Vorberichte: Stuttgarter Kickers – 1. FC Kaiserslautern II

Vorschau
Spielinfos

Anstoß: 10.12.2006 14:30
Stadion: GAZI-Stadion auf der Waldau

Schiedsrichter: Aytekin (Nürnberg)
Assistenten: Münch (Gottmadingen), Kempter (Sauldorf)

Stuttgarter Kickers: Der Einsatz von Kapitän Härter (Schambeinentzündung) ist fraglich, für ihn würde Wildersinn auflaufen.

1. FC K’lautern II: Da die Profis bereits am Freitag spielen, könnten Leute wie Villar, Simpson, Halfar und Ziemer dazukommen.

Aufstellung

Stuttgarter Kickers
Yelldell – Steinle, Wildersinn, Yildiz, Stierle – Akcay – Benda, M. Hartmann, Parmak – Mesic, Gambo; Trainer: Dutt

1. FC K’lautern II
Fromlowitz – Gaebler, Kotysch, Henel, Endres – M. Lehmann, Lancos – Klasen, Neubauer, Calamita – Akcam; Trainer: Marschall

Kicker

FCK II am Sonntag bei Stuttgarter Kickers
An diesem Sonntag (14.30 Uhr) tritt der 1. FC Kaiserslautern II in der Regionalliga Süd bei den Stuttgarter Kickers an. Nachdem die „Roten Teufel“ in der Hinrunde zuhause eine 0:2-Niederlage gegen die Stuttgarter hinnehmen mussten, will die Mannschaft von Interims-Coach Olaf Marschall im letzten Punktspiel des Jahres einen erneuten Anlauf unternehmen, um beim Tabellenfünften den ersten „Dreier“ der Saison einzufahren.

Homepage 1. FC Kaiserslautern

EßZ: Wenig Zuckerbrot, viele Qualitäten

Der Esslinger Manuel Hartmann hat sich bei den Stuttgarter Kickers zum Dauerbrenner entwickelt – Bierhoff als Vorbild
 
Von Sigor Paesler

Stuttgart – Diese Aussage überrascht: „Er ist weit davon entfernt, im defensiven Mittelfeld eine Granate in der Liga zu sein.“ Das sagt Trainer Robin Dutt über den Mann, der in der laufenden Saison als einziger Feldspieler der Stuttgarter Kickers jedes Spiel in der Fußball-Regionalliga von der ersten bis zur letzten Minute absolviert hat. Nimmt man die Pokalbegegnungen dazu, in denen der 22-Jährige nur eine Hälfte verpasste, kommt er sogar auf die meisten Spielminuten. Auch beim Jahresabschluss am Sonntag (14.30 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern II ist der Esslinger gesetzt. Hört man länger zu, lassen sich Dutts Worte besser einordnen: Er traut Hartmann noch viel zu, und das will er aus ihm herauskitzeln. „Er pusht mich, das brauche ich“, sagt Hartmann selbst, „nur Zuckerbrot vertrage ich nicht.“

Das heißt nicht, dass es Hartmann gerne schleifen lässt. Durch viel Trainingsfleiß hat er es über seinen Heimatverein SG Eintracht Sirnau, den VfL Kirchheim und den SGV Freiberg zu den Kickers geschafft. Er ist kein Shooting Star. Er ist kein Supertechniker, kein Abwehrhüne. Er ist ein guter Allrounder mit vielen Qualitäten, der stetig seinen Weg nach oben geht.

 

Torschüsse aus der Distanz
Zunächst wurde Hartmann bei den „Blauen“ als Allzweckwaffe auf fast allen Positionen in der Defensive eingesetzt. Mittlerweile ist er in der Zentrale der Mittelfeldraute gemeinsam mit Mustafa Akcay eine Bank. Und immer öfter übernimmt er dabei den offensiven Part. Auch, weil er inzwischen als Torschütze mit Schüssen aus der zweiten Reihe aufgefallen ist. „Der Trainer weiß, was er an mir hat“, sagt Hartmann selbstbewusst. Und tatsächlich fallen Dutt eine Menge lobende Worte ein: „Er hat eine große Spielintelligenz und ist charakterlich ein toller Junge.“ Der Coach sieht Hartmann in einer Reihe mit Akteuren wie Jens Härter, Mustafa Parmak und Mirnes Mesic, die alle aus der Region geholt wurden: „Wir hatten generell ein gutes Händchen mit diesen Spielern“, erklärt Dutt, „alle hatten im ersten halben Jahr Schwierigkeiten, haben dann aber ihr Talent abgerufen.“

Noch wohnt Hartmann bei seinen Eltern in Sirnau. Und das soll zunächst so bleiben. Vater Wolfgang, der ihn von der F- bis zur C-Jugend trainierte, „ist immer noch mein größter Förderer und Kritiker“. Auch auf den Plätzen seiner Ex-Clubs sieht man ihn immer wieder. „Es wird Zeit, dass die Sirnauer endlich mal aus der Kreisliga B aufsteigen“, sagt er etwa.

Hartmann selbst möchte den Sprung in die zweite Liga schaffen. Gleichzeitig aber denkt er auch schon an die Zukunft nach der Kickerei. Und die soll im Fußball liegen. Sein Lehramtsstudium in Mathematik und Sport ruht, im kommenden Herbst beginnt er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen. „Ich könnte mir eine Arbeit als Trainer gut vorstellen“, sagt er, „aber auch im Management eines Vereins.“ Als Vorbild nennt er Nationalmannschaftmanager Oliver Bierhoff. So weit müsste er gar nicht gehen: Joachim Cast ist auch Ex-Verteidiger und hat es mit einem Geographie-Studium zum Managerposten bei den „Blauen“ geschafft. Demnächst werden Vater und Sohn Hartmann Cast wieder gegenüber sitzen: Es stehen Vertragsverahndlungen an. „Die Kickers sind mein erster Ansprechpartner“, sagt Hartmann und grinst, „aber ich bin für alles offen.“ Er weiß, dass sein Marktwert gestiegen ist.

Eßlinger Zeitung

Rückrundenvorbereitung

Mit der Partie am Sonntag gegen den 1.FC Kaiserslautern verabschieden sich die Kickers in die Winterpause. Hier finden Sie exklusiv schon einige unverbindliche Termine in der Rückrundenvorbereitung.

Montag, 15. Januar 2007
Trainingsbeginn im ADM-Sportpark

Samstag, 20. Januar 2007
Freundschaftsspiel gegen den FC Nöttingen (Oberligist) in Nöttingen, Uhrzeit noch offen

Samstag, 27. Januar 2007
Freundschaftsspiel gegen TSV Crailsheim (Oberligist) in Untermünkheim, Uhrzeit noch offen

Mittwoch, 31. Januar 2007
Freundschaftsspiel gegen SV Sandhausen (Oberligist) in Sandhausen, Uhrzeit noch offen

Samstag, 3. Februar 2007
Freundschaftsspiel gegen FC Schaffhausen (Super League Schweiz) in Degerloch, GAZi-Stadion auf der Waldau, Uhrzeit noch offen

Trainingslager
voraussichtlich vom 04.-11. Februar 2007 in der Türkei

Samstag, 17. Februar 2007
Freundschaftsspiel gegen VfR Aalen (Regionalligist) in Degerloch, GAZi-Stadion auf der Waldau, Uhrzeit noch offen

Wochenende 24./25. Februar 2007
Fortführung der Rückrunde der Regionalliga Süd
VfB Stuttgart II – Kickers im Robert-Schlienz-Stadion, Termin und Anstoßzeit noch offen

Die Vorbereitungstermine sind unverbindlich und können sich selbstverständlich je nach Wetterlage auch noch kurzfristig ändern. Bitte beachten Sie zudem, dass auch die restlichen Meisterschaftsspiele der Rückrunde erst beim Staffeltag Ende Januar 2007 zeitgenau festgelegt werden.

Weitere Themen des Newsletter sind z. B. der 65. Geburtstag von Präsident Hans Kullen, Exklusivinterview mit Zeugwart Dieter Kirschbaum oder der Kickers-Toreclub. Der Newsletter der Stuttgarter Kickers kann hier bestellt werden.

Nico Frommer zu Kickers?

Laut BILD sind die Kickers sehr stark an Nico Frommer – derzeit SpVgg Unterhaching – interessiert. Frommer meinte, die Kickers seien ein sehr interessanter Verein, der nach oben will. Auch Wuppertal und Düsseldorf sind an ihm dran.

Frommer bestritt in der laufenden Saison noch kein Pflichtspiel in der 2. Liga. Er hält sich im Oberligateam der Hachinger fit und absolvierte bisher sechs Spiele in der Bayernliga (kein Tor) (Quelle: Bayliga.de).

Presse zu Karlsruher SC II – Stuttgarter Kickers (1:0)

Aufstieg in weiter Ferne
 
Kickers nutzen Chancen nicht
 
STUTTGART (ump). Die Stuttgarter Kickers haben beim Karlsruher SC II mit 0:1 verloren. „Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir uns in der Winterpause wohl verstärken“, sagt der Präsident Hans Kullen, der gestern 65 wurde.

Aus dem erhofften Geburtstagsgeschenk für den Präsidenten Hans Kullen, der gestern 65 geworden ist, wurde nichts. Die Mannschaft hat am Samstag 0:1 beim Karlsruher SC verloren und damit die große Chance verpasst, auf den dritten Tabellenplatz zu klettern. „Das ist ärgerlich und tut weh“, sagt der Trainer Robin Dutt, der hinzufügte: „Ich kann der Mannschaft letztendlich nur den Vorwurf machen, dass sie das Tor nicht getroffen hat.“ Das gilt vor allem für Mirnes Mesic, der gegen Aalen noch dreimal erfolgreich war.

Acht Punkte Rückstand auf Platz zwei – war“s das mit dem Aufstieg? Wer in Pirmasens und jetzt in Karlsruhe verliert, sollte höhere Ambitionen schnell abhaken. Der Trainer aber sagt: „Es gibt immer eine realistische Chance. Wir werden jetzt noch das letzte Spiel gegen Kaiserslautern abwarten und uns dann in Ruhe zusammensetzen und entscheiden, ob wir noch was tun müssen oder können – unabhängig vom Tabellenstand.“ Wobei der Präsident sein Urteil nach dem Auftritt vom Samstag bereits gefällt hat: „Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir uns wohl verstärken“, sagt Hans Kullen.

Die Frage bleibt, inwieweit das angesichts des Punkterückstands auf Wehen und Hoffenheim sinnvoll ist, zumal die beiden Spitzenteams im Zweifel in der Winterpause nochmals personell nachlegen. Wobei Robin Dutt zu bedenken gibt: „Es ist schon ein Unterschied, ob wir am Ende Dritter oder Zehnter sind.“ Mit anderen Worten: je besser die Platzierung, desto interessanter sind die Kickers auch für potenzielle Neuzugänge. Schließlich gilt der Blick auch schon der neuen Saison, wenn es wegen der Qualifikation zur eingleisigen dritten Liga ein Hauen und Stechen um jeden Platz geben dürfte.

Wobei in der Winterpause nicht ausgeschlossen ist, dass sich die Kickers von dem einen oder anderen Spieler trennen – das gilt nicht nur für den suspendierten Christian Okpala, an dem einige Vereine interessiert sind, allerdings noch nicht über die Modalitäten (Ablöse und Gehalt) eines Wechsels konkret verhandelt wurde. Hoffenheim hat abgewunken, vielleicht gibt es im Gegenzug ja Kontakte wegen der Stürmer Daniel Reule oder Kai Herdling, die dort in der ersten Mannschaft nicht zum Zuge kommen.

Kickers: Yelldell – Steinle, Yildiz, Härter, Stierle – Parmak, Akcay, Hartmann, Benda – Gambo (78. Bischoff), Mesic.

Schiedsrichter: Hofmann (Ansbach).

Tor: 1:0 Strobel (80.).

Zuschauer: 630.

Stuttgarter Zeitung

0:1 – Rückschlag für die Kickers
 
Gute Leistung der Blauen bleibt ohne Lohn – Schlechte Chancenverwertung
 
Karlsruhe – Die Aufstiegsambitionen des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers haben durch das 0:1 beim Karlsruher SC II einen herben Dämpfer erhalten. Was die Niederlage besonders bitter macht: Nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien hatten die Blauen ihren spielerischen Aufwärtstrend fortgesetzt.

VON STEFAN KLINGER

Es war eine paradoxe Situation, die sich unmittelbar nach dem Abpfiff abspielte. Eigentlich hätte Mustafa Parmak den knapp 300 Meter weiten Weg vom Nebenplatz des Karlsruher Wildparkstadions in die Katakomben der Arena mit stolzgeschwellter Brust antreten können. Erstmals seit seinem Platzverweis am 14. Oktober und einer nach Ablauf der Sperre erlittenen Viruserkrankung gehörte der Mittelfeldspieler in einem Regionalligaspiel wieder zur Startformation. Und das zahlte sich aus. Immer wieder setzte Parmak seine Mitspieler in Strafraumnähe bestens in Szene. „Er hat gut gespielt. Es ist sehr schade, dass er jetzt wieder so weit ist, 90 Minuten durchzuhalten, wir aber nur noch ein Spiel vor der Winterpause absolvieren“, sagte Dutt. Über dieses Lob konnte sich der beste Akteur am Samstagnachmittag jedoch nicht wirklich freuen. Stattdessen schlich er mit hängendem Kopf in Richtung Kabine. Denn in der 26. Minute kam er ebenso wie zweimal Mirnes Mesic allein vor KSC-Torhüter Martin Fischer zum Abschluss, verpasste es aber, den möglichen Führungstreffer zu erzielen.

Dieser gelang dafür Karlsruhes Erich Strobel in der 80. Minute. Ein Tor mit gravierenden Folgen. Denn nach der fünften Saisonniederlage hat sich der Rückstand zu den Aufstiegsplätzen auf acht Punkte vergrößert. Und das machte die Minuten nach dem Spiel für Parmak und die Blauen mit zu den bittersten in dieser Saison. Immerhin hatten die Kickers ihren spielerischen Aufwärtstrend der letzten Wochen fortgesetzt, die Partie dominiert und sich einige aussichtsreiche Chancen erspielt. „Es gibt ganz, ganz wenig, was ich der Mannschaft vorwerfen kann. Die Leistung hat gestimmt“, resümierte Dutt.

Was aber unterm Strich bleibt: drei verpasste Zähler. „In unserer Situation tut jeder Punkt, den wir nicht holen, weh“, sagte Dutt – und trat enttäuscht die Heimreise an.

Stuttgarter Nachrichten

Diesmal fehlt der Knipser
 
Die Stuttgarter Kickers verlieren in Karlsruhe mit 0:1 und fallen zurück
 
Karlsruhe (sip) – Die Regionalliga-Fußballer der Stuttgarter Kickers haben im Spiel beim Karlsruher SC II nicht nur viele Tormöglichkeiten vergeben, sondern auch die Chance, auf Platz drei zu klettern und den Anschluss an die Aufstiegsplätze zu halten. Nach dem 0:1 (0:0) sind sie Fünfter und haben wieder acht Punkte Rückstand auf den Zweiten TSG Hoffenheim.Tabellenführer SV Wehen und die Hoffenheimer gelten als heißeste Anwärter auf den Sprung in die zweite Liga, dahinter werden den Kickers die besten Chancen eingeräumt. Oder wurden? Die Wehener zeigten am Samstag mal wieder Schwächen und kamen beim VfR Aalen, den die Stuttgarter in der Vorwoche mit 4:1 geschlagen hatten, über ein 1:1 nicht hinaus. Die Hoffenheimer gewannen gegen Hessen Kassel souverän mit 3:1 – nur die „Blauen“ gaben ihre Punkte ab und haben nun sogar den überraschend starken SSV Reutlingen und den VfB Stuttgart II zwischen sich und den Aufstiegsrängen.“Der Blick auf die Tabelle bringt jetzt nichts“, sagte Coach Robin Dutt. „Die Mannschaft hat an die guten Leistungen der Vorwochen angeknüpft, aber nicht getroffen.“ In einer durchschnittlichen Partie waren die Stuttgarter spielbestimmend und hatten Möglichkeiten durch Mustafa Parmak, Bashiru Gambo und Mirnes Mesic, der alleine vor KSC-Keeper Martin Fischer scheiterte. In der 80. Minute traf Erich Strobel mit einem Distanzschuss – und sorgte für den Karlsruher Sieg.Auch wenn es für den suspendierten Christian Okpala kein Zurück gibt, wurde im Gegensatz zum Sieg gegen Aalen deutlich, dass genau dieser Spielertyp fehlt – ein Strafraumstürmer mit Tordrang. Dutt: „Gambo machte seine Sache als Ballverteiler gut, aber ihm fehlt noch der Zug zum Tor.“ In der Winterpause soll nach Ersatz gesucht werden.

Eßlinger Zeitung

Schmeichelhafter Sieg durch Strobel

Ein schmeichelhafter Erfolg des KSC im Lokalderby durch den eingewechselten Strobel. Die ballsicheren Stukis kontrollierten über weite Strecken die sehr faire Begegnung, versäumten es jedoch, aus ihren Vorteilen Kapital zu schlagen. Mesic vergab zweimal (7./52.) beste Möglichkeiten. Erst gegen Schluss suchten beide Teams verstärkt die Entscheidung, der KSC wirkte ent schlossener.

Hans Bauer

Kicker

Presse zu VfR Mannheim – Stuttgarter Kickers II (0:2)

Derweil reitet Björn Hinck, Trainer der Stuttgarter Kickers II, weiter mit seinem Team auf der Erfolgswelle. Auch beim VfR Mannheim gewannen die Kickers und bauten damit ihre Serie auf 16 Punkte aus den vergangenen sieben Spielen aus. Dass die Kickers beim 2:0-Sieg erstmals seit sechs Spielen weniger als drei Treffer erzielten, beunruhigte niemand. Im Gegenteil: „Ich bin mit der Hinrunde natürlich sehr zufrieden“, bilanziert Hinck. „Momentan haben wir eine Phase, in der uns alles gelingt. Wir stehen hinten gut und machen vorne die Chancen rein.“ Die Mannheimer starteten furios in die Partie und hatten in den ersten beiden Minuten bereits zwei hundertprozentige Chancen. Doch der Treffer fiel in der dritten Minute auf der anderen Seite. Sokol Kacani, der bereits in der Regionalligamannschaft debütierte, bestätigte seinen derzeitigen Lauf mit seinem zehnten Saisontreffer. In der Folge ergaben sich viele Chancen auf beiden Seiten, wobei die Kickers letztlich das glücklichere Team waren und durch Marco Tucci fünf Minuten vor Spielende den Endstand erzielten.

Stuttgarter Zeitung

Nichts mit dem Abstieg zu tun haben die Stuttgarter Kickers II. Das 2:0 beim VfR Mannheim bedeutete für die Elf von Trainer Björn Hinck den vierten Sieg in Serie. Die Tore erzielten Sokol Kacani (neunter Saisontreffer) und Marco Tucci (achter Treffer). Hinck: „Wenn die beiden ihre Chancen haben, machen sie sie derzeit souverän rein.“
Stuttgarter Nachrichten

VfR ärgert sich über dumme Niederlage

FUSSBALL-OBERLIGA: Vermeidbares 0:2 gegen Stuttgart / „Waldhof-Gipfel“ sorgt für Erregung

Von unserem Mitarbeiter Markus Wilhelm

Als Schiedsrichter David Gonzalez pünktlich um 15.45 Uhr zur Pfeife griff und die Oberliga-Begegnung zwischen dem VfR Mannheim und den Stuttgarter Kickers beendete, ballerte Vincenzo Terrazzino den Ball wutentbrannt gegen eine Werbetafel am Rande der Haupttribüne. „Wir hätten noch drei Stunden spielen können und kein Tor gemacht“, ärgerte sich der 22-jährige Mittelfeldspieler nach der dummen 0:2 (0:1)-Heimniederlage gegen die Schwaben. Dumm, weil die Mannheimer die tonangebende Mannschaft waren und die besseren Chancen hatten. Dumm aber auch, weil die Kurpfälzer im zweiten Durchgang zu einfallslos agierten, um die auf Ergebnisverwaltung bedachten Landeshauptstädter noch einmal aus der Reserve zu locken. Ein Abseitstor von Tahirovic (53.), das war’s mit der Mannheimer Herrlichkeit. Kacani (3.) und Tucci (86.) machten für die Kickers alles klar und besiegelten die erste VfR-Heimniederlage seit Oktober.

Der VfR dominierte zwar, doch wie so oft waren auch am Samstag die Feinheiten ausschlaggebend. Beispiel Jonathan Spencer: Warum der US-Amerikaner aus fünf Metern den Ball querlegte, anstatt ihn im Kickers-Tor zu versenken, bleibt das Geheimnis des 27-Jährigen. Im Gegenzug fing sich der VfR das 0:1. Beispiel Viktor Göhring: Dessen Eckbälle und Freistöße, die in dieser Saison schon so oft zum Torerfolg geführt haben, blieben diesmal wirkungslos wie selten zuvor. Beispiel Abedin Krasniqi: Der 20-Jährige agierte erneut sehr unglücklich, wenig mannschaftsdienlich und brachte kaum etwas Vernünftiges zu Stande. Alles nur Kleinigkeiten, die aber in einer ausgeglichenen Liga, in der jeder jeden schlagen kann, über Sieg oder Niederlage entscheiden können. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat gekämpft“, fand Trainer Walter Pradt. „Aber es entscheiden nun mal Tore.“ Ein Heimspiel noch gegen Bahlingen – dann ist Winterpause und das ist auch gut so. „Die jungen Spieler gehen auf dem Zahnfleisch“, weiß Pradt. „Trotzdem haben wir 90 Minuten lang alles versucht.“

„Ich hoffe, dass uns jetzt gegen Bahlingen ein versöhnlicher Jahresabschluss gelingt“, blickte Sportchef Alfred Boschert schon nach vorn. Doch nicht nur das Spiel gegen die Südbadener war auf den Rängen des Rhein-Neckar-Stadions Gesprächsthema, sondern auch der für heute anberaumte „Krisengipfel“ zwischen Mannheims Sportbürgermeister Dr. Kurz und Vertretern des SV Waldhof. Geht die Stadt Mannheim für den SV Waldhof „wieder einmal auf Betteltour“, wie in VfR-Kreisen vermutet wird? Pikant: In seiner Funktion als Vizepräsident der Freien Akademie der Künste hat sich Waldhof-Chef Dr. Hans Joachim Bremme auf einer privaten Internetseite als Unterstützer für den OB-Wahlkampf von Kurz geoutet. „Wenn sich der SV Waldhof mit Vertretern der Stadt zu einem Gespräch trifft, ist das sein gutes Recht. Aber sollte der SVW im jetzigen Zustand wieder von der Stadt Mannheim unterstützt werden, werden wir uns mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln wehren“, betont Boschert. Diesem Eindruck trat Kurz im Gespräch mit dem „MM“-Redaktion allerdings schon entgegen. Es ginge lediglich darum, alle Parteien an einen Tisch zu bringen.

Mannheimer Morgen