Vorberichte: Kickers – Karlsruher SC II

9. August 2006 in Kickers I, News

Regionalliga: heute gegen KSC II
Heimpremiere der Kickers
 
STUTTGART (ump). Bevor die Stuttgarter Kickers heute (19 Uhr, Gazistadion) zum ersten Heimspiel der Fußball-Regionalligasaison gegen den Karlsruher SC II antreten, hat der Trainer gestern früh erst einmal eine Hiobsbotschaft verkraften müssen: Oliver Stierle wird rund vier Wochen ausfallen. Zwar hat sich der Verdacht auf Bänderriss bei der Kernspintomografie nicht bestätigt, aber auch eine starke Dehnung reicht für die längere Zwangspause des Mittelfeldspielers. Hinzu kommt bereits der Ausfall des als Spielmacher aus Offenbach geholten Laszlo Kanyuk, sodass bereits am zweiten Spieltag zwei Leistungsträger fehlen. „Im Moment können wir das vielleicht noch verkraften“, sagt Robin Dutt, „aber viel passieren darf jetzt nicht mehr.“ Doch der Trainer weiß: „Finanziell haben wir keinen Spielraum mehr für Neuverpflichtungen.“

Heute zur Heimpremiere sollen dennoch die positiven Eindrücke des Auftaktsiegs in Aalen bestätigt werden, wobei der Trainer warnt: „Man darf nicht erwarten, dass wir jetzt jedes Spiel mit 5:2 gewinnen. Wenn es mal spielerisch nicht so läuft, müssen wir auch mit einem 1:0 zufrieden sein.“ Drei Punkte sollen auf jeden Fall her, auch wenn die Kickers ein ganz anderer Gegner erwartet als im ersten Spiel. „Es ist eben eine Amateurmannschaft, die topfit ist“, sagt Dutt, der die Gäste am vergangenen Freitag beim 2:2 gegen den FK Pirmasens beobachtet hat.

Die Rollen sind aber klar verteilt: Favorit sind die Kickers, der KSC ist Außenseiter. Dutt hat deshalb in den vergangenen zwei Tagen nochmals die Fehler aus dem Aalen-Spiel angesprochen, die vor allem im gruppentaktischen Bereich des Defensivverhaltens lagen. „Das haben wir sachlich aufgearbeitet“, sagt Dutt, der überzeugt ist: „Die Mannschaft hat das dementsprechend aufgenommen und wird nicht überheblich sein.“

So oder so: die Erwartungshaltung in Degerloch ist gestiegen. Das hat der Trainer seit dem Wochenende gespürt. „Man merkt doch, dass viele Fans, die in Aalen nicht dabei waren, sehen wollen, ob da eine Mannschaft auf dem Platz steht, die das Zeug dazu hat, ganz vorne mitzuspielen.“ Hinzu kommt die generelle Lust auf Fußball nach der Weltmeisterschaft und der langen Sommerpause, sodass der Kickers-Coach mit rund 3500 Zuschauern rechnet. Was deutlich über dem kalkulierten Schnitt von zweieinhalbtausend liegt. Doch die Kickers wollen sich ja positiv abheben – und Werbung in eigener Sache betreiben. Schließlich kommt es im nächsten Heimspiel schon zum Derby gegen den VfB II – und am 9. September (15.30 Uhr) zum Pokalschlager gegen den Hamburger SV.

Stuttgarter Zeitung

Optimismus ja, Übermut nein
 
FUSSBALL Die drei Neuzugänge der Kickers bestärken die Hoffnung, in die zweite Liga aufzusteigen
 
Degerloch. Beim Saisonauftakt in Aalen haben die Stuttgarter Kickers am Samstag überzeugt, heute beim ersten Heimspiel gegen den Karlsruher SC II gilt es, sich erneut zu beweisen. Der BLICK VOM FERNSEHTURM sprach mit den neuen Spielern, um herauszufinden, inwiefern sie zum Erfolg der Mannschaft beitragen könnten.

Von Andrea Jenewein

Das kleine, doch bedeutungsschwangere Wörtchen Aufstieg ist in aller Munde. Mal kommt es vorsichtig über die Lippen, als ein verhaltener Wunsch, dann wieder wird es voller Übermut herausgeschleudert, als eine Kampfansage. Robin Dutt, der Trainer der Stuttgarter Kickers, verwendet es voller Optimismus, ist doch „die Ausgangssituation so gut wie noch nie“. Stefan Minkwitz, der Co-Trainer, blickt stolz auf sechs Wochen intensiver Vorbereitungszeit zurück, in der „die Spieler insgesamt höchstens drei Tage frei gehabt haben – und froh waren, wenn sie endlich in der Waagerechten lagen“. Doch nicht allein dieser Fakt trieb den Dauerkartenverkauf um zehn Prozent in die Höhe, sondern maßgeblich verantwortlich für die allgemeine Euphorie sind die drei Neuzugänge Christian Okpala, Sascha Benda und Laszlo Kanyuk. Mit diesen Spielern erhofft sich Dutt, „die Prozentpunkte, die bisher noch zum Aufstieg gefehlt hatten, endlich erbringen zu können“.

Als einen „großartigen Techniker im Mittelfeld“ kündigte Guido Dobbratz, der bekannte ehemalige SWR-Sportreporter, den in Ungarn geborenen Laszlo Kanyuk bei der Kickers Hocketse im Juli an. Diese Aussage zu bewerten, ziert sich der 27 Jahre alte Fußballer, doch dass er gerne im Mittelfeld spielt, gerne viel läuft und immer da zur Stelle ist, wo im Spiel Not am Mann ist, das bestätigt er voller Inbrunst. Im Moment ist er allerdings zum Nichtstun verdammt, hat er sich doch pünktlich zum Saisonauftakt einen sechs mal elf Zentimeter großen und drei Zentimeter tiefen Bluterguss zugezogen, der „aussieht wie eine Gurke“. Gestern wurde Kanyuk operiert, das Hämatom wurde aufgeschnitten und eine Drainage gelegt.

Sechs Wochen soll er laut seinem Arzt nicht spielen können, aber der Verletzte selbst gibt sich zuversichtlich: „Ich denke, in drei bis vier Wochen bin ich wieder einsatzfähig.“ Über den Sieg seiner Mannschaft freut er sich sehr: „Ich war immer der Meinung, dass wir von Anfang an stark spielen müssen, um dann auf den Erfolgen aufzubauen.“ Den neuen Kollegen fühlt er sich verbunden, auch wenn er weiß, dass er nach seiner Genesung erst durch Leistung überzeugen muss, um völlig in die Truppe integriert zu werden. Kanyuk kommt aktuell von der Zweitligamannschaft der Offenbacher Kickers, und wechselte unter anderem wegen der Nähe zu seiner Heimatstadt Sasbach zu den Stuttgarter Kickers. Andere Angebote aus der Regionalliga interessierten ihn nur bedingt, wollte er doch unbedingt unter dem Trainer Robin Dutt spielen. In Stuttgart möchte sich der ehrgeizige Spieler neu beweisen – und dem Verein Erfolg bringen. „Verlieren kann ich nicht“, sagt Kanyuk, der sich immer dann langweilt, wenn er gerade mal nicht auf dem Spielfeld steht.

Nicht nur für Dobbratz ist der in Nigeria geborene Christian Okpala der „Torschützenkönig“ der vergangenen Saison. In den weniger als 20 Spielen, zu denen er auf Grund einer fünfmonatigen Verletzungspause gerade einmal antreten konnte, erzielte er 16 Tore. Für die Stuttgarter Kickers ist seine Vertragsunterzeichnung ein Glücksfall. Zumal der nicht abzusehen war, hatte der 29-Jährige doch nicht unerheblich zum Aufstieg seines früheren Vereins, des FC Augsburgs beigetragen. Dennoch verlängerten die Augsburger seinen Vertrag nicht, und so entschied sich der Stürmer – trotz mehrerer Angebote aus dem Profibereich – für den Degerlocher Traditionsverein. Es war eine sehr spontane Entscheidung: Okpala kam mit seiner damals noch schwangeren Frau und seinem dreieinhalbjährigen Sohn nach Degerloch, sprach bei einem Essen mit dem Trainer und der Geschäftsführung, schaute sich das Kickers-Gelände an – und sagte zu. Überzeugt haben ihn und seine Familie auch die Nähe zu Augsburg und der Schweiz, dem Heimatland seiner Frau Cornelia. Die Familie ist Okpala sehr wichtig, seine sportliche Karriere, die ihn schon nach Israel, Österreich, Tunesien und die Schweiz geführt hat, richtet er nun auch nach deren Bedarf aus. Dennoch weiß der Stürmer, dass er für Höheres geschaffen ist. Für ihn ist deshalb der Aufstieg seiner neuen Mannschaft unabdingbar; falls dies nicht gelingen sollte, kann er nicht versprechen, dass er bei den Blauen bleibt. Doch er bereitet ihnen den Weg: Gegen Aalen erzielte er zwei Tore, auch wenn bei einem strittig ist, ob er tatsächlich der Torschütze ist: „Egal, Hauptsache der Schuss ging rein“, sagt er großzügig. Okpalas Traum ist es, Fußballmanager für junge Spieler aus Afrika zu werden – und kurzfristiger: den Aufstieg der Kickers gewährleisten.

Sascha Benda ist laut Dobbratz der „Freistoßspezialist“ – und er ist auch der wieder gefundene Sohn. Zwei Jahre lange war der in der Abwehr spielende Fußballer bei den Stuttgarter Kickers, bevor er dann ebenfalls für zwei Jahre zum FC Augsburg wechselte. Jetzt ist er wieder bei den Blauen und sei, abgesehen von den Erfahrungen, die er inzwischen sammeln konnte, „ganz der selbe geblieben“. Insofern ist er der Richtige, um Vergleiche zwischen damals und heute zu ziehen: „Ich kenne noch die Hälfte der Mannschaft, und ich merke schon, dass sie sich spielerisch verstärkt hat“, sagt Benda. Auch er ist zuversichtlich, dass der Aufstieg der Kickers gelingen kann – und will das Seinige dazu tun, dass es dazu kommt. Schließlich ist er mit seinen 26 Lenzen im besten Fußballeralter, und weiß um seine Stärken in der Offensive und im Freistoß. Er bleibt den Blauen – anders als sein Teamkollege Okpala, den er schon aus Augsburg kennt – aber auch erhalten, sollten sie weiterhin in der Regionalliga spielen müssen; sein Vertrag läuft zwei Jahre. Auch bei Benda, der mit seiner Frau und seinem 20 Monate alten Sohn Pascal in Karlsruhe wohnt, spielte die Nähe zu Stuttgart eine Rolle bei seiner Entscheidung für die Kickers.

Stuttgarter Zeitung

Dutt fordert Geduld gegen den KSC
 
Stierle fällt vier Wochen aus
 
Stuttgart (jüf) – Das 5:2 in Aalen hat die ohnehin hohen Erwartungen beim Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers weiter ansteigen lassen. Trainer Robin Dutt sieht darin kein Problem, dennoch warnt er vor dem ersten Saisonheimspiel am heutigen Mittwoch (19 Uhr/Gazistadion) gegen den Karlsruher SC II: „Das wird ein völlig anderes Spiel. Der KSC wird mit einem Punkt zufrieden sein“, sagt Dutt und ergänzt: „Dieses junge Team wird uns konditionell alles abverlangen. Wir brauchen Geduld.“

Unterdessen steht nach einer Kernspintomografie bei Oliver Stierle die genaue Diagnose seiner Verletzung fest: Der Mittelfeldspieler hat in Aalen eine starke Bänderdehnung und eine Einblutung am Knöchel erlitten. Er fällt vier Wochen aus.

Nach wie vor auf Vereinssuche befindet sich Ex-Kickers-Spieler Emanuel Akwuegbu. Neuerdings gibt es Kontakte zu den SF Siegen und zum SV Waldhof Mannheim.

Fest steht inzwischen der Termin des DFB-Pokal-Spiels gegen den Hamburger SV. Die Partie findet am Samstag, 9. September (15.30 Uhr), im Gazistadion statt.

Stuttgarter Nachrichten

Kickers empfangen den KSC II – Dutt setzt auf „Aalener Schwung“

Zuversichtlich und mit dem zuletzt bewährten Team werden die Kickers am Mittwochabend (Anstoß um 19.00 Uhr) ihre Heimpremiere im GAZi-Stadion auf der Waldau gegen die 2. Mannschaft vom Karlsruher SC bestreiten. „Wir wollen den Schwung aus Aalen mitnehmen, um auch gegen Karlsruhe zu den nötigen Toren und Punkten zu kommen“, gab sich Kickers-Trainer Robin Dutt nach dem Abschlußtraining optimistisch.
Robin Dutt selbst beobachtete die Karlsruher bei ihrem 2:2-Unentschieden gegen Pirmasens und sah dabei eine junge, engagierte Karlsruher Mannschaft. „Die sind hungrig und laufbereit. Da müssen wir wie in Aalen 90 Minuten Gas geben“, so der Kickers-Trainer

Offizielle Homepage

Krieg-Elf vor schwerer Aufgabe in Stuttgart

Bereits am morgigen Mittwoch (19 Uhr) steht für den KSC II die zweite Partie der neuen Regionalliga-Spielzeit an. Dabei müssen die Karlsruher beim Aufstiegsaspiranten Stuttgarter Kickers antreten.

Nur fünf Tage nach dem ersten Spieltag in der Regionalliga Süd, an dem der KSC II gegen Aufsteiger FK Pirmasens nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus kam, steht für die Mannschaft von Rainer Krieg und Michael Wittwer schon die nächste Partie auf dem Plan. Am morgigen Mittwoch (19 Uhr) gastieren die Karlsruher bei den Stuttgarter Kickers. Cheftrainer Krieg ist aufgrund der Gelb-Rot-Sperre von Stanislaus Bergheim in jedem Fall zu Änderungen in seiner Startelf gezwungen.

Dass sie wohl nicht umsonst zu den Aufstiegsfavoriten zählen, stellten die Stuttgarter am vergangenen Samstag beim VfR Aalen unter Beweis. Das Team von Robin Dutt überrannte die Aalener förmlich und siegte am Ende mit 5:2. Auch die Profimannschaft des KSC bekam während ihres Trainingslagers in Baiersbronn bereits die Stärke der Kickers zu spüren und gewann das Testspiel nur knapp mit 2:1.

Homepage Karlsruher SC

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