Presse zu SC Freiburg II – Stuttgarter Kickers II 7:3 (4:0)

22. Oktober 2007 in Kickers II, News

Es ist ein Jubiläum, das bei den Stuttgarter Kickers II niemand froh stimmte. Am elften Spieltag der Fußball-Oberliga musste die Mannschaft des Trainers Björn Hinck bereits die zehnte Saisonniederlage nacheinander hinnehmen. Beim Nachwuchs des SC Freiburg kassierte die zweite Mannschaft der Blauen eine empfindliche 3:7-Schlappe. Da mag auch Hinck nichts mehr beschönigen, also bringt er die momentane Stimmung in Degerloch auf den Punkt: „Als Kickers-Fan macht man gerade eine Leidenszeit durch.“

Die aktuellen Probleme der Kickers fangen hinten an. Mit 32 Gegentoren stellen sie den schlechtesten Defensivverbund der Liga. „Ganz abgesehen davon, dass Freiburg heute zwei Klassen besser war als wir, scheinen wir ein Qualitätsproblem zu haben. Einige meiner Spieler wollen gerne Profi werden, aber dazu gehört weit mehr, als sie momentan bringen. Jetzt müssen einige einfach auch mal einen Schritt nach vorne machen, sonst muss ich die Lernbereitschaft Einzelner ernsthaft infrage stellen“, sagte Hinck.

Erschwerend hinzu kommt der immer größer werdende Kader. Zuletzt stießen in Sascha Benda, Markus Ortlieb, Sven Sökler und Nico Beigang vier Profis aus der Regionalligamannschaft dazu. Ob sie nach der Degradierung große Lust auf die Oberliga verspüren? Hinck plagt noch ein anderes Problem. „Jetzt habe ich 25 Spieler im Training. Das macht die individuelle Arbeit mit einzelnen Spielern nicht leichter“, sagte er. Aber genau da ist akut der größte Handlungsbedarf, gehen doch den Gegentoren oft eigene Unkonzentriertheiten voran. Diese gilt es schnell abzustellen, sonst bleibt Hincks größter Wunsch in weiter Ferne: „Ich hoffe, dass unsere Leidenszeit bald ein Ende hat.“

Stuttgarter Zeitung

Kickers-Trainer Björn Hinck fällt nach der deutlichen Schlappe ein vernichtendes Urteil. „Bei einigen Spielern muss man sich fragen, wo ihr Weg hinführt. Für sie ist die Oberliga das höchstmögliche Level“, sagt er. Das aus seiner Sicht größte Problem der Talente, die er fit für höhere Aufgaben machen soll: Für einige sei das Tempo in der vierthöchsten Liga zu schnell.

Die Blauen leisten sich in den Partien zahlreiche Unachtsamkeiten – und bringen sich damit um jegliche Chancen. So auch im Spiel beim Tabellenzweiten. „Zwischen der 35. und 45. Minute war unsere Fehlerquote zu groß“, sagt Hinck. Die Folge: Die Gastgeber erhöhten von 1:0 auf 4:0 – die Vorentscheidung. Besonders markant dabei: Freiburgs Fabio Dell“Era erzielte zwischen der 25. und 44. Minute gleich drei Tore. Die Treffer für die Kickers markierten Nico Beigang (2) und Mijo Tunjic. Beigang stand wie die ebenfalls aus dem Regionalligateam ausgemusterten Sven Sökler, Sascha Benda und Marcus Ortlieb in der Startelf.

Stuttgarter Nachrichten

Hattrick von Dell`Era bringt den SC II auf die Siegerstraße

Die zweite Mannschaft des SC Freiburg hat am Samstag ihr Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers II mit 7:3 (4:0) ebenso deutlich, wie verdient gewonnen. Bereits zur Pause lag das Team von Karsten Neitzel und Ibrahim Tanko durch die Tore von Fabio Dell`Era (25., 41., 45.) und Owusu Ampomah (43.) mit 4:0 in Führung. Im zweiten Durchgang erhöhten zunächst erneut Ampomah (56., Foulelfmeter) und Dennis Kruppke (59.) auf 6:0 ehe die Gäste, die sich trotz des großen Rückstands nicht aufgaben, durch Nico Beigang verkürzen konnten (65.). Den zweiten Stuttgarter Treffer besorgte wenig später der eingewechselte MijoTunjic per Kopf (70.). Doch Luis Hörger stellte mit einem trockenen Flachschuss aus 18 Metern den alten Abstand wieder her (77.). Den Schlusspunkt setzte quasi mit dem Schlusspfiff Beigang, der Alexander Walke im Tor des SC II mit einem Schuss aus 20 Metern überwand (90.).

Zunächst hatte wenig auf das sich anbahnende Torfestival in der Freiburger Fußballschule hingedeutet. Der SC II verfügte zwar von Begin an über die größeren Spielanteile, tauchte daran gemessen aber zu selten gefährlich vor dem Tor der Gäste auf. Die Neitzel-Elf hatte ihrerseits gar Glück, nicht in Rückstand zu geraten, als Muhamed Bajram nach einem Ballverlust von Julien Matter allein vor dem Tor von Alexander Walke auftauchte, aber knapp verzog (18.). Und auch in der 24. Minute hätte das 0:1 aus Freiburger sicht fallen können, nachdem sich Nico Beigang im Sechzehner gegen Raphael Mollet durchgesetzt hatte. Seinen Schuss konnte die SC-Defensive aber mit vereinten Kräften blocken.

Die Wende kam mit dem schnell vorgetragenen Gegenzug. Felix Roth hatte den Ball nach vorne getrieben und bewies gute Übersicht, als er Fabio Dell´Era mustergültig bediente. Der gab sich aus halbrechter Position keine Blöße und netzte zum 1:0 ein (25.). Auch das 2:0 besorgte Dell`Era nach Zuspiel von Roth in der 41. Minute. Der Bann war nun gebrochen und nur wenig später stand es 3:0, nachdem sich Owusu Ampomah zunächst gegen Fabio Accardi und Markus Ortlieb durchgesetzt hatte und anschließend aus 16 Metern erfolgreich war. In der 45. Minute konnte Kickers-Schlussmann Julian Hauser einen Versuch von Roth zwar noch klären. Der Ball landete aber bei Dell ´Era, der aus 25 Metern abzog und den SC mit 4:0 in Führung brachte.

Auch im zweiten Durchgang lies der SC II nicht nach, sondern erhöhte durch einen von Ampomah verwandelten Foulelfmeter zunächst auf 5:0 (56.) und drei Minuten später durch einen schönen Schuss von Kruppke gar auf 6:0. Doch der Widerstandsgeist der Gäste war nicht gebrochen. Nach einer Ecke von Sascha Benda verkürzte Beigang per Kopf auf 6:1 (65.) ehe der eingewechselte Mijo Tunjic, ebenfalls per Kopf, das 6:2 erzielte (70.). In der 77. Minute gelang dem für Roth ins Spiel gekommene Luis Hörger mit einem Flachschuss der siebte Freiburger Treffer. Den Schlusspunkt in einem außergewöhnlichen Fußballspiel setzte allerdings Beigand, der Walke mit einem Schuss aus 20 Metern überwnd (90.).

Es war der höchste Saisonsieg der Neitzel-Elf und der vierte dreifache Punktgewinn in Folge. Damit belegt der SC II mit 25 Punkten weiterhin den zweiten Tabellenrang. „Dass wir mit 25 Punkten aus den ersten 11 Spielen nur drei Punkte Abstand auf den fünften Tabellenplatz haben, spricht eindrucksvoll für die enorme Leistungsdichte in der Liga“, sagte Neitzel nach dem Spiel.

Alexander Roth

Stenogramm   
 
SC Freiburg II: Walke – Fuhrler, Toprak, Mollet, Bouziane – Schutzbach, Dell´Era, Kruppke, Matter (68. Jüllich) – Roth (60. Hörger), Ampomah (78. Braun)

Stuttgarter Kickers II: Hauser – Simsek, Ortlieb, Accardi (60. Weber), Schneider – Sökler (60. Rizzi), Ivanusa, Benda – Bajrai (54. Tunjic), Petruso, Beigang

Schiedsrichter: Mutter

Tore: 1:0 Dell`Era (25.), 2:0 Dell`Era (41.), 3:0 Ampomah (43.), 4:0 Dell`Era (45.), 5:0 Ampomah (56., Foulelfmeter), 6:0 Kruppke (59.), 6:1 Beigang (65.), 6:2 Tunjic (70.), 7:2 Hörger (77.), 7:3 Beigang (90.)

Zuschauer: 250

Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karten: keine

Homepage SC Freiburg

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