Presse zu SpVgg Weiden – Stuttgarter Kickers (0:1)

2. September 2010 in Kickers I, News

„Das Nervenkostüm liegt darnieder“
SpVgg Weiden nach 0:1 gegen Stuttgarter Kickers Letzter – Viel Kampf, wenig Konstruktives

Weiden. (mr) Dieses Ding will keiner haben, aber jetzt hängt die Rote Laterne der Regionalliga Süd erst einmal in Weiden. „Tiefer geht jetzt nimmer“, sagte Trainer Günter Güttler nach der 0:1-Heimniederlage am Mittwochabend gegen die Stuttgarter Kickers. Natürlich meinte er zuallererst die Tabellensituation (1 Punkt), aber auch die spielerische Vorstellung gibt Anlass zu großer Sorge.

SpVgg Weiden verliert erneut: 0:1-Heimniederlage gegen Stuttgarter Kickers Weiden. (eg) Langsam wird es eng für die SpVgg Weiden. Denn auch im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers verlor die Regionalmannschaft 0:1. Verdient, wie nach 90 Minuten auch die 977 Zuschauer feststellen mussten. In der 40. Minute markierte der Stuttgarter Daniel Reule den einzigen Treffer des Abends am Weidener Wasserwerk. Torwart Tobias Linse machte dabei keine gute Figur, rettete aber die Weidener im Laufe der Partie mit einigen Paraden vor einer höheren Niederlage. Marcel Brandstetter hätte durchaus die Chance gehabt, für die Gäste das Ergebnis höher zu schrauben. Für die einzige nennenswerte Möglichkeit für die SpVgg hatte Sebastian Szikal nach einer viertel Stunde gesorgt. Er traf aber nur den Außenpfosten. Die Weidener sind nach dieser erneuten Niederlage nun Schlusslicht in der Regionalliga Süd mit nur einem Punkt. Das Bild zeigt eine Szene mit dem Weidener Ralf Egeter (Mitte), der gegen Torwart Günay Güvenc zu spät kam. Bild: Eger
Der Coach sagte dann auch, dass der Sieg der ambitionierten Gäste verdient sei. „Bei uns liegt bei dem einen oder anderen das Nervenkostüm darnieder“, urteilte der Trainer. Genau diesen Zustand nutzten die Gäste aus, wie deren Trainer Dirk Schuster nachher erklärte: „Wir wussten, dass die Weidener nach ihrem Saisonstart nicht die Gefestigsten sind.“ Bei besserer Chancenverwertung durch ihre Stürmer Daniel Reule und Marcel Brandstetter hätten die Kickers noch höher gewinnen können. Schließlich reichte das Kopfballtor von Reule fünf Minuten vor der Pause. Auch die Vorbereitung dieses Treffers ärgerte Güttler: „Man darf die Kickers da nicht so flanken lassen.“ Aber es sei wie so oft in den vergangenen Spielen gewesen: „Manchmal sind wir einfach zu brav.“

Kämpferisch in Ordnung

Kämpferisch war den Weidenern vor knapp 1000 Zuschauern nicht viel vorzuwerfen, doch manch einer versuchte seine spielerischen Mängel anders zu kompensieren: „Manche wollen alles machen, und machen dann viele Fehler“, hat Güttler erkannt, der wieder sah, dass er derzeit keinen im Team hat, der spielerische Struktur reinbringen könnte. Auf der rechten Seite im Mittelfeld probierte er es zunächst mit dem gelernten Stürmer Ralf Egeter. Ganz vorne in der Spitze spielten Sokol Kacani und Nico Beigang. Doch die Zuspiele zu ihnen funktionierten kaum.

Die Stuttgarter setzten in den ersten Minuten die Gastgeber stark unter Druck. Michele-Claudio Rizzi hätte schon nach fünf Minuten die Führung für den Mitfavoriten in der Regionalliga Süd erzielen müssen, doch er verzog knapp. Auch danach spielten die Kickers ihre technischen Vorteile aus, doch die Weidener bissen sich allmählich ins Spiel und hatten nach einer Viertelstunde ihre beste Chance: Der Ball berührte nach einem abgefälschten Freistoß von Sebastian Szikal den Außenpfosten. Auch Sascha Steinacher versuchte einige Mal über links durchzukommen. Als es ihm einmal gelang, wurde er von Fabian Gerster kurz vor der Strafraumgrenze niedergestreckt. Beim anschließenden Freistoß rettete ein Kickers-Akteur vor dem kopfballbereiten Egeter. Das 1:0, das Tor des Abends, entsprang eigentlich keiner Großchance. Erst ließen die Weidener Jeröme Gondorf beim Flanken zu viel Raum, dann machte beim Tor Keeper Tobias Linse, der ansonsten bravourös hielt, nicht die beste Figur. Noch vor der Pause hätten die Kickers durch Brandstetter und Patrick Auracher nachlegen müssen.

Das machten die Gäste bei einigen Chancen auch nach der Pause nicht. „Wir haben es versäumt, unsere Konter präziser auszuspielen“, klagte Schuster. Die Weidener zeigten zwar weiterhin viel Einsatz, doch das meiste blieb Stückwerk. So hatten die Kickers nur einen Schaden an diesem Tag: Bei der Anreise mussten sie nach einem Defekt an der Bustür in Nürnberg in eine Werkstatt. In Weiden blieb für die Gäste alles heil.

Oberpfalznet

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