Presse zu TSV Crailsheim – Stuttgarter Kickers II

Keine Volksfeststimmung
 
OBERLIGA: Crailsheim vergibt kurz vor Schluss den Sieg

Von Manfred Kunz

TSV Crailsheim – Stuttgarter Kickers II 1:1

Crailsheim: Schoppel, Schmidt, Tsapakidis, Endler, Mensah (83 Arslan), Abazi, Kettemann (72 Paul), Gorgiev, Fameyeh, Rushiti (62. Onwuzuruike), Heidenfelder.

Tore: 1:0 Fameyeh (34.), 1:1 Küz (81.).

Durch eine Unachtsamkeit in der ansonsten sicheren Abwehr vergab der TSV Crailsheim in der Begegnung mit den Stuttgarter Kickers II kurz vor Schluss den schon sicher geglaubten Erfolg. Zuvor hatten die Gastgeber Chancen für einen klaren Sieg ausgelassen.

In der ersten Spielhälfte entwickelte sich das aus Crailsheimer Sicht erwartete Geduldsspiel. Die klug gestaffelte, zweikampfstarke und ballsichere Kickers-Abwehr gestattete den Platzherren zunächst wenig Raum für erfolgversprechende Angriffe. Da auch die Gastgeber das letzte Risiko scheuten und aus einer kontrollierten Defensive heraus agierten, prägten viele laufintensive Mittelfeldduelle den Charakter der Begegnung in der ersten Spielhälfte. Geschickt erhöhten die Crailsheimer Mitte des ersten Durchgangs den Druck und rückten dem Gästetor peu a peu näher. Als kreativer Ideengeber fungierte in dieser Phase Visar Rushiti, der mit seinem gescheiten Direktspiel gefährliche Angriffe initiierte. Doch immer wieder brachte sich der insgesamt glücklos agierende Albaner durch Unkonzentriertheiten in den entscheidenden Szenen selbst um die Früchte seiner Arbeit. Gefährlichster TSV-Angreifer war einmal mehr Joe Fameyeh. Die beiden ersten klaren Einschussmöglichkeiten ließ der zu alter Form zurück findende Torjäger noch verstreichen. Dabei hätte sein exzellenter Fallrückzieher knapp über die Torlatte ein Tor verdient gehabt. Beim dritten Mal machte es der Ghanaer besser. Eine Flanke von Ralf Kettemann nach einer gelungenen Ballstafette verlängerte Joseph Mensah auf den Kopf seines Landsmannes, der den Gästetorhüter überlobbte.

Ihren dichten Abwehrverband etwas lockernd, verstärkten die Gäste nach Wiederanpfiff ihre Angriffsbemühungen, freilich ohne die sichere TSV-Abwehr ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die Gastgeber zogen sich zurück und lauerten auf ihre Kontermöglichkeiten. Nach einer Durststrecke und doch etwas Leerlauf ergaben sich die erhofften Möglichkeiten zum entscheidenden Schlag. Joe Fameyeh strebte allein auf das Gästetor zu, platzierte den Ball aber nicht nur neben den Keeper, sondern auch neben das Kickers-Gehäuse.

Der quirlige und kämpferisch überzeugende Bastian Heidenfelder scheiterte mit einem Schuss am glänzend reagierenden Torhüter. Ralf Kettemann schnippelte den Ball nach Doppelpass mit Bastian Heidenfelder nur hauchdünn am langen Eck vorbei. Aus dem Nichts heraus fiel statt des 2:0 auf der Gegenseite der Ausgleich. Die TSV Abwehr „übersah“ bei einer weiten Flanke den eingewechselten Küz, der wenig Mühe hatte, zum Ausgleich einzudrücken.

Fränkische Nachrichten

Ganz so erfolgreich ist die zweite Mannschaft der Stuttgarter Kickers noch nicht gewesen. Doch mit dem 1:1 beim TSV Crailsheim blieb die Mannschaft von Trainer Björn Hinck zum dritten Mal nacheinander ungeschlagen. Das Spiel begann eine Stunde später, weil sowohl die Kickers als auch der Schiedsrichter im Stau standen. „Das ist uns nicht gut bekommen“, sagte Hinck. So war Crailsheim in der ersten Hälfte die stärkere Elf und ging durch Joseph Fameyeh in Führung (35.). Doch nach der Pause kamen die Kickers besser ins Spiel und durch einen Schuss aus kurzer Distanz des 19-jährigen Stürmers Dominic Küz zum Ausgleich (81.).

Stuttgarter Zeitung

 

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