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Presse zu SpVgg Neckarelz – Stuttgarter Kickers II (2:0)

16. August 2010 in Kickers II, News

Fußball: Aufatmen in Neckarelz / Kapitän Rolf Lang nur auf der Bank: „Daraus sollte man keine große Geschichte machen“, so Trainer Peter Hogen
Im dritten Spiel in der Oberliga angekommen

Von unserem Redaktionsmitglied Paul v. Brandenstein

„Oberliga – Wir sind da“. Das steht auf den obligatorischen Aufstiegs-T-Shirts, die im Mai nach der Verbandsliga-Meisterschaft der Neckarelzer Spielvereinigung von Spielern und Fans übergezogen wurden. Allerdings: Wirklich in der Oberliga angekommen war man in den ersten zwei Spielen noch nicht, zumindest was die Ergebnisse anbetraf.

Doch nach dem hochverdienten 2:0 über die Stuttgarter Kickers II war davon keine Rede mehr. Stattdessen machte sich sichtlich Erleichterung breit. „Es waren in der Tat schwierige Tage nach dem 1:5 in Kehl“, gab Trainer Peter Hogen unumwunden zu, dass diese Niederlage vor allem in der Art und Weise ihrer Entstehung Spuren hinterlassen hat. „Doch jetzt sind wir erst einmal froh, dass wir nicht gleich im Tabellenkeller festsitzen“.

Mit einer nicht gerade alltäglichen Maßnahme hat Peter Hogen auf den mäßigen Saisonstart mit nur einem Punkt aus zwei Partien reagiert. Neben Dominik Weber nahm er auch Rolf Lang aus der Anfangsformation heraus und setzte ihn auf die Bank. Eine Umstellung ist ja eigentlich nichts Ungewöhnliches, doch Rolf Lang ist nun einmal der Kapitän der Mannschaft, weshalb diese Entscheidung bei den Zuschauern natürlich für Diskussionsstoff sorgte. Doch Peter Hogen wollte daraus „keine große Geschichte machen“. Solche personellen Entscheidungen müsse er Spieltag für Spieltag fällen. „Wir haben einen Kader von 25 Spielern. Da kann jeder einmal drankommen. In solchen Fällen ist es dann auch nicht interessant, in welcher Liga ein Spieler einmal gespielt hat. Es zählt dann nur der Augenblick.“

Insgesamt ist Peter Hogens Schachzug natürlich aufgegangen. Die Hintermannschaft spielte erstmals in dieser Saison „zu Null“ – und dies war natürlich letztendlich auch der Schlüssel zum Erfolg. Doch in der Anfangsphase der Partie war noch viel Sand im Neckarelzer Getriebe. Man merkte der Mannschaft an, dass sie noch immer an dem herben 1:5 von Kehl zu kauen hatte. Den Gästen aus der Landeshauptstand gehörten eindeutig die ersten 25 Minuten. Doch dann ließen die Kickers nach, was ihren Co-Trainer Joachim Schlosser erzürnte: „Im Laufe des Spiels haben es sich unsere Akteure dann viel zu bequem gemacht. Das war kein Miteinander mehr. Es war einfach nur ideenlos. Wir haben zwar ein junges Team, aber viele haben schon eine Saison in der Oberliga hinter sich. Da muss man ganz einfach mehr erwarten können“.

Drei Spiele in einer Woche sind natürlich ganz schön stressig. Trainer Peter Hogen hat sich deshalb mit dem vierten Gegner, dem 1. FC Normannia Gmünd, noch überhaupt nicht beschäftigt. „Damit werde ich jetzt langsam anfangen“. Aber eines sei natürlich klar, so Hogen: „Wir wollen am kommenden Samstag in Schwäbisch Gmünd zumindest einen Punkt holen“.

Fränkische Nachrichten