Presse zu SC Pfullendorf – Stuttgarter Kickers (0:0)

Kickers fehlt die Kaltschnäuzigkeit
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 19.08.2010

Dirk Schuster musste nicht lange überlegen: „Zwei Punkte zu wenig“, sagt der Trainer der Stuttgarter Kickers nach dem 0:0 gestern Abend in der Fußball-Regionalliga beim SC Pfullendorf vor 925 Zuschauern. Da war mehr drin: „Es war eine sehr ansprechende Leistung, nur das Tor hat gefehlt.“

Schon zur Pause hätten die Gäste führen müssen, die klarsten Chancen vergaben Marcel Rapp (19.) und Ali Pala, der mit einem Distanzschuss nur den Pfosten traf (30.). Die über weite Strecken enttäuschenden Pfullendorfer wurden nach der Pause etwas besser, wobei dem Torjäger Ekounda fast ein Eigentor unterlief. Die Führung für die Kickers lag bis zum Schluss in der Luft. Doch Marchese, Türpitz und Videc vergaben zwischen der 74. und 80. Minute beste Möglichkeiten, und dann fand auch Daniel Reule in dem 40-jährigen Torwartroutinier Hermanutz seinen Meister. „Letztendlich haben wir es versäumt, uns selbst zu belohnen“, sagte Schuster, „die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor fehlt uns eben noch zur absoluten Spitzenmannschaft.“ ump

Kickers Wagner – Abruscia, Auracher, Rapp, Gerster (78. Savranlioglu) – Rizzi – Gondorf (62. Türpitz), Stierle – Marchese – Pala (59. Videc), Reule.

Stuttgarter Zeitung

Kickers-Remis beim SC Pfullendorf

Pfullendorf (red) – Mehr Spielanteile, eine 90 Minuten währende optische Überlegenheit und dazu auch die besseren Torchancen – dennoch mussten sich die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers gestern mit einem 0:0-Unentschieden im ersten Auswärtsspiel der Saison beim SC Pfullendorf zufriedengeben. Die beste Gelegenheit, den Auswärtssieg „der Blauen“ vor den 925 Zuschauern in der Pfullendorfer Arena zu bewerkstelligen, hatte der Kickers-Angreifer Ali Pala im ersten Abschnitt. Sein abgefälschter 20-Meter-Schuss klatschte in der 30. Minute nur an den linken Torpfosten der Pfullendorfer.

„Unterm Strich sind das für uns zwei Punkte zu wenig. Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich zufrieden, uns hat lediglich der nötige Schuss Abgezocktheit vor dem gegnerischen Tor gefehlt“, analysierte Kickers-Trainer Dirk Schuster.

Das soll sich möglichst schnell ändern – schon am Sonntag im Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach (, 14 Uhr).

Eßlinger Zeitung

Nullnummer in Pfullendorf

Die Gäste aus der Landeshauptstadt begannen furios, denn schon in der ersten Spielminute musste sich der Torhüter des SC Pfullendorf, Ralf Hermanutz, bei einem fulminanten Distanzschuss von Marchese lang machen. Zwar gelang es den Gastgebern danach, das Spielgeschehen eine Weile ausgeglichen zu gestalten, doch nach etwa 30 Minuten gaben die Stuttgarter Kickers wieder den Ton an und erspielten sich die besseren Torchancen, während die SCP-Abwehr in dieser Phase Abstimmungsprobleme hatte, von der Offensive allerdings auch kaum entlastet wurde.So lag dann mehrfach der Führungstreffer für die Gäste in der Luft, etwa nach einer Ecke, doch Reule hob den Ball aus kurzer Distanz über das Tor (18.).
Dieses Kopfballduell gewann der Ex-Pfullendorfer in Diensten der Stuttgarter Kickers, Marcel Rapp (rechts), gegen den SCP-Angreifer Georges Ekounda, das Spiel hatte keinen Sieger, es endete 0:0.
Bild: Fischer

Nach 30 Minuten schien SCP-Torhüter Hermanutz dann geschlagen, doch der Distanzschuss von Marchese prallte an den Pfosten. Somit war der 0:0-Pausenstand für die Gastgeber eher schmeichelhaft.

Nach der Pause dann ein ausgeglichenes Spiel, lange Zeit allerdings auf eher mäßigem Regionalliga-Niveau. Gefahr resultierte auf beiden Seiten eher aus Standards als aus dem Spielverlauf. So konnte ein Ekounda-Schuss nach einer Ecke von der Kickers-Abwehr gerade noch abgeblockt werden, während auf der Gegenseite SCP-Schlussmann Hermanutz, ebenfalls nach einer Ecke, aus kurzer Distanz angeschossen wurde.

In der Schlussphase erarbeiteten sich die Gäste, zum Teil unter massiver Unterstützung der SCP-Abwehr, mehrere Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. So konnte der eingewechselt Videc zwei krasse Schnitzer von Kiefer nicht verwerten. Bei einem der wenigen Entlastungsangriffe verfehlte Braun das Kickers-Gehäuse nur knapp. Insgesamt aber zeigten die Stuttgarter in den Schlussminuten mehr Initiative und Siegeswille, doch es blieb, nicht zuletzt erneut dank eines stark haltenden Hermanutz im Pfullendorfer Tor, beim torlosen Remis.

Beim SC Pfullendorf ist man nach der guten Leistung im DFB-Pokal mit einer deutlich schlechteren Leistung im Liga-Alltag angekommen, die Kickers hingegen verstanden es nicht, daraus Kapital zu schlagen.

SC Pfullendorf: Hermanutz – Straub, Kunter, Kiefer, Müller – Jeske, Braun, Schreyeck, Biggel (77. Schneck) – Seebacher (63. Binder) – Ekounda. – SR: Schlutius (Germersheim). – Z: 925.

Südkurier

Hermanutz rettet einen Punkt
Kein Durchkommen für Philipp Seebacher (li.), Kickers-Abwehrmann Auracher stört entscheidend bei der Ballannahme. Der österreichische Neuzugang wirkte auf der zentralen Mittelfeldposition gestern Abend noch überfordert.

(PFULLENDORF/ok) Mit einem überragenden Ralf Hermanutz im Tor und viel, viel Glück hat der SC Pfullendorf am Mittwochabend im ersten Heimspiel der Saison ein 0:0 gegen die Stuttgarter Kickers über die Zeit gebracht. Ohne seinen erkrankten Spielmacher Patrick Hagg fehlte beim SCP vollkommen die Ordnung im Spiel.

Von unserem Redakteur Oliver Kothmann

Auf dem Platz ging’s phasenweise zu wie im Flipperautomat: Die Kugel flitzte hin und und her, kreuz und quer, vor und zurück. Ballkontrolle, Passgenauigkeit? Beim SCP mangelhaft, bei den Kickers bestenfalls Note ausreichend. Vor allem den Pfullendorfern fehlte die ordnende Hand im zentralen Mittelfeld. Schmerzlich wurde Patrick Hagg (Herzmuskelverdickung) vermisst. Ausgehend von der offensiven Mittelfeldachse Seebacher, Jeske und Biggel, die neben einigen passablen Aktionen vor allem zahllose Ballverluste verursachte, griff Verunsicherung sukzessive in der ganzen Mannschaft um sich. Nur gut für den SCP, dass Ralf Hermanutz mit der Erfahrung seiner 40 Jahre gegen solcherlei Einflüsse immun ist. Mit einem Dutzend mitunter erstklassiger Paraden verhinderte er die erste Heimpleite im ersten Heimspiel

Die Kickers legten fulminant los, kamen durch ihren besten Mann, Spielmacher Marchese, zu Schusschancen in Minute eins und drei. Doch Hermanutz, hielt und Schreyeck blockte. Rapp (17.) nach einem Eckball und Pala (Innenpfosten aus 20 Metern, 28.) hatten ebenfalls Pech. Nennenswerte SCP-Chancen in Halbzeit eins?

Im zweiten Durchgang keine Besserung: Hohes Tempo, noch höhere Fehlerquote. Pfullendorfs Hintermannschaft wirkte zunehmend indisponiert, lud Stuttgart zum Toreschießen ein. Die Kickers nahmen aber nicht an. Reule (73.), Marchese (75.), Türpitz (77.) hätten das 0:1 machen müssen, scheiterten aber an Hermanutz und ein wenig auch an sich selbst. „Extraball“ dann für Videc: Kiefer schoss an der Eckfahne Reule an, der Ball sprang Videc im Strafraum vor die Füße, doch frei vor Hermanutz versagten ihm die Nerven. SCP’ler Braun hätte die Flipper-Partie in der 86. Minute mit einem 20 Meter-Schuss fast auf den Kopf gestellt. So musste SCP-Coach Helgi Kolvidsson gottfroh sein, dass Schiri Schlutius nach 90 Minuten pünktlich abpfiff: „Game over!“ Am Samstag geht’s nach Nürnberg

Schwäbische Zeitung

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