reutlingen: Lange Gesichter trotz Sprungs an die Spitze
 
Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers sind wieder Regionalliga-Tabellenführer. Doch ernsthaft freuen konnte sich darüber nach dem enttäuschenden 0:0 gegen den SSV Reutlingen keiner. Die Blauen müssen sich steigern.

VON JÜRGEN FREY

Am Ende hatte die Charmoffensive der jungen, aparten Dame vom Fernsehen doch noch Erfolg. „Also gut“, sagte Kickers-Trainer Robin Dutt mit gequältem Lächeln, „wenn Sie unbedingt wollen, dann freue ich mich.“ Zu Mute war ihm danach nicht. Dutt wurde hartnäckig auf seine Gemütslage nach dem Sprung an die Spitze angesprochen. Wiederholt hatte der Coach erklärt, dass dies zwar gut für die Marketingabteilung sei. Viel entscheidender aber: Im Kampf um den Aufstieg schmolz das Polster der Blauen auf den ersten Nichtaufstiegsplatz auf drei Punkte.

Mirnes Mesic brachte die Sache auf den Punkt. „Wir müssen uns enorm steigern, wenn wir oben bleiben wollen“, sagte der Stürmer und zog ein langes Gesicht. Er selbst hatte die beste Chance des Spiels. Frei stehend köpfte er den Ball Marco Langner in die Arme (57.). Es war die Phase, in der die Blauen mit Sturm und Drang ein Powerplay aufzogen. Und sich die Elf von Trainer Peter Starzmann ängstlich immer weiter zurückzog, sich aber fast immer auf seine toporganisierte Defensive verlassen konnte. „Auf Grund der zweiten Halbzeit hätten wir den Sieg verdient gehabt“, sagte Dutt – und fügte süffisant hinzu: „Zumal wir mit den Kräften gut hingekommen sind, weil wir uns 45 Minuten geschont haben.“

Die erste Hälfte war in der Tat nur sehr bedingt geeignet, die Reize des Fußballs zu erklären. Zwischen Mittelfeld und Angriff klaffte bei den Kickers ein Riesenloch. Anstatt ihr schnelles und direktes Kurzpassspiel aufzuziehen, droschen die Blauen die Bälle oft weit, hoch und meistens planlos nach vorne. Ein untaugliches Mittel, zumal das Kopfballspiel nicht gerade als die Waffe der Stürmer Mesic und Christian Okpala gilt. „Man spielt eben nur so gut, wie es der Gegner zulässt“, sagte Reutlingens Mittelfeldspieler Oliver Otto hinterher. Und sein Teamkollege Sasa Janic ergänzte: „Die Kickers sind keine Übermannschaft – genauso wenig wie alle anderen in der Liga.“

Am Dienstag (16 Uhr) testen die Kickers das Niveau der Oberliga: Dann geht es im WFV-Pokal-Viertelfinale zum TSV Crailsheim. Von Mittwoch bis Freitag steht ein Regenerationstrainingslager in Überlingen auf dem Programm. Dutt: „Danach greifen wir wieder an, um unser Polster zu vergrößern.“ Klappt das, würde er sich nicht nur auf Befehl über die Tabellenführung freuen.

Stuttgarter Nachrichten

„Blaue“ Vorfreude auf zwei Wochen Pause

Trotz 0:0 gegen Reutlingen stehen die Kickers wieder auf Platz eins – Substanzverlust nach 15 Pflichtspielen
 
Stuttgart – Die Stuttgarter Kickers sind in der Fußball-Regionalliga seit drei Spielen ohne Sieg, und doch reichte das 0:0 gegen den SSV Reutlingen zum erneuten Sprung an die Tabellenspitze. Allerdings machten sich im Derby Kräfteverschleiß und spielerische Defizite bemerkbar.
 
Von Claus Hintennach

Es waren die zwei Gesichter eines Unentschiedens: Während die Reutlinger Fans noch eine Viertelstunde nach Spielschluss ihre Mannschaft feierten, waren die Kickers-Verantwortlichen nach dem Schlusspfiff sichtlich ungehalten. Während Manager Joachim Cast und Co-Trainer Stefan Minkwitz in Richtung Spielfeld abwinkten, entfuhr Trainer Robin Dutt das „Sch“-Wort. „Das Spiel müssen wir eigentlich gewinnen“, drückte Dutt das Selbstverständnis eines Aufstiegsaspiranten aus. „Die Enttäuschung ist sehr groß“, fügte Abwehrspieler Recep Yildiz hinzu. Auf der anderen Seite sagte SSV-Coach Peter Starzmann: „Wir sind sehr glücklich mit dem Punkt.“

Während die Reutlinger ihren Mittelfeldplatz sicherten, ist das einst komfortable Punktepolster der Kickers auf die Konkurrenz geschmolzen. Doch Manager Cast blieb gelassen: „Es gibt keinen Grund zur Besorgnis. Die Mannschaft hat sehr viel Substanz.“ Nach bereits 15 Pflichtspielen in dieser Saison sind im Kickers-Lager aber alle froh, dass nach dem morgigen (16 Uhr) WFV-Pokal-Viertelfinale beim TSV Crailsheim der Spielplan zwei Wochen Pause beschert. Von Mittwoch bis Freitag dieser Woche will Dutt die Akkus der Mannschaft gar in einem Regenerationstrainingslager in Überlingen am Bodensee aufladen.

Dass diese Maßnahme angebracht ist, zeigte vor allem die erste Hälfte gegen den SSV. Viele Abspielfehler, zu häufig wurde im Spielaufbau der lange Ball gewählt, die Aggressivität fehlte. „Die Leistung in der ersten Hälfte war einfach schlecht“, bilanzierte Dutt. Die Reutlinger wiederum kombinierten zwar gefällig und machten die Räume eng. Doch ihr Spiel war nicht zwingend. So hatten die Stuttgarter durch Sven Sökler (31.) und Christian Okpala (33.), dem man nach auskurierter Verletzung die dreiwöchige Spiel- und Trainingspause anmerkte, noch die besten Chancen.

Chancen nicht genutzt
Nach dem Wechsel kamen die „Blauen“ mit neuem Schwung aus der Kabine, die Gäste kamen ins Schwimmen. „Da haben wir nur Dusel gehabt“, sagte Starzmann. Doch die Kickers wussten die Chancen nicht zu nutzen. Sökler köpfte zu unplatziert (60.), Sascha Benda setzte einen Freistoß knapp vorbei (64.). Die beste Chance vergab Mirnes Mesic, der einen Kopfball aus fünf Metern nicht an SSV-Keeper Marco Langner vorbeibrachte. Danach erlahmte der Kickers-Schwung. Die Reutlinger spielten zu passiv, als dass mehr wie dieser Punkt drin gewesen wäre. „Wir haben alles investiert, was offensiv derzeit geht“, sagte Okpala geknickt.

Auch Kickers-Präsident Hans Kullen war unzufrieden. Trotzdem scheint der Klärungsbedarf, der noch vor kurzem einem Ja zu einer zweiten Amtszeit im Wege stand, bewältigt. „Es sieht eher danach aus, dass ich es mache“, sagte Kullen.

Eßlinger Zeitung

Stuttgart – Reutlingen 0:0 – SSV wird für kompakte Abwehrleistung mit Punkt beim Aufstiegsanwärter belohnt  
 
Psychologe hatte es vorausgesehen 
 
VON FRANK PLEYER 
 
STUTTGART. Die wenigsten Trainer geben vor einem Spiel einen Ergebnis-Tipp ab. Wenn sie es aber dennoch machen und dann auch noch das Ergebnis als Boomerang zurückkommt, muss man mit dieser Situation umgehen könen.  
 
Dies demonstrierte Trainer Peter Starzmann vom Fußball-Regionalligisten SSV Reutlingen am Samstag in souveräner Manier. Getreu dem Motto »Angriff ist die beste Verteidigung« preschte er nach den 90 Minuten zu Beginn der Pressekonferenz sofort verbal vor – mit triftigem Grund. Hatte er sich doch vor der Partie bei den Stuttgarter Kickers festgelegt und angekündigt, dass es »kein 0:0 geben« werde (der GEA berichtete).

Just aber dieses Resultat stand nach 90 Minuten auf der Anzeigen-Tafel des Gazi-Stadions. Starzmann berichtete, dass ihn ein Psychologe vor der Begegnung mit diesem Tipp konfrontiert habe. »Er sagte, das \qK\q von \qKein« werde nicht gelesen werden, übrig bleibe also das \qein\q – daher wird das Spiel 0:0 ausgehen«, schilderte der SSV-Coach die Prognose des Psychologen.

»Wir haben wie gegen Pirmasens wieder zu Null gespielt«

Unter allgemeinem Schmunzeln im Saal fügte Starzmann sofort hinzu: »Ich habe meine Spieler aber nicht auf ein 0:0 programmiert.« Dieser Zusatz war wichtig, da die Aufstellung einen anderen Schluss zugelassen hätte. Schließlich bot Reutlingen im Derby mit Christian Haas nur einen Stürmer auf und eine solche Ausrichtung lässt normalerweise nicht den Schluss zu, dass man viele Tore schießen wird.

Soweit die Theorie. In der Praxis aber zeigte sich, dass der SSV sehr wohl offensiv eingestellt war. Hinter Haas, der sich als Alleinunterhalter in der Spitze aufrieb und nachher mit den Kräften am Ende war (»Ich bin fix und fertig«), machten Andreas Rill und Markus Unger auf den Außen-Positionen viel Druck. Der Türke Ünal Demirkiran war in der zentralen Vorwärtsbewegung eine Anspielstation, »die uns viel Entlastung brachte«, bilanzierte SSV-Kapitän Maco Langner und fügte hinzu: »Bis zur Halbzeit waren wir besser.«

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Kickers vor 5 980 Zuschauern einen Gang hoch, zwingende Chancen waren für den Aufstiegsanwärter aber ebenfalls Mangelware. Ein Kopfball von Mirnes Mesic, den Langner glänzend ablenkte, ehe Manuel Waidmann den Ball von der Torlinie schlug (59.) und eine Gelegenheit des agilen Sven Soekler (60.) waren die magere Bilanz des Stuttgarter Power-Plays in den zweiten 45 Minuten.

»Das war nur Dusel. Da hatten wir keine Ordnung mehr«, räumte Starzmann ein. Die übrigen Bälle, die aufs Gäste-Tor kamen, waren entweder eine Beute von Langner oder wurden von der starken Reutlinger Innenverteidigung mit Ilker Aybar oder Patrick Kirsch »weggeräumt«. Erst in der letzten Viertelstunde, als bei den Kickers die Kräfte nachließen, bekam das Reutlinger Aufbauspiel wieder Linie. Aber bei den Kontern fehlte die Präzision. »Da hätten wir ein bisschen mehr die Räume nutzen müssen«, kritisierte Haas.

Dass der sich SSV in 90 Minuten keine einzige 100-prozentige Chance erspielte, konnte der Freude über den Punktgewinn beim Favoriten nichts anhaben. »Wir haben wie gegen Pirmasens wieder zu Null gespielt«, hob Kirsch die kompakte Abwehrleistung hervor. Und Präsident Wolfgang Moeck sprach ein »ganz, ganz großes Lob« aus. »Das ist ein gewaltiger Schritt wieder nach vorne«, sieht der Vereinschef sein Team nach dem Durchhänger wieder im Aufwärtstrend.

Derweil brachte Kickers-Trainer Robin Dutt die Reutlinger Spielweise lakonisch auf den Punkt: »Wenn du das machst, was du immer machst, wirst du auch das bekommen, was du immer bekommst.« Soll heißen: Wenn der SSV seine gewohnten (Abwehr-)-Stärken ausspielt, wird er punkten. (GEA)

Reutlinger General Anzeiger

Schwäche – SSV mit zweitbester Defensive der Regionalliga, aber nun seit 372 Minuten ohne Tor-Erfolg 
 
»Knoten wird platzen« 
 
STUTTGART. Die Reutlinger Abwehr gehört zu den besten der Fußball-Regionalliga. Nur Siegen (9 Gegentreffer) hat weniger Tor-Schreie des Gegners zugelassen als die Nullfünfer (10). Das Pressing und die laufstarke Defensiv-Arbeit aller Mannschaftsteile erweisen sich als »harte Nuss« für die Kontrahenten. 
 
Daher schmeckten Trainer Peter Starzmann auch die zweiten 45 Minuten bei den Stuttgarter Kickers (0:0) nicht, als sein Team die Bälle planlos wegdrosch. »Wenn wir es schaffen, den Gegner 90 Minuten lang von unserem Strafraum wegzuverteidigen, haben wir die Chance, uns in der Regionalliga zu etablieren«, sagte der Coach.

Keine großen Sorgen macht den Nullfünfern dagegen die Tor-Flaute. Das Team von der Kreuzeiche ist jetzt schon seit 372 Minuten ohne Treffer. »Wir werden daran auch im Kurz-Trainingslager arbeiten«, kündigte Starzmann an. SSV-Kapitän Marco Langner ist überzeugt: »Der Knoten wird platzen.«

In Degerloch gab es nicht wenige Beobachter, die meinten, der SSV hätte mehr als einen Punkt holen können, wenn er in der Offensive mehr gewagt hätte. »Wir haben nicht zu wenig riskiert. Es war genau richtig«, meinte Stürmer Christian Haas, der als einzige Spitze auflief, nachdem Ewald Beskid (Bandscheibe) passen musste.

Für Starzmann stand das Sicherheits-Denken im Vordergrund. Mit zwei Spitzen wäre das Mitelfeld gegen die spielstarken Kickers »nicht zuzumachen gewesen«, sagte er. Die SSV-Konter waren harmlos. »Von ihnen ging keine Gefahr aus«, formulierte Kickers-Trainer Robin Dutt, der wie sein Präsident enttäuscht war. Man habe »zwei Punkte zu wenig« geholt, stellte Hans Kullen fest. (eye)

Reutlinger General Anzeiger

FUSSBALL / Regionalliga Süd: Reutlingens Torhüter Marco Langner rettet einen Punkt
SSV-Abwehr hält das Remis fest
SV Stuttgarter Kickers – SSV Reutlingen 0:0 / Nach vorne nur wenig Gefahr erzeugt
Der SSV Reutlingen hat in Stuttgart auf der Waldau sein Ziel erreicht und nahm mit einem 0:0-Unentschieden einen wertvollen Punkt mit nach Hause. SSV-Torwart-Oldie Marco Langner rettete nach der Pause mit zwei großartigen Paraden das torlose Unentschieden beim SVK.

LEOPOLD FREUDEMANN WOLFGANG GATTIKER

Die 6000 Fans im Gazi-Stadion im Waldau hatten wohl mehr erwartet, aber der SSV beherrschte sein 4-5-1-System, wenn auch Torjäger Christian Haas natürlich vorne oft alleine auf weiter Flur stand. Doch bei den Konter-Angriffen in der ersten Halbzeit vergab eben Haas, ebenso wie der starke Unger und auch Rill. Das war das SSV-Problem: die Angriffe wurden gut angelegt, aber der Finalpass fehlte eben.
 
Gutes Pressing

Die Gäste störten früh, so kamen die Kickers nicht ins Spiel, hatten viele Ballverluste und Fehlpässe zu bieten. Nur Soeklers Volleyschuss (31.) nach Mesic-Flanke (knapp vorbei) und Okpalas Kopfball (33.) aus fünf Metern, der in Langner seinen Meister fand , sorgten für etwas Aufregung bei den Gästen. Doch der SSV gefiel, verschob gut und zeigte ein glänzendes Pressing – die Degerlocher „Blauen“ fanden kein Mittel dagegen.
 
Die taktisch klug agierenden Achalm-Kicker kamen durch Waidmann, Haas und Janic zu erfolgversprechenden Angriffen, die freilich auch verpufften. Beide Sturmreihen blieben im ersten Durchgang harmlos.
 
Kaum Räume
 
Doch Kickers-Trainer Robin Dutt reagierte und brachte in der zweiten Halbzeit zwei frische Mittelfeldspieler, da Gambo einen schwachen Tag hatte, auch weil der SSV einfach kompakt wirkte und den Kickers kaum Räume gab. Nun gabs Fehler bei den „Starzmännern“, die sich kaum mehr befreien konnten und sich hinten hineindrängen ließen. Kickers-Trainer Robin Dutt war enttäuscht: „Wir spielten ein Power- play mit zwei tausendprozentigen Chancen.“ Langner rettete gegen Parmak und Okpala. Beim SSV Reutlingen fehlte die Entlastung und Kontrolle, die Bälle wurden nur planlos weggeschlagen.
 
In der 58. Minute schien das Gegentor unvermeidbar, als Mesic aus drei Metern köpfte, aber Langner hielt sensationell und Waidmann konnte den Ball nach Nachschuss von der Linie wegbefördern. Eine Minute später kam der ehemalige Ergenzinger Sven Soekler frei zum Kopfball, wieder war Langner auf dem Posten. Außerdem gab es Freistöße (Benda, Kanyuk), die nur knapp am SSV-Gehäuse vorbeistrichen. Ünal Demirkiran, der für den verletzten Ewald Beskid zum Zuge kam, wirkte oft zu ballverliebt, setzte zwar gute Konter an, hielt den Ball aber zu lange. So übersah er desöfteren den besser postierten Mitspieler. Der Gast doppelte in der Abwehr sehr gut, die Angriffe hätten aber sorgfältiger abgeschlossen werden müssen. In diesem Punkt muss man den Aufsteiger kritisieren.
 
So gab es beispielsweise eine Überzahlsituation (76.), die mit einem Fehlpass endete – da war sogar mehr drin.
 
Trainer Peter Starzmann erwähnte, dass man nicht auf ein 0:0 programmiert war, man habe gut gegengehalten und die kräfteraubende Spielweise habe man bei beiden Teams bemerkt. Weiter sagte er: „Nach der Pause fehlte die Ordnung, da hatten wir Dusel. Der überragende Langner hat uns den Punkt festgehalten. Wir gaben das Mittelfeld preis, hätten die Konter gezielter vortragen sollen.“
 
Immerhin hatte Starzmann 1990 in der 2. Liga für den SV Kickers noch ein Tor erzielt, das am Samstag eben nicht fiel. Er freute sich dennoch riesig über den Punktgewinn: Ünal Demirkiran spielte gut. Er wirkte ballsicher, war auch gefährlich und holte Freistöße heraus.“ Alles sei aufgegangen, wobei dem Türken eine fünfwöchige Vorbereitung fehle – ihm wird das Trainingslager besonders gut tun. Starzmann änderte die Grundordnung nicht – er hatte kaum mehr einen Stürmer auf der Bank gehabt. Janic musste eben in der Defensive mehr leisten. SVK-Trainer Robin Dutt kommentierte die Begegnung so: „In den ersten 45 Minuten haben wir uns geschont, das war eine der schlechtesten Leistungen. Aber nur mit langen Bällen vor der Pause hatte es der SSV leicht, wir setzten ja auch nicht nach. Doch der SSV brachte uns nie in Gefahr.“
 
Faires Derby
 
Beide Teams kennen sich eben doch sehr gut, deshalb gab es keine Überraschung, denn eine Systemumstellung war doch ein zu großes Risiko. Friede, Freude, Eierkuchen zwischen den SSV- und Kickers-Fans in einem fairen Derby.

Reutlinger Nachrichten

FUSSBALL-REGIONALLIGA / SSV Reutlingen holt Punkt bei den Stuttgarter Kickers
Marco Langner wieder in Topform
SSV-Torhüter hält stark – 6000 Zuschauer sehen 0:0 – SSV kommt kaum zu Chancen

Der SSV Reutlingen hat in Stuttgart sein Ziel erreicht und nahm mit einem 0:0-Unentschieden einen wertvollen Punkt mit nach Hause. SSV-Torwart-Oldie Marco Langner rettete nach der Pause mit zwei großartigen Paraden das torlose Unentschieden.

L. FREUDEMANN/ W. GATTIKER

Die Reutlinger störten früh, so kamen die Kickers nicht ins Spiel, hatten viele Ballverluste und Fehlpässe. Nur Soeklers Volleyschuss (31., knapp vorbei) und Okpalas Kopfball (33.) aus fünf Metern, der in Langner seinen Meister fand, sorgten für etwas Aufregung bei den Gästen. Doch der SSV verschob gut und zeigte ein glänzendes Pressing – die „Blauen“ fanden kein Mittel dagegen.
 
Die taktisch klug agierenden Achalm-Kicker kamen durch Waidmann, Haas und Janic zu erfolgversprechenden Angriffen , die freilich auch verpufften. Beide Sturmreihen blieben im ersten Durchgang harmlos.

Kickers-Trainer Robin Dutt reagierte und brachte in der zweiten Halbzeit zwei frische Mittelfeldspieler, da Gambo einen schwachen Tag hatte, auch weil der SSV einfach kompakt wirkte und den Kickers kaum Räume gab. Nun gabs Fehler bei den Reutlingern, die sich kaum mehr befreien konnten und sich hinten hineindrängen ließen. Kickers-Trainer Robin Dutt war enttäuscht: „Wir spielten ein Powerplay mit zwei tausendprozentigen Chancen.“ Langner rettete gegen Parmak und Okpala. Beim SSV fehlte die Entlastung und Kontrolle, die Bälle wurden nur planlos weggeschlagen. In der 58. Minute schien das Gegentor unvermeidbar, als Mesic aus drei Metern köpfte, aber Langner hielt sensationell und Waidmann konnte den Ball nach Nachschuss von der Linie wegbefördern.
 
Eine Minute später kam Sven Soekler frei zum Kopfball, wieder war Langner auf dem Posten. Außerdem gab es Freistöße (Benda, Kanyuk), die nur knapp am SSV- Gehäuse vorbeistrichen. Ünal Demirkiran, der für den verletzten Ewald Beskid zum Zuge kam, wirkte oft zu ballverliebt, setzte zwar gute Konter an, hielt den Ball aber zu lange. So übersah er des Öfteren besser postierte Mitspieler. Der Gast doppelte in der Abwehr sehr gut, die Angriffe hätten aber sorgfältiger abgeschlossen werden müssen.
 
SSV-Trainer Peter Starzmann: „Nach der Pause fehlte die Ordnung, da hatten wir Dusel. Der überragende Langner hat uns den Punkt festgehalten. Wir gaben das Mittelfeld preis, hätten die Konter gezielter vortragen sollen.“ Er freute sich dennoch riesig über den Punktgewinn: „Ünal Demirkiran spielte gut. Er wirkte ballsicher, war auch gefährlich und holte Freistöße heraus.“ Alles sei aufgegangen, wobei dem Türken eine fünfwöchige Vorbereitung fehle – ihm wird das anstehende Trainingslager besonders gut tun. Starzmann änderte die Grundordnung nicht – er hatte kaum mehr einen Stürmer auf der Bank gehabt. Janic musste eben in der Defensive mehr leisten.
 
Robin Dutt kommentierte die Begegnung so: „In den ersten 45 Minuten haben wir uns geschont, das war eine der schlechtesten Leistungen. Aber nur mit langen Bällen vor der Pause hatte es der SSV leicht, wir setzten ja auch nicht nach. Doch der SSV brachte uns nie in Gefahr.“
 
SSV Reutlingen: Langner – Scheuring, Aybar, Kirsch, Janic, Rill (60. Weigl), Otto, Waidmann, Demirkiran (81. Schneider), Unger (60. Iseli), Haas.

Alb Bote

Jetzt jubelt der SSV über das 0:0
Reutlinger Regionalliga-Kicker trotzten dem Tabellenführer einen Punkt ab

STUTTGART (woga/dem). Vor einer Woche noch hat Fußball-Regionalligist SSV Reutlingen das 0:0 zuhause gegen Pirmasens mit hängenden Köpfen akzeptiert, diesmal feierten sie das gleiche Ergebnis bei Tabellenführer Stuttgarter Kickers vor 6000 Zuschauern wie einen Erfolg. Und 1800 mitgereiste Fans freuten sich über den 16. Reutlinger Punkt im zehnten Spiel dieser Saison, den Torwart Marco Langner rettete.

So kann man sich (gerne) irren: Vor dem Spiel hatte Reutlingens Trainer Peter Starzmann prophezeit, es werde kein 0:0 geben. Hinterher war er dann wie alle Reutlinger hoch zufrieden mit dieser Nullnummer. „Alles ist aufgegangen. Aber wir können uns nicht immer auf den überragenden Langner und die Innenverteidigung verlassen“, so Starzmann, „daran müssen wir arbeiten.“

Frustriert war sein Kickers-Kollege Robin Dutt: „Wir hatten nach der Pause zwei tausendprozentige Chancen und spielten Powerplay aufs Reutlinger Tor. Aber in der ersten Hälfte haben wir eine der schlechtesten Leistungen der Saison gebracht und uns geschont.“

Nach der optischen Überlegenheit in Hälfte eins, die dem SSV aber keine Torchancen einbrachte, hatten die Reutlinger mehrfach großes Glück. In der 58. Minute schien das 1:0 für die Kickers fällig, als Mirnes Mesic aus drei Metern köpfte – doch Langner hielt sensationell, Manuel Waidmann klärte beim Nachschuss auf der Linie. Eine Minute später hielt der Reutlinger Keeper erneut gut, als der frühere Ergenzinger Sven Sökler frei zum Kopfball kam.

„Nach der Pause fehlte bei uns die Ordnung, da hatten wir Dusel“, gab SSV-Trainer Starzmann zu, „der überragende Langner hat uns den Punkt festgehalten.“ Der so Gelobte machte aber auch viel Glück dafür verantwortlich, dass er keinen Gegentreffer kassierte. „Als die Kickers 30 Minuten lang Druck machten, haben wir die Bälle nur noch planlos weggedroschen. Wir konnten das Spiel nicht beruhigen“, so Langner.

Damit wollte sich Reutlingens Innenverteidiger Patrick Kirsch nicht lange aufhalten. „Wir haben den Punkt, den wir wollten, geholt und sind kompakt gestanden“, sagte der Neuzugang des SSV und erinnerte sich hinterher nur an eine richtig gute Kopfball-Chance der Kickers, „sonst haben wir nichts zugelassen“. Die starke Defensive der Reutlinger, die nach SF Siegen (neun Gegentore) die zweitwenigsten Treffer kassiert haben (zehn), beeindruckte unterm Stuttgarter Fernsehturm auch den früheren SSV-Trainer Ralf Rangnick, der mit Hoffenheim langsam nach oben klettert.

„Das 0:0 war ein gewaltiger Schritt nach vorn, das gibt Selbstvertrauen“, so das Fazit Reutlingens Präsident Wolfgang Moeck.

SV Stuttgarter Kickers: Yelldell – Benda, Yildiz, Härter, Kanitz – Sökler (73. Stierle), Hartmann, Akcay (46. Parmak), Gambo (46. Kanyuk) – Okpala, Mesic.

SSV Reutlingen: Langner – Scheuring, Aybar, Kirsch, Janic – Rill (60. Weigl), Otto, Waidmann, Demirkiran (81. Schneider), Unger (60. Iseli) – Haas.

Schwäbisches Tagblatt

Mesic scheitert an Langner – 0:0
Reutlingen setzte wegen des Ausfalls von Stürmer Beskid auf Defensive und erarbeitete sich nur eine hochkarätige Torchance durch einen Kopfball von Rill (18.).

Weil die Kickers in der ersten Hälfte trotz des Comebacks von Okpala spielerisch enttäuschten, gab es nur wenige Höhepunkte. Trainer Dutt reagierte darauf, indem er das gesamte offensive Mittelfeld austauschte.

Stuttgart baute nun mehr Druck auf, setzten sich gegen die SSV-Abwehr um die starken Kirsch und Aybar aber nur selten durch. Die größte Chance vergab Mesic, der per Kopfball am starken Langner scheiterte (59.).

Matthias Jung

Kicker

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